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Studium abgebrochen, Ausbildung abgebrochen, wie verfassen?
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Odchy



Anmeldungsdatum: 11.02.2013
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 19:21    Titel: Studium abgebrochen, Ausbildung abgebrochen, wie verfassen?

Hallo miteinander!

Ich stecke momentan in einer ziemlich schwierigen Lage.
Ich habe im Sommer 2011 mein Abitur gemacht und habe danach angefangen Wirtschaftsmathematik zu studieren. Leider habe ich ziemlich schnell festgestellt, dass das nicht meinen Vorstellungen entspricht und habe mich bereits im Dezember des selben Jahres über Ausbildungen informiert.

Nach einem Beratungsgespräch bei der Arbeitsagentur habe ich mich entschlossen, Industrie- oder Informatikkaufmann zu werden. Im März 2012 habe ich dann auch eine Stelle gefunden und war erstmal heilfroh. Ich habe übrigens ein 2. Semester studiert, weil ich die überflüssige Zeit dazu nutzen wollte, die BWL-Kurse an der Uni, als Ausbildungsvorbereitung, zu belegen.

Im August 2012 habe ich dann meine Ausbildung als Industriekaufmann begonnen und habe leider sehr schnell festgestellt, in was für ein Unternehmen ich da gekommen bin. Das Unternehmen ist in einer sehr schlechten finanziellen Situation und dementsprechend ist das Betriebsklima. Es findet so gut wie keine Ausbildung statt, genau genommen saß ich bis Januar in einer Abteilung die kaum mit meiner Ausbildung zu tun hat und habe Aufgaben erledigt die GAR NICHTS mit meiner Ausbildung zu tun haben.
Besonders ärgerlich ist das Ganze, weil ich damals ein Angebot eines sehr guten Unternehmens hatte, wo ich bis heute nicht erklären kann, warum ich es damals abgelehnt habe.
In dem Unternehmen befindet sich noch ein weitere Azubi im letzten Lehrjahr, der ebenfalls sagt, dass seine bisherige Ausbildung komplett umsonst war. Mir wurde auch erzählt, dass eine Auszubildende, die als ich begann im 2ten Lehrjahr gewesen wäre, dass Unternehmen verlassen hat, weil dort eben keine Ausbildung stattfindet.

Da es für mich offensichtlich ist, dass sich die Situation niemals bessern wird, habe ich mich mit der IHK in Verbindung gesetzt. Der Termin war letzte Woche und mir wurde geraten, dass es wohl momentan das Beste ist zweigleisig zu fahren, d.h. weiter im Betrieb zu bleiben und mich nebenbei neu zu bewerben. Ich hatte mir zwar vom Gespräch mehr erhofft, evtl. das man vllt. gegen das besagte Unternehmen vorgeht, weil für mich das Ganze schon an Betrug grenzt, aber naja.

-----------------------------------------------------------------------

Da mir nichts anderes übrig bleibt, als meine Ausbildung von neuem zu beginnen, dachte ich daran gleich den Beruf zu wechseln.
Der Industriekaufmann gefällt mir zwar, aber ich habe das Gefühl im IT-Bereich besser aufgehoben zu sein. Daher wollte ich mich als Informatikkaufmann und Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung neu bewerben. Die Entscheidung kommt nicht aus dem Nichts. Ich hatte in der Schule Informatik und hab auch im Studium einen Programmierkurs besucht und weiß daher, dass mir das Spaß macht.

Nun meine Frage: Wie soll man das positiv im Anschreiben unterbringen? Wenn ein Personaler meine Bewerbung sieht denkt er doch gleich: "Studium abgebrochen, Ausbildung will er jetzt abbrechen, nächstes Jahr bricht der dann bei uns ab." Und wirft meine Unterlagen in den Müll..

Dazu kommt ja, dass man nicht schlecht über Dritte reden darf und ich Betriebsgeheimnisse für mich behalten muss. Wer weiß, was im Fall der Fälle alles als Betriebsgeheimnis gehalten wird? Ich muss schlüssig machen, warum ich nicht Schuld am Abbruch meiner Ausbildung bin, ohne wem anders die Schuld zu geben, bzw. meine Entscheidung als richtig darzustellen.

Dann ist da noch das Problem, dass ich meine Neu-Bewerbungen geheim halten muss, da ich ja meine jetzige Ausbildung nicht abbreche, bis ich etwas Neues unterschrieben habe. Bei der IHK sagte man mir, es reicht im Lebenslauf "Ausbildung als Industriekaufmann" zu schreiben, ohne den Betrieb zu nennen. Stimmt das?


Ich bin ziemlich verzweifelt und weiß nicht wie ich mein Anschreiben formulieren soll. Und die Zeit rinnt.

Hoffentlich kann mir jemand weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen
Odchy
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Bewerber






Verfasst am:     Titel: Empfehlungen



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Rhodus
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 01.07.2011
Beiträge: 4208

BeitragVerfasst am: 12.02.2013, 10:53    Titel:

Hallo Odchy,

warum eigentlich neu beginnen?

Hast du einmal bei der IHK nachgefragt, ob dort Unternehmen bekannt sind, die einen Azubi im ersten Lehrjahr suchen, weil deren azubi abgesprungen ist?
In diesem fall müsstest Du nicht wieder bei Null beginnen, sondern wechselst, ohne Zeitverlust, einfach nur den Ausbildungsbetrieb.

Viele Grüße aus Duisburg
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Romanum
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.09.2008
Beiträge: 8888

BeitragVerfasst am: 12.02.2013, 14:00    Titel:

Zitat:
Der Industriekaufmann gefällt mir zwar, aber ich habe das Gefühl im IT-Bereich besser aufgehoben zu sein.

Gefühle können sich aber manchmal auch täuschen. Daher solltest du näher auf den Grund gehen, was du eigentlich kannst und für welche Berufe du geeignet bist. Gehe dem noch mehr nach, damit du eine richtige Entscheidung triffst.

Im It-Bereich gibt es auch noch andere Berufe als Informatikkaufmann und Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung.


Zitat:
Nun meine Frage: Wie soll man das positiv im Anschreiben unterbringen? Wenn ein Personaler meine Bewerbung sieht denkt er doch gleich: "Studium abgebrochen, Ausbildung will er jetzt abbrechen, nächstes Jahr bricht der dann bei uns ab." Und wirft meine Unterlagen in den Müll..

Auf die Abbrüche gehst du erst mal gar nicht ein. Du schreibst dein Anschreiben so, als wenn es diese Abbrüche nie gegeben hätte.

Im Lebenslauf machst du Angaben zu deinem Studium: http://www.bewerbung-forum.de/lebenslauf/abgebrochenes-studium-im-lebenslauf.html
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Odchy



Anmeldungsdatum: 11.02.2013
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 12.02.2013, 21:57    Titel:

Rhodos hat Folgendes geschrieben:
Hallo Odchy,

warum eigentlich neu beginnen?

Hast du einmal bei der IHK nachgefragt, ob dort Unternehmen bekannt sind, die einen Azubi im ersten Lehrjahr suchen, weil deren azubi abgesprungen ist?
In diesem fall müsstest Du nicht wieder bei Null beginnen, sondern wechselst, ohne Zeitverlust, einfach nur den Ausbildungsbetrieb.

Viele Grüße aus Duisburg


Danke für Ihre Antworten erstmal.

Das hätte ich ursprünglich gerne getan, aber bei der IHK sagte man mir, dass das nicht so einfach wäre. Ich könnte mich neu bewerben und beim Vorstellungsgespräch dann auf eine Verkürzung zu sprechen kommen, was dann evtl. möglich ist. Mir wurde gesagt, dass das beim Industriekaufmann so ist, dass man fast das komplette letzte Ausbildungsjahr (abzüglich Schulblock) in der Abteilung sitzt, in der man später übernommen werden möchte, d.h. die eigentliche Ausbildung findet bereits in nur 2 Jahren statt. Da ich nun das erste Jahr in meinem derzeitigen Ausbildungsbetrieb verschwendet habe, müsste ich also einen neuen Betrieb bitten, mich binnen eines Jahres komplett auszubilden. Und das wäre reichlich unwahrscheinlich.

So wurde mir das gesagt.


Zitat:
Gefühle können sich aber manchmal auch täuschen. Daher solltest du näher auf den Grund gehen, was du eigentlich kannst und für welche Berufe du geeignet bist. Gehe dem noch mehr nach, damit du eine richtige Entscheidung triffst.

Im It-Bereich gibt es auch noch andere Berufe als Informatikkaufmann und Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung.


Das ist wohl wahr. Ich hatte schon immer Probleme damit, meinen beruflichen Weg zu finden, weil mir nun mal "nur so ungefähr" bewusst ist, was ich eigentlich kann und machen möchte. Ich werde versuchen die richtige Entscheidung zu treffen, aber leider werden Ausbildungsplätze mit verstreichender Zeit nicht mehr Traurig

Zitat:
Auf die Abbrüche gehst du erst mal gar nicht ein. Du schreibst dein Anschreiben so, als wenn es diese Abbrüche nie gegeben hätte.


Öhm...okay. Wie genau stelle ich das denn an? In meinem Lebenslauf muss ja drin stehen "Ausbildung als Industriekaufmann seit 2012" (o.ä.) und darüber soll ich gar nichts schreiben? Fehlt dann dem Personaler nicht was?
Immerhin könnte man auch ein paar positive aus der abgebrochenen Ausbildung mitbringen:

- schon Berufserfahrung gesammelt
- arbeiten unter Stress gewöhnt
- eigenständiges arbeiten und organisieren
- Erfahrungen mit EDV
- etc. bla blub
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Rhodus
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 01.07.2011
Beiträge: 4208

BeitragVerfasst am: 13.02.2013, 14:38    Titel:

Hallo Odchy,

die größte Problematik bei den Ausbildungsplatzbewerbungen ist weniger das Alter, denn die Präsentation der Motivation; je besser man seine Berufswahl begründet, je mehr es dem Bewerber gelingt, seine Lust auf die Ausbildung regelrecht spürbar zu machen, um so größer die Aussicht auf eine Einladung; gleich wie alt man ist.

Deshalb: was ist Deine spontane Antwort auf die Frage nach deinem größten Berufswunsch?
Wenn ein Engel Dir einen beruflichen Wunsch erfüllt, welcher wäre das?

Viele Grüße aus Duisburg

pS:

im Lebenslauf steht simpel unter dem Punkt Ausbildung
xx/20xx - xx/20xx Ausbildung zum Industriekaufmann
Ausbildungsbetrieb, Ausbildungsort
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Romanum
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.09.2008
Beiträge: 8888

BeitragVerfasst am: 13.02.2013, 17:46    Titel:

Zitat:
Das ist wohl wahr. Ich hatte schon immer Probleme damit, meinen beruflichen Weg zu finden, weil mir nun mal "nur so ungefähr" bewusst ist, was ich eigentlich kann und machen möchte. Ich werde versuchen die richtige Entscheidung zu treffen, aber leider werden Ausbildungsplätze mit verstreichender Zeit nicht mehr Traurig

Es gibt bspw. auch duale Ausbildungen wie Mathematisch-technischer Softwareentwickler, Geomatiker oder Produktionstechnologe, die auch viel mit Computer zu tun haben.


Zitat:
Immerhin könnte man auch ein paar positive aus der abgebrochenen Ausbildung mitbringen:

- schon Berufserfahrung gesammelt
- arbeiten unter Stress gewöhnt
- eigenständiges arbeiten und organisieren
- Erfahrungen mit EDV

Wenn du die vergangene Ausbildung mit sinnvollen Erfahrungen und Erkenntnissen verbinden kannst, dann könntest du das mit reinnehmen. Aber die meisten Bewerber können das nicht.
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Odchy



Anmeldungsdatum: 11.02.2013
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 14.02.2013, 03:05    Titel:

Rhodos hat Folgendes geschrieben:
Hallo Odchy,

die größte Problematik bei den Ausbildungsplatzbewerbungen ist weniger das Alter, denn die Präsentation der Motivation; je besser man seine Berufswahl begründet, je mehr es dem Bewerber gelingt, seine Lust auf die Ausbildung regelrecht spürbar zu machen, um so größer die Aussicht auf eine Einladung; gleich wie alt man ist.


Hallo,

ich meinte eigentlich nicht MEIN Alter, sondern ich meinte, dass nicht mehr ewig Zeit ist um noch einen Ausbildungsplatz für dieses Jahr zu finden. Ich hoffe doch, dass ich mit meinen 21 Jahren noch nicht zu alt für eine neue Ausbildung bin Sehr glücklich

Zitat:
Deshalb: was ist Deine spontane Antwort auf die Frage nach deinem größten Berufswunsch?
Wenn ein Engel Dir einen beruflichen Wunsch erfüllt, welcher wäre das?

Viele Grüße aus Duisburg

Da sprechen Sie eines meiner größten Probleme an. Ich weiß nicht was ich will. Ich wusste es damals nicht, als man mich es als Kind gefragt hat. Ich wusste es nicht, als die Lehrer es in der 10.-13. Klasse gefragt haben und ich weiß es auch heute noch nicht und bezweifle, dass ich das jemals wissen werde.
Für mich ist Arbeit ein Mittel zum Zweck, daher kann ich nicht sagen was mir "Spaß" machen würde.

Ich weiß zumindest, dass ich mich für Mathematik, Wirtschaft und Informatik interessiere, bzw. sind das Dinge die ich ganz gut kann und deshalb glaube ich, in Berufen in dieser Richtung ganz gut aufgehoben zu sein. Zudem weiß ich, dass ich zwar nicht gerade ein unsozialer Mensch bin, allerdings auch nicht der Beste im knüpfen von Kontakten bin und daher Aussendienstler, oder Kundenberater absolut nichts für mich wären. Bis zu einem gewissen Grad ist das zwar absolut okay, aber wenn das einen Großteil der Arbeit ausmacht, ist das nichts für mich.

Zudem erledige ich gerne Arbeiten, die anderen hilft ihre Arbeit zu erledigen. Ich strukturiere und organisiere ganz gern. Ich arbeite lieber am Computer, als handwerklich tätig zu sein.

Zitat:
pS:

im Lebenslauf steht simpel unter dem Punkt Ausbildung
xx/20xx - xx/20xx Ausbildung zum Industriekaufmann
Ausbildungsbetrieb, Ausbildungsort


Hier drin sehe ich allerdings ein Riesen-Problem. Ich BIN ja momentan noch in dieser Ausbildung. Wenn ich meinen derzeitigen Ausbilder in meinen Lebenslauf mit aufnehme, ist das Erste was derjenige tut, der die Bewerbung liest, bei meinem derzeitigen Ausbilder anzurufen und zu fragen warum ich wechsle. Da mein Betrieb von meinem Vorhaben aber nichts weiß, hätte das sicherlich nicht gerade schöne Folgen.

Gerade das ist es, wo ich nicht weiter weiß. Ich sitze nun seit 1 Woche an meinem Anschreiben und komme kein Stück weiter. Ich weiß nicht wie ich das schreiben soll. Normalerweise sah das bei mir bisher so aus:

1 Part - Warum ich gerade an DEM Ausbildungsbetrieb interessiert bin?
1 Part - Warum interessiere ich mich für DEN Ausbildungsberuf?
1 Part - Meine Fähigkeiten
1 Part - Meine derzeitige Situation, bzw. "wie es zu der Bewerbung kam" (sowas wie: "Momentan befinde ich mich in Klasse X, mache meinen Abschluss im XY und....")

Nun weiß ich nicht, wie ich meine Situation beschreiben soll, wenn ich das Ganze so schreiben soll, als hätte es die "Abbrüche" nie gegeben und gleichzeitig dem Personaler meine Situation zu schildern.


Zitat:
Wenn du die vergangene Ausbildung mit sinnvollen Erfahrungen und Erkenntnissen verbinden kannst, dann könntest du das mit reinnehmen. Aber die meisten Bewerber können das nicht.


Schwierig zu sagen. Ich habe in meiner Ausbildung bisher Erfahrungen gesammelt, auch lehrreiche, nur leider kaum welche, die mit meinem Ausbildungsberuf zu tun haben.
Ich war z.b. monatelang für die Erstellung von Anzeigen und andere Werbung zuständig. Ich musste mir selbst die Programme beibringen (Photoshop/InDesign) und auch wie man es richtig an die Druckereien o.ä. weitergibt, welches Format etc.. Das zeigt meiner Meinung nach schon, dass ich eigenverantwortlich Arbeiten und Lernen kann. Vielleicht ist sowas eher ein Thema für das Bewerbungsgespräch, statt des Anschreibens.
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Rhodus
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 01.07.2011
Beiträge: 4208

BeitragVerfasst am: 14.02.2013, 15:43    Titel:

Hallo Odchy,

dabei ist es doch nicht wirklich schwer, herauszufinden, was man möchte. Man muss lediglich ein wenig auf sein Gefühl achten; zum Beispiel einmal Stellenanzeigen durchlesen und darauf achtem wie man darauf reagiert. Klingt die Anzeige spannend? Oder lässt sie einen kalt.
Gehe einmal ins Beufenet der Arbeitagentur, dort findest du so ziemlich alle Berufsbilder, lese Dir die Tätigkeitsbeschreibungen durch und achte wieder darauf, was sich für Dich spannend anhört. Über das ausschlußprinzip kommst du so relativ leicht zu den Berufsbildern, die für Dich passend sein dürften, bei denen Du das Gefühl bekommst, das könnte mir Spaß machen.

Und was deine Ängste mit dem "Anruf durch den Personalverantwortlichen" betrifft, die sind im Großen und Ganzen unbegründet. Ein Personalverantwortlicher hat gar nicht die Zeit, überall rumzutelefonieren. In einer Bewerbungsphase türmen sich schnell auf seinem Schreibtisch bis zu 100 Bewerbungen und mehr. Würde er da wirklich bei jeder Bewerbung anrufen, wär er tagelang nur mit den Telefonaten beschäftigt. Und der berg an Arbeit würde weiter anwachsen. Denn permanent kommen neue Aufgaben dazu.
Wenn, dann greifen Personalverantwortliche nur dann zum Hörer, wnn ihnen bei der Bwerbung etwas komisch vorklommt, sie das Gefühl haben, etwas stimme nicht. Sind sie dagegen an einem Bewerber interessiert, werden sie in keinem Fall anrufen. Denn aus eigener Erfahrung wissen sie ja, dass Mitarbeiter einen Wechsel nicht immer groß ankündigen. Mit einem Anruf könnten sie den Bewerber so in eine missliche Situation bringen. Seine Bereitschaft, für diesen Arbeitgeber künfig zu arbeiten könnte dann drastisch sinken; sprich sie liefen Gefahr, den Bewerber zu verlieren, den sie ja eigentlich haben wollen.

Und was den Aufbau des Anschreibens betrifft, so empfehle ich eher den folgenden:

1. Absatz: Einleitung (Was will ich?)
2. Absatz: Präsentation der Motivation (Warum will ich den Beruf erlernen?)
3. Absatz: Präsenttion der berufsbezogenen Stärken (Wer bin ich?)
4. Absatz: Abschluß mit der Freude auf die Einleitung.

Auf der Basis dieses Aufbaus haben all unsere Kunden dann auch einen Ausbildungsplatz bekommen.

Viele Grüße aus Duisburg
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FRAGEN
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 22.07.2006
Beiträge: 12163

BeitragVerfasst am: 16.02.2013, 16:14    Titel:

Was hatte Dir denn BTW an der Wirtschaftsmathematik missfallen?
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Odchy



Anmeldungsdatum: 11.02.2013
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 17.02.2013, 22:17    Titel:

Rhodos hat Folgendes geschrieben:
Hallo Odchy,

dabei ist es doch nicht wirklich schwer, herauszufinden, was man möchte. Man muss lediglich ein wenig auf sein Gefühl achten; zum Beispiel einmal Stellenanzeigen durchlesen und darauf achtem wie man darauf reagiert. Klingt die Anzeige spannend? Oder lässt sie einen kalt.
Gehe einmal ins Beufenet der Arbeitagentur, dort findest du so ziemlich alle Berufsbilder, lese Dir die Tätigkeitsbeschreibungen durch und achte wieder darauf, was sich für Dich spannend anhört. Über das ausschlußprinzip kommst du so relativ leicht zu den Berufsbildern, die für Dich passend sein dürften, bei denen Du das Gefühl bekommst, das könnte mir Spaß machen.


Danke für den Tipp. Es ist nur leider nicht so, als hätte ich das noch nie versucht. Trotzdem versuche ich es so schnell ich kann nochmal. Blöderweise kommt momentan alles auf einmal, ich bin krank, soll auf der Arbeit sozusagen eine Abteilung übernehmen in der ich 4 Tage angelernt wurde (wo die Zu-Vertetende bereits Überstunden macht und 10x schneller ist als ich, d.h. am besten nehme ich einen Schlafsack mit zur Arbeit) und zu Hause neben dem Alltag noch Bewerbungen mit denen ich, wie man hier merkt, nicht wirklich weiterkomme.

Aber mit beschweren ist auch keinem geholfen.

Zitat:
Und was deine Ängste mit dem "Anruf durch den Personalverantwortlichen" betrifft, die sind im Großen und Ganzen unbegründet. Ein Personalverantwortlicher hat gar nicht die Zeit, überall rumzutelefonieren. In einer Bewerbungsphase türmen sich schnell auf seinem Schreibtisch bis zu 100 Bewerbungen und mehr. Würde er da wirklich bei jeder Bewerbung anrufen, wär er tagelang nur mit den Telefonaten beschäftigt. Und der berg an Arbeit würde weiter anwachsen. Denn permanent kommen neue Aufgaben dazu.
Wenn, dann greifen Personalverantwortliche nur dann zum Hörer, wnn ihnen bei der Bwerbung etwas komisch vorklommt, sie das Gefühl haben, etwas stimme nicht. Sind sie dagegen an einem Bewerber interessiert, werden sie in keinem Fall anrufen. Denn aus eigener Erfahrung wissen sie ja, dass Mitarbeiter einen Wechsel nicht immer groß ankündigen. Mit einem Anruf könnten sie den Bewerber so in eine missliche Situation bringen. Seine Bereitschaft, für diesen Arbeitgeber künfig zu arbeiten könnte dann drastisch sinken; sprich sie liefen Gefahr, den Bewerber zu verlieren, den sie ja eigentlich haben wollen.


Das klingt logisch, aber trotzdem bleibt die Angst. Ich muss mich ja zwangsläufig bei sehr vielen Unternehmen bewerben. Man sagt zwar immer, dass man sich seinen Arbeitgeber genau aussuchen soll, aber das halte ich heutzutage irgendwie für eine Fantasie, denn es ist ja nicht so als gäb es mehr Ausbildungsplätze als Bewerber, sondern eher andersrum.

Vorausgesetzt nur 1 von 20 Personalern findet die Zeit dafür, bzw. Vorausscheidungen wären bereits getroffen und die Zahl der "Restbewerber" nicht mehr so hoch, dann denke ich das es doch sein könnte, dass sich jemand dafür interessiert, warum ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber aufhöre und selbigen direkt fragt. Vor allem wenn ich den Abbruch mit keinem Wort im Anschreiben erwähnen soll. Ist das nachvollziehbar? Ich weiß zwar, dass man mich nicht einfach bei meiner jetzigen Stelle entlassen kann, aber für den Fall das ich keine neue Stelle finde, wäre das für das Klima meiner restlichen Ausbildung nicht unbedingt förderlich.

Deshalb frage ich mich, ob es nicht vllt. doch sinnvoller ist, den Arbeitgeber nicht zu erwähnen und im Lebenslauf nur "Ausbildung als Industriekaufmann seit August 2012" (bzw. so in der Art) stehen zu haben.

Und im Anschreiben etwas in der Art zu schreiben: (den Satz hab ich in einem anderen Thread gefunden und abgeändert)
"Da meine Vorstellungen einer praxisnahen Ausbildung derzeit leider nicht erfüllt werden, möchte ich in ein Arbeitsumfeld wechseln, in dem meine Leistungen benötigt und geschätzt werden. Gleichzeitig möchte ich diese Chance für eine berufliche Neuorientierung nutzen."

Zitat:
Und was den Aufbau des Anschreibens betrifft, so empfehle ich eher den folgenden:

1. Absatz: Einleitung (Was will ich?)
2. Absatz: Präsentation der Motivation (Warum will ich den Beruf erlernen?)
3. Absatz: Präsenttion der berufsbezogenen Stärken (Wer bin ich?)
4. Absatz: Abschluß mit der Freude auf die Einleitung.

Auf der Basis dieses Aufbaus haben all unsere Kunden dann auch einen Ausbildungsplatz bekommen.

Viele Grüße aus Duisburg


Alles klar, vielen Dank. Daran arbeite ich sobald ich kann.

Zitat:
Was hatte Dir denn BTW an der Wirtschaftsmathematik missfallen?


Kurz gesagt: Die Uni-Mathematik. Mir hat Mathe in der Schule immer Spaß gemacht und ich hatte auch im Leistungskurs ganz gute Noten, aber Uni-Mathematik ist nochmal was ganz anderes. Mir war zwar klar worauf ich mich einlasse, manchen meiner Mitstudenten scheinbar nicht, die scheinbar nicht wussten das ein richtiges Mathe-Studium auf sie wartete und nicht nur "BWL-Mathe", aber es hat mir leider keinerlei Spaß gemacht und mir fehlte sämtlicher Zusammenhang zur Praxis, d.h. ich konnte mir nie vorstellen wo das jemals,irgendwo angewendet werden soll.

Als Nebenfächer hatte ich BWL und Informatik, wo ich bei beiden genau das Problem nicht hatte. Beide Fächer haben auch Spaß gemacht und ich mochte das eigenständige Arbeiten an der Uni, aber BWL/VWL wollte ich nicht wirklich studieren (und es haperte am NC) und Informatik scheitert daran, dass dort die selbe Mathematik durch genommen wird. Wobei es in der Informatik auch wieder was anderes ist, da es dort ein Mittel und nicht der Kern ist.
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Rhodus
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 01.07.2011
Beiträge: 4208

BeitragVerfasst am: 18.02.2013, 14:24    Titel:

Hallo Odchy,

aus meiner täglichen Arbeit als Bewerbungscoach kann ich Dir sagen, dass es gerade bei Ausbildungsplätzen relativ leicht ist, eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch zu bekommen. Denn die Vielzahl der Bewerber senden keine bzw. kaum aussagekräftige Bewerbungen ein. Gerade der wichtigste Punkt, die Präsentation der Motivation, wird dort vernachlässigt. Wenn etwa bei einem Anwalt eine Bewerbung für die Ausbildung zur ReNo-Kraft eingeht und die Bewerbung nur erwähnt, dass sie sich bewirbt, weil sie sich für das Recht interessiert, genügt das nicht mehr, um das Interesse zu wecken, geschweige denn eine Einladung zu bekommen.
Ich kenne mehrere Ausbildungsbetriebe, die im letzten Jahr die Ausbildungsplätze erst gar nicht besetzt haben, weil die Bewerbungen, die sie bekommen hatten, schlicht und einfach die "reinste Katastrophe" waren.

Präsentiert ein Bewerber aber seine Motivation aussagekräftig benötigt er dann in der Regel nicht sehr viele Bewerbungen; dann reichen durchschnittlich 10 Bewerbungen aus, so jedenfalls die Erfahrungen, die wir hier machen, um mehrere Einladungen zu erhalten. Verläuft das Vorstellungsgespräch dann auch nur halbwegs übertzeugend, kann der Bewerber anschließend sich noch den Ausbildungsbetrieb aussuchen.

Und was die Hintergrundfrage "Studienabbruch" betrifft, so hebt sich ein Persopnalverantwortlicher dieses lieber für das Vorstellungsgespräch auf, weil er dort über die Körpersprache UND über Nachfragen leichter herausfinden kann, ob die Antworten auch stimmig sind.

Die Nichtangabe des Arbeitgebers ist da in meinen Augen eher problematisch. Denn ein geübter Personalverantwortliche erkennt dieses Fehlen sofort. Für ihn heisst es dann, entweder ist der Bewerber unsorgfältig oder er will etwas verbergen. Beides nun nicht unbedingt ideale Voraussetzungen für den weiteren Bewerbungsverlauf.

Viele Grüße aus Duisburg
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Odchy



Anmeldungsdatum: 11.02.2013
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 19.02.2013, 00:56    Titel:

Rhodos hat Folgendes geschrieben:
Hallo Odchy,

aus meiner täglichen Arbeit als Bewerbungscoach kann ich Dir sagen, dass es gerade bei Ausbildungsplätzen relativ leicht ist, eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch zu bekommen. Denn die Vielzahl der Bewerber senden keine bzw. kaum aussagekräftige Bewerbungen ein. Gerade der wichtigste Punkt, die Präsentation der Motivation, wird dort vernachlässigt. Wenn etwa bei einem Anwalt eine Bewerbung für die Ausbildung zur ReNo-Kraft eingeht und die Bewerbung nur erwähnt, dass sie sich bewirbt, weil sie sich für das Recht interessiert, genügt das nicht mehr, um das Interesse zu wecken, geschweige denn eine Einladung zu bekommen.
Ich kenne mehrere Ausbildungsbetriebe, die im letzten Jahr die Ausbildungsplätze erst gar nicht besetzt haben, weil die Bewerbungen, die sie bekommen hatten, schlicht und einfach die "reinste Katastrophe" waren.

Präsentiert ein Bewerber aber seine Motivation aussagekräftig benötigt er dann in der Regel nicht sehr viele Bewerbungen; dann reichen durchschnittlich 10 Bewerbungen aus, so jedenfalls die Erfahrungen, die wir hier machen, um mehrere Einladungen zu erhalten. Verläuft das Vorstellungsgespräch dann auch nur halbwegs übertzeugend, kann der Bewerber anschließend sich noch den Ausbildungsbetrieb aussuchen.

Und was die Hintergrundfrage "Studienabbruch" betrifft, so hebt sich ein Persopnalverantwortlicher dieses lieber für das Vorstellungsgespräch auf, weil er dort über die Körpersprache UND über Nachfragen leichter herausfinden kann, ob die Antworten auch stimmig sind.


Erstmal möchte ich mich nochmal für Ihre und die Hilfe der anderen hier im Forum bedanken, ich finde es wirklich klasse was hier geleistet wird.
Wahrscheinlich mache ich mir zu viele Sorgen. Ich meine, ich habe den ganzen Bewerbungskram letztes Jahr auch gemacht und da hat es immerhin auch geklappt. Blöderweise hab ich nur am Ende die falsche Entscheidung getroffen.

Ich werde mir wohl in den nächsten Tagen Klarheit verschaffen müssen, was ich wirklich werden will und dann ein Anschreiben verfassen. Damit werde ich mich dann noch einmal hier ans Forum wenden.

Zitat:
Die Nichtangabe des Arbeitgebers ist da in meinen Augen eher problematisch. Denn ein geübter Personalverantwortliche erkennt dieses Fehlen sofort. Für ihn heisst es dann, entweder ist der Bewerber unsorgfältig oder er will etwas verbergen. Beides nun nicht unbedingt ideale Voraussetzungen für den weiteren Bewerbungsverlauf.

Viele Grüße aus Duisburg


Gut, dann werde ich es richtig hinschreiben. Wenn jemand meint, meinen Arbeitgeber zu kontaktieren, dann bitte schön. Im besten Fall werde ich meine "Ausbildung" dort sowieso schnellstmöglichst beenden.

Mit freundlichen Grüßen

Odchy
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Fkr91



Anmeldungsdatum: 21.02.2013
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 21.02.2013, 17:37    Titel:

Hi,
Ich habe mir die letzten Beiträge nicht weiter durchgelesen, also weiß ich nicht, ob dir meine Antwort noch etwas bringen wird:
Ich habe gelesen, dass einige meinten, dass du deine Abbrüche nicht erwähnen solltest. Meiner Meinung nach solltest du dies schon tun. Die fehlende Motivation im Anschreiben, wäre ein Grund deine Bewerbung nicht weiter zu beachten, jedoch nicht Abbrüche. Nach deinen Abbrüchen ist es meist eh eher ein Motivationsschreiben als ein "0815" Bewerbungsschreiben, das du verfasst. Du musst auf deine Situation in deinem Betrieb hinweisen und sachliche Gründe nennen, warum es nicht mehr zumutbar ist dort deine Ausbildung fortzuführen. Solltest du eingeladen werden, kannst du in einem Gespräch auch ins emotionale übergehen( enttäuscht etc). Du solltest auch erwähnen, dass du durch fehlende Betreuung, keiner Vermittlung von fachlichen Kenntnissen etc. Angst hast dein Ausbildungsziel nicht zu erreichen.
Hoffe ich konnte evtl. noch bisschen helfen.
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Fkr91



Anmeldungsdatum: 21.02.2013
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 21.02.2013, 17:38    Titel:

PS: Nenn ruhig deine momentane Firma!
PPS: Bin das gleiche wie du durchlaufen!
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Odchy



Anmeldungsdatum: 11.02.2013
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 07.03.2013, 19:17    Titel:

Ich melde mich mal wieder.

Leider komme ich momentan nur sehr langsam voran, in meiner Familie entscheidet sich momentan jeder spontan dazu schwer krank zu werden, wie egoistisch von denen :rolleyes:

Gut, zurück zum Thema. Meinen Lebenslauf hab ich soweit fertig, hab den mal in zensierter Form hochgeladen, meint ihr das ist so in Ordnung? Foto und Unterschrift fehlen natürlich, sind im "richtigen" aber drin.

Die Situation in meinem Ausbildungsbetrieb hat sich übrigens noch verschlechtert, heute wurde der Insolvenzantrag gestellt, morgen soll es dann eine Info geben, ob der Betrieb offen bleibt, oder was auch immer.

Ich krieg das Ganze nur noch halb mit, mein Entschluss den Betrieb und die Ausbildung zu wechseln, steht ja schon etwas länger.

---------------------

Ich merke gerade, dass es hier scheinbar keine Dateianhänge gibt? Dann lad ich es als Bild hoch.

Hier der Link: http://i.imgur.com/rIjXb5H.jpg
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