nach Zusage weiteres Vorstellungsgespräch

Fragen zum Vorstellungsgespräch: Welche Kleidung ist am besten? Welche Vorbereitung ist nötig? Welche Fangfragen werden gestellt? Wie bekomme ich meine Aufregung in Griff?
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Bentagat
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nach Zusage weiteres Vorstellungsgespräch

Beitrag von Bentagat » 01.03.2017, 17:59

Hallo,

ich habe folgendes "Problem":
Ich habe heute eine Zusage von einem Unternehmen bekommen, das eher in die Kategorie zweite Wahl fällt. Ich habe ein Vorstellungsgespräch in ca. 4 Wochen bei meinem (bis jetzt - nach Einstellungstest) absoluten Favorit und 2 weitere bei anderen Unternehmen in 2 Wochen. Ich habe auch noch ca. 10 Bewerbungen offen.

Nun habe ich im Telefonat mit der Zusage die Karten offen gelegt und gesagt, dass ich gerne noch Bedenkzeit bis nach dem Vorstellungsgespräch in 4 Wochen hätte. Verständlicher Weise möchte das Unternehmen ihre zweite Wahl aber nicht 4 Wochen hinhalten...
Mein Bauchgefühl sagt mir im ersten Moment, dass ich die Zusage nicht annehmen soll, gleichzeitig könnte es mir aber auch passieren, dass dies meine einzige Zusage bleibt. Wenn ich darüber nachdenke, gefällt mir das Unternehmen auch sehr gut, aber mein Favorit eben viel besser.

Was soll ich tun, habt ihr irgendwelche Tipps?

cre
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Beitrag von cre » 01.03.2017, 19:24

Sagen wir mal so, ganz moralisch wertfrei. Selbst wenn du das jetzige Angebot unterschreibst, wirst du ja keinen Leibeigenenvertrag unterzeichnen. Das heißt du könntest jederzeit wieder kündigen...

Bentagat
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Beitrag von Bentagat » 01.03.2017, 23:02

Hmm... Stimmt, das könnte ich machen, wäre aber auch nicht die feine englische Art. :lol:
Gerade weil das Unternehmen recht klein ist und nur einen Studenten einstellt, denke ich das dies für mich eher die letzte alternative Handlung wäre...

Hast du oder jemand anderes damit schon Erfahrungen?

riri09
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nach Zusage weiteres Vorstellungsgespräch

Beitrag von riri09 » 28.04.2017, 13:06

Hallo zusammen,

habe ein Problem, das mich gerade etwas quält und hoffe ihr könnt mir weiter helfen: Habe vor knapp zwei Wochen ein Vorstellungsgespräch für ein Praktikum für meinen absoluten Traumjob gehabt und auch direkt im Gespräch eine Zusage erhalten. Nun soll der Vertrag erstellt werden, weshalb ich noch einige Unterlagen nachsenden musste, sodass ich den Vertrag noch nicht erhalten habe. Nun habe ich in der nächsten Woche noch ein Bewerbungsgespräch für eine ähnliche Stelle in einem anderen Unternehmen.

Ich stehe vor der Entscheidung, ob ich den zweiten Termin absagen sollte, da ich eigentlich ein Angebot habe ? Das einzige was mich davon abhält ist, dass ich noch keinen Vertrag unterschrieben habe und ich Sorge habe, dass noch was dazwischen kommen könnte, was allerdings auch etwas unwahrscheinlich ist..

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 28.04.2017, 13:47

Wem schadest du, wenn du den zweiten Termin wahrnimmst?

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 28.04.2017, 13:54

Ich würde auch das zweite VG wahrnehmen, schon rein aus Neugier. ;)

riri09
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Beitrag von riri09 » 28.04.2017, 13:55

TheGuide hat geschrieben:Wem schadest du, wenn du den zweiten Termin wahrnimmst?
Um ehrlich zu sein bin ich von dem zweiten Unternehmen nicht so begeistert und meine Motivation hält sich daher in Grenzen. Ist es denn Möglich dass das erste Unternehmen sein Angebot zurückzieht (hinsichtlich mündlicher Zusage und Schriftverkehr) ?

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 28.04.2017, 16:05

Solange Du keinen unterschriebenen Vertrag in Händen hältst, ist es immer möglich, dass der AG sein Angebot zurück zieht. Wie wahrscheinlich das ist, kann hier im Forum keiner beurteilen. Du vergibst Dir eine Chance und Lernerfahrung, wenn Du den Termin beim 2. AG sausenlässt.

hobbstuna
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Weiteres Vorstellungsgespraech nach Zusage Jobangebot

Beitrag von hobbstuna » 12.05.2017, 21:31

Hallo Leute,

Ich hab vor kurzem ein Jobangebot mündlich angenommen (am Telefon) von Firma A, nun hat Firma B ebenfalls Interesse gezeigt und will mich zum Vorstellungsgespräch einfliegen.

Das ist zwar Toll auf der einen Seite, auf der anderen wollte ich mich mal erkundigen wie man da jetzt am besten vorgeht. Ein Vorstellungsgespräch ist kein Job, und von meiner ersten Frima habe ich noch keinen Vertrag gesehen, geschweige denn unterschrieben.

Trotzdem wollte ich es gern vermeiden mich irgendwelchen Vertragsstrafen auszusetzen, da ich mir hab sagen lassen, dass in der dt. Rechtsprechung auch mündliche Zusagen bindent sein können.

Lange Rede kurzer Sinn:

Sollte ich Firma A ein kurzes Memo schicken, dass ich mich nicht rechtsgebunden fühlen kann, bis ich den Vertrag gelesen und unterschrieben habe? Hat natürlich das Risiko das Firma A sich versetzt fühlt. Oder sollte ich besser versuchen Frima A so lange hinzuhalten wie möglich bis sih die Situation mit Firma B herauskristalisiert ohne etwas zu sagen und setze ich mich dabei möglicherweise irgendwelchen Retourkutschen aus?

cre
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Beitrag von cre » 13.05.2017, 15:06

Wie ist das denn gelaufen? Hat man dir am Telefon alle wesentlichen Vertragsbestandteile genannt und du hast am Ende eindeutig deinen Willen zum Ausdruck gebracht diesen Vertrag anzunehmen?
Oder hat man dir einfach nur gesagt "Wir wollen dich, willst du auch?"

Sofern nicht zweifelsfrei von beiden Seiten eine Willenserklärung abgegeben wurde, ist es kein Vertrag. Mal ganz davon abgesehen, auch mit einem schriftlichen und unterschriebenen Arbeitsvertrag hast du weiterhin das Recht zu Vorstellungsgesprächen zu gehen.

hobbstuna
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Beitrag von hobbstuna » 13.05.2017, 15:22

cre hat geschrieben:Wie ist das denn gelaufen? Hat man dir am Telefon alle wesentlichen Vertragsbestandteile genannt und du hast am Ende eindeutig deinen Willen zum Ausdruck gebracht diesen Vertrag anzunehmen?
Oder hat man dir einfach nur gesagt "Wir wollen dich, willst du auch?"
Das war etwas überraschend. Das erste Interview war recht glatt gelaufen und man ist in der Absicht verblieben ein zweites in kurzer Zeit zu organisieren.

Dann hab ich von den Leuten erst mal beinahe 2 Wochen nichts gehört und ihnen darum einen nette Email geschrieben, ob sie noch Interesse haben, worauf 30 minuten später das Telefon klingelt.

Ich war bei der Arbeit und hab erst die Nummer gar nicht erkannt. Der Vertrag wurde so gut wie gar nicht diskutiert es war mehr oder minder: O-ton: "Herr Y, ich würde ihnen gerne eine Stelle anbieten mit einer Monatsvergütung von X."

Ich: "Das nehme ich gerne an."

Danach ging es nur noch um Logistik, "Schicken sie mir bitte den Vertrag zu. Polizeiliches Führungszeugnis für Background check. Wann kann ich anfangen. Etc."
cre hat geschrieben:Sofern nicht zweifelsfrei von beiden Seiten eine Willenserklärung abgegeben wurde, ist es kein Vertrag. Mal ganz davon abgesehen, auch mit einem schriftlichen und unterschriebenen Arbeitsvertrag hast du weiterhin das Recht zu Vorstellungsgesprächen zu gehen.
Zu dem anderen Gespräch werde ich auch ganz sicher gehen, es geht mehr darum, dass Firma B aus einer Reihe von Gründen attraktiver ist, sollte das Gespräch also erfolgreich verlaufen, hätte ich bei Frima A schon ein Auge auf die Tür, würde mir aber ungern Ärger einhandeln oder Brücken hinter mir verbrennen, wenn ich es vermeiden kann.

cre
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Beitrag von cre » 14.05.2017, 22:42

Damit musst du rechtlich keine Befürchtungen zu haben. Eine Monatsvergütung ist zwar ein wichtiger Bestandteil des Vertrages, jedoch nicht das einzige Merkmal. Es fehlt der Ort der Beschäftigung, Arbeitszeiten, Urlaub, Kündigungsfrist, Probezeit ect.

Wie du nun am klügsten vorgehst, kann ich dir nicht sagen. Allerdings kannst du beim zweiten Vorstellungsgespräch durchaus mal fallen lassen, dass du noch ein anderes Angebot hast und deshalb gerne Nägel mit Köpfen amchen willst um auf der sicheren Seite zu sein.

astra777
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Komplizierte Situation: Wie soll ich damit im VG umgehen?

Beitrag von astra777 » 09.10.2017, 20:33

Ich wollte nach 4 Jahren unbedingt meinen Job wechseln und habe im August und September ganz viele Bewerbungen verschickt. Ich wurde dann under anderem zu einem Vorstellungsgespräch Ende September und zu einem Mitte Oktober eingeladen. Jetzt am Freitag kam noch eine Einladung von einem anderen Unternehmen dazu.

Das erste Vorstellungsgespräch Ende September ist gut gelaufen. Ich habe ein Angebot bekommen und nach langem Überlegen angenommen. Meine bisherige Stelle habe ich schon gekündigt. Ab November steige ich theoretisch bei dem neuen Unternehmen ein.

Warum theoretisch?

Weil ich die zwei Vorstellungsgespräche, die ich noch vor mir habe, unbedingt in Anspruch nehmen möchte. Die Stellen scheinen in der Tat besser als das, was ich angenommen habe und finanziell wäre der Unterschied wahrscheinlich groß. Aber natürlich weiß ich nicht, ob man sich für mich entscheidet.

Sollte sich aus den 2 Vorstellungsgesprächen etwas ergeben, würde ich den ersten Job, den ich vor Kurzem angenommen habe, umgehend kündigen und könnte bei dem neuen Unternehmen Mitte oder Ende November einsteigen.

Ich habe Zweifel, wie ich damit bei den Vorstellungsgesprächen umgehen sollte. Ich sollte wahrscheinlich nicht erwähnen, dass ich meinen bisherigen Job schon gekündigt habe, oder? Andererseits wenn ich das verschweige und die Stelle bekomme, wird das Unternehmen ja eh sehen, dass ich beim bisherigen AG nur bis Ende Oktober und nicht November beschäftigt war.

Für jede Idee wäre ich dankbar.

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