Sehr geehrte "Damen und Herren" - Ansprechpartner

Eine initiative Bewerbung lohnt immer dann, wenn keine konkrete Stellenausschreibung vorliegt. Worauf ihr achten musst, ist Thema in diesem Forum.
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SoLu
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Sehr geehrte "Damen und Herren" - Ansprechpartner

Beitrag von SoLu » 08.06.2012, 17:04

Hallo,

habe eine Frage zum Adressaten der Initiativbewerbung.

Nun liest man ja immer, man solle sich vorher telefonisch bei dem angepeilten Unternehmen informieren, an wen die Bewerbung zu richten ist. Das Anschreiben dürfe auf keinen Fall blind mit "Sehr geehrte Damen und Herren" beginnen, weil es dann sofort in den Papierkorb wandere.

Wie genau sieht es denn aber bei den großen Konzernen aus? Dort dürfte es an Unmöglichkeit grenzen, per Telefon einen Ansprechpartner in der Personal- oder Fachabteilung zu erfragen oder auf der Homepage zu finden.

Meine derzeitige Stelle bei einem Großunternehmen habe ich mit einem Anschreiben an die "Damen und Herren" bekommen. Zugegeben, das war keine Initiativbewerbung sondern eine Bewerbung auf eine konkrete Stellenausschreibung, aber ein direkter Ansprechpartner war nicht angegeben und mir blieb gar nichts anderes übrig, als an die anonymen "Damen und Herren" zu schreiben. Negativ scheint sich das ja nicht ausgewirkt haben, denn ich wurde fix zum Gespräch eingeladen und eingestellt.

Wird das also bei den Großunternehmen eventuell nicht so eng gesehen, wie bei den kleineren Betrieben? Kann man dort auch mit einer Initiativbewerbung an die "Damen und Herren" Erfolg haben? Oder kann man das alles so pauschal nicht sagen und es gibt einfach solche und solche?

Denke gerade über eine Initiativbewerbung bei einem großen Unternehmen nach, das auf seiner Homepage ausdrücklich die Möglichkeit dafür bietet, und bin eben leicht verunsichert.

Vorab vielen Dank für eure Antwort!

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 09.06.2012, 17:06

Hallo SoLu,

sicherlich ist es vorteilhaft, wenn man einen direkten Ansprechpartner im Anschreiben benennen kann. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass das "sehr geehrte Damen ..." automatisch zu einer Absage führen wird. Ist das Deckblatt bereits ansprechend und beginnt die Einleitung nicht mit einer überholten Floskel, hat man auch damit seine Chancen.

Denn ein Anruf, um einen Ansprechpartner zu ermitteln, ist nur selten empfhlenswert; und zwar dann, wenn man auch eine konkrete Frage hat. Ansonsten sollte der Hörer ruhen.

Problematischer sehe ich eher die Initiativbewerbung als solche. Denn in vielen Berufszweigen suchen Unternehmen momentan, so dass in der regel initiativbewerbungen gar nicht notwendig sind.

Viele Grüße aus Duisburg

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 10.06.2012, 12:08

Wird das also bei den Großunternehmen eventuell nicht so eng gesehen, wie bei den kleineren Betrieben? Kann man dort auch mit einer Initiativbewerbung an die "Damen und Herren" Erfolg haben? Oder kann man das alles so pauschal nicht sagen und es gibt einfach solche und solche?

Denke gerade über eine Initiativbewerbung bei einem großen Unternehmen nach, das auf seiner Homepage ausdrücklich die Möglichkeit dafür bietet, und bin eben leicht verunsichert.
Gerade wenn die Möglichkeit einer Initiativbewerbung gegeben ist und kein Ansprechpartner angegeben ist, dann wird die Form der Anrede keine entscheidende Rolle spielen. Zudem kann man ja dabei auch immer den Fehler machen, den falschen Ansprechpartner herauszusuchen. Wie das dann ankommt, ist dann auch immer die Frage.

Und wenn ein Unternehmen es nicht schafft, konkrete Stellen auszuschreiben und konkrete Ansprechpartner anzugeben, dann ist es denen vielleicht auch nicht so wichtig, wirklich qualifizierte Arbeitskräfte anzusprechen.

Lulle100
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Beitrag von Lulle100 » 05.08.2012, 18:01

Darf ich mich hier mal gerade einklinken?
Wie definiert man eine konkrete Frage?

Macht ein Anruf, ob die Stelle noch frei ist, nicht Sinn, vor allem wenn keine Bewerbungsfrist angegeben ist?
Bei mir ist es zum Beispiel so, dass viele Träger auf ihren Homepages "Dauerstellenangebote", wie z.B. "Wir stellen ständig ein... Bewerben sie sich unter... " stehen haben.
Da hat sich der ein oder andere Anruf schon gelohnt, weil es dann doch hieß, momentan seien alle Stellen besetzt (So ne Bewerbung ist ja schon zeitintensiv). Andererseits hatte ich das Gefühl der ein oder andere am Telefon war etwas genervt;)

Wobei ich mit direkter Anrede auch nach einem Anruf noch vorsichtig bin, weil die Bewerbung nach einer ersten Prüfung oft weitergeleitet werden und es dann meiner Meinung nach nicht viel Sinn macht jemanden Anzusprechen.

Oft verunsichern mich diese ganzen Bewerbungstipps, die im Internet kursieren wirklich. Man hat das Gefühl ohne vorherigen Anruf und mit der Anrede "Damen und Herren" würde man keine Chance haben einen Job zu finden.

ab101
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Re: Damen und Herren sind schon ok

Beitrag von ab101 » 13.12.2012, 22:09

Wenn kein Ansprechpartner in der Stellenanzeige genannt ist, suche ich mir normalerweise selber einen im Internet. Beispielsweise: den Referatsleiter des zuständigen Referats, den Personalchef oder bei kleineren Vereinen und Verbänden den Geschäftsführer. Bei Initiativbewerbungen gilt das Gleiche.

Ich denke, einen im Unternehmen existenten Ansprechpartner anzuschreiben, auch wenn es letztlich nicht derjenige ist, der die Bewerbung bearbeitet, ist immer noch besser, als "sehr geehrte Damen und Herren" zu schreiben. Ich rufe nicht gerne an, da es meiner Erfahrung nach die Personaler eher nervt. Die sind froh, in Ruhe gelassen zu werden und ihrer Arbeit nachkommen zu können. Ob ein Anruf dann gut ankommt? Ich weiß nicht..

Ich hatte es schon mehrfach, dass derjenige, dem ich die Initiativbewerbung geschickt habe, sich nett für die Bewerbung bedankt hat und erklärte, sie an Herrn xyz weiterzuleiten, da dieser zuständig sei. Also kann meine Herangehensweise so schlecht nicht sein.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 14.12.2012, 18:43

Das Namen heraussuchen kannst du natürlich machen.

Aber für den AG dürfte es ein Leichtes sein, in der Stellenanzeige den Ansprechpartner zu nennen. Damit wird die Stellenanzeige von AG-Seite gleich viel persönlicher. Wenn kein Ansprechpartner genannt wird, dann wird dies auch Gründe haben.

Siehe auch hier: http://www.bewerbung-forum.de/bewerbung ... rbung.html

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