Bewerbungen, Bewerbungen, ... und nichts als Absagen

Wie geht es weiter nach Absagen? Was kann daraus gelernt werden? Lass andere an deinen Erfahrungen teilhaben. Berichte über gute und schlechte Erfahrungen bei der Stellensuche.
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cmhamburg
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Bewerbungen, Bewerbungen, ... und nichts als Absagen

Beitrag von cmhamburg » 11.07.2012, 17:13

Hallo allerseits,

bevor ich mich in die finale Depression stürze, klage ich wenigstens hier mal mein Leiden... :-)

Seit Februar schreibe ich mir die Finger wund - bis dato 90 Bewerbungen - und ernte praktisch nichts als Absagen.

Zum Background:

- 41 Jahre alt. Kein Studium, nur Handelsschulabschluss (= mittlere Reife) und Berufsausbildung (Datenverarbeitungskaufmann)

- Die letzten fünf Jahre selbständig mit einem eigenen Einzelhandelsunternehmen (Multi-Channel-Vertrieb Modellspielwaren, Ladengeschäft, Vermietung von Eventmodulen)

- Davor 11 Jahre lang in einem internationalen IT-Konzern in wechselnden Rollen (PR Manager, Product Marketing Manager, Business Manager), ohne Personalverantwortung

- Die Zeit davor ist wahrscheinlich nicht mehr so von Belang, aber der Vollständigkeit halber: Nach der Ausbildung zwei Jahre in meinem Ausbildungsbetrieb als Mitarbeiter der IT-Abteilung gearbeitet, dann für vier Jahre in eine kleine Tochterunternehmung gewechselt und deren IT-Bereich verantwortet.

Lückenloser Lebenslauf, aber halt mit offensichtlichen Makeln:

1. Makel: Kein Abitur, kein Studium

2. Makel: Ich habe halt nich 11 Jahre lang ein und dasselbe gemacht, sondern war in unterschiedlichen Rollen in Marketing und Vertrieb beim gleichen Unternehmen unterwegs.

3. Makel: Ich war fünf Jahre lang selbständig.

Das scheint die Personalabteilungen etwas zu überfordern.

Bis dato habe ich lediglich Einladungen zu Gesprächen bei Personalberatern bekommen, die für ihre Mandanten geeignete Bewerber suchen. Bei diesen Personaldienstleistern erlebte ich bisher ausschließlich dies:

- Sehr gutes Gespräch, Personalberater zeigt sich ausgesprochen angetan und ist sich sicher, dass es zu einem Vorstellungsgespräch bei seinem/seinen Kunden kommen werde, wenn er mich nun dort vorschlage.

- Dann passiert genau gar nichts mehr. Ich rufe da alle ein bis zwei Wochen an und höre nur "Ja, bin noch dran, aber Geschäfsführer ist in Urlaub", "Ja, habe noch keine Rückmeldung erhalten", "Ja, keine Sorge, das läuf noch, aber der Personalleiter ist gerade krank".... undsoweiterundsofort.

Und jetzt allmählich frage ich mich, ob ich Lepra habe oder die Tollwut oder was sonst los ist?

Die Art und Weise, wie ich mein Bewerbungsanschreiben grundsätzlich formuliere, habe ich schon mehrfach geändert. Ebenso den Aufbau des Lebenslaufs. Der eine sagt, er soll möglichst ausführlich sein, der andere sagt, bloß nicht zuviel da rein... Also habe ich es mal so, mal so probiert.

Ich habe mich sowohl auf Jobs beworben, für die ich vermutlich eher überqualifiziert bin (die ich aber dennoch liebend gerne ausfüllen würde), wie auch auf Jobs, bei denen ich meinen breiten Erfahrungsschatz aus meiner Sicht wirklich sinnvoll einsetzen könnte.

Im Ergebnis: Nothing. Nada. Nichts. Less than zero.

Ist das normal?

Herzliche Grüße

Carsten

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 11.07.2012, 18:46

Hallo Carsten,

nachdem Du jetzt erst einmal Deinen Frust rausgelassen ist, was auch wichtig ist, reden wir nun doch einmal Tacheles.

Wenn Du selber das Geühl hast, Makel zu besitzen, warum soll Dich dann ein Unternehmen einstellen? Würdest Du als Personalverantwortlichen einen bewerber einstellen wollen, der den Eindruck vermittelt, mit Makelns behaftet zu sein? Sicherlich nicht.

Zumal: wer legt eigentlich fest, was ein Makel ist?

Ich jedenfalls kann bei dem, was Du schreibst, keinen Makel erkennen. Also schmeiss den Gedankengang über Bord. Ab in die See, wo solche Gedanken hingehören; oder aus gründen des Naturschutzes halt eben auf den Müll.

Was mir in dem beitrag bislang am meisten fehlt:
Was willst Du beruflich machen? Welche Position möchtest Du haben?

Denn wenn diese Frage geklärt ist, kann man sich an die Optimierung der Selbstvermarktung machen. Denn regelmäßig ist die Vielzahl der absagen schlicht und einfach nur auf ein unzureichdes Marketung zurückzuführen, das nichtoptimale Präsentieren des Könnens und der Kompetenzen. Und bei letzterem kann man Dir allemal helfen. das sollte dann kein allzu großes Problem mehr darstellen.

Viele Grüße aus Duisburg

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 12.07.2012, 00:52

2. Makel: Ich habe halt nich 11 Jahre lang ein und dasselbe gemacht, sondern war in unterschiedlichen Rollen in Marketing und Vertrieb beim gleichen Unternehmen unterwegs.
Das muss man dem Personalverantwortlichen nicht ausdrücklich auf die Nase binden, wenn es wirklich viele Aufgabenwechsel gegeben haben sollte. Aber 2,3 Wechsel der Aufgaben wären in diesem Zeitraum eher normal.
3. Makel: Ich war fünf Jahre lang selbständig.
Weshalb hast du diese Selbstständigkeit aufgegeben?

Da es zwischen IT und Einzelhandel einen Unterschied gibt, lässt sich daraus die mangelnde Resonanz erklären, wenn du wieder in die IT möchtest, aber noch keine genauen Vorstellungen hast, was genau für Stellen für dich in Frage kommen. Denn die 90 Bewerbungen sind bestimmt nicht für dieselbe Stellenart mit denselben Aufgaben zugeschnitten? Um was für Stellen bewirbst du dich alles?

cmhamburg
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Beitrag von cmhamburg » 12.07.2012, 09:43

Hi Andreas,
Wenn Du selber das Geühl hast, Makel zu besitzen, warum soll Dich dann ein Unternehmen einstellen? Würdest Du als Personalverantwortlichen einen bewerber einstellen wollen, der den Eindruck vermittelt, mit Makelns behaftet zu sein? Sicherlich nicht.
Naja, ich binde es ihnen ja nicht auf die Nase. Ich *persönlich* halte das auch nicht für Makel. Aber ich kann mir vorstellen, dass der eine oder andere Personalmanager mit dem Lebenslauf überfordert ist.
Was mir in dem beitrag bislang am meisten fehlt:
Was willst Du beruflich machen? Welche Position möchtest Du haben?
Ich bin relativ flexibel - was auch der Grund ist für die unterschiedlichen Rollen, die ich in Marketing und Vertrieb in der Vergangenheit gespielt habe.

Durch nach wie vor hohe IT-Affinität sehe ich mich am geeignetsten in einer Marketing-Rolle (ideal: Product Marketing) in einem IT-Unternehmen. Mit der Erfahrungsbreite würde ich einschätzen, dass ich in einem kleineren Unternehmen mit Startup-Atmosphäre, das Vielseitigkeit braucht, am besten eine vitale Rolle spielen könnte.

Allerdings lege ich mich nicht auf die IT-Branche fest.
Denn wenn diese Frage geklärt ist, kann man sich an die Optimierung der Selbstvermarktung machen. Denn regelmäßig ist die Vielzahl der absagen schlicht und einfach nur auf ein unzureichdes Marketung zurückzuführen, das nichtoptimale Präsentieren des Könnens und der Kompetenzen. Und bei letzterem kann man Dir allemal helfen. das sollte dann kein allzu großes Problem mehr darstellen.
Soll ich Dir mal ein Beispiel-Anschreiben und Beispiel-Lebenslauf posten?

@Knightley:
Weshalb hast du diese Selbstständigkeit aufgegeben?
Weil das Geschäftsmodell so nicht weiter tragfähig war. Ich habe mich sehr auf eine Modellbau-Nische spezialisiert, die durchaus einen ausreichend großen Markt hat, allerdings zunehmend stark von Preisdumping durch nebenberufliche Hinterhof-Versandhändler attackiert wurde. Gegen die Preisdumper und No-Frills-Versender konnte ich mich zwar noch gut positionieren und durch Service, Mehrwehrt und pfiffiges Marketing punkten. Einen Strich durch die Rechnung machte allerdings Ende 2011 mein Hauptlieferant und Marktführer (auf dessen Produkte man in diesem Segment nicht verzichten kann), der plötzlich auf die Idee gekommen ist, sein gesamtes Produktsortiment am Handel vorbei über einen eigenen Online-Shop direkt an Endkunden zu verkaufen, und zwar zu üblichen (für den Handel knapp kalkulierten) Straßenpreisen.

Damit war die Tragfähigkeit meines Unternehmens massiv gefährdet. Die Alternativen waren Umstellung des gesamten Sortiments oder Ladengeschäft schließen und auf No-Frills-Versand zu Dumpingpreisen aus einem heruntergekommenen Hinterhof umzustellen. Beides waren für mich keine Optionen, die mir ein Geschäft mit dem Qualitätsniveau, wie ich es mir vorstelle, zu ermöglichen.

Und da ich entweder etwas richtig mache oder gar nicht (ich bin ein sehr leidenschaftlicher Mensch), habe ich mich zur Geschäftsauflösung entschieden.

Selbstverständlich sehe ich bei meinem "Scheitern" nicht alleine "die anderen" in der Verantwortung, sondern durchaus maßgeblich auch mich selbst. Ich habe Fehler gemacht, die ich so nicht wiederholen würde. Zumal mir klar war, dass ich mich in meiner Branchen-Nische relativ stark von einem Marktprimus abhängig mache. Kommt dieser auf "verrückte Ideen", kippt mein Geschäftsmodell. Dennoch habe ich es gewagt und die fünf Jahre Selbständigkeit haben mir ja durchaus viele wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse gebracht...
Um was für Stellen bewirbst du dich alles?
Um Positionen wie Product Marketing, Marketing, Business Development, Sales, eCommerce/Shop Manager...

Herzliche Grüße

Carsten

Romanum
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Beitrag von Romanum » 12.07.2012, 13:11

Durch nach wie vor hohe IT-Affinität sehe ich mich am geeignetsten in einer Marketing-Rolle (ideal: Product Marketing) in einem IT-Unternehmen. Mit der Erfahrungsbreite würde ich einschätzen, dass ich in einem kleineren Unternehmen mit Startup-Atmosphäre, das Vielseitigkeit braucht, am besten eine vitale Rolle spielen könnte. Oder die IT in einem (Internet-)Handelsunternehmen. :wink:

Wenn man zu viele mögliche Stellenbereiche avisiert, dann wird das Anschreiben oftmals zu beliebig, weil man 1. zu viel ins Anschreiben reinpackt, was nicht stellenspezifisch ist, und man 2. bei verschiedenen Stellen das Anschreiben-Grundgerüst nur leicht abändert, so dass es nicht passgenau auf die Anforderungen einer spezifischen Stellen eingeht.

Daher solltest du dich lieber auf deine absoluten Wunschstellen konzentrieren und dementsprechend dein Anschreiben darauf individualisieren, also dann das Product Marketing in einem IT-Unternehmen. Einiges hast du ja schon in den Erläuterungen geschrieben, was du fast 1:1 gut übernehmen könntest: Mit meiner kaufmännischen und informationstechnischen Erfahrungsbreite übernehme ich gerne in Ihrem Unternehmen mit Startup-Atmosphäre, das Vielseitigkeit braucht, eine vitale Rolle im ...
Ich habe Fehler gemacht, die ich so nicht wiederholen würde. Zumal mir klar war, dass ich mich in meiner Branchen-Nische relativ stark von einem Marktprimus abhängig mache. Kommt dieser auf "verrückte Ideen", kippt mein Geschäftsmodell. Dennoch habe ich es gewagt und die fünf Jahre Selbständigkeit haben mir ja durchaus viele wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse gebracht... Das solltest du dir auch als Pluspunkt anheften.

Es wird dich zwar nicht trösten, aber auch größere Unternehmen kommen in schwere Fahrwasser, wenn ein wichtiger Kunde wegbricht. Die Auswirkungen kann man nur beeinflussen, wenn man auch die richtigen (harten) Entscheidungen trifft.
:?

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 12.07.2012, 13:37

Hallo cmhamburg,

das Posten wäre sicherlich sinnvoll.

Viele Grüße aus Duisburg

cmhamburg
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Beitrag von cmhamburg » 12.07.2012, 16:00

Hi Andreas,

okay, hier mal ein Beispiel-Anschreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

an der von Ihnen ausgeschriebenen Stelle fasziniert mich besonders die vielfältige Kombination aus Marketing und Kommunikation, da dies meinen Erfahrungsschwerpunkten sehr gut entspricht. Als Unternehmen, das stets mit intelligenten Innovationen, starken Marken und zukunftsweisendem Produkt- und Serviceportfolio sein exponierte Stellung im Markt unterstreicht, beobachte ich die Entwicklung Ihres Hauses seit Jahren schon mit großem Interesse. Die Mehrmarken-Strategie in Verbindung mit ausgeprägtem Service-Gedanken bietet aus meiner Sicht eine exzellente Basis für den weiteren Ausbau Ihres Erfolges.

Mit einem breiten Erfahrungsschatz aus mehrjähriger Tätigkeit in Vertrieb und Marketing bei einem internationalen IT-Konzern sowie der Gründung und erfolgreichen Entwicklung eines eigenen Retail-Unternehmens bringe ich einen breiten Erfahrungsschatz mit, um als Product Manager eine vitale Rolle für die [Name des Unternehmens] zu spielen.

Im Rahmen meiner Tätigkeiten als Product Marketing Manager und Business Manager bei [Name des früheren Arbeitgebers] habe ich eine hohe Schule im Produktmarketing komplexer, beratungsintensiver Soft- und Hardwareprodukte durchlaufen und wertvolles Know-How insbesondere in den Bereichen Product Lifecycle Management, Vertriebs- und Kundenkommunikation, Pressebetreuung, Produktion von Collaterals sowie Marktbeobachtung und Analyst Relations erarbeitet.

Serviceorientierte und verantwortungsvolle Arbeitsweise bin ich gewohnt. Meine kommunikativen Stärken habe ich durch regelmäßige Trainings – unter anderem in Verkaufsrhetorik – intensiviert. Verhandlungs-sicheres Englisch, soziale Kompetenz und hohe Affinität zur IT-Branche sind selbstverständlich.

Ich wünsche mir die Mitarbeit in einem starken Team, das mit Hingabe am Ausbau seines Erfolges arbeitet. Deshalb bewerbe ich mich heute um diese Position.

Ich würde mich freuen, wenn wir persönlich ins Gespräch kommen würden.

Für diese Position wäre ich sofort verfügbar. Ich stelle mir ein Einstiegsgehalt von x Euro vor.

Mit freundlichen Grüßen


Wenn bekannt, verwende ich natürlich die direkte Anrede des Ansprechpartners beim Unternehmen, nicht die "Damen und Herren" Variante.

Das Anschreiben variiere ich nicht nur geringfügig, sondern passe es zu 70 bis 90 Prozent individuell auf die Stelle und das Unternehmen an. Lediglich der grundsätzliche Stil ist weitgehend ähnlich.

Gleich kommt noch der Lebenslauf...

Herzliche Grüße

Carsten

cmhamburg
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Beitrag von cmhamburg » 12.07.2012, 16:14

Beispiel Dokumente entfernt
Zuletzt geändert von cmhamburg am 12.07.2012, 21:40, insgesamt 2-mal geändert.

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 12.07.2012, 16:22

Hallo cmhamburg,

teilweise liest sich das Anschreiben ganz gut, teilweise . . .

Zwei Punkte bringen bei Personalverantwortlichen regelmäßig dicke Minuspunkte: der Konjunktiv "würde" als Zeichen für ein mangelndes selbstbewusstsein und die überalte Formulierung §deshalb bewerbe ich mich" als Zeichen für eine extrem geringe Motivation des Bewerbers.

Im ersten Absatz stellt sich mir die Frage: worum geht es hier eigentlich: um Werbung für das Unternehmen oder um solche für den Bewerber. Ein Personalverantwortlicher ist doch in erster Linie daran interessiert zu erfahren, was kann der Bewerber, welche Kompetenzen bringt er mit, entspricht er vor allem dem Bedarf. Wie toll sein Unternehmen ist und dass etwa die Mehrmarkenstrategie . . ., das weiss er doch schon selber.

Hinzukommt, dass eine Formulierung wie "beobachte ich schon seit Jahren" ungünstig ist. Als Personalverantwortlicher fragt m,an sich unweigerlich: warum bewirbt er sich dann erst jetzt?

Bei deinem Können fehlt mir vor allem eines: die Freude an der Arbeit. Denn in Puncto Können gleichen sich die Bewerber regelmäßig; allein beim Punkt Motivation kann man sich wirklich abheben. Wer mir Freude arbeitet und regelrecht Lust auf die Position hat, der hat aber regelmäßig eine überdurchschnittliche Motivation UND damit zwangsläufig auch eine überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft.

Und wenn man dann am Ende noch die eingangs erwähnten Formulierungen liest, senkt sich halt der daumen nach unten.

Viele Grüße aus Duisburg

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 12.07.2012, 16:36

Hallo carsten,

der Eindruck des Anschreibens setzt sich im Lebenslauf fort.

An erster stelle erwähnst du den jeweiligen Unternehmensname. Und stellst dich wieder an zweiter Stelle. Dabei interessiert doch einen Personalverantwortlichen eher die Position, die du innehattest.

Bei den Schwerpunkten finde ich, erschlägst Du den Leser. Als allgemeiner Basislauf ist das okay. Für die bewerbung sollte der lebenslauf aber angepasst werden. Sprich die Tätigkeiten aus der Anzeige kommen im Lebenslauf immer nach ganz oben; Tätigkeiten im Lebenslauf, die für die neue Position kaum bis gar keine Bewandnis haben, Fallen komplett fraus. denn die wichtigen Schwerpunkte sollen einem Leser ja sofort ins Auge springen.
Hierbei spielt auch die Psychologie des Personalverantwortlichen eine Rolle. denn er steht in der Bewerbungsphase unter ziemlichem Zeitdruck. Viele Bewerbungen müssen in Kürze gesichtet werden. Je einfacher der Bewerber es ihm also macht, um so positiver ist er gestimmt. Hat er das gefühl, von Informationen erschlagen zu werden, ist er schnell genervt.

Die Überschrift "Lebenslauf" ist mittlerweile antiquiert. Gneauso, wie das oto im Lebenslauf zu plazieren, wo es keinerlei Wirkung erzielen kann. Günstiger ist es, ein Deckblatt um das Foto herum zu enwterfen.

Viele Grüße aus Duisburg

cmhamburg
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Beitrag von cmhamburg » 12.07.2012, 17:23

Hi Andreas,

dankeschön für den wertvollen Input.

Okay, Deckblatt kommt hinzu, Foto aus dem Lebenslauf raus. Hatte ich teilweise auch schon so gemacht, jetzt wird es immer so gemacht.

"Lebenslauf" schreibt man nicht mehr drüber? Was denn sonst?

Das "Deshalb bewerbe ich mich..." fliegt raus. Einen Konjunktiv habe ich jetzt nur in "Ich würde mich freuen..." gefunden. "Ich freue mich auf..." ist also dann die neue Variante...

Das mit der Motivation ist ein guter Punkt. Mal sehen, wie ich das deutlicher machen kann.

Herzliche Grüße

Carsten

laterne
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Re: Bewerbungen, Bewerbungen, ... und nichts als Absagen

Beitrag von laterne » 12.07.2012, 21:27

cmhamburg hat geschrieben:
Seit Februar schreibe ich mir die Finger wund - bis dato 90 Bewerbungen - und ernte praktisch nichts als Absagen.


Carsten
Mal eine Gegenfrage:Was könnte den wohl die Ursache für die hohe Zahl an Bewerbungen, die sich aus der hohen Zahl an Stellenanzeigen ergibt, sein??
Ich unterstelle mal, für die Bewerbung investierst Du viel Zeit, könnte die Ursache der ABsagen auch an den Stellenanzeigen liegen??? Na? :wink:

Und aus welchem Grunde lädst Du hier private Dokumente hoch?Hast Du keine Privatsphäre?Genierst Du Dich gar nicht?

cmhamburg
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Beitrag von cmhamburg » 12.07.2012, 21:43

Hi laterne,
Was könnte den wohl die Ursache für die hohe Zahl an Bewerbungen, die sich aus der hohen Zahl an Stellenanzeigen ergibt, sein??
Ich unterstelle mal, für die Bewerbung investierst Du viel Zeit, könnte die Ursache der ABsagen auch an den Stellenanzeigen liegen??? Na?
Du meinst, die Stellenanzeigen passen nicht zu mir?
Und aus welchem Grunde lädst Du hier private Dokumente hoch?Hast Du keine Privatsphäre?Genierst Du Dich gar nicht?
Ich habe sie entfernt.

Allerdings habe ich - ehrlich gesagt - nichts zu verbergen.

Herzliche Grüße

Carsten

laterne
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Beitrag von laterne » 12.07.2012, 22:01

cmhamburg hat geschrieben:Hi laterne,

Du meinst, die Stellenanzeigen passen nicht zu mir?
Mann mann, wie erkentnissarm viele Leute selbst nach einer so grossen Anzahl an Bewerbungen sind!!!
Die Ursache der vielen Absagen ist, dass viele Stellenanzeigen "FAKE" sind!Du kannst Dich daher noch so oft bewerben und froh sein, wenn Du überhaupt eine Absage bekommst!
Zum Grossteil landen die Bewerbungsunterlagen in der Mülltonne!

Allerdings habe ich - ehrlich gesagt - nichts zu verbergen.

Herzliche Grüße

Carsten
Im digitalen Zeitalter sollte man generell vorsichtig mit persönlichen Daten sein, wer weiss wo die landen!

Ansonsten sollte man Zeugnisse auch nur zur Einsicht vorlegen,niemals versenden!

Harli
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Beitrag von Harli » 12.07.2012, 22:47

Hör einfach nicht auf Laterne. Wenn Du die Beiträge von Laterne verfolgst, wirst Du festellen das "sie" nur frustrierte, realitätsfremde Beiträge postet.
Mal abgesehen von den persönlichen Daten. Diese sollte man wirklich nicht öffentlich posten :)

Wobei das mit den Zeugnissen nun wieder mehr als Quatsch ist.........Verfolgungangst oder was`????

laterne
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Beitrag von laterne » 12.07.2012, 22:58

Harli hat geschrieben:Hör einfach nicht auf Laterne. Wenn Du die Beiträge von Laterne verfolgst, wirst Du festellen das "sie" nur frustrierte, realitätsfremde Beiträge postet.
Mal abgesehen von den persönlichen Daten. Diese sollte man wirklich nicht öffentlich posten :)

Wobei das mit den Zeugnissen nun wieder mehr als Quatsch ist.........Verfolgungangst oder was`????
Naja, die Wahrheit tut bekanntlich manchmal weh und viele fürchten sich vor Erkenntnis.Diese Leute leben in einer "Traumwelt" und lassen sich manipulieren...nicht wahr? :wink:

Ansonsten kann man nur hoffen, dass cmhamburg mittlerweile in der Realität angekommen und vorsichtiger bei Bewerbungen ist!
Da kann man sich einige ersparen und kommt nicht zu einer solch immens hohen Zahl innerhalb von ein paar Wochen!

Rhodus
Bewerbungshelfer
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Beitrag von Rhodus » 13.07.2012, 12:42

Hallo cmhamburg,

in der Tat die Laterne ist wohl nicht zu unrecht die "rote Laterne".

Hast sdu eine Überschrift im Abschreiben? Sicherlich nicht. Deshalb gibt es auch keine im Lebenslauf; vielmehr fängst du direkt mit den "Persönlichen Daten" an.

Viele Grüße aus Duisburg

laterne
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Beitrag von laterne » 13.07.2012, 13:39

Rhodos hat geschrieben:Hallo cmhamburg,


Hast sdu eine Überschrift im Abschreiben? Sicherlich nicht. Deshalb gibt es auch keine im Lebenslauf; vielmehr fängst du direkt mit den "Persönlichen Daten" an.

Viele Grüße aus Duisburg
Vielen Dank für die hilfreichen Informationen aus der "Wissenschaft der Bewerbung"!

Sicher bekommt cmhamburg nun morgen eine Arbeitsstelle angeboten wenn er schön brav die Bewerbung abgibt und auch sonst allen Quatsch mitmacht und keine Widerworte gibt!

Ich vermute daher auf eine Stelle in der Zeitarbeit zu Niedriglohn! :wink:

cmhamburg
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Beitrag von cmhamburg » 13.07.2012, 17:09

Laterne,

schildere uns doch bitte mal Deine Strategie, um an einen adäquaten Job zu kommen.

Und bitte erläutere auch mal die Motivation der von Dir prognostizierten 90 Prozent (die Zahl hattest Du - glaube ich - irgendwo hier mal genannt) Fake-Stellenanzeigen.

@Andreas:
Okay, vielen Dank. Ich lasse das "Lebenslauf" dann künftig mal weg....

Herzliche Grüße

Carsten

laterne
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Beitrag von laterne » 13.07.2012, 22:46

Also, die Situation auf dem Arbeitsmarkt muss zunächst einmal politisch(!) korrigiert werden.Genauso wie sie politisch gezielt und bewusst in das Chaos geführt wurde(Hartz IV,Leiharbeit, Ausweitung des Niedriglohnsektors)!Das geht alles auf rot-grün zurück!

Die gegenwärtige Politik wird natürlich von sich aus keine Änderungen herbeiführen, was der Wirtschaft natürlich nur Recht sein kann, und ungeniert davon provitieren SOLANGE kein Druck von der Bevölkerung/Beschäftigten ausgeht!

Dieser Druck kann z.B. ausgedrückt werden durch z.B. einen Generalstreik!

Um einen sicheren und adäquaten Job zu bekommen, gibt es kein Allheilmittel.Ich kann daher im speziellen zunächst einmal an Selbsterkenntnis apellieren und seinen eigenen Interessen zu folgen!
Das kann ein Studium sein auf Lehramt oder eine Laufbahn als Künstler!

Ob die Stellenanzeigen u 90 % Fake sind, will ich nicht behaupten, aber zumindest zu mehr als 50%!

Motivation???Soll ich jetzt auch noch darlegen warum man das macht???

cmhamburg hat geschrieben:Laterne,

schildere uns doch bitte mal Deine Strategie, um an einen adäquaten Job zu kommen.

Und bitte erläutere auch mal die Motivation der von Dir prognostizierten 90 Prozent (die Zahl hattest Du - glaube ich - irgendwo hier mal genannt) Fake-Stellenanzeigen.

@Andreas:
Okay, vielen Dank. Ich lasse das "Lebenslauf" dann künftig mal weg....

Herzliche Grüße

Carsten

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