Mehrere kurzzeitige Nebenjobs als Student = Jobhopper?

Hier kann über aktuelle Probleme diskutiert werden.
Antworten
PlanB
Bewerbungshelfer
Beiträge: 232
Registriert: 25.03.2017, 11:25

Mehrere kurzzeitige Nebenjobs als Student = Jobhopper?

Beitrag von PlanB » 29.04.2017, 23:09

..,
Zuletzt geändert von PlanB am 23.08.2017, 20:23, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 11841
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Re: Mehrere kurzzeitige Nebenjobs als Student = Jobhopper?

Beitrag von TheGuide » 29.04.2017, 23:57

PlanB hat geschrieben:Jetzt wurde ich darauf in einem Vorstellungsgespräch für ein ebenso befristeten Übergangsjob angesprochen. Die Frage war, ob was schlimmes vorgefallen sei an diesen Stellen. Das hat mich jetzt doch etwas beschäftigt.
Solche Fragen dienen in erster Linie dazu, deine Reaktion zu testen, im Prinzip interessiert den Gesprächspartner der wirkliche Grund wahrscheinlich nicht einmal, sondern eher, ob du nervös wirst oder in Erklärungsnot kommst.
PlanB hat geschrieben:Daraufhin fragen sie aber, weshalb nicht verlängert wurde.
War halt projektgebunden. Oder du sagst ehrlich, dass dir dein Studium wichtiger war.
PlanB hat geschrieben:Was sage ich denn dazu? Ich kann unmöglich sagen, dass es teils Ausbeuter waren, die gegen jegliche Arbeitsgesetze verstoßen haben, ich zu unbezahlten Überstunden genötigt wurde, keine Pausen bekommen habe usw.
Niemals schlecht über Altarbeitgeber reden, und wenn es noch so verdient ist. Dein Studium war wichtiger. Punkt.
PlanB hat geschrieben:Sollte ich diese kurzen Tätigkeiten aus meinem Lebenslauf löschen? Dann wäre ich aber erst Recht in Erklärungsnot, was ich all die Zeit ohne Jobs und nur Studium getrieben hätte.

Quatsch! Ein Studium ist für sich ein Vollzeitjob (die Wahrscheinlichkeit, dass deine Gesprächspartner studiert haben und wissen, wie das Studentenleben aussieht, ist aucc nicht ganz gering). Dass Studenten neben dem Studium arbeiten müssen, ist traurige Realität aber nur bedingt Sinn der Sache. Egal, wie du mit diesen Jobs nun in deinem LL umgehst, neben dem Studium nicht durchgängig gearbeitet zu haben, ist kein Rechtfertigungsgrund. Schon die Tatsache, dass du Vorstellungsgespräche hast, spricht dafür, dass du für die Arbeitgeber grundsätzlich interessant scheinst.

Don´t panic. Never.

PlanB
Bewerbungshelfer
Beiträge: 232
Registriert: 25.03.2017, 11:25

Beitrag von PlanB » 03.05.2017, 21:45

Großen Dank TheGuide für deine hilfreiche Antwort. Bin um einiges erleichtert.

Krmures
Beiträge: 5
Registriert: 15.05.2017, 16:43

Beitrag von Krmures » 15.05.2017, 16:48

Ich hätte an deiner Stelle einfach gesagt, das ich eine Vielzahl an Erfahrungen sammeln wollte um zu wissen was meine größten Stärken sind und ich diese nun weiß. Nämlich die, warum ich mich auch bei ihnen beworben habe.

Romanum
Bewerbungshelfer
Beiträge: 8943
Registriert: 12.09.2008, 19:20

Beitrag von Romanum » 18.05.2017, 15:36

PlanB hat geschrieben:Was sage ich denn dazu? Ich kann unmöglich sagen, dass es teils Ausbeuter waren, die gegen jegliche Arbeitsgesetze verstoßen haben, ich zu unbezahlten Überstunden genötigt wurde, keine Pausen bekommen habe usw.

Ich bin da anderer Meinung als TheGuide: man kann es durchaus ansprechen, dass die Arbeitsbedingungen nicht optimal waren und du dir lieber etwas anderes gesucht hast. Wenn ein AG objektiv schlecht war, dann braucht man so einen schlechten AG nicht besser reden als er ist. Die Frage ist nur, was ist objektiv? Auf keinen Fall sollte man natürlich über den alten AG schimpfen. Kurz und knapp die Wahrheit skizzieren und zu etwas Positivem überleiten.

Wobei mehrere (auch kurze) Nebenjobs während des Studiums eher die Regel sind.


PlanB
Bewerbungshelfer
Beiträge: 232
Registriert: 25.03.2017, 11:25

Beitrag von PlanB » 30.05.2017, 14:00

..
Zuletzt geändert von PlanB am 23.08.2017, 20:24, insgesamt 3-mal geändert.

katerfreitag
Bewerbungshelfer
Beiträge: 1981
Registriert: 20.12.2015, 15:18

Beitrag von katerfreitag » 31.05.2017, 09:01

So kurzzeitige Jobs musst Du nicht zwingend im LL angeben. Ist da ein Bezug zur neuen Stelle da? Ansonsten kannst Du die kurzen Zeiten einfach auslassen.

Benutzeravatar
TheGuide
Bewerbungshelfer
Beiträge: 11841
Registriert: 12.07.2013, 12:44

Beitrag von TheGuide » 31.05.2017, 10:24

Eben. Etwas zu behaupten, das nicht stimmt (also etwa einen Job im LL anzugeben, der nie existiert hat), ist Lüge und verbietet sich daher von selbst. Aber einen Job, den man nur kurz gemacht hat, zu unterschlagen, ist keine Lüge. Du enthältst dann dem Adressaten nur aus strategischen Gründen eine Information vor. Ich vergleiche das gerne mit dem Gericht: Auch dort darfst du als Zeuge oder Beklagter nicht lügen, musst aber auch nichts angeben, was dich oder Familienmitglieder belastet.

Antworten