Abgebrochenes Studium im Lebenslauf angeben

Fragen zum Lebenslauf: Wie sieht ein tabellarischer Lebenslauf und wie ein handschriftlicher Lebenslauf aus? Welche Daten müssen unbedingt in den Lebenslauf und welche nicht?
Stubi54g
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Abgebrochenes Studium auf dritter Seite erklären?

Beitrag von Stubi54g » 04.10.2009, 11:44

Hallo zusammen,
ich habe von 2004 bis 2009 studiert, allerdings keinerlei Abschluss oder Zwischenprüfung gemacht. Das wirkt vielleicht etwas merkwürdig, weshalb ich überlege, auf der dritten Bewerbungsseite (nach Anschreiben und Lebenslauf) meine Gründe zu erklären.

Nun stellt sich mir die Frage, ob das sinnvoll ist?
Zum einen möchte ich dem potentiellen Arbeitgeber den Wind aus den Segeln nehmen, sodass ich nicht in Verlegenheit komme, es von jetzt auf gleich persönlich erklären zu müssen, ohne dass der Arbeitgeber schon Vorinformationen hat.

Zum anderen ist es vielleicht aber auch eine Lenkung auf meinen "Fehler", der sonst vielleicht nicht so relevant gewesen wäre.

Ich bin etwas verunsichert, was besser ist.
Was meint ihr dazu?

Ach: Die Bewerbung geht direkt an das Personalamt der jeweiligen Stadt.

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Gutemine
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Beitrag von Gutemine » 04.10.2009, 17:59

Die 3. seite halte ich nicht für Sinnvoll. Du kannst im Bewerbungsgespräch ja immer noch - falls nachgefragt - Deine gründe erklären ... :)

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drusilla
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Beitrag von drusilla » 04.10.2009, 21:53

nein, ich halte es eher für sinnvoll, wenn du im anschreiben aufzeigst, was für einen nutzen du aus dem studium trotzdem gezogen hast.

Starkstromzicke
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Beitrag von Starkstromzicke » 07.10.2009, 20:09

also ich persönlich bin ebenfalls ein fan der dritten seite, da man im anschreiben einfach nicht auf alles eingehen kann,was man dem betrieb vermitteln will.
und ich glaube kaum,dass sie dich nur auf grunde der dritten seite nicht einladen.
es muss natürlich nachvollziehbar sein und wirklich aussagekräftig...
klingt es nach ausreden oder blödem rumgeschwafel,könnte es dir allerdings wirklich angekreidet werden.
überleg dir also ganz genau,was du schreibst,was nicht und wie du es formulierst...

viel glück...

dumdidum123
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Beitrag von dumdidum123 » 16.12.2009, 19:36

also ich persönlich bin ebenfalls ein fan der dritten seite, da man im anschreiben einfach nicht auf alles eingehen kann,was man dem betrieb vermitteln will
Mag sein, dass Du viel vermitteln willst. Aber die andere Seite hat keine Zeit und mag nicht viel lesen. Du hast eine Seite Anschreiben, da musst Du auf den Punkt kommen.

Zur ursprünglichen Frage: Ich bin eh' kein Fan der dritten Seite, um das mal freundlich zu sagen. Aber sie als "Entschuldigungsschreiben" zu benutzen geht doppelt in die Hose.

In Deiner Bewerbung möchtest Du die Aufmerksamkeit auf Deine Qualifikation lenken: Warum bin ich für diese Stelle geeignet? Sein abgebrochenes Studium noch einmal auf einer extra Seite breit zu treten wirkt im besten Fall verzweifelt.

Und ja, falls Du denn eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommst, sei darauf vorbereitet es "von jetzt auf gleich persönlich erklären zu müssen" und hab' eine Antwort parat.

Die schriftliche Bewerbung dient nicht dazu, peinliche Themen im Vorstellungsgespräch vorzubereiten.

Viel Glück,

D.

Lulle100
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Abgebrochenes Studium im Lebenslauf angeben

Beitrag von Lulle100 » 18.07.2012, 18:01

Hallo,

ich habe sechs Semester lang ohne Abschluss studiert. Da ich vor kurzem aber eine Ausbildung (Abschluss mit 1) beendet habe und die Berufschancen außerdem gerade sehr gut sind mache ich mir deswegen grundsätzlich wenig Sorgen.

Ich würde nur gerne mal wissen, wie man das genau im Lebenslauf angibt. Gibt es da einen Konsens?
Genügt es, wenn ich z.B. schreibe:
"2006 - 2009: Studium der Soziologie"
Ich möchte vermeiden, dass jemand fälchlicherweise annimmt ich hätte ein abgeschlossenes Studium. Wenn ich aber dahinter schreibe "ohne Abschluss" hört sich das eher negativ an.

Wie habt ihr das gelöst?

Vielen Dank schon mal.

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 19.07.2012, 00:12

Du solltest auch die Art des Studiums angeben: Bachelor, Diplom, Master...

Falls du Fachprüfungen, Zwischenprüfungen oder Module erfolgreich abgeschlossen hast, kannst du dies zusätzlich angeben.

"kein anerkannter Abschluss" ist eine weitere Variante für "ohne Abschluss".

Lulle100
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Beitrag von Lulle100 » 22.07.2012, 18:58

Hi knightley,

vielen Dank für deine Antwort.

"kein anerkannter Abschluss" hört sich für mich auch irgendwie eher negativ an. Ist es nach deiner Erfahrung denn in Ordnung einfach das Studium aufzuführen? Wenn ich den Abschluss weglasse, kann ich dann davon ausgehen, dass die Leute in der Personalabteilung wissen, dass das Studium abgebrochen wurde?

Romanum
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Beitrag von Romanum » 23.07.2012, 17:36

Davon kann man ausgehen. Kein Abschluss ist kein Abschluss - ob du es hinschreibst oder nicht, es ist nun mal negativ. Lies dir mal diese Tipps durch: http://www.bewerbung-forum.de/lebenslau ... slauf.html

Aber wenn der Abbruch nicht gleich erkannt wird, dann wird ja spätestens im Vorstellungsgespräch die Wahrheit auf den Tisch kommen (müssen).

schattenmann
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Beitrag von schattenmann » 23.07.2012, 18:36

Aber wenn der Abbruch nicht gleich erkannt wird, dann wird ja spätestens im Vorstellungsgespräch die Wahrheit auf den Tisch kommen (müssen).
... und dann ist alles verlohren, weil ein "vorgeben eines abgeschlossenen Studiums" angenommen wird (oder Schlimmeres).

Kenn die Situation selber; im Prinzip ist alles was du zwecks Studienabbruch schreiben kannst negativ; gerade in unserer hyperstudierten Zeit (ich frag mich immer noch wann der "Bachelor of Arts in Car Driving" kommt, wo doch alles nur noch über Studium läuft)...

Was du jedoch versuchen könntest, den Studienabbruch als "zugunsten der Ausbildung" zu verkaufen; bsp. "zugunsten Ausbildung (Querverweis auf jene) abgebrochen"; im VG dann "du wolltest in die Praxis und weg von der Theorie" oder sowas... (Formulierung natürlich überarbeiten)

So hättest du "einfach" deine Prioritäten geändert; übel wirds dann, wenn im Ausbildungsberuf auch plötzlich Studium verlangt wird, oder dir die Personaler "Sprunghaftigkeit" vorwerfen...

elsie
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Beitrag von elsie » 06.08.2012, 13:13

Genau das Problem habe ich auch! Ich wuerde es auf jeden Fall angeben, wenn es sonst zu grosse Luecken gibt. Aber wenn du neben dem Studium beispielsweise in einem Buero gearbetet hast, dann wuerde ich es vielleicht weg lassen, und statt dessen nur den Buerojopb angeben, falls du nebenher eine Sprache gelernt hast oder im Ausland warst, dann den Zeitrum der "praktischen Erfahrung im Ausland" usw. Weil es kann schon unangenehm sein, wenn due "Studium" schreibst, dann aber keinen Abschluss vorweisen kannst...

Lulle100
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Beitrag von Lulle100 » 16.08.2012, 01:24

Hi elsie,

das Studium zu verschweigen stand nie zur Debatte. Es waren fast sieben Semester.

Ich war auf Nummer sicher gegangen und hatte das Studium letztendlich im Lebenslauf angegeben und dahinter 'ohne abschluss' geschrieben. Ich bekam zu allen meinen bewerbungen eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Und der Abbruch wurde in keinem Gespräch wirklich thematisiert. Beim einführenden "erzählen Sie mal was über sich" habe ich das zwar angesprochen, es wurde dann aber nicht mehr aufgegriffen.

Jetzt bin ich erst mal erleichtert eine Stelle zu haben und bedanke mich bei euch für die Hilfe.

@Schattenmann: So in etwa habe ich argumentiert und das schien für die Leute auch so in Ordnung gewesen zu sein.

Silberzunge
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Beitrag von Silberzunge » 27.08.2012, 17:02

Hallo,

ich habe ein ähnliches Problem, nur sind es noch mehr Studien und Ausbildungen bei mir: Studium 1 in Stadt 1, Studium 2 in Stadt 2 (im Prinzip das gleiche, nur mit anderem Abschluß), Ausbildung 1 in Stadt 3, Ausbildung 2 in Stadt 3 am gleichen Institut. Alles ohne Abschluß, aber direkt nach Ausbildung 2 habe ich die Prüfung an der örtlichen IHK abgelegt (Fremdsprachenkorrespondenz, an der Schule wären es 2 Fremdsprachen gewesen, ich war zu schlecht für eine, hab dann aber in der anderen einen sehr guten Abschluß extern gemacht).

Schreib ich da nun bei allen "kein Abschluss" hinter, sieht es ziemlich deprimierend aus. Ich hatte ein Bewerbungstraining vom Arbeitsamt, der Helfer dort meinte, das müßte ich nicht hinterschreiben, aber alle Abschlüsse fett markieren (das sind dann Abitur und die IHK-Prüfung). Die beiden Studiengänge wollte er aber trotzdem drin haben, sogar als separater Punkt zwischen Schulausbildung und Berufsausbildung.

Auf dem Monitor sieht das auch ganz okay aus, aber ausgedruckt erkenne ich erst auf den zweiten Blick, daß da was fettgedruckt ist (Arial 10), so daß ich mich nun frage, ob ich das doch irgendwie markieren sollte, daß ich zwar viel angefangen, aber wenig beendet habe. Über eure Meinung würde ich mich sehr freuen.

Ernesto005
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Abgebrochenes Studium im Anschreiben angeben?

Beitrag von Ernesto005 » 04.01.2016, 13:45

Hallo,

also ich habe schon eine abgeschlossene Ausbildung als Industriekaufmann, danach aber auf Bachelor etwas BWL-artiges fünf Semester ohne Abschluss studiert. Es ist jetzt einfach so und lässt sich nicht mehr ändern.

Ich will jetzt im Lebenslauf nicht gerade "ohne Abschluss" schreiben, weil sich diese Formulierung für mich zu negativ anhört. Dann bliebe ja nur folgende Möglichkeit:

Code: Alles auswählen

2012-2014 BWL-Studium, Elfenbeinturm
So besteht die Gefahr, dass statt eines abgebrochenen ein abgeschlossenes Studium angenommen wird. Das wäre nicht in Ordnung.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 04.01.2016, 13:55

Es ist üblich ein abgebrochenes Studium so anzugeben, wie du es tust. Es gibt keine Abschlussnote, damit ist jedem klar, dass du keinen Anschluss gemacht hast. Und dass du nach fünf Semestern nicht fertig warst, kann sich auch jeder ausrechnen. Wenn es nebenberuflich war, würde ich es an deiner Stelle nicht erwähnen. Wenn du in der Zeit nicht gearbeitet hast, dann doch.

Sabi777
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Abgebrochenes fachfremdes Studium im Lebenslauf angeben?

Beitrag von Sabi777 » 01.09.2016, 13:44

Hi,
ich brauche mal euren Rat. (bin gelernte Sozialarbeiterin, aber noch Berufsanfängerin)

Nach meinen Studium der Sozialen Arbeit habe ich ein Informatikstudium angefangen. Ich hatte mich währende meines Studiums mit computergestützten Therapieangeboten befasst und hatte den Wunsch auch mal so etwas selbst zu entwickeln, deshalb hab ich angefangen Informatik zu studieren. Jetzt nach dem dritten Semester werde ich dieses Studium aber abbrechen, da ich einfach nicht dafür gemacht bin und ich ja schon eine Berufsausbildung habe.

Nun wollte ich wissen, wie ich mit diesem 3 Semestern Informatik in meiner Bewerbung für Stellen im sozialen Bereich umgehen soll. (In meinem Anschreiben werde ich das auf jeden fall mit keiner Silbe erwähnen.)

Soll ich es im Lebenslauf erwähnen:

Praxiserfahrung

Aufzählung der Prakitika


Berufsausbildung

von/bis Bachelorstudium Informatik
Name der Hochschule

Berufsabschluss: Bachelor of Arts Soziale Arbeit (Note)

von/bis: Bachelorstudium Soziale Arbeit
Name der Hochschule

Abschlussarbeit: Titel der Abschlussarbeit (Note)


So springt dieses "Wiesohabichdasnurgemacht-Studium" natürlich sofort ins Auge. Wenn ich es nicht erwähne, würde ja eine über einjährige Lücke in meinem Lebenslauf klaffen, da ich mich währenddessen auch nicht sozial engagiert habe. Gibt es andere Möglichkeiten, wie der Leser es eher nur am Rande registriert?

Ich hoffe jemand von euch kann mir da weiterhelfen.

liebe Grüße eure Sabi

Romanum
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Beitrag von Romanum » 01.09.2016, 20:22

Sabi777 hat geschrieben:Ich hatte mich währende meines Studiums mit computergestützten Therapieangeboten befasst und hatte den Wunsch auch mal so etwas selbst zu entwickeln, deshalb hab ich angefangen Informatik zu studieren.

Und dieses Interesse ist jetzt völlig erlöschen? Es kann ja durchaus Stellen geben, wo diese Kombination gefragt ist. Es gibt zum Beispiel auch Sozialinformatik-Studiengänge. In deinem 2. Studium hast du ja auch nicht nichts gemacht. Sofern erweiterte Informatik-Kenntnisse gefordert werden, könntest du mit dem Informatik-Studium punkten.

Und auch sonst sind die drei Semester zusätzliches Studium nicht so dramatisch, denn für eine Sozialarbeiter-Stelle bringst du die notwendigen Voraussetzungen mit.

Du solltest den Studiengang Soziale Arbeit inhaltlich im Lebenslauf weiter anreichern (Schwerpunkte, Noten usw.), so dass der Eintrag sich optisch vom Informatik-Studium-Eintrag abhebt. Ggf. könnte du auch die Reihenfolge der Studiengänge ändern. Eventuell könntest du es dann sogar so lösen, dass der Sozialarbeits-Studiengang noch auf der 1. Lebenslaufseite steht, während der Informatik-Studiengang erst auf der 2. Lebenslaufseite erfolgt. Verschleiern kannst du damit zwar nichts - aber das ist meiner Meinung nach unnötig.


Sabi777
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Beitrag von Sabi777 » 13.09.2016, 12:02

Danke, deine Antwort hat mir schon geholfen :).
Das Interesse daran ein Computerprogramm zu entwickeln ist nicht erloschen, aber ich könnte das ja irgendwann mal mit einem IT-Experten zusammen gestalten. Ich hab einfach festgestellt, dass ein vollständiges Informatikstudium für mich doch nicht machbar ist. (Die meisten Menschen gehen auch mal Wege, die sich mit der Zeit als für sie zu steil herausstellen.)

Nun habe ich noch eine Frage zum Lebenslauf:

Ich will mich in einem Wohnheim bewerben. Oftmals wird dort nach Leuten mit Führerschein manchmal auch mit eigenem PKW gesucht.
In dem Stellenangebot, auf das ich mich bewerben möchte, steht aber nichts zum Thema Führerschein und PKW.
Sollte ich dazu trotzdem im Lebenslauf Auskunft geben?

Problem dabei ist, ich hab zwar einen Führerschein, aber keine Fahrpraxis. (Meine Führerscheinprüfung ist schon einige Jahre her.) Ich hab auch kein PKW mit dem ich üben könnte. Für Fahrstunden fehlt im Moment das Geld. (Der Arbeitgeber sucht für sofort)

Bei mir würde also im Lebenslauf stehen:

Fähigkeiten

Führerschein: B (keine Fahrpraxis, kein PKW)

Es wäre also eher etwas Negatives.

Soll ich also keine Angabe dazu machen, weil es nicht im Stellenangebot aufgeführt wurde und das erst während eines Vorstellungsgesprächs erwähnen?
(Mein Gedanke dazu ist, ich erwähne es so im Lebenslauf und wenn es für meinen Arbeitgeber zwingend notwendig ist, spare ich wenigstens die Fahrtkosten zu einem zum Scheitern verurteilten Vorstellungsgespräch.)
Ich habe ja auch schon mehrmals versucht Kontakt zum Arbeitgeber aufzunehmen, leider blieb das erfolglos und ich muss die Bewerbung diese Woche abschicken. :(

Was meint ihr dazu? Wie würdet ihr vorgehen?

liebe Grüße
Sabi

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 13.09.2016, 12:10

Die fehlende Fahrpraxis würde ich nicht angeben - wenn der AG einen Bewerber mit FS und Praxis sucht, 'sollte' er das schon deutlich machen. Den Führerschein selbst würde ich auf jeden Fall angeben. Prüfung bestanden ist bestanden.

Kannst Du Dir in der Zwischenzeit eventuell einen Nebenjob suchen, wo Du Fahrpraxis erlangen kannst? Ich denke in Richtung Pizza- oder Botendienst...

Wofür ist denn der FS überhaupt notwendig in einem Wohnheim? Mir erschließt sich der Zusammenhang nicht ganz, ich bin aber auch fachfremd ;)

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 13.09.2016, 13:00

Und einen noch zu Deinem Informatik-Studium: In Deinem speziellen Fall könnte man diesen Punkt im Lebenslauf möglicherweise so umschreiben, dass der "soziale" Aspekt hervorgehoben wird... und die "Ausbildungs-/Qualifikationsseite" der Angelegenheit etwas in den Hintergrund tritt. Im Extremfall wäre es vielleicht (jetzt mal ins Unreine gedichtet) so etwas wie ein selbst initiierte Projekt zur computergestützten Therapie mit Hilfe der Hochschule "Sowieso"...?!? Ich meine damit nicht, dass Du explizit lügen sollst... aber der Eindruck, Du hättest Dich mit einer völlig neuen Studienrichtung in Deinem gesamten Sinnen und Trachten um 180° gedreht, ginge ja nicht weniger weit an den von Dir gefühlten Fakten vorbei. M. E. ist hier ein bisschen Kreativität gefragt, um die verschiedenen Ebenen der Wahrheit in einem stimmigen Gesamtbild zusammenzubringen. Eine reine "Stationsauflistung" führt hier für mein Gefühl in die Irre...

Und um noch einmal an Romanum anzuknüpfen: Hast Du schon einmal gezielt nach möglichen Verbindungen zwischen sozialer und digitaler Arbeit gesucht? Wenn es so etwas irgendwo gibt, hast Du bestimmt gute Karten. Ich glaube nicht, dass es viele Sozialarbeiterinnen gibt, die mit ihrem Computerinteresse so ernst gemacht haben wie Du...

Sabi777
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Beitrag von Sabi777 » 13.09.2016, 14:03

@katerfreitag:
"Prüfung bestanden ist bestanden".
-Naja Prüfung bestanden und Fahrpraxis ist schon was anderes, als Prüfung vor einigen Jahren bestanden und keine Fahrpraxis. Vor allem, wenn du Menschen transportieren musst.

"Kannst Du Dir in der Zwischenzeit eventuell einen Nebenjob suchen, wo Du Fahrpraxis erlangen kannst? Ich denke in Richtung Pizza- oder Botendienst..."
-Nehmen die den Leute ohne Fahrpraxis? Ist aber ein interessante Idee.

"Wofür ist denn der FS überhaupt notwendig in einem Wohnheim?"
-Da die Menschen dort wohnen und nicht ihre Ferien verbringen, braucht man einen FS zum Beispiel, um Bewohner zum Arzt zu fahren, um mit ihnen zusammen in den Urlaub zu fahren oder zu anderen Veranstaltungen (mit Kleinbus) oder um Einkäufe zu tätigen etc. Also eigentlich für alles was mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu bewerkstelligen ist, weil zu geringe Reichweite, zu teuer, dauert zu lange etc.

@FRAGEN
Ich habe mich mit solchen Therapieprogrammen in meiner Abschlussarbeit befasst. Da ich dies in meinem Lebenslauf erwähne und es auch auf meinem Hochschulzeugnis steht, könnte ich mir vorstellen, dass der Leser einen Zusammenhang herstellen kann.


liebe Grüße Sabi :)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 14.09.2016, 14:04

Sabi777 hat geschrieben:"Wofür ist denn der FS überhaupt notwendig in einem Wohnheim?"
-Da die Menschen dort wohnen und nicht ihre Ferien verbringen, braucht man einen FS zum Beispiel, um Bewohner zum Arzt zu fahren, um mit ihnen zusammen in den Urlaub zu fahren oder zu anderen Veranstaltungen (mit Kleinbus) oder um Einkäufe zu tätigen etc. Also eigentlich für alles was mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu bewerkstelligen ist, weil zu geringe Reichweite, zu teuer, dauert zu lange etc.

Bei deiner Studiums-Angabe schreibst du aber auch nicht "keine Fachpraxis" und deine soziale Arbeit kann viel massivere Auswirkungen als die logistische Arbeit auf die Bewohner haben... :wink:

Wenn es dem AG so wichtig wäre, dann hätte er dies in den Anforderungen genannt.

Außerdem kann man davon ausgehen, dass du nicht gleich alleine mit mehreren Bewohnern unterwegs sein wirst. In der Praxis werden wohl immer mehrere Begleiter anwesend sein, die dann auch die Fahrten übernehmen.

Du könntest in einem Vorstellungsgespräch fragen, ob für den Transport der Bewohner ein Personenbeförderungsschein notwendig ist. So zeigst du dein Interesse und kannst nach den internen Bestimmungen zum Transport nachhaken.


Sabi777
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Beitrag von Sabi777 » 27.09.2016, 13:26

Hi an alle,
ich kann euch neues berichten. Also zunächst zu der Stelle, bei der ich mir wegen der Fahrpraxis nicht sicher wahr.
Ich hab meine Bewerbung persönlich abgeben und sollte auch gleich zum Bewerbungsgespräch dableiben. Ich war gar nicht vorbereitet darauf (wollte einfach schon mal den Weg dorthin kennenlernen) der AG meinte darauf, dass er ja auch nicht auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet ist. Das Gespräch war auch total locker und wir hatten viel zu lachen :-). Ich hab ziemlich auf der Sache mit der Fahrpraxis drauf rum geritten. Da meinte er, dass das kein Problem sei, da man eine Einweisung erhält und erstmal mit dem Sicherheitsbeauftragten (oder so) allein fährt und übt bis man dann Personen befördert. Das hat mich richtig erleichtert.
Leider hat es dann doch nicht geklappt, wegen Überqualifizierung meinerseits. Ich hatte nicht gewusst, dass mit "Ergänzungskraft" eine Hilfskraft gemeint ist. Ich dachte es wäre einfach eine Fachkraftstelle in Teilzeit :-(

Dennoch war es für meine erste Bewerbung überhaupt eine super Erfahrung (und man sagt doch, dass das Erstemal in Erinnerung bleibt). Das Gespräch war sehr locker und es lohnt sich auch mal die Bewerbung persönlich vorbei zu bringen. Am besten man bereitet sich dann auch auf ein spontanes Bewerbungsgespräch vor.

Dann habe ich noch was Komisches erlebt mit einer anderen Stelle, die auf der Jobbörse-Seite verlinkt war. Ich bereite meine Unterlagen vor und werde fast verrückt, dass ich die Daten nicht hochladen kann (blöde langsame Internetverbindung). Naja auf jedenfall dachte ich am dritten Tag: "Sabilein ruf doch dort mal an und frag, ob die Stelle schon vergeben ist." (Da stand nämlich kein Bewerbungsschluss dabei nur zum nächstmöglichen Zeitpunkt). Ich ruf dort an und frage nach. Da bekomme ich als Antwort, dass sie überhaupt niemanden gesucht haben und da irgentwas schief gegangen sein muss.

Also wenn man vorhat sich schriftlich auf etwas zu bewerben mit allem Pipapo, dann ist es nicht schlecht telefonisch noch mal nach zu haken. Ich denke da an Einrichtungen/Unternehmen, bei denen man von aus gehen kann, dass die keine Initiativbewerbungen wollen.

Soviel erst mal von mir.

liebe Grüße :D

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 27.09.2016, 15:49

Danke für den Zwischenbericht :D

Weiterhin bleiben die Daumen gedrückt

Keilo
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Abgebrochenes studium bewusst ins Lebenslauf?

Beitrag von Keilo » 16.03.2018, 13:22

Hallo

Vieleicht könnt ihr ja was dazu sagen. Und zwar habe ich ein Berufsbegleitendes Studium für die Arbeit abbrechen müssen.
Besucht habe ich diese ca. 1 Jahr.

Ich stand in der persönlichen Entscheidung ob ich die Schule weiter mache oder den Job. In dieser Zeit war alles sehr stressig im Betrieb und durch die Einführung einer Spätschicht kreuzte es sich mit der Abendschule.

Deswegen hatte ich mich für den Betrieb bzw. Für die Kollegen entschieden.

Ich kann das doch bewusst angeben im LL um genau diese Situation zu erklären ?


Kann man das auch ins Anschreiben einbauen?



Mit freundlichem Gruß
Keilo

Edit.
Bin ich denn hier im richtigen unterforum?

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