Motivationsschreiben für Freiwilligendienst in Südamerika

Das Bewerbungsverfahren für Studienmöglichkeiten, Praktika und Jobs im Ausland unterscheidet sich von Land zu Land. Auf welche länderspezifischen Fallstricke besonders geachtet werden sollte, erfahrt ihr in dieser Rubrik.
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TheKidsWantDjent
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Motivationsschreiben für Freiwilligendienst in Südamerika

Beitrag von TheKidsWantDjent » 03.02.2016, 20:39

Hallo zusammen,

ich möchte mich bei einer Organisation in Deutschland für den Freiwilligendienst in Südamerika, speziell Peru oder Ecuador bewerben und muss dafür ein Motivationsschreiben verfassen. Ich weiß nicht, wie so ein Motivationsschreiben normalerweise aussieht, also habe ich einfach frei heraus geschrieben, was mich motiviert das zu machen. Hier mal ein erster Text:


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe im Juni 2015 meine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung abgeschossen und bewerbe mich nun für den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst im Ausland im Rahmen des weltwärts Programms.

Unmittelbar vor meiner Ausbildung habe ich ein Geographiestudium begonnen, welches ich für meine Ausbildung zunächst unterbrochen habe. Während meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit ist mir klar geworden, dass es mir besonders wichtig ist, mit meiner Arbeit ein sinnvolles Ziel zu verfolgen. Ich möchte mit anderen Menschen gemeinsam etwas aufbauen und dabei gleichzeitig die Natur schützen um einen für den Menschen lebenswerten Raum zu erhalten und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Dabei bin ich besonders daran interessiert, mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen zusammen zu arbeiten. Vielleicht kann ich sogar Kontakte knüpfen, mit denen ich über meine Freiwilligentätigkeit hinaus weiterhin an Projekten arbeiten kann.

Ich erwäge, nach meinem Freiwilligendienst mein Geographiestudium fortzusetzen und zum Beispiel in der Entwicklungshilfe zu arbeiten, oder eventuell auch auf ein anderes Studium, wie z. B. Ethnologie oder Biologie umzusatteln. Um mir eine konkretere Vorstellung davon zu machen, was genau ich tun möchte, halte ich den Freiwilligendienst im Ausland für genau das richtige. Ich hoffe hier meine bereits erworbenen praktischen als auch theoretischen Kenntnisse zu einem Nutzen zu bringen und mich gleichzeitig orientieren zu können, in welchem Bereich ich mich beruflich weiterentwickele.

Hierbei gibt es eine ganze Reihe möglicher praktischer Tätigkeiten, die mich reizen. Da ich mich einerseits sehr für die Tier- und Pflanzenwelt begeistere und der Natur- und Umweltschutz schon immer ein wichtiges Thema für mich war, würde ich mich gerne in diesem Bereich betätigen.
Auch eine unterstützende Tätigkeit im Bildungsbereich würde mich sehr interessieren. Hier könnte ich beispielsweise durch meine hervorragenden Englischkenntnisse die ich durch meine häufigen USA Aufenthalte erworben habe, von großen Nutzen sein. Durch meine Ausbildung zum Fachinformatiker verfüge ich außerdem über ein breites Wissen im IT- als auch betriebswirtschaftlichen Bereich. Hinzu kommen meine umfangreichen Kenntnisse die ich in meinem begonnenen Geographiestudium erworben habe. Aus meinem Umfeld weiß ich, dass ich ein großes Talent dafür habe, Dinge zu erklären und für jeden verständlich zu vermitteln.
Im sozialen Bereich konnte ich bisher Erfahrungen als Zivildienstleistender des sozialen Dienstes in einem Altersheim machen. Ich werde generell als sehr sympathischer Mensch war genommen, der bei der Arbeit mit anderen Menschen mit viel Ruhe und Geduld vorgeht. Die Arbeit an einer Schule oder einer ähnlichen Einrichtung würde daher sehr gut zu mir passen und mir sicher viel Spaß bereiten.
Da ich mich schon immer für die Kulturen als auch die vielfältige Landschaft und Natur die der westliche Teil Südamerikas zu bieten hat, interessiert habe, würde ich mich besonders über einen Einsatz in Peru oder Ecuador freuen.
Ich freue mich auf eine Gelegenheit, Sie von meiner Eignung für den Freiwilligendienst im Ausland zu überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen
Rumpelstilzchen


Was haltet ihr davon? Was kann man verbessern? Sollte ich noch erwähnen, wie ich von dem Programm erfahren habe?

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TheGuide
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Re: Motivationsschreiben für Freiwilligendienst in Südamerik

Beitrag von TheGuide » 04.02.2016, 23:16

TheKidsWantDjent hat geschrieben:ich habe im Juni 2015 meine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung abgeschossen

:arrow: Lebenslauf!
und bewerbe mich nun
Schon klar.
für den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst im Ausland im Rahmen des weltwärtsBINDESTRICHProgramms.
Unmittelbar vor meiner Ausbildung habe ich ein Geographiestudium begonnen, welches ich für meine Ausbildung zunächst unterbrochen habe.

Welche Relevanz hat das?

Während meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit ist mir klar geworden, dass es mir besonders wichtig ist, mit meiner Arbeit ein sinnvolles Ziel zu verfolgen.

DAS wäre doch ein sinnvoller erster Satz!
Ich möchte mit anderen Menschen gemeinsam etwas aufbauen und dabei gleichzeitig die Natur schützenKOMMA um einen für den Menschen lebenswerten Raum zu erhalten und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.
Ich erwäge, nach meinem Freiwilligendienst mein Geographiestudium fortzusetzen und zum Beispiel in der Entwicklungshilfe zu arbeiten, oder eventuell auch auf ein anderes Studium, wie z. B. Ethnologie oder Biologie umzusatteln. Um mir eine konkretere Vorstellung davon zu machen, was genau ich tun möchte, halte ich den Freiwilligendienst im Ausland für genau das richtige. Ich hoffe hier meine bereits erworbenen praktischen als auch theoretischen Kenntnisse zu einem Nutzen zu bringen und mich gleichzeitig orientieren zu können, in welchem Bereich ich mich beruflich weiterentwickele.
Hier könntest du dann auch - ohne deinen Lebenslauf wiederzugeben(!) - auf deine Informatikerausbildung eingehen. also in dem Sinne, dass du deine IT-Kenntnisse in den Dienst der Arbeit stellen könntest.
Hier könnte ich beispielsweise durch meine hervorragenden EnglischkenntnisseKOMMA die ich durch meine häufigen USA Aufenthalte erworben habe, von großen Nutzen sein.
Im sozialen Bereich konnte ich bisher Erfahrungen als Zivildienstleistender des sozialen Dienstes in einem Altersheim machen.
Sozial ist zwar nur ein Adjektiv, aber Sozialer Dienst ein Eigenname, daher groß.
Verzichte auf Modalverben (können, müssen, dürfen, sollen) und die Allerweltsverben sein, haben und machen (außer, du verwendest sein und haben als Hilfsverben, das ist manchmal alternativlos). Finde aussagekräftige Verben und konjuiere ein Verb nicht durch ein anderes.

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