Lebenslauf nach Depressionen + Arbeitsunfähigkeit

Fragen zum Lebenslauf: Wie sieht ein tabellarischer Lebenslauf und wie ein handschriftlicher Lebenslauf aus? Welche Daten müssen unbedingt in den Lebenslauf und welche nicht?
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JaniMaus
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Lebenslauf nach Depressionen + Arbeitsunfähigkeit

Beitrag von JaniMaus » 06.09.2012, 19:04

Hallo zusammen!

Ich möchte um eure Hilfe/Ratschläge bitten, bei folgendem Problem.
Also ich habe meinen Realschulabschluss gemacht und dann die Höhere Handelsschule besucht. Diese endete 2006. Danach besuchte ich noch eine Maßnahme des Jobcenters und wurde dann aus psychischen Gründen (Depressionen& Phobien) arbeitsunfähig. Diese Arbeitsunfähigkeit dauerte bis jetzt an. Nun möchte ich mich aber gerne für nächstes Jahr um einen Ausbildungsplatz bewerben. Doch wie erkläre ich in meinem Lebenslauf die Lücke von 2007-2012? Habt ihr eine Idee? :(

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 06.09.2012, 23:09

Hallo JaniMaus, du bist hier nicht die Einzige mit diesem Problem... Die Maßnahmen des Jobcenters führst du am besten etwas ausführlicher auf. Dann bleibt dir nichts anderes übrig, als die Wahrheit aufzuschreiben. Aber aufgeben solltest du nicht, denn du musst dich quasi als Schulabgänger sehen, genauso viel oder wenig Erfahrung und zum Schreiben im Lebenslauf hast. Allerdings musst du auch Schritt für Schritt denken: falls du schnell einen Nebenjob oder ein Praktikum im gewünschten Ausbildungsberuf ergattern könntest, dann zeigt das auch dem Personalverantwortlichen, dass du auf dem Weg ins Berufsleben bist und es wird diesem leichter fallen, dir eine Chance zu geben. Für welchen Ausbildungsberuf möchtest du dich jetzt bewerben?

http://www.bewerbung-forum.de/lebenslau ... slauf.html

JaniMaus
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Beitrag von JaniMaus » 07.09.2012, 14:11

Ich interessiere mich besonders für einen Ausbildungsplatz im kaufmännischen Bereich. Also Berufe wie z.B Bürokauffrau, Verwaltungsfachangestellte, Kauffrau für Bürokommunikation.. Aber auch Medizinische Fachangestellte, Pharmazeutisch-kaufmännische Angstellte. Heut zu Tage sollte man sich ja auf mehrere Ausbildungsberufe bewerben.
Ich weiß halt einfach nicht wie ich es beschreiben soll, dass ich von 2007-2012 krank war :(

Romanum
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Beitrag von Romanum » 07.09.2012, 14:49

Mit Ehrlichkeit kommst du am weitesten. 5 Jahre kann man nicht verschleiern. Willst du später immer in der Angst leben, dass die Wahrheit doch entdeckt wird, weil du dich in unlogischen Begründungen verstrickst? Außerdem kann es rechtliche Folgen haben, wenn ein AG bzgl. Qualifikationen und Berufserfahrung massiv getäuscht wird. Deshalb ist der Tipp von Knightley gut, schrittweise vorzugehen. Dein Ziel ist die Ausbildung, Aushilfstätigkeiten und Praktika können dir auf dem Weg zurück helfen und zeigen bei Ausbildungsbewerbungen auch deine Leistungsbereitschaft. Vielleicht könntest du auch weitere Maßnahmen von der Arbeitsagentur machen.

JaniMaus
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Beitrag von JaniMaus » 09.09.2012, 18:30

Ich möchte ja gar nichts verschleiern.. Aber ich weiß nicht wie ich es formulieren soll :(

bugmenot
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Beitrag von bugmenot » 23.12.2012, 21:15

Hat jemand eine Lösung für das Problem?

Bin in der exakt selben Situtation. Bei mir sind es 4-5 Jahre, die es zu füllen gilt. Das beste, was mir bisher eingefallen ist, aus dem 400 Euro Job, den ich mal für ein paar Monate hatte, eine mehrjährige Vollzeitanstellung zu machen (Lagerhilfsarbeiter). :roll: Allerdings hätte ich dafür dann kein Arbeitszeugnis. Muss man das bei der Bewerbung für eine Ausbildung beilegen?

Über jede Hilfe bin ich dankbar, da ich zu gerne eine Ausbildung machen würde :)

Romanum
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Beitrag von Romanum » 24.12.2012, 14:53

Was hast du in den 4-5 Jahren wirklich gemacht?

bugmenot
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Beitrag von bugmenot » 24.12.2012, 20:25

Geht doch aus meinem Text hervor?!
JaniMaus hat geschrieben:aus psychischen Gründen (Depressionen& Phobien) arbeitsunfähig
bugmenot hat geschrieben:Bin in der exakt selben Situtation.
Also arbeitstechnisch nichts, was man in den Lebenslauf packen könnte.

GutOderSchlecht
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Beitrag von GutOderSchlecht » 04.01.2013, 14:32

Auch wenns jetzt schon etwas älter ist. Vielleicht liest du es noch und sonst für andere.

Lass es im Lebenslauf aus, aber erkläre es in der Bewerbung. (Es muss irgendwo behandelt werden).

Schreibe, dass du nach der Schule in psychischer Behandlung warst, aber jetzt vollkommen genesen bist und neue Perspektiven im Leben mit der Ausbildung finden willst. Du schon immer interesse in dem Gebiet hattest ...
Irgend sowas halt :)

bugmenot
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Beitrag von bugmenot » 06.01.2013, 14:29

Danke, aber so wirklich überzeugt bin ich davon leider nicht. Ich bin jetzt auch schon 24 und das ist meine letzte Chance auf eine Ausbildung. Will auch gar nicht, dass der Arbeitgeber irgendwas von der Krankheit weiß.

Ich habe mich jetzt dazu entschieden, ein paar Jobs zu erfinden, die nichts mit meinem Ausbildungsberuf zu tun haben. Denn es macht für den Arbeitgeber im Endeffekt keinen Unterschied, ob ich in der Zeit krank war oder irgendwo gearbeitet habe, was nichts mit der Ausbildung zu tun hat. Sieht aber besser aus :)

GutOderSchlecht
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Beitrag von GutOderSchlecht » 06.01.2013, 15:37

Tut mir leid, wenn das jetzt etwas hart klingt, aber das ist BullShit.

Eine letzte Chance gibt es nicht. Es gibt Menschen die machen noch mit mitte 30 oder 40 eine Ausbildung oder mit 60 sich selbstständig. Das ist vielleicht die Ausnahme, aber es zeigt, dass es durchaus möglich ist.

Wer von letzten Chancen redet, sucht nur vorher schon eine Ausrede.

Ich weiß nicht welche psychische Erkrankung du hattest, aber dass du diese überwunden oder zumindestens in den Griff bekommen hast, zeigt doch, dass du dich durchbeissen kannst und den Willen hast fort zu schreiten. Also macht dich nicht jetzt schon kleiner als nötig.

Alekaneka
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Burnout im Lebenslauf formulieren???

Beitrag von Alekaneka » 08.01.2013, 10:18

Hallöchen!

Ich konnte ein Jahr nicht arbeiten, da ich ein Burnout hatte. Wie kann ich das im Lebenslauf formulieren?

Danke!

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 08.01.2013, 16:40

Hallo Alekaneka,

was hälst du von Rehabilitationszeit?

Wie ist Deine familiäre Situation? Verheiratet? Kinder? Dann könnte man es auch einfach als "Familienzeit" deklarieren?

Auch wäre es interessant zu wissen, was Du das Jahr über gemacht hast. Möglicherweise könnte sich auch daraus ein Formulierungsansatz ergeben.

Viele Grüße aus Duisburg

Alekaneka
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Beitrag von Alekaneka » 08.01.2013, 19:21

Danke für die schnelle Antwort!
Ich war zu der Zeit alleinerziehend, deswegen finde ich Familienzeit sehr passend.
Ich habe das Jahr nichts gemacht, außer Therapie. "Rehabilitationszeit" wäre zwar ehrlicher, allerdings befürchte ich, dass das einen potenziellen Arbeitgeber an meiner Belastbarkeit zweifeln lassen könnte.
Liebe Grüße

Romanum
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Beitrag von Romanum » 09.01.2013, 13:23

Und wenn der AG dich fragt, wie du während der Zeit deinen Lebensunterhalt bestritten hast, weißt du darauf eine schlüssige Antwort?

Rhodus
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Beitrag von Rhodus » 09.01.2013, 15:02

Wobei sich die Frage stellt, warum ein Personalverantwortlicher das so fragen sollte; sicherlich dürfte die Frage näher liegen, warum im Anschluß an die Tätigkeit nun die Familienzeit gefolgt ist.

Als Antwort dürfte es naheliegend sein, das Gefühl, das Kind zu vernachlässigen; deshalb der Schnitt. Man habe aber immer mehr gemerkt, dass einem der Beruf fehlt; und deshalb nun wieder die Rückkehr in den beruf; zumal das Kind (wie alt ist es eigentlich?) älter geworden ist und die Mutter nicht mehr so "benötigt".

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