Mitschicken v. Abiturzeugnis u. Sprachzertifikaten zwingend?

Fragen zu Zeugnissen und Nachweisen: Müssen alle bisherigen Zeugnisse mitgeschickt werden? Welche Nachweise sind wichtig? Wie müssen die Zeugnisse geordnet werden?
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claudiamacho9
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Mitschicken v. Abiturzeugnis u. Sprachzertifikaten zwingend?

Beitrag von claudiamacho9 » 13.03.2014, 15:14

Hallo an alle,

ich bin gerade dabei mich für Praktika/Volontariate in diversen Verlagen und Redaktionen zu bewerben und möchte da freilich auch Zeugnisse und Referenzen mitschicken. Dazu habe ich zwei Fragen:

- Ich arbeite bereits seit längerer Zeit als Lektorin, habe jetzt noch ein Studium der Germanistik aufgenommen und bin, würde ich sagen, in diesem Bereich grundsätzlich recht sattelfest. Leider steht jedoch in meinem Abiturzeugnis in Deutsch eine 3 (super schlechten Tag erwischt, eine 3 hatte ich in meiner gesamten Schullaufbahn sonst kein einziges Mal in einer Deutscharbeit!) Könnte ich statt meines Abiturzeugnisses einfach nur die Abschlusszeugnisse meines Studiums mit meiner Bewerbung mitschicken und die - absolut nicht repräsentative! – Abiturnote so ein wenig verstecken? Oder ist das Abiturzeugnis "Pflichtanhang" in einer Bewerbung, egal welche höheren Ausbildungen danach noch kamen..?

- Ich habe im Lauf der Jahre in mehreren Sprachen Kurse und Weiterbildungen besucht, aber will meine Bewerbung nicht mit 5 Sprachzertifikaten ersticken/vermeintlich aufblähen - ist es in Ordnung in der Auflistung der beigefügten Anlagen zu schreiben dass bei Interesse gerne sämtliche Nachweise über Fremdsprachenkenntnisse nachgereicht werden können und es vorerst dabei zu belassen?

Vielen Dank schon mal im voraus für Eure Hilfe!

LG,
Claudia

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 13.03.2014, 15:22

Das Abiturzeugnis gehört zu den Pflichtzeugnissen. Die Zertifikate würde ich nur in dem Fall mitschicken, wenn sie einen klaren Stellenbezug haben.

claudiamacho9
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Beitrag von claudiamacho9 » 13.03.2014, 15:32

Ok das habe ich befürchtet... ;) Ich mache, zB neben einer Anlage "Referenzen" sowieso auch eine Sammelanlage "Zeugnisse": kann man die vllt rückläufig gestalten, sprich 2. Diplomprüfungszeugnis - 1. Diplomprüfungszeugnis - Abiturzeugnis....dann ist es wenigstens weit hinten und findet dort vllt nicht mehr so viel Beachtung? ;)

claudiamacho9
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Beitrag von claudiamacho9 » 13.03.2014, 15:37

...oder sollte ich vllt die Note im Anschreiben mit einem kurzen Satz erwähnen und "begründen", bzw. in irgendeiner Form unterstreichen, dass ich tatsächlich in Deutsch nicht nur "befriedigend" bin?!

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 13.03.2014, 17:10

claudiamacho9 hat geschrieben:...oder sollte ich vllt die Note im Anschreiben mit einem kurzen Satz erwähnen und "begründen", bzw. in irgendeiner Form unterstreichen, dass ich tatsächlich in Deutsch nicht nur "befriedigend" bin?!
Nein, sicher nicht!
Mit den Zeugnissen ist es wie mit dem Lebenslauf: Das jüngste/neueste kommt nach oben.

Und jeder Trick, der dir als Bewerbungsschreibender einfällt, ist Personalern aus langer Berufspraxis bekannt.

dicker Zeh
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Beitrag von dicker Zeh » 13.03.2014, 19:21

jetzt ist es wieder wie beim arzt. :D

zwei mediziner - zwei meinungen

wenn deine späteren zeugnisse "höherwertiger" sind als dein Abi, dann würde ich es weglassen . Ähnlich wie bei deinen sprachkenntnissen würde ich dann reinschreiben das du gerne die weiteren unterlagen nachreichst.

in einem evtl. vorstellungsgespräch MUSST du dann alle nachweise und zeugnisse dabeihaben.
wie lange liegt dein abi denn zurück ???

claudiamacho9
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Beitrag von claudiamacho9 » 14.03.2014, 11:50

Okay, das scheint ja tatsächlich eine kniffligere Angelegenheit zu sein ;) Danke auf jeden Fall schon mal für die ersten Antworten und "Lösungsvorschläge"!!

Mein Abitur liegt heuer 10 Jahre zurück (seither eben abgeschlossenes Magisterium, derzeit laufendes Doktorat und - neu dazugekommenes - Bakkalaureat) - ich weiß eben nicht wie repräsentativ da das Abizeugnis überhaupt noch ist...?

Die Idee, in der Auflistung der Bewerbungsanlagen zu schreiben, dass auch Abiturzeugnis und sämtliche Sprachzertifikate gerne zur Verfügung gestellt werden können (und natürlich alle zu einem Gespräch mitzunehmen!) finden ich aber gerade sehr attraktiv...

dicker Zeh
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Beitrag von dicker Zeh » 14.03.2014, 18:29

also grundsätzlich hat guide recht.
aber hier bleib ich dann doch bei meiner einschätzung. und wenn das abi 10 jahre zurück liegt, und du inzwischen ja noch einiges dazu gepackt hast.

du hast deinen Bachelor und somit einen akademischen grad erworben !!!

der rest sind "olle Kamellen" :shock:

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