Bewerbung als Schulsekretärin

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Bengerl
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Bewerbung als Schulsekretärin

Beitrag von Bengerl » 19.06.2016, 10:45

Aktuell bin ich im ungekündigten Arbeitsverhältnis, bin aber dringend auf der Suche nach neuer Arbeit.
Allerdings habe ich wieder ein großes Problem: das Bewerbungsschreiben! Es lässt mich immer verzweifeln, weil ich es einfach nicht kann.

Mögt Ihr bitte mal einen Blick darüber werfen?
Bitte um Verbesserungsvorschläge - kanns leider einfach nicht besser :(

...
Zuletzt geändert von Bengerl am 27.06.2016, 19:52, insgesamt 1-mal geändert.

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TheGuide
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Re: Bewerbung als Schulsekretärin

Beitrag von TheGuide » 19.06.2016, 11:01

Bengerl hat geschrieben:mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen und möchte nun die Gelegenheit nutzen, mich Ihnen als gelernte Kauffrau für Bürokommunikation vorzustellen.
Überflüssig, streichen!
Aktuell absolviere ich eine Fortbildung zur geprüften Wirtschaftsfachwirtin und bin durch die Suche nach einem neuen Wirkungskreis auf Sie aufmerksam geworden.
Siehe oben. Du wiederholst hier, nur mit anderen Worten, was im ersten Satz bereits überflüssig war.
Als Mutter von Schulkindern, deren Schulalltag mich schon mehrere Jahre begleitet, bin ich schon immer interessiert am schulischen Ablauf im Hintergrund.
Der Satz ist noch etwas seltsam formuliert (nicht nur die rote Markierung, die du ersatzlos streichen kannst), aber grundsätzlich wäre dieser Satz schon mal für den Einstieg geeignet. Allerdings müsstest du die Kurve kriegen, dass dein Interesse am Schulsekretariat länger anhalten wird, als die aschulpflichtigkeit deiner Kinder.
Gerne bringe ich mit meinen umfangreichen Berufserfahrungen unterstützend in Ihrer Schulverwaltung ein.
Hier hast du entweder ein Wort vergessen oder grammatisch Murks gemacht.
Durch meine bisherige Tätigkeit in der Kundenbetreuung verfüge ich über ein sicheres Auftreten und Kommunikationsgeschick, und konnte auch schon in schwierigen Situationen mit meiner Freundlichkeit überzeugen.
Wie ich in meiner bisherigen Tätigkeit ... bewies, verfüge ich... Stets überzeuge ich mit meiner Freundlichkeit.


Mein Organisationstalent konnte ich nicht nur im Bezug zur Arbeit mehrfach zeigen, sondern ist hier auch Grundvoraussetzung im familiären, geregeltem Ablauf.
@mehrfach - Stell dir vor, du hast zehn Jahre in einem Unternehmen gewirkt. Davon warst du exakt drei Tage pünktlich bei der Arbeit. Du könntest jetzt, ohne zu lügen, schreiben: ich war mehrfach pünktlich. Erkennst du die dem Wort innewohnende Problematik?
Dies geht auch einher mit meinen Erfahrungen in der Terminplanung, die ich mir auch beruflich aneignen und umsetzen konnte.
Durch den täglichen Umgang mit MS Office bin ich routiniert im Umgang mit Programmen wie Excel, Word und Outlook. Aufgrund sehr guter PC-Kenntnisse und großer Lernbereitschaft, finde ich mich auch schnell in neue Programme ein.
Komma im letzten Satz raus!
Auf die Gelegenheit, mich Ihnen persönlich vorzustellen, freue ich mich.
Beide Kommata raus.

Du solltest dringend das Verb können aus deinem Wortschatz streichen, zumindest so lange du dich bewirbst.

Bemüh mal etwas mehr deine Phantasie:
- welche Aufgaben werden im Schulsekretariat auf dich zukommen?
- mit welchen Personengruppen wirst du zu tun haben? Rektor/in, Lehrer, Schüler, Eltern - wie wird die Interaktion mit diesen aussehen?
Und dann bring noch die eingeforderten Kenntnisse mit ein.

Bengerl
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Re: Bewerbung als Schulsekretärin

Beitrag von Bengerl » 19.06.2016, 11:41

TheGuide hat geschrieben:
Als Mutter von Schulkindern, deren Schulalltag mich schon mehrere Jahre begleitet, bin ich schon immer interessiert am schulischen Ablauf im Hintergrund.
Der Satz ist noch etwas seltsam formuliert (nicht nur die rote Markierung, die du ersatzlos streichen kannst), aber grundsätzlich wäre dieser Satz schon mal für den Einstieg geeignet. Allerdings müsstest du die Kurve kriegen, dass dein Interesse am Schulsekretariat länger anhalten wird, als die aschulpflichtigkeit deiner Kinder.
Das mit dem seltsam formuliert kam mir leider auch so vor! ;) Ich sag lieber nicht, wie lange ich schon über dieser Einleitung grübel! ;)
TheGuide hat geschrieben:
Gerne bringe ich mit meinen umfangreichen Berufserfahrungen unterstützend in Ihrer Schulverwaltung ein.
Hier hast du entweder ein Wort vergessen oder grammatisch Murks gemacht.
Wort vergessen :oops:
TheGuide hat geschrieben:
Mein Organisationstalent konnte ich nicht nur im Bezug zur Arbeit mehrfach zeigen, sondern ist hier auch Grundvoraussetzung im familiären, geregeltem Ablauf.
@mehrfach - Stell dir vor, du hast zehn Jahre in einem Unternehmen gewirkt. Davon warst du exakt drei Tage pünktlich bei der Arbeit. Du könntest jetzt, ohne zu lügen, schreiben: ich war mehrfach pünktlich. Erkennst du die dem Wort innewohnende Problematik?
Da hast Du recht. Das war mir gar nicht so bewusst.
TheGuide hat geschrieben: Du solltest dringend das Verb können aus deinem Wortschatz streichen, zumindest so lange du dich bewirbst.


Ich weiss echt nicht, warum ich immer so am "können" hänge :D

--------------------------------------------------

So, nochmal von vorne:

...

--------------------------------------------------

Liest sich das besser? Ich persönlich habe gerade ein besseres Gefühl (aber das täuscht mich im Bezug zur Bewerbung gerne :D ).

--------------------------------------------------

Die letzte Anmerkung hatte ich zu spät gelesen - ich arbeite gerade nochmal daran! :)
Zuletzt geändert von Bengerl am 27.06.2016, 19:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Bengerl » 19.06.2016, 12:32

Nun nochmal:

...
Zuletzt geändert von Bengerl am 27.06.2016, 19:54, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von TheGuide » 19.06.2016, 13:34

Bengerl hat geschrieben:als Mutter von Schulkindern, deren Schulalltag mich schon mehrere Jahre begleitet, wurde bereits früh mein Interesse am schulischen Ablauf im Hintergrund geweckt.
als Mutter schulpflichtiger Kinder beobachte ich bereits seit y Jahren schulische Hintergrundabläufe. Da packt mich jetzt die Lust, mit meiner Ausbildung zur X aktiv in diese einzugreifen.
Der Gelegenheit, mich aktiv in der Schulverwaltung und somit langfristig am schulischen Geschehen zu beteiligen, sehe ich mit großer Motivation entgegen.
Phrase!
Aktuell absolviere ich eine Fortbildung zur geprüften Wirtschaftsfachwirtin und bringe meine neu erworbenen Kenntnisse gerne mit meinen umfangreichen Berufserfahrungen in Ihrem bestehenden Team ein.
Statt Präsens besser Futur: werde ... einbringen - noch bringst du ja nichts ein.
Wie ich BEREITS in meiner bisherigen Tätigkeit in der Kundenbetreuung bewies, verfüge ich über ein sicheres Auftreten und Kommunikationsgeschick.
Mein Organisationstalent zeige ich nicht nur im Bezug zur Arbeit, sondern ist hier auch Grundvoraussetzung im familiären, geregeltem Ablauf.
Zu meinen weiteren Stärken zählen Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft.

Ehrlichkeit würde ich nicht bringen. Das ist selbstverständlich und wenn sie im Arbeitszeugnis auftaucht ist das eher ein Hinweis an den zukünftigen Arbeitgeber, dass er dich im Auge behalten sollte.
Darüber hinaus verfüge ich ein hohes Maß an Belastbarkeit, das mir ermöglicht, auch in Stresssituationen erfolgreich zu arbeiten.
Immer diese Negativa... Besser: ...in jeder Situation...
Mir ist wichtig, mich unterstützend für Lehrkräfte, Schüler und Eltern einzubringen und ein reibungsloses Schulleben zu garantieren.
Warum ist dir das wichtig?
Hab mir jetzt Gedanken gemacht:

Welche Aufgaben werden auf mich zukommen?
- Telefondienst (da ich jedoch in der Kundenbetreuung arbeite, muss ich darauf eingehen?)
Ich hatte eher gedacht dass du mal vom Lippenbekenntnis weg und mehr ins Atmosphärische gehst. Eine Schulsekretärin ist ja einerseits so etwas wie die heimliche Chefin einer Schule - schreib das bloß nicht in der Bewerbung - und die gute Seele in einer Person, außerdem Krankenschwester, Terminkalender, Ersatzmutter, Hauptansprechpartner, Zielscheibe für Beschwerden...
- allgemeine Kenntnisse im Verwaltungsrecht u. Personalangelegenheiten (nur teilweise vorhanden, aber lerne ich in meiner Fortbildung - somit nicht erwähnen?)
Natürlich erwähnst du, welche Kenntnisse du aus deiner Fortbildung mitbringst - sofern sie für die Arbeitsstelle von Belang sind.
- Flexibilität (nicht übernommen - soll lieber auch noch mit rein?)
Was verstehst du denn darunter und kannst du das guten Gewissens bieten?
- Kenntnisse im allgem. Schulverwaltungsprogramm (nicht vorhanden, erwähnen?)
In einer Bewerbung nennst du die Punkte, die FÜR dich sprechen. Die anderen lässt du unter den Tisch fallen.
Die Bewerbung geht an die Konrektorin der Schule.

Schreibe ich dann am Anfang schon:

Sehr geehrte Frau Konrektorin XY, ?
Konrektorin ist m. E. eine Funktion, kein Titel, insofern würde ich das auch in der Anrede nicht aufnehmen. Es sei denn, die Ausschreibung ist so gestaltet, dass du annehmen musst, dass das als Anrede erwünscht ist.
Im Text habe ich bisher nur Lehrkräfte, Schüler und Eltern erwähnt. Wie erwähne ich aber nun die Konrektorin?
Nicht einzeln. Die ist a) Teil des Direktionsteams und b) Teil der Lehrerschaft.

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Beitrag von BlackDiamond » 19.06.2016, 15:05

Edit: Okay, hat sich jetzt mit deiner nachfolgenden Antwort überschnitten.
TheGuide hat geschrieben:

Ich hatte eher gedacht dass du mal vom Lippenbekenntnis weg und mehr ins Atmosphärische gehst. Eine Schulsekretärin ist ja einerseits so etwas wie die heimliche Chefin einer Schule - schreib das bloß nicht in der Bewerbung - und die gute Seele in einer Person, außerdem Krankenschwester, Terminkalender, Ersatzmutter, Hauptansprechpartner, Zielscheibe für Beschwerden...
Daran hatte ich auch gedacht und ich finde es gut, dass TheGuide das angesprochen hat. Es lohnt, darüber nachzudenken, was dir denn genau daran Spaß machen würde. Ohne allzuviel über den Job der Schulsekretärin zu wissen (ich würde einfach befreundete Lehrerinnen fragen) denke ich, dass man Spaß an Spontaneität haben muss, um schnell und präzise auf unvorhergesehene Situationen reagieren zu können. Das muss dir doch als Mutter mehrerer (?) Kinder doch sowieso in Fleisch und Blut übergegangen sein, oder? Vielleicht kannst du das noch etwas besser betonen und mit Beispielen belegen.

Dass du in "Stresssituationen" einen ruhigen Kopf behältst, finde ich nicht negativ. Ja, das Wort an sich ist negativ, aber ich finde es in diesem Fall okay.
Zuletzt geändert von BlackDiamond am 19.06.2016, 15:07, insgesamt 2-mal geändert.

Bengerl
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Beitrag von Bengerl » 19.06.2016, 15:06

TheGuide hat geschrieben:
Zu meinen weiteren Stärken zählen Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft.
Ehrlichkeit würde ich nicht bringen. Das ist selbstverständlich und wenn sie im Arbeitszeugnis auftaucht ist das eher ein Hinweis an den zukünftigen Arbeitgeber, dass er dich im Auge behalten sollte.


Da muss ich jetzt direkt mal im Arbeitszeugnis von meinem alten AG gucken, ob da diesbezüglich was steht :shock:
TheGuide hat geschrieben:
Ich hatte eher gedacht dass du mal vom Lippenbekenntnis weg und mehr ins Atmosphärische gehst. Eine Schulsekretärin ist ja einerseits so etwas wie die heimliche Chefin einer Schule - schreib das bloß nicht in der Bewerbung - und die gute Seele in einer Person, außerdem Krankenschwester, Terminkalender, Ersatzmutter, Hauptansprechpartner, Zielscheibe für Beschwerden...


Aber ist das bei einer dreifachen Mutter nicht sowieso zu erwarten? Zumindest fühl ich mich da eigentlich in allen Punkten direkt angesprochen :D

TheGuide hat geschrieben:
- allgemeine Kenntnisse im Verwaltungsrecht u. Personalangelegenheiten (nur teilweise vorhanden, aber lerne ich in meiner Fortbildung - somit nicht erwähnen?)
Natürlich erwähnst du, welche Kenntnisse du aus deiner Fortbildung mitbringst - sofern sie für die Arbeitsstelle von Belang sind.
Ich hab jetzt das mit den Personalangelegenheit versucht, einzubauen. Aber ganz glücklich bin ich damit nicht. Weiß aber auch nicht, wo ich am besten nochmal meine Fortbildung anspreche, um das noch zu erwähnen.
TheGuide hat geschrieben:
- Flexibilität (nicht übernommen - soll lieber auch noch mit rein?)
Was verstehst du denn darunter und kannst du das guten Gewissens bieten?
Ich finde das immer schwierig, denn man weiß ja nicht, wie der AG den Begriff Flexibilität auslegt.
Einerseits würde ich sagen, ich bin flexibel. Ich kann sporadisch nachmittags arbeiten. Kann auch abends oder am WE arbeiten, falls notwendig.
Andererseits bin ich vielleicht auch nicht ganz so flexibel wie Kinderlose. Natürlich muss ich immer gucken, dass ich für meine Kinder (zumindest noch für 2 davon) dann eine Betreuung habe. Ist normalerweise auch kein Problem - war es zumindest bisher nie, da mein Mann da von seiner Arbeit aus recht flexibel ist und auch die Großeltern ggf. mal einspringen.

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Hier nochmal die überarbeitete Version:

...
Zuletzt geändert von Bengerl am 27.06.2016, 19:54, insgesamt 1-mal geändert.

Cybarb
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Beitrag von Cybarb » 19.06.2016, 15:33

Hallo!

Ein paar Anmerkungen meinerseits:
Da packt mich jetzt die Lust, mit meiner Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation aktiv in diese einzugreifen.
Vielleicht geht es nur mir so, aber wenn jemand irgendwo eingreifen will, habe ich zwei Assoziationen: a) Es ist nötig, dass jemand eingreift. Damit implizierst du aber, dass die Abläufe an der Schule, wo du dich bewirbst mangelhaft sind, und eine solche Implikation willst du natürlich nicht in deinem Anschreiben nahelegen. b) Es ist eigentlich unnötig, dass jemand eingreift. Dann gilt: Finger weg!
Statt "eingreifen" würde ich deshalb eher "mitgestalten" wählen und den Satz entsprechend umformulieren.

Mir wirkt dein Anschreiben generell zu zeugnisartig, denn es ist gespickt mit positiven Buzzwords, mit denen dich eigentlich frühere Arbeitgeber auszeichnen solltest anstelle von dir selbst. Kannst du konkrete Belege liefern, etwa für dein Kommunikationsgeschick?

Außerdem hast du dich vielleicht schon als Mutter von Schulkindern das eine oder andere Mal ehrenamtlich in Schulbelangen engagiert. Muss ja nicht gleich eine Mitgliedschaft im Schulelternbeirat gewesen sein. Aber wenn es da irgendwas gibt, könntest du damit deine Motivation stärker belegen und zugleich die Tatsache abschwächen, dass du bisher in schulfremden Bereichen gearbeitet hast.

Gruß
Cyb

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 19.06.2016, 17:58

BlackDiamond hat geschrieben: Dass du in "Stresssituationen" einen ruhigen Kopf behältst, finde ich nicht negativ. Ja, das Wort an sich ist negativ, aber ich finde es in diesem Fall okay.
Bengerl hat geschrieben: Aber ist das bei einer dreifachen Mutter nicht sowieso zu erwarten? Zumindest fühl ich mich da eigentlich in allen Punkten direkt angesprochen :D
Geh davon aus, dass dein Adressat solche Dinge nicht mitbekommt. Und zeige, dass du dich mit dem Beruf auseinandergesetzt hast.


Einerseits würde ich sagen, ich bin flexibel. Ich kann sporadisch nachmittags arbeiten. Kann auch abends oder am WE arbeiten, falls notwendig.
Das ist doch gut.
Andererseits bin ich vielleicht auch nicht ganz so flexibel wie Kinderlose.
Nur Argumente für dich bringen!

Dein jetziges Anschreiben finde ich ganz gelungen.

Charlie Schmidt
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Beitrag von Charlie Schmidt » 20.06.2016, 00:17

Hallo Bengerl,

ich denke, Du bringst wirklich einiges für die Aufgabe mit, aber die Argumentation finde ich noch nicht ganz rund.
Da packt mich jetzt die Lust, mit meiner Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation aktiv in diese einzugreifen.
Ich finde den kompletten Satz nicht so toll. "Da packt mich jetzt die Lust" ist sehr umgangssprachlich und kommt mir verschriftlicht sehr unpassend vor. Warum nicht eher: Aus diesem Grund hege ich schon seit langem den Wunsch ... Ansonsten hat Cybarb Recht, eingreifen klingt "aggressiv", vor allem im gegebenen Kontext.
Aktuell absolviere ich eine Fortbildung
Diesen Wechsel empfinde ich als sehr "hart": Was hat die Wirtschaftsfachwirtin im Schulbüro vor? Formuliere mehr von der Stelle her und stelle die Weiterbildung als Argument ans Satzende.
Wie ich bereits in meiner bisherigen Tätigkeit in der Kundenbetreuung bewies, verfüge ich über ein sicheres Auftreten und Kommunikationsgeschick. Stets überzeuge ich mit meiner Freundlichkeit.
Verwaltungsaufgaben sowie anfallenden Schriftverkehr erledige ich immer selbständig, sorgfältig und gewissenhaft.
Das finde ich gut.
sondern ist auch Grundvoraussetzung im familiären, geregeltem Ablauf
Was der Hinweis auf das Private bringen soll, ist mir hier nicht klar. Wobei es an einer Schule kein Nachteil sein sollte, mit der Familie zu punkten. Aber vielleicht nicht unbedingt so wie hier, da Du ansonsten konsequent im Beruf bleibst.
Zu meinen weiteren Stärken zählen Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Flexibilität. Darüber hinaus verfüge ich über ein hohes Maß an Belastbarkeit, das mir ermöglicht, in jeder Situation erfolgreich zu arbeiten.
Versuche mal, diese Eigenschaften an aktiven Beispielen festzumachen, so dass Sie mehr Leben eingehaucht bekommen.
Im täglichen Umgang mit Programmen wie Excel ...
Würde ich mit dem vorherigen Absatz tauschen, dann steht Dein Wunsch an prominenter Stelle.

Bengerl
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Beitrag von Bengerl » 20.06.2016, 19:29

Cybarb hat geschrieben: Vielleicht geht es nur mir so, aber wenn jemand irgendwo eingreifen will, habe ich zwei Assoziationen: a) Es ist nötig, dass jemand eingreift. Damit implizierst du aber, dass die Abläufe an der Schule, wo du dich bewirbst mangelhaft sind, und eine solche Implikation willst du natürlich nicht in deinem Anschreiben nahelegen. b) Es ist eigentlich unnötig, dass jemand eingreift. Dann gilt: Finger weg!
Statt "eingreifen" würde ich deshalb eher "mitgestalten" wählen und den Satz entsprechend umformulieren.
Versteh schon, was Du meinst. Eingreifen wirkt dann tatsächlich etwas hart.
Cybarb hat geschrieben: Mir wirkt dein Anschreiben generell zu zeugnisartig, denn es ist gespickt mit positiven Buzzwords, mit denen dich eigentlich frühere Arbeitgeber auszeichnen solltest anstelle von dir selbst. Kannst du konkrete Belege liefern, etwa für dein Kommunikationsgeschick?
Konkrete Belege? Der konkreteste Beleg dafür ist mein aktueller Arbeitgeber, bei dem ich aktuell vor allem auch für die Akquise zuständig bin.
Cybarb hat geschrieben: Außerdem hast du dich vielleicht schon als Mutter von Schulkindern das eine oder andere Mal ehrenamtlich in Schulbelangen engagiert. Muss ja nicht gleich eine Mitgliedschaft im Schulelternbeirat gewesen sein. Aber wenn es da irgendwas gibt, könntest du damit deine Motivation stärker belegen und zugleich die Tatsache abschwächen, dass du bisher in schulfremden Bereichen gearbeitet hast.
Bisher gab es leider nicht so viele Möglichkeiten, sich groß einzubringen, da ich nicht im Elternbeirat war und bei unseren Schulen aber leider ziemlich alle Aufgaben vom Elternbeirat oder den Schülern übernommen wird.
Nur Kuchenspenden kamen/kommen öfter von mir :D
Charlie Schmidt hat geschrieben:
Aktuell absolviere ich eine Fortbildung
Diesen Wechsel empfinde ich als sehr "hart": Was hat die Wirtschaftsfachwirtin im Schulbüro vor? Formuliere mehr von der Stelle her und stelle die Weiterbildung als Argument ans Satzende.
Da muss ich nochmal gründlich grübeln, wie ich das anders gestalte :D Mir ist es einfach wichtig, dass die Leute sehen, dass ich keine bin, die sich auf ihrer Ausbildung und den "Kindern" ausruht, sondern einfach noch etwas für ihre Bildung tun will, ich denke mal, deswegen ist das auch direkt am Satzanfang gelandet :oops:
Charlie Schmidt hat geschrieben:
sondern ist auch Grundvoraussetzung im familiären, geregeltem Ablauf
Was der Hinweis auf das Private bringen soll, ist mir hier nicht klar. Wobei es an einer Schule kein Nachteil sein sollte, mit der Familie zu punkten. Aber vielleicht nicht unbedingt so wie hier, da Du ansonsten konsequent im Beruf bleibst.
Wie erkläre ich das am besten... Als Mutter von drei Kindern, mit Ehemann, mit Haushalt, mit aktueller Arbeit bringt man doch nochmal 'ne extra Portion an Organisationsgeschick und ein Händchen für Terminplanungen mit, deshalb war mir danach, das genau bei diesem Punkt anzubringen.
Charlie Schmidt hat geschrieben:
Zu meinen weiteren Stärken zählen Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Flexibilität. Darüber hinaus verfüge ich über ein hohes Maß an Belastbarkeit, das mir ermöglicht, in jeder Situation erfolgreich zu arbeiten.
Versuche mal, diese Eigenschaften an aktiven Beispielen festzumachen, so dass Sie mehr Leben eingehaucht bekommen.
Schwierig...
Belastbarkeit - ich konnte z. B. schon häufig Konflikte mit Kunden lösen - das sachlich und ruhig. Und hab gerade gesehen, dass das mein ehem. AG sogar ins Arbeitszeugnis geschrieben hat :D
Zuverlässigkeit - ich kam immer pünktlich zur Arbeit, auf mich konnte man sich immer verlassen, ich war bisher kaum krank. Aber wie soll ich das mit aktivem Beispiel belegen?
Flexibilität - wenn Not am Mann ist, bin ich z. B. meist zur Stelle. Aber das kann ich sicher nicht so schreiben :D


Bewerbung schreiben ist echt immer so schwierig :( :( :(

Hab auch gerade mal das letzte Bewerbungsschreiben von hier abgetippt und musste feststellen, dass das bei mir im jetzigen Zustand nicht auf eine Seite passt??? :shock: :shock: :shock:

Cybarb
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Beitrag von Cybarb » 20.06.2016, 19:42

Bengerl hat geschrieben: Konkrete Belege? Der konkreteste Beleg dafür ist mein aktueller Arbeitgeber, bei dem ich aktuell vor allem auch für die Akquise zuständig bin.
Ok, da habe ich mir tatsächlich dasjenige Buzzword herausgegriffen, für das du wirklich einen Beleg liefern kannst. :wink: Aber wie sieht es aus mit Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft, Selbständigkeit, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit?
Bengerl hat geschrieben: Hab auch gerade mal das letzte Bewerbungsschreiben von hier abgetippt und musste feststellen, dass das bei mir im jetzigen Zustand nicht auf eine Seite passt??? :shock: :shock: :shock:


Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe es auch mal in ein Word-Dokument reinkopiert, und es ist überhaupt kein Problem. Da müsstest du schon riesige Seitenränder, Zeilenabstände oder Schriftgrößen haben, damit das nicht auf eine Seite passt.

Bengerl
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Beitrag von Bengerl » 20.06.2016, 20:10

Cybarb hat geschrieben: Ok, da habe ich mir tatsächlich dasjenige Buzzword herausgegriffen, für das du wirklich einen Beleg liefern kannst. :wink: Aber wie sieht es aus mit Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft, Selbständigkeit, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit?


Naja, belegen kann ich das im Grunde nur mit meinem Arbeitszeugnis von meinem alten AG.
Ich könnte zich Situationen aufführen, wo ich hilfsbereit bin. In der Arbeit unterstütze ich meine Kollegen immer ohne Aufforderung.
Ich erledige meine Arbeit selbständig, ohne Aufforderung.
Sorgfältig und gewissenhaft - sieht man dann vielleicht anhand der Bewerbungsunterlagen schon ein kleines bisschen? Spiegelt ja auch bisschen meine Arbeit wieder, ob ich jetzt meine Bewerbungsmappe ungeordnet, mit nem Haufen Müll, Eselsohren etc. verschicke :D

Ich find das alles so schwierig. Natürlich könnte ich 'ne Menge "Alltagssituationen" aus der Arbeit schildern. Aber dann brauch ich tatsächlich 'ne 2. Seite, glaub ich.
Cybarb hat geschrieben:
Bengerl hat geschrieben: Hab auch gerade mal das letzte Bewerbungsschreiben von hier abgetippt und musste feststellen, dass das bei mir im jetzigen Zustand nicht auf eine Seite passt??? :shock: :shock: :shock:


Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe es auch mal in ein Word-Dokument reinkopiert, und es ist überhaupt kein Problem. Da müsstest du schon riesige Seitenränder, Zeilenabstände oder Schriftgrößen haben, damit das nicht auf eine Seite passt.
Schrift Arial in 11.
Seitenränder links 2,41 cm, rechts 2,00 cm.
Zeilenabstand ist bei 0,00 cm.

Anlagen müssen ja auch noch dazu?

Charlie Schmidt
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Beitrag von Charlie Schmidt » 20.06.2016, 21:13

Hallo Bengerl,
Wie erkläre ich das am besten...
Hmm, ist auch nicht leicht. Ich finde halt, dass die Beschreibung insgesamt nicht gut aufgebaut ist. Den Einstieg finde ich - mittlerweile (ich werde aber oft "milder", wenn ich einen Text öfter lese ;)) - eigentlich recht stimmig. Ich glaube, dass, was ich eigentlich nicht mag, ist, dass Du dann über die Terminplanung wieder ins Berufliche schwenkst.
Anlagen müssen ja auch noch dazu?
Finde ich nicht. Überhaupt nicht. Vor allem nicht bei Online-Bewerbungen. (Bei schriftlichen könnte man noch argumentieren, dass der Personaler so die Unterlagen mit der Liste abgleichen kann; dort könnte man auf ein Deckblatt zurückgreifen.)

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Beitrag von TheGuide » 20.06.2016, 21:19

Cybarb hat geschrieben: Ein paar Anmerkungen meinerseits:
Da packt mich jetzt die Lust, mit meiner Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation aktiv in diese einzugreifen.
Vielleicht geht es nur mir so, aber wenn jemand irgendwo eingreifen will, habe ich zwei Assoziationen: a) Es ist nötig, dass jemand eingreift. Damit implizierst du aber, dass die Abläufe an der Schule, wo du dich bewirbst mangelhaft sind, und eine solche Implikation willst du natürlich nicht in deinem Anschreiben nahelegen. b) Es ist eigentlich unnötig, dass jemand eingreift. Dann gilt: Finger weg!
Statt "eingreifen" würde ich deshalb eher "mitgestalten" wählen und den Satz entsprechend umformulieren.
Das ist ein guter Vorschlag!

BlackDiamond
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Beitrag von BlackDiamond » 20.06.2016, 21:31

Bengerl hat geschrieben:
Sorgfältig und gewissenhaft - sieht man dann vielleicht anhand der Bewerbungsunterlagen schon ein kleines bisschen? Spiegelt ja auch bisschen meine Arbeit wieder, ob ich jetzt meine Bewerbungsmappe ungeordnet, mit nem Haufen Müll, Eselsohren etc. verschicke :D
Wenn nicht ausdrücklich eine schriftliche Bewerbung verlangt wird oder ein Bewerber-Management-System vorgeschaltet ist, würde ich die Bewerbung immer per E-Mail verschicken. Und zwar als PDF in einer Datei. Niemand hat Lust, Bewerbungsunterlagen zusammenzupuzzeln.
In ganz altmodischen Branchen mag eine schriftliche Bewerbung gewünscht sein, ich glaub fast nicht, dass Schulen dazu gehören. Ich hoffe es nicht. :D

Hast du ein wirklich gutes Bewerbungsfoto, wo du so rüber kommst, wie du rüber kommen willst?

Bengerl
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Beitrag von Bengerl » 20.06.2016, 21:59

Oh man, jetzt verzweifel ich aber gleich ;)

Leider ist es so, dass ausgerechnet diese Schule die Bewerbung schriftlich haben will :cry: :oops: Sonst wäre PDF definitiv meine Wahl gewesen :D


BlackDiamond: Das Bewerbungsfoto ist das Einzige, womit ich echt vollkommen zufrieden bin. Damit kann ich mich identifizieren - das bin ich. So fühl ich mich wohl!


Immerhin hab ich zumindest schon das Foto, sauber kopierte Zeugnisse und Urkunden, und eine ordentliche Bewerbungsmappe.
Am Lebenslauf feile ich gerade noch.
Und dann das Bewerbungsschreiben... und wenns jetzt echt dumm läuft, auch noch das Deckblatt :cry:
Sonst noch was vergessen? :shock:

Charlie Schmidt
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Beitrag von Charlie Schmidt » 20.06.2016, 22:18

Nicht verrückt machen. ;) Im Zweifel lass das mit den Anlagen doch bleiben, daran wird es ganz sicher nicht scheitern. :)

BlackDiamond
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Beitrag von BlackDiamond » 21.06.2016, 17:01

Bengerl hat geschrieben: Leider ist es so, dass ausgerechnet diese Schule die Bewerbung schriftlich haben will :cry: :oops: Sonst wäre PDF definitiv meine Wahl gewesen :D

Tja, es gibt durchaus Gründe, die für schriftliche Bewerbungen sprechen: da kann man auch die Spreu vom Weizen trennen, speziell wenn es um solche Positionen geht. Wer schon keine saubere und strukturierte Bewerbungsmappe abgibt, ist für viele kaufmännische Berufe nicht so geeignet, lautet das Vorurteil und da ist schon was Wahres dran.

Und eigentlich sind die meisten Lehrer schon ziemlich altmodisch, wenn es um neue Technologien etc. geht, ist mir wieder eingefallen. Also die, die ich kenne. Da fehlt einfach auch oft die Notwendigkeit, sich damit auseinander zu setzen und dann wird schon ein Smartphone eine Herausforderung.

Du schaffst das schon. Deckblatt muss nicht sein, kann aber gut ankommen.

Charlie Schmidt
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Beitrag von Charlie Schmidt » 21.06.2016, 23:29

BlackDiamond hat geschrieben:
Bengerl hat geschrieben: Leider ist es so, dass ausgerechnet diese Schule die Bewerbung schriftlich haben will :cry: :oops: Sonst wäre PDF definitiv meine Wahl gewesen :D

Tja, es gibt durchaus Gründe, die für schriftliche Bewerbungen sprechen: da kann man auch die Spreu vom Weizen trennen, speziell wenn es um solche Positionen geht. Wer schon keine saubere und strukturierte Bewerbungsmappe abgibt, ist für viele kaufmännische Berufe nicht so geeignet, lautet das Vorurteil und da ist schon was Wahres dran.

Und eigentlich sind die meisten Lehrer schon ziemlich altmodisch, wenn es um neue Technologien etc. geht, ist mir wieder eingefallen. Also die, die ich kenne. Da fehlt einfach auch oft die Notwendigkeit, sich damit auseinander zu setzen und dann wird schon ein Smartphone eine Herausforderung.

Du schaffst das schon. Deckblatt muss nicht sein, kann aber gut ankommen.
Na ja, da würde ich aber nicht drauf wetten. ;) Mittlerweile haben sich Whiteboards und so weiter auch an den Schulen breitgemacht.

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