Umschulung aber was?

Weiterbildung ist mittlerweile für jeden Arbeitnehmer unerläßlich. Hier werden Weiterbildungen vorgestellt und eure Fragen zu Seminaren, Kursen oder Lehrgängen beantwortet.
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Kadafi
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Umschulung aber was?

Beitrag von Kadafi » 03.05.2017, 20:10

Hallo Liebe Leute,

folgende Situation.

Ich bin nicht mehr so wirklich glücklich im meinem Beruf. Es erfüllt mich nicht mehr mit freunde. Ich arbeite im Metallbereich. Ich rüste CNC Maschinen und lasse diese auch ab und an laufen. Also alles sehr langweilig (nach einer weile). Ich arbeite jetzt schon seit ca 6 Jahren in diesem Bereich.

Jetzt bin ich an dem Punkt angekommen wo ich mir persönlich entschieden habe das ich was anderes machen will.

Ich habe eine Kaufmännische Ausbildung zum IT-Systemkaufmann
und habe diese auch erfolgreich abgeschlossen (keine Berufserfahrung)
und ich habe eine technische Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker

Jetzt kommt die Frage der Fragen WAS will ich eigentlich machen?

Ich will jetzt nicht konkrete Berufsvorschläge aber Anregungen Vorschläge wie ich da am besten ran gehen sollte.

Was macht mir Spaß?

Ich habe gerne Umgang mit Menschen. ich bin gerne im freien (wer ist das nicht). Ich helfe gerne anderen Menschen (Pflege ist für mich keine Option). Meine Verwandschaft meinte das ich gut mir Kindern kann (Erzieher ist doch eher was für Frauen? ). Ich kann gut mit Tieren umgehen. Kann gut zuhören.

Ich vermute dass der Soziale Bereich was für mich ist.

Was haltet ihr von einem Privaten Berufsberater?

Übrigens ich bin 33 Jahre alt und das ganze müsste dual ablaufen.

Ich würde mich über die ein oder andere Antwort sehr freuen.
Grüße

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 03.05.2017, 21:14

Warst Du schon bei der Beratung der Agentur für Arbeit?

Wenn Du wirklich im Sozialen Bereich arbeiten willst, würde ich Dir empfehlen, erstmal in verschiedenen Bereichen Praktika zu absolvieren. Damit Du einen Eindruck erhältst, worauf Du Dich einlässt.

Kommt die Arbeit im Handwerk oder als Kaufmann für Dich gar nicht mehr in Frage?

Von privat zu bezahlenden Beratern würde ich abraten - das ist meiner Meinung nach in Deinem Fall rausgeschmissenes Geld. Geh' zur Agentur für Arbeit, zur IHK, zu Berufsmessen, zum Tag der offenen Tür bei sozialen Trägern in Deiner Nähe.

Soweit ich weiß, sind männliche Erzieher und Pflegekräfte momentan sehr gesucht :) Deine Chancen stehen also gar nicht schlecht.

Kadafi
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Beitrag von Kadafi » 03.05.2017, 22:08

Nein da war ich noch nicht. Ich vermute auch dass Diese mich gar nicht beraten da ich ja einen Job habe

Also im Handwerk eher weniger also speziell Industrie.

Ich habe nicht vor alles über das Knie zu schlagen.
Erstmal Informieren und nochmals informieren.

Kaufmännisch würde ich auch in betracht ziehen.

Haha der Gedanke ich und Erzieher lässt mich schmunzeln :D

Charlie Schmidt
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Beitrag von Charlie Schmidt » 04.05.2017, 20:25

Doch, die beraten Dich und ich könnte mir vorstellen, dass Sie Dich bei einem Wechsel in einen sozialen Job auch unterstützen würden.

Bevor Du aber so einen großen Schritt machst, solltest Du aber wirklich Praktika machen.

Was mit bei draußen und handwerklich noch einfällt, ist irgendwas mit Garten- oder Baumpflege - wäre das was?

cre
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Beitrag von cre » 05.05.2017, 00:06

Ich habe gerne Umgang mit Menschen. ich bin gerne im freien (wer ist das nicht). Ich helfe gerne anderen Menschen (Pflege ist für mich keine Option). Meine Verwandschaft meinte das ich gut mir Kindern kann (Erzieher ist doch eher was für Frauen? ). Ich kann gut mit Tieren umgehen. Kann gut zuhören.
Ich bin ja ungern der böse Buhmann, aber hier muss ich intervenieren. Beantworte dir mal ein paar, darauf bezogene Fragen.

1. Hast du gerne Umgang mit allen Menschen oder nur mit solchen die du als angenehm betrachtest?
2. Hilfst du gerne anderen Menschen, auch wenn sie deine Hilfe nicht wirklich annehmen wollen und hast du die Geduld hier durchzuhalten und auch zu akzeptieren dass du manchen Menschen nicht helfen kannst, egal wie viel Energie du schon reingesteckt hast?
3. Kannst du gut mit allen Kindern und dabei auch solche Dinge tun die normale Menschen vielleicht nicht als angenehm betrachten (speziell wenn es darum geht Nasen zu putzen oder dich um kleine Missgeschicke beim Stuhlgang zu kpmmern) Und kannst du auch die Übersicht über viele Kinder bewahren, immer die Nerven behalten und vor allem vielstimmiges Kindergeschrei auf Dauer ertragen.
4. Mit allen Tieren gut umgehen?
5. Kannst du auch gut zuhören wenn dich das Thema nicht wirklich interessiert oder dein Gegenüber eine unangenehme Stimme hat?
6. Bist du immer gerne im Freien, also auch wenn es hagelt, regnet, schneit oder einfach nur schweineheiß/kalt ist?

Was du aufzählst sind so ein paar Skills denen sich die meisten Menschen rühmen, aber wenn man dahinter sieht wollen sie nur die angenehmen Seiten daran.

Ich würde dir folgendes raten: Überlege dir was dir an deinem derzeitigen Job Spaß macht und was nicht. Evtl. ist nämlich eine neue Ausbildung gar nicht notwendig, du könntest einfach als Quereinsteiger anfangen, speziell im kaufmännischen Bereich.

Oder du überlegst dir den Beruf des Berufschullehrers zu gehen, aber nur wenn dich deine derzeitge Tätigkeit nicht absolut ankotzt.
Ich vermute dass der Soziale Bereich was für mich ist.
Da hast du in dem Fall Glück, dass sich dies relativ leicht nachprüfen lässt. Ehrenamtliche Leute werden immer gesucht. Mach das in einem Bereich wo du dir vorstellen könntest später auch aktiv zu sein und dann sieh ob es was für dich ist (aber entscheide nicht nach drei Wochen)

Gleichzeitig solltest du den finanziellen Aspekt im Auge behalten, das heißt du musst überblicken in wieweit du bei einem neuen Beruf Gehaltseinbußen hinnehmen würdest.

Ich will dir deinen Wunsch zur Veränderung nciht ausreden, im Gegenteil. Und du machst auch nciht den Eindruck als würdest du morgen kündigen und dann mal sehen was kommt. Aber vielleicht wäre hier auch einfach nur ein Wechsel der Position oder des Unternehmens unc nicht der kompletten Branche eine Lösung.

Kadafi
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Beitrag von Kadafi » 09.05.2017, 11:59

Erstmal danke für die Tipps und Anregungen.

ich sehe das nicht als Kritik. Es ist besser wenn jemand kritisch hinterfrägt.

Das mit dem Arbeitsamt habe ich nicht gewusst und werde dies in Betracht ziehen.

Während der Arbeit habe ich überlegt was ich noch alternativ machen könnte.

Der Ausbilder wäre eine Möglichkeit oder in der Qualitätskontrolle.

Eine frage: Kann ich mich auch eine Stelle bewerben wo ich in der Bewerbung schreibe dass ich bereit bin während der Arbeit eine Weiterbildung zu machen?

Wie kann ich dies am besten schreiben?

Grüße

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 09.05.2017, 12:13

Wenn Du parallel zur Weiterbildung arbeitest, bedeutet das für den AG, dass Du nicht 100% bei der Arbeit geben wirst. Normalerweise suchen die Betriebe auch Leute, die das, was gebraucht wird, schon können - und nicht jemanden, der erst noch Zeit braucht um das zu lernen. Ich würde also von geplanter Weiterbildung nichts schreiben.

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