Stärken und Schwächen Vorstellungsgespräch

Fragen zum Vorstellungsgespräch: Welche Kleidung ist am besten? Welche Vorbereitung ist nötig? Welche Fangfragen werden gestellt? Wie bekomme ich meine Aufregung in Griff?
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toga
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Stärken und Schwächen Vorstellungsgespräch

Beitrag von toga » 27.02.2005, 18:38

Hallo,

ich habe morgen in einem Assesmentcenter ein Vorstellungsgespräch. Derzeit überlege ich noch ein paar Schwächen zu formulieren. Wie mir bekannt ist sollten es ja nicht die wirklichen Schwächen von einem sein. Vielmehr sind ja Sachen gefragt, welche für einen selbst möglicherweise eine Schwäche jedoch für den Arbeitgeber eher eine zu nutzende Stärke ist.

Hier habe ich schon viel gelesen:

http://www.bewerbung-forum.de/vorstellu ... echen.html

http://www.bewerbung-forum.de/vorstellu ... raech.html

http://www.bewerbung-forum.de/vorstellu ... raech.html

Beate Andrea
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Beitrag von Beate Andrea » 08.04.2005, 22:08

Hallo,

ich glaube Stärken als vermeintliche Schwäche auszugeben (z.B. ich arbeite zuviel :D ) ist glaube ich ziemlich ausgelutscht...

ich habe es damit versucht offensichtliche Schwächen (wenig Praxiserfahrung) anzusprechen und habe gesagt, dass das meine größte Schwäche ist und dass ich daran arbeiten möchte oder so.. ist zwar auch nicht der stein der Weisen, aber es hat funktioniert :-)

ich wünsche dir viel Erfolg

Beate Andrea

daniu
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Beitrag von daniu » 13.07.2006, 23:38

Hi!

Ich denke, ein wirklich guter Personaler bekommt es hin, eine Persönlichkeit in einem Gespräch auszuforschen. Das heisst, er weiss danach, wie jemand tickt. Jede Stärke hat eine negative Seite und jede Schwäche eine positive (entweder man sit extro- oder introvertiert, entweder Personen oder Sachorientiert, etc.). Es kommt nicht so sehr darauf an, ein perfekter Mensch zu sein (es gab nur einen perfekten Mensch in der Geschichte) sondern vielmehr, der passende Kandidat zu sein.

Ich denke, es hat auch was, wenn man zeigt, dass man sich dessen bewusst ist. Ich z. B. weiss, dass ich aufpassen muss, auf sachliche Dinge nicht emotional zu reagieren. Wenn ich den guten Personaler das nicht im Gespräch herausfinden lasse, sondern aktiv als Schwäche formuliere, zeige ich, dass ich mir dessen bewusst bin und durch die Selbsterkenntnis in der Lage bin, daran zu arbeiten oder mich selbst zu kontrollieren.

Schwächen sagen, die keine Schwächen sind ist natürlich auch gut wird aber IMO leicht plump. Da sollte man sich wirklich Gedanken darüber gemacht haben.

Gruß
Daniel

TEMproMens
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Beitrag von TEMproMens » 14.07.2006, 11:32

Ich denke, die Fragen nach den Schwächen, soll zeigen, ob man selbstreflektiert ist. Also sich selbst kennt und man an sich arbeiten möchte.

eine Schwäche, die ich kenne, ist nicht so schlimm, wie eine Schwäche, von der ich selbst nicht mal weiß.

Bei mehreren Schwächen, die zu nennen sind, kann man ja bei einer auch sagen, dass man hier inzwischen auch Stärken sehen kann, aber eher würde ich betonen, dass ich damit inzwischen besser umgehen kann, oder ich weiß, wie ich daran arbeiten kann (diese Sache mit der Erfahrung z.B. ist wirklich gut!)

Natürlich soll man nichts sagen, was einen disqualifiziert, wie "ich bin jähzornig und agressiv" oder was weiß ich ;) aber "normale Scvhwächen" sind auch sympathisch und menschlich.
Läuft das Gespräch sehr locker und hat das Gegenüber Humor, kann ich mir allerdings auch ein Scherzchen mal vorstellen wie "Ich komme morgens schwer in die Gänge, aber habe mich gut im Griff, brauche aber morgens einfach einen Kaffee. Das bringt mich auf die Frage: Wie sieht's denn mit ihrer Kaffeeküche aus?" Aber sowas sollte man sich im Normalfall eben eventuell eher verkneifen ;)

Ich weiß nur, dass einmal einer dabei war, der meinte "ich habe aber keine Schwächen. Habe alle meine Freunde befragt und da kam nix". Tja, alleine schon diese Sache mit den Freunden :roll: Hier geht's um Selbsteinschätzung und nicht um Fremdeinschätzung. Noch dazu wurde er rot wie eine Tomate, als er das sagte... also ich weiß ja nicht :lol:

manti
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Beitrag von manti » 24.07.2006, 16:22

Hallo

die idee mit der fehlende praxiserfahrung klingt zunächst gut, allerdings ist das wenn man sich für eine ausbildung bewirbt selbstverständlich ....also nicht so passend.

was haltet ihr davon wenn man sagt ,das einem die schicksale anderer menschen sehr nahe gehen und das einen manchmal auch belastet...klingt dass dann so als sein man psychisch labil ???anderer seits könnte man es ja als stärke auslegen, da dies zeigt, dass man sich für seine mitmenschen interessiert.

oder wenn man sagt ,dass man nur schwer ablehen kann wenn man um hilfe gebeten wird...heißt das dann dass man schnell überfordert ist oder zeigt es auch hilfsbereitschaft???

was meint ihr ???

lg samantha

TEMproMens
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Beitrag von TEMproMens » 27.07.2006, 20:31

Manti, bei Deinen Beispielen weiß ich nicht recht. Es ist mit den Schwächen immer so eine Gratwanderung. Ich finde das echt schwer!
Weil wenn Du z.B. sagst, dass du Dir alles aufhalsen lässt (jetzt übertrieben ausgedrückt), kann es sein, dass das als Widerspruch zu Teamfähigkeit z.B. gesehen würde - falls Du Teamfähigkeit als Stärke nennen magst.
Ich würde dann auch etwas in der Art sagen: aber ich arbeite daran für mich klare Prioritäten zu setzen, auch mal abzusagen und auch vermehrt zu delegieren - oder so.

das mit dem Mitleid, finde ich beinahe zu privat. Es sind besser Schwächen aus dem Berufsumfeld, aber vielleicht, kann Dir jemand anderer besser, raten?
-------------------------------------------------

Ich werde jetzt als Schwächen z.B. nennen:

- zu wenig Berufserfahrung : klar ist das logisch, aber das ist nun mal eines meiner Mankos zur Zeit *g* -> will ich durch Motivation mich einzuarbeiten wett machen

- zu selbstkritisch -> habe aber inzwischen gelernt damit umzugehen, indem ich ab einem Zeitpunkt einen definitiven Schlussstrich unter eine Arbeit für mich setze

- überpünktlich : das ist meine "wischi-Waschi Schwäche", weil ich denke, die ersten zwei sind schon gut, aber ich finde es echt schwer noch eine gute dritte Schwäche zu finden -> ich finde eben mit der Zeit raus, wieviel Zeit ich für neue Wege brauche und arbeite daran die Zeit besser einzuschätzen


meine Stärken wären übrigens:
+ Teamfähigkeit & Anpassungsfähigkeit an Team
+ Verantwortungsbewusstsein (kann man gut auch zur Selbstkritik)
+ Motivation und Einsatzbereitschaft mich einzuarbeiten (kann ich gut auf die eine Schwäche überleiten *g*)


Ich finde 3 Schwächen und Stärken sollten reichen *g*


Noch mehr gegrübelt habe ich z.B. bei der Alternativfrage dazu: Ihre größten Mißerfolge/Erfolge privat/beruflich? 8)

Mona-Lia
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Stärken-Schwächen

Beitrag von Mona-Lia » 10.08.2006, 13:18

Ich hatte schon einige Vorstellungsgespräche,
mittlerweile bin ich bei der Frage ganz locker und vorbereitet.

Ich antworte immer so: (je nach Job füge ich noch "gewünschte" zutreffende Stärken dazu)

Stärken:
Organisationstalent
Zuverlässig und loyal
offen und kommunikativ
Immer bereit Neues zu lernen
Teamplayer

Schwächen:
Ungeduldig (kann immer auch als positiv gewertet werden)

Ich möchte oft zuviel auf einmal erledigen und muss mich dann immer
selbst wieder bremsen und Prioritäten setzen und eines nach dem andern erledigen


Bei Stärken sollte man dringenst darauf achten, dass eine oder zwei dabei sind, die im Anforderungsprofil erwartet werden, bei Schwächen am besten solche, die sich nicht direkt auf den Job auswirken.


Ich habe Freunde, die da jeweils ganz offen antworten, was ich allerdings als sehr risikofreudig empfinde aber durchaus auch funktionieren kann:

"Wissen Sie, ich kann ihnen gern einige Schwächen nennen, die Sie auch als positiv werten können. Aber eigentlich möchte ich Ihnen meine Stärken verkaufen und nicht meine Schwächen, schliesslich möchte ich
den Job gerne !!! "

Wie auch immer - viel Glück !!!

TEMproMens
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Beitrag von TEMproMens » 10.08.2006, 23:21

Mir ist inzwischen eine bessere Wischi-Waschi Schwäche eingefallen: "ich kann mir Namen schlecht merken"
In meinem Beruf ist das absolut egal und die meisten, wo ich das nebenbei anmerkte, fanden das sofort sympathisch und meinten Ihnen geht's genauso. Die vergaßen oft nebenbei meinen Namen auch mitten im Gespräch, so dass ich das halt auch erwähnte. :lol:

Es gibt natürlich Berufe, da ist das ein NoNo. ;)


Und natürlich sollten Stärken und Schwächen zur Stelle passen. Da hat Mona-Lia absolut recht! :)

Bewerber23
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Beitrag von Bewerber23 » 20.04.2007, 13:36

also mir fallen immer keine schwächen ein :?

Ich würde in eine Gespräch jetzt das sagen

Ungeduldig
leicht Nervös
und ich kann wegebeschreibungen schlecht erklären

meint ist das es "gute schwächen" sind???

claudiodeviaje
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Meine Stärke/Schwäche

Beitrag von claudiodeviaje » 06.05.2007, 15:33

Hi...
und ich kann wegebeschreibungen schlecht erklären

Wenn du bei einem offentlichen Verkehrdienst oder bei Information arbeitest... Definitv schlecht :) aber ansonst finde ich es nicht schlimm.

Wie wurden diese ankommen?

Stärke:

1.-"Sehr Flexible und hoch Motiviert": Ich habe kein Problem wegen eines Jobs umzuziehen oder Reisen zu müssen. Außerdem liebe was ich studiert habe.

2.-"Ich bin Kreativ, kann trotzdem metodisch Arbeiten": Im Maschinenbau muss mann auch neue ideen haben und diese ordentlich enwickeln. "kreativ" wurde schon in einem Zeugnis vom ehemaligen Chef geschrieben.

3.-"Kann gut in Teams arbeiten": Na.. Gut. Standard Stärke. :)

4.-"Nicht Raucher" Es ist keine offizielle Stärke und wurde sie nur nebenbei nennen. Ich finde es trotzdem nicht unwichtig. Schließlich verliert man beim Rauchen echt viel Zeil. Wie lange braucht man pro Zigarrete?... 10 min (rausgehen+ rauchen+ zurückgehen) Schon bei 6 Zigarreten am Tag, kann man bis 1 Arbeitsstunde verlieren!...


Schwäche:

1.- "Es fällt mir nicht leicht Formel, Tabellen und Kennwerte auswendig zu lernen. Kann aber schnell die Information finden und weiss wie man sie benutzt.": Mit diese Schäche kann ich mich auch von Fachfragen schutzen. Ich habe von Freunde gehört, dass manchmal die Personaler die Formel für xyz hören wollen.

2.- "Deutsch ist nicht meine Muttersprache. Ich kann aber damit sehr gut umgehen": Könnte es als Minderwertigkeitskomplex anstatt einer Scheinschwäche ankommen? Ich bin eigentlich mit der Sprache sehr vertraut und meine Fremdsprachenkenntnisse können auch ein Vorteil für eine Internationale Firma sein, oder?

3.- "Ich kann schwierig mit faulen Kollegen arbeiten. Ich hoffe (bin mir sicher), dass dies kein Problem bei Ihrem Firma sein wird": Ich hasse mit faule Leute oder mit unveranwortlichen Leute zu arbeiten. Ich mache meine Arbeit gut, aber die Arbeit von Faulen mag ich nicht zu übernehmen.

4.- "Zu wenig Praxiserfahrung. Ich lerne neue Sachen schnell und gerne": Ich bin fast fertig mit der Uni, und obwohl ich immer als Werkstudent im meinem Bereich gearbeitet habe, habe ich zu wenig Erfahrung.

Was hält ihr davon?

Claudio

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 06.05.2007, 16:21

Hallo Claudio!

In Deinem Falle finde ich das Thema "Muttersprache" perfekt... schon allein deshalb, weil Du damit keine neue Irritation aufbringst... Dass Du kein Muttersprachler sein kannst, geht ohnehin schon aus Deinem Lebenslauf hervor... ;-)

Einerseits ist es "schwerwiegend" genug, um alleine genug Gewicht zu haben; andererseits kannst Du einen deutschen Studienabschluss vorweisen und Dich in dem Moment "live" mit den Leuten unterhalten. Wenn Du dann noch sagst, dass Du weiterhin daran arbeitest (auf Nachfrage vielleicht noch sagen könntest, wie), bist Du m. E. fein raus... ;-)

Wenn dann noch jemand fragt (was ich mir schwer vorstellen kann), kannst Du immer noch auf bislang fehlende Berufspraxis hinweisen... und das im Bedarfsfall halt noch ausbauen... d. h. konkrete Themen nennen, für die an der Hochschule (zu) wenig Wert gelegt wird. Und auch hier Deine Ideen nennen, wie Du hier Abhilfe schaffen willst... ;-)

Generell gilt bei den "Schwächen" dasselbe wie bei den "Stärken" (und eigentlich generell immer): Wenige "gute" sind besser als viele "schlechte"... ;-)

chantalK
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Vorstellungsgespräch beim Frauenarzt!!!! HELP

Beitrag von chantalK » 24.06.2007, 17:12

Hallo Ihr Lieben:-)

Am Mittwoch hab ich ein Vorstellungsgepräch beim Frauenarzt.
Es handelt sich um eine Ausbildungsstelle zur Medizinischen Fachangestellten,um die ich mich beworben habe.
Nun bin ich schon sehr nervös,wenn ich nur an den Tag denke.
Hat den vielleicht schon jemand von Euch einen Vorstellungsgespräch beim Frauenarzt gehabt?
Wie läuft das Gespräch ab?
sind die anderen Arzthelferinnen auch dabei?,oder nur der Arzt?
welche möglichen Fragen,Seitens des Arztes werden gestellt?

Ein sehr wichtiger Punkt: mir fallen überhaupt keine SCHWÄCHEN ein,die werden mich bestimmt darauf ansprechen.

Ich wäre Euch sehr Dankbar dafür ,wenn Ihr mir dieses beantworten könntet.

Schöne Grüsse an alle
Chantal[/b]

tucb
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Beitrag von tucb » 02.12.2007, 03:32

Hat jemand noch ein paar gute Schwächen für einen Industriekaufmann parat?! Aus den Schwächen Stärken zu machen scheint ja nichts besonderes zu sein... mir fällt echt nichts ein und ich habe in einer Woche ein Vorstellungsgespräch :?

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Beitrag von FRAGEN » 02.12.2007, 16:00

Hmmmm... vielleicht Einfallslosigkeit? Faulheit? Unehrlichkeit?

tucb
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Beitrag von tucb » 02.12.2007, 17:59

gehts evtl ein bisschen ernster?

Sanni1987
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Beitrag von Sanni1987 » 02.12.2007, 18:34

hey!hatte vor kurzem ein vorstellungsgespräch für einen ausildungsplatz als speditionskauffrau. schau mal auf der seite, habe diese stärken und schwächen genannt..
http://www.bewerbung-forum.de/forum/vor ... 11664.html

achja hab die stelle bekommen :lol:

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Beitrag von FRAGEN » 02.12.2007, 19:07

tucb hat geschrieben:gehts evtl ein bisschen ernster?
Auf jeden Fall... aber dann werde ich hier vermutlich gesperrt... ;-)

yusuf38
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Beitrag von yusuf38 » 05.12.2007, 13:53

hi, bei mir ist es manchmal so, die fragen ja z.b. stärken dann sag ich zuverlässig dann sagt ja der mann wieder von wo wissen sie es oder so in der art dann weiß ich nicht wie ich ihm wieder antworten soll, denn ich weiß selber das ich ein zuverlässiger mensch bin.
wie könnte man denn da antworten.

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Beitrag von FRAGEN » 05.12.2007, 20:38

Hallo Yusuf!

Eine gute Antwort wären sicherlich einleuchtende Beispiele. In Deinem Fall: Wann, wem gegenüber und in welchen Situationen zeigt sich denn Deine Zuverlässigkeit bzw. hat sie sich schon gezeigt? Am allerbesten wären natürlich Beispiele aus dem Arbeitsleben; wenn Du Dich jedoch erst um eine Ausbildung bewirbst, sind Beispiele aus Familie, Freundeskreis oder Vereinen genau so gut... ;-)

Ich meine aus Deiner Frage herauszuhören, dass Du die Rückfrage (zumindest ein wenig) persönlich nimmst... so nach dem Motto: "Sehe ich etwa so unehrlich aus?" Das solltest Du m. E. gelassener... und ruhig auch von der sportlichen Seite sehen...

Deine Gesprächsparter machen das jeden Tag... und sind (wenn sie das schon etwas länger machen) vermutlich schon 100e oder 1000e Male auf die ganz, ganz dumme Art angelogen worden... und versuchen, mit ihren Rückfragen die Spreu vom Weizen zu trennen. Das ist ihr Job - und hat nichts mit Dir zu tun...

Corriild
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Beitrag von Corriild » 25.12.2007, 15:16

Auf die Frage nach meinen Schwächen würde ich damit Antworten das meine Schwächen die Eigenschaften sind die man verbessern kann. Das bedeutet aber nicht das sie nicht von Grund auf ausreichend sind. Ich übe Manchmal zuviel Selbstkritik an mir und kann mich bei einer starken Geräuschkulisse nicht gut konzentrieren.

Würdet ihr das so in Ordnung finden (natürlich noch viel besser ausgeschmückt und so)?

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Ranseier74
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Stärken und Schwächen Vorstellungsgespräch

Beitrag von Ranseier74 » 30.04.2008, 14:17

Hallo, grüß euch, das Forum ist hier ist echt große Klasse, was man da nicht so alles erfährt - aber hochinteressant, weiter so :) !

Ich hatte einmal in einem Vorstellungsgespräch, dass ich meine Schwächen und Stärken genannt hatte (auf Nachfrage). Als ich fertig war, versuchte mein Gesprächspartner meine Schwächen als Stärken zu deuten, nicht aber meine Stärken als Schwächen.

Dies hat bei mir einen Eindruck hinterlassen, die hätten am liebsten einen Bewerber gesehen, der nur Stärken hat, aber keine Schwächen. Ich hatte da echt das Gefühl, die wollten mir das Wort im Mund rumdrehen oder nen Strick drehen ("es gibt keine Schwächen, es gibt Menschen ohne Schwächen" ??)
Da es die deutsche Niederlassung eines japanischen Werkzeugmaschinenherstellers war, kann es natürlich auch sein, dass die Japaner eine andere Mentalität haben und manches anders sehen als wir Mitteleuropäer.
Wobei es sich bei meinem damaligen Gesprächspartner keineswegs um einen Japaner gehandelt hat. :)
Zuletzt geändert von Ranseier74 am 03.05.2008, 17:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von FRAGEN » 01.05.2008, 16:21

Das "Stärken/Schwächen"-Thema ist natürlich eine hochgradig philosphische Angelegenheit, wenn man näher darüber nachdenkt. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass es in der Betrachtung kulturelle Unterschiede gibt.

In Deinem Falle halte ich den Grund allerdings für banaler: Der Typ fand Dich irgendwie gut, war sich selbst aber unsicher und wollte seine Entscheidung ebw. Empfehlung gegenüber seinen Vorgesetzten nicht angreifbar machen... und am liebsten in jeder Sparte seiner (tatsächlichen oder gedachten) Bewertungsmatrix die "volle Punktzahl" geben, ohne in irgend einer Form mit einem eigenen Standpunkt oder einer persönlichen Priorität (abwägend) argumentieren zu müssen... auch falls es zu einem späteren Zeitpunkt irgendwelche Schwierigkeiten geben sollte: "ICH konnte doch nicht ahnen, dass der Ranseier dermassen lügt. MIR hat er gesagt, er hätte keine Schwächen!"

Habe ich auch schon erlebt: Gesprächspartner, die mir anhand irgendwelcher Erfahrungen o. ä. gewissermassen beweisen wollten, dass ich die genannten Schwächen gar nicht haben KÖNNE... und fast stinkig wurden, als ich dabei geblieben bin... ;-);-);-)

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Ranseier74
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Beitrag von Ranseier74 » 01.05.2008, 17:08

FRAGEN hat geschrieben: Habe ich auch schon erlebt: Gesprächspartner, die mir anhand irgendwelcher Erfahrungen o. ä. gewissermassen beweisen wollten, dass ich die genannten Schwächen gar nicht haben KÖNNE... und fast stinkig wurden, als ich dabei geblieben bin... ;-);-);-)
Sorry, hatte ich vergessen zu sagen. Mein Gegenüber war der Personalchef (Prokurist), in seiner Begleitung waren der Abteilungsleiter und die Sekretärin vom Personalchef. Die beiden letztgenannten haben jedoch keine Fragen gestellt.
Also meinste, der Typ is eher ne Art "Schwächling" ?? Bei uns Schwaben gibt' ein Sprichwort: "wie der Herr, so´s Geschirr." :)

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jodieaholic
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Beitrag von jodieaholic » 03.06.2008, 17:08

Nächsten Montag hab ich auch ein Vorstellungsgespräch und ich überlege gerade auch an meinen Schwächen und Stärken.
Beruf: Bankkauffrau

Stärken:
- kann gut im Team arbeiten und mich in es integrieren (wie sagt man das am Besten?)
- aufgeschlossen und kontaktfreudig gegenüber anderen Personen
- kann Verantwortung übernehmen und arbeite selbstständig
(meine damit, dass man mich auch mal alleine arbeiten kann und sie auf mich verlassen kann... das ist in meinem Praktikum schon oft so gewesen und ich hab meine Arbeit gut gemacht. Vielleicht hat jmd eine andere Formulierung dafür)

Schwächen:
- Ich kann schwer "Nein" sagen (das ist darauf bezogen, dass ich auch länger arbeite, wenn mich jmd kurz vor Schluss darum bittet noch etwas zu erledigen)

Finde nur das es zu wenig Schwächen sind, denn 3 Stärken gegen eine Schwäche ich weiß nicht so recht.

Danke!

interpret
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Beitrag von interpret » 07.06.2008, 23:06

zumal ja meistens nach 3 Schwächen gefragt wird...

jodieaholic, ich würde Dir ja gerne weiterhelfen, aber es schon schwer genug, seine eigenen Schwächen zu formulieren und ich kenn Dich ja gar nicht. ;)

Ich hab das gleiche Problem und kann mich nicht entscheiden, was ich sagen soll. Nicht, dass ich keine Schwächen hätte, aber welche möchte ich zugeben?
Zumal Stärken als Schwächen zu verkaufen sowie das Geben von Scherzantworten a la "Meine Schwäche ist Schokolade" wohl echt nicht gut ankommt.

Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen für Montag.

Achso und sag doch "eigenständig" anstatt selbstständig, das klingt weniger nach Freiberufler. ;)

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