Für den Lebenslauf leben?

Hier kann über aktuelle Probleme diskutiert werden.
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ksmith
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Beitrag von ksmith » 14.08.2006, 09:48

Moin,

hast da, glaube ich etwas falsch verstanden.

Bei uns war es so, dass sich ein oder zwei Kollegen an die Teamleiterin angeschleimt hat und damit auch noch sehr erfolgreich war. Die haben sich auch privat getroffen.
Per "Du" waren wir mit der Teamleiterin alle gewesen. Aber die Chemie zwischen meinem Kollegen und ihr war einfach super.
Dadurch wurde er allen anderen bevorszugt behandelt. Ihm wurde eher geglaubt, als anderen, etc. Bedeutet, die Distanz eines Vorgesetzten war nicht mehr vorhanden.
Zusätzlich hat er sich an der Servicemanager herangeschleimt, ebenfalls mit Erfolg.
Das Resultat der schleimerei ist jetzt, daß er selber auf ein anderes Projekt wechselt und da selbst Servicemanager wird.
Ohne die schleimerei, hätte er das aus eigener Kraft niemals geschaft.

Ich habe, solange die Chemie in einem Team paßt, nichts dagegen nach Feierabend mal nen Bier schlürfen zu gehen.
Nur muß man als Vorgesetzter eine gewisse Distanz wahren, dam man sonst nicht die unangenehmen Dinge im Berufsleben ausführen kann.
Beurteilungen können unneutral ausfallen und jede personelle Maßnahme (Abmahnung oder Entlassung) wird zu einer Tortur für die Psyche.

Das meine ich damit.

Gruss
Ken

Mona-Lia
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Beitrag von Mona-Lia » 14.08.2006, 10:21

alles klar .....
aber es ist wirklich immer eine Gratwanderung wie weit man sich
privat einlassen soll !

Schleimerei ist jämmerlich.... aber wie haben wir schon diskutiert: Man muss eben doch eine Portion Skrupellosigkeit haben, um ganz nach oben zu kommen.
An denen, die an uns vorbei ziehen ärgern wir uns halt... das liegt in der menschlichen Natur. Vorallem, wenn man eigentlich an der Reihe wäre und fachlich sowieso überzeugender ist.

Ich hatte schon Vorgesetzte, die konnten mir fachlich nicht annähernd das Wasser reichen. Aber die waren halt etwas gewitzter, haben sich besser verkauft, oder was weiss ich.... (besser geschleimmt ?? :wink: ) Das muss man so hinnehmen, oder halt selbst etwas unternehmen !
(Wobei ich da ja gar nicht grossmaulig sagen kann, dass ich zu Letzteren gehöre..... :wink: )

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ksmith
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Beitrag von ksmith » 14.08.2006, 10:48

Hi,

schleimen istr dann besonders erbärmlich, wenn man weis, dass aus eigener Kraft nicht weiterkommt.

Das Problem an der ganzen Sache ist aber, dass man ab einem bestimmten Punkt Privat und Beruf nicht mehr trennen kann.
Deswegen muss man ja als Vorgesetzter eine gewisse Distanz wahren.

Die Skrupellosigkeit ist erforderlich und muß es auch geben. Das gehört zum Berufsleben.

Auch ich hatte Vorgesetzte, die von der eigentlichen Arbeit absolut keine Ahnung hatten und das sind die schlimmsten von allen, da sie versuchen, das fehlende Wissen zu kompensieren.

Aber wie ich gesagt habe, macht es eine zu große Nähe zu den Mitarbeitern schwieriger sich durchzusetzen oder auch mal jemanden zu rügen oder gar zu entlassen, da es einfach zu stark belastet und die Sinne trübt.

Gruss
Ken

TEMproMens
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Beitrag von TEMproMens » 17.08.2006, 09:44

Oja, Sich Anbiedern ist einfach widerlich.
Auch so übertrieben joviale "ach, ich bin so lustig"-Typen mit dem pubertären Humor eines 14-Jährigen *ihhh*

Ich weiß nicht, warum es gerade die immer so weit bringen. Eigentlich kann die doch keiner leiden, oder doch?

lG

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ksmith
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Beitrag von ksmith » 17.08.2006, 10:21

Das ist es ja gerade. Diese typischen "ja" sager kommen immer weiter.

Von den Kollegen kann sie meistens keiner leiden, nur der Chef, da diese Kollegen stets mit einem Eimer Casline durchs Büro tigern, damit es dem Chef nicht ganz so weh tut, wenn sie ihm in den hintern kriechen ... :twisted:

Ich kann solche Kollegen abslout nicht ausstehen und verurteile soetwas aufs schärfste.

Gruss
Ken

Buttercup
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Beitrag von Buttercup » 16.12.2006, 15:51

also zum thema maenner und frauen im vorstellungsgespraech...
ich hatte beide im gleichen interview, nacheinander. erst die frau, die generell im recruitment (wie heisstn das... personal-abteilung wieauchimmer) der boss is. sie war zwar super nett, sehr freundlich, war sie auch am telefon schon als sie mich wegen dem interview angerufen hat, hat kleine scherze mit mir gemacht, war aber alles in allem sehr viel serioeser im eigentlichen interview, hat aber die ganze zeit nett gelaechelt und war freundlich. der zweite teil vom interview war mit einem der abteilungs-chefs hier, ein mann, kam mir ein bissl nervoes vor, hat sogar mehr in seinen saetzen gehakt als ich (obwohl er doch englisch muttersprachler is und nicht ich), war trotz alldem super nett (und is es immernoch).

was allgemein meine erfahrung zu maennern und frauen is, is, dass ich frauen sehr viel serioeser finde (keine ahnung ob das nun anders is, wenn sie nen mann interviewen) als maenner...

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 27.06.2007, 17:32

Für den Lebenslauf leben?
Nein. Man sollte so leben, wie man es für richtig hält, und dann eben gucken, welche Berufsmöglichkeiten sich für die eigene Person ergeben.

mountisa
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Beitrag von mountisa » 28.06.2007, 11:40

Habe noch keine Lücke drin. Aber als Berufsanfänger kurz nach der Ausbildung ist es noch schwerer etwas zu bekommen!

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Alazais
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Beitrag von Alazais » 28.06.2007, 23:37

Für den Lebenslauf leben?
Gegenfrage:

Lebt man um zu arbeiten oder arbeit man um zu leben?

Also für mich gilt Zweiteres, mein LL sieht entsprechend aus, Gymnasium abgebrochen in der 11. (bescheuert ich weiß), 1. Ausbildung abgebrochen wg. Schwangerschaft (damals für mich ne Katastrophe, aber heute bin ich froh daß ich mit 35 schon eine so große Tochter habe und jetzt richtig Gas geben kann), dann 4 Jahre selbstständig, dann ne ganze Zeit gar nix => Erziehungsphase 8) , dann Umschulung und jetzt häng' ich noch ne Zusatzausbildung dran. Und ich kann Euch sagen daß bei 10 Bewerbungen 8!! Vorstellungsgespräche rausgekommen sind und bis Stand heute 3 Zusagen, ich kanns mir also aussuchen.

Ihr seht also, mann/frau sollte nicht immer alles so eng sehen, denn letztendlich kommt doch alles immer genauso wie es kommen muß, egal wie der LL aussieht.

LG
Alazais

Sceloporus
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Beitrag von Sceloporus » 12.07.2007, 21:55

Man sollte jedoch auch bedenken, dass man sich mit einerm guten Job, einem guten Gehalt viel besser selbstverwirklichen kann, sowohl privat als auch beruflich (Selbsständigkeit benötigt Kapital etc).

Und Chancen auf gute Jobs sind mit einem "sauberen" Lebenslauf einfach größer.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 13.07.2007, 20:24

Es kann m. E. auch ein sehr gutes Hilfskriterium für jemanden sein, der das Glück hat, zwischen mehreren Jobalternativen wählen zu können.

Trüffel
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Beitrag von Trüffel » 01.09.2007, 10:39

Tja. Gute Frage.

Ich hatte keine Zeit und kein Geld für ein Auslandssemester. Ein Auslandspraktikum war geplant, musste aber wegen persönlicher familiärer Probleme gestrichen werden.

Ich habe 2 Studienabschlüsse, habe für Master + Staatsexamen insgesamt 7 Jahre gebraucht, und bin jetzt zu alt. Mein Beruf (Studienrichtung) hat in den letzten Jahren geboomt - gabs in meinem Jahrgang noch 80 Studienanfänger, sind es heute 500 pro Semester.

Demzufolge sind die wenigen Stellen hart umkämpft.

Ich schätze mich fachlich überdurchschnittlich ein, habe ein größeres naturwissenschaftliches Verständnis als viele, die mit mir studiert habe. Ich habe großes mathematisches Verständnis, aber leider bin ich so gut wie gar nicht sprachbegabt. Ist einfach so. Mir machts mehr Spaß, Wahrscheinlichkeiten auszurechnen als ein paar Vokabeln zu lernen. Die Folge ist Englisch als einzige Sprache, und diese nicht verhandlungssicher. Einigermaßen fließend. Aber das reciht nicht.

Früher hab ich immer gesagt, ich mach, was mir Spaß macht, ich mach, was zu mir passt, und dann wird schon was geben für mich. Wenn ich die zeit jetzt zurück drehen könnte, würd ichs aber anders machen. Würde supertolle Praktika machen, statt 2 Praktika im öffentlichen Dienst/Presse/Beratung/bissel Projektmanagement. Hätte jetzt von Marketing, Produktmanagement, Projekten superviel Ahnung. Hätte mich durch mindestens 1 weitere Sprache gekämpft.

Ich kann halt nicht in ne Bewerbung schreiben: Sprachkenntnisse flopp, aber Mathe top! Das interessiert niemanden. Ist nicht üblich.

Auf die Stellen bei den großen Firmen, wo ich mich bewerbe, werden 5stufige Auswahlverfahren gemacht. Ohne Auslandserfahrung muss ich mich da gar nicht drauf bewerben. Da wär das Geld für das Foto rausgeschmissen.

Ich würd ein Zwischending machen - bissel nach dem gucken, was für einen selbst gut ist, aber auch bissel auf den Lebenslauf achten....

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 01.09.2007, 12:10

Ich finde allerdings, dass Sprachkenntnisse sowieso überbewertet werden. Fremdsprachen kann man sich immer noch aneignen, wenn sie unbedingt gebraucht werden. Ich habe aber noch niemanden kennen gelernt, der sich naturwissenschaftliche Fächer/Bereiche später aneignen konnte, weil er es dann verstanden hätte.

Gut, bei großen Konzernen sind Fremdsprachenkenntnisse sinnvoll, wenn mit ausländischen Partnern zusammengeárbeitet werden muss; aber auch dafür braucht man kein verhandlungssicheres Englisch - meiner Meinung nach. Und viele kleine, mittlere Firmen sind gar nicht im Ausland engagiert, so dass geforderte Fremdsprachenkenntnisse eher eine allgemeine Anforderung sind, weil es eben alle verlangen.

Trüffel
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Beitrag von Trüffel » 01.09.2007, 12:35

Das ist lieb, dass du das schreibst, weil es meiner Seele gut tut!

Bißchen Selbstbewusstsein seine Fähigkeiten betreffend schadet ja nicht....aber ich habe schon für Praktika Absagen bekommen, weil mein angegebens Englisch ("nur" gut) nicht gut genug war. Das deprimiert.

baldu
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Beitrag von baldu » 18.09.2007, 21:45

servus zusammen, ich möchte hier auch gerne mal meinen einblick wiedergeben;)

ich bin einer der sich voll und ganz dem lebenslauf ergibt, ich hab eine wirtschaftsschule besucht, und dann stand ich vor der wahl, industriekaufmann oder eh-kaufmann, ich hab mich für letzeres entschieden, weil es mir eher zugesagt hatte. damit kam aber auch schon die nächste frage, ich hatte den vertrag für eh-kaufmann bekommen (lehrvertrag), hab aber dann höflichst mein ausbildungsbetrieb gebeten ob ich nicht zuerst 2 jahre verkäufer lernen darf (die ersten 2 jahre sind identisch mit dem kfm-eh) und dann bei "eignung"(war ein vorwand) 1 jahr zum eh-kaufmann ranhängen dürfte. hab den verkäufer mit 89% ihk-prüfung hingelegt, und den kaufmann im einzelhandel dieses jahr mit 94%
der grund für mich wahr, es "pönt" sich halt schöner, zuerst verkäufer dann eh-kfm und den noch besser...*blabla*, nun gehe ich auf die bos um mein fachabi nachzumachen (hoffentlich schaff ich das *gg* gebe aber alles, und seis das mich die nachhilfe durchbringt;)) um dann den handelsassistenten zu erlernen (ist leider fachabi vorraussetzung in meinem ausbildungsunternehmen).

-wirtschaftsschule-->verkäufer-->eh-kfm-->bos-->handelsassistent
das wäre eine lupenreiner übergang in den qualifikationsschritten und das noch in einem betrieb.

ich selbst hasse es :cry: , aber leider wie ihr schon alle festgestellt habt ist das heutzutage ein richtiger "überlebenskampf", ich selbst wäre auch lieber lässiger unterwegs, bzw entscheidungsfreudiger in manchen dingen (einfach firma wechseln in der ich nicht abi brauch für "hassi" dürfte aber sofort nach dem bestehen des abis wiederkommen)

in diesem sinne - schönen abend noch :)

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 19.09.2007, 15:05

Ist doch gut so wie du es macht. Erstmal was in der Tasche haben, denn wenn man nichts hat, dann ist das Leben auch nicht so leicht. Außerdem kann man sich so etwas aufbauen und es dann später etwas lässiger angehen. Denn mit einer guten Ausbildung sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt immer noch viel besser als ohne. Und wenn man bspw. Arbeit hat, dann hat man später auch eine bessere Rente, von der man sich ein lässiges Leben gönnen kann. :wink:

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 28.11.2008, 20:55

Ich trau mich fast nicht ein so altes Thema auszugraben, mache es aber trotzdem mal, da ich eben erst drauf gestoßen bin und das Thema klasse finde. Das Thema ist ja heutzutage sowieso wieder aktuell

Ich frage mich was ist "Für den LL leben"? Ist das nicht eine andere Art zu sagen "ich plane meine Karriere"?
Wenn ein Student heute nur ein Auslandssemester macht, weil er sonst nicht bei Bosch als Trainee anfangen kann, kann er sich die Mühe sparen. Anforderungen sind doch mehr als eine Checkliste.

Haben sie x Monate im Ausland verbracht? - Check.
Haben sie einen Schnitt von 1,6 oder besser? - Check.
Sind sie in mindestens drei Vereinen? - Check.

So ist es nicht und so könnte es auch gar nicht funktionieren. Gerade deshalb sagen "erfolgreiche" Menschen mit ungeradem LL doch immer wieder, dass sie denken, gerade diese Ungereihmheiten würden Sie interessant machen.

Aber bedeutet das auf der anderen Seite nicht dass die "Ich lebe nicht für den LL" nicht einfach sagen will "Ich mache was ich will, bewerbe mich wann ich will, als was ich will und soll dann auch gefälligst genommen werden"? Oder bin ich hier (ich verallgemeinere nicht) zu ungerecht?
Ich finde allerdings, dass Sprachkenntnisse sowieso überbewertet werden. Fremdsprachen kann man sich immer noch aneignen, wenn sie unbedingt gebraucht werden
sowas ist in meinen Augen nämlich schlicht falsch
Und darin sehe ich auch das Problem. Nicht in der Tatsache, dass Person A nicht die letzten Jahre Urlaub und Wochenende so geplant hat, dass er nun 2 Sprachen fließend spricht, sondern das Person A denkt, er könnte dennoch sich nach Spanien an einen Konferenztisch versetzen lassen
... oder aber dass er ohne den Konferenztisch in Spanien nicht glücklich werden kann

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Beitrag von Trüffel » 29.11.2008, 09:56

Kannst du deinen letzten Absatz nochmal erörtern? Ich bin nicht sicher, ob ich den richtig verstehe.... :?

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Beitrag von ice_and_fire » 29.11.2008, 10:22

Zum letzten Absatz speziell

Damit meine ich, dass sein Leben einfach leben zu wollen in meinen Augen die einzige Möglichkeiten ist. Es gibt Leute, bei denen bedeutet das am Wochenende Spanisch und in der Abendschule Argumentieren zu lernen und es gibt Leute die verstehen darunter am Wochenende sich einfach mal auszuruhen oder nicht das ganze Semester durchzulernen ... nur kommen diese Leute dann irgendwann öfter mal auf die Idee, dass sie einen Job ergreifen wollen, für den sie gar nicht geeignet sind und (und jetzt kommt ne Behauptung) in dem sie niemals froh werden würden. Person X und Job Y passen einfach nicht zusammen. Natürlich sieht man das im LL; aber der Grund ist nicht, dass Person X nicht für seinen LL gelebt hat.

Nur wird Person X (hat den Job natürlich nicht bekommen), dann sagen, dass Person Z (hat den Job bekommen) schon die letzten 10 Jahre nur für diesen Job Y gelebt hat. Das ist einfach ein Abwehrmechanismus von Person X.

Dabei hat z.B. diese Person Z nicht die letzten Jahre privat damit verbracht Spanisch zu lernen, damit er eben Job Y bekommt, sondern lediglich, weil er seit seinem letzten Europa-Trip von der Sprache fasziniert ist.

Gefährlich wird es eben, wenn Person X denkt, dass der Umkehrschluss funktioniert. Er fängt auch an, für den LL zu leben und wundert sich 3-5 Jahre später, warum das bei ihm nicht funktioniert hat.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 29.11.2008, 18:34

ice_and_fire hat geschrieben:Damit meine ich, dass sein Leben einfach leben zu wollen in meinen Augen die einzige Möglichkeiten ist.
Das ist für mich einer der besten Sätze im ganzen Thread (der an guten Sätzen keinen Mangel leidet)! Ich würde davon ausgehen, dass bei jemandem, der tatsächlich "sein Leben lebt" (d. h. sich konsequent - beruflich wie außerberuflich- auf Tätigkeiten konzentriert, zu denen er ein natürliches persönliches Verhältnis hat) auf längere Sicht fast zwingend ein überzeugender Lebenslauf entsteht... zumindest für die Kategorie von Tätigkeiten, die für denjenigen interessant ist. Das Schöne ist ja, dass es nicht einen, sondern werweisswieviele Arten von Lebensläufen gibt, die einen Sinn ergeben... je nach Person und Thema...

Je gelebter das Leben, desto klarer das (als Wort fast immer missbrauchte) Profil... ;-)

Und Dir, ice_and_fire, nochmal schönen Dank für`s Ausgraben... ;-)

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