Referenzen in Bewerbung angeben - Fragen und Tipps

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Xipolis
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Referenzen in Bewerbung angeben - Fragen und Tipps

Beitrag von Xipolis » 10.08.2008, 03:22

Ich habe gerade folgende Referenz zu einer Bewerbung vorliegen und freue mich dazu einfach mal Eure Meinungen zu hören.

--------------- schnipp ---------------



Referenz-Bescheinigung

Gewerbebetreibender hat in der Zeit vom Datum bis Datum beim Unternehmen in verschiedenen Projekten mitgearbeitet.

Bei den Projekten wurden Materialstammdaten von Kunden nach den beiden Klassifikationssystemen eCl@ss und UNSPSC klassifiziert. Herr Name war hieran beteiligt und wurde hauptsächlich für den Bereich der Normteile (z.B. Schrauben, Werkzeuge) eingesetzt.

Herr Name konnte sich schnell in die komplexe Systematik der Klassifizierung einarbeiten und beherrschte nach kurzer Einarbeitung die von Unternehmen entwickelte Anwendung. Er arbeitet sorgfältig und gewissenhaft und zeigte eine gute Arbeitsbereitschaft. Die erzielten Ergebnisse waren zufriedenstellend. Die ihm übertragenen Aufgaben hat er zu unserer vollen Zufriedenheit ausgeführt.

Herr Name tritt natürlich, höflich und verbindlich auf, wodurch der aktiv die gute Zusammenarbeit förderte.

Wir danken für die geleistete Arbeit und wünschen Herrn Name für die Zukunft alles Gute.

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Knightley
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Re: Referenz aus Gewerblicher Tätigkeit

Beitrag von Knightley » 11.08.2008, 18:47

Hmmm... :?
Gewerbebetreibender hat in der Zeit vom Datum bis Datum beim Unternehmen in verschiedenen Projekten mitgearbeitet.

Bei den Projekten wurden Materialstammdaten von Kunden nach den beiden Klassifikationssystemen eCl@ss und UNSPSC klassifiziert. Herr Name war hieran beteiligt und wurde hauptsächlich für den Bereich der Normteile (z.B. Schrauben, Werkzeuge) eingesetzt.
Ist das nicht etwas allgemein? "Projekte", "war beteiligt", "wurde eingesetzt"...
und zeigte eine gute Arbeitsbereitschaft.
Und warum nicht "sehr gute"?
Die erzielten Ergebnisse waren zufriedenstellend.
Ist ja auch nicht so optimal...

derWolf
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Re: Referenz aus Gewerblicher Tätigkeit

Beitrag von derWolf » 11.08.2008, 21:48

Hallo Xipolis,

... na was soll das schon sein, der (möglicherweise bewusst) unbeholfene Versuch eines Referenzschreibens auf der Basis eines, für eine bestenfalls durchschnittliche Wertung stehenden Zeugnistextes.

Wolf



Xipolis hat geschrieben:Ich habe gerade folgende Referenz zu einer Bewerbung vorliegen und freue mich dazu einfach mal Eure Meinungen zu hören.

--------------- schnipp ---------------



Referenz-Bescheinigung

Gewerbebetreibender hat in der Zeit vom Datum bis Datum beim Unternehmen in verschiedenen Projekten mitgearbeitet.

Bei den Projekten wurden Materialstammdaten von Kunden nach den beiden Klassifikationssystemen eCl@ss und UNSPSC klassifiziert. Herr Name war hieran beteiligt und wurde hauptsächlich für den Bereich der Normteile (z.B. Schrauben, Werkzeuge) eingesetzt.

Herr Name konnte sich schnell in die komplexe Systematik der Klassifizierung einarbeiten und beherrschte nach kurzer Einarbeitung die von Unternehmen entwickelte Anwendung. Er arbeitet sorgfältig und gewissenhaft und zeigte eine gute Arbeitsbereitschaft. Die erzielten Ergebnisse waren zufriedenstellend. Die ihm übertragenen Aufgaben hat er zu unserer vollen Zufriedenheit ausgeführt.

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DerInformatiker
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Wohin mit der Referenz?

Beitrag von DerInformatiker » 07.03.2009, 13:26

Der Abteilungsleiter der Firma, für die ich mehrere Jahre selbständig tätig war, würde als mein Fürsprecher auftreten - nur, wie und wo stelle ich das in meiner Bewerbung dar?

Im Anschreiben?
Im Lebenslauf (aktuell zweiseitig)?
Als Extraseite?

Vielen Dank für Tipps!

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 08.03.2009, 12:31

Hallo Informatiker!

Wenn ich das jetzt richtig verstehe, dass es "nur" einen Fürsprecher gibt, würde ich ihn ins Anschreiben einbauen - an den Abschluss des Absatzes, an dem über die entsprechende Station des Werdegangs geschrieben wird.

Im Lebenslauf würde ich sie unterbringen, wenn es mehrere gäbe, man also sozusagen das Thema "Referenz" in die Gesamtstruktur einfließen lassen könnte: Entweder als Punkt/Spalte zu jeder Station den passenden Ansprechpartner oder als eigene Rubrik "Referenzen". Wenn es nur eine ist, wird m. E. das vermeintliche "Fehlen" der übrigen stärker auffallen, als das Vorhandensein der einen.

Eine eigene Seite gibt das Thema m. E. nicht her - es sei denn, als krönender Abschluss eines eigenen Arbeits-/Projektberichtes (>Dritte Seite)... der dann allerdings schon so umfangreich und/oder inhaltlich speziell sein müsste, dass er in einem normalen Anschreiben nicht unterzubringen ist...

Hoffe, das hilft... ;-)

DerInformatiker
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Beitrag von DerInformatiker » 08.03.2009, 23:20

danke @FRAGEN für die Anregungen!

Also ich habe tatsächlich nur den Fürsprecher der letzten Tätigkeit. Diese dauerte 4 Jahre. Meine Bewerbung besteht aus Anschreiben, Lebenslauf, ev. Deckblatt und 6 Arbeitszeugnissen.

Hat noch jemand Meinungen (gleiche oder andere) zum Thema?

ev
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Angabe der Referenz im Zeugnis

Beitrag von ev » 25.08.2009, 07:45

Guten Morgen,

natürlich eine Frage: Ich habe heute mein Zeugnis erhalten. Der letzte Satz lautet: Gerne stehe ich Frau XXX als Referenz zur Verfügung.

Kommt das in das Zeugnis? Bis dato habe ich die Referenz(en) im Lebenslauf gesondert aufgeführt.

Gruss
ev

Ferdinand
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Beitrag von Ferdinand » 27.08.2009, 13:03

Ich find's prima. Das deutet darauf hin, das er wirklich super mit dir zufrieden war und nicht nur übliche Standardfloskeln aneinander gereiht hat.

Eigentlich hast du recht, es gehört in den Lebenslauf. Aber ich find es stört auch hier nicht: im Lebenlauf schreibst du ihn ja hin, weil du ihn darum gebeten hast, hier schreibt er sich sebst hin, weil er von dir überzeugt ist.

Ist doch nicht schlecht oder?

Boncuk_50
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Kleine Hilfe :) Referenz?

Beitrag von Boncuk_50 » 09.02.2011, 18:00

Hallo erstmal,

bin hier erst neu und weiss jetzt nicht genau ob ich hier richtig bin mit dieser Frage :D. Ich schreibe jetzt ganz viele Bewerbung in ganz verschiedenen Fachbereichen. Alles Schön und Gut aber ich weiss jetzt nicht wie ich das "FORMULIEREN" kann, da ich nämlich eine Referenz habe. Meine Referenz ist ein Geschäftsführer einer großen Fabrik in meinem Wohnort, er meinte ich könnte es ohne Problem in meine Bewerbung einfliessen lassen. Ich bitte um Hilfeee :) DANKE

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Donnydonatha
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Beitrag von Donnydonatha » 09.02.2011, 18:08

wieso stellt dich der Geschäftsführer dann nicht selber ein :wink:
würde mich sehr interessieren wie er sich die Refernz selber vorstellt, nur weil sein Name erwähnt wird springen alle Türen auf?
Besser wäre ja wohl, wenn er dir ein Referenzschreiben übergibt, das du beilegen kannst

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Beitrag von Boncuk_50 » 09.02.2011, 18:14

Leider kann er mich nicht einstellen weil er schon 1 Azubi für dieses Jahr eingestellt hat.
Das Problem ist ich habe dort nicht Praktikum gemacht. Er war nur mein Pate von der Hauptschule, aber er meinte ich könnte ihn in meine Bewerbung einfliessen lassen. Jedoch weiss ich nicht wie ich es formulieren soll

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Donnydonatha
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Beitrag von Donnydonatha » 09.02.2011, 20:16

Was heißt Pate an der Hauptschule?

Boncuk_50
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Beitrag von Boncuk_50 » 15.02.2011, 20:18

Der Geschäftsführer hift Hauptschülern eine Ausbildungsstelle zu finden. Jeder einzelne Hauptschüler bekommt seinen eigenen "Paten".

jujugaga
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wo gehören die Referenzen in die Bewerbungsmappe ?

Beitrag von jujugaga » 23.02.2011, 13:54

Hallo,

Kann mir jemand sagen, wo genau die Referenzen hinkommen. Ich habe sie auf ein zusätzliches Blatt geschrieben, dass ich hinter meinen Lebenslauf legen wollte. Wäre das ok so? Sind Referenzen überhaupt sinnvoll, wenn sie in der Ausschreibung nicht verlangt sind, oder wird es eher als überflüssiger Papierkram angesehen?

Liebe Grüsse und danke,

Jule

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Beitrag von Donnydonatha » 23.02.2011, 14:04

Was verstehst du unter Referenzen, die du auf ein Blatt geschrieben hast?
Nach meinem Verständnis ist eine Referenz, ein Empfehlungsschreiben, das
eine von einer Vertrauensperson gegebene qualifizierende Beurteilung enthält.

jujugaga
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Referenzen

Beitrag von jujugaga » 23.02.2011, 16:08

Damit meine ich die Kontaktinformation von Vertrauenspersonen (in diesem Fall von einem Professoren während meines Masterstudiums, meine Koordinatorin für meinen Auslandsaufenthalt und eine dritte Vertrauensperson, die ich im Rahmen eines Projekts kennengelernt habe. Die Kontakte können über meinen professionellen Werdegang geben, sollte der zukünftige Arbeitgeber diese bei Zweifeln kontaktieren wollen. Macht das Sinn?
Ich hoffe, es ist jetzt klarer.

Liebe Grüsse
jule

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Beitrag von Donnydonatha » 23.02.2011, 17:02

Warum sollte ein Arbeitgeber Zweifel an deinem Profesionellen Werdegang hegen? Meiner Meinung nach, könnten genau durch die Verweise auf Fürsprecher überhaupt erst Zweifel entstehen. Du hast doch sicher Zeugnisse oder Abschlussurkunden die deinen Werdegang belegen. :wink:

Ansonsten habe ich noch das hier gefunden: http://www.bewerbung-forum.de/bewerbung ... rbung.html

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referenzen

Beitrag von jujugaga » 23.02.2011, 17:16

Ja das ist natürlich ein Argument. Aus dieser Perspektive gesehen machen die Referenzen dann eher wenig Sinn. Ich habe nur auf Seiten von Bewerbungseiten gelesen, dass manchmal Referenzen verschickt werden. Dann muss ja auch irgendein positiver Effekt damit verbunden sein. Deshalb war der Gedanke erst aufgekommen.

Vielen Dank!
Jule

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Beitrag von jujugaga » 23.02.2011, 17:28

Mir ist noch etwas eingefallen, dazu warum ich daran dachte, die Referenzen hinzuzufügen. Weil die Stelle in einer kirchlichen Hilfsorganisation ist, und ich zwar nicht in einer solchen Organisation bin aber durch diesen kontakt mit kirchlichen akteuren zu tun hatte. aber vielleicht ist das auch nicht so wichtig...

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Beitrag von Donnydonatha » 23.02.2011, 17:48

Ist aus den Adressen ersichtlich dass es sich um kirchliche Akteure handelt?
Vielleicht findet sich ja im Lebenslauf die Möglichkeit sie zu erwähnen.
in der Art
von bis Projekt soundso in Zusammenarbeit mit..Pastor, Dekan, Bischoff, Kardinal, Papst oder Professor Hustensaft :wink:

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Beitrag von jujugaga » 23.02.2011, 18:19

bei der einen handelt es sich um die direktorin einer maronitisch christlichen Universität; dass es christlich ist könnte man anhand des Schulnamen ableiten. beim anderen Kontakt ist es klar ersichtlich, da er am Jesuitenorden in Rom ist ;-). aber vielleicht ist die Alternative, ihn im Lebenslauf einzufügen eine Möglichkeit, auch wenn sie mir nicht so gefällt, weil ich es nicht zu voll mit Info machen will. Und da ich im Lebenslauf diese christliche Uni nenne und im Bewerbungsschreiben sage, dass ich bei meinem Aufenthalt mit religiösen Akteuren zusammengearbeitet habe, reicht es eventuell schon aus, und ich brauche keine Namen zu nennen.

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Beitrag von Donnydonatha » 23.02.2011, 18:31

finde auch dass es dann reicht, Ihre Neugierde...nein Wissbegier können sie dann auch noch im Vorssstellungsgespräch befriedigen :wink:

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Beitrag von jujugaga » 23.02.2011, 18:48

ja, das ist gut. dann weiss ich jetzt wie ich es am besten mache. vielen dank nochmal!

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Beitrag von Donnydonatha » 23.02.2011, 18:55

bitte gern geschehen und viel Erfolg :wink:

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Beitrag von jujugaga » 23.02.2011, 22:13

danke!

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