Gehaltsvorstellungen als stellvertretende Laborleiterin

Fragen zum Vorstellungsgespräch: Welche Kleidung ist am besten? Welche Vorbereitung ist nötig? Welche Fangfragen werden gestellt? Wie bekomme ich meine Aufregung in Griff?
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Elyn
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Gehaltsvorstellungen als stellvertretende Laborleiterin

Beitrag von Elyn » 11.07.2012, 11:32

Hallo zusammen,

ich habe in einigen Tagen ein Vorstellungsgespräch und keine Ahnung was ich zum Thema Gehalt sagen soll, wenn ich gefragt werde. Es handelt sich um ein Pharmaunternehmen in ländlicher Gegend mit circa 600 Mitarbeitern.
Ich habe bereits eine PTA Ausbildung und den Bachelor of Science Lebensmitteltechnologie werde ich im September in der Tasche haben. In meinen Semesterferien hab ich bereits ein einmonatiges Praktikum in diesem Betrieb absolviert, was mir sehr gut gefallen hat.
Das Labor in dem ich eingesetzt werden soll ist nicht sooo groß, aber immerhin werde ich die Verantwortung für die Mitarbeiter tragen, Schulungen durchführen usw.
In der Stellenausschreibung wird eigentlich "nur" eine PTA mit Berufserfahrung gesucht, deshalb bin ich mir mit den Gehaltsvorstellungen so unsicher. Was würdet ihr sagen? Sind 40 000 im Jahr zu viel? Im Internet findet man ja doch sehr unterschiedliche Angaben!

Viele Grüße
Zuletzt geändert von Elyn am 11.07.2012, 17:02, insgesamt 1-mal geändert.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 11.07.2012, 12:37

Wenn ein Pharmaunternehmen 600 Mitarbeiter hat, dann ist es bzgl. des Gehaltes relativ egal, ob ländlich oder städtisch gelegen.

Du kannst ja gucken, was man normal als PTA verdient: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/f ... nd_ADA.pdf

Apotheker bekommen demnach beim Berufseinstieg etwa 36.000 Euro. So scheinen mir 40.000 Euro mit einem Bachelor-Abschluss schon sehr ambitioniert zu sein, vor allem weil nach einem Mitarbeiter mit PTA-Abschluss gesucht wird, der laut dem Gehaltstarif im 6. Berufsjahr etwa 24.000 Euro verdient. :?

Je mehr Informationen du sammelst, desto eine besser Grundlage hast du. Du musst aber immer gucken, welche Abschlüsse, wie viele Berufsjahre oder welcher Aufgabenbereich dem jeweiligen Gehalt zugrunde liegt.

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 11.07.2012, 12:55

Hallo Simone,

im ersten Schritt würde ich erst einmal schauen, welches nettoeinkommen für mich zwingend ist. Sprich, wie viel ich brauche, um meine laufenden monatlichen Kosten (Miete, Versicherungen, Auto, lebensunterhalt) zu decken. Dann ist es ja so, dass ich am Ende des Monats nicht bei plus/minus Null auskommen möchte. Vielmehr soll ja noch etwas zurückgelegt werden, für Urlaub oder unvorhersehbare Ausgaben.

Im zweiten schritt würde ich mir dann einen Nettogehaltsrahmen (von bis überlegen), damit ich im Gespräch flexibel reagieren kann, Je mehr ich merke, dass man an mir interessiert ist, mich haben will, um so mehr würde ich den Rahmen ausreizen.

Sollte sich dann merken, dass ich an einen Grenzbereich stoße, kann ich dann ja noch signlisieren, dass man immer gesprächsbereit sei, je nach Sonderkonditionen (Firmenfahrzeug, 13. Gehalt, . . . ).

Viele Grüße aus Duisburg

Elyn
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Beitrag von Elyn » 11.07.2012, 13:10

Vielen Dank ihr zwei für eure Antworten.
Ich hab z.B. das hier gefunden:
http://www.ftd.de/karriere-management/k ... 23358.html

bin mir so unsicher. Einerseits will ich nicht zu viel angeben, weil ich den Job unbedingt möchte....aber zu wenig ist ja auch nichts und macht einen komischen Eindruck.

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 11.07.2012, 16:55

Hallo Elyn,

dann vertraue einfach deinem Bauchgefühl. es wird Dich richtig beraten.

Viele Grüße aus Duisburg

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 11.07.2012, 23:49

Elyn hat geschrieben:bin mir so unsicher. Einerseits will ich nicht zu viel angeben, weil ich den Job unbedingt möchte....aber zu wenig ist ja auch nichts und macht einen komischen Eindruck.
Es wird nicht nur auf das Gehalt ankommen, welches du nennst, ob du den Job bekommst oder nicht. Du musst deine Gehaltsvorstellungen vor allem stichhaltig begründen, und dabei selbstsicher mit deinem Können umgehen. Kannst du nicht herausfinden, ob das Unternehmen an einen Tarifvertrag gebunden ist? An den dortigen Angaben kannst du dich dann etwas besser orientieren.

Hier noch Gehaltsbeispiele zur Chemiebranche: http://www.academics.de/wissenschaft/li ... 37415.html

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