Mechatroniker Bewerbungsschreiben Muster nach Studienabbruch

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leo89
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Mechatroniker Bewerbungsschreiben Muster nach Studienabbruch

Beitrag von leo89 » 25.02.2014, 00:38

Hi,
ich studiere im 9.Semester und möchte das Studium zu Gunsten einer Ausbildung zum Mechatroniker abbrechen. Ich bin ehrlich, ich pack das Studium einfach nicht. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass es mir zu theoretisch und langweilig ist. Leider habe ich sehr lange gebraucht um mir das einzugestehen... :(
Nun habe ich hier etliche Threads gelesen und folgendes Bewerbungsschreiben verfasst. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass etwas fehlt.
Der letzte Absatz (beginnend mit "Mein handwerkliches Interesse...") bereitet mir noch etwas Probleme. Über Verbesserungsvorschläge würde ich mich sehr freuen :)



Sehr geehrte Frau *****,

zurzeit studiere ich Informatik an der *****. Zwar haben mir Teile meines Studiums viel Spaß bereitet, doch habe ich gemerkt, dass meine Fähigkeiten und Interessen, welche eher in der Praxis liegen, durch das Studium nicht optimal angesprochen werden. Aus diesem Grund habe ich mich für eine Ausbildung entschlossen. Durch mein Studium habe ich mir schon umfangreiches Wissen im mathematischen Bereich und der Programmierung angeeignet, welches ich in Zukunft in Ihrem Unternehmen als Auszubildender der Mechatronik gerne anwenden und vertiefen möchte.

In meiner Tätigkeit als studentische Hilfskraft erlernte ich unter anderem den sicheren Umgang mit Kunden (sowohl Professoren, als auch Studenten).
Im Rahmen der Neugestaltung eines PC-Pools des IT-Service-Centers, durfte ich an der Planung und Umsetzung des Projekts teilhaben. Das Neuverlegen der Leitungen sowie die anschließende Verdrahtung im Schaltschrank stellte eine interessante und abwechslungsreiche Aufgabe dar.

Mein handwerkliches Interesse entwickelte sich bereits in Kindheitsjahren. Da ich in einer ländlichen Gegend aufgewachsen bin, erlernte ich schnell Fähigkeiten wie zum Beispiel Feilen, Sägen und Bohren.

Über ein persönliches Gespräch freue ich mich sehr und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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TheGuide
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Re: Mechatroniker Bewerbungsschreiben Muster nach Studienabb

Beitrag von TheGuide » 25.02.2014, 09:28

Ein Hinweis vorweg: Wende dich mal an die Handwerkskammer oder an die Industrie- und Handelskammer, die bieten z.T. Programme für Studienabbrecher.

Ich nehme mal nicht an, dass du im Stoff des 9. Semesters stehst bzw. ein Ende in Sicht ist? Dann solltest du dir nämlich überlegen in den sauren Apfel zu beißen und durchzuziehen.
leo89 hat geschrieben: Zwar haben mir Teile meines Studiums viel Spaß bereitet, doch habe ich gemerkt, dass meine Fähigkeiten und Interessen, welche eher in der Praxis liegen, durch das Studium nicht optimal angesprochen werden. Aus diesem Grund habe ich mich für eine Ausbildung entschlossen.
Es ist klar, dass du derzeit mit dem Studium noch beschäftigt bist. Aber es ist nicht besonders geschickt, mit deinem Scheitern im Studium einzusteigen. Zwar, doch und nicht markieren dieses. Niederlagen machen unsexy.
Das heißt nicht, dass du dein Studium nicht erwähnen darfst. Aber wenn man mal den nächsten Absatz ansieht, der erwähnt das Studium auch, würde sich als Einstieg eignen und ist durchweg positiv (wobei ich das schon durch bereits ersetzen würde):
Durch mein Studium habe ich mir schon umfangreiches Wissen im mathematischen Bereich und der Programmierung angeeignet, welches ich in Zukunft in Ihrem Unternehmen als Auszubildender der Mechatronik gerne anwenden und vertiefen möchte.
Im Rahmen der Neugestaltung eines PC-Pools des IT-Service-Centers, durfte ich an der Planung und Umsetzung des Projekts teilhaben.
durfte ich teilhaben :arrow: hatte ich teil

Ich finde es gut, dass du auf schon gemachte Arbeitserfahrungen setzt. Das ist dein Pluspunkt - du hast dein Studium nicht verbummelt sondern - vor allem auch praktisch! - gearbeitet.

leo89
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Beitrag von leo89 » 25.02.2014, 21:29

Hi,
vorweg erst einmal vielen Dank für deine Antwort/Tipps!
Über das Angebot für Studienabbrecher der IHK habe ich mich bereits informiert, will mich aber nicht allein darauf verlassen.
Natürlich bin ich nicht im Stoff des 9.Semesters und ein Ende wäre frühstens in 2Jahren in Sicht.

Ich habe nun mein Schreiben anhand deiner Hinweise bearbeitet. Ganz weglassen wollte ich den Anfang nicht, da ich das Gefühl habe sagen zu müssen, warum ich denn nun eine Ausbildung anstatt eines Studiums machen möchte. Ich hoffe ich habe dies nun so umgeschrieben, dass es positiver wirkt.
Trotzdem empfinde ich das Anschreiben noch als zu kurz. Was meinst du/ihr? Was könnte ich noch reinbringen bzw. ausschmücken?
Kann ich den Satz "... in Ihrem Unternehmen..." so lassen oder sollte ich hier lieber den Firmennamen einfügen, damit es nicht wie eine Massenbewerbung klingt?

Sehr geehrte Frau *****,

durch mein Studium habe ich mir bereits umfangreiches Wissen im mathematischen Bereich und der Programmierung angeeignet, welches ich in Zukunft in Ihrem Unternehmen als Auszubildender der Mechatronik gerne anwenden und vertiefen möchte.
Da meine Fähigkeiten und Interessen verstärkt in der Praxis liegen, diese durch das Studium allerdings nicht optimal angesprochen werden, habe ich mich für eine Ausbildung entschlossen.
In meiner Tätigkeit als studentische Hilfskraft erlernte ich unter anderem den sicheren Umgang mit Kunden (sowohl Professoren, als auch Studenten).
Im Rahmen der Neugestaltung eines PC-Pools des IT-Service-Centers, wirkte ich an der Planung und Umsetzung des Projekts mit. Das Neuverlegen der Leitungen sowie die anschließende Verdrahtung im Schaltschrank stellte eine interessante und abwechslungsreiche Aufgabe dar.
Mein handwerkliches Interesse entwickelte sich bereits in Kindheitsjahren. Da ich in einer ländlichen Gegend aufgewachsen bin, erlernte ich schnell Fähigkeiten wie zum Beispiel Feilen, Sägen und Bohren.

Über ein persönliches Gespräch freue ich mich sehr und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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Beitrag von TheGuide » 26.02.2014, 10:55

leo89 hat geschrieben:Ich habe nun mein Schreiben anhand deiner Hinweise bearbeitet. Ganz weglassen wollte ich den Anfang nicht, da ich das Gefühl habe sagen zu müssen, warum ich denn nun eine Ausbildung anstatt eines Studiums machen möchte. Ich hoffe ich habe dies nun so umgeschrieben, dass es positiver wirkt.
Du hast immer noch eine fette Verneinung darin.
Dass du das Gefühl hast, den Studienabbruch unbedingt erwähnen zu müssen, kann ich gut verstehen. Die Frage, die du dir aber stellen solltest ist: Interessiert das auch den Personaler? Und: Nutzt mir das was?
Kann ich den Satz "... in Ihrem Unternehmen..." so lassen oder sollte ich hier lieber den Firmennamen einfügen, damit es nicht wie eine Massenbewerbung klingt?
Auch in einer Massenbewerbung kann man jeweils den Firmennamen austauschen, das ist also kein Kriterium. An den Inhalten merkt man, ob sich ein Bewerber mit Unternehmen und/oder Stellenausschreibung befasst hat. Trotzdem ist es sicherlich sinnvoller, den Firmennamen zu schreiben als ein offenes Firma/Unternehmen etc.

Beachte auch folgendes: Bisher beschränkt sich deine Motivation darauf, das Studium abzubrechen und nicht alle Lerninhalte des Studiums ungenutzt aufzugeben.

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Beitrag von leo89 » 06.03.2014, 00:33

Hi TheGuide,

vielen Dank für deine Antwort. Ich hoffe ich habe nun endlich das negative in meiner Bewerbung ausgemerzt. Falls nicht, verzeihe mir dies bitte und gib mir nochmal einen Hinweis ;)
Ich vermute meine Motivation ist immernoch zu sehr darauf fixiert, dass ich die Studienzeit nicht ungenutzt lassen will. Hättest du (oder vielleicht auch jemand anderes) eine Idee was ich da noch schreiben kann. Hatte schon mehreres probiert, aber dann hatte ich immer wieder Wiederholungen drin :(
VIELEN VIELEN DANK schonmal!!!

Sehr geehrte Frau *****,

als Partner der Berliner Energiewende zählt Name des Unternehmens zu den zukunftsorientierten Konzernen dieser Region. Durch mein Studium habe ich mir bereits umfangreiches Wissen im mathematischen Bereich und der Programmierung angeeignet.
Dies gepaart mit meinen Fähigkeiten und Interessen, welche verstärkt in der Praxis liegen, bietet eine hervorragende Grundlage für eine zukunftsträchtige Ausbildung zum Mechatroniker in Ihrem Unternehmen.
In meiner Tätigkeit als studentische Hilfskraft erlernte ich unter anderem den sicheren Umgang mit Kunden (sowohl Professoren, als auch Studenten).
Im Rahmen der Neugestaltung eines PC-Pools des IT-Service-Centers, wirkte ich an der Planung und Umsetzung des Projekts mit. Das Neuverlegen der Leitungen sowie die anschließende Verdrahtung im Schaltschrank stellte eine interessante und abwechslungsreiche Aufgabe dar.
Mein handwerkliches Interesse entwickelte sich bereits in Kindheitsjahren. Da ich in einer ländlichen Gegend aufgewachsen bin, erlernte ich schnell Fähigkeiten wie zum Beispiel Feilen, Sägen und Bohren.

Über ein persönliches Gespräch freue ich mich sehr und verbleibe

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Beitrag von TheGuide » 06.03.2014, 08:35

leo89 hat geschrieben:als Partner der Berliner Energiewende zählt Name des Unternehmens zu den zukunftsorientierten Konzernen dieser Region.
Das weiß das Unternehmen hoffentlich selber.

Ich rege mich immer gerne über einen Konzern auf, der in der Fernsehwerbung von VoRWEg gehen redet, weil diese Konzern zu denen gehörte, welche die Energiewende vor Fukushima beständig torpediert hat. Als dann die Schwarz-Gelbe Regierung, drei Monate nachdem sie die Energiewende der Rot-Grünen Regierung, die unter der ersten Merkel-GroKo unangetastet geblieben war, gekippt hatte, nach Fukushima vor dem Scherbenhaufen ihrer Energie- und Umweltpolitik stand und daraufhin ihre Politik um 180° wendete, beschwerten sich die großen Energieerzeuger über die Umsetzungszeiträume, denn sie hatten im Prinzip noch nichts in die Energiewende investiert. Und doch sind es die größten Bremser, die sich in der Werbung als Avangarde (also als Vorhut) der Energiepolitik darstellen. Gerade gestern oder vorgestern hat das sogar einer dieser VoRWEggeher anlässlich der roten Zahlen seines Unternehmens, etwas verklausuliert bestätigt.

Die Frage ist also auch, ob ein solcher Satz wirklich dem Marktgeschehen gerecht wird.
Durch mein Studium habe ich mir bereits umfangreiches Wissen im mathematischen Bereich und der Programmierung angeeignet.
Dies gepaart mit meinen Fähigkeiten und Interessen, welche verstärkt in der Praxis liegen, bietet eine hervorragende Grundlage für eine zukunftsträchtige Ausbildung zum Mechatroniker in Ihrem Unternehmen.
Du hast zwar jetzt die Negativa ausgemerzt, irritierst den Personalsachbearbeiter aber nun dadurch, dass du von deinem Studium sprichst, um dann von einer "zukunftsträchtigen" Ausbildung zum Mechatroniker zu sprech, die du anstrebst.

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Beitrag von leo89 » 06.03.2014, 19:45

Ja so richtig gefällt mir die Einleitung auch nicht.
Es fällt mir schwer zu sagen, warum ich gerade bei diesem Unternehmen, ausgerechnet diese Ausbildung machen will. Unter Freunden würde ich sagen, dass ich die Ausbildung machen will, weil ich was produktives machen möchte, das technische mich fasziniert und handwerkliche Tätigkeiten mir Spaß machen. Zudem ist der Beruf als Mechatroniker relativ zukunftssicher und wird auch nicht so schlecht bezahlt wie manch andere Berufe.
Aber das kann man ja so nicht schreiben. Und wenn ich sage, dass mich das Technische fasziniert, dann klingt das auch eher wie ne Floskel die jeder schreibt.

Zur Unternehmenswahl:
Das Unternehmen loben bzw. seine Errungenschaften o.ä. aufzählen soll man ja auch nicht. Wie bringe ich also am besten rüber, dass es ausgerechnet dieses Unternehmen sein soll? Bei den Bewerbungen die ich hier so gelesen habe, hatte ich nirgendswo das Gefühl, dass der Abschnitt so wirklich gelungen ist.
Wer also für diesen Abschnitt DIE perfekte Formulierung hat, wäre ich über eine Anregung für mich sehr dankbar :)

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Beitrag von TheGuide » 07.03.2014, 00:29

leo89 hat geschrieben:Unter Freunden würde ich sagen, dass ich die Ausbildung machen will, weil ich was produktives machen möchte, das technische mich fasziniert und handwerkliche Tätigkeiten mir Spaß machen.
Das klingt auch gleich viel lebensnäher. Was hindert dich, dies in die Bewerbung zu schreiben?


Zur Unternehmenswahl:
Das Unternehmen loben bzw. seine Errungenschaften o.ä. aufzählen soll man ja auch nicht. Wie bringe ich also am besten rüber, dass es ausgerechnet dieses Unternehmen sein soll? Bei den Bewerbungen die ich hier so gelesen habe, hatte ich nirgendswo das Gefühl, dass der Abschnitt so wirklich gelungen ist.
Das ist vermutlich auch der schwierigste Teil. Wenn ein Unternehmen nicht eine Unternehmensphilosophie hat, wie etwa Fairphone oder Denree oder so, finde ich das auch wirklich schwierig.

leo89
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Beitrag von leo89 » 11.03.2014, 22:19

So, neuer Versuch :)
Verbesserungsvorschläge wie immer sehr gern gesehen ;)

Sehr geehrte Frau *****,

mir bereiten handwerkliche Tätigkeiten große Freude. Dies gepaart mit meiner Faszination für Technik, sowie der Drang etwas Produktives zu machen, brachte mich auf den Beruf des Mechatronikers.
Besonders reizt mich die Vielseitigkeit der Ausbildung und jener Name des Unternehmens.
Da die Energiefrage auch die nächsten Jahrzehnte bestimmen wird, möchte ich gern an der Lösung in Ihrem Konzern beteiligt sein.
In meiner Tätigkeit als studentische Hilfskraft erlernte ich unter anderem den sicheren Umgang mit Kunden (sowohl Professoren, als auch Studenten).
Im Rahmen der Neugestaltung eines PC-Pools des IT-Service-Centers, wirkte ich an der Planung und Umsetzung des Projekts mit. Das Neuverlegen der Leitungen sowie die anschließende Verdrahtung im Schaltschrank stellte eine interessante und abwechslungsreiche Aufgabe dar.
Mein handwerkliches Interesse entwickelte sich bereits in Kindheitsjahren. Da ich in einer ländlichen Gegend aufgewachsen bin, erlernte ich schnell Fähigkeiten wie zum Beispiel Feilen, Sägen und Bohren.

Über ein persönliches Gespräch freue ich mich sehr und verbleibe

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leo89
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Beitrag von leo89 » 16.03.2014, 15:05

Hi,
wie ist das mit dem Punkt Anlagen? Gibt man das noch an oder kann bei einer online Bewerbung davon ausgegangen werden, dass der schon den Lebenslauf und das Arbeitszeugnis in der PDF findet?

Romanum
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Beitrag von Romanum » 17.03.2014, 11:21

Davon sollte man eigentlich ausgehen können.

Hast du denn auch mit deinen Kenntnissen in Feilen, Sägen und Bohren seit Kindheitstagen auch mal etwas Bestimmtes hergestellt?

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Beitrag von leo89 » 17.03.2014, 11:27

Hi,
ok dann lass ich das Wort Anlagen weg.
Nein was bestimmtes nicht. Bin halt auf nem großen Bauernhof groß geworden. Da ist immer mal was angefallen. Zum Beispiel bei der Reparatur vom Traktor einen Stift drehen (wir haben eine drehbank) oder so. Meinste Sowas sollte ich auch in die Bewerbung schreiben? Wollte mir das eher für ein eventuellles Vorstellungsgespräch aufheben, damit ich da auch was zu erzählen habe.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 17.03.2014, 12:20

Man kann kann die Fähigkeiten eben schlecht einschätzen, denn kann nicht jeder irgendwie feilen, bohren und sägen? :?

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Beitrag von leo89 » 17.03.2014, 13:17

Also sollte ich das entweder weglassen oder ein konkretes Beispiel nennen ja?
Der Rest der Bewerbung sonst gut?

Romanum
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Beitrag von Romanum » 17.03.2014, 21:08

Geht es bei diesem Beruf nicht viel um Technik? Das kommt noch nicht richtig rüber, was du diesbzgl. so kannst.

leo89
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Beitrag von leo89 » 18.03.2014, 00:08

hmm naja was soll ich da noch erzählen? also meine Tätigkeiten als Werkstudent habe ich, denk ich genügend ausgereizt.
Hättest du da eventuell ein Beispiel was du genau meinst? Soll ja eine Bewerbung für eine Ausbildung sein, alles wissen und können muss ich da doch noch nicht ;)

leo89
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Beitrag von leo89 » 18.03.2014, 17:43

neuer Versuch :)

Sehr geehrte Frau *****,

mir bereiten handwerkliche Tätigkeiten große Freude. Dies gepaart mit meiner Faszination für Technik, sowie der Drang etwas Produktives zu machen, brachte mich auf den Beruf des Mechatronikers.
Besonders reizt mich die Vielseitigkeit der Ausbildung und jener Name des Unternehmens.
Da die Energiefrage auch die nächsten Jahrzehnte bestimmen wird, möchte ich gern an der Lösung in Ihrem Konzern beteiligt sein.
Durch mein Studium habe ich mir bereits umfangreiches Wissen im mathematischen Bereich und der Programmierung angeeignet.
In meiner Tätigkeit als studentische Hilfskraft erlernte ich unter anderem den sicheren Umgang mit Kunden (sowohl Professoren, als auch Studenten).
Im Rahmen der Neugestaltung eines PC-Pools des IT-Service-Centers, wirkte ich an der Planung und Umsetzung des Projekts mit. Das Neuverlegen der Leitungen sowie die anschließende Verdrahtung im Schaltschrank stellte eine interessante und abwechslungsreiche Aufgabe dar.
Mein handwerkliches Interesse entwickelte sich bereits in Kindheitsjahren. Da ich in einer ländlichen Gegend aufgewachsen bin, erlernte ich schnell Fähigkeiten wie zum Beispiel Feilen, Sägen und Bohren. Diese waren für die täglich anfallenden Aufgaben in der Instandhaltung und Reparatur des Objekts inklusive der technischen Geräte und Nutzmaschinen notwendig.

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Rincewind
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Beitrag von Rincewind » 18.03.2014, 18:45

leo89 hat geschrieben:Wie bringe ich also am besten rüber, dass es ausgerechnet dieses Unternehmen sein soll?
Wie beantwortest du denn diese Frage für dich? Muss es wirklich dieses Unternehmen sein und nicht die Konkurrenz, und wenn ja, was ist es warum du gerade dieses Unternehmen interessant findest?

leo89
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Beitrag von leo89 » 18.03.2014, 18:55

Ich habe danach geschaut, welche Unternehmen in meiner Region in diesem Beruf ausbilden. Und anschließend bin ich danach gegangen, welches Unternehmen am größten ist, da dort ja bekanntlich die Ausbildung in Sachen Qualität, Verdienst und Übernahmechancen besser ist, als bei kleinen Unternehmen.
Jemand ne Idee wie ich das am Besten "verpacken" könnte ;)

Da viele Unternehmen die Suche nach Auszubildenden für das Jahr 2014 ja schon längst abgeschlossen haben, bin ich froh wenn ich mit meinem bisherigen Lebenslauf überhaupt noch einen Ausbildungsplatz bekomme. Daher fällt mir der Abschnitt ja auch schwer, da es ehrlich gesagt nicht unbedingt dieses Unternehmen sein muss.

Rincewind
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Beitrag von Rincewind » 18.03.2014, 19:00

leo89 hat geschrieben:da dort ja bekanntlich die Ausbildung in Sachen Qualität, Verdienst und Übernahmechancen besser ist,
Die Qualität der Ausbildung wäre ja eventuell ein Punkt den man erwähnen könnte (falls zutreffend). Falls das Unternehmen in der Hinsicht vielleicht sogar auffällig war (Preis oder lobende Erwähnung in der Presse) würde das zumindest zeigen dass du dich mit dem Unterrnehmen beschäftigt hast. Du könntest auch versuchen herauszufinden was dieses Unternehmen von den anderen unterscheidet (besondere Produkte, Arbeitsmethoden oder ähnliches).

leo89
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Beitrag von leo89 » 18.03.2014, 21:28

vielen Dank für den Hinweis Rincewind, das Unternehmen wird tatsächlich häufig ausgezeichnet :)
Außerdem legt das Unternehmen einen Fokus auf ihre Kernwerte, daher habe ich das ebenfalls probiert einzubauen.
Kann ich das so jetzt abschicken oder gibt es noch Verbesserungsvorschläge? :)

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Da die Energiefrage auch die nächsten Jahrzehnte bestimmen wird, möchte ich gern an der Lösung in Ihrem Konzern beteiligt sein.
Die Qualität der Ausbildung bei Name des Unternehmens wird regelmäßig ausgezeichnet, daher erhoffe ich mir eine optimale Vorbereitung auf das Berufsleben.
Die drei Kernwerte Safety, Performance und Cooperation tragen zu einem vertrauenswürdigen und sicheren Arbeitsumfeld bei.
Durch mein Studium habe ich mir bereits umfangreiches Wissen im mathematischen Bereich und der Programmierung angeeignet.
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Ahmet1234
Beiträge: 2
Registriert: 08.10.2019, 19:29

Mechatroniker Bewerbung für Ausbildung nach Studienabbruch

Beitrag von Ahmet1234 » 08.10.2019, 22:34

Servus bin neu hier suche zurzeit eine Ausbildung und weis leider nicht ob meine Bewerbung gut ist ?
Würde mich über Feedbacks freuen. Danke:)

Sehr geehrte Damen und Herren,

zurzeit befinde ich mich auf der Suche nach einer Berufsausbildung, die sich mit meinen persönlichen Interessen und Vorlieben deckt und durch deren erfolgreichen Abschluss ich eine gute Basis für meine berufliche Zukunft legen kann. Ich bin der Überzeugung, meinen Vorstellungen durch eine Ausbildung in Ihrem Betrieb gerecht zu werden, aus diesem Grund sende ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zu.

Ich studiere zurzeit Wirtschaftsingenieurswesen und aus finanziellen Schwierigkeiten ist es mir nicht mehr möglich, mein Studium fortzuführen. Da ich allerdings unbedingt einen weiteren Bildungsabschluss anstrebe, schon über viel Fachwissen im naturwissenschaftlichen Bereich verfüge und sehr motiviert bin, möchte ich eine Ausbildung zum Mechatroniker absolvieren.

Der Beruf des Mechatronikers interessiert mich bereits seit mehreren Jahren da es ein sehr zukunftsorientierter Beruf ist und mich die Schnittstelle zwischen mechanischen und elektronischen Vorgängen sehr Interessieren. Am technischen Gymnasium habe ich Einblicke in die Elektrotechnik und Metalltechnik bekommen sowohl theoretisch als auch praktisch und diese haben mir sehr gefallen. Mein Interesse an technischen Tätigkeiten werden ergänzt durch meine Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und meiner Belastbarkeit.

Konnte ich Ihr Interesse wecken? Dann freue ich mich auf ein persönliches Gespräch.

Potreus
Beiträge: 15
Registriert: 08.10.2019, 11:07

Re: Mechatroniker Bewerbung für Ausbildung nach Studienabbruch

Beitrag von Potreus » 09.10.2019, 11:23

Die Einleitung finde ich nicht gut: zu viel Geschwafel. Die Firma hat die Bewerbung beim Lesen schon vor sich liegen. Dann musst du nicht mehr schreiben, dass du eine Berufsausbildung suchst. Beginne gleich mit knallharten Fakten, die zeigen, dass du schon etwas kannst:
schon über viel Fachwissen im naturwissenschaftlichen Bereich

technischen Gymnasium
Mit diesen Angaben in der Einleitung machst du den Leser neugierig.

In zwei weiteren Absätzen schreibst du dann genauer, was es damit auf sich hat. Aber nicht schreiben: interessieren mich sehr, haben mir gefallen usw. sondern exakt schreiben, was du im Bereich Elektrotechnik und Metalltechnik schon gelernt hast, was dir eventuelle Experimente gezeigt haben, welche guten Fähigkeiten du dabei einsetzen konntest usw.

Interesse weckst du nicht mit einer Frage wie "Konnte ich Ihr Interesse wecken?", sondern mit so viel positiven Fakten und Argumentationen wie möglich, die dich von anderen Bewerbern unterscheiden. Z.B. Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und meiner Belastbarkeit kann jeder Bewerber schreiben und einfach von sich behaupten. Damit unterscheidest du dich null von den anderen.

Du bringst schließlich alle Voraussetzungen mit. Jetzt kommt es darauf an, dass du in einem tollen Betrieb landest. Mit einer 0815-Bewerbung landest du aber nur in 0815-Betrieb; mit einer Top-Bewerbung aber auch bei einem Top-Betrieb, also günstigenfalls bei einem Weltmarktführer.

Ahmet1234
Beiträge: 2
Registriert: 08.10.2019, 19:29

Re: Mechatroniker Bewerbung für Ausbildung nach Studienabbruch

Beitrag von Ahmet1234 » 09.10.2019, 17:19

Danke für deine Rückmeldung:) wie siehts jetzt aus?
Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich mir am technischen Gymnasium viel Fachwissen in den naturwissenschaftlichen Fächern aneignen konnte, Mathe und Physik zu meinen Stärken zählen habe ich mich für eine Ausbildung zum Mechatroniker entschieden. Ich bin davon überzeugt das eine Ausbildung in Ihrem Betrieb ein sehr guter Grundbaustein in meiner beruflichen Zukunft wäre.

Ich studiere zurzeit Wirtschaftsingenieurswesen und aus finanziellen Schwierigkeiten ist es mir nicht mehr möglich, mein Studium fortzuführen. Da ich allerdings unbedingt einen weiteren Bildungsabschluss anstrebe, und einen zukunftsorientierten Beruf suche habe ich mich für den Beruf zum Mechatroniker entschieden.

Am technischen Gymnasium habe ich Einblicke in die Elektrotechnik und Metalltechnik bekommen sowohl theoretisch als auch praktisch. Das Löten, Drehen, Bohren, Fräsen und Feilen konnte ich mit voller Zufriedenheit erledigen, dadurch konnte ich mein handwerkliches Geschick, meine Sorgfalt und meine Genauigkeit unter Beweis stellen. Mein Interesse an technischen Tätigkeiten werden ergänzt durch meine Teamfähigkeit, meinem Fleiß und meiner Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber.

Gern möchte ich mich persönlich bei Ihnen vorstellen. Über eine Einladung zu einem Gespräch freue ich mich daher sehr.

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Re: Mechatroniker Bewerbung für Ausbildung nach Studienabbruch

Beitrag von TheGuide » 14.10.2019, 02:19

Ahmet1234 hat geschrieben:
09.10.2019, 17:19
da ich mir am technischen Gymnasium viel Fachwissen in den naturwissenschaftlichen Fächern aneignen konnte, Mathe und Physik zu meinen Stärken zählenKOMMA habe ich mich für eine Ausbildung zum Mechatroniker entschieden.
Vermeide können in Verbindung mit anderen Verben, es schwächt die Kernaussagen ab!
Ich bin davon überzeugt das eine Ausbildung in Ihrem Betrieb ein sehr guter Grundbaustein in meiner beruflichen Zukunft wäre.
Woher rührt diese Überzeugung?
Ich studiere zurzeit Wirtschaftsingenieurswesen und aus finanziellen Schwierigkeiten ist es mir nicht mehr möglich, mein Studium fortzuführen. Da ich allerdings unbedingt einen weiteren Bildungsabschluss anstrebe, und einen zukunftsorientierten Beruf suche habe ich mich für den Beruf zum Mechatroniker entschieden.
Das will natürlich jeder AG hören, dass er für Plan B herhalten muss... Wie weit bist du im Studium? Bist du sicher, dass du es nicht beenden kannst? Was ist mit BAFöG?
Am technischen Gymnasium habe ich Einblicke in die Elektrotechnik und Metalltechnik bekommen
Bekommen ist ein Verb, welches kein eigenes Zutun verlangt, egal, ob du ein Geschenk oder einen Tritt in deinen Allerwertesten bekommst.
Das Löten, Drehen, Bohren, Fräsen und Feilen konnte ich mit voller Zufriedenheit erledigen, dadurch konnte ich mein handwerkliches Geschick, meine Sorgfalt und meine Genauigkeit unter Beweis stellen.
Und jetzt mal ohne können.

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