99% der Bewerbungen gehören ungelesen in den Müll!

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Sceptic
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Beitrag von Sceptic » 15.03.2008, 20:54

Bollmann hat geschrieben: Ja, schon klar, 1,45 EUR Porto + Material und Arbeitszeit kostet Geld, aber das ist eine Frage des Respektes.

Ein Praktikum um sich von der Eignung zu überzeugen? Da hat man ja eine schöne billige Arbeitskraft. Aber dann ist die Probezeit entbehrlich. Was soll man beweisen in dem Praktikum, fachmännisches Kopiererbedienen, Kaffee kochen? Eignungspraktikum, Probearbeiten klingt alles sehr nach Erpressung.
...genau meine Meinung!
Wenn man selbst als Bewerber der Endrunde sowas kredenzt bekommt zeugt das weder von sozialer, noch von wirtschaftlicher (kostenrechnerischer) Kompetenz. Ein Armutszeugnis auf ganzer Linie.

Ich habe letztes Jahr 2mal eine Absage bekommen (55Ct Porto) mit Bemerkung "Wenn Unterlagen zurück..., dann... zusenden frankierter Rückumschlag, blabla...."

bin dann 2mal persönlich hingefahren und habe einen kurzen Kostenvergleich präsentiert:

-,90Ct gespart,

abzüglich
zeitlicher Verwaltungsaufwand für:
einlagern, 1 Jahr Aufbewahrungspflicht, dann vernichten, bei eventuellem Rücksendewunsch wieder ausgraben und eintüten,
telefonische Rückfragen,
das Zulabern lassen von dem penetranten A-Loch, welches gerade vor ihnen steht :lol:
multipliziert mit Stundensatz = dickes Minus
nur wirklich interessant, wenn Kapazitäten nicht ausgelastet sind (also langeweile im Büro herrscht und die Zeit sowieso bezahlt wird)

aber man hätte auch mit einer Stehlampe reden können:
Ja aber wir müssen das doch, das hat "der" und "der" so gesagt... Das war schon immer so...

Danach fühlte ich mich unheimich frei und irgendwie verliere ich immer ein Stückchen mehr die Furcht vor DEM Schritt in die Selbstständigkeit.
Mal sehen... :roll:

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KillrAngel
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Beitrag von KillrAngel » 16.03.2008, 12:59

Da stimme ich zu: Bewerben ist wirklich Glückssache.
Ich frage mich wirklich auf was es manchen Sucher eigentlich ankommt!? Ich bewerbe mich ja als Arzthelferin und bin ja eigentlich mit meinem (befriedigenden) Abitur fast überqualifiziert. Da verlangen manche Ärzte Abitur mit Deutschnote 2 und Bionote 2. Dachte bei Deutsch LF 3 (letztes HJ 2) würde das reichen, zusätzlich habe ich ja so einige Erfahrungen im medizinischen und betreuenden Bereich zu bieten, was die Noten doch eigentlich in den Hintergrund rücken könnte!? Scheiße wars und dann als Antwort nur es wären zuviele Bewerber, die sicherlich ihre 2 in D haben, aber keine Praxiserfahrung. :roll:

Bei meiner Bewerbung als Ergotherapeutin wurde ich sofort genommen, obwohl ich das Vorstellungsgespräch mehr als bescheiden durchstanden habe, aber meine Praxiserfahrung hat mich da gerettet. Leider scheint das einem Arzt scheißegal zu sein, ob man gut mit behinderten Menschen umgehen kann und durch das FSJ bereits Ahnung von Hygiene und Erste-Hilfe hat?!

Meine Bewerbungsunterlagen sind auch nach allen Regeln der Kunst. Argumentierend, ordentlich und sauber, hochwertiges Bild mit schicker weißer Bluse und die wichtigsten Nachweise. Trotzem bekomm ich Absagen oder vorerst keine Antwort. :roll:

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vanissi
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Beitrag von vanissi » 16.03.2008, 13:14

ich kenns auch...da laufen vll. die noten im abi nicht so wie man will und das verfolgt einen dann bei den bewerbungsgesprächen.

egal ob man ein praktika gemacht hat oder schon erfahrunbgen sammeln konnte durch aushilfsjobs...auf einmal sind die noten wichtiger als die erfahrung.


in den ass. fand ich es immer toll....die laberten sich dann imer ab das sie gut mit menschen und kunden umgehen können und sich gut im internet über den job informiert haben.
->da dachte ich dann hallo ok. ihr lest einen text und sagte bingo den job will ich ?
-> dann noch behauptungen ohne bsp.


das lustige war die hatten zwar gute noten aber k. schimmer vom realen job...das war dem ausbilder aber ansich etwas egal...gute noten im abi gl gute noten während der ausbildung.

speedymouse
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Beitrag von speedymouse » 27.03.2008, 12:04

Ich hab ja glücklicherweise seit kurzem einen Job bei einer Firma die in der Produktentwicklung tätig ist. Da die Firma gerade kräftig am expandieren ist suchen sie auch gerade Personal.

Ich bin zwar nicht am Prozess an sich beteiligt doch muss ich auch kräftig mitarbeiten und sortieren wenn es um Bewerber für meine Abteilung geht (Auszubildende, Prakatikanten und Sekretärinen).

Daher habe ich in der kurzen! Zeit doch schon so manche Ueberraschung erlebt und kann euch hier einige Tipps geben:

-Damit ihr antworten auf eure Bewerbungen bekommt, bitte achtet darauf dass eure Adresse sowie e-mail adresse richtig und vollständig ist. z.b. wer im anschreiben gmail.com und gmail.de verwechselt kann auch keine antwort bekommen. Es riefen einige Bewerber an, denen wir geantwortet haben mit Bitte um eine Terminvereinbarung, und sagten sie hätten nichts bekommen. Es stellte sich heraus dass die adresse, telefonnummer usw. falsch war!

- Auswendig gelernt Floskeln beeindrucken niemanden. Seit ehrlich denn bei 25 Bewerbern für einen Posten hört man oft das gleiche und ist sehr schnell genervt.

- bei Bewerbungen per Post (bewerbungsmappe usw.) erwartet man vom Bewerber dass er wenigstens den Namen der Firma richtig schreibt!

- nervös ist jeder und dass ist auch gar nicht schlimm doch muss man sich doch etwas zusammenreissen können ohne wie ein Nervenbündel zu Zittern.

-am anfang haben wir auf Tests usw verzichtet da wir darauf vertraut haben dass einige die angaben sie wüssten mit normaler PC-software umzugehen, es auch tatsächlich können. Auf die Nachfrage hin ob man auch Statistiken und Histogramme erstellen könnte jedoch nur Fragezeichen beim Kandidaten sieht wird man stutzig.
Deswegen machen wir einen kleine PC-test: Word-Text abtippen einzelne Formattierungen vornehmen und ausprinten sowie in einen bestimmten Ordner speichern.
Excel- 2 tabellen erstellen, suchfunktion benutzen sowie Filter, Prozente ausrechnen und ein kleines Histogramm erstellen und ausprinten.
Für jemanden der angibt jeden Tag mit beiden Programmen zu arbeiten dürfte dieser Test sehr leicht sein, doch scheinen einige Kandidaten es als Herausforderung anzusehen und beschweren sich.
Also gebt euch Kenntnisse wahrheitsgemäss an, es erleichtert beiden Seiten die Arbeit.

So und als Fazit muss ich sagen dass ich soeben 10 absagen geschrieben hab und probiert habe jedesmal den text etwas persönlicher zu gestalten. Manchmal wa ich aber schon vom anschreiben dermassen genervt (Fehler, Kontaktperson falsch, Profil passte überhaupt nicht) dass es mir doch schwerfällt nett zu bleiben.

Dieses Forum hat mir enorm geholfen bei der Stellensuche deswegen kann ich nur sagen, haltet euch an die Tipps und seit ehrlich mit euch selbst denn wer gelassen ins Gespräch geht wirkt viel besser.
In den nächsten 2 tagen haben wir mal wieder Bewerber für zwei Praktikas zu Gesprächen und diesmal werde ich bei den Gesprächen dabei sein, also kann ich euch somit auch von der anderen Seite des Tisches berichten :wink:

Sceptic
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Beitrag von Sceptic » 28.03.2008, 18:18

speedymouse hat geschrieben:....ob man auch Statistiken und Histogramme erstellen könnte jedoch nur Fragezeichen beim Kandidaten sieht
naja, ein "Histogramm" kennt nicht jeder und Statistik ist nicht gleich Tabelle :roll:

Wer mit Statistik noch nie etwas am Hut hatte, wird wahrscheinlich schief gucken. Das würde auch ich schief gucken, denn wenn man trotz Kenntnissen keinen direkten Bezug mehr dazu hat (und keine Formelsammlung zur Hand) wirds haarig!
Serienbriefe (obwohl von dir nicht angesprochen) erstellen ist übrigens auch nur für jemanden einfach, der mind. einmal pro Woche damit zu tun hat. Den Mist vergisst man einfach, kommt aber relativ schnell wieder rein wenn es sein muss. Aber aus dem Stand nach ein paar Monaten wird sind eine knappe Stunde Probiererei bis zum Erfolg.

Wenn keine Abiturienten vor Dir sitzen, dann mache es doch allen angenehmer und frage nach Erstellung einer Tabelle plus Balkendiagramm in Excel (ich denke mal, das war auch gemeint)
Speichern, Kopieren usw. sollten aber für jeden jederzeit machbar sein.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 29.03.2008, 18:36

speedymouse hat geschrieben:In den nächsten 2 tagen haben wir mal wieder Bewerber für zwei Praktikas zu Gesprächen und diesmal werde ich bei den Gesprächen dabei sein, also kann ich euch somit auch von der anderen Seite des Tisches berichten :wink:
Das fände ich EXTREM interessant, Speedymouse! Bin gespannt... ;-)

defr01
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Beitrag von defr01 » 06.05.2008, 12:45

Hallo,

möchte mal ein paar Gedanken zum Ausgangsthread beisteuern.

Ja, Du hast recht, wir haben in Deutschland ein riesiges Problem bei der Schulbildung. Durch unser "Versager-erzeugen"-System selektieren wir statt zu fördern, hinzu kommen vielfältige Einflüsse im Privatleben (unmotivierte oder überforderte Eltern, schlechte Medien, noch vorhandenes Wohlstandsgebärden, hedonistische Gesellschaftsstruktur), die sich negativ auswirken. Keiner wird diesbezüglich ein Blatt vor den Mund nehmen.

ABER: Es gibt ganz einfach zu wenige Ausbildungsplätze auf dem Markt, und auch bedeutend zu wenig hochwertige Arbeitsplätze. Ständige, über Jahre hinweg andauernde Rationalisierungskapazitäten im humanen Bereich, meist aufgrund der großen Geldgier und weniger, weil ein Unternehmen rote Zahlen schreiben musste, haben den Markt eingeengt.
Und so passiert es heute tausendfach, dass selbst eigentlich gut ausgebildete junge Menschen keinen Platz mehr finden. Kenne genug Fälle, in denen es selbst mit FH-Reife sehr, sehr schwer ist, das richtige zu finden.

Es ist ein grosses Verbrechen an der heutigen Jugend. Die Generation davor hatte es einfacher, einen Beruf von der Pike auf zu lernen. Die Generation nach uns hat es vielleicht auch leichter, da es ganz einfach nicht mehr soviele Jugendliche geben wird und irgendwann einmal die Schrumpfung der Arbeitsplätze bis auf ein Maximum geführt worden ist. Wen wundert es da, dass Frust aufkommt? Dass manche sich aufgeben, weil sie das Gefühl haben, nicht gebraucht zu werden, obwohl ich davon überzeugt bin, dass man jeden brauchen kann, eben nur am richtigen Ort!

Die allerbesten bekommen einen Platz, danach wirds eng. Dann hört man immer wieder: Wir brauchen mehr Studenten. Sicherlich richtig, aber soll man ausgerechnet die Leute mit durchschnittlicher FH-Reife zu einem Studium führen anstelle einer betrieblichen Ausbildung? Und warum führt man dann Studiengänge ein, die die Abbrecherquoten in die Höhe schiessen lassen? Stichwort Bachelor. Jeder weiß z.B. auch, dass die allerbesten BWL studieren, weil das Studium relativ stressfrei abläuft. Die NCs sind dann oftmals bei 1,5 und besser. Die Absolventen mit schlechteren Noten werden dann aber in die technischen oder gewerblichen Studiengänge gedrückt, die ein noch höheres Maß an Intelligenz benötigen - und schon scheitern 30 Prozent in Informatik, Maschinenbau oder Elektrotechnik. Wer wundert sich da dass genau diese Absolventen fehlen?

Und wie läuft es denn heute ab wenn man in einen ordentlichen bis guten Ausbildungsplatz kommen möchte, natürlich zumeist bei einer grossen Firma, da die kleinen schon lange vom Markt gefegt wurden? Da werden manchmal schon 16,17,18-jährige in Assessment Centers gejagt, mit Tests, die oftmals nicht mal die zumeist "alten" Tester beantworten könnten. Da testet eine Generation die andere, welche vor 20,30 Jahren zufällig in einen Job gestoplert ist. Und dann Karriere gemacht hat.

Heute muss ein Bewerber auf einen Ausbildungsplatz schon vor der Ausbildung beweisen, dass es den Beruf ausfüllen kann. Von der Pike auf lernen? Keine Zeit, er muß sofort Erträge vorzeigen, Leistung erbringen. Deshalb verwenden manche Unternehmen inzwischen mehr Zeit bei der Auswahl der Bewerber als bei der eigentlichen Ausbildung. Dadurch wird gewährleistet, dass gleich vom ersten Tag an billige und profunde Kanidaten arbeiten können. Dieses Geschäftsmodell ist nur noch zu steigern, indem man Praktikanten einstellt und ausnützt.

Anstelle immer nur auf den nichtsnützigen Jugendlichen herumzutreten, sollten sich alle, die in diesem Land Verantwortung tragen, ein paar mehr Gedanken machen wie es weitergehen soll. Es genügt eben nicht, wenn z.B. eine Citibank auf 1 Stelle 700 Bewerber abblitzen lässt und sich niemand Gedanken macht, wo die anderen 699 ihr Glück finden können. Das ist Leistungsgesellschaft pervers, wo viele überhaupt keine Chance mehr haben können. Wäre die Relation 1 zu 10, dann wäre es auch Leistung, aber mit einer fairen Chance.

Teile der heutigen Unternehmen (ich rede mal nicht von kleinen Betrieben, sofern es sie überhaupt noch gibt) leben sehr gut - auf Kosten der nachrückenden Generation. Ich wundere mich täglich, warum in Deutschland nicht schon viel mehr Aufstand und Protest herrscht. Die Deutschen fressen und fressen in sich hinein - eine zweifelhafte Fähigkeit, wie ich meine.

dritte_auflage
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Beitrag von dritte_auflage » 30.05.2008, 23:31

Bewerbungen sind überwiegend Glückssache. Man braucht zum einen das Glück, dass die Stelle wirklich frei ist und nicht bereits illegal intern besetzt wurde und man braucht das Glück, dass die Firma genau meine Bewerbungsstil mag. Es gibt verschiedene Mothoden eine Bewerbung zu beurteilen. Manche achten nur auf`s Foto, andere gucken nur auf den Lebenslauf und wieder andere achten nur auf`s Anschreiben. Auch da gibt es verschiedene Methoden das zu lesen.
das ist quatsch - die meißten bewerben sich auf die verkehrten Stellen oder kennen ihre Qualfikation nicht bzw. können diese nicht mit der Stellenanzeige im Anschreiben übereinander bringen. Die Glücksfälle sind sicher weitaus seltener anzutreffen als Du schilderst.

gruß

Laura85
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Beitrag von Laura85 » 12.06.2008, 19:03

Hallo

Also ich durfte vor kurzem auch einige Bewerbungen lesen und da gab es schon recht viele Dinge, die überhaupt nicht gehen. Vielleicht interessiert es ja jemanden.

Es ging um ein praktisches Jahr im Rahmen einer schulischen Ausblidung zur Arzthelferin.

- Mehrere Bewerber haben den Namen der zuständigen Person falsch geschrieben oder den Vor- und den Nachnamen verwechselt.

- 3 Bewerberinnen, welche die gleiche Schule besuchen hatten, zu etwa 3/4 das wortwörtlich gleiche Bewerbungsschreiben. Wohl alle das Muster vom Lehrer abgeschrieben.

-Die meistens gaben keinen vernünftigen Grund an, wieso sie die Stelle gerne möchten. ( im Stil von: Ich bewerbe mich, weil im Rahmen meiner Schulausbildung ein praktisches Jahr vorgesehen ist)

- Die meisten haben einzig und alleine die Schulzeugnisse aus dem aktuellen Jahr mitgeschickt sonst nicht. Das ist dann etwas mager.

- Es wimmelte von Rechtschreibefehlern

. bei vielen waren die Schulnoten sehr schlecht. Da es sich ja um Noten welche direkt mit der Ausbildung zu tun haben handelt, ist dass dann schwierig.

- Viele waren gerade in typischen "Fleissfächer" schwach.

- Der Lebenslauf war oft sehr lieblos gelayoutet (sich hier Mühe geben lohnt sich!)

Vorstellen durften sich dann alle die, welche ein "motiviertes" Bewerbungschreiben geschrieben haben und die Schulleistungen nicht all zu schlecht waren.

Die welche am Schluss genommen wurde, hatte zwar auch einige Schwächen im Bewerbungschreiben, aber man hat gemerkt, dass sie sich sehr viel Gedanken über sich und den Beruf gemacht hat. Sie hat sehr gut deutlich gemacht, wieso sie die Stelle gern möchte. Und das ist das wichtigste.


Beim Bewerbungsgespräch ist übrigens eine "durchgefallen" weil sie zu wenig gelächelt hat (tönt doof, aber wenn man mit Patienten zu tun hat ist das wichtig) und eine anderen weil sie von sich aus keine Fragen gestellt hat.


Liebe Grüsse

Tess08
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Beitrag von Tess08 » 13.06.2008, 23:16

Hallo!

@ Laura85
ist es wirklich so wichtig das man selber Fragen stellt?

Vor meinem ersten Vorstellungsgespräch hatte ich mir ein paar Fragen überlegt, die ich dann stellen wollte. Im Gespräch wurde mir aber schon erzählt wo die Berufsschule sein wird etc. , so dass alle meine vorher überlegten Fragen schon beantwortet wurden und ich dann keine mehr stellen konnte. Ich hatte dann ne Absage erhalten.
Darf oder sollte man sogar nach dem Gehalt fragen (es geht um ne Lehrstelle)?

Laura85
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Beitrag von Laura85 » 14.06.2008, 13:51

Also bei der Stelle war es halt so, dass die Bewerberinnen so circa 2 Stunden bei der Arbeit zugeguckt haben, dass sie sehen wie es so zu und her geht und dass sich die Firma ein Bild von der Bewerberin machen können.

Und wenn man dann halt beinahe nichts fragt, dann wirk das schon recht desinteressiert, gerade in einer Arztpraxis gibt es ja viel spannendes zu fragen. In einem reinen Gespräch ist das vielleicht etwas anders.

ich denke es gibt ja immer so die Phase wo das gegenüber von der Firma erzählt, was die so macht und so und da finde ich es halt wichtig dass man interessiert wirkt. Und falls es angebracht ist (man soll ja niemanden unterbrechen) kann man ja da mal nach fragen. So rein technische Fragen find ich wenig sinnvoll.

Nach Lohn würd ich für eine Ausbildung jetzt nicht umbedingt fragen, weil es da ja einen ungfähren Standart gibt.

Ach ja wegen Bewerbungsgespräch vorallem für eine Ausbildung, man soll sich auch überlegen was eventuell die schlechten Seiten des Berufs sind den man machen möchte. Das kann auch gefragt werden und hat die meisten Bewerberinnen total überfordert.

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planlos81
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Beitrag von planlos81 » 14.06.2008, 16:16

Hallöchen,

nun die Frage nach dem Gehalt ist immer etwas schwierig. Manchmal kommt es von den Personalern selbst zur Sprache oder man lässt das offen im Raum stehen und hofft auf Tarifvertrag :D Eigentlich sollte man sich darüber nämlich auch vorher erkundigt haben!

Ich wurde auch schon gefragt: "Was glauben Sie, werden Sie hier bei uns verdienen?" oder "Nun, die Vergütung ist sicher nicht so üppig. Meinen Sie, sie kommen über die Runden?"

Oftmals laufen Bewerbungsgespräche ja auch in 2 Runden ab.
1. VSG -> Probearbeiten -> 2.VSG
Beim 2. Vorstellungsgespräch kann man dann sicherlich auch die Vergütung und sonstige Benefits ansprechen.

Auch wenn ihr Fragen vorbereitet habt (die üblichen Verdächtigen aus dem Internet) und euch werden die Fragen während des Gesprächs schon beantwortet, steht ihr doof da! Haltet die Augen offen. Schaut euch im Betrieb um! Das gibt meist wieder Fragen auf. Oftmals dürft ihr ja vor dem Gespräch noch etwas warten (wenn man nicht zu spät kommt). In der Zeit könnt ihr euch umschauen, die Leute und Angestellten beobachten. Wie ist ihr Verhältnis untereinander. Stellt Fragen zum Arbeitsablauf, zu Weiterbildungsmöglichkeiten, Führungsstil usw. Es gibt soooooo viele Fragen, nicht nur die aus dem Internet.

Letztens fiel mir bei einem VSG auf, dass die Mitarbeiter sich alle untereinander duzten (200 Angestellte). Das sprach ich dann natürlich auch an und der Personaler war sehr verblüfft und positiv beeindruckt, dass mir das aufgefallen ist :D

CURRYCK
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Beitrag von CURRYCK » 15.06.2008, 09:31

also! bei mir war das so...ich hatte vielleicht glück vielleicht auch nicht...ich habe nach 2 jahren mein studium abgebrochen und wollte veranstaltungskauffrau werden. das a und o bei bewerbung ist information. 90 % wenn nicht 100 % haben internet. es geht nicht darum musterbewerbungen abzuschicken sondern erstmal sich mit dem thema auseinander zu setzten. ich hab mich 2 tage erstmal beschäftigt wie schreibe ich eine bewerbung und blabla...naja daraufhin habe ich ein paar super bewerbungen geschrieben die abgeschickt und wurde dann auch fast überall eingeladen. dann kam eh alles anders, und ich bekam ein praktikumsplatz da noch zeit zu überbrücken war. da dann dort eine ausbildung nicht möglich war habe ich mich weiter beworden und wurde dann aus 700 bewerbungen ausgewählt.
leute es geht wirklich nur darum das das Anschreiben bombe ist entwerder super oder MÜLL!! hab mit vielen personalern gesprochen und auch bei mir in der firma bekomme ich bewerbungen wo einfach wirklich 99 % für den po sind! einfach zeit investieren und an einer bewerbung arbeiten dann wird man auch eingeladen!!!

burki
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Re: 99% der Bewerbungen gehören ungelesen in den Müll!

Beitrag von burki » 04.11.2008, 12:10

Vux hat geschrieben:Da ich grade mal wieder so ein Glanzstück in der Hand habe, dachte ich mir ich hol mir mal Rat in einem Bewerbungsforum....

Ich sitze in einer kleinen Firma im Büro und "darf" die Bewerbungen annehmen und absagen. Was anderes ist hier auch nicht möglich.

Wenn man so die Beiträge ließt, hat man das Gefühl das Ihr der Ansicht seid, dass die ganzen Firmen euch nur aus Bosheit ablehnen. Es mag sein das es 1-2% gibt die tatsächlich nur eben Pech haben. Diese Leute brauchen sich hier nicht angesprochen fühlen...
Aber hat sich mal jemand Gedanken gemacht wie so eine Firma funktioniert?

Könnte es sein das sich der Arbeitgeber vielleicht lieber den Menschen aussucht von dem er der Ansicht ist das er der beste ist?
Weil witziger Weise soll er euch ja nicht bezahlen und nicht jeden Tag auf Knien dafür danken das ihr die Güte besitzt bei ihm zu arbeiten.

Er ist nicht gezwungen euch anzunehmen nur weil es die 150. Bewerbung ist und ihr schließlich irgendwann mal arbeiten wollt.

Ich krieg ständig Bewerbungen wo ich mich nicht entscheiden kann ob ich lachen oder weinen soll.

Ich bin seit 3 Jahren in diesem Betrieb und hab erst EINE richtige Bewerbung erhalten. Alles andere war Müll!
Bewerbungsmappen werden anscheinend nicht mehr hergestellt, zumindest bekommen wir keine.
Gramatik und Rechtschreibung werden wohl nicht erteilt in der Schule. Einen ausländischen Mitbürger kann man solche Fehler noch verzeihen, aber das sind größtenteils Deutsche. Sätze in den Wörter einfach fehlen sind Standart. Manchmal denken sich die Bewerber die Berufsbezeichnung einfach aus ("Sanitärtechniker") anstatt sich auch nur ein klein wenig zu informieren.
Lichtbilder werden durch schlechte Ausdrucke der Webcam ersetzt.
Will so ein Mensch ernsthaft eine Ausbildung oder hat der zu viel Zeit?
Kann nicht wenigstens Mami einmal drüber lesen?

Letztens hatten wir einen Praktikanten dem die Arbeit an manchen Tagen halt zu dreckig war und dann einfach nicht mit gemacht hat und solche Scherzchen. Nach dem Praktikum wollte er eine Ausbilung in diesem Beruf bei uns machen. Wir haben ihm abgesagt weil wir bereits für jeden Monteur einen Azubi hatten. Darauf hin rief seine Mama an und fragte ob wir Ihren Sohn nicht ausbilden könnten, worauf wir ihr sagten das wir dieses Jahr niemanden ausbilden könnten, weil wir für jeden Monteur einen Azubi haben und keine weiteren beschäftigen könnten. Was dazu führte das seine Mutter mit seinen Bewerbungsunterlagen persönlich zu uns kam und es noch mal versuchte. Wie schwer sind die Leute denn von Begriff?
Ich finde es irgendwie trifftig genug jemanden NICHT auszubilden wenn man einfach keinen Platz für weitere Azubis hat. Oder muss man ihr dann noch sagen "Tut mir ja leid, aber selbst wenn wir einen Platz zu vergeben hätten würden wir uns lieber für einen Bewerber entscheiden, der reden, denken und arbeiten kann, oder es zumindest ansatzweise versucht statt schweigend in der Ecke zu stehen und keine Lust hat zu helfen."

Soviel zu den Absagen, es ist lachhaft was manche als absurde Absage beurteilen. Wenn ein Betrieb 100 Bewerbungen bekommt, wie viel Zeit soll er denn aufwenden um jeden eine persönliche Absage zu schreiben? Schreibt ihr denn jede Bewerbung komplett neu oder ändert ihr eure Bewerbungsvorlage nur für jeden Betrieb etwas ab? Ich bitte euch!

Wenn jemand nicht weiß wie eine Bewerbung ausehen sollte oder eine Frage hat, ich helfe da jedem gerne. Es ist schließlich nicht so das ich immer Glück hatte. Ich war auch arbeitssuchend, weiß wie schwer es ist einen Job zu bekommen.
Sorry, aber PEINLICH

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Beitrag von burki » 04.11.2008, 12:17

lasst euch von seinem gebrabbel nicht einschüchtern.
wenn ein praktikant keine drecksarbeit machen will, finde ich das übrigens grundsätzlich in ordnung. Es ist rein rechtlich gesehen auch nicht vorgesehen, dass ein praktikant deine arbeit macht um darauf zu hoffen, dass du ihm eine ausbildungsstelle gibst.
sorry, aber eine solche mentalität sollte hier nicht einfach so hingenommen werden. wer sein unternehmen auf diese art finanziert, braucht sich nicht wundern, dass er keine tollen bewerbungen erhält. ich in jedem falle würde mich bei deiner firma niemals bewerben. wenn du willst, dass der kerl mitarbeitet, gut: bilde ihn aus. ein tolles praktikum um eine ausbildung zu ergattern kann man sich meines erachtens in den allerwertesten schieben.

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Beitrag von Eauvive » 04.11.2008, 14:45

1. ist der Thread gemütliche 6 Monate alt, was die Vermutung nahelegt, dass der Ersteller ggf. gar nicht mehr da ist und

2. JA. Man KANN von einem Praktikanten in einen Kleinbetrieb im Bereich SANITÄR, der dort ausgebildet werden will erwarten, dass er Engagement zeigt.

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Re: 99% der Bewerbungen gehören ungelesen in den Müll!

Beitrag von Crywolf » 28.11.2008, 11:20

Vux hat geschrieben: Könnte es sein das sich der Arbeitgeber vielleicht lieber den Menschen aussucht von dem er der Ansicht ist das er der beste ist?
Weil witziger Weise soll er euch ja nicht bezahlen und nicht jeden Tag auf Knien dafür danken das ihr die Güte besitzt bei ihm zu arbeiten.

Diesen Satz hättest Du Dir sparen können. Ihr AG müsst daran denken das wir unsere Arbeitskraft an Euch verkaufen. Niemand möchte das vor einem gekniet wird. Es wird nur respekt vor der Arbeit erwartet. Genauso wie es erwartet wird, das Bewerbungen zurückgeschickt werden.



Wenn jemand nicht weiß wie eine Bewerbung ausehen sollte oder eine Frage hat, ich helfe da jedem gerne. Es ist schließlich nicht so das ich immer Glück hatte. Ich war auch arbeitssuchend, weiß wie schwer es ist einen Job zu bekommen.
Wie wäre es denn wenn Du mal ein Bewerbungstraining in den Schulen anbietest. Ich höre von den AG immer nur: alles so schlechte Bewerbungen. Aber keiner Unternimmt etwas. Dabei seid ihr doch Unternehmer, oder? Also macht etwas und hofft nicht immer auf Schule und Staat.

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Eauvive
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Beitrag von Eauvive » 28.11.2008, 13:30

Das war ein Schuss ins Pulverfass...

Ich hab genau das gemacht.. Bewerbungstraining an Schulen. Oberstufe fachliches und allgemeines Gymnasium.

Problem 1: Ich war Nummer 5. Vor mir hatten sich nämlich sowohl ein paar Pädagogen (die teils die freie Wirtschaft noch nie von innen gesehn haben) daran versucht und den Blödsinn aus irgendwelchen Bewerbungsratgebern niedergebetet, so dass ich erst mal damit beschäftigt war gegen die "das hab ich aber anders gelernt"-Schreie anzuseufzen.

Problem 2: Die Bewerbung eines Schulabgängers hat mit der eines Berufseinsteigers und die wiederum mit der eines Berufserfahrenen wenig gemein. Allein die Zeit, die es bräuchte, das alles zu vermitteln... woher soll man die nehmen?

Problem 3: Aus Empfängersicht: Wieso ist es mein Problem, wenn sich die Bewerber mit dem Thema schlicht GAR nicht auseinandersetzen, es teils nicht mal für nötig halten, die Rechtschreibung kontrollieren zu lassen oder zumindest ORDENTLICHE Mappen zu schicken? Das hat nicht einmal etwas mit speziellem Fachwissen als viel mehr mit normalen Umgangsformen zu tun..

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ice_and_fire
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Beitrag von ice_and_fire » 28.11.2008, 15:15

Ich will noch was ergänzen

Grundsätzlich denke ich sollten sich Unternehmen nicht ganz aus der Verantwortung ziehen

... sie tun es aber auch nicht. Das bekommen nämlich nicht alle mit.
Ein Fall zwei Alternativen

1)
Die Firma A stellt einen Personalreferenten ein und versetzt einen Facharbeiter in die Personalabteilung. Diese beiden Leuten besuchen den ganzen lieben langen Tag Schulen und Hochschulen und erzählen, wie sich die freie Wirtschaft -und natürlich v.a. sie selbst- eine Bewerbung formal vorstellen (Aussehen, Inhalt, welche Zeugnisse etc) und welche Fähigkeiten sie erwarten.

In einer Klasse sitzen nun 26 Leute. 20 hören gar nicht hin und haben zehn Minuten später alles wieder vergessen. Von den 6 die hinhören haben aber nur 2 die nötigen Qualifikationen (es waren vlt 7 wenn man die Zeit für Unterricht nutzen würde :twisted: ).
Diese zwei werden sich später bewerben und werden bei der Firma A genommen und glücklich

2)
Die Firma A hat eine Personalabteilung, die sich alle 6 Monate mit Hobson-Staufenbiel-VDI-etc-MA trifft. Sonst gehen sie anderer Arbeit nach (z.B. Interviews)
Dabei stehen sie diesen Experten kurz Rede und Antwort ... genau wie Firmen B-Z.
Später veröffentlich die Experten von Staufenbiel & Co Bücher mit den Namen einzelner Firmen (wen suchen die, was machen die, was bieten die etc) und geben in gleichen Schriftstücken allgemeine Tipps.

Was passiert? Von der 26 Leuten der Klasse werden knappe 10 Leute von den Büchern erfahren. 3-4 Leute lesen die Bücher (mehr als eins) und profitieren davon; davon wiederum denken 2-3 über das Gelesene nach. Diese Leute bewerben sich bei Firma A. 2-3 von diesen Leuten werden von Firma A angestellt und werden dort glücklich


-------------

merkst du worauf ich hinauswill?
Ich verstehe nicht, warum die Leute alle schreien (Firmen UND Arbeitskräfte). Oftmals ist es in meinen Augen so, dass genau die Leute am lautesten schreien, die am wenigsten nen Grund haben.
... niemand hält jemanden davon ab sich selbst zu helfen.
Das, Gesunder Ehrgeiz & ehrliche Lernfähigkeit sind schon ein guter Schritt in die richtige Richtung

Love
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Beitrag von Love » 30.11.2008, 16:24

In unserer ehemaligen Schule wurden nur ein paar Bewerbungen geschrieben und unsere Lehrerin hat es kontrolliert von den Rechtschreibfehlern und vom Aufbau her.
Das fand ich auch gut, nur es war viel zu wenig, denn es war vlt nur einen Monat oder so.

Ich habe viele Bewerbungen geschrieben und dann Absagen bekommen oder bis jetzt immer noch keine Antwort bekommen, was ich schon unverschämt finde. Der Betrieb sollte doch wenigstens antworten können ob sie dich nehmen oder nicht oder zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Viele Arbeitgeber schauen sich die Mappen auch nicht wirklich an. Im Praktikum soll man schon alles können und perfekt sein.

Schulabgänger mit schlechteren Noten bekommen leichter eine Stelle als solche die gute Noten haben. Das finde ich unverschämt, weil ich auch fast keine Lehrstelle bekommen hätte und habe sehr viele Bewerbungen geschrieben. Bei einer Firma wo ich mich beworben habe war es so, dass sie zu mir gesagt haben ja sie suchen noch einen Auszubildenden und in der Absage steht das sie keine Auszubildenden suchten. Es ist doch unverschämt oder? Von Betrieben auch noch angelogen zu werden find ich nicht in Ordnung.

Es stimmt das sich viele bewerben auf zu wenigen Lehrstellen, denn es gibt viele Schulabgänger die wo verschiedene Schulen besucht haben. Es haben Gymnasiasten, Realschüler bzw. Hauptschüler mit schlechteren Noten leichter in einem Betrieb genommen zu werden. Das ist die Tatsache und dann sind die wo gute Noten haben die Blöden.

Ich würde gerne mal eine "Perfekte Bewerbung" sehen wie sie sich ein Betrieb vorstellt.

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Eauvive
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Beitrag von Eauvive » 30.11.2008, 18:42

Noten haben aber nunmal mit der Eignung für einen Beruf nicht zwingend viel zu tun.

Zudem Noten sehr.. sagen wir mal Pädagogenwillkürlich sein können.

Und das wissen auch die ausbildenden Betriebe sehr genau.

Mein Vater hat vor kurzem ne Azubine im kaufmännischen Bereich eingestellt.. der sagt ganz offen, dass er grad Leute die ne gute Bewerbung schreiben aber miese Zeugnisse haben einläd, weil er wissen will, wie das passieren konnte.

Love
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Beitrag von Love » 30.11.2008, 19:34

ja das mag sein aber ich sag bzw denk so ich hab das ganze leben bis jetzt also in der schule umsonst gelernt hätte mich ned anstrengen müssen und nen abschluss schaffen bzw machen müssen dann hät ich schneller ne lehrstelle bekommen

Love
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Beitrag von Love » 30.11.2008, 21:23

oder es wird sich dann für eine bewerbung auch nicht mehr bemüht weil man ja mit schlechteren noten einfach ne bessere chance hat

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Eauvive
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Beitrag von Eauvive » 01.12.2008, 00:58

Das is - mit verlaub - durch subjektive Frustration eingefärbter Unsinn, der nichts mit der Realität zu tun hat.

Es wird immer Menschen geben, die eigentlich intelligenter sind als du aber schlechtere Schulnoten hatten. Seien es Legastheniker, Menschen mit Aufmerksamkeitsschwäche oder auch schlicht Hochbegabte, die aus Langeweile versagen.

Zum Glück! wird in der realen Welt jenseits der Schulen ab einem gewissen Punkt jedes Gewicht der Schulen und ihrer Zensuren aufgehoben und es kommt auf Leistung an, die tatsächlich gebracht wird.

Cruy
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Beitrag von Cruy » 04.12.2008, 00:46

Wohl war. Allerdings sind die Noten besonders bei der Suche nach einer Ausbildung oftmals die erste Hürde.

Als Erfahrung im Recruiting für einen der größten Ausbilder meiner Wahlheimat, geht es gar nicht anders. Hauptfächer, sprachen, NC = hop oder top.

Klar, die Bewerbung an sich zählt auch. Aber bei weit über 2000 Bewerbungen pro Jahr (online wie klassich) geht es nicht anders. Der Zeitaufwand stünde in keinem Verhältniss.

Selber waren wir auch aktiv als Ausbildungsbetrieb an Schulen, stellten die Berufe vor / den Betrieb. Das haben wir dreimal gemacht, dann NIE wieder.

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