Umorientierung oder neue Herausforderung in Bewerbung?

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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DerMicha
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Umorientierung oder neue Herausforderung in Bewerbung?

Beitrag von DerMicha » 18.03.2012, 13:46

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich habe schon lange mit dem gedanken gespielt mich anzumelden nachdem ich schon seit längerem einfach "eure" Tipps "klau". Aber nun habe ich ein etwas komplizierteres Problem und ich hoffe wirklich das ich genauso tolle Tipps oder Infos (Meinungen) finde ich das schon fast gewohnt bin.

Also zu meiner Situation: 23 Jahre gelernter Bankkaufmann; mir wurde im Oktober letzten Jahres im Vertrauen gesagt das meine Bank fusioniert und ich mir lieber was neues Suchen soll. Stelle: Stellv. Abteilungsleiter für Privatkundengeschäft;

Nach zahlreichen Bewerbungen in der Industrie (Leider nur Absagen) hat mich nun doch eine Bank wieder. :? Vorläufig besser die Stelle als keine. (Dachte ich mir)

Nun ist es aber wirklich so das ich für die Bankbranche nichts mehr übrig habe. Sei es, dass nur noch darum geht den Kunden übern Tisch zu ziehen weil nur noch Zahlen zählen oder andere Dinge.
Ich möchte einfach wieder gerne ins Geschäft gehen können.

Wie Formuliere ich das aber in meiner Bewerbung, da ich ja jetzt schon seit einem Monat in der neuen Firma bin?!

Umorientierung? Neue Perspektive? ich weiss es leider nicht.
Ich weiss nur das ich gerne von der Bankbranche weg möchte. Gewillt und motiviert bin ich dazu.

Vielen Vielen lieben Dank jetzt schonmal :)

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 18.03.2012, 20:35

mir wurde im Oktober letzten Jahres im Vertrauen gesagt das meine Bank fusioniert und ich mir lieber was neues Suchen soll.
Das ist nun aber eine Strategie des Managements, um die geplanten Stellenkürzungen möglichst unkompliziert zu erreichen. Mit diesen Aufforderungen wird den Sowieso-Wechselwilligen eben signalisiert, dass sie gehen können. Wenn man unbedingt bleiben möchte, muss man sich so einfach nicht vertreiben lassen. Aber du willst ja mit der Branche nichts mehr zu tun haben. Aber es gibt ja auch Beschäftigungsmöglichkeiten in der Bank, wo nicht nur verkauft werden muss. Siehst du da keine Entwicklungsmöglichkeiten (z.B. Kreditberatung oder Geschäftskunden)?
Nach zahlreichen Bewerbungen in der Industrie (Leider nur Absagen) hat mich nun doch eine Bank wieder. :? Vorläufig besser die Stelle als keine. (Dachte ich mir)

Wie Formuliere ich das aber in meiner Bewerbung, da ich ja jetzt schon seit einem Monat in der neuen Firma bin?!
Was für Industrie? Die Industrie ist schließlich groß.

Außerdem kommt es auch darauf an, was du für berufliche Vorstellungen hast. Bist du beispielsweise mit einer Sachbearbeiter-Stelle zufrieden oder willst du Zeit und Nerven investieren, um Karriere zu machen?

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 18.03.2012, 22:53

Sicher ist auf jeden Fall, dass es hier nicht nur um ein einzelnes Wort (Umorientierung, Perspektive oder was auch immer) geht... sondern um eine zusammenhängende inhaltliche Vorstellung von Deinem Sein und Werden. Insofern würde ich mich Knightleys erster Frage ("Was für Industrie?") anschliessen. Ich vermute, dass Du dort ebenfalls in den kaufmännischen Bereich wollen würdest? Und dass es da letztendlich ebenfalls um den Umsatz gehen würde? Wo genau sähst Du denn positiven Unterschied? Den gälte es m. E. so präzise wie möglich zu benennen...

DerMicha
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Beitrag von DerMicha » 19.03.2012, 15:25

Vielen dank für eure schnelle Antwort!

Also zum einen ist es so, das interne Stellen in der Bank einfach sehr rar sind und meistens dort ältere MA's eingesetzt werden (sozialstellen) eben. Zumindest in den Banken bei mir im Umkreis! Ansonsten wäre das natürlich auch ein Option.

Ja die Industrie ist groß sorry mein Fehler! Also ich will natürlich in den Kfm. Bereich (Buchhaltung, Sachbearbeitung, etc. )

Ich gebe mich klar mit einem Sachbearbeiter Job zufrieden. Bin jetzt auch nicht der Typ der groß Karriere machen muss! Ich möchte einfach wieder gern ins geschäft gehen können ohne diesen immensen Verkaufsdruck!

Ein Wort ist klar zu wenig in meinem Fall nur wie schreib ich das generell? Denn einfach zu sagen ich sehe keine Perspektive wäre wahrscheinlich der Bewerbungstod oder?!

Norbert
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Beitrag von Norbert » 19.03.2012, 23:44

Um erfolgreich im Bewerbungsprozess zu sein, benötigst du eine klare Hin-zu Motivation. Deine Weg-von Motivation hilft der neuen Firma nix und bringt dir somit auch nix.
Also überlege dir wofür du brennst!
Buchhaltung oder Sachbearbeitung ist ein bisschen dünn...

DerMicha
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Beitrag von DerMicha » 20.03.2012, 07:46

Hallo Norbert ja du hast recht,

mir ging es auch nur mehr darum die situation zu erkären. Die Hin-zu Motivation halte ich auch klar für erfolgreicher nur wie erkläre ich die ohne dabei "Weg-zu Motiviert zu wirken"

Nehmen wir doch gerade mal das aktuelle Stellenangebot hier:

Finanzsachbearbeiter

Aufgaben: Cashmanagement; Auftragsabwicklung; bezahlvorgänge Kontrollieren etc....

Danke und Grüße Micha

Romanum
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Beitrag von Romanum » 20.03.2012, 12:54

Überlege doch mal, welche der Aufgaben du durch deine Bankkaufmann-Tätigkeit schon ausführen könntest.

Zusätzlich schreibst du noch, weil dich der immer gleiche Tagesablauf in der Bank anödet, dass du eine Stelle suchst, die jeden Tag auch neue komplexe Herausforderungen bietet, bei dem du dein Finanzwissen noch besser einsetzen könntest. Außerdem willst gerne in einem Team arbeiten, in dem man sich täglich fachlich abstimmen muss und gemeinsam ein größeres Projekt (unternehmensintern oder Geschäftskunden) voranbringen kann.

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