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Probleme mit Chef - Vorgehensweise?

 
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Capsuly



Anmeldungsdatum: 22.02.2012
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 19.02.2017, 14:15    Titel: Probleme mit Chef - Vorgehensweise?

Hallo zusammen.
Ich arbeite seit Oktober in meinem neuen Job (ausgeschrieben war die Stelle am Empfang, Verwaltung, Rechnungswesen). Da ich alleinerziehend bin, kann ich erst um 8.30 Uhr mit der Arbeit beginnen. Deshalb wurde aus der ursprünglich 100%-Stelle eine Jobsharing-Stelle gemacht (Empfang, RW + Vertriebsinnendienst). Ursprünglich war gedacht, dass ich vormittags im Vetriebsinnendienst, nachmittags am Empfang arbeite. In der Realität sieht es nun so aus, dass ich nur während der Mittagspause den Kollegen am Empfang vertrete. Den Rest des Tages bin ich damit beschäftigt, geschäftliche und private Briefe für den Chef zu schreiben, private Ferienwohnungen zu verwalten, alle Verwaltungsaufgaben. Ein Angebot durfte ich bis jetzt noch nicht schreiben. Manchmal "darf" ich auch Aufgaben machen, für die ich eingestellt wurde. Dazu ruft der Chef mich ständig an und unterbricht mich bei meinen Arbeiten. Er redet gleich drauf los und man muss sich schnell notieren, welchem Kunden man was schreiben muss. Das heißt, wieder die eigentliche Arbeit unterbrechen, Brief gleich schreiben, weil das hat ja Prio 1. Da man ALLEN Schriftverkehr nicht selbst an den Kunden rausschicken darf, sondern alles im Namen des Chefs schreiben muss, liest er sich das erstmal selbst durch und schickt die Schreiben selbst raus. Wenn man aber einen Fehler gemacht hat oder was Wichtiges vergessen hat, wird man erstmal dumm gemacht ("bis diese Mail endlich richtig ist, hätte ich das in dieser Zeit selbst schreiben können" - macht er aber nicht). Seine Angaben sind aber immer sehr dürftig, ich habe das Hintergrundwissen nicht und sollte mit 5 Wörtern einen ganzen Brief schreiben. Ständig muss man ihn fragen, wie er was gemeint hat. Sein Vorsichhergemurmle trägt auch nicht grad zur Besserung bei! Dazu kommt noch, dass er für alles eine Rückmeldung will. Ich darf nichts selbständig erledigen. Wenn man denkt, man hat nun alles zu seiner Zufriedenheit erledigt, fällt ihm wieder was Neues ein, um einen zu schikanieren. Das geht aber allen Kollegen so! Keiner kommt zu den Aufgaben, für die er eingestellt wurde. Langjährige Kollegen sagen, dass sich das nie ändern wird. Man muss sich ein dickes Fell wachsen lassen, einfach Ja und Amen sagen, seinen Ärger runterschlucken, dem Chef immer recht geben, nur denken, was man eigentlich sagen will.

Das Problem ist: ich bin sehr sensibel, ein dickes Fell wachsen lassen, geht bei mir nicht. Mein Selbstbewusstsein war auch mal besser. Ich lasse mich nicht gern jeden Tag zusammen falten. Wenn ich dann in das Büro vom Chef gerufen werde und ich zusammengefaltet werde, krieg ich halt schwer ein Wort raus. Das ärgert ihn noch mehr und dann beginnt er, mich nachzuäffen. Das macht er aber nicht nur bei mir, auch die anderen Kollegen, die sich nicht gut wehren können, werden immer kleiner bei ihm. Meine Psyche war dieses Wochenende im Keller, ich hab echt Angst vor Morgen!!

Das war nun aber lang... Ich wollte mir das erstmal von der Seele reden. Am liebsten würde ich kündigen und mir was Neues suchen. Ich will/kann aber nicht diese Reihenfolge wählen! Dann lese ich in Ratgebern, dass man sich nicht so anstellen soll, Probleme gäbe es immer in einem Arbeitsverhältnis. Man wolle doch nur vom Staat leben...

Könnt ihr mir was raten?
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Bewerber






Verfasst am:     Titel: Empfehlungen



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TheGuide
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.07.2013
Beiträge: 10611

BeitragVerfasst am: 19.02.2017, 14:40    Titel:

Ich gehöre normalerweise nicht zu denen hier, die leichtfertig dazu raten, die Stelle zu wechseln. Dass ein Chef streng ist oder seine Unzufriedenheit äußert, geht in Ordnung, solange das konstruktiv geschieht. Wenn er dich aber wirklich nachäfft, ist er respeklos. Ich würde das schon mindestens in die Nähe des Bossing rücken. Bewirb dich anderweitig. So lange versuche, die Arbeit so zu erledigen, dass dein Chef wenig Gelegenheiten bekommt, auf dir herumzuhacken. Mobbing, Bullying und Bossing machen krank. Deshalb ergreife frühstmöglich Maßnahmen. Und dokumentiere die Bossingfälle, indem du dir ein Protokollheft anschaffst:

Datum: 19.02.2017
Uhrzeit: ca. 13:40
Was ist passiert: Boss äfft mich nach
Anlass: Rechtschreibfehler im Anschreiben an XY.

So hast du später einen Nachweis über das, was dir passiert ist, falls du das benötigst.

Bosse sind häufig Kontrollfreaks, damit muss man leben, aber Respektlosigkeiten musst du dir nicht bieten lassen.
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Capsuly



Anmeldungsdatum: 22.02.2012
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 20.02.2017, 19:00    Titel:

Vielen Dank, TheGuide!! Sehr glücklich
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cre
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 22.06.2016
Beiträge: 262

BeitragVerfasst am: 20.02.2017, 19:55    Titel:

In solchen Fällen kannst du als Arbeitnehmer übrigens auch fristlos kündigen und kriegst keine Sperre vom Arbeitsamt. Wichtig ist hierfür, wie bereits erwähnt, dass du genau aufschreibst was vorgefallen ist. Auch rückwirkend.
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