Vorstellungsgespräch - warum wollen Sie wechseln?

Fragen zum Vorstellungsgespräch: Welche Kleidung ist am besten? Welche Vorbereitung ist nötig? Welche Fangfragen werden gestellt? Wie bekomme ich meine Aufregung in Griff?
Antonia
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Vorstellungsgespräch - warum wollen Sie wechseln?

Beitrag von Antonia » 09.04.2008, 15:27

Ich bewerbe mich aus ungekündigter Stellung. Ich werde im Vorstellungsgespräch ja sicher gefragt, warum ich einen neuen Job suche. Die typische Antwort hier drauf ist, dass man eine „neue berufliche Herausforderung“ sucht oder man „möchte sich beruflich weiterentwickeln“. Die Gründe liegen meistens, wenn man ehrlich ist, doch woanders. So ist es jeden Falls bei mir. Diese Gründe kann ich aber im Vorstellungsgespräch wohl kaum nennen. Bin halt komplett unzufrieden.
Wie reagiert man am besten, wenn vom zukünftigen AG dann die Frage kommt, wieso er sich sicher sein kann, dass man nicht bald wieder eine neue Herausforderung sucht oder die Entwicklungsmöglichkeiten in seinem Unternehmen auch nur beschränkt sind, auch Aufstiegsmöglichkeiten sind nicht viele gegeben??
Was meint ihr, wie mache ich meinem Gegenüber im Vorstellungsgespräch klar, dass ich einen neuen Job suche, weil mein jetziger Job bzw. die Firma (die Aufgaben an sich sind ja okay, Ich bewerbe mich ja im gleichen Berufszweig.) scheiße ist!
Bin für alle Anregungen und Tipps offen …. Danke!!

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 09.04.2008, 17:18

Kann man doch durchaus sagen, dass der bisherige Arbeitgeber nicht zu dir passt. Denn der Gesprächspartner will auch herausfinden, ob der Jobwechsel nur aus einer Laune heraus passiert oder welche Gründe es dafür gibt. Und wenn die Aufgaben dich unterfordern, dann zeigt das auch, wie deine Einstellung zum Berufsleben ist: du willst etwas erreichen.

Aber man muss nur aufpassen, dass die Kritik am bisherigen Arbeitgeber nicht zu negativ ausfällt; es sind dort halt die Bedingungen die schnelle Änderungen nicht erwarten lassen.

Antonia
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Beitrag von Antonia » 09.04.2008, 18:36

Danke erstmal!
Das mit der Unterforderung ist ja auch so eine Sache.... ich hab bei einer Firma angerufen, die eine Stelle ausgeschrieben hat und da fragte mich der Herr doch gleich am Telefon einwenig aus. Nachdem ich ihm erzählt habe, was ich so mache, fragte er dann gleich, warum ich denn wechseln will, das würde sich doch alles gut anhören. Und ich meinte dann, dass ich in meiner jetzigen Anstellung auf der Stelle trete und nicht weiter komme im Berufsleben und ich wolle mich halt weiterentwickeln, neue Aufgaben usw.! Darauf er: dass mann doch in jeder Anstellung irgendwann an den Punkt kommt, wo es nicht mehr weiter geht und die Aufgaben wüden sich halt immer irgendwann wiederholen und es gibt ja auch nicht in jedem Beruf bzw. jedem Unternehmen (wie auch bei ihm) große Ausstiegschancen!!
Weil es halt ein Telefonat war, konnte er zum Glück nicht mein geschocktes Gesicht sehen!
Ich hab mich noch einigermaßen gut rausgeredet und kann meine Unterlagen auch hinschicken :), aber einwenig iritiert war ich doch schon......

stummel
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Beitrag von stummel » 14.04.2008, 20:24

Hallo!
Die Frage habe ich mir auch schon gestellt :-)
Tatsache bei mir ist, das wir in dem Betrieb - in dem im momentan noch arbeite - saisonbedingt mal mehr oder weniger zu tun haben.
Ich antworte auf die Frage dann immer, das ich unterfordert bin weil ich in der schwächeren Zeit fast nur rumsitze um mich das eben nicht befriedigt.

LG
Stummel

Antonia
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Beitrag von Antonia » 15.04.2008, 13:31

Bei mir ist das zur Zeit bzw. eigentlich schon seit längerer Zeit so, dass der Betrieb, wo ich noch arbeite, nicht so gut läuft und ich langweile mich teilweise auch. Ich hab mich auch gefragt, ob ich das beim Vorstellungsgespräch sagen kann!? Hab von mehreren Seiten gehört, dass man das durchaus sagen kann (natürlich schön verpackt und auch nicht zu viel erzählen) und dass ich halt einen sicheren Job haben möchte!

Nini32
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Was als Grund für Wechsel angeben?

Beitrag von Nini32 » 28.01.2010, 21:04

Ich habe 4 Monate bei einer Firma gearbeitet und es war die absolute Hölle für mich.

Nun habe ich nächste Woche ein Vorstellungsgespräch. Wir werden ja garantiert auf das Thema "Und wieso Wechsel?" zu sprechen kommen. Es ist bei einem Verein, Bereich Kultur, und ich würde eine kleine Abteilung leiten. Fachlich genau meine Sache, auch wenn ich Moment wenig Selbstvertrauen habe.

Was für Argumente würdet ihr anbringen, die mich noch "am besten" aussehen lassen? Ich kann ja nicht sagen, dass meine alte Chefin entsetzlich war, ich überfordert und ich wirklich einige Wochen gebraucht habe, um aus dem Loch wieder rauszukrabbeln. Für Tipps wäre ich total dankbar....

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Marlenchen
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Beitrag von Marlenchen » 29.01.2010, 01:36

Versuche es mal so rum:

Was war schlimm? => Wie es hätte sein sollen? Wie stellst du dir einen idealen Arbeitsplatz vor?

Also positive Formulierungen finden. Diese referierst du auf die Frage nach den Wechselgründe und schließt mit: "Das war alles bei meinem letzten Arbeitgeber nicht so. Ich hoffe bei Ihnen..."

Nini32
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Beitrag von Nini32 » 29.01.2010, 02:12

Danke für deine Antwort.

Naja, aber ich weiß ja gar nicht, wie es genau bei dem neuen Arbeitgeber so wird- die Stellenbeschreibung war etwas schwammig. Im Großen und Ganzen soll ich dort wie Finanzen übernehmen, von der Aufgabenbeschreibung war aber nicht genau rauszulesen, wie groß das Finanzteam überhaupt ist.

Bisher habe ich mir so ein Potpurri aus folgenden Punkten überlegt:

- alte Firma zu groß und für mich zu unübersichtlich

- mir fehlte das idealistische Motiv und ich benötige eine positive Aufgabe (es ist ein gemeinnütziger Verein; während des Studiums habe ich etwas vergleichbares gemacht, das ist also nicht zu weit hergeholt)

- mir wurden am Anfang Zusagen gemacht, die aber so aufgrund von Umstrukturierungen nicht mehr einzuhalten waren

Was klingt für dich am besten? Wie gesagt, mein alter Job war die Hölle, in meiner Abteilung hat es eh keiner länger als 2 Jahre ausgehalten und die Chefin war völlig unmöglich. Aber das kann ich ja auf gar keinen Fall anbringen :lol:

Nini32
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Beitrag von Nini32 » 12.02.2010, 18:15

So, ganz kurz die Strategie und das Ergebnis:

Habe im Gespräch schwammig gesagt, dass mir andere Zusagen gemacht worden sind, die dann aufgrund von Umstrukturierungen nicht mehr einzuhalten waren. Außerdem war es eh nicht das richtige für mich.

Ich habe den Job bekommen :D :D :D

m_unknown
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Wechselgründe im Vorstellungsgespräch angeben

Beitrag von m_unknown » 13.05.2010, 23:05

Derzeit bin ich in einem Unternehmen, bei dem ich mich ganz wohl fühle. Dies kommt aber eher durch die Kollegen und die interessante vielseitige Arbeit zu Stande als durch den Arbeitgeber. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Meine Stelle dort sehe ich langfristig aber als Gesichert. Leider fährt die Firma die Mitarbeiter auf Verschleiß. Es gibt keine Fortbildungen und auch die Gehaltsentwicklung stagniert schon seit Jahren.

Nun habe ich zufällig eine Stellenausschreibung gefunden, die voll und ganz zu mir passt. Da habe ich meine erste Bewerbung seit über 10 Jahren geschrieben und bin nun zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Die Branche in der ich arbeite ist nun nicht so groß als dass die Firmen sich nicht kennen würden. Allerdings wissen die Firmen gegenseitig wenige Internas.

So erwarte ich bei dem Gespräch auf jeden Fall die Frage nach dem Wechselgrund. Da habe ich mir eine Antwort überlegt mit der ich allerdings nicht so richtig Glücklich bin. Sie klingt irgendwie zu negativ. Was ist Eure Meinung dazu. Was habt Ihr für Tips oder Anregungen.

Hier nun die Antwort:

Bei meinem jetzigen Arbeitgeber gibt seit mehreren Jahren keine Weiterentwicklung der betrieblichen Abläufe. Es wird sehr wenig Wert auf strukturiertes arbeiten gelegt. Es wird einfach „gemacht“. Projekte werden angegangen ohne dass man deren Wirtschaftlichkeit analysiert. Auf Spezifikationen wird kein Wert gelegt. Die brauchen nur Zeit und kosten daher nur. Projektabläufe werden zeitlich nicht oder nur wenig geplant. Es gibt auch keine oder kaum Meilensteine in einem Projekt. Auf Weiterbildung wird kein Wert gelegt und die betrieblichen Abläufe sind nicht geklärt. Beim benennen der Probleme läuft man nur gegen Mauern.
Das alles führt immer wieder zu Mehraufwenden, Ärger mit den Kunden, Unproduktivität und mangelnde Qualität. Das entspricht nicht meinem Arbeitsstil.
Bei Ihnen sehe ich da einen anderen Arbeitsstil. Als Firma scheinen Sie mir eine langfristige Perspektive bieten zu können. Deshalb habe ich mich bei Ihnen beworben.

chfahren
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Beitrag von chfahren » 14.05.2010, 10:34

Hi Du,

spontan wirkt das auf mich wie schlecht machen des derzeitigen AG.
Beschränke Dich lieber nur darauf, dass Du keine Aufstiegschancen in Aussicht gestellt bekommst und eine langfristige Perspektive nicht geboten bekommst. Punkt aus. Mehr würde ich auf diese Frage nicht antworten, denn sonst sieht es so aus, dass Du Deinen AG schlecht machst und das würde dem neuen vielleicht zu denken geben.
Viel Glück.
LG, Chrissy

Schlumpf666
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Beitrag von Schlumpf666 » 16.05.2010, 14:13

bin der Meinung meines Vorredners ;) und dann noch hervorheben, was du denkst, bei der neuen Firma zu bekommen (Entwicklungsmöglichkeiten, Fortbildungen, Arbeitsumfeld usw.)

Also man soll immer eher die neue Firma loben und rüberbringen, dass man da aus bestimmten positiven Dingen arbeiten will als den alten AG "schlecht zu machen".

Ich weiß, dass es schwierig ist, da ich selbst aus solchen Gründen gekündigt habe und das jedes Mal erklären muss :( aber immer versuchen sachlich zu bleiben und die Gründe bei deinen persönlichen beruflichen Neigungen suchen, als auf dem alten AG "rumzureiten"

Lg, Schlumpf

m_unknown
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Beitrag von m_unknown » 16.05.2010, 18:34

Vielen Dank für die Einschätzungen und Tips. Ich werde es mir zu Herzen nehmen.

roland
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Wechselgrund im Vorstellungsgespräch angeben

Beitrag von roland » 15.08.2010, 13:51

Hallo,

ich habe am Dienstag ein Vorstellungsgespräch.

Leider habe ich auf die Frage nach dem Wechselgrund immer noch keine für mich brauchbare Lösung.

Bei meinem aktuellen AG machen wir seit 1 Jahr wieder mal Kurzarbeit (kam schon immer mal wieder vor in den letztenjahren) Soll ich es erwähnen, oder eher verschweigen.

Im Rahmen der Kurzarbeit habe ich auch die Zeit zur eigenen Weiterbildung und für eine Nebentätigkeit genutzt. Die Nebentätigkeit ist im selben Bereich angesiedelt, konkuriert aber micht mit meinem AG. Ist auch von diesem genehmigt.

Wie kann ich am besten im umschreiben, dass es mir bei meinem derzeitigen AG nicht mehr gefällt, und ich darüber hinaus die Zukunftsaussichten eher als schlecht betrachte.

Ich dachte an so etwas in der Art : Ich möchte gerne was neues machen, aber meiner aktueller AG bitet dafür keine Möglichkeiten.

Vielen Dank schon mal für eure Anregungen.

Roland

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 15.08.2010, 14:36

Hmmmmm... willst Du denn tatsächlich etwas (inhaltlich) Neues machen? Eine Art von Tätigkeit, die es bei dem neuen Arbeitgeber - anders als beim alten - gibt? Du wirst dieses Statement auf gezielte Rückfragen hin auf jeden Fall mit Leben füllen müssen.

Die Wahrheit dagegen erscheint mir auf den ersten Blick uneingeschränkt plausibel... ;-)

roland
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Beitrag von roland » 15.08.2010, 15:25

Mir geht es in erster Linie darum, überhaupt die Stelle zu wechseln.

Kurz zur Ausgangslage.

Bin 46 und als Servicetechniker im Aussendienst in der IT unterwegs.
Dazu in einem relativ schmalen Bereich, in dem geeignete Stellen nicht so einfach zu finden sind.
Für "verwandte bzw. interessante" Stellen fehlen aber die "Nachweisbaren" Kenntisse. Wissen ist da, aber keine Zertifikate.

Die Lage beim aktuellen AG lässt die Zukunft eher schlechter erscheinen.

Es gibt immer weniger zu tun. Alles dreht sich nur noch um das Thema "wir haben für so etwas kein Geld". Gleichzeitig sollen wir trotz Kurzarbeit so tun, wie wenn es keine Probleme gäbe und ganz normal weiterarbeiten.

Erschwerend (zumindest für mich) kommt noch eine eher nicht mehr funktionierende Kultur und vor allem mangelnde Kommunikation hinzu.

Mir bietet sich aktuell die Möglichkeit, bei einer Versicherung in der internen IT anzufangen. Es handelt sich um eine Tätigkeit im Bereich Service Desk. Also aus meiner Sicht eine Servicetechnikertätigkeit im Innedienst. Somit "Artverwandt".

Die neue Stelle bietet mir mit Sicherheit auch die Möglichkeit, andere Bereiche besser kennzulernen, und sich dort einzuarbeiten.
Also weitaus bessere Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln.


Mein Hauptwechselgrund ist somit einfach, dass ich beim meinem aktuellen AG nicht mehr glücklich werde, mich nicht mehr wohl fühle, und auch das Vertrauen immer mehr schwindet.

Nur kann ich dies ja nicht so in einem Vorstellungsgespräch sagen.
Da entsteht ja der EIndruck, ich würde über meinen AG herziehen.

Ich denke, dass ich zumindest die Kurzarbeit erwähnen kann.
Diese ist ja offiziell angemeldet und somit bekannt.
Darüber lässt sich die Zeit für die Nebentätigkeit und eigene Weiterbildung erklären.

nicci-81
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Warum unsere Firma und Wechselmotivation

Beitrag von nicci-81 » 04.08.2014, 21:20

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, mich intensiv auf mein erstes Vorstellungsgespräch seit zehn Jahren vorzubereiten. Ich muss zugeben, dass ich ein wenig "eingerostet" bin.

Ich habe mich nun endgültig dazu entschieden, mich anderweitig zu bewerben, da die Situation bei meinen jetzigen AG für mich nicht mehr tragbar ist. Bis jetzt habe ich mir viele Sachen "schön geredet", da mir die Arbeit sehr gut gefällt und das Klima unter den Kollegen wirklich super ist. Das kann man leider von der Chefetage nicht behaupten. Da wird gemobbt und persönlich beleidigt, was das Zeug hält. Ich habe dies auch schon ein paar Mal zu spüren bekommen und ich merke immer mehr, dass ich einfach nicht mehr kann. Die Situation auf Arbeit überträgt sich mittlerweile auch auf mein Privatleben.

Ich bin mir sicher, dass zwei Fragen einem Gespräch sicher gestellt werden.

1. Die Frage nach der Wechselmotivation:
Hier kann ich ja schlecht die Wahrheit sagen. Ich habe mich in einem Familienunternehmen beworben und auch immer in Familienunternehmen gearbeitet (mal größer, mal kleiner). Ich habe mir überlegt zu antworten, dass ich die Arbeit in einem solchen Unternehmen sehr zu schätzen gelernt habe, da die Mitarbeiter viel intensiver in die verschiedenen Arbeitsprozesse eingebunden werden und auch die Wertschätzung des einzelnen Mitarbeiters deutlich größer ist. Unsere Firma war bis Januar auch ein Familienbetrieb, wurde aber von einem großen Konzern aufgekauft und der "alte" Geschäftsführer ist in Rente gegangen. Weiter wollte ich dann anbringen, dass aufgrund dessen unsere Firma umfangreichen Neustrukturierungen unterzogen wird und deshalb ungewiss ist, ob einzelne Abteilungen zu anderen Standorten verlegt werden.

Kann ich das (inhaltlich) als Begründung angeben oder klingt das zu "hochgestochen"?

2. Die Frage "Warum unsere Firma"
Ich habe mich bei einem Kartonagenhersteller beworben. Bei meinem vorherigen AG hatte ich viel Kontakt zu einem anderen Kartonagenhersteller, von dem wir unsere Thekendisplays und Verkaufstrays erhalten haben. Ich fand es damals schon faszinierend, dass man aus so aus so einem "einfachen" Rohstoff solche ausgeklügelten Verpackungen herstellen kann. Ich möchte nun mit meinen Erfahrungen und Fähigkeiten zum Erfolg der Firma beitragen.

Auch hier die Frage: geht oder zu "hochgestochen"?

Es wären beide Begründungen/Antworten nicht einfach aus den Fingern gesogen, sondern entsprechen tatsächlich der Wahrheit. Ich bin mir hals nicht sicher, ob ich damit nicht zu dick auftrage.

Sorry, dass es so lang geworden ist :oops:

Vielen Dan für Eure Hilfe!

LG Nicci

Romanum
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Beitrag von Romanum » 05.08.2014, 11:11

Weiter wollte ich dann anbringen, dass aufgrund dessen unsere Firma umfangreichen Neustrukturierungen unterzogen wird und deshalb ungewiss ist, ob einzelne Abteilungen zu anderen Standorten verlegt werden.

Den letzten Satz brauchst du nicht nennen. Sonst ist es OK. Es fehlen aber noch etwas zukunftsgerichtete Gründe, die auch etwas mit dir zu tun haben; vielleicht bietet die neue Stelle ja auch etwas mehr, was über deinen bisherigen Aufgabenbereich hinaus geht?

Die 2. Beantwortung finde ich auch in Ordnung.

nicci-81
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Beitrag von nicci-81 » 06.08.2014, 06:31

Hallo Romanum,

vielen Dank für deine Antwort. Ich werde mir zur ersten frage noch ein paar Gedanken machen.

LG nicci

taschenrechner
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Wechselgrund richtig beantworten: Weiterentwicklung

Beitrag von taschenrechner » 22.08.2017, 09:37

Hallo allerseits!
Ich bin neu hier. Ich bin seit etwas über 2 Jahren fest angestellt, habe mich aber nun weiter beworben, da ich mich hier "langweile" und ich leider keine Chance auf Weiterentwicklung habe.
Ich habe zum Anschreiben zusätzlich eine Seite geschrieben, auf der ich meine Eignung für die Vakanz erläutert habe. Hier habe ich einige Beispiele genannt, was ich in meinem aktuellen Job erledige und dass ich somit auf die Aufgaben der neuen Stelle gut vorbereitet bin.
Nun kommt es demnächst zu einem Vorstellungsgespräch.
Ich denke, dass mich der Personaler fragen wird, warum ich wechseln möchte, wenn ich doch die ganzen Tätigkeiten auch hier im aktuellen Job ausüben kann.
Es geht mir ja um Weiterentwicklung und persönlichen Fortschritt. Ich sehe in meiner aktuellen Anstellung keine Zukunft, selbst wenn ich bisweilen ein breites Spektrum an Aufgaben hatte. Allerdings nehmen diese Tätigkeiten nur den Bruchteil meiner Woche ein und den Rest langweile ich mich oder mache irgendwelche Dinge, die mich einfach nicht erfüllen.
Wie kann ich das gegenüber dem Personaler formulieren? :oops: Danke für eure Hilfe!

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 22.08.2017, 09:51

Bitte ausschließlich positiv formulieren, also dass du dich weiterentwickeln willst (wohin) und die Chancen dafür im adressierten Unternehmen gegeben sind.

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Beitrag von taschenrechner » 22.08.2017, 09:53

Ja, das weiß ich. Würde auch nie meinen alten Job schlecht machen oder gar meinen Chef.
Aber ist es nicht etwas zu allgemein formuliert, wenn ich sage, dass ich mich weiterentwickeln will und fertig?

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 22.08.2017, 15:23

Was kannst Du denn konkret in der neuen Firma machen, das Dich so reizt? Bieten die andere Dienstleistungen oder Produkte, mit denen Du Dich besser identifizieren kannst, als mit dem Angebot der aktuellen Firma?

Silvana
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Darf man so ehrlich sein ?

Beitrag von Silvana » 04.09.2017, 19:02

Hallo,

meine Tochter arbeitet seit 1,5 Jahren in einer 30km entfernten Stadt.
Da sie keine geübte Autofahrerin ist, fährt sie mit der Bahn. Leider ist
die Verbindung nicht so toll-vor allem abends. Dann fährt nur alle 60 Minuten ein Zug.

Das Problem ist, dass sie dreimal pro Woche so arbeitet, dass sie nicht vor 20:45 Uhr zu Hause ist und am nächsten Tag muss sie wieder um 5:00 Uhr aufstehen.
Dazu kommen Samstags-und Notdienste.

Letze Woche hat sie abends den Zug verpasst, weil sie noch etwas erledigen
musste. Die Folge war, dass sie um 21: 45 Uhr zu Hause war. Im Sommer mag das gehen....

Da meine Tochter nicht in den Ort ziehen möchte, denkt sie über einen Stellenwechsel nach.

Leider ist es unschön, bereits nach 1,5 Jahren zu wechseln. Aber könnte sie nicht ganz ehrlich den Wechselgrund bei ihrem nächsten Arbeitgeber angeben ?

LG Silvi

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Beitrag von TheGuide » 04.09.2017, 23:09

Könnte sie. Als Hauptgrund ist das aber nicht überzeugend, der Hauptgrund sollte in der Arbeit selbst liegen.

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