Lebenslauf nach Studium: Lücken erklären

Fragen zum Lebenslauf: Wie sieht ein tabellarischer Lebenslauf und wie ein handschriftlicher Lebenslauf aus? Welche Daten müssen unbedingt in den Lebenslauf und welche nicht?
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miezi85
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Lebenslaufmuster nach Studium bewerten

Beitrag von miezi85 » 14.12.2009, 16:58

Adresse, Name, Telefonnummer etc wollte ich alles in die Kopfzeile packen und dann anschließend so fort fahren:


PERSÖNLICHE DATEN

28.08.1985 geboren in XXX

Familienstand ledig

Staatsangehörigkeit deutsch


HOCHSCHULBILDUNG

2004 Abitur am Neideckgymnasium
Abschlussnote

10.2004 bis 03.2005 Studium der Wirtschafts- und
Rechtswissenschaften an der Universität XXX
Wechsel des Studiengangs

10.2005 bis 03.2009 Studium der Medien- und Vergleichenden
Kulturwissenschaften an der Universität XXX
Abschlussnote:


BERUFSPRAXIS

08.2006 bis 10.2006 Betriebspraktikum beim XXX
- Einteilung der ehrenamtlichen Helfer,
Kurierfahrten, Betreuung des Helferzeltes am Besuchstag, Unterstützung bei der Buchführung

02.2008 bis 04.2008 Betriebspraktikum bei XXX
- Kartenvorverkauf, Abendkasse, Gästeliste, Promotion/ Pressearbeit, Terminabsprachen

04.2007 bis 05/.2009 Aushilfe bei XXX
- Servicetätigkeiten, Barista

01.2009 bis 03.2009 Aushilfe bei XXX
- Promotion

Seit 04.2009 Betriebspraktikum bei XXX
- Booking Assistent
- Korrespondenz mit Künstlern und Kunden, Verfassen der Künstlerverträge, Abendkasse und Abrechnung


SOFT SKILLS

Stressresistenz Auch in Stresssituationen behalte ich einen kühlen Kopf und erziele sehr gute Arbeitsergebnisse.

Kundenorientiert Der Kunde und seine Bedürfnisse stehen immer im Mittelpunkt.

Teamfähigkeit Ich kann mich mit anderen in einer Arbeitsgruppe abstimmen.

Flexibilität Ich bin beweglich und bereit, für eine neue Stelle umzuziehen.

Selbstständiges Arbeiten Das eigenständige Stecken von Arbeitszielen ist für mich kein Problem.


COMPUTER

Windows, Office gute Anwenderkenntnisse

Internet sehr gute Anwenderkenntnisse


FÜHRERSCHEIN

Klasse B


PRIVATE INTERESSEN

Konzerte
Kochen
Lesen
Kino

Gute Idee?

Calla
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Beitrag von Calla » 18.12.2009, 15:01

Hallo Miezi,

Ich würde "Hochschulbildung" in "Bildung" ändern, wenn du auch deinen Schulabschluss erwähnst. Dann würde ich an dieser Stelle auch über eine umgekehrt chronologische Reihenfolge nachdenken, so dass der Studium der Medienwissenschaften nach oben rutscht - das ist sicherlich das Relevanteste in deinem Fall.

Bei dem Studium fehlt mir auch der genaue akademische Grad: BA? MSc? Diplom? Magister? Ausserdem könntest du (je nach Stelle) auch ein paar mehr Details wie z.B. Fokus des Studium, Vertiefungsfächer, Titel der Abschlussarbeit, etc., erwähnen.

Auf das "Wechsel des Studiengangs" kannst du mMn verzichten, ganz blöd sind ja auch Personaler nicht.

Die Berufserfahrungen müsstest du analog auch chronologisch rückwärts gestalten, aber das macht an der Stelle aus meiner Sicht keinen grossen Unterschied.

Die Soft Skills.
Ganz ehrlich: Ich halte nicht so viel von dieser reinen Auflistung. Das ist sicher teilweise auch nur eine Geschmackssache. Ich würde eher versuchen, diese Skills in den LL (und das Anschreiben!) zu integrieren. Gerade Kundenorientierung, Teamarbeit, Selbstständiges Arbeiten und Stressresistenz kannst du gut in den Aufgabenbeschreibungen integrieren, oder auch als kleine Zusammenfassung am Ende der Beschreibung.

Berietschaft zum Umzug gehört aus meiner Sicht eher in das Anschreiben.

Heraklit
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Lebenslauf nach Studium - Fragen zur Gestaltung

Beitrag von Heraklit » 23.04.2010, 15:21

Hallo,

im März dieses Jahres habe ich (endlich) meine Diplomarbeit abgegeben und somit mein Mathestudium abgeschlossen. Zur Zeit verfasse ich u.a. meinen Lebenslauf. Schwerpunktmäßig möchte ich mich auf Stellen im IT-Bereich bewerben, da ich mich auch privat damit beschäftige. In diesem Zusammenhang habe ich ein paar Fragen:

1) Normalerweise erscheint im Lebenslauf ein Abschnitt, in dem man verschiedene "Praktische Tätigkeiten" zusammenfasst. Da ich "nur" ein Praktikum gemacht habe scheint ein solcher Abschnitt wenig sinnvoll. Stattdessen möchte ich das Praktikum und eine Tätigkeit als stud. Aushilfskraft in einem Abschnitt "Tätigkeiten" zusammenfassen. Ist das so in Ordnung?

2) Als Berufsanfänger ist es natürlich schwer seine Computerkenntnisse im Lebenslauf darzustellen. Hätte ich 10 Jahre Berufserfahrung, könnte man in diesem Abschnitt einfach erfolgreiche Projekte auflisten und verwendete Sprachen+Tools aufzählen. Nun habe ich in meinem Studium auch Informatikvorlesungen belegt, in denen zumindest Grundlagen in einigen Programmiersprachen vermittelt wurden und in meiner Diplomarbeit ein umfangreiches Programm erstellt. Daneben könnte man angeben, dass man Kenntnisse in Programm/Sprache XY im Eigenstudium erworben hat. Deswegen habe ich einen Abschnitt "Computerkenntnisse" auf der zweiten Seite des Lebenslaufs erstellt, in dem ich einige Kenntnisse (incl. Einschätzung) aufgeführt habe. In dem Zusammenhang habe ich öfters gesehen, dass als Bewertung ein einfaches "gut" etc. angegeben wurde, aber eine genauere Beschreibung fehlte. Daher habe ich die Bewertung etwas ausführlicher gestaltet. Das ganze sieht etwa folgendermaßen aus:

"Computerkenntnisse:"
Sprache X: Gute Kenntnisse durch Kurs XY und vorlesungsbegleitende Übungen
Sprache Y: Gute Kenntnisse durch Diplomarbeit und Vorlesungen zu XY
Sprache Z: Grundkenntnisse durch Eigenstudium

Entsprechende Scheine/Zeugnisse werde ich natürlich der Bewerbung beilegen, sofern die Kenntnisse nicht im Eigenstudium oder durch eine Vorlesung erworben wurden.

a) Ist der Abschnitt Computerkenntnisse, wie eben geschildert, in Ordnung?
b) Ist eine Angabe von Computerkenntnissen ohne entsprechende Referenzen/Bescheinigungen vertretbar, oder wird das gleich als Minuspunkt bewertet (Oben habe ich das mit "Eigenstudium" umschrieben)? Ich kann doch nicht jedesmal einen extra Kurs besuchen. Andererseits denke ich, dass das zumindest ein Interesse für die Thematik signalisiert.

3) Mittlerweile warte ich schon seit über einen Monat auf mein Zeugnis. Mein Betreuer hat mir zwar versichert, dass er das Gutachten bis zum Semesteranfang fertig haben wird, aber bis wann ich das Zeugnis letztendlich bekomme, kann ich nicht sagen (Korrekturzeit des Zweitgutachters, Ausstellen des Zeugnisses, etc.). In der Situation stellt sich natürlich die Frage, ob man schon mal Bewerbungen abschicken sollte, um die monatelange Bewerbungsphase ggf. zu verkürzen. Auf der anderen Seite weiß ich natürlich nicht, ob ich ohne vorweisbares Zeugnis gleich ausgesiebt werde. Wie würdet ihr entscheiden?

Viele Grüße und alles Gute!

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Knightley
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Re: Lebenslauf nach Studium - Fragen zur Gestaltung

Beitrag von Knightley » 26.04.2010, 23:53

Schwerpunktmäßig möchte ich mich auf Stellen im IT-Bereich bewerben, da ich mich auch privat damit beschäftige.
Der IT-Bereich ist ja ein weites Feld.

Dein Studium muss ja auch irgendwie Grundlage für deinen Berufswunsch sein. Eine private Beschäftigung mit einem Themenfeld wäre doch "minderwertiger" als ein themenrelevantes Studienfach.
1) Ist das so in Ordnung?
Ja.

2) 2x Ja. Bei Interesse an deiner Person wird man den genauen Kenntnisstand dann auch in einem Vorstellungsgespräch näher hinterfragen.
3) Wie würdet ihr entscheiden?
Es hängt ja nicht nur von der Bewertung der Diplomarbeit ab. Du hast ja schon vorher Noten erringen können, die du eben auch mitschicken könntest. Die Bewertung der Diplomarbeit wirst du dann so schnell wie möglich nachschicken.

Lies dir diese Tipps zum Lebenslaufaufbau durch.

Heraklit
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Beitrag von Heraklit » 27.04.2010, 09:34

Hallo,
zunächst einmal Danke Schön für Deine Antwort.
Nun, ich habe Informatik als Nebenfach studiert und dort auch eine Diplomarbeit geschrieben (In Mathe dauert das mindestens ein Jahr :shock: ).
Dass der IT-Bereich ein weites Feld ist, ist mir klar. Nur wenn ich diverse Stellenanzeigen durchlese, konzentrieren sich die meisten Tätigkeiten für Absolventen auf Anwendungsentwicklung und ggf. Modellierung.

Zum Abschnitt 1) in meinem obigen Beitrag habe ich noch eine Frage:
Dort hatte ich ja einen Abschnitt "Tätigkeiten" vorgeschlagen. Nun ist ein solcher Abschnitt allerdings wenig aussagekräftig. Wie wäre es mit der Bezeichnung "Praxiserfahrung", auch wenn die Stelle als Studentische Hilfskraft nicht 100%ig dort hinpasst.

Viele Grüße!

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 27.04.2010, 14:02

Heraklit hat geschrieben:Wie wäre es mit der Bezeichnung "Praxiserfahrung", auch wenn die Stelle als Studentische Hilfskraft nicht 100%ig dort hinpasst.
Ich finde schon, dass das passt. Du könntest ja auch bei "Praktische Tätigkeiten" bleiben, denn auch das Praktikum war sozusagen "praktisch" und nicht nur "theoretisch".

Johnny833
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Inhaltlich dünner/kurzer Lebenslauf nach Master-Studium

Beitrag von Johnny833 » 10.05.2012, 09:45

Hallo miteinander,

habe mein Studium kürzlich abgeschlossen und befinde mich in der Bewerbungsphase. Allerdings ist mein Lebenslauf, trotz Bachelor und Master, ziemlich dünn. Problematisch ist, dass ich während meines Studiums keine Praktika vorzuweisen habe. Dazu muss man sagen, dass sowohl der Master als auch der Bachelor ziemlich chaotisch organisiert waren. DIe Kurse waren über das ganze Semester verstreut und in der Vorlesungsfreien Zeit hatten wir entweder uniinterne praktika, Exkursionen oder Blockkurse von externen Dozenten. Und wenn ich dann mal frei hatte bin ich lieber in Urlaub gefahren oder habe am Fließband für 2 Wochen Kohle gescheffelt -.-
Nun ist es so wie es ist und ich bin am überlegen, wie ich den Lebenslauf etwas aufpeppen kann. Zunächst mal zum Design, ich habe mich da für die Schlichte variante entschieden. Passt das von der Struktur und ist gut zu lesen/überfliegen? Habt ihr da Verbesserungsvorschläge?
Sollte ich noch Freizeitaktivitäten reinbringen auch wenn sie jetzt nicht DIREKT mit dem Job etwas zu tun haben? Man hört da immer widersprüchliches. Bei nem CV/resume gehört es ja anscheinend zum guten Ton...
Ich habe mir zudem noch überlegt, nen unterpunkt "Research experience" einzubauen und dort meine Bachelor's/Master's Thesis etwas näher zu erläutern. Allerdings macht man sowas ja eher bei ner Bewerbung für ne Doktorandenstelle (was für mich definitiv nicht in Frage kommt). Wäre das auch bei Bewerbungen in der Industrie sinnvoll? Was meint ihr?
Hier erstmal mein aktueller Lebenslauf:
Bild

Bild

Vielen Dank schonmal im Vorraus :)
Zuletzt geändert von Johnny833 am 10.05.2012, 13:28, insgesamt 1-mal geändert.

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 10.05.2012, 13:17

Hallo Johnny833,

dass der Lebenslauf so "dünn" wirkt, hängt damit zusammen, dass er noch unvollständig ist.

Zum einen fehlen die persönlichen Daten (Genurtsdaten und Familienstand); zum anderen deine weiteren kenntnisse (EDV - Sprachen - Führerschein).

Davon abgesehen empfinde ich ihn nicht wirklich als dünn. Das Fehlen von Praktka sehe ich nicht als wirklich gravierend an. Letztlich ist der Lebenslauf ja "nur" die Ergänzung des Anschreibens.

Macht eine nähere erläuterung Deiner Thesis wirklich Sinn? Nur dann, wenn es einen Bezug zu der konkreten Bewerbung hat, was aber nach meiner Einschätzung eher unwahrscheinlich sein dürfte.

Bedenke bitte, bei der Bewerbung geht es vor allem um die Werbung für sich, also darum, vor allem Pro-Argumente zu liefern. Alle "neutralen" Argumente sollte man möglichst unterlassen, da sie nur den Blick auf die wichtigen Argumente verstellen.

Dioe Freizeitaktivitäten sollte man immer dann anbringen, wenn wieder ein Bezug zur Bewerbung oder zum Arbeitgeber bestehen, da es dann wieder Pro-Argumente sind. Ansonsten . . .

Viele Grüße aus Duisburg

Johnny833
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Beitrag von Johnny833 » 10.05.2012, 13:37

Hallo und viele Dank schonmal für die schnelle Antwort.

Leider ist irgendwie der Link zum zweiten Teil des Lebenslaufs verloren gegangen. Ich habe das nun korrigiert und der Lebenslauf ist nun vollständig einsehbar.

Die Geburtsdaten und Familienstand habe ich in diesem Fall bewusst weggelassen. Bei der Stellenausschreibung (international operierender Konzern, Arbeitsplatz wäre allerdings Deutschland) wurde eine Bewerbung auf englisch gefordert und explizit von resume gesprochen.
Von daher denke ich, dass es in diesem Fall das sicherste ist, Bewerbungsfoto, Geburtsdatum, Religion und Familienstand nicht in den Lebenslauf zu integrieren.

Wie sieht es denn bezüglich Nebentätigkeiten bzw Ferienjobs aus, welche keinen Bezug zur angestrebten Stelle haben? Prinzipiell weglassen oder in den Lebenslauf einbauen? Kommt es z.B. auch darauf an wie anspruchsvoll die Tätigkeit war?

Viele Grüße

Johnny

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 10.05.2012, 14:43

Hallo Johnny833,

dann haben die persönlichen Daten in der tat nichts im lebenslauf zu suchen.

Und ansonsten finde ich, sieht der Lebenslauf unter Berücksichtigung deiner situation nicht zu dünn aus.

buscadora
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Lebenslauf nach Studium: Lücken erklären

Beitrag von buscadora » 21.11.2012, 11:22

Ich brüte gerade über meinem Lebenslauf und habe noch einige kleinere und größere Fragen dazu, ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen :) Hintergrundinfo: Ich bin Uni-Absolventin und habe außer kleineren Praktika und Nebenjobs noch keine Berufserfahrung.

Hier erstmal die Blöcke, die ich im Lebenslauf anführen möchte:
- Persönliche Angaben
- Ausbildung (Uni, Schule)
- Praktische Tätigkeiten (Praktika, Nebenjobs)
- Fremdsprachen
- EDV-Kenntnisse*
- (Interessen)

* evtl. anders benennen?

Jetzt zu meinen Fragen. Sorry, dass es so viele sind, es muss ja auch nicht jeder zu jedem Punkt etwas sagen ;)

1.) Führerschein
Erwähnt man den Führerschein, wenn er in der Stellenanzeige nicht ausdrücklich erwähnt wird? Unter welchem meiner Punkte sollte ich ihn ggf. einsortieren?

2.) Noten
Werden im Lebenslauf die Noten von Abitur, Magisterarbeit und Uni-Abschluss genannt? Ich habe schon verschiedene Varianten gesehen. Die vom Uni-Abschluss möchte ich sehr gern reinnehmen, bei den anderen bin ich mir unsicher.

3.) Beschreibungen
Wie ausführlich sollte man die Tätigkeiten während Praktika und Nebenjobs beschreiben, gibts da einen Richtwert? Ich verwende Stichpunkte und weiß nicht wie ausführlich ich es machen soll. Beispiel für ein Praktikum (6 Wochen) bei einer Eventagentur:

ausführlich: "Mitentwicklung und Überarbeitung von Konzepten zur Produkt- und Firmenpräsentation, Messevorbereitungen und -aufbau, Sekretariatstätigkeiten"
knapp: "Assistenz, Messevorbereitungen"

Habe schon den Hinweis bekommen je länger die Tätigkeit ausgeführt wurde desto ausführlicher die Beschreibung. Zusätzlich würde ich es auch noch etwas an die Stellenausschreibung anpassen, aber mir fehlt trotzdem ein realistischer Richtwert.

4.) Zeiträume
Ich gebe die Zeiträume generell in vollen Monaten an, also z.B. "05/2008-06/2008". Daraus wird aber nicht die genaue Dauer ersichtlich, wäre es sinnvoll z.B. bei Praktika noch die volle Dauer in Klammern anzugeben? Beispiel:

05/2008-06/2008....Praktikum (6 Wochen)
.............................Firma XY
.............................Assistenz, Messevorbereitungen

5.) Sortierung
Wird nach dem Beginn oder nach dem Ende einer Tätigkeit sortiert? (Ich habe über den Zeitraum von ca. 10 Jahren Nachhilfe gegeben.)

6.) Auslandsaufenthalte
Ich habe während der Schulzeit an mehreren Austauschprogrammen teilgenommen, es handelte sich um 2x zwei Wochen (Senegal, Polen) und 1x 3 Monate (Kanada). Einerseits kommt es mir komisch vor die zu erwähnen, andererseits finde ich schon, dass es etwas über meine Person aussagt. Es kam in der Vergangenheit auch bei Praktikumsbewerbungen immer gut an, aber die liegen halt einige Jahre zurück. Ratet ihr mir diese Austausche zu erwähnen oder wegzulassen? Oder sollte ich sie nur erwähnen, wenn es für die Stelle konkret relevant ist - dann im Anschreiben oder im Lebenslauf?
Was ich auf jeden Fall im Lebenslauf habe ist ein Praktikum in Afrika, das ich zwischen Abi und Studium absolviert habe.

7.) Lücken
Es gibt zwei Lücken, von denen ich nicht genau weiß, wie ich sie behandeln soll. Die erste besteht aus ca. 3 Monaten vor Studienbeginn. Kann man die einfach so bestehen lassen, weil es nunmal üblich ist, dass man zwischen Abi und Studium etwas Leerlauf hat?

Die zweite ist aktueller und gravierender. Es ist über ein Jahr vergangen seitdem ich mein Studium abgeschlossen habe, aber erst jetzt beginne ich mit der Stellensuche. In der Zwischenzeit bin ich etwas gereist (allerdings eher im Sinne von Urlaub), in eine neue Stadt gezogen und - das war der Hautpgrund - hatte diverse persönliche/familiäre und gesundheitliche Probleme. Diese möchte ich nicht vor einem potentiellen Arbeitgeber ausbreiten. Andererseits soll er auch nicht den Eindruck bekommen ich sei schon über ein Jahr auf Stellensuche und keiner möchte mich anstellen...
Ist es in so einem Fall sinnvoll ein Datum aufzunehmen, ab dem ich arbeitssuchend bin und die Lücke dann erst im Vorstellungsgespräch zu erklären (wie auch immer, dafür muss ich mir noch was überlegen)?


edit: Und noch eine Frage: Sollte ich versuchen konsequent in allen Punkten bei der Zeitangabe Monat/Jahr zu bleiben oder ist es bei längeren Phasen auch ok, nur das Jahr zu nennen? Z.B.

2000-2011...Nebentätigkeit
..................Nachhilfeunterricht

Yvi_01
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Beitrag von Yvi_01 » 21.11.2012, 12:53

hi,

1.) ja erwähnen, unter sonstiges oder weiteres oder kenntnisse
2.) noten musst du nicht erwähnen, du schickst ja eh in der anlage dein zeugnis mit
3.) die ausführliche variante würde ich bevorzugen
4.) die angabe des zeitraumes reicht
5.) immer mit den naheliegenden ereignissen oben anfangen
6.) auslandsaufenthalte sehen immer gut aus im lebenslauf
7.) möglichst einen lückenlosen ll, kannst ja schreiben "überbrückungszeit" oder sowas

viel glück!

buscadora
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Beitrag von buscadora » 21.11.2012, 14:18

Vielen Dank für die Antwort!
Ich bin auch offen für weitere Meinungen, also nur zu :)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 21.11.2012, 14:33

Kann man die einfach so bestehen lassen, weil es nunmal üblich ist, dass man zwischen Abi und Studium etwas Leerlauf hat?

Könntest du so stehen lassen.

Bei der anderen Lücke: gesundheitliche Probleme waren auch mit Krankschreibung/ Krankenhausaufenthalt verbunden?

Lies auch noch hier: http://www.bewerbung-forum.de/lebenslau ... slauf.html


buscadora
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Beitrag von buscadora » 21.11.2012, 14:36

Nein, es gab keinen Krankenhausaufenthalt und eine Krankschreibung war nicht nötig, da ich ja eh keinen Job hatte/habe (edit: mein Lebensunterhalt war durch Ersparnisse, Lebensgefährte usw. abgesichert).

buscadora
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Beitrag von buscadora » 22.11.2012, 11:18

Mhm, meine vielen Fragen sind wohl etwas abschreckend? :oops:

Romanum
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Beitrag von Romanum » 22.11.2012, 12:36

Was ist denn jetzt noch unklar? :)

Susann86
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Wie Lücke im Lebenslauf erklären?

Beitrag von Susann86 » 16.04.2019, 21:52

Hallo zusammen,

ich habe ein Bachelorstudium in Deutschland absolviert und bin danach für den Master nach Schweden gegangen (BWL). Nach meiner Rückkehr war ich total orientierungslos bzw. wusste nicht, wo ich hin will / soll. Daraufhin hab ich eine Lücke von 15 Monaten in meinem Lebenslauf. In dieser Zeit habe ich nicht wirklich was gemacht, nicht einmal Bewerbungen geschrieben, sondern nur aushilfsweise Post verteilt und in einer Druckerei gearbeitet und eben zu Hause etwas E-Learning betrieben. Seitdem habe ich fünf Jahre lang in einer Firma im kaufmännischen Bereich gearbeitet. Nun geht es darum, einen neuen Job zu finden. Aber wir erkläre ich meine Zeit zu Hause? Als Orientierungszeit ist es ja definitiv zu lang, zumal ich danach nicht den Topjob ergattert habe! Soll ich die Zeit im Lebenslauf erstmal ganz weglassen? Aber was sage ich dann im Vorstellungsgespräch, wenn es zur Sprache kommt? Meinen letzter Arbeitgeber hatte damals gar kein richtiges Vorstellungsgespräch geführt bzw. ihn hat es nicht interessiert.

Ich weiß, Ehrlichkeit währt am Längsten. Aber ich befürchte, dass ich durch die Lücke ins Straucheln gerate.

Susann

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TheGuide
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Re: Wie Lücke im Lebenslauf erklären?

Beitrag von TheGuide » 16.04.2019, 23:19

Du gibst halt in dieser Zeit deine Arbeiten an. Post, Druckerei... Wenn du ins VG kommst, dann am Ende, weil dem AG deine Lücke im LL nicht so wichtig ist. Es kann sein, dass er trotzdem danach fragt, darauf solltest du eine gute und plausible (und möglichst wahre) Antwort parat haben, denn es geht dann darum, wie du auf kritische Nachfragen reagierst, nicht so sehr darum, was in der Zeit passiert ist. Du kannst sie im VG auch gerne als Orientierungsphase bezeichnen. Was verbirgt sich hier hinter E-Learning?

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