Ausbildungsgehalt zu wenig -.-

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Womanizer
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Ausbildungsgehalt zu wenig -.-

Beitrag von Womanizer » 18.05.2010, 21:47

Hallo freunde...

habe mich erst gerade eben hier angemeldet.. Mit einem Problem was mich seit dem ich den Vertrag unterschrieben hab nicht in ruhe gelassen hat.

Ich fange am 1.8 eine Ausbildung als IT-System-Kaufmann in einem Kleinunternehmen an.
Die Ausbildungsstelle ist von mir hin und zurück zusammen ca 40km.

Meine Freunde die auch denselben Beruf anfangen bekommen im 1. Lehrjahr 640€ NETTO!

und ich grad mal 409€ BRUTTO! Ich weiß ja noch net wieviel abgezogen wird.
Ich schätze mal das ich so auf 320 euro kommen werde.. Ja wie ihr merkt ist das grad mal die hälfte... Als ich den Vertrag gesehen habe, war meine Freude schon wieder weg. Enttäuscht :(

Was kann ich nach eurer Meinung tun? Dort nochmal anfragen? Warum das so ist oder kommt das schlecht rüber?

Ich habe noch ein Auto wo ich jeden monat die Versicherung und den Sprit zahlen muss.. Da hab ich ja nix mehr für mich.

Vielen Dank schon mal an die, die mir helfen.

Chancen
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Beitrag von Chancen » 19.05.2010, 01:24

"Lehrjahre sind keine Herrenjahre"



Die Frage die sich mir stellst, wieso hast du den Vertrag denn dann unterschrieben?

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...

Beitrag von Womanizer » 19.05.2010, 11:25

Nun ja da ich nach meinem Fachabitur nichts habe und ich auch keine lust habe weiter schule zu machen, musste ich die chance nutzen.

It-System-Kaufmann wollte ich ja gerne werden, von daher kein problem nur halt die Vergütung da war ich etwas geschockt.

Ich überlege mir demnächst vom Elternhaus auszuziehen( Probleme ) gibt es ne möglichkeit Ausbildungsbeihilfe zu bekommen?

**mizi**
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Beitrag von **mizi** » 19.05.2010, 12:34

wenn ich schon wieder lese: keine Lust weiter Schule zu machen... :?

du hast 409€ brutto, ein Auto und willst dann noch ausziehen? Meinste nicht, du solltest erstmal kleinere Brötchen backen?
Ob es für dich Ausbildungsbeihilfe gibt, kann ich dir nicht sagen, da musst du dich bei anderen offiziellen Stellen erkundigen.

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Beitrag von Womanizer » 19.05.2010, 12:35

naja wenn ich mehr verdienen würde könnt sehr große Brötchen backen. :D
vllt mal beim arbeitsamt danach fragen wegen der hilfe?

**mizi**
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Beitrag von **mizi** » 19.05.2010, 12:43

und man sollte nicht vergessen: es ist eine AUSBILDUNG!
Ich seh das öfters, kaum aus der Schule raus und dann gleich das große Geld verdienen wollen (Ist bei Studenten übrigens selten anders) - und das bisschen was man hat, schmeißt man dann noch mit beiden Händen aus dem Fenster :?

Denke, Arbeitsamt ist erstmal kein verkehrter Weg

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Beitrag von Womanizer » 19.05.2010, 12:44

alles klar werde da mal anfragen... und wie siehts mit der Vergütung aus? Kann ich da also nix mehr dran ändern?

**mizi**
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Beitrag von **mizi** » 19.05.2010, 12:48

kannst dich ja mal mit beschäftigen: http://babrechner.arbeitsagentur.de/index.php

meinste nicht, es macht einen verdammt doofen Eindruck, wenn du jetzt hingehst und sagst, dir reicht das Geld nicht? Wie willst du das argumentieren?
Wie sieht denn die Vergütung für 2. und 3. Lehrjahr aus?

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Beitrag von Womanizer » 19.05.2010, 12:50

Argumente könnt ich vllt nur sagen das die freunde von mir das doppelte im Monat in der Hand haben..

also 2. Lehrajahr: 460,16 und 3. Lehrjahr: 511,29 Brutto.

**mizi**
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Beitrag von **mizi** » 19.05.2010, 12:54

das ist kein gutes Argument. Recherchier lieber eine allgemeine Durchschnittsvergütung für diesen Ausbildungsberuf, wenn du es schon deinem zukünftigen Arbeitgeber unter die Nase reiben willst.

Ich als dein Arbeitgeber würde mir dann aber auch denken, dass er ja nicht unterschreiben muss, wenn es ihm nicht gefällt...

und 20km zur Arbeit sind ja auch ein Witz, da kannst du fast ein Fahrrad nehmen...

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Beitrag von Womanizer » 19.05.2010, 12:55

also durchnittlich hab ich auf einer sete gelesen ist es von 600-800 euro. weiß aber nicht mehr genau welche seite das war. auch von einer quelle die vertrauenswürdig war.

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Beitrag von Bankräuber » 19.05.2010, 20:12

einen vertrag liest man sich normalerweise mind. 2x genau durch oder kaufst du dir auch gerne haus ohne zu wissen wieviel es kostet? naja du hast noch dazu nen scheiss lohn^^. 409 euro sind grade lumpige 9 euro zuviel weil nach meinem wissensstand sind alle beiträge bis 400 euro steuerfrei (deswegen auch 400 euro jobs) oder irre ich mich da? jedenfalls wenns so is kriegst mit dem steuerabzug weniger als 400 euro ausbezahlt und dein schön erarbeitetes geld geht an griechenland. jaja schöner staat was? beim nächsten mal den vertrag genau durchlesen und das mind. 2x, informieren über andere verdienste und strategisch denken

Chancen
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Beitrag von Chancen » 20.05.2010, 01:46

Steuerfreibetrag sind 8004€ also zahlt er keine Steuer

Sozialabgaben muss er zahlen...

**mizi**
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Beitrag von **mizi** » 20.05.2010, 08:36

außerdem zahlt man auch bei einem 400€ Job RV Beiträge und kommt somit nicht auf 400€ brutto = 400€ netto.

Ich kann mit meinen Steuerabzügen wahrscheinlich 3 Arbeitslose finanzieren, das ist nun mal so, wenn man in einem Sozialstaat lebt.

Zum Thema Griechenland: es ist immer wieder bewundernswert, dass jeder meint sich eine Meinung bilden zu müssen von den paar Infos, die derjenige wahrscheinlich noch aus der Bild hat... :?

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...

Beitrag von Womanizer » 20.05.2010, 14:24

Natürlich hab ich den Vertrag 2x durchgelesen...
Ich glaube das mein Betrieb nicht Vertragsgebunden ist. Schade ich glaub ich muss jetzt einfach dadurch.... andere Möglichkeiten gibt es ja leider nicht.

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Beitrag von Bankräuber » 20.05.2010, 18:36

**mizi** hat geschrieben:außerdem zahlt man auch bei einem 400€ Job RV Beiträge und kommt somit nicht auf 400€ brutto = 400€ netto.

Ich kann mit meinen Steuerabzügen wahrscheinlich 3 Arbeitslose finanzieren, das ist nun mal so, wenn man in einem Sozialstaat lebt.

Zum Thema Griechenland: es ist immer wieder bewundernswert, dass jeder meint sich eine Meinung bilden zu müssen von den paar Infos, die derjenige wahrscheinlich noch aus der Bild hat... :?
Ich lese keine Bild weil ich selbst weiß wie die ihre Berichte schreiben. Denkst du das mit Griechenland ist nur Einbildung? Die sind einfach Pleite und wir können ihre Suppe auslöffeln. Warum müssen wir immer spenden und anderen Ländern helfen wenn wir selber schon kein Geld mehr haben? Bei uns gibts auch immer mehr Kinderarmut usw.. Bald sind die unterstützten Länder besser dran als wir. Scheiss Merkel sag ich nur...

JMLena
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Beitrag von JMLena » 28.05.2010, 10:49

Also das ist definitiv sehr wenig.. was du machen kannst ist beim Arbeitsamt nachfragen ob dennen dieser Betrag zusteht .. au´ßerdem gibt es für JEDEN Beruf einen MINDESTLOHN auch in der Ausbildung kannst dich ja im Google durchklicken.. und wenn dir tatsächlich mehr zu steht sprich die Firma an. Außerdem kannst du noch bei dennen nach Fahrtkosten oder Zugticket nachfragen weil das müsste dir auch zu stehen und mein persönlicher tipp bewirb dich noch bei anderen firmen und lass den Vertrag offen . so hast du trotzdem noch was in der hinterhand.

lg

Schlumpf666
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Beitrag von Schlumpf666 » 29.05.2010, 10:46

wenn du ausziehst, kannst du von deinen Eltern das Kindergeld "verlangen" außerdem kannst du wohngeld und ausbildungsbeihilfe beantragen (wenn es dir denn zusteht). Wohngeld ist allerdings unabhängig von dem Gehalt der Eltern, soweit ich weiß.

Einfach bei den zuständigen Ämtern erkunden. ;)

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....

Beitrag von Womanizer » 31.05.2010, 15:34

Vielen Dank für die Antworten...
JMLena du hast mich beruhigt :D Ich hatte Angst die Firma darauf anzusprechen weil es schlecht rüber kommen würde.. Aber ich muss es ja tun, weil es wirklich wie du es auch schon sagtest zu wenig ist.
Ich geh morgen zum Arbeitsamt... mit dem werde ich das ganze mal schön durchbesprechen... danach melde ich mich wieder hier was sache ist.

Danke an alle

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...

Beitrag von Womanizer » 01.06.2010, 12:12

Soo ich war heute beim zuständigen Amt.
An der Ausbildungsvergütung kann ich leider nichts mehr dran ändern und die Firma selbst zu fragen habe ich Angst vor.

BAB und Wohngeld kann ich erst nach dem Umuzug beantragen. Vorher würde das nicht klappen. Also muss ich erst die Ausbildung anfangen dann umziehen und dann beantragen.

Li-Ci
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Beitrag von Li-Ci » 05.06.2010, 10:39

Es gibt da einen tollen Paragraphen im Berufsausbildungsgesetz, der besagt, dass die Vergütung angemessen sein muss. Laut einem Gerichtsurteil ist die Vergütung dann noch angemessen, wenn sie 20% unter dem tariflich zu zahlenden Lohn steht.
Also schlage ich dir vor, du besorgst dir so einen Tarifvertrag und liest nach, was man in dem Beruf wirklich verdienen 'muss'. Ansonsten kann ich dir sagen, dass auch die IHK noch mal über die Verträge guckt und meistens auch den Arbeitgeber darauf hinweist, wenn er zu wenig zahlt und welche Konsequenzen für ihn daraus entstehen würden, wenn er es nicht tut.

**mizi**
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Beitrag von **mizi** » 07.06.2010, 08:24

@Li-Ci: Fragen, die sich aus deiner Antwort ergeben: welcher tolle §?, Gerichtsurteil: Aktenzeichen? auf welcher Ebene wurde das entschieden? TV? Gibt es für diesen Beruf einen Flächen-TV, Branchen-Tv oder ähnliches?

Schön, wenn es wirklich so ist, aber der gute Junge kann schlecht zu seinem zukünftigen ArbG gehen und sagen, ich hab da gehört, dass...

das muss schon alles konkret sein, sonst bringt das nix.

Li-Ci
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Beitrag von Li-Ci » 07.06.2010, 10:09

wie gesagt, die IHK weist darauf hin, weil sie sich die Verträge durchsieht :wink:

ansonsten: gemäß § 17 Abs. 1 BBiG iVm Gerichtsurteil des Bundesarbeitsgerichts v. 25.07.2002 - 6 AZR 311/00 - ist eine Vergütung dann noch angemessen, wenn sie 20% der üblichen tariflichen Ausbildungsvergütung der jeweiligen Branche nicht unterschreitet

was den Tarifvertrag angeht, der gilt, da kann ich nun nicht weiterhelfen, weil ich in der Branche keine Kenntnisse hab :?

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