Stärken und Schwächen Vorstellungsgespräch

Fragen zum Vorstellungsgespräch: Welche Kleidung ist am besten? Welche Vorbereitung ist nötig? Welche Fangfragen werden gestellt? Wie bekomme ich meine Aufregung in Griff?
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tita01
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Formulierung von Schwächen

Beitrag von tita01 » 22.11.2009, 20:14

Leute, bei der Darstellung von Schwächen bzw. der Hinterfragung von Schwächen geht es um die Fähigkeit der Selbstreflektion auf sich selbst und im Zusammenhang mit der zukünftigen -hoffentlich angestrebten- Aufgabe.
Schwächen kann man auch mit dem Wort "Verbesserungsbedarf" ersetzen. Das mang leichter sein.
Ich sehe 2 Fragenkomplexe hier:
1. Welche Fähigkeiten (Hard-/Softskills, fachliche/persönliche Fähigkeiten) sind für die Position und das weitere Fortkommen wichtig? Welche davon besitze ich (=Stärken) und an welchen muss ich arbeiten (=Schwächen)?

2. Wie habe ich meine Erfolge erreicht? Was fehlte mir um die gesetzten Ziele zu erreichen?

Je ehrlicher man sich diese Fragen beantwortet um so leichter findet man seine Stärken und Schwächen.
Wichtig ist, dass man zeigt bereit zu sein oder Initiative zu haben, an den Schwachstellen zu arbeiten.
Vorsicht! Mangelnde Erfahrung ist keine Schwäche! Viel Erfolg!

Martin86
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Beitrag von Martin86 » 28.11.2009, 22:22

Ich habe am Donnerstag ein Vorstellungsgesäch (Bürokaufmann)

Würdet Ihr sagen, dass diese Schwächen für den Beruf Bürokaufmann angebracht sind? :

Keine Praxis/Berufserfahrung:
Ich bin jedoch lernwillig und stelle mich neuen Herausfoderungen.
Perfektionist: Ich will alle Aufgaben sehr gut erlegen. Das nötigste ich nicht gut genug für mich.
leicht nervös: Wenn nicht alles planmäßig abläuft, dann werde ich nörves.
selbst kritisch: nach abgabe/erledigen der Aufgabe, denke ich das ich die Aufgabe doch hätte besser machen können.

**mizi**
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Beitrag von **mizi** » 30.11.2009, 15:36

Nervoes wuerde ich nicht angeben, das kannst du ja dann werden, nervoese Menschen koennen einen unprofessionellen Eindruck machen.

Als wenn sie die Situation nicht im Griff haben und bei leichtem Gegenwind umfallen.

tita01
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Schwächen

Beitrag von tita01 » 30.11.2009, 21:53


Keine Praxis/Berufserfahrung:
Ich bin jedoch lernwillig und stelle mich neuen Herausfoderungen.
==> Offensichtlich wurdest Du eingeladen, also ist man sich Deines bisherigen Lebenslaufs bewusst. Wenn diese Stelle eine Ausbildungsposition ist oder nur wenig Berufserfahrung verlangt, so ist es redundant, dies als "Schwäche" darzustellen.

Perfektionist: Ich will alle Aufgaben sehr gut erlegen. Das nötigste ich nicht gut genug für mich.
Dies ist eine STÄRKE!!!! Wer könnte zu jemandem mit Anspruch auf Perfektion schon "nein" sagen?
Aber: In Kombination mit dem erwähnten hohen Niveau der Selbstkritik kann es zu einer Belastung für sich selbst UND das berufliche Umfeld werden. Ich würde es so formulieren: Ich stelle hohe Anforderungen an meine Arbeit. Dies kann zu einer gewissen Verbissenheit führen oder evtl. sich auf das Umfeld ausweiten. Jedoch habe ich dies erkannt und arbeite daran, es in positive Motivation umzulenken, die auch meine Kollegen mitreissen kann.

leicht nervös: Wenn nicht alles planmäßig abläuft, dann werde ich nervös.
Dies ist nun der o.g. Formulierung inhärent ohne explizit genannt zu werden.
Einen Tipp generell: Sei so ehrlich wie möglich. Wenn man Dich z.B. fragt, ob Du nervös wirst, dann sage ehrlich JA - und relativiere es mit der Angabe, dass Du einerseits hohe Ansprüche an Dich selbst hast und zum anderen natürlich um die mangelnde Erfahrung weisst. Dies sind die Hintergründe der Nervosität, die sich mit wachsender Erfahrung legen wird.
Es lohnt einfach nicht, etwas im Interview darstellen zu wollen, was man nicht ist.
ALLES GUTE und VIEL ERFOLG

Martin86
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Re: Schwächen

Beitrag von Martin86 » 01.12.2009, 14:12

tita01 hat geschrieben: (...) Jedoch habe ich dies erkannt und arbeite daran, es in positive Motivation umzulenken, die auch meine Kollegen mitreissen kann. (...)
Er könnte fragen: "Was für eine positive Motivation?", oder "Wie motivieren Sie sich?" Ich wüsste nicht, was ich auf die Frage antworten sollte/könnte.

tita01
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Positve Motivation

Beitrag von tita01 » 01.12.2009, 17:10

Hallo Martin,
zum einen ist Dein Ansporn, das beste aus Dir herauszuholen um den Job 120% zu erledigen, bereits die Motivation = Ehrgeiz = STÄRKE.
Zudem hast Du offensichtlich selbst erkannt, dass Du an Aufgaben verbissen/nervös etc. herangehst. Das ist hier die erkannte "SCHWÄCHE".
Mit der Aussage, dass Du dies erkannt hast und daran arbeitest bedeutet dem Interviewer, dass Du weiterhin ehrgeizig (fleissig) bleiben willst, jedoch nicht auf Kosten anderer. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur sagen, dass ein Teammitglied, dass alles daran setzte, eine Aufgabe gut zu erledigen auch die anderen mitzog.
Hoffe, das hilft. Wenn nicht, schreib nochmal.

Martin86
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Beitrag von Martin86 » 01.12.2009, 20:50

Also ist die positive Energie, der Ehrgeiz? Habe ich dich richtig verstanden?

Wenn wir schon bei den Schwächen sind, können wir auch über die Stärken reden.

Stärken:
Zuverlässig: Jede die mir übertragende Aufgabe erledige ich genau und ordentlich. Des Weiteren werden die Aufgaben immer zur rechten Zeit fertig, wenn nicht früher.
lernwillig: Ich bin jederzeit bereit mich Weiterzubilden, sodass meine Kompetenzen mit der Zeit erweitert werden können.
aufgeschlossen und kontaktfreudig: Ich habe keine Schwierigkeiten auf Leute zu zugehen.

Wie könnte man die Stärken "lernwillig" und "aufgeschlossen und kontaktfreudig" besser formulieren?

tita01
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S/S

Beitrag von tita01 » 02.12.2009, 07:51

Hi! Ja, im Grunde geht es um Ehrgeiz. ABER: Das Wort ist oft etwas negativ belegt. Ich bevorzuge "WIlle zum Erfolg", sozusagen die nicht so verbissene Variante (die sich dann leicht als Schwäche darstellen lässt).
Stärken:
Nr. 1 ist gut.
"Lernwillig": In Deinem Alter und mit wenig Erfahrung ist dies absolut legitim formuliert. Wie denkst passt Du, passt "schnelle Auffassungsgabe"? Das impliziert den Willen zum Lernen, geht jedoch darüber hinaus. Ist natürlich wichtig, dass Du auch von schneller Auffassung bist!
"Kontaktfreudig": Würde ich nicht bei den Stärken unterbringen. Klingt gerne nach "gesellig" etc. Es geht bei den S/S immer um die Voraussetzungen, die man hat bzw. noch benötigt um den speziellen Job im speziellen Umfeld erledigen zu können. Eine ähnlich gerichtete Formulierung ist z.B. "Integrativ". Das bedeutet, dass man auf Personen und Abteilungen (Schnittstellen) aktiv zugeht um den Arbeitsprozess effizienter zu gestalten. Auch "proaktives Handeln" ist passend. Beides umfasst die soziale Komponente auf Menschen zugehen zu können, betrifft jedoch rein vom Begriff weit aus mehr die professionellen Bereiche.
Weiterhin, besten Erfolg morgen! T.

Martin86
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Beitrag von Martin86 » 03.12.2009, 18:25

Das Vorstellungsgespräch lief heute schlecht, durch die Nervosität konnte ich nicht so fließend sprechen, wie man es sonst von mir gewohnt ist. Die Atmosphäre war eigentlich gut, nur meine Antworten waren untertes Niveau. Dafür könnte ich mich selbst schlagen *mirselbstkopfnussgeb*
Ich bin froh, dass ich noch meinen Namen wusste :/
Hoffentlich wird das Gespräch bei der Uni nächste Woche besser laufen.

tita01
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S/S

Beitrag von tita01 » 04.12.2009, 10:27

Hallo Martin, tut mir leid. War es das 1. Bewerbungsgespräch? Was ist das für ein Job an der Uni? Ich kann Dir nur empfehlen in eine Buchhandlung zu gehen, durch die Ratgeber für Interviews zu stöbern und Dir dann das Buch zu kaufen, das Deinen persönlichen Anforderungen am besten entspricht. Ausserdem gibt es natürlich im Internet noch einige gute Tipps. Z.B. unter "wirtschaftswoche.de", im Karriere-Bereich. Da fand ich einige interessante Videos. Vor allem gilt: Ruhig Blut bewahren, ca. 30 min vor dem Termin bereits vorort sein um sich die Umgebung zu verinnerlichen. Alles Gute, T.

**mizi**
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Beitrag von **mizi** » 04.12.2009, 13:39

und immer daran denken: es kann nicht mehr passieren, als dass du den Job nicht bekommst!

Ja, ich weiss, dass ist auch nicht so toll, aber du kommst mit dem Leben davon, keiner tut dir koerperlich Gewalt an und es ist vielleicht gerad mal eine Stunde deines Lebens.

Man kann alles irgendwie positiv sehen! 8)

tita01
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an martin

Beitrag von tita01 » 04.12.2009, 14:26

...vielleicht warst du jetzt auch zu verkrampft, nachdem Du all diese tipps und moeglichkeiten und neuen ideen gesehen hast. Wie gesagt: Geh' in Dich, schau Dir Deinen Lebenslauf an, sehe Dir einige Hilfestellungen an.
Wenn Du mir Deine E-Mail gibst, sende ich ich noch ein paar Fragen, die oft gebraeuchlich sind. Ist aber zumeist in Englisch. T.

Berzerker
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Beitrag von Berzerker » 21.12.2009, 01:11

Hallöchen,

ich habe morgen (äh mittlerweile heute) auch ein Bewerbungsgespräch, allerdings arbeite ich bereits in dieser Firma und ich möchte jetzt vom Verkauf in die Management-Abteilung wechseln.

Mit meinem Kollegen, der diese Förderung auch durchläuft, habe ich mich auch schon intensiv drüber unterhalten (vielleicht mal an Denkanstoß an die, die sich bewerben wollen, sich mal mit Leuten vorher auszutauschen, die kürzlich ein Bewerbungsgespräch in der Branche hatten ...) ... ich konnte da schon sehr viel Infos rausholen, die auf mich in diesem "Vorstellungsgespräch" definitiv zukommen werden :

- Warum möchte ich diesen Posten haben ?
- Aufzählen meiner "Stärken" und "verbesserungsfähigen Eigenschaften"
- Wer wird mein Nachfolger in meiner jetzigen Position ?
- Wie wird mein Nachfolger eingelernt / auf den Posten vorbereitet ?

Dank dieses Forums konnte ich so eine Tricks und Kniffe verinnerlichen und denke, das ich nun gut vorbereitet in das morgige Gespräch gehen kann.

Hier mal meine Vorbereitungen (in Kurzform) :

Warum möchte ich Marktmanager-Assistent werden ?

- ich möchte mich persönlich weiterentwickeln
- ich bin der Auffassung, das in mir noch viel Potential steckt, welches ich mit einer Förderung nutzen kann
- ich möchte den Konzern mit meiner Tätigkeit weiterbringen / voranbringen
- mir macht es Spaß, Menschen zu führen
- ich möchte Verantwortung übernehmen

Meine Stärken :

- Zuverlässigkeit
- Absolute Identifikation mit dem Konzern und der Marke „FIRMENNAME“
- Sicher im Umgang mit Kunden (selbstsicher)
- Erfolgsorientiert, ständig motiviert
- Großes Fachwissen in vielen Bereichen

Meine Schwächen

- ich möchte immer viele Arbeiten gleichzeitig erledigen, was natürlich nicht funktioniert, ich bin aber bestrebt und arbeite an meiner Selbstorganisation
- penibel (räume ständig die Info auf und stelle Kartons gerade)
- erwarte manchmal zu viel von meinen Kollegen

Nachfolge

- Mein Nachfolger hat bereits die dafür notwendige Fördermaßnahme durchlaufen und wird persönlich von mir eingearbeitet
Ich habe meine Schwächen bewußt nicht aus dem privaten Umfeld gewählt, das war mir dann doch zu plump. Ich denke, die Punkte können sich durchaus sehen lassen... so in etwa werde ich das morgen präsentieren. Ich sage dann Bescheid, wie es gelaufen ist.

Gute Nacht

Olaf

Paddy2010
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Beitrag von Paddy2010 » 30.12.2009, 20:37

hey ... ich muss sagen ich finde auch, dass es am sinnvollsten ist, wenn man eine schwäche nennt, die durchaus auch positive seiten aufzeigen kann :-D

wie zb dass man ungeduldig ist ,
ich sage zb immer, dass ich nur ungern eine Aufgabe unbeendet verlasse und dass ich daran arbeite auch einmal einen Schlussstrich für den jeweiligen Tag zu ziehen...

was haltet ihr von dieser "Schwäche" ?

tita01
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Schwächen

Beitrag von tita01 » 30.12.2009, 21:55

Hallo zusammen,

bin ja gespannt, ob ihr direkt Rueckmeldung erhalten habt auf die aufgefuehrten "Schwaechen". Bei diesen Fragen geht es im Prinzip um die
Faehigkeit des Bewerbers, ob er 1. auf die eigene Person reflektieren kann, also darueber nachdenkt, was im Job gut laeuft und was nicht bzw. weshalb nicht;
2. es geht darum, ob die Person sich auf die Anforderungen des Jobs/ der Fima einstellen kann.
Persoenliche Schwaechen haben hier ABSOLUT NICHTS zu suchen (Kopfschmerzen, spaetes Aufstehen....).
Ungeduld ist mit Vorsicht zu geniessen, denn es kann darauf schliessen lassen, dass der Betreffende eine Stoerquelle im Betriebsablauf mit den Kollegen sein kann. Insbesondere, wenn diese Schwaeche dann nur auf das Thema "Schlussstrich ziehen" gemuenzt ist. Besser waere es, darauf zu verweisen, dass man daran arbeitet, diese Ungeduld nicht anderen Kollegen gegenueber auszulassen. DAS ist eine wirksamere Formulierung.

Cloeee
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Beitrag von Cloeee » 11.02.2010, 20:52

Hallo,

ich habe hier nun begeistert gelesen.
Und mir auch meien eigenen Schwächen-Stärken Liste gemacht und wollte euch nun fragen was ihr davon haltet.

Erstmal kurz und knapp bei nachfragen, einfach nachfragen ;)

Stärken:

teamfähig & Freude im Umgang mit Menschen
Teamarbeit find ich halt toll, man kann von anderen lernen und ihnen helfen mit seinem Wissen, wobei ich auch gerne bei bestimmten Dingen alleien arbeite zB Vorträge. Außerdme habe ich es geliebt Reitunterricht zu geben und mit Anderen zusammen Volleyballsiege zu erringen.

organisieren
ich habe Spaß ma koordinieren von Dingen, Terminen, Events
habe schon Abshclussfeier der 10. Klasse organisiert udn organisiere grade den Abiball

pünktlich & zuverlässig
ich bin immer 5 Min später vor Ort als zu spät und lege Wert darauf das bestimmte Termine eingehalten werden. Bin auch noch nie zu spät zur Schule gekommen oder zu Anderen festgelegten wichtigen Terminen.

wissbegierig & lernbegeistert
ich möchte immer neues lernen und wissen wieso etwas so und so funktioniert. Deshalb überleg ich auch nach meiner, momentan angestrebten Ausbildung zur tiermed. Fachangestellten, noch ein Veterinästudium zu beginnen.

Schwächen:

wenig Praxiserfahrung

hab noch kein Praktikum bei einem Tierarzt gemacht, kenne aber dne Umgang mit Tieren (private Haustiere, langjähriges Reiten)

etwas sehr penibel und perfektionistisch mti eigener Arbeit

ich möchte immer das meine Arbeit zu gut wie möglich erledigt wird. Habe mittlerweile aber im Abistress gelernt, dass man irgendwann einen Schlussstrich ziehen muss und man dann einfach nur alles so gut machen kann wie man es halt kann.

ungeduldig

ich möchte Aufgaben/Arbeit immer so schnell wie möglich erledigen. Wobei ich auch hier in letzter Zeit gelernt habe, Prioritäten zu setzen.

schlechter Orientierungssinn

Orientierung ähnelt eher die eines Hamsters, wenn man den aus dem Käfig setzt sucht er auch erstmal alle Ecken nach möglichen Wegen ab. So ähnlich siehts bei mir auch in fremder Umgebung erstmal aus.

(Das Letzte vielleicht eher so falls man sich schon ganz gut versteht ums noch ein bisschen auf zu lockern)

So, ich habe das alles in so Stichpunkt-Satzmix geschrieben. Ich hoffe ihr versteht trotzdem was ich sagen will.

Was sagt ihr dazu?
Zuletzt geändert von Cloeee am 12.02.2010, 16:05, insgesamt 1-mal geändert.

tita01
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Cloee S/S

Beitrag von tita01 » 12.02.2010, 05:34

Hallo cloe,

Fuer den Anfang nicht schlecht. Hier einige Gedanken:
Das schlechte vorab
1. Schwaeche: Andere zu respektieren bzw. die Wichtigkeit einer Sache einschaetzen koennen: Du erwartest, dass wir uns durch Deine teilweise SEHR locker gehaltenen Gedanken waelzen und dann aber auch qualifiziert antworten. Denk' darueber nach!

Lass die Orientierungsgeschichte weg, ist voellig ohne Aussagewert fuer Deinen Karrierewunsch. In einem Vorstellungsgespraech albert man nicht mit solchen Lapalien herum, ansonsten trifft naemlich o.g. Punkt wieder zu: Dein Gegenueber hat den Eindruck, Dir fehlt die Ernsthaftigkeit.
Ausserdem haben Hamster einen enorm guten Orientierungssinn - spricht nicht fuer Deine Einblicknahme in die Tierwelt, schlecht fuer einen Wunsch Veterinaer zu werden.
Ungeduld, Perfektionismus ok, doch arbeite an der Formulierung. Bedenke, Du solltest den Einfluss dieser Schwaeche auf den speziellen Beruf erkennen und vor allem abzuwenden wissen. ERGO: Wie wirkt sich dies aus und was tust Du dagegen?

Staerken sind ok, doch auch hier ist die Relevanz fuer den jeweiligen Job hervorzuheben: Puenktlich vorort zu sein hat etwas mit Respekt vor Kollegen und der Aufgabe zu tun. Es steht fuer adaequate Vorbereitung.
Teamfaehigkeit: Was geben Dir Aktivitaeten mit anderen? Organisierst Du den Ball alleine oder tatsaechlich integriert im Team? Es hat keinen Sinn, Teamfaehigkeit zu propagieren, wenn Du doch lieber ein Einzelkaempfer bist. Die braucht ein Unternehmen auch - je nach Berufswunsch und Position.
Versuch mal, ob Du die Auswirkung Deiner Staerken in diese Richtung umformulieren kannst. Generell: Was bedeuten die S/S fuer den jeweiligen Job? Wie beeinflussen diese Dein Tun, Deine Entwicklung, Dein Umfeld? Inwiefern haben Dir Deine S/S geholfen bzw. es vereitelt, Erfolg zu haben?
Alles Gute! T.

Cloeee
Beiträge: 2
Registriert: 11.02.2010, 20:39

Beitrag von Cloeee » 12.02.2010, 16:04

Entschulldige bitte das ich nur Gedanken kurz und knapp wieder gegeben habe. Für mich war es eigentlich eher so, dass ich euch ellenlange Texte ersparen wollte. Aber hab damit nicht eingeplant, dass für euch gerade Gedanken noch viel anstrengender sind.

Aber Danke auf jeden Fall für die Hinweise...

glenne
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Registriert: 13.10.2007, 16:54

Beitrag von glenne » 15.02.2010, 11:43

hallo :)

ich habe am mittwoch ein vorstellungsgespräch (ausbildungsplatz groß- und außenhandelskauffrau) und bin mir nicht so sicher wegen den stärken und schwächen. auf alles andere bin ich recht gut vorbereitet (unternehmensphilosophie, besonderheit am unternehmen, ausbildungs-anforderungen und so weiter) aber diese blöden schwächen ... :wink:

stärken ich bin...

- stressresistent (ich verlier in stressigen situationen nicht so schnell den überblick. sobald es stressig wird "schalte ich für mich einen gang runter" um einen coolen kopf zu bewahren um die sachen schnell und konzentriert erledigen zu können, bevor ich hektisch werde und sich
fehler einschleichen.)

- zuverlässig (wenn ich etwas erledigen soll mache ich es 100%ig, vorallem wenn andere dinge/sachen davon abhängig sind)

- kritikfähig (ich vertrage es wenn mir jemand sagt, dass ich mist gebaut habe. ich lass mich auch gerne verbessern oder mir zeigen wie man dinge besser machen kann. dafür mach ich ja schließlich eine ausbildung, ich will etwas lernen. und da ist es normal fehler gezeigt zu bekommen und mal kritik einstecken zu müssen. )

- geduldig (...und wenn ich etwas 10 mal erklären muss, kein problem :wink: )

- ehrlich (aber nicht unverschämt ehrlich. dh. ich kann schwer lügen und ziehe es vor, leuten die wahrheit zu sagen. auch wenn ich einen fehler gemacht habe und weiß dass es jetzt ärger gibt. ich leb lieber mit dem ärger als mit einer lüge. aber das mit der ehrlichkeit ist nicht so gemeint, dass ich jemanden sagen würde, dass ich ihn für dumm halte oder so etwas.)

- aufgeschlossen
- selbstständig (eigener haushalt seit ich 17 jahre bin)

sooo und nun zu meinen schwächen

- neugierig ( meine freund sagen immer: ...ich bin nicht neugierig - ich will nur immer alles wissen. :lol: ich würde aber nie auf die idee kommen den chef oder einen mitarbeiter über irgendwelche sachen auszufragen.)

- ich kann schwer nein sagen bzw. wenn ich weiß, dass jemand anderes keine lust hat die aufgabe zu übernehmen mach ich es lieber selbst, bevor es nicht richtig gemacht wird. lieber hab ich da 5 std was zu tun als mich auf die arbeit von jemanden zu verlassen, der von vorne herein keine lust hatte die aufgabe zu bearbeiten.

- Angsthase ( ich bin keine geborene furchtlose heldin. ich mach mir bei sooo vielen sachen immer einen kopf über die konsequenzen oder versetz mich dann immer in die anderen. beispiele: "mit lauter musik im auto durch ein wohngebiet fahren -> die bewohner, auch wenn ich keinen einzigen davon kenne, könnten sich darüber aufregen" ; "ich vermeide dinge bei denen ich mir weh tun könnte, auch wenn das noch so ungefährlich ist, zb. wasserrutschen, autoscooter usw." ; ich könnte niemals etwas verbotenes machen, oder was machen wo man rechtliche konsequenzen hätte (zb. auf einem Parkplatz im Schnee etwas "rum-driften") weil ich davor schon so ein schlechtes gewissen habe, dass ich es gleich sein lasse. Und: ich habe so ein schlechtes gewissen auch gerne für andere. wenn wir unterwegs sind, disco oder ähnliches und ich weiß, dass eine freundin/ein kumpel unter 18 nach 24Uhr noch dort ist, habe ich angst, dass mal eine Razia ist und sie erwischt werden, auch wenn mir das mit 21 ziemlich egal sein könnte und den betroffenen das nicht mal die bohne interessiert.)

- ich kann schlecht streiten / mich durchsetzten / "mal laut werden" (ich kann zwar jemandem sagen, dass er einen fehler gemacht hat. bzw., dass das was er tut falsch ist aber so richtig auf den tisch hauen und mal dampf ablassen, dass kann ich nicht oder muss ich erst noch lernen...)


sooo ja. ansonsten bin ich ein ganz umgänglicher mensch ;D *hust* :)

Wenn man mich nach meinen Charakter fragt, würde ich sagen: "Ich bin ein guter zuhörer, selbstbewusst, habe humor, bin offen für alles neue und bin gerne unter menschen." ich hoffe, dass kann man als charakterbeschreibung durch gehen lassen. ;)



Zu den Schwächen noch was schönes: Eine gute Freundin hat beim Vorstellungsgespräch für einen Ausbildungsplatz zur Krankenschwester gesagt, dass sie leider viel zu gerne isst. Das fand die Personalchefin sehr sympatisch, hat gelacht und gemeint "ach Frau XY, das problem kenne ich nur zu gut..." . Die Ausbildungsstelle hat sie bekommen. :)


Viele liebe Grüße,

Lena

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Beitrag von chatin » 15.02.2010, 16:01

Hallo zusammen,

ich habe morgen ein vorstellungsgespräch zum IT-Systemkaufmann und wollte nach eurer meinung zu meinen Stärken und Schwächen fragen.

Stärken:

Positive Grundhaltung - z.B bei Stresssituationen bin ich sehr ruhig und kann das Problem ohne große Aufregung erledigen. (Könnt ich das mit so einem Beispiel rüberbringen?)


Team- und Kommunikationsfähigkeit - Ich kann gut im Team arbeiten und mich leicht integrieren, da wir in der schulzeit und im Studium mehrere Gruppenarbeiten erledigen mussten, sehe ich mich für einen Teamplayer, der die Meinung und Kritik auch von anderen akzeptiert. Ich bin aufgeschlossen und kontaktfreudig gegenüber anderen Personen .

Schwächen:

-In meinem Privat leben kann ich mich sehr schwer entscheiden, deshalb bin ich sehr wählerisch.
(könnt ich das so sagen oder ist das eine schwäche die nicht so gut rüberkommen würde?

-Keine Praxis Erfahrung, deshalb habe ich mich auch entschlossen das Studium zu beenden um eine Ausbildung zu beginnen. Ich besitze aber eine hohe Eigenmotivation und Lernbereitschaft, um mir fehlende Kenntnisse sehr schnell anzueignen.(bin shcon 21 weiss nicht wie das rüberkommt? )

-Ich kann schlecht mit faulen Kollegen zusammenarbeiten, und ich bin mir sicher, dass dies kein Problem in Ihrem Unternehmen sein wird.


Vielen Dank

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 15.02.2010, 17:48

@glenne Was du schreibst, hat Hand und Fuß. Bei den Schwächen würde ich das mit "neugierig" aber nicht an 1. Stelle sagen. Zum Thema "Angsthase": Da sind ja viele Sachen durcheinander gemischt. Wenn du bspw. auch auf andere Personen achtest, dann bist du sehr rücksichtsvoll und empathisch. Und im Beruf selbst wird man ja kaum so höchstgefährliche Dinge wie Wasserrutschen oder Autoscooter machen müssen. :wink:

@chatin
(Könnt ich das mit so einem Beispiel rüberbringen?)
Ja.
In meinem Privat leben kann ich mich sehr schwer entscheiden, deshalb bin ich sehr wählerisch.
(könnt ich das so sagen oder ist das eine schwäche die nicht so gut rüberkommen würde?
Es kommt dann wirklich nicht so gut rüber, wenn du das nur auf die private Ebene beziehst. Man fragt sich dann, ab welcher beruflichen Entscheidungsebene dieses Problem zum Tragen kommen wird, also bspw. wirklich schon bei der täglichen Arbeit? Unternehmenswichtige Entscheidungen werden von dir ja sowieso nicht getroffen werden müssen, weil dafür die Chefs zuständig sind.

glenne
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Beitrag von glenne » 16.02.2010, 09:33

@ knightley Danke für die Antwort. Nun bin ich also gerüstet für mein Vorstellungsgespräch. Werd das Ding schon schaukeln... ;-)

Viele liebe Grüße,

Lena

Sarahlein
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Beitrag von Sarahlein » 21.02.2010, 21:12

Hallo ihr Lieben ;-)

Ich habe in ein paar Tagen auch mein 1. Vorstellungsgespräch und brauche eure Meinung zu meinen Stärken und Schwächen:

Stärken
- sozial engagiert (Patenschaft mit geistig Behindert, Wahlhelferin - ehrenamtlich)
- Sehr sicherer Umgang mit EDV (durch Schulfach "Textverarbeitung" - erfolgreiche Teilnahme an einem Schülerleistungsschreiben)

Schwäche:
- handwerklich ungeschickt

Mehr fällt mir leider nicht ein.

ChrischLBaby
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Stärken und Schwächen

Beitrag von ChrischLBaby » 01.03.2010, 23:26

@Sarahlein: das reicht ja eigentlich auch, wenn du beides nicht nur aufzählst sondern etwas ausführender begründest. wie ist denn das gespräch gelaufen?

ich habe nun auch übermorgen ein vorstellungsgespräch als chemielaborantin, tue mich mit der schwächen und stärken frage auch immer schwer und mache mir darüber gedanken, wenn ich auch bisher bei einem bewerbungsgespräch nie danach gefragt worden bin ;)

also ich würde jetzt als schwächen sagen, dass
1. ich wenig praxiserfahrung habe, da ich bis dato nur ein praktikum in diesem gebiet gemacht habe
2. ich eher ein unkommunikativer mensch bin, also eher zurückhaltend (da bin ich mir nciht so sicher, ob ich das sagen soll)

und als stärke würde ich aufzählen, dass
1. ich ein sozialer mensch bin und daher gut im team arbeiten kann (ja wahrscheinlich meint ihr jetzt das wiederspricht sich mit dem zurückhalten aber das sehe ich nicht so!)
2. ich bin kreativ aber kann auch gut methodisch vorgehen
3. ich habe eine gute auffassungsgabe, kann dinge schnell aufnehmen

ich würde alles natürlich noch ausführen und begründen

wahrscheinlich würde ich noch dinge wie hygiene und so dazu nehemen, da die für dieses beruf ja wichtig sind

hat jmd tipps, kritik für mich damit ich weiß, was ich besser machen kann?
vielen dank, liebe grüße

ChrischLBaby

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 03.03.2010, 16:43

2. ich eher ein unkommunikativer mensch bin, also eher zurückhaltend (da bin ich mir nciht so sicher, ob ich das sagen soll)
Zu negativ solltest du auch nicht formulieren. Außerdem wird im Gespräch wahrscheinlich deutlich, dass du zurückhaltend bist. Du könntest zusätzlich sagen, dass du eine bekannte Arbeitsumgebung und Vertrauen zu den Personen benötigst, um nicht so zurückhaltend zu sein. In unbekannten Situationen bist du eher zurückhaltend.

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