Lebenslauf Schweiz - Angabe von Referenzen

Das Bewerbungsverfahren für Studienmöglichkeiten, Praktika und Jobs im Ausland unterscheidet sich von Land zu Land. Auf welche länderspezifischen Fallstricke besonders geachtet werden sollte, erfahrt ihr in dieser Rubrik.
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xKnöpfchenx
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Lebenslauf Schweiz - Angabe von Referenzen

Beitrag von xKnöpfchenx » 28.09.2015, 20:45

Hallo zusammen,

ich möchte mich auf eine Stelle als Mitarbeiter (Verwaltung) an einer Uni in der Schweiz bewerben. Die Bewerbung an sich habe ich bereits geschrieben, da die diese vom Anforderungsprofil einfach super passt und ich sehr gut darlegen kann, warum ich mich ausgerechnet für die Stelle interessiere.

Der Lebenslauf scheint etwas anders als in Deutschland sein. Hier werden, so habe ich gelesen, Referenzen erwartet, damit sich die Schweizer bei den Ex-Vorgesetzten ein Bild von ihrem potenziellen Arbeitnehmer machen können.

Nach Ausbildung, 2xPraktika (1xgutes Zeugnis, 1xschlechtes Zeugnis) und Studium, habe ich nun erst 2 Jahren meinen ersten "richtigen" Arbeitgeber (was ich allerdings eher unter Ausbildung bzw. Berufserfahrung auflisten würde). Ich bin daher unsicher ob es überhaupt Sinn macht die Rubrik "Referenzen" in meinen Lebenslauf aufzunehmen?!

Kennt sich jemand aus, wie sowas abläuft? Rufen die schweizer Personaler einfach (ohne mich zu fragen) bei dem Arbeitgeber an evt. auch bei den Praktika-Unternehmen um sich zu erkundigen bzw. nachzufragen, warum ich ein schlechtes bzw. gutes Zeugnis bekommen habe? Hat jemand damit schon Erfahrung gemacht bzw. gehört, wie sowas dort gehandhabt wird?

Freu' mich über jede Antwort.

LG

schattenmann
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Beitrag von schattenmann » 30.09.2015, 03:09

Ob die anrufen oder nicht - schwer raus zu bekommen.

Allerdings besteht auch die Möglichkeit, eine berufliche und eine private Referenz anzugeben...

Bsp. dem ehem. Boss mit dem du ein gutes Verhälltnis hattest (also nicht der vom miesen Zeugnis), und bsp. aus nem Verein heraus oder sowas...

Wichtig ist allerdings (da bin ich mal reingerauscht) - sprich mit den Referenzgebern ab was sie sagen wollen, damit du weist was läuft... (einer meiner ehem. Referenzpersonen ... nun ... führte dazu das ich den Job nicht bekam) --> vor allem: FRAGEN ob du jene Personen als Referenzen nennen darfst...

Kannst dir auch einen kleinen "Katalog" bereitstellen; und dann "Referenzen gerne auf Anfrage", bsp. wenn in einem Vorstellungsgespräch Fragen zu spez. Themen aufkommen, zu denen man Rücksprache nehmen will usw...

ALLERDINGS, und das ist jetzt meine persönliche Erfahrung:
wenn ein Arbeitgeber eine Referenz einholen will, hast du so oder so die Absage, weil zu viele Fragen offen geblieben sind; dann misstrauen sie dir oder deinen Angaben...

Laut SECO-Zahlen kommen in der CH auf eine freie kaufmännische Stelle (in der Verwaltung) zur Zeit 700 Bewerber. Sie können und dürfen anfragen - aber ich glaub nicht, das die bei DER Anzahl bei einem Zweifel rückfragen; entweder sie wollen dich, oder nicht.

Nimm Rücksprache zum Boss aus dem guten Praktikum, zu einem aus dem Verein etc... Und hab auch keine Angst zu sagen, das du aufgrund deines Werdegangs eben nicht mehr bieten kannst...

xKnöpfchenx
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Beitrag von xKnöpfchenx » 30.09.2015, 18:17

Hallo schattenmann,

vielen Dank für deine Antworten und die Mitteilung deiner Erfahrungen, die du gemacht hast.
Ich werde vermutlich gar keine Referenzen aufführen. Bisher habe ich halt nur 2 Ausbildungen, 2 Praktika, Studium und meine aktuelle (erste) Anstellung vorzuweisen. Ich möchte ehrlich gesagt auch nicht, dass mein aktueller Vorgesetzter über so einen Anruf in Kenntnis gesetzt wird, dass ich mich woanders bewerbe und dann evtl. Konsequenzen, wie z. B. keine Vertragsverlängerung o. ä. folgen.
Ich probiere es einfach mal so, mehr als eine Absage kann es schließlich nicht werden :-)

LG,
Knöpfchen

schattenmann
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Beitrag von schattenmann » 30.09.2015, 21:38

Naja... Im Prinzip auch wahr.

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