Chaot braucht Hilfe

Fragen zu Ausbildungs- und Studiengängen, Praktikumsmöglichkeiten, Lerninhalten, Lerntipps etc.
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TheReason
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Chaot braucht Hilfe

Beitrag von TheReason » 26.04.2007, 10:27

Hallo Leute,
da ich mich von Arbeitsamt und Co. ziemlich verlassen fühle versuche ich mal hier kompetente Hilfe zu bekommen.
Aber zuerst meine Situation:
Ich bin 22 Jahre alt, habe allgemeine Fachhochschulreife nachdem ich Abi abgebrochen hab in der 13 Klasse.
Ich arbeite momentan für ein Sicherheitsunternehmen verdiene so 1400€monatlich und hab einen befristeten Vertrag bis Sep. 2007.
So, also ich habe keine Berufsausbildung und hab auch irgendwie das Gefühl, dass der Zug für mich abgefahren ist.
Aber moment - meine Situation ist ziemlich komplex, aber ich versuch trotzdem das Ganze mal aufschlussreich darzustellen:
-Hab Schule abgebrochen
-Dann nur Zeit vergeudet.
-Zivildienst absolviert
-Zeit vergeudet
-Berufstätigkeit angefangen
Zwischendurch immer Bewerbungen für Ausbildungsplätze verschickt, aber erfolglos.
Nun zur (meiner Meinung nach) Wurzel des Problems:
-Meine Mathematiknote
Meine Abschlusszeugnis dass ich erhalten habe sieht folgendermassen aus:
Mathe: 1P (1Hj) Mathe: 1P(2Hj)
In Deutsch und Englisch habe ich 12P in Deutsch und 9P in Englisch
Naja und alles andere ist durchschnittlich. habe meinen Notendurchschnitt errechnet und der ist exakt 3,0.
gar nicht mal soooooooooooooo schlecht aber in jeder Stellenanzeige lese ich Mathe MIND. GUT
NATÜRLICH werde ich da nicht genommen.

Kommen wir zum nächsten Punkt:
Ich hab gar keine Lust in den Arbeitsstellen zu arbeiten die sich so finden lassen....(ganz unabhängig von meiner Qualifikation)
Kfm. f. Bürokommunikation? Ne Danke
Informatikbereich? Ne nix für mich
Hotelbereich?ne...
alles was ich so sehe kotzt mich einfach an...ich möchte nicht herstellen, bearbeiten, beraten, gestalten, entwickeln USW.
Klingt jetzt krass aber das ist meine momentane innere Einstellung.
Naja jedenfalls läuft mein Arbeitsvertrag bald ab und meine "Deadline" für die "Laufbahngestaltung" meines Lebens ebenso....

So, damit jemand hier vielleicht etwas mit dem ganzen Mist den ich da oben so verzapft habe auch was konstruktives anfangen kann, meine Fragen:
Ich sehe für mich nur einen kleinen Funken Hoffnung doch ein gesundes Mitglied der Gesellschaft zu sein. Ich habe gern mit Sprachen zu tun. Ich spreche ziemlich gut Englisch und ein wenig Spanisch auch. Ich bin kein fauler Mensch aber ich bin ein unbequemer Mensch. Ich weiß, dass ich mir den "Ar..." aufreissen würde wenn ich in einem Job landen würde der mit Sprachen etc. zu tun hat. Ich bin auch definitiv mehr der "Sprachentyp"(auch zu sehen an meiner Mathenote).
Aber ich finde solche Ausbildungsstellen einfach nicht.
Ebenso würde ich es in Anbetracht ziehen, zu studieren. Aber WO kann ich mit meinem schlechten Notendurchschnitt an einer FH studieren?Auch noch etwas eher Beliebtes, dass mit Sprachen zu tun hat. Da stehen die Chancen doch gleich 0.
Naja jedenfalls vermute ich mal, dass ich hier keine Antwort auf diesen riesigen Text bekomme :D Aber wenigstens konnte ich es mir mal von der Seele schreiben und doch ggf.Unterstützung von Jemanden hier erhalten.

Also kurze Zusammenfassung:
Bin ich zu alt für eine Ausbildung?
Wie komm ich überhaupt an eine Ausbildungsstelle mit diesem riesen roten Tuch=meiner Mathenote.
Welche Ausbildungstellen haben fast nur mit dem geschriebenen oder gesprochenen Wort zu tun?Muss ja nicht Fremdsprachen-technisch sein sondern auch für ein Magazin, Verlag etc. in D sein.(ich weiß dass es da Stellen gibt aber habe ich überhaupt eine Chance auf sowas bezogen auf mein Abschlusszeugnis?)


Boah so fertig mit dem Roman.....die nächste Episode gibts in jedem gut sortierten Buchhandel........

Danke schonmal

bye

Patrick

silkeanja
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Beitrag von silkeanja » 26.04.2007, 13:31

Bin ich zu alt für eine Ausbildung? Nein, es gibt ältere :D

Wie komm ich überhaupt an eine Ausbildungsstelle mit diesem riesen roten Tuch=meiner Mathenote. Mti viel Ausdauer, Glück und hoffentlich diesem Forum! :wink:

Welche Ausbildungstellen haben fast nur mit dem geschriebenen oder gesprochenen Wort zu tun? In jedem Beruf brauchst Du Mathe, mal mehr, mal weniger

Muss ja nicht Fremdsprachen-technisch sein sondern auch für ein Magazin, Verlag etc. in D sein.(ich weiß dass es da Stellen gibt aber habe ich überhaupt eine Chance auf sowas bezogen auf mein Abschlusszeugnis?) Du mußt es nur gut verkaufen können, dann ist as Abschlusszeugnis (fast) egal
Ich hab gar keine Lust in den Arbeitsstellen zu arbeiten die sich so finden lassen....(ganz unabhängig von meiner Qualifikation)
Kfm. f. Bürokommunikation? Ne Danke
Informatikbereich? Ne nix für mich
Hotelbereich?ne...
alles was ich so sehe kotzt mich einfach an...ich möchte nicht herstellen, bearbeiten, beraten, gestalten, entwickeln USW.
Was möchtest Du denn machen?? Wo liegen Deine Stärken, Deine Schwächen? Was hast Du für Hobbies (in seltenen Fällen kann man aus einem Hobbie einen Beruf machen)?

Kannst Du erklären, warum die Mathenote so schlecht ist? Mathematisches Unverständnis? Faulheit? Sturheit? Lehrer zu d--f? Diese Frage wird sich jeder Personaler, der die Bewerbung in Händen hält stellen, daher sollte die Note im Anschreiben erklärt werden. :roll:

Vielleicht kannst Du Dich ja erstmal um ein Praktikum bemühen, und dann über diese Schiene eine Ausbildung bekommen. :wink:

Weniger Text als Du, aber hoffentlich mit vielen Anregungen, wie Du weitermachen kannst :D
Silke Anja

TheReason
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Beitrag von TheReason » 26.04.2007, 14:15

naja was ich machen möchte hab ich ja schon ungefähr erklärt. In einem Verlag arbeiten oder so. Fremdsprachenkorrespondent usw.

Ja und Stärken.... Ich hab keine Stärken und Hobbies ausser dass ich schnell damit klarkomme Sprachen zu lernen.
Schwächen liegen in so Bereichen wie Mathe, Chemie und Physik.
Die Note lag nicht am Lehrer und auch nicht an Faulheit. Ich hab einfach gar keine Ahnung wenn es um mathe geht. Ich kann gut Kopfrechnen. Aber sobald es anfängt mitx und y oder Diagrammen oder Flächenberechnung usw. da hört es schon auf bei mir!
Und ich hab irgendwo mal gelesen, dass man "sowas nicht macht", auf die schlechten Noten eingehen im Anschreiben! Hab das auch mehrmals gelesen, aber vielleicht kann da jemand mal Stellung nehmen dazu?
Und wennn ja, was sollte ich dann da hinschreiben?Dass ich ne absolute 0 bin in Mathe?

aber Danke dir schonmal für die erste Antwort :)
Hoffe es kommen noch ein paar, ich weiß dass es extrem viel zu lesen ist (sorry leute.... :roll: )

silkeanja
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Beitrag von silkeanja » 27.04.2007, 09:48

Such mal im Berufenet.de vom Arbeitsamt nach den Jobs die Du gerne machen möchtest. Ich habe mal auf die schnelle nur den Fremdsprachenkorrespondent und den Lektor im Verlagswesen genommen. Hier die Links zum Berufenet:

Fremdsprachenkorrespondent:
http://infobub.arbeitsagentur.de/berufe ... of-id=7989

Lektor:
http://infobub.arbeitsagentur.de/berufe ... of-id=8284

Das Berufenet ist echt gut, wenn es darum geht sich über einen Beruf zu informieren (Fähigkeiten, SoftSkills, Eigenschaften, Fertigkeiten...)

Kannst Du bei Deiner Schule nachfragen, ob sie Dir das Zeugnis der 10.Klasse als Abschußzeugnis schreiben können. Dann hast Du zwar "nur" den Realschulabschluß (Fachoberschulreife) aber hoffentlich eine bessere Mathenote :wink:

Du kannst auch mal im BIZ nachfragen ob es noch diesen PC-Test zur Berufsfindung gibt (gab´s zu meiner Zeit, ist aber schon 15 Jahre her :? ). Ca 50 Fragen und am Ende werden die Berufe aufgelistet, die am besten zu Deiner Persönlichkeit passen. Versuch einen Termin beim BIZ zu bekommen. Die Leute sind darin geschult Dir bei der Suche zu helfen. Nimm Dir dafür aber viel Zeit. :)

Sonnigen Tag
Silke Anja

mountisa
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Beitrag von mountisa » 27.04.2007, 18:19

Versuche es doch mal mit einer überbetrieblichen Ausbildung. Schulisch könntest du es doch ausprobieren zum Fremdsprachenkorrespondent oder Wirtschaftsassistent (Sprachen).

Versuche doch einfach eine Bewerbung an eine FHS für Sprachen. Könntest doch Lehrer werden.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 28.04.2007, 23:09

Hallo TheReason!

Eins vorab: Ich stehe auf "Romane"... und Deiner ist noch ziemlich kurz... ;-)

Aber aufschlussreich! Wobei ich mich gerade frage, wie ernst Deine doch recht umfassenden Ausschlusskriterien ("nicht herstellen, bearbeiten, beraten, gestalten, entwickeln USW") bei genauerem Nachdenken zu nehmen sind... speziell das "USW"... ;-)

Da würde es ja fast schon interessieren, als was konkret Du Dich überhaupt beworben hast... und wie ernsthaft diese Bemühungen waren. Und bevor Du nun denkst, ich wolle billige Witze auf Deine Kosten reissen: Mein Eindruck ist der, dass das Problem zu mindestens 90% in Deinen derzeit etwas diffusen Vorstellungen bzgl. einer Zielrichtung liegt. Die Mathe-Note allein (oder auch nur hauptsächlich) ist es DEFINITIV nicht! Partielle Ausfälle kommen vor. Gibt es mathematisch, sprachlich, sozial... und all dies häufiger, als man denken sollte... aber Erfolg im "richtigen" Fach verhindern sie selten!

Deute ich Deine "krasse" Haltung richtig, dass es Dir einfach gefühlsmässig gegen den Strich geht, Teil der "Masse" zu sein? Unreflektiert das zu tun, was "alle" machen? Dass Du nicht "Karriere" machen, sondern Sinn verspüren möchtest? Das Verb "helfen" kam in Deiner No-Go-Liste zumindest nicht vor... Hast Du schon einmal in Richtung von Tätigkeiten überlegt, bei denen es darum geht, anderen Menschen in konkreten Notlagen zur Seite zu stehen?

Um aber zunächst Deine "Sprach"-Idee aufzugreifen: Bei der kreativen Arbeit in Verlagen wird vermutlich schon von einer gewissen... hmmmm... Bildungsneigung ausgegangen... bei der ich mir in Deinem Fall nicht sicher bin... Passender könnte ich mir nach Deiner Selbst-Beschreibung da schon die Arbeit bei einer Zeitung vorstellen?!? Recherchierend, evtl? So eine Art "rasender Reporter"... der Terrier, der Beisser, undercover, wenn's sein muss? Assoziiere hier mal einfach so ins Blaue... ;-)

Und wenn wir einmal dabei sind... Aussenseitervorschlag: Polizei? Wer schon beim Sicherheitsdienst ist (und da klarkommt), gut reden kann, clever (doch nicht akademisch veranlagt) ist und das "wahre Leben" ohne Schminke schätzt... der könnte da schon richtig sein. Ebenfalls günstig: Man kann ziemlich "niedrig" einsteigen - und sich dann ziemlich weit entwickeln... Das Sinngefühl gibt`s gratis... ;-)

Und noch einen weiter: Arbeit für eine Detektei? Noch freier, noch weniger konventionell... Auch die mit hohen Anforderungen an die verbale Ausdrucksfähigkeit...

Will hier nur ein bissken anregen... die Entscheidung für Deinen Lebensweg kann Dir niemand abnehmen... ;-)

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Analphabet
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Beitrag von Analphabet » 02.05.2007, 00:01

Moin TheReason.

Du glaubst dich in einer Sackgasse, doch deine momenta Lage ist nicht aussichtslos - im Gegenteil. Mit der Fachhochschulreife hast du viele Möglichkeiten. Und zunehmend wird das Mindestalter für einen Ausbildungsbeginn auf 21+ hochgeschraubt, so wie beim Reiseverkehrskaufmann. So wie ich es verstanden habe, magst du Sprachen, wie steht's mit Geografie aus?
Ein Reiseverkehrskaufmann ist ein interessanter Beruf mit guten Aufstiegsmöglichkeiten. Du musst nicht den ganzen Tag im Reisebüro hocken und korpulente Einfaltspinsel beraten, wo man am "Ballermann" das beste Schnitzel kaufen und wo man günstigsten saufen kann. :wink:
Reiseverkehrskaufleute verreisen auch in andere Länder und testen Hotels; nun ja, wenn du Pech hast, kommst du in eine Einstern-Bruchbude, doch das ist eher die Ausnahme! Außerdem arbeiten Reiseverkehrskaufleute für Zeitungen, Zeitschriften, Kataloge etc., für welche sie ihre Reiseerlebnisse bildhaft zu Papier bringen.

Lehstellen zum Fremsprachenkorresponden/-sekretär sind rar, und oftmals verlangen die Unternehmen die Allgemeine Hochschulreife. Doch das muss nichts heißen: Wenn du dich nicht bewirbst, dann hast du schon jetzt verloren! Wenn dir dieser Beruf Spaß machen würde: worauf wartest du noch? Auf ins Gefecht!

Lektor ... Als Quereinsteiger, d.h. ohne (geisteswissenschaftliches) Studium (Germanikstik, Romanistik usw.), sind deine Chancen gleich null. Es sei denn, du verfügst über lange Erfahrung durch ein Praktikum, was jedoch bei dir nicht der Fall ist, und weil du derzeit nicht weißt, was du tun sollst, wäre ein Praktikum von Vorteil, um dir ein Überblick über das Berufsbild zu verschaffen und zu prüfen, ob es vielleicht doch nicht das Richtige ist. Ich zum Beispiel strebe eine Ausbildung zum Lektor an und bin ehrenamtlicher Korrekturleser für zwei nonkommerzielle Kulturzeitungen und muss sagen, dass es anstrengend ist. Außerdem wirst du nicht du mit offenen Armen von deinen Arbeitskollegen empfangen, denn Redakteure lassen sich ungern belehren. :lol:
Du musst auch unterscheiden: Ein Lektor ist kein Korrekturleser. Korrekturleser arbeiten in Schlussredaktionen von Tageszeiteungen, Zeitschriften, Magazinen, Onlinezeitungen etc. und korrigieren die Texte der Redakteure. Lektoren hingegen sind nicht nur für die Korrektur von Büchern zuständig, sondern verbessern in Zusammenarbeit mit Autoren das Manuskript, sind mit ihnen ständig in Kontakt, organisatorische und administrative Tätigkeiten beanspruchen sehr viel ihrer Zeit, sie müssen viel lesen, auch ausländische Bücher und entscheiden, ob der Verlag sich die Rechte daran sichert. Der Verdienst ist auch nicht astronomisch. Doch wer nichts wagt, der nichts gewinnt, heißt es so schön. :wink:

Ach ja, nocht etwas: Wenn du dich um eine Praktikumsstelle bemühst, ist natürlich die Beherrschung der Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik Grundvoraussetzung. Stilistikkenntisse sind gern gesehen. Also falls ein Praktikum erwägen solltest, schadet ein Blick in den Duden nicht - und um die Stilistikkenntnisse aufzupolieren, erweist sich Bastian Sicks Buch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" (1-3) als nützliche Investition. :)

Dein Notendurchschnitt ist gar nicht so schlecht (besser als meiner :lol:), mit diesem kannst du an einer FH studieren, wobei du wissen solltest, dass dies die Domäne der Naturwissenschaftsstudiengänge ist (Architektur, Elektrotechnik, Mathematik, Maschinenbau etc.), sprachorientierte Studiengänge gibt es nicht (zumindest sind mir keine FH bekannt). Eine Alternative wäre BWL oder Sozialpädagogik, die gibt en masse. Und passt dir dies auch nicht, dann besteht die Möglichkeit an einer Uni zu studieren. Etwa in Hessen: An der Uni Kassel ist dies möglich, alles weitere erfährst du unter http://www.hochschullandschaft-hessen.de/ dann jeweils auf Studienangebot und Studienvoraussetzungen.

Oh Mann, das nenn ich einen Roman! :wink:

Kathrin
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Registriert: 09.03.2007, 11:58

Beitrag von Kathrin » 09.05.2007, 02:25

Es gibt doch so schulische Ausbildungen, die sich auf Sprachen spezialisieren. Ich weiß nicht genau was und wie, doch auf jeden Fall gibt es sowas... erkundige Dich mal.

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