Problem Bewerbung auf verschiedene Berufe bei der Stadt

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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PlanB
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Problem Bewerbung auf verschiedene Berufe bei der Stadt

Beitrag von PlanB » 01.11.2017, 13:05

Hallo,

ich möchte mich bei der Stadt auf zwei verschiedene Ausbildungsberufe bewerben. Das Problem ist, beide Berufe sind wortwörtlich gleich ausgeschrieben. Von den Anforderungen bis auf die Aufgaben. Es handelt sich um die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten und zum Verwaltungswirt.

Die Unterschiede sind mir somit gar nicht klar und ich wüsste auch nicht, ob es in Ordnung ist, sich auf beide zu bewerben oder ob ich mich nur auf eines der beiden bewerben darf. Ich würde mich gerne auf beide Stellen bewerben.

Dürfte ich dieselbe Bewerbung, also das Anschreiben auf beide Stellen versenden oder muss ich hier zwei verschiedene Anschreiben erstellen?

Verzeiht mir diese Fragen bitte. Mir ist schon klar, dass man für jede Stelle ein gesondertes Anschreiben verfassen sollte, aber hier ist alles wirklich identisch und bis auf mein Anschreiben, werden meine anderen Unterlagen auch nur eine Wiederholung sein. Mein Anschreiben wird auch nur umgestellt dieselben Sachen wiedergeben, da alle Anforderungen gleich sind. Kein einziger Unterschied liegt vor.

Es geht auch an dieselbe Person, da der Ansprechpartner für beide derselbe ist.

Zugegeben, etwas verwirrt bin ich dadurch schon.

Lg,
PlanB

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 01.11.2017, 14:12

Einen Unterschied zwischen beiden Berufsbildern scheint es nicht zu geben. Was wird denn verlangt, Mittlere oder Höhere Reife? Denn wenn die Mittlere Reife verlangt wird, kann ich dir (leider) voraussagen, dass du als überqualifiziert ausscheiden wirst.

PlanB
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Beitrag von PlanB » 01.11.2017, 14:19

TheGuide hat geschrieben:Einen Unterschied zwischen beiden Berufsbildern scheint es nicht zu geben. Was wird denn verlangt, Mittlere oder Höhere Reife? Denn wenn die Mittlere Reife verlangt wird, kann ich dir (leider) voraussagen, dass du als überqualifiziert ausscheiden wirst.
Kleine Korrektur. Für den Verwaltungswirt wird mittlere Reife gefordert und für die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten Hauptschulabschluss oder mittlere Reife.

Ich möchte es trotzdem versucht haben.

Sollte ich also zwei verschiedene Anschreiben erstellen?

latzi
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Behoerde hat noch eine interessante Stelle ...

Beitrag von latzi » 09.03.2018, 07:06

Guten Morgen,

ich habe mich letztes Jahr, kurz vor Weihnachten, bei einer Behörde auf eine Stelle beworben. Nachdem ich dachte, es kommt nichts mehr, bekam ich vor ca. 14 Tagen eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch Ende diesen Monats.
Ich verlasse mich aber nie darauf (auch aus Erfahrung, denn ich hatte schon viele Gespräche und danach gab es nie eine postive Nachricht), dass es klappt und bewerbe mich natürlich weiter. Jetzt habe ich vorhin gesehen, die Behörde hat in der gleichen Abteilung aber in einem anderen Sachgebiet eine Stelle ausgeschrieben, Bewerbungsschluss ist in knapp einem Monat, und tja ... die hat mich auch total angesprochen und das Aufgabengebiet gefällt mir wahnsinnig gut und auch für diese Stelle erfülle ich die Voraussetzungen bzgl. Qualifikation usw.
Ich sitze jetzt hier und bin traurig, denn ich kann mich doch nicht auch noch auf die Stelle bewerben, vor allen Dingen auch weil die Einladungen und sonstiger Schriftverkehr immer von der selben Personalsachbearbeiterin bearbeitet, unterschrieben und verschickt werden. Sieht ja aus als wenn ich mich wild auf alles bewerbe. Mein Gespräch absagen und mich neu auf die andere Stelle bewerben sieht auch nicht gut aus.
Da die Entscheidung, Zu- oder Absage, nach dem Gespräch Ende diesen Monats ja nicht bis zu dem Tag, an dem Bewerbungsschluss ist, gefallen ist wäre auch dann eine Bewerbung doof. Wie oben erwähnt, ich habe nach den Gesprächen ja noch nie eine Zusage bekommen ... sprich wenn ich eine Absage dann bekomme, ist längst die andere Ausschreibung beendet.
Ich bin enttäuscht, traurig und weiß nicht was ich wie machen könnte :cry:

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Beitrag von TheGuide » 09.03.2018, 08:06

Jetzt ist natürlich die Frage, wie du die bisher soweit erfolgreiche Bewerbung, dass du eine Einladung zum VG erhalten hast, formuliert hast.

Wenn sich keine Widersprüche ergeben, dann wäre zu empfehlen, dass du eine zweite Bewerbung schreibst. Tipps gibt's hier (auch wenn ich nicht mit allem, was da steht zu 100 % einverstanden bin):

karrierebibel.de/bewerbung-auf-zwei-stellen/

latzi
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Beitrag von latzi » 09.03.2018, 09:29

Guten Morgen und vielen lieben Dank für deine Antwort! :!:

Was wären denn z. B. Widersprüche? Und mit was bist du nicht einverstanden was da steht?

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Beitrag von TheGuide » 09.03.2018, 10:13

latzi hat geschrieben: Was wären denn z. B. Widersprüche?
Wenn du in deiner bereits vorliegenden Bewerbung Behauptungen machst, denen du in einer neuen Bewerbung widersprichst. Also wenn du etwa in beiden Bewerbungen mitteilst, dass du dein ganzes Leben auf genau diesen einen Job zugearbeitet hast, die aber eben unterschiedliche Anforderungen an deine Qualifikation haben.
latzi hat geschrieben: Und mit was bist du nicht einverstanden was da steht?
Vor allem mit dieser Passage:
Sie wollen genau für dieses Unternehmen arbeiten und für kein anderes. In Ihrer Bewerbung sollten Sie also unbedingt auf diesen Punkt eingehen und Ihre Motivation thematisieren. Wieso wollen Sie zu diesem Arbeitgeber?
Hier besteht die Gefahr des Schleimens. Oberstes Gebot einer Bewerbung sollte Plausibilität sein!

latzi
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Beitrag von latzi » 12.03.2018, 07:54

Danke!

Ok, sowas habe ich nicht vor reinzubringen.

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