Gerichtsvollzieher Bewerbung zum Gerichtsvollzieherdienst

Wenn ihr Berufsanfänger oder Berufspraktiker seid, dann könnt ihr eure Bewerbungsbeispiele in dieser Rubrik zur Diskussion stellen und die Musterbewerbungen anderer Bewerber bewerten. Auch für Bewerbungen um eine Neben- oder Teilzeitbeschäftigung.
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Schneemann82
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Gerichtsvollzieher Bewerbung zum Gerichtsvollzieherdienst

Beitrag von Schneemann82 » 24.09.2014, 15:37

Hallo Zusammen,

zunächst erstmal ein großes Dankeschön an alle Forumsbetreuer und Schreiber. Es hilft einem wirklich sehr.

Ich möchte mich zur Fortbildung als Gerichtsvollzieher bewerben. Hier einmal die Ausschreibung:


Die Gerichtvollzieherin/der Gerichtsvollzieher regelt ihren/seinen Geschäftsbetrieb weitgehend selbstständig. Dazu gehört, dass sie/er an dem Amtssitz - also nicht im Gericht selbst - ein Geschäftszimmer hält und zur Unterstützung Bürohilfen beschäftigt.

Der Beruf erfordert deshalb

vielseitige Fachkenntnisse,

hohe Leistungsbereitschaft,

Zuverlässigkeit

gutes Einfühlungsvermögen und Kommunikationsbereitschaft

Belastbarkeit, insbesondere auch im Außendienst

ausgeprägte Fähigkeit zur Organisation von Arbeitsabläufen. Die Arbeit mit moderner Bürotechnik muss selbstverständlich sein.

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Zulassungsvoraussetzungen

Zur Gerichtsvollzieherausbildung kann zugelassen werden, wer

eine dem Gerichtsvollzieherdienst förderliche, abgeschlossene Berufsausbildung, insbesondere eine Berufsausbildung im juristischen bzw. kaufmännischen Bereich, absolviert hat und

sich mindestens drei Jahre in einem für den Gerichtsvollzieherdienst förderlichen Beruf bewährt hat und

das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

In Betracht kommen Berufstätige, die in einem kaufmännisch-juristischen Berufsfeld tätig sind, z. B. Beamtinnen und Beamte der ehemaligen Laufbahn des mittleren Justizdienstes, der ehemaligen Laufbahn des allgemeinen mittleren Dienstes, Justizfachangestellte, Bankkaufleute, Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte sowie Steuerfachangestellte.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen ohne Bewerbungsmappen/-hüllen ein. Das erleichtert hier erheblich die Handhabung bei der Bearbeitung insbesondere bei etwaiger Rücksendung der Bewerbungsunterlage

Hier nun meine Bewerbung dazu:

Bewerbung zur Gerichtsvollzieherausbildung
Ausschreibung auf Ihrer Internet-Präsenz


Sehr geehrte Damen und Herren,

durch meine langjährige Tätigkeit als Sachbearbeiter für den Fachbereich Rückstandsbearbeitung und Mahnverfahren habe ich meine Stärken und Qualifikationen im Anforderungsprofil für den Gerichtsvollzieherdienst gleich wiedergefunden.

Zu meinen Aufgaben gehören neben der Beratung von Mitgliedern und Arbeitgeber (auch im Außendienst), die Durchführung des Mahn- und Vollstreckungsverfahren inklusive der Verhandlung und Entscheidung über Anträge auf Ratenzahlung und Stundung. Desweitern habe ich während meiner bisherigen Tätigkeit auch die Buch- und Kassenführung übernommen sowie Erfahrungen im Umgang mit diversen Zahlungsmitteln sammeln können.

Durch den Besuch der Berufsfachschule Wirtschaft (höhere Handelsschule) und meiner Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten konnte ich mir umfassende kaufmännische Kenntnisse aneignen, welche ich im Laufe meiner Tätigkeiten noch vertiefen konnte. Meine sehr gute Kommunikationsfähigkeit stelle ich regelmäßig durch Besuche innerbetrieblicher Seminare zu den Themen Kommunikation, Konfliktmanagement und Einwandbehandlung sicher.

Der Umgang mit Rechtsgrundlagen (beispielsweise auch der Zivilprozessordnung) und die ständige Weiterbildung gehört zu den Grundlagen meiner Tätigkeit. In meinen Aufgabenbereich arbeite ich dabei alleinverantwortlich inklusive der Organisation sämtlicher Arbeitsabläufe. Dabei stelle ich täglich meine hohe Zuverlässigkeit und Belastbarkeit unter Beweis.

Leider ist mein Arbeitsbereich von Umstrukturierungsmaßnahmen betroffen. Ich möchte mich gern in meinem bisherigen Arbeitsgebiet weiterentwickeln und sehe in der Gerichtsvollzieherausbildung die große Chance dazu.

Gern möchte ich Sie persönlich von meinen Stärken überzeugen. Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich daher sehr.

Mit freundlichen Grüßen


Empfänger der Bewerbung ist das Landgericht. Leider konnte ich, trotz Telefonat, keinen direkten Bearbeiter/Empfänger ermitteln. Daher scheint "sehr geehrte Damen und Herren" hier wohl reichen zu müssen.

Weitere Fragen/Anmerkungen:

- ich habe bewusst erstmal nicht meinen Arbeitgeber genannt, da dieser nichts davon wissen soll.
- Meine Ehefrau ist Gerichtsvollzieherin und hat auch die Ausbildung durchlaufen. Ist es sinnvoll, dass zu erwähnen ? Wenn ja, wie ?
- die Aussage "durch Umstrukturierung neue Aufgaben" ist so vielleicht nicht mehr ganz richtig, da die Umstrukturierung schon fast abgeschlossen ist und ich jetzt offiziell Kundenberater genannt werde, aber weiterhin viele der genannten Aufgaben übernehme. Ich habe das aber bewusst so belassen, da lt. meiner Frau, mein Berufszweig grundsätzlich nicht so gern genommen wird, außer man hat einschlägige Erfahrungen, welche ich wirklich habe.
- der Arbeitgeber wünscht die Einsendung ohne Hülle. Heißt das, ich packe alles lose in den Umschlag ?

Ich würde mich sehr über Hinweise/Tipps freuen. Schon mal vielen Dank dafür
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Schneemann82
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Beitrag von Schneemann82 » 28.09.2014, 16:26

Schade, dass bisher niemand geantwortet hat. Hab trotzdem noch eine Frage: Meine Ehefrau ist bereits Gerichtsvollzieherin. Sollte ich das in der Bewerbung erwähnen ? Wenn ja, wie am besten ?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 28.09.2014, 16:31

Inwiefern sagt die Qualifikation deiner Ehefrau etwas über dich aus?

Schneemann82
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Beitrag von Schneemann82 » 28.09.2014, 17:59

Ok verstanden - natürlich nichts. Dachte nur, die Aussage würde ggf. eine "Beziehung" zu der Berufsgruppe herstellen.

Wie gefällt Dir denn sonst die Bewerbung ?

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Beitrag von TheGuide » 28.09.2014, 19:30

Ich finde sie, bis auf den Teil mit den Umstrukturierungsmaßnahmen, ganz ordentlich.

Schneemann82
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Beitrag von Schneemann82 » 28.09.2014, 19:33

Vielen Dank für die Antwort. Was findest Du denn an dem Teil mit der Umstrukturierung schlecht ? Für mich was das eine sinnvolle Begründung, warum ich leider meine bisherigen Aufgaben nicht mehr ausüben kann.

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Beitrag von TheGuide » 29.09.2014, 08:05

Weil es eine schlechte Motivation ist: Weil ich bei A nicht mehr arbeiten kann, möchte ich nun gerne bei dir arbeiten, B. Der Grund dafür, bei B arbeiten zu wollen sollte aber nicht bei A sondern bei B liegen.

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Beitrag von Schneemann82 » 29.09.2014, 10:57

Vielen Dank. Könntest Du mir einen Rat geben, wie man es besser schreibt. Oder einfach weglassen ? Das Problem ist, dass ich seit ca. März die Aufgaben nicht mehr übernehme und das doch denke auch zum Ausdruck bringen muss. Im Lebenslauf habe ich auch geschrieben, dass ich bis 03/2014 Sachbearbeiter für Volltreckungsarbeiten war und jetzt Kundenberater.

Schneemann82
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Beitrag von Schneemann82 » 30.09.2014, 11:28

Ich hab mein Schreiben nochmal überarbeitet und würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen:

Bewerbung zur Gerichtsvollzieherausbildung
Ausschreibung auf Ihrer Internet-Präsenz


Sehr geehrte Damen und Herren,

durch meine langjährige Tätigkeit als Sachbearbeiter für den Fachbereich Rückstandsbearbeitung und Mahnverfahren habe ich meine Stärken und Qualifikationen im Anforderungsprofil für den Gerichtsvollzieherdienst gleich wiedergefunden.

Neben der Beratung von Mitgliedern und Arbeitgeber (auch im Außendienst) gehörten bis zu einer innerbetrieblichen Umstrukturierung in diesem Jahr auch die Durchführung des Mahn- und Vollstreckungsverfahren inklusive der Verhandlung und Entscheidung über Anträge auf Ratenzahlung und Stundung zu meinen Aufgaben. Des Weiteren habe ich während meiner Tätigkeit auch die Buch- und Kassenführung übernommen sowie Erfahrungen im Umgang mit diversen Zahlungsmitteln sammeln können.

Durch den Besuch der Berufsfachschule Wirtschaft (höhere Handelsschule) und meiner Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten habe ich mir umfassende kaufmännische Kenntnisse angeeignet, welche ich im Laufe meiner Tätigkeiten noch vertiefen konnte. Meine sehr gute Kommunikationsfähigkeit stelle ich durch regelmäßige Besuche innerbetrieblicher Seminare zu den Themen Kommunikation, Konfliktmanagement und Einwandbehandlung sicher.

In meinem Aufgabenbereich arbeite ich alleinverantwortlich und organisiere sämtliche Arbeitsabläufe. Der Umgang mit Rechtsgrundlagen (beispielsweise auch der Zivilprozessordnung) sowie eine hohe Zuverlässigkeit und Belastbarkeit gehört dabei zu den Grundlagen meiner Tätigkeit.

Ich sehe in der Ausbildung zum Gerichtsvollzieher die große Chance, meine Stärken und Interessen voll einzubringen und weiterzuentwickeln. Gern möchte ich Sie persönlich davon überzeugen und freue mich daher sehr über die Einladung zu einem Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen

Romanum
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Beitrag von Romanum » 30.09.2014, 18:52

Ich finde das Anschreiben gelungen.

Schneemann82
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Beitrag von Schneemann82 » 30.09.2014, 18:58

Vielen Dank an alle für die Hilfe und Infos. :D

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