Tipps gegen Schreibblockade oder Bewerbungsangst

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
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vinzenz
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Tipps gegen Schreibblockade oder Bewerbungsangst

Beitrag von vinzenz » 01.08.2017, 15:25

Hallo,

ich merke immer stärker, dass mir das Erstellen von Anschreiben schwerer fällt und ich dabei leichte Angst habe, dass eine Absage kommt.

Ich versuche mich gezielt aufpassende Stellen zu bewerben und individuell auf die Stellenanforderungen einzugehen. Ich hatte auch schon zwei Gespräche, leider mit Absagen danach. Das sehe ich sportlich und reflektiere, was ich hätte besser machen können.
Jedoch bei Absagen, die nach Wochen kommen, sinkt mein Selbstvertrauen und ich zweifele an mir. Das führt dazu, dass ich vier, fünf Tage für ein Anschreiben brauche.

Gibt es Tipps gegen Schreibblockaden?
Was ich gemerkt habe, dank einem Tipp hier im Forum, ist spazieren gehen. Aber dabei bekomme ich den Kopf auch nicht mehr frei.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 01.08.2017, 15:45

Ich finde es überhaupt nicht schlimm, dass du mehrere Tage für ein Anschreiben benötigst. Ich würde das sogar begrüßen. Natürlich kann man ein Anschreiben runter schreiben, aber es empfiehlt sich sowieso immer, einen Abstand zu halten.

Was die Absagen angeht, so nimm sie dir nicht zu sehr zu Herzen. Es kann eben nur eine begrenzte Anzahl an Bewerbern eingeladen werden.

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 01.08.2017, 16:24

Du könntest auch einfach erst mal die Schlagzahl beim Sport erhöhen - nix gegen Spazieren gehen, aber ich habe jetzt gerade mit Joggen angefangen... ;) Der Adrenalin-Spiegel steigt und wenn ich dann schwitzend nach Haus komme und weiß, dass ich meine Leistung um 30 Prozent gesteigert habe, dann bin ich ganz glücklich und zufrieden mit mir. Dann fällt es mir leichter, ein selbstbewusstes Anschreiben zu formulieren.

Es ist auch ganz hilfreich, nicht mit einem leeren Blatt zu beginnen, sondern sich die Anforderungen der Stellenanzeige, bzw. die Dienstleistungen/Produkte/Angebote des Ziel-AG ins neue Dokument zu kopieren und dann abzuarbeiten und raus zu löschen.

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 01.08.2017, 16:56

Übrigens: Dass Du überhaupt Gespräche hattest, ist schon super!
Die Unternehmen haben Zeit und Geld in Dich interessiert, weil Du ein höchst interessanter Kandidat warst. Damit bist Du schon viel, viel weiter als viele andere Menschen auf dem Arbeitsmarkt!

Rede mit anderen Menschen über Deine Situation und hole Dir Bestätigung auf andere Weise. Ich merke immer, wie ich in meinem Ehrenamt aufblühe, wenn ich merke, dass mein Team gut zusammenarbeitet und wir auf positive Art und Weise das Leben anderer Menschen beeinflussen.

Steh' im Bus auf, damit sich die kleine Oma hinsetzen kann. Sortier' Deinen Müll gescheit. Engagier' Dich irgendwo, wo' s Dir einigermaßen sinnvoll scheint. Werde ein Lesepate oder unterstütze eine Essensausgabe, mach Nachbarschaftshilfe, sei aktiv! Dann bekommst Du positive Rückmeldungen, die Dir auch gut tun, Deine Hemmungen kleiner werden lassen. Du hast neuen Input und kommst auf andere Gedanken.

vinzenz
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Beitrag von vinzenz » 01.08.2017, 19:57

Ich finde es überhaupt nicht schlimm, dass du mehrere Tage für ein Anschreiben benötigst. Ich würde das sogar begrüßen.
Das denke ich auch aber ein Freund von mir, der in einer Personalabteilung arbeitet meinte, dass ich jeden Tag ein bis drei Bewerbungen rausssenden soll und mir weniger Gedanken machen soll.
Du könntest auch einfach erst mal die Schlagzahl beim Sport erhöhen - nix gegen Spazieren gehen, aber ich habe jetzt gerade mit Joggen angefangen.
:D Nach dem Joggen bin gedanklich frei aber leider auch zu müde, um produktiv zu schreiben.
Es ist auch ganz hilfreich, nicht mit einem leeren Blatt zu beginnen, sondern sich die Anforderungen der Stellenanzeige, bzw. die Dienstleistungen/Produkte/Angebote des Ziel-AG ins neue Dokument zu kopieren und dann abzuarbeiten und raus zu löschen
Danke für den Tipp! :-)

Ein Ehrenamt hab ich mir auch schon überlegt, um beschäftigt zu sein und meine Zeit sinnvoll zu nutzen.

Mich verunsichert aber auch die Tatsache, dass ich in einigen Wochen 31 werde und seit Ende April mit meinem Studium fertig bin. Das ist bis jetzt meine größte Lücke im Lebenslauf. Auch wenn ich im April und Mai einem Freund beim renovieren geholfen habe, ist das nichts was meinen Lebenslauf füllt.

Mich frustiert es, wenn ich nach sieben bis zehn Stunden kein produktives Ergebniss im Anschreiben erzielt habe.
Würde es Sinn machen ein Bewerbungsseminar oder sowas zu besuchen?
Oder bekomme ich da, nur die Standardtipps, wie bei den unzähligen Internetseiten zum Thema Bewerben?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 01.08.2017, 20:27

Wie kommt dein Freund auf diese Schlagzahl? Das geht nur auf Kosten der Qualität.

Was Bewerbungsseminare angeht, so stehen und fallen die natürlich mit der Qualität des Anbieters. Sie sind auf jeden Fall hilfreich, wenn es darum geht, neue Ideen zu bekommen.

vinzenz
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Beitrag von vinzenz » 01.08.2017, 23:18

Wie kommt dein Freund auf diese Schlagzahl? Das geht nur auf Kosten der Qualität.
Weiß ich auch nicht. Er meinte, dass ich nicht versuchen soll das Rad mit meinen Bewerbungen neu zu erfinden.
Was Bewerbungsseminare angeht, so stehen und fallen die natürlich mit der Qualität des Anbieters. Sie sind auf jeden Fall hilfreich, wenn es darum geht, neue Ideen zu bekommen.
Dann werde ich mal recherchieren, ob ich einen guten Anbieter finde.

Danke!

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