WAS kann ich tun, um Jahre der Arbeitslosigkeit auszugleich?

Welche anderen Bewerbungsstrategien kennt ihr noch? Fragen dazu bitte hier reinschreiben.
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couchpotatoe
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WAS kann ich tun, um Jahre der Arbeitslosigkeit auszugleich?

Beitrag von couchpotatoe » 13.07.2012, 20:51

Hi
seit mehr als 7 Jahren hatte ich nur ABM Stellen, oder 1EUR Jobs. :evil: Ich denke mal, dass dies der Grund ist, warum ich immer noch ALG2 betroffen bin und zum 2. habe ich von Bibliothhek auf Buchhandel umgesattelt. Vielleicht sind potentielle Arbeitgeber der Ansicht "Die ist ÜBERqualifiziert".
Jedenfalls bekomme ich nicht mal Einladungen zu Gesprächen, obwohl ich mich auch ehrenamtlich im Verkauf engagiere. :roll:
Wer war schon mal in einer solchen Situation und wie wurde die gelöst?
Vielen Dank schon jetzt für die Antworten
Couchpotatoe

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 14.07.2012, 09:03

Hallo couchpotatoe,

die zahlreichen ABM Stellen machen sich sicherlich nicht gut im Lebenslauf.

Offensichtlich ist jedenfalls, dass Du, um eine Chance zu bekommen, neben einem überdurchschnittliche Anschreiben Dich nicht mit einem klassischen Lebenslauf bewerben solltest. Wahrscheinlich dürfte sich ein achronologischer Lebenslauf anbieten, mit dem man diese Zeit besser kaschieren kann und die bestmögliche Präsentation schafft.

Es spricht jedenfalls einiges dafür, dass Du dich mit deinen Unterlagen einfach nicht optimal präsentierst, und deshalb auch promt die Absagen bekommst. Auch wenn die Damen und herren im Jobcenter das möglicherweise anders sehen.

ebn den Bewerbungsunterlagen gibt es regelmäßig noch eine zweite Ursache für den ausbleibenden Erfolg. Der Mensch bewirbst sich auf die falschen Positionen, insbesondere nicht auf die, die er tatsächlich ausfüllen soll; sprich er hat noch nicht den Berufsweg eingeschlagen, der für ihn bestimmt ist, obwohl er das bislang immer dachte.

Viele Grüße aus Duisburg

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 14.07.2012, 16:36

couchpotatoe hat geschrieben:Hi
seit mehr als 7 Jahren hatte ich nur ABM Stellen, oder 1EUR Jobs. :evil: Ich denke mal, dass dies der Grund ist, warum ich immer noch ALG2 betroffen bin und zum 2. habe ich von Bibliothhek auf Buchhandel umgesattelt.
Weshalb erfolgte dieser Wechsel, und ist dieser nur eine Änderung der Neigung oder durch Aus- oder Fortbildung untermauert? Unabhängig davon hast du bestimmt weiterhin die Möglichkeit, in der Bibliothek zu arbeiten. Der stationäre Buchhandel befindet sich in der Umstrukturierung (aufgrund Internethandel, elektronische Bücher), dass neue Stellen kaum geschaffen werden.

Im Lebenslauf musst du darauf verzichten, die Stellen als ABM-Stellen oder 1-Euro-Jobs zu bezeichnen.

couchpotatoe
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Beitrag von couchpotatoe » 14.07.2012, 17:05

@Knightley: Der Wechsel erfolgte, weil ich in Bibliotheken keine Chance mehr sehe. Bibliotheken sind FREIWILLIGE Leistungen hier in Deutschland. D.h. die werden mit Vorliebe von denen, die das Geldsäckchen verwalten, geschlossen. :? Außerdem gibt es durchaus Stellenausschreibungen für Buchhändler/innen, nur werde ich - aus was für Gründen auch imer - ständig aussortiert. Der Wechsel erfolgte durchaus wegen NEigung. ICh möchte halt weiterhin mit Leuten zu tun haben, die sich für Bücher und/oder AV Medien interessieren.
Die Stellen bezeichne ich schon jetzt nicht als ABM oder 1EUR Jobs. Ich wollte, in meinem neuen Wohnort hätte ich auch die Möglichkeit solche zu belegen. Als ich damals die in HB hatte, HAGELTE es auf einmal Vorstellungsgespräche. Nur hier in NRW gibt es nur 1EUR Jobs für Leute, die aus psychischen Gründen schwer zu vermitteln sind! :evil:

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 14.07.2012, 19:18

Bibliotheken gibt es nicht nur als Stadtbibliothek, die eventuell stark von den kommunalen Finanzen abhängen, sondern bspw. auch als Universitäts- oder Unternehmensbibliotheken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die nun alle geschlossen werden.

Im Anschreiben sollte deine Leidenschaft für Bücher spürbar sein. Es ist auch zu überlegen, was du vom Arbeitsplatz Bibliothek mitbringst, was ein Bewerber, der nur in Buchhandlungen gearbeitet hat, nicht vorweisen kann. Unter Umständen gibt es wichtige Unterschiede, die auch für die Buchhandlung interessant sind.

couchpotatoe
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Beitrag von couchpotatoe » 14.07.2012, 21:29

@knightley: Bibliotheken sind für mich - als Arbeitsplatz - ein für alle mal ad acta gelegt. Ich musste mir eingestehen, dass ich nicht der Chef-Typ bin. basta. :?
Mal sehen, ob ich es irgendwie schaffe, Dir eine private Nachricht zu senden, dann schicke ich mal eine - anonymisierte Bewerbung an Dich. Du scheinst so einiges von der Sache zu verstehen.
Readya,
Couchpotatoe

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