Arbeitsamt verbietet Praktikumsplatz!

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Cephy
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Arbeitsamt verbietet Praktikumsplatz!

Beitrag von Cephy » 08.12.2009, 16:22

Ich bin gerade so extrem wütend dass ich platzen könnte, und ich frag mich echt wie DUMM , ja DUMM!! einige Menschen sein können.
Tut mir leid, aber anders kann ich es echt nicht ausdrücken.

Folgendes:

Ich bin derzeit als Ausbildungssuchend (!!) gemeldet, da ich vor kurzem umgezogen bin und meine Ausbildung erst im August beginnt (Ergotherapeut). Nun gut, also hab ich mich vor 1 Monat ca beim Arbeitsamt oder Agentur für Arbeit was auch immer gemeldet, und wollte Bescheid geben, dass ich zZ halt nichts habe und etwas suche etc.
Soweit, sogut, nun wurde ich an den Jobklub verwiesen, dort Bewerbungen zu schreiben.
Also tat ich das, hab in 2 Wochen rund 8 Bewerbungen für verschiedene Praktika geschrieben, und 3 zusagen bekommen.
Da ich beim 1. Vorstellungsgespräch direkt nen festen Platz bekommen habe, hab ich mich natürlich direkt gefreut.

Seit Montag läuft mein Praktikum nun, bei der AWO, einer Tagesstätte mit Schwerpunkt auf Ergotherapie, wie mein Berufswunsch halt. Da ich morgens keine Zeit habe, da ich aus dem Haus gehe, hat meine Mutter heute früh beim Arbeitsamt angerufen, um Bescheid zu geben, dass ich jetzt eben ein Praktikum durchführe.

Und als ich dann nach Hause gekommen bin, und mir meine Mutter erzählte, was bei diesem Gespräch nun rausgekommen ist, dachte ich ich fall aus allen Wolken.
Sie meinte doch tatsächlich zu mir, dass ich mich AUSSCHLIEßLICH für einen Job bewerben dürfte, bitte?
Ich habe weder Ausbildung, noch irgendwelche Erfahrungen, noch sonst was, nein, die klasse Mitarbeiterin beim Amt ist doch tatsächlich der Meinung, dass ich mich für einen Pflegehelferjob oder irgendetwas anderes berwerben MUSS.
Denn das Praktikum genehmigen sie mir NICHT. Ich muss nun morgen meinem Betreuer mitteilen, dass ich max. 14 Tage im Betrieb bleiben kann, da mein tolles Amt des Vertrauens mir mehr nicht genehmigt.
Und wir haben schon überlegt, das Praktikum evtl zu verlängern, weil 4 Wochen vll. etwas kurz sind.

Ich frag mich echt, was für strohdoofe Menschen da sitzen, dieses Praktikum ist genau das, wonach ich solange gesucht habe, und nun kommt mir dieses Amt dazwischen und meint, dass ich kein Recht auf ein Praktikum habe und wollen es mir verbieten.

Ich bin so wütend, die nächsten Tage bekomme ich einen Termin beim Amt, die können sich aus was gefasst machen, ich verstehe es einfach nicht. Andere Menschen sitzen 30 Jahre Zuhause und tun NICHTS, und ich will mir Erfahrungen für meine bevorstehende Ausbildung ansammeln, und das Amt meint ich muss mich um einen 1 Euro Job kümmern oder sonst was, was mich 0, NULL, weiterbringt. Hauptsache ich verdiene Geld, und ich frag mich da echt:
Ist das nicht meine Sache?
Ob ich nun Geld verdienen gehe und nichts lerne, oder mir Erfahrungen für meine bevorstehende Ausbildung ansammle.

Kann mir jemand sagen, ob dies wirklich dem Gesetz oder sonst etwas entspricht? Es is doch einfach zum kotzen ... ich mach mir jetz schon Gedanken, wie ich dem das am Besten beibringen soll :(

Esprit
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Beitrag von Esprit » 08.12.2009, 19:54

Soweit ich weiß liegt es im Ermessen des Fallbetreuers, ob ein Praktikum genehmigt wird.
Gute Chancen hat man, wenn danach (zumindest theoretisch) die Chance auf Übernahme besteht.

Ich würde versuchen, dem Fallbetreuer nochmal sachlich zu erläutern, warum dieses Praktikum so wichtig ist. Streiten bringt gar nichts, der sitzt nämlich am längeren Hebel.

Eine andere Möglichkeit wäre eventuell noch, das Ganze als ehrenamtliche Arbeit laufen zu lassen, ich glaube dann muss man Tätigkeiten bis 15 h die Woche nicht angeben.

Falls Du eine Bezahlung bekommst, kannst Du das Praktikum auch als Minijob/geringfügige Beschäftigung anmelden.

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Mialotta
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Beitrag von Mialotta » 08.12.2009, 20:37

Hallo,

leider liegt es nicht in der Hand des jeweiligen Betreuers. Ich habe genau das gleiche Problem. Praktika's bzw. Probearbeiten dürfen max. 14 Tage dauern. Ich hätte dem Betrieb gerne angeboten für einen Monat im Rahmen eines Praktikums zu arbeiten, aber auch mein Arbeitsberater hat mir das heute nicht genehmigt.

Hatte heute sowieso das Gefühl, dass das Arbeitsamt mich nicht unterstützt, sondern eher Steine in den Weg legt.

Ich kann Deinen Groll sehr gut verstehen ...

Liebe Grüße
Steffi

Esprit
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Beitrag von Esprit » 08.12.2009, 20:59

Ich weiß nicht genau, wie das bei Ausbildungssuchenden ist, aber ich kenne viele Leute (Hochschulabsolventen) denen ein Praktikum (bis 6 Monate) vom Amt genehmigt wurde.

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Beitrag von ice_and_fire » 08.12.2009, 22:02

*Hardliner-Provokateur-Modus an*
Du hast ne Ausbildung und du hast ein Praktikum was dich dafür nochmals qualifiziert.
Mich würde die Meinung vom AA kein bisschen interessieren
*Hardliner-Provokateur-Modus aus*

zumindest wünsche ich dir, dass du nicht aus irgendwelchen Gründen so nicht danken kannst (z.B. Zuwendungen vom AA).
Natürlich kann man mit allen reden und du solltest das Gespräch sehen. Aber evtl. auf eine berufswichtige Erfahrung zu verzichten nur weil jemand gerne Paragraphen liest; das finde ich keinen gerechten Tausch ;-)

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 09.12.2009, 16:57

Das sehe ich wie ice_and_fire: Ich würde die vier Wochen durchziehen, wenn das Amt keine finanzielle Handhabe gegen dich hat. Was sollen die sonst großartig machen? Und auf welcher gesetzlichen Grundlage basiert diese Entscheidung?

Lass dir diese Entscheidung der Arbeitsagentur erst mal schriftlich begründen und zuschicken. Dann hast du was in der Hand. Und dann legst du nach ein paar Tagen Einspruch ein, kommt wieder was zurück, schreibst du noch einmal zurück (an eine höhere Stelle). So können vier Wochen vergehen. :wink: Das "Schlimmste" ist wohl, dass du Geld zurückzahlen müsstest, wenn du welches bekommst.

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