Mit Ende 30 Zweitausbildung Verwaltungsfachangestellter

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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Hans Olo
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Mit Ende 30 Zweitausbildung Verwaltungsfachangestellter

Beitrag von Hans Olo » 17.07.2018, 20:31

Hallo!

Ich arbeite bisher als angestellter Buchhändler, aber durch die Digitalisierung sind die Zukunftsaussichten alles andere als rosig, Karrieremöglichkeiten gibt es keine mehr, und Möglichkeiten selbst das Sortiment zu gestalten und Ideen zu entwickeln wurden schon vor Jahren eingeschränkt.

Ich werde mich jetzt unter anderem als Verwaltungswirt und Verwaltungsfachangestellter bewerben. Das folgende Anschreiben ist konkret für eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten, das Anschreiben zum Verwaltungswirt sähe aber nur wenig anders aus.
Sehr geehrte Damen und Herren,

momentan arbeite ich erfolgreich als Buchhändler bei XXX in XXX. Die Digitalisierung hat jedoch Veränderungen mit sich gebracht, die den Beruf des Buchhändlers heute weitaus weniger attraktiv für mich machen. Ich habe mich daher entschieden in einen Beruf mit besseren Entwicklungsmöglichkeiten zu wechseln, welcher ebenfalls sowohl meinen Talenten als auch Interessen entspricht. Im Zuge meiner Recherchen hat mich vor allem die facettenreiche Tätigkeit in der Kommunalverwaltung angesprochen. Bei meinem Besuch der Webseite der Stadt XXX habe ich in Erfahrung gebracht, dass Sie nächstes Jahr Verwaltungsfachangestellte ausbilden werden. Meinen Wunschberuf im Dienst meiner Heimatstadt auszuüben ist natürlich außerordentlich attraktiv für mich.

Aus über zehn Jahren Berufserfahrung bringe ich Ihnen eine Vielzahl Qualifikationen mit, die ich in der Verwaltung effizient einsetzen werde. Ich habe täglich Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen, und diesen kompetent bei der Erfüllung ihrer individuellen Anliegen zu helfen, empfinde ich als sehr befriedigend. Die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen ist mir ebenso wichtig, ob im Tagesgeschäft oder bei speziellen Projekten wie beispielsweise der Workflow-Optimierung. Auch wirtschaftlich-organisatorische Tätigkeitsfelder, wie unter anderem die Warendisposition, Umsatzauswertung, Tresorabrechnung und die Erstellung von Tageseinsatzplänen gehören zu meinen regelmäßigen Aufgaben und machen mir viel Spaß. Für alle diese Tätigkeiten werden diverse Softwarelösungen und Geräte verwendet, und da ich auch privat stark am IT-Bereich interessiert bin, fällt mir die Arbeit am PC und mit Hardware sehr leicht.

Ich freue mich auf Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Hans Olo
Was haltet ihr davon? Ein paar Punkte meinerseits:
- Das mit meiner Heimatstadt würde bei Bewerbungen in anderen Städten natürlich umformuliert. Ist aber grad zweitrangig.
- Vom Gefühl her ist die Bewerbung vielleicht etwas zu lang? Ich könnte natürlich insgesamt knapper formulieren. Oder ich könnte den letzten Satz (IT-Bereich) streichen.
- Andererseits sollte ich vielleicht noch mehr ausformulieren was mich am Verwaltungsdienst reizt?

Freue mich auf konstruktive Antworten, und vielen Dank schonmal!

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TheGuide
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Re: Mit Ende 30 Zweitausbildung Verwaltungsfachangestellter

Beitrag von TheGuide » 17.07.2018, 23:08

Hans Olo hat geschrieben:momentan arbeite ich erfolgreich als Buchhändler bei XXX in XXX. Die Digitalisierung hat jedoch Veränderungen mit sich gebracht, die den Beruf des Buchhändlers heute weitaus weniger attraktiv für mich machen. Ich habe mich daher entschieden in einen Beruf mit besseren Entwicklungsmöglichkeiten zu wechseln, welcher ebenfalls sowohl meinen Talenten als auch Interessen entspricht. Im Zuge meiner Recherchen hat mich vor allem die facettenreiche Tätigkeit in der Kommunalverwaltung angesprochen. Bei meinem Besuch der Webseite der Stadt XXX habe ich in Erfahrung gebracht, dass Sie nächstes Jahr Verwaltungsfachangestellte ausbilden werden. Meinen Wunschberuf im Dienst meiner Heimatstadt auszuüben ist natürlich außerordentlich attraktiv für mich.
Zunächst erklärst du, dass der Verwaltungsfachwirt für dich im Prinzip nur zweite Wahl ist. Dann attribuierst du noch die Tätigkeit ("facettenreich"): Attribute spare dir für dich und deine Leistungen auf.
Für alle diese Tätigkeiten werden diverse Softwarelösungen und Geräte verwendet,
Aktiv, mit dir als Subjekt ausdrücken.
- Andererseits sollte ich vielleicht noch mehr ausformulieren was mich am Verwaltungsdienst reizt?
Das ist eine gute Idee!

Hans Olo
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Beitrag von Hans Olo » 18.07.2018, 21:06

Naja, vor über 10 Jahren war Buchhändler meine erste Wahl, und nun ist es das nicht mehr. Ich habe es etwas umformuliert um klar zu machen, das eine Verwaltungstätigkeit jetzt erste Wahl ist.
Außerdem noch ein paar Veränderung aufgrund von Input aus anderen Quellen.
Ist jetzt leider nur noch länger geworden als vorher.

Sehr geehrte Damen und Herren,

momentan arbeite ich erfolgreich als Buchhändler. Die Marktentwicklung hat jedoch Veränderungen mit sich gebracht, die den Beruf des Buchhändlers heute weitaus weniger attraktiv für mich machen. Ich habe mich daher entschieden in einen Beruf zu wechseln, welcher ebenfalls sowohl meinen Talenten als auch Interessen entspricht und mir Möglichkeiten zur Weiterbildung und Karriere bietet. Daher ist meine erste Wahl eine Tätigkeit in der Kommunalverwaltung, insbesondere aufgrund der Vielseitigkeit des Arbeitsplatzes und dem Kontakt mit den Bürgern.

Bei meinem Besuch der Webseite der Stadt XXX habe ich in Erfahrung gebracht, dass Sie nächstes Jahr Verwaltungsfachangestellte ausbilden werden. Meinen Wunschberuf im Dienst meiner Heimatstadt auszuüben ist selbstverständlich außerordentlich attraktiv für mich.

Aus über zehn Jahren Berufserfahrung bringe ich Ihnen eine Vielzahl Qualifikationen mit, die ich in der Verwaltung effizient einsetzen werde. Ich habe täglich Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen, und diesen kompetent bei der Erfüllung ihrer individuellen Anliegen zu helfen, empfinde ich als sehr befriedigend. Die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen ist mir ebenso wichtig, ob im Tagesgeschäft oder bei speziellen Projekten wie beispielsweise der Workflow-Optimierung. Auch wirtschaftlich-organisatorische Tätigkeitsfelder, wie unter anderem die Warendisposition, Umsatzauswertung, Tresorabrechnung und die Erstellung von Tageseinsatzplänen gehören zu meinen regelmäßigen Aufgaben und machen mir viel Spaß. Auch privat pflege ich die Datenbanken meiner Buch- und Filmsammlung oder erstelle Haushaltsbudgets per Tabellenkalkulation. Für alle diese Tätigkeiten nutze ich diverse Programme und Geräte, und da ich stark am IT-Bereich interessiert bin, fällt mir die Arbeit am PC und mit Hardware sehr leicht.

Ich freue mich auf Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Hans Olo

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Beitrag von TheGuide » 18.07.2018, 22:48

Denk' mal mehr von der Zukunft und nicht von der Gegenwart bzw. Vergangenheit her. Verzichte auf Negativitätsmarker.
Hans Olo hat geschrieben:momentan arbeite ich erfolgreich als Buchhändler. Die Marktentwicklung hat jedoch Veränderungen mit sich gebracht, die den Beruf des Buchhändlers heute weitaus weniger attraktiv für mich machen. Ich habe mich daher entschieden in einen Beruf zu wechseln, welcher ebenfalls _sowohl meinen Talenten als auch Interessen entspricht und mir Möglichkeiten zur Weiterbildung und Karriere bietet. Daher ist meine erste Wahl eine Tätigkeit in der Kommunalverwaltung, insbesondere aufgrund der Vielseitigkeit des Arbeitsplatzes und dem Kontakt mit den Bürgern.
Bei meinem Besuch der Webseite der Stadt XXX habe ich in Erfahrung gebracht, dass Sie nächstes Jahr Verwaltungsfachangestellte ausbilden werden.

Fundort in den Betreff, das reicht.
Auch wirtschaftlich-organisatorische Tätigkeitsfelder, wie unter anderem die Warendisposition, Umsatzauswertung, Tresorabrechnung und die Erstellung von Tageseinsatzplänen gehören zu meinen regelmäßigen Aufgaben und machen mir viel Spaß.
Tätigkeitsfelder gehören zu meinen Aufgaben?
Auch privat pflege ich die Datenbanken meiner Buch- und Filmsammlung oder erstelle Haushaltsbudgets per Tabellenkalkulation. Für alle diese Tätigkeiten nutze ich diverse Programme und Geräte, und da ich stark am IT-Bereich interessiert bin, fällt mir die Arbeit am PC und mit Hardware sehr leicht.
Da ich mich sehr für IT interessiere, pflege ich auch privat....

Hans Olo
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Beitrag von Hans Olo » 19.07.2018, 07:24

...momentan arbeite ich erfolgreich als Buchhändler, möchte mich mich in Zukunft jedoch beruflich umorientieren. Meine erste Wahl ist eine Tätigkeit in der Kommunalverwaltung, da diese sowohl meinen Talenten als auch meinen Interessen entspricht, insbesondere aufgrund der Vielseitigkeit des Arbeitsplatzes, dem Kontakt mit den Bürgern und den Weiterbildungsmöglichkeiten.
So besser? Das "jedoch" konnte ich nicht loswerden. Bei jeder Satzkonstruktion ohne jedoch/aber kommt meine Entscheidung zum Berufswechsel so unvermittelt rüber, finde ich.
Auch wirtschaftlich-organisatorische Tätigkeiten, wie unter anderem die Warendisposition, Umsatzauswertung, Tresorabrechnung und die Erstellung von Tageseinsatzplänen gehören zu meinen Routineaufgaben und machen mir viel Spaß.
Tätigkeiten/Aufgaben ist natürlich eine Dopplung, aber ich wollte betonen, dass ich diese Büroarbeiten wirklich mehr oder weniger täglich mache, da diese in der Verwaltung sehr wichtig sind.

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Beitrag von TheGuide » 19.07.2018, 07:52

Hans Olo hat geschrieben:...momentan arbeite ich erfolgreich als Buchhändler, möchte mich mich in Zukunft jedoch beruflich umorientieren. Meine erste Wahl ist eine Tätigkeit in der Kommunalverwaltung, da diese sowohl meinen Talenten als auch meinen Interessen entspricht, insbesondere aufgrund der Vielseitigkeit des Arbeitsplatzes, dem Kontakt mit den Bürgern und den Weiterbildungsmöglichkeiten.
Die Vielseitigkeit des Arbeitsplatzes ist noch so etas, was mich stört. Ic kann nicht beurteilen, ob der Job vielseitig ist, aber der Begriff an sich kann alles und nichts heißen, er ist also unheimlich schwammig

Hans Olo
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Beitrag von Hans Olo » 19.07.2018, 13:50

Das stimmt schon, aber ich spreche ja generell von meinen Talenten und Interessen, aufgrund derer ich mich für den Beruf interessiere, die ich dann im letzten Absatz konkretisiere und kontextualisiere. Da möchte ich mich nicht wiederholen.
Vielleicht so:
Meine erste Wahl ist eine Tätigkeit in der Kommunalverwaltung, da diese sowohl meinen Talenten als auch meinen Interessen entspricht. Am PC arbeiten liegt mir sehr, und insbesondere die breitgefächerten Aufgaben der städtischen Ämter, der Kontakt mit den Bürgern und die Weiterbildungsmöglichkeiten sprechen mich stark an.

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Beitrag von TheGuide » 19.07.2018, 17:48

Du hast es umformliert, inhaltlich ist es aber das gleiche, ob nun vielseitig oder breitgefächert, es ist gleichermaßen schwammig.

Hans Olo
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Beitrag von Hans Olo » 19.07.2018, 20:09

Ja, aber das "Tätigkeiten" und "Aufgaben der städtischen Ämter" ist nicht bedeutungsgleich. Letzteres ist konkreter, wodurch ich das unkonkrete vielseitig/breitgefächert etwas auffangen will.
Und welche Talente und Interessen, aufgrund derer ich mich für den Beruf interessiere, genau gemeint sind, zähle ich wie gesagt im letzten Absatz auf.

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