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Verhalten gegenüber Bewerbern?
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Prakikumbewerbung zurückziehen (Uni) << Zurück :: Weiter >> Was stimmt hier nicht?  

Welche Reaktionen(Eingangsbestätigung;Absage;Einladung) gab es auf Deine Bewerbungen?
Auf 100% meiner Bewerbungen habe ich eine Reaktion erhalten
11%
 11%  [ 6 ]
Auf 70% meiner Bewerbungen habe ich eine Reaktion erhalten
35%
 35%  [ 19 ]
Auf 50% meiner Bewerbungen habe ich eine Reaktion erhalten
18%
 18%  [ 10 ]
Auf 30% meiner Bewerbungen habe ich eine Reaktion erhalten
16%
 16%  [ 9 ]
Auf 20% meiner Bewerbungen habe ich eine Reaktion erhalten
18%
 18%  [ 10 ]
Stimmen insgesamt : 54

Autor Nachricht
Wisdom



Anmeldungsdatum: 21.10.2010
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 24.10.2010, 17:13    Titel: Verhalten gegenüber Bewerbern?

Hallo liebe Mitleser,

oftmals ist der qualitative und informelle Umgang mit Bewerbern mehr als fragwürdig, teilweise sogar Bewerberverachtend. Dieses sogar in Bereichen in denen von vielen Seiten(Politik und Interessenverbände) ein Fachkräftemangel suggeriert wird.

Nun möchte ich euch einmal bitten, mir eure Erfahrungswerte als Bewerber und Stellensuchender mitzuteilen, wenn es um den Ablauf und den Umgang mit Personalabteilungen, Personalverantwortlichen und Rekrutierungsunternehmen geht.

Bitte gebt eure reale Einschätzung ab.

Beste Grüße,

Wisdom
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Bewerber






Verfasst am:     Titel: Empfehlungen



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nachwuchsinformatiker



Anmeldungsdatum: 02.03.2010
Beiträge: 86

BeitragVerfasst am: 24.10.2010, 17:29    Titel:

9 Bewerbungen abgeschickt (alle per Mail oder web-Formular)
7 Eingangsbestätigungen nach maximal 3 Tagen
3 Vorstellungsgespräche (eins erst nach Telefoninterview)
1 Zusage
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Wisdom



Anmeldungsdatum: 21.10.2010
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 24.10.2010, 17:40    Titel:

Hallo nachwuchsinformatiker,

in meinen Augen eine sehr gute, quasi unschlagbare Quote. Welches Alter hast Du +/- und in welchem IT-Segment war die Position zu besetzen, eventl. Entwicklung, bzw. Programmierung oder Consulting?

Beste Grüße,

Wisdom
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FRAGEN
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 22.07.2006
Beiträge: 12164

BeitragVerfasst am: 24.10.2010, 18:28    Titel: Re: Verhalten gegenüber Bewerbern?

Wisdom hat Folgendes geschrieben:
Dieses sogar in Bereichen in denen von vielen Seiten(Politik und Interessenverbände) ein Fachkräftemangel suggeriert wird.


Das Wort "suggeriert" erscheint mir an dieser Stelle exakt richtig. Ich sehe eigentlich weder heute noch in näherer Zukunft echte Lücken, die sich nicht durch inländische Arbeitssuchende decken liessen... wohl allerdings viele Stellen, bei denen man sich mit Frischfleisch aus Südost-Europa (besser noch: Südost-Asien) ein gewisses Kostensenkungspotential ohne die Notwendigkeit von Einsatz und/oder Ideen in irgendeiner Form vorstellen könnte. Ich finde es ebenfalls ärgerlich, dass man da nicht ehrlicher argumentiert...

BTW glaube ich nicht, dass Deine 20%-Marke die Untergrenze der real existierenden Reaktionsraten darstellt... Winken
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Wisdom



Anmeldungsdatum: 21.10.2010
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 24.10.2010, 20:35    Titel:

@FRAGEN

Du hast leider auch aus meiner Sicht zu nahezu 100% Recht, leider. Ich wollte es nur in der Frage nicht als Fakt benennen, da dieses ja dann ebenfalls suggerieren würde es wäre auch so, oder müsste so sein.

Ich denke es gibt ein paar Bereiche bei denen es tatsächlich einen Fachkräftemangel gibt, aber in der Regel lautet die Aussage dahinter:

Jung > billig > willig > großzügig im Geben, kleinzügig im Nehmen...
Alles was dazu dient die Rendite hochzuschrauben wird genutzt...


... hochqualifizierte Fachkräfte werden benötigt, aber bitte nicht die teuren aus Deutschland, sondern die 12h arbeitenden-WG-Dauerpraktikanten ohne Anspruchsdenken.

Beste Grüße,

Wisdom
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nachwuchsinformatiker



Anmeldungsdatum: 02.03.2010
Beiträge: 86

BeitragVerfasst am: 24.10.2010, 21:33    Titel:

Wisdom hat Folgendes geschrieben:
in meinen Augen eine sehr gute, quasi unschlagbare Quote. Welches Alter hast Du +/- und in welchem IT-Segment war die Position zu besetzen, eventl. Entwicklung, bzw. Programmierung oder Consulting?


danke Smilie

bin 29, Diplom-Informatiker und das Promotionsverfahren läuft noch. Beworben habe ich mich als Softwareentwickler.

Ich habe mir für jede Bewerbung viel Zeit genommen, neben der Arbeit als wiss. Mitarbeiter an der Uni habe ich ein bis zwei pro Woche geschafft.
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schattenmann
~


Anmeldungsdatum: 02.06.2008
Beiträge: 658
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 25.10.2010, 00:27    Titel:

ich hab irgendwann aufgehört die bewerbungen die ich abschicke zu zählen... (bin seit 10 jahren mit bei);

gemäss buchhaltung (den bemühungsnachweisen für's amt) zufolge, dürfte ich 2009 an die 80 bewerbungen abgeschickt haben (nochmal: ich suche seit 10 jahren; im ersten jahr waren es 300, im zweiten 400, seitdem abnehmend)...

ich hatte 2009 zwei vorstellungsgespräche
eine schriftliche, und etwa 20 absagen per e-mail.
eingangsbestätigungen: zwei schriftlich, 20 per e-mail.
zwei betriebe nahmen schriftlich stellung zu den absagegründen,
4 hatten genügend ars** in der hose mir am telefon zu sagen warum...
(durchwegs: zu lange arbeitslos)

ein unternehmen verdiente sich 2009 meine auszeichnung als "das unternehmen mit der unverschämtesten absage des jahres", indem der zuständige personaler (6 monatiger aushilfs-job) zu mir meinte "sie sind zu lange arbeitslos; ich gebe ihnen den job nicht, nehmen sie doch mal nen job an".....

dieses jahr ist es schwieriger; die blockade die ich schon 2008 hier erwähnte, wurde so schwer das ich kaum noch was "raus bringe"... absagen habe ich dieses jahr 2 erhalten; da ich bis april noch alg hatte, dürfte das bis dahin nochmal 12 bewerbungen gewesen sein... wieviel das zwischenzeitlich sind, weis ich nicht... ich erspar mir die "statistik des grauens" lieber...

jedoch lassen sich aus den zahlreichen absagen bis heute eindeutige absage-tendenzen schliessen (ich hör seit knapp 4 jahren keine andere absagebegründung mehr **):
- zu lange arbeitslos
- zu wenig berufserfahrung
- fehlende weiterbildung (läuft hier in der schweiz via AA etwas ... harzig bis gar nicht, und wenn man meistens arbeitslos nach aushilfs- und temporärjobs ist, bleibt nicht so viel kohle über, um sich die WB selber leisten zu können)
** ein betrieb sagte mir ab, weil ich als ehem. callagent für den bürojob überqualifiziert gewesen sei...

eigentlich habe ich eine kaufm. ausbildung mit berufsmatura (mit ganz passablem schnitt)... berufserfahrung meist in technischen bereichen, und habe 1,5 jahre hotline überlebt. bin mir bez. aufgaben zu nichts zu schade, einzige punkte: ich kann den beruf vom gesundheitlichen standpunkt aus ausüben (gibt gewisse körp. einschrenkungen) ah ja - auch wenn mein gefühltes alter einen eintrag in's guiness-buch der rekorde rechtfertigen würde - ich bin unter35...

edit:
zahlen bez. 2009 sind verlässlich, weil ich die formulare elektronisch erfasst habe und pro stellensuchjahr eine pst da ist... (naja bis 2010 - gratistip. leute macht nen backup, auch wenn der pc neu ist......gerade wenn er neu ist Böse
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Wisdom



Anmeldungsdatum: 21.10.2010
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 25.10.2010, 04:22    Titel:

@nachwuchsinformatiker

Was soll ich zu Deiner Antwort sagen: Das hatte ich mir genau so gedacht Sehr glücklich - Du entsprichst der Zielgruppe die im Moment hinsichtlich Alter, Ausbildung und Tätigkeitsbereich definitiv gesucht wird.

Ich bin 42, habe eine ähnliche Ausbildung genossen, war aber die letzten 15 Jahre im IT-Management mit relativ umfangreichen Position(IT-Leiter, CIO) aktiv. Nun werde ich aus meiner Sicht für die Jobs von der Wirtschaft bestraft, über 300 Bewerbungen und vielleicht mal 3 Gespräche. Glücklicherweise bekomme ich auch so die Kurve, aber es ist schon sehr belastend wenn man dann etwas vom Fachkräftemangel in der IT liest... alles relativ im Leben.

Dennoch viel Glück im Job,

Wisdom
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s-it



Anmeldungsdatum: 07.07.2010
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 15.11.2010, 14:23    Titel:

Hm...

bin 25 Jahre alt. Seit 7 Jahren (davon 2 1/2 Ausbildung) in der IT tätig als Softwareentwickler/engineer, seit 2 1/2 Jahren mehr im Bereich Software/IT-Architektur.
Hab Abitur gemacht und danach (wie geschrieben) Ausbildung zum Fachinformatiker/Anwendungsentwicklung. Abi ganz passabel mit 2,5. Ausbildung mit sehr gut abgeschlossen (99%).
Hab bei meinem jetzigen Arbeitgeber die ein oder andere Schulung/Zertifizierung gemacht und hab mich im Oktober entschieden das ich gerne zum 1.1 wechseln würde - also doch relativ spontan (hab 6 Wochen Kündigungsfrist zum Quartalsende).

Nun zur Statistik:

1. Zwei Bewerbungen in Papierform verschickt
- keine Rückmeldung
- beide Bewerbungen bei großen Unternehmen
- allerdings waren beide Posten auch relativ außer Reichweite, da ich nicht mit der geforderten Erfahrung dienen konnte


2. Drei Bewerbungen über Personalvermittlung
- 2 Gespräche mit Zusage
- 1 Gespräch mit Quasi-Zusage, hatte ne Einladung zum Zweitgespräch, habe ich aber abgesagt.

Fazit: Hab zum 1.1. einen neuen Arbeitgeber.

Beworben habe ich mich auf Jobs im IT-Bereich, allesamt als Softwarearchitekt, mal Inhouse, mal als Berater.
Anfangen werde ich jetzt bei einem kleinen aber lukrativen und sehr anerkannten Beratungsunternehmen als Consultant/Softwarearchitekt im Bereich Java/JEE.


Meine Statistik bei der Ausbildung sieht dagegen eher mies aus:

30 Bewerbungen
10 Absagen
6 Einladungen zu Tests/Einstellungsverfahren/Gesprächen
1 Zusage
4 weite Einladungen zu Gesprächen habe ich abgesagt da ich von meinem Wunschunternehmen eine Zusage hatte
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schattenmann
~


Anmeldungsdatum: 02.06.2008
Beiträge: 658
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 15.11.2010, 14:58    Titel:

kann es sein, dass das verhalten vom status abhängt?

das bsp. leute welche sich beruflich verändern wollen (also job haben und behalten würden) anders behandelt werden (nämlich als "fachkräfte"), währenddem solche mit suchzwang (entlassen/arbeitslos) eher wie ... sagen wir "dreck" behandelt werdern?

sozusagen das alte vorurteil "nur nichtskönnende verlieren ihren job" immernoch vorherrscht?

(übrigens s-it: gratuliere zum neuen job!)
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s-it



Anmeldungsdatum: 07.07.2010
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 16.11.2010, 15:02    Titel:

schattenmann hat Folgendes geschrieben:
kann es sein, dass das verhalten vom status abhängt?

das bsp. leute welche sich beruflich verändern wollen (also job haben und behalten würden) anders behandelt werden (nämlich als "fachkräfte"), währenddem solche mit suchzwang (entlassen/arbeitslos) eher wie ... sagen wir "dreck" behandelt werdern?

sozusagen das alte vorurteil "nur nichtskönnende verlieren ihren job" immernoch vorherrscht?

(übrigens s-it: gratuliere zum neuen job!)


Danke für die Blumen Smilie

Selbst hab ich damit wenig Erfahrung aber aus dem Bekannten/Freundeskreis kenne ich das Problem.
Jobsuche aus einem unbefristeten Arbeitsvertrag heraus gestaltet sich relativ einfach. Die Verhandlungsposition ist natürlich relativ gut. Zudem schafft es vermutlich beim "zukünftigen Arbeitgeber" auch ein gewisses Vertrauen. Der "Sprung ins kalte Wasser" bleibt einem Arbeitgeber damit auch teilweise erspart.

Dazu kommt das in vielen Bereichen der Unterschied zwischen Fachfremden und Erfahrenen im Gehalt relativ gering ist, somit kann sich der Arbeitgeber für ein paar Tausender mehr im Jahr einen erfahrenen Arbeitnehmer suchen der nur sehr kurz eingelernt werden muss und vielleicht auch schon (je nach Beruf, z.B. Vertrieb, Marketing) Kontakte mitbringt.

Bei Fachfremden ist natürlich immer das Risiko da...warum will er den Job wechseln? Will er nur mal so probieren oder ist es ihm ernst?

Für den Bewerber ist es natürlich extrem schwierig aus dieser Zwickmühle rauszukommen. Die größte Schwierigkeit liegt wohl darin die Bewerbungsphase zu überstehen. In einem VG ist es natürlich deutlich einfacher den Arbeitgeber von seinem Wechsel zu überzeugen als auf einem Schriftstück, welches dem Personaler (je nach Qualität der Bewerbung) nur sehr wenig Faktoren gibt den Bewerber einzuschätzen.
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Cheryn



Anmeldungsdatum: 25.10.2010
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 22.01.2011, 21:44    Titel:

Also richtig aktiv bewerben tu ich mich erst seit diesem Jahr bzw. hab so Mitte Dezember letzten Jahres damit angefangen^^

Mhm, der Stand bis heute ist:

- 8 Bewerbungen abgeschickt
- 4 Eingangsbestätigungen
- 3 Absagen

Joa, auf den Rest warte ich noch^^
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Sweetie_EF



Anmeldungsdatum: 07.02.2011
Beiträge: 111
Wohnort: Erfurt

BeitragVerfasst am: 07.02.2011, 17:23    Titel:

Aktiv bewerbe ich mich seit Oktober 2010, meine Stelle lief zum 31.12.2010 aus.

Jetzt mal zur Statistik:

60 Bewerbungen
davon 10 Bewerbungen ohne jedwede Rückmeldung
(zum Teil seit Oktober 2010 offen)
20 postalische Bewerbungen, bei denen ich lediglich 5 Bewerbungen in zum Teil miserablen und nicht wieder nutzbaren Zustand zurück bekommen habe. Die restlichen 15 Mappen werde ich wohl trotz beigelegten Rückporto nicht wiedersehen. Mit den Augen rollen Deswegen bewerbe ich mich nur noch ausschl. per Email
5 Vorstellungsgespräche (bei einem lies man mich trotz vereinbarten Termins eine Stunde auf das Gespräch warten und bot mir während der Fragestunde nicht einmal etwas zu trinken an)
1 Einladung zum Eignungstest, bei dem die Entscheidung noch aussteht

Mein Fazit:
Vielleicht liegt es an der Vielzahl an kaufmännischen Bewerbern, dass wenig Rückmeldungen erhält. Bei 70 % meiner Bewerbungen trudeln aber zumindest Eingangsbestätigungen innerhalb von 2 Wochen ein, bis zur Absage dauert es im Schnitt 2 Monate.

Die schnellste Absage bekam ich heute. Freitag hat die Firma das Inserat auf stepstone gestellt, Samstag meine Bewerbung bekommen und heute hatte ich die Absage auf meine Bewerbung bekommen. *grmpf*
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Vasso



Anmeldungsdatum: 11.02.2011
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 16.02.2011, 10:52    Titel: Es ist nicht einfach-Nach dem Gespräch ist vor dem Gespräch

Hallo Zusammen,
ich habe mich vor einigen Tagen hier angemeldet, weil ich einen Beitrag zu diesem Thema schreiben wollte.
Die ersten Bewerbungen habe ich Ende August 2010 geschrieben und per Mail oder Online versendet.
Bisher habe ich eine Bewerbungsmappe abgegeben. Fand kürzlich auf einer Stellenanzeige im Internet den Hinweis, dass die Firma alle Bewerbungsmappen ungelesen vernichtet.

Statistik:
Bewerbungen: 40
Absagen: 14
Keine Antwort: 2
Vorstellungsgespräch: 9
Telefoninterview: 2

Bearbeitungszeit Eingang der Bewerbung bis zur Absage:
1 Woche: 4
2 Wochen: 5
3 Wochen: 1
6 Wochen: 1
3 Monate: 1
4 Monate: 1

Für meine Begriffe ist das Verhalten einiger Firmen sehr grenzwertig und gewöhnungsbedürftig. Frage mich oft, warum dauert es so lange bis man eine Antwort bekommt. Finde es persönlich besser, schnell eine Absage zu bekommen, als lange auf die Antwort warten zu müssen. Wo es doch nur ein Mausklick ist. Ich mache mir Gedanken über meine Bewerbung, feile Stundenlang an den Formulierungen, wie ist die Betreffzeile OK usw. Finde automatische Eingangsbestätigungen und pauschal gehaltene Antwortschreiben eine Frechheit, wo mit keiner Silbe auf meine Bewerbung auf Position AB eingegangen wird. Kommt mir vor, als hätte ich mich dort einfach so beworben. Das habe ich teilweise aufgrund eines Vermittlungsvorschlags von der BfA getan.

Ich trage meine Aktivitäten in eine Excel Liste ein. Habe dann einen guten Überblick: wann, wo, auf welchem Weg, auf welche Position, mit welchem Gehalt ich mich beworben habe.
Ergänze meine Liste nach Rückmeldungen.
Das ist schon eine Wissenschaft für sich. Sind im weiteren Verlauf aber sehr hilfreich für Gespräche beim Arbeitsamt und für meine Nachfrage Mails.

Einige Firmen hatten geschrieben, wir melden uns mit neuen Vorschlägen. Also frage ich in Abständen dort nach und trage dieses in meine Liste ein.

Ich habe in den letzten Wochen einige Bewerbertrainings mitgemacht und dabei recht unterschiedliche Dinge gelernt. Ein Patentrezept gibt es nicht. Kommt immer auf die Stelle, Firma und Bewerber an. Meine persönlichen Fragen konnte man dort nicht beantworten.
Anrufen vor der Bewerbung:
- Gut und schön, leider erreicht man die Ansprechpartner oft nicht.
- Einige wollen nicht durch Anrufe gestört werden und geben deshalb keine Telefon-Nr. in der Stellenanzeige an.

Angabe Ansprechpartner:
- ich habe einige Bewerbungen "Sehr geehrte Damen und Herren" verschickt, weil ich keinen Ansprechpartner finden konnte und bekam zeitnah eine Empfangsbestätigung.

Nachfrage Mails:
- Frage bei den Firmen nach, wenn ich noch keine Antwort bekommen habe. Warte geduldig ab, in der nächsten Woche schicke ich meine 2. Nachfrage ab, bis endlich eine Antwort kommt.
- Frage bei Absagen nach, woran es gelegen hat.

Internetseiten:
- Ich schaue mir vor der Bewerbung die Internetseiten der Firmen an.
- Kann dort die Schreibweise der Ansprechpartner kontrollieren.
Musste feststellen, dass die Angabe auf Stellenangebot BfA nicht stimmte.

Aber einige Dinge finde ich komisch und fragwürdig:
1.
Ich bekomme eine Absage ohne Angabe auf Stelle und Reverenz-Nr. Hatte von zwei Personen zur Bewerbung Mails erhalten. Weil es ein Vermittlungsvorschlag vom Arbeitsamt war, ich noch nicht so vertraut war, wollte ich eine Mail wo man sich eindeutig auf meine Bewerbung bezog. Schrieb an beide Personen eine Mail und bekam keine Antwort. Rief dort nach einer Woche an, reklamierte die pauschal gehaltene Absage, fragte nach was mit der Stelle ist, die wäre nun besetzt und bekam zeitnah eine Absage mit den gewünschten Angaben. Einige Tage später ging von der 2. Person eine Antwort ein.
Ca. zwei Wochen später, war genau diese Stelle mit gleicher Reverenz-Nr. wieder im Internet ausgeschrieben. Ich habe mich also noch mal dort beworben. Fand dass die Tätigkeiten sehr gut zu mir und meinen Qualifikationen passen. Bisher bekam ich eine automatische Empfangsbestätigung. Ich werde noch abwarten bis ich meine Nachfrage Mail versende.
2.
Lasse mir per Mail über StepStone neue Stellenangebote schicken. Fand dort einen tollen Job und erstellte meine Bewerbung. Die ich am nächsten Tag verschickte. Bekam eine Eingangsbestätigung. „Vielen Dank für Ihre Bewerbung . Wenn es für Sie weiter geht, erhalten Sie Nachricht von uns.“ Ich hörte nichts weiter und fragte mich, ob es 2 in 1 – Eingangsbestätigung und Absage – waren. Im Bewerbertraining konnte mir auf diese Frage keiner eine Antwort geben. Nach ca. 4 Monaten bekam ich eine Absage.
3.
Über eine Zeitarbeitsfirma wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch geschickt. Saß mit 3 Gesprächspartnern zusammen. Der Personalchef merkte an mein Zeugnis wäre nur so mittelmäßig. Das hat mich sehr überrascht. Ich bedankte mich für den Hinweis. War durch diese Bemerkung echt verunsichert, ob es tatsächlich so ist. Fragte eine Freundin die in einer Personalabteilung arbeitet. Mein Zeugnis war OK. Ich sollte damit nur aus der Reserve gelockt werden. Die Stelle sollte in Zeitarbeit werden. Bekam am nächsten Tag eine Absage, der Kunde hätte sich für einen anderen Bewerber entschieden. Nach 2 Wochen hat die Firma selbst eine Stellenausschreibung ins Internet gestellt.
4.
Ich schickte meine Bewerbung an eine Firma. Bekam keine Eingangsbestätigung. Frage nach 3 Wochen nach, ob meine Bewerbung eingegangen ist und die Bewerberauswahl noch in der Bearbeitung ist. Bekam am nächsten Tag Rückmeldung „die Bewerberauswahl ist noch nicht abgeschlossen“. Bei einer Fortbildung erfuhr ich, dass eine andere Person sich ebenfalls auf diese Stelle beworben hatte und ebenfalls noch auf Antwort wartet. Nach 10 Wochen schickte ich meine 2. Nachfrage Mail. Bisher kam keine Antwort. Nun habe ich eine Nachfrage Mail an den Geschäftsführer geschickt. Warte noch auf die Antwort. Dieser Mensch wird nun solange Mails bekommen, bis ich eine Antwort bekomme. Bin mir sicher, dass ich bei dieser Firma nicht wirklich gern arbeiten möchte.
5.
Schickte meine Bewerbung, bekam 2 Tage später einen Anruf und wurde zum Vorstellungstermin eingeladen. Wurde gebeten Dateien auszufüllen. Das hat länger, wie man mir sagte, gedauert, schließlich wollte ich keine Angaben machen, die nicht mit meinen Bewerbungsunterlagen und Qualifikationen deckten. Beim Vorstellungtermin bekam ich 9 Seiten Fragebögen zum Ausfüllen vorgelegt. Die habe ich dann auch brav und gewissenhaft ausgefüllt. Wollte ja einen Job und es blieb mir keine andere Wahl. Das Gespräch ist nun 4 Wochen her. Eine Antwort habe ich bisher noch nicht erhalten. Auf meine Nachfrage Mail bisher keine Antwort erhalten. Rief bei der Firma an und habe nun Klarheit. Die Stelle wurde vom Kunden intern besetzt. Ich bin im Bewerberpool gelistet. Sie melden sich mit neuen Vorschlägen bei mir.

Also ich bin mit dem Stand der Dinge bisher zufrieden. Suche im Internet nach Stellenangeboten. Ich habe schon einige Vorstellungsgespräche hinter mich gebracht und gehe gelassen an die Sache ran. Für mich ist jede Einladung zum Gespräch schon ein Erfolg und immer ein Training für das folgende.
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TraubenNuss



Anmeldungsdatum: 01.04.2011
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 01.04.2011, 20:31    Titel: Hier ist meine Version...

Hallo,

ich bewerbe mich aktiv seit Mitte Oktober 2010. Mein Erststudium habe ich im August 2010 beendet, mein Zweitstudium im Sommer 2008.

Also laut Statistik meiner Excel-Tabelle waren es zwischen Oktober 2010 und März 2011 (Ein Monat lang Bewerbungspause da in Lateinamerika unterwegs)

Bewerbungen: 85 +/- 5 (einige habe ich nicht dokumentiert)
Absagen: 80 (davon alle ohne Begründung bzw. mit inhaltsleeren Floskeln)
Telefoninterview: 1
Keine Antwort: ca. 5 (hab es nicht genauer dokumentiert)

Um die Antwort auf eure Fragen vorweg zu nehmen.
Erststudium: Politikwissenschaften - Diplomstudium (Endnote 1,4) - Schwerpunkt EU-Politik und Energiepolitik. Diplomarbeit über die Zukunft des dt. Energiemarktes (alles auf Englisch)

Zweitstudium: Bachelor of Law (Endnote 2,1 - ich hab leider die mündliche Prüfung vermasselt Traurig ). Schwerpunkt Wirtschaftsrecht und Internationales Recht. Bachelorarbeit über die Rolle der United Nations (auch auf Englisch).

Ist diese Absagequote normal? (Bewerbungsunterlagen von 2 Coaches/Profis geprüft). Bewerbungen in Unternehmen, Verwaltung, NGO's, Verbänden, Lobbygruppen, Institutionen etc.

Woran könnte es liegen? Hat jemand eine Idee? Liegt es an fehlender Auslandserfahrung, sind meine Sprachkenntnisse immer noch nicht gut genug?
Leider habe ich außer meinen Reiseaufenthalten keine Auslandserfahrung (ging finanziell einfach nicht). Praktika und Berufserfahrung habe ich (in der Verwaltung, in Unternehmen, in den klassischen Studentenjobs....). Sprachkenntnisse:

Englisch (Habe letztes Jahr "aus Spaß" den TOEFLibt Test gemacht weil meine Freundin ihn machen musste. Hatte da 115 von 120 Punkte)
Französisch (Level C1)
Spanisch (Level B1)

Leider habe ich nicht sehr viel soziales Engagement neben dem Studium zeigen können. 2 Studien, 1 Nebenjob, mehr war nicht drin.

Ist man als Politologe und Jurist (wenn auch kein diplomierter Jurist) nicht erwünscht?

Liegt es an meinem durchschnittlichen Abitur? (2,9) oder an der langen Studienzeit (von 2003 bis 2010)?

Bin neu hier und wollte fragen, ob es anderen auch so geht? Hab ich das "falsche" studiert?
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