Wofür soll ich mich nur entscheiden... :(

Fragen zu Ausbildungs- und Studiengängen, Praktikumsmöglichkeiten, Lerninhalten, Lerntipps etc.
Antworten
m.nina
Beiträge: 6
Registriert: 27.05.2010, 16:39

Wofür soll ich mich nur entscheiden... :(

Beitrag von m.nina » 06.06.2010, 17:10

hallo, ich muss nochmal nachfragen zu was ihr mir raten würdet keine bei der Messe B. eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau beginnen oder bei der Gewo zur Immobilienkauffrau
beides sind sehr große und bekannte unternehmen...und ich weiß wirklich nicht wofür ich mich entscheiden soll.

Veranstaltungskauffrau war mein favorit aber als ich mich mit der immobranche auseinandergesetzt habe, hat es mich auch sehr interessiert. und von den "aufgaben" her ähneln die tätigkeiten sehr nur halt der themenbereich ist kompleeeeeett verschieden...

wie sieht es mit de rzukunft aus? als immo nur auf provision oder ist das die ausnahme?
als veranstaltunskauffrau IMMER zur verfügung stehen?

oh man:( hilfe....

bAum
Beiträge: 4
Registriert: 27.08.2008, 14:41

Beitrag von bAum » 06.06.2010, 18:59

Hi,

ich kenne leider nicht das genaue Berufsbild der Veranstaltungskauffrau und auch nicht 100 % das Bild des Immobilienkaufmanns. Aber ich persönlich finde Immobilienkauffrau interessanter. Häuser uznd Wohnungen verwalten, zu Kundenterminen fahren, Wohnungen fotografieren, auf die Homepage stellen, Anzeigen schalten, mit Kunden telefonieren, Vor-Ort-Besichtigungen mit den Kunden usw. All das klingt interessant, allerdings weiß ich überhaupt nicht, wie es mit dem Verdienst in beiden Berufen aussieht.

Was du aufjeden Fall bei beiden hast, ist der sehr große Kundenkontakt. Das scheint ja dein Ding zu sein ;)

Vor allem weiß ich nicht, wie es ist, wenn der Makler, bei dem du arbeiten würdest, keine Angebote mehr bekommt oder nichts verkauft bekommt. Ob sich dass dann auch negativ auf dich niederschlagen würde oder nicht.

Li-Ci
Beiträge: 27
Registriert: 21.05.2007, 19:54

Beitrag von Li-Ci » 07.06.2010, 10:21

Hallo m.nina,

ich kann dir auch nur etwas zur Immobilienkauffrau sagen, da ich in diesem Bereich tätig bin und was die Vergütung auf Provisionsbasis angeht, die ist eigentlich nur bei Maklertätigkeit üblich oder im Investment, also da, wo man Leute finden muss, die investieren, ihnen Immobilien vermitteln, etc.
Ansonsten ist ein weites Feld der Immobilienwirtschaft eben die Bewirtschaftung der Immobilie, worunter eben alles angefangen von Vertragen (Miet-, Dienstleistungsverträge) zählt und die Buchhaltung (was ein sehr weites Feld ist, womit man sich durchaus näher beschäftigen sollte, weil es hier auch die größten Chancen gibt) der Objekte von den Mietsollstellungen über Zahlungseingänge, Rechnungen und Betriebskosten. Was auch noch sehr interessant in der Immobilienwirtschaft ist, ist die Verwaltung von Wohneigentum und wenn gerne mit Menschen zu tun hast, ist der Beruf auf jeden Fall genau der richtige und auch in diesem Zweig dann, denn hier stellen sich große Herausforderungen, weil Eigentümer gerne komplizierter sind als die Mieter. Ansonsten ist in dem Bereich der Immobilienwirtschaft alles vertreten und da du die Wahl hast, sind auch die Zukunftsaussichten sehr gut - meiner Meinung nach.
Solltest du lieber Finanzierung von Bauvorhaben machen wollen oder die Begleitung von Bauprojekten, dann ist auch da in der Ausbildungn etwas drin, aber meist ist Zusatzwissen hier von bedeutsamem Vorteil, so habe ich das festgestellt.
Auf jeden Fall kann ich dir den Beruf ans Herz legen, du findest dazu auch einen Tarifvertrag im Internet, was den Verdienst in der Ausbildungszeit und später angeht - allerdings zahlen die wenigsten Unternehmen hier nach Tarif, da die Vergütung doch recht hoch angesetzt ist, im 3. Ausbildungsjahr verdienst du danach z. B. um die 860 Euro

HIER findest du den Tarifvertrag

m.nina
Beiträge: 6
Registriert: 27.05.2010, 16:39

Beitrag von m.nina » 08.06.2010, 03:12

Vielen Dank schonmal für eeure antworten..sie bringen mich ziemlich zum nachdenken!....

darf ich nochmal fragem,mit was für Arbeitszeiten ich als immob rechnen kann? und wie die chancen sind,falls ich nicht übernommen werde?

Ratet ihr mir von dem Beruf der Veranstaltungskauffrau ab?? und wenn ja,wieso?

es ist nämlich so:
wollte von anfang an gerne zur Messe Berlin(falls es euch etwas sagt) habe mich danndurch 3 Bewerberrunden geboxt und bin letzendlich dabei((= habe mich dort von anfang an wirklich sehr sehr wohl gefühlt und schon sehr nette menschen kennengelernt..ausbildungsgehalt ist okay...und es ist eines der größten unternehmen... aber das ist nicht alles oder??

zur sicherheit habe ich natürlich mehr bewerbungen geschrieben und mich mit weiteren berufen auseinander gesetzt Immo.. schließt meine interessen auch sehr gut ein... dort wo ich jetzt die ausbildung habe, habe ich mich nicht sooo wohl gefühl bei dem gespräch,auch die art wie ich es erfahren habe war..naja kein vergleich zu messe...
Immo hört sich fürmich einfach "seriöser" an,wenn man das so sagen kann.. und ich denke dass man generell einen höheren ausbildungsgrad habe? liege ich da vll. falsch?
Hatte davor VWL studiert und das war gar nicht meine Richtung..klar hat man überall BWL/VWL abe rnicht in so nem ausmaß wie an der uni,oder???

ich bin so unsicher...und hoffe hierdurch ein wenig klarer und vor allem zuverswichtlicher in die zukunft blicken zu können...

Ich danke jetzt schon für eure antworten!!!

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12159
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 08.06.2010, 11:57

Hallo m.nina!

Ich würde da - ganz pathetisch formuliert - auf mein Herz hören. Ich glaube nicht, dass es letztendlich objektive Gründe für oder gegen eine der genannten Fachrichtungen gibt. M. E. ist es entscheidend, in welchem Umfeld Du Dich wohler fühlst... und da scheint mir auch der grösste Unterschied zwischen den Alternativen zu liegen.
m.nina hat geschrieben:Immo hört sich fürmich einfach "seriöser" an,wenn man das so sagen kann.. und ich denke dass man generell einen höheren ausbildungsgrad habe? liege ich da vll. falsch?
Ich fürchte, ja. Soweit ich weiss, gehört der "Makler" (zusammen mit Versicherungsvertreter, Gebrauchtwagenhändler und Berufspolitiker) zu den (legalen) Berufen mit dem unseriösesten Image überhaupt. Selbstverständlich heisst das nichts über den einzelnen (Li-Ci's Posting gerade hier wirkte z. B. ausgesprochen seriös auf mich!). Es heisst nur, dass die "Seriosität" als positives Entscheidungskriterium m. E. wegfällt. Eher umgekehrt, als Eigenmotivationsprüfung quasi: Wäre mein Wunsch, diesen Beruf zu ergreifen so stark, dass ich später über eventuelle Vorurteile mir gegenüber hinweg sehen könnte? ;-)

Und dass die Vertreter dieser Branche überdurchschnittlich gebildet sind, stimmt ebenfalls ganz sicher nicht. Auch dies macht den Beruf als solchen in keiner Weise schlechter... es gibt halt nur auch hier nicht dieses quasi imagetechnische Zusatzargument... ;-)

Li-Ci
Beiträge: 27
Registriert: 21.05.2007, 19:54

Beitrag von Li-Ci » 08.06.2010, 14:18

m.nina hat geschrieben:darf ich nochmal fragem,mit was für Arbeitszeiten ich als immob rechnen kann? und wie die chancen sind,falls ich nicht übernommen werde?
Die Arbeitszeiten sind geregelt, sofern man im Büro arbeitet. So kann ich sagen, dass ich feste Arbeitszeiten hab, die aber auch durch Termine außer Kraft gesetzt werden können - aber ich denke, das ist in jedem Beruf so. Längere Arbeitszeiten und die Zeit, in der gerade bei Immos Stress auftritt, sind in der WEG-Verwaltung die Zeiten der Eigentümerversammlungen. Selbstverständlich muss man sich auf die Kunden einstellen, in unserem Fall die Mieter, und die arbeiten ebenso und haben meist erst abends Zeit. Es gibt abschreckende Beispiele in Foren, wo man von vielen Überstunden spricht.

Die Chancen schätze ich in dem Berufsfeld jedenfalls sehr positiv ein, wenn man einen guten Abschluss macht. Durch die kaufmännische Ausbildung sind auch Quereinstiege möglich. Aber das hat man bei der Veranstaltungskauffrau, denke ich, auch, denn die kaufmännischen Ausbildungen ähneln sich eigentlich, bis auf die spezifischen Kontenrahmen, z.B.
m.nina hat geschrieben:Ratet ihr mir von dem Beruf der Veranstaltungskauffrau ab?? und wenn ja,wieso?

es ist nämlich so:
wollte von anfang an gerne zur Messe Berlin(falls es euch etwas sagt) habe mich danndurch 3 Bewerberrunden geboxt und bin letzendlich dabei((= habe mich dort von anfang an wirklich sehr sehr wohl gefühlt und schon sehr nette menschen kennengelernt..ausbildungsgehalt ist okay...und es ist eines der größten unternehmen... aber das ist nicht alles oder??
Ich rate dir nicht ab, ich habe nur versucht, dir den Beruf der Immobilienkauffrau näher zu erklären ;) Wie FRAGEN schon sagte, solltest du auf dein Herz hören und wenn es dir bei der Firma, wo du Veranstaltungskauffrau lernst, besser gefällt und auch alles andere stimmt, dann würde ich dir sogar dazu raten, denn das Wichtigste ist, dass man sich in seinem Beruf wohlfühlt! Und so scheint es dir zu gehen, also greif zu! Und am Ende ist die Umgebung, die Kollegen, natürlich auch das Geld und der eigene Wohlfühlfaktor doch ALLES.
m.nina hat geschrieben:Immo hört sich fürmich einfach "seriöser" an,wenn man das so sagen kann.. und ich denke dass man generell einen höheren ausbildungsgrad habe? liege ich da vll. falsch?
Hatte davor VWL studiert und das war gar nicht meine Richtung..klar hat man überall BWL/VWL abe rnicht in so nem ausmaß wie an der uni,oder???
Ich denke eher, dass sich die kaufmännischen Ausbildungen nicht sehr voneinander unterscheiden und wie hoch der Bildungsgrad ist - um auf FRAGEN zurückzukommen - ist auch nicht immer zwangsläufig von der Ausbildung in dem engen Sinne abhängig. Ich denke, du hast Abitur, damit hast du schon einen hohen Bildungsstand.
Sicher haben sie uns damals in der Schule auch gesagt, dass die Immobilienkauffrau mit zu den schwersten Berufen gehört, da man hier mit allem jonglieren und umgehen können muss. Das fängt eben bei der Buchhaltung an und geht über die vielen unzähligen Gesetze, die es im Miet- und Baurecht, dem Eigentumsgesetz und allen weiteren gibt, eingeschlossen das BGB und seine Grundlagen. Wie das bei der Veranstaltungskauffrau aussieht, kann ich nicht einschätzen, aber dort wirst du wohl auch ein sehr gutes Organisationstalent brauchen.
m.nina hat geschrieben:ich bin so unsicher...und hoffe hierdurch ein wenig klarer und vor allem zuverswichtlicher in die zukunft blicken zu können...
Wie wäre es, wenn du dir eine Liste anfertigst? Mit Vor- und Nachteilen von beiden Berufsfeldern, auch die Unternehmen mit eingeschlossen, wie du dich da fühlst. Man kann in Vorstellungsgesprächen auch schon viel einsehen, aber leider nicht alles.
FRAGEN hat geschrieben:Soweit ich weiss, gehört der "Makler" (zusammen mit Versicherungsvertreter, Gebrauchtwagenhändler und Berufspolitiker) zu den (legalen) Berufen mit dem unseriösesten Image überhaupt.
Dazu muss ich mich nun doch äußern ;)
Das Problem bei dem "Makler" (der einfach nur ein Teilbereich in der ganzen Immobilienwirtschaft ist) ist, dass sich hier jeder eine Gewerbeerlaubnis holen kann und Makler werden kann, dazu muss er nicht mal das Wissen vorweisen können, was man als Makler wirklich benötigen würde, um die Kunden entsprechend gut beraten zu können. Durch diese "grauen Schafe" ist auch das Bild geprägt, ebenso wie die gelernten und wirklich fähigen Versicherungskaufleute und alle anderen mit diesen Vorurteilen zu kämpfen haben. Es gibt bereits Vereinigungen wie die IVD, wo Makler eintreten, die auch seriös sind.
Aber - wie gesagt - Makler ist ja nicht alles. Ich bin zum Beispiel kein Makler :D, sondern hatte in meiner Ausbildung als Schwerpunkte Bauprojektmanagement und Wohneigentumsverwaltung und werde nun nach meiner Ausbildung im Bereich der Gewerberaumverwaltung arbeiten.
Die wenigsten - in meiner Berufsschule zum Beispiel nicht ein einziger - wählen auch Maklergeschäfte als Schwerpunkt, das ist schon interessant.

Danke noch für das Kompliment FRAGEN :)

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12159
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 08.06.2010, 18:35

Li-Ci hat geschrieben:Danke noch für das Kompliment FRAGEN :)
... welches ich nach diesem ausgesprochen informativen Beitrag noch einmal deutlich unterstreichen möchte... ;-)

Wenn Du (m.nina) also einen Immobilien-Job suchst: Die Li-Ci Projektentwicklung kann ich Dir wärmstens empfehlen... ;-)

Antworten