Ich weiß nicht, wer ich bin.... Jobsuche!

Auch im Berufsleben steht man immer wieder vor Herausforderungen und Problemen. Die könnt ihr hier diskutieren.
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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 05.01.2016, 13:57

Ich bin ja meistens streng bei Wortwiederholungen, aber deine zwei Mal neben sind in Ordnung und auch angemessen weit voneinander entfernt. Man könnte noch schreiben außer, aber das kann man wiederum negativ lesen, deshalb würde ich bei neben bleiben.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 05.01.2016, 14:52

Also, ich finde ja, die kleine Laufeinheit hat sich gelohnt, camaleonica! Für mich liest sich das jetzt ebenso angenehm wie passend. Weisst Du, was ich dazu noch witzig fände? Als Deckblatt so ein Taktik-Diagramm wie vom Trainer in der Pressekonferenz... mit ganz vielen Pfeilen für Deine ganzen "Laufwege" und "Abspielstationen"... ;-)

Nur, wo wir gerade von der vielen Mühe sprachen. Macht Dir das nicht auch ein kleines bisschen Spass? Eigentlich doch schon, oder?

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Beitrag von camaleonica » 05.01.2016, 15:03

Danke, TheGuide
FRAGEN hat geschrieben:Also, ich finde ja, die kleine Laufeinheit hat sich gelohnt, camaleonica! Für mich liest sich das jetzt ebenso angenehm wie passend. Weisst Du, was ich dazu noch witzig fände? Als Deckblatt so ein Taktik-Diagramm wie vom Trainer in der Pressekonferenz... mit ganz vielen Pfeilen für Deine ganzen "Laufwege" und "Abspielstationen"... ;-)

Nur, wo wir gerade von der vielen Mühe sprachen. Macht Dir das nicht auch ein kleines bisschen Spass? Eigentlich doch schon, oder?
Oh, das ist nett :o)

Ja, ich gestehe....es macht mir Spaß! Zu formatieren, formulieren usw. im Formulieren bin ich jetzt nicht so das mega Ass, aber das Ausarbeiten macht Spaß & das Ergebnis stellt mich meistens zufrieden.

Ich würde dir/euch ja gerne zeigen, wie ich meine Bewerbung gestalte, aber ich hab' keine Ahnung wie. Ich habe ein "Transferprofil" von mir erstellt, wie bei meiner anderen Bewerbung. Als wäre ich quasi der Neuzugang :o)

Wobei ich deine Idee auch sehr gut finde!

Jetzt heißt es fingers crossed; die Bewerbung geht heute raus!

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Beitrag von katerfreitag » 05.01.2016, 15:25

*daumendrück*

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Beitrag von TheGuide » 05.01.2016, 15:38

Ich hab jetzt nicht so die Ahnung vom Fußball: Der Libero ist bei den Fußballstrategen out, oder? Weil den würde ich sonst eher einsetzen, als Abwehr. Abwehr klingt mir zu sehr nach Defensive ("Wir müssen was verteidigen", ggf. die Arbeit selbst...) Wenn du also eine Alternative zu Abwehrposition findest, ohne das Bild kaputt zu machen, nimm die Alternative. Wenn du das Bild mit der Alternative zerstören würdest, behalte Abwehrposition.

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Beitrag von katerfreitag » 05.01.2016, 15:42

Ich fände auch das Torwart-Bild gut: '...halte ich Ihnen den Rücken frei und das Tor sauber.'

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Beitrag von camaleonica » 05.01.2016, 16:08

TheGuide hat geschrieben:Ich hab jetzt nicht so die Ahnung vom Fußball: Der Libero ist bei den Fußballstrategen out, oder? Weil den würde ich sonst eher einsetzen, als Abwehr. Abwehr klingt mir zu sehr nach Defensive ("Wir müssen was verteidigen", ggf. die Arbeit selbst...) Wenn du also eine Alternative zu Abwehrposition findest, ohne das Bild kaputt zu machen, nimm die Alternative. Wenn du das Bild mit der Alternative zerstören würdest, behalte Abwehrposition.
Doch, die Bezeichnung Libero gibt es noch, ist aber veraltet. Ein Libero ist auch in der Abwehr, er ist quasi DER Abwehrspieler schlecht hin, der die Patzer seiner Kollegen "glattbügelt". Wäre das zu überheblich wenn ich das schreiben würde?

Und andere Frage: findet ihr es kreativ oder eher "kindisch" wenn man Metaphern in Bewerbungen einbaut? Das kann man so und so sehen. Ich frage mich eben immer wann es zu viel ist. Das mit "das Tor sauber halten" ist mir nämlich auch in den Sinn gekommen, ich wäre quasi DER Manuel Neuer im Büro (Torwart des Jahres usw.). Aber ich dachte mir "ok übertreib es nicht!" Lustig ist hier übrigens, dass Manuel Neuer als Torwart auch gerne mal den Libero spielt :lol:

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Beitrag von katerfreitag » 05.01.2016, 16:29

Ich finde, wenn es zum passt, total stimmig! Hab mal ne Bewerbung zum Kochazubi gesehen, die war gestaltet wie eine Menükarte: Ein Traum...*seufz*
Auf dem Deckblatt mit Foto stand "H'ors d'oeuvre" und drunter ein Zitat von einem berühmten Koch...

Klar kann es zu viel werden, und als Banker, Verwaltungsmensch, oder sonst wie Seriöses passt das sowieso schon mal gar nicht (Könnte jetzt meine Voreingenommenheit sein, ich find die Berufe öde).

In Deinem Fall zeigst Du Deine Begeisterung für den AG, dass Du Dich in dem Bereich auskennst, Spaß dran hast - und das man mit Dir auch Spaß haben kann. Es wirkt charmant.

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Beitrag von TheGuide » 05.01.2016, 17:50

camaleonica hat geschrieben:Doch, die Bezeichnung Libero gibt es noch, ist aber veraltet. Ein Libero ist auch in der Abwehr, er ist quasi DER Abwehrspieler schlecht hin, der die Patzer seiner Kollegen "glattbügelt". Wäre das zu überheblich wenn ich das schreiben würde?
Nö. Du kämst einigermaßen elegant um das Bild der Abwehr herum. Wenn allerdings jemand denkt "Wann lebt die denn? 1980?", dann hast du damit nichts gewonnen.
Und andere Frage: findet ihr es kreativ oder eher "kindisch" wenn man Metaphern in Bewerbungen einbaut?
wenn die Metaphern stimmig sind, sind sie gut. In deinem Beispiel zeigen sie, dass du dich nicht irgendwo bewirbst sondern ganz gezielt bei einem Fußballverein. Du könntest die gleiche Arbeit ja auch anderswo erledigen, du willst sie aber für einen Fußballverein erledigen. Und das machst du nicht via halbherzigem Lippenbekenntnis klar (Ich will unbedingt für einen Fußballverein arbeiten) sondern dadurch, dass du dich hineindenkst. Ich finde das gut. Garantieren, dass du nicht auf einen Griesgram triffst, der das kindisch findet, kann dir hier aber niemand.

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Beitrag von camaleonica » 06.01.2016, 14:44

katerfreitag hat geschrieben:Ich finde, wenn es zum passt, total stimmig! Hab mal ne Bewerbung zum Kochazubi gesehen, die war gestaltet wie eine Menükarte: Ein Traum...*seufz*
Auf dem Deckblatt mit Foto stand "H'ors d'oeuvre" und drunter ein Zitat von einem berühmten Koch...

Klar kann es zu viel werden, und als Banker, Verwaltungsmensch, oder sonst wie Seriöses passt das sowieso schon mal gar nicht (Könnte jetzt meine Voreingenommenheit sein, ich find die Berufe öde).

In Deinem Fall zeigst Du Deine Begeisterung für den AG, dass Du Dich in dem Bereich auskennst, Spaß dran hast - und das man mit Dir auch Spaß haben kann. Es wirkt charmant.
Danke, deine Worte machen mut :) Ich hoffe, dass die Enttäuschung am Ende nicht allzu groß sein wird :(

Ich bin auch absolut ein Fan von "kreativen Bewerbungen", habe aber immer angst, dass das nach hinten los geht. In meinem alten Betrieb kam mal eine Bewerbung, die in sich gefaltet war wie ein Flyer. Ok, DAS war schon kreativ. ABER, es war normales, leichtes Papier und die Bewerbung war in einem normalen Briefumschlag. Absolut nichtssagend. Wir dachten erst, es sei Werbung und wollten den Brief ungeöffnet wegwerfen. Dann war ihr Bild auf diesem Flyer ausgedruckt und die Farben der Bewerbung waren sehr ausgebleicht. Alles in allem sah' es sehr billig aus. Keiner von uns war wirklich begeistert.

ICH hätte dann wahrscheinlich dickeres Papier genommen, mein Bild schön drauf getaped, den Umschlag irgendwie schöner gestaltet (nein, nicht mit Farben, aber ich hätte sicher einen hochwertigeren genommen)...

Ich hab eine Bekannte die hat sich in einem Sportgeschäft beworben (sie arbeitet dort im Büro) & hat ein Youtube-Video gemacht. Sie hat dann trotzdem eine Bewerbung in Papierform verschickt mit einem QR Code (heißen diese Dinger so?????) Wenn man diesen mit seinem Handy gescannt hat, kam man direkt auf das Video. Find' ich mega mutig, aber ich hätte so angst :oops: Sie wurde übrigens eingestellt und macht nebenbei sogar eine Weiterbildung!!!

TheGuide hat geschrieben: wenn die Metaphern stimmig sind, sind sie gut. In deinem Beispiel zeigen sie, dass du dich nicht irgendwo bewirbst sondern ganz gezielt bei einem Fußballverein. Du könntest die gleiche Arbeit ja auch anderswo erledigen, du willst sie aber für einen Fußballverein erledigen. Und das machst du nicht via halbherzigem Lippenbekenntnis klar (Ich will unbedingt für einen Fußballverein arbeiten) sondern dadurch, dass du dich hineindenkst. Ich finde das gut. Garantieren, dass du nicht auf einen Griesgram triffst, der das kindisch findet, kann dir hier aber niemand.
Da hast du absolut recht.
Ich habe gestern im Stellenprofil gesehen, dass die Bewerbung ausschließlich per Post eingehen soll. Jetzt habe ich frische Bewerbungsbilder aber nur Digital. Also habe ich sie online ausdrucken lassen & hoffe, dass ich sie bis Freitag bekomme. Einsendeschluss ist kommender Montag & somit werde ich meine Bewerbung, wenn's gut läuft, am Samstag / Sonntag, einwerfen.

Oh mannnnnnnnnnnnnn....fingers corssed!

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Beitrag von FRAGEN » 06.01.2016, 16:34

camaleonica hat geschrieben:Oh mannnnnnnnnnnnnn....
Ja, wirklich... ich fürchte echt, die nehmen Dich sofort, camaleonica. Und wir stehen dann hier ohne Deine schönen Fussball-Bewerbungen... ;-)

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Beitrag von camaleonica » 06.01.2016, 19:11

Mach' dich bitte nicht lustig... :(
Ich empfinde die Zeit nach der Bewerbung viel schlimmer als vor Vorstellungsgesprächen. Man hängt immer so ewig in der Luft....

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Beitrag von katerfreitag » 06.01.2016, 20:48

Liebelein, dat schaffste. Wie könnten die Dich denn nicht nehmen?! Ridiculous!!! :lol:

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Beitrag von katerfreitag » 06.01.2016, 20:54

Wovor hättest Du denn Angst?

Wenn ein Betrieb Dich nicht nimmt, weil oder trotzdem Du soviel Kreativität in Deine Bewerbung gesteckt hast, dann willst Du doch für diese Spießer auch nicht arbeiten, oder?

Das heißt dann nämlich im Umkehrschluss, dass die keinen Platz für Deine gestalterische Kraft haben - willst Du diese Power wirklich morgens um 9 an der Garderobe abgeben? :roll:

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 06.01.2016, 23:46

Das ist genau wie bei Fisherman's Friend: "Bist Du zu stark, sind die zu schwach..."... ;-)

Und ich mache mich nicht im Geringsten lustig über Dich... und unterstreiche jedes von Katerfreitags Worten einzeln!

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Erstes Feedback

Beitrag von camaleonica » 14.01.2016, 09:24

Hallo und guten Morgen an alle,

ich wollte mal ein kleines Feedback geben.
Letzte Woche habe ich, unter Berücksichtigung der hier gegebenen Verbesserungsvorschläge, eine Bewerbung an ein internationales Maut-Unternehmen für die Stelle als Fremdsprachensekretärin verschickt. Am Montag wurde ich angerufen und gestern hatte ich das Vorstellungsgespräch.

Die Stellenbeschreibung klang wirklich mega gut: Fremdsprachen, Kundenservice, selbständige Organisation usw. ich dachte "WOW, wie meine alte Stelle - will ich!"

Gestern dann die Ernüchterung....

Zunächst stand in der Anzeige, dass die Stelle unbefristet sei und gestern im Gespräch sagte man mir, dass die Stelle wohl doch auf 2 Jahre befristet sein wird. Hier würde es am 19. aber auf jeden Fall noch eine Klärung geben.
Ich habe von vorne rein gesagt, dass ich meine unbefristete Stelle nicht für eine befristete verlassen würde.

Weiter war in der Anzeige angegeben, dass die Vakanz für FFM ist, ich wurde aber gefragt ob ich mir vorstellen könnte, für 2 Jahre in Hamburg eingesetzt zu werden. Not. Auch wenn HH toll ist, kann ich es mir aktuell nicht vorstellen.

Die 2 Damen und der Herr, mit denen ich das Vorstellungsgespräch führte, waren ganz nett. Das war's auch schon. Am Anfang des Gesprächs fühlte ich mich, als würde die ältere versuchen mich "fertig zu machen". Sie glaubte mir nicht, dass ich "gutes Englisch" spreche, da ich "nur" eine schulische Ausbildung habe und mein Englisch nicht viel angewendet habe. Leider habe ich auch keine Zertifikate die wiederlegen wie gut mein Englisch ist, also wollte sie eine Selbsteinschätzung. Ich persönlich bin ein Mensch, der die Messlatte, aus Angst die Anforderungen nicht zu erfüllen, grundsätzlich nie hoch ansetzt. So sagte ich "Ein gutes B2" und schlug gleichzeitig vor, das Gespräch auf Englisch weiter zu führen. Wollte sie nicht. Ich dachte nur "Aha!" Die jüngere wäre meine Teamleiterin. Sie machte einen lieben Eindruck, dennoch fühlte ich mich nicht wohl bei dem Gedanken mit ihr zusammen zu arbeiten. Absolut unerklärlich. Ich fragte wie die Einarbeitung laufen würde, wie man sich das nötige Wissen aneignen würde und sie sagte sofort, dass ich zur Probe arbeiten müsse. (Hallo? NOCH habe ich einen Job. 1 Probetag wäre ja ok, aber keine 3 Tage).

Später kam der Herr hinzu und der bretterte auf Englisch los, was mir mega Spaß machte. Er gab auch ein sofortiges Feedback auf mein Englisch. Er lobte mich in höchsten Tönen & gab an, dass er noch nie ein so lockeres, gutes Vorstellungsgespräch auf Englisch geführt habe. Daraufhin stufte mich der Grieskram (die alte Frau) auf ein C ein. (Aber vorher rumzicken).

Letzendlich haben die mir tolle Konditionen angeboten was Urlaub, Geld, Sozialleistungen, Fahrtgeld usw. angeht, ABER.

Ja, da ist eben dieses ABER.

Ich kann euch nicht sagen was es ist, aber ich bin so gar nicht überzeugt und war im Nachhinein total entäuscht über diese Stelle. Hinzu kommt, dass ich in diesem Foyer saß und als ich auf diese Gesprächsteilnehmer wartete. liefen sicher 10 Mitarbeiter an mir vorbei die mir in's Gesicht schauten & kein einer hat sein Mund für ein simples "Hallo" aufbekommen. Irgendwie hat mich das total abgenervt. Ok, dann bin ich eben kleinlich!!

Die Herrschaften fänden es toll wenn ich zum 15.02, spätestens 01.03 dort anfangen könnte. (Hä? Wolltet ihr nicht, dass ich vorher zu 3 Probearbeitstagen komme!?) Nach dem 19. bekäme ich noch ein Feedback was die unbefristung betrifft, dem dürfte aber nichts im Wege stehen.

Bin ich denn doof? Mehr Geld, mehr Sozialleistungen, bessere Arbeitszeiten. ABER - nein.

MUT sein Glück weiter zu suchen oder MUT zur Dummheit? :cry:

Wer weiß wann und ob ich wieder so eine Chance bekommen werde... (oder wann ich das nächste Mal ein Vorstellungsgespräch haben werde. Das passiert mir doch eher selten. Sehr selten. Sehr, sehr selten.)

Mein (Bauch) Gefühl sagt mir, dass ich absagen werde.........

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Re: Erstes Feedback

Beitrag von TheGuide » 14.01.2016, 09:42

camaleonica hat geschrieben:Am Anfang des Gesprächs fühlte ich mich, als würde die ältere versuchen mich "fertig zu machen". Sie glaubte mir nicht, dass ich "gutes Englisch" spreche, da ich "nur" eine schulische Ausbildung habe und mein Englisch nicht viel angewendet habe.
[...]
Daraufhin stufte mich der Grieskram (die alte Frau) auf ein C ein. (Aber vorher rumzicken).
Was viele einfach nicht begreifen: Es geht bei solche Aktionen auch immer darum, dich unter Stress zu setzen, um zu sehen, wie du reagierst. Und natürlich darum, sicherzugehen, dass du auch deine in der Bewerbung gemachten Versprechen einhalten kannst.
Es handelt sich dabei um reine Provokation, als Kollegen können solche Provokateure die nettesten Menschen auf der Welt sein.

Nur eine Verständnisfrage: Die unbefristete Stelle, auf der du jetzt sitzt, ist nicht der alte Wow-Job ("WOW, wie meine alte Stelle - will ich!"), oder?

Mach dir doch mal eine Liste mit zwei Spalten, einer Plusspalte und einer Minusspalte. Darein setzt du die Punkte, die für (Plus) und die gegen (Minus) die Zusage sprechen. Bei jedem Plus- und Minuspunkt setzt du dir, je nachdem wie du ihn gewichtest, eine 1 oder 2 dahinter. Dann summierst du am Ende die Plus- und die Minuspunkte und schaust, welche Punkte überwiegen.

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Re: Erstes Feedback

Beitrag von camaleonica » 14.01.2016, 15:32

Hallo TheGuide,

doch, das ist mir bewusst, dass so Provokationen dazu dienen den Bewerbern auf den Zahn zu fühlen. Trotzdem finde ich, dass der Ton die Musik macht.

Eben haben sie angerufen. Leider kann ich hier auf Arbeit nicht einfach so mit meinem Handy telefonieren. Eigentlich wollten die sich ja auch erst nach dem 19.02 melden wenn das Thema mit der Unbefristung geklärt wäre. Gibt man den Bewerbern, nach einem Gespräch, ein wenig Bedenkzeit geben?

Nein, meinen alten "Wow-Job" musste ich zurücklassen, als wir hier nach FFM gezogen sind :o(

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Beitrag von katerfreitag » 14.01.2016, 22:27

Ich kann Dich gut verstehen, bei mir schrillen auch immer die Alarmglocken, wenn die anderen Mitarbeiter einfachste Umgangsformen nicht pflegen. Vielleicht bin ich, berufsbedingt, in der Hinsicht übersensibilisiert, aber ein Unternehmen, in dem die Soft Skills nicht angewendet werden (können), das ka nn für mich kein guter Arbeitsplatz sein.
Meiner Erfahrung nach ist es ein Zeichen von Überlastung, wenn die Mitarbeiter eine Fresse ziehen auf der Arbeit...

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 15.01.2016, 01:14

Du hast jetzt gar nichts mehr zu der inhaltlichen Seite gesagt, camaleonica. Die wäre für mich ja immer der wichtigste Punkt. Wäre die Tätigkeit selbst so, wie Du es Dir vorgestellt hast?

Ansonsten kam es mir eigentlich so vor, als hättest Du das Spiel doch in jeder Hinsicht gedreht, oder? Du hast trotz anfänglicher Skepsis mit Deinem Englisch überzeugt, Du würdest ohne Probetage unbefristet angestellt, kämst an Deinen Wunschort, Bezahlung würde die Erwartungen übertreffen... das alles zusammen hätte ich jetzt einen kompletten Durchmarsch genannt.

Stören tut Dich, dass all das nicht sofort kam... und dass sich andere Leute (die das alles nichts angeht) nicht ungefragt eingemischt haben, oder? An Letzterem kann ich überhaupt nichts Negatives finden. Ich fände es sogar total seltsam, wenn mich 10 andere Leute in Gespräche verwickeln wollten, während ich auf meinen eigentlichen Gesprächspartner warte.

Oder war da noch etwas anderes?

Holger
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Beitrag von Holger » 16.01.2016, 00:56

Hi,
Wer weiß wann und ob ich wieder so eine Chance bekommen werde...
es erweckt nicht den Eindruck, dass du selten die Chance zu einem VG

Später kam der Herr hinzu und der bretterte auf Englisch los, was mir mega Spaß machte. Er gab auch ein sofortiges Feedback auf mein Englisch. Er lobte mich in höchsten Tönen & gab an, dass er noch nie ein so lockeres, gutes Vorstellungsgespräch auf Englisch geführt habe
da hättest du den "Grieskram" doch gerade noch fix mit ein paar Fragen auf englisch "in Bedrängnis" bringen können :) :wink:
Ich kann euch nicht sagen was es ist, aber ich bin so gar nicht überzeugt und war im Nachhinein total entäuscht über diese Stelle
diese Emotionen haben sicher schon einige -mich eingeschlossen- gehabt. :) :roll:

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Beitrag von camaleonica » 22.01.2016, 14:14

Ein „Hallo“ in die Runde, so kurz vor dem Wochenende.

Ich berichte kurz über den „Zwischenstand“:

Ich konnte mit der Firma, bei der ich das Vorstellungsgespräch hatte, noch einiges verhandeln (Urlaub, Geld, Beginn) & durfte meine Teamleiterin etwas besser kennen lernen.

Es hängt nun alles an einem Einstellungstest, den ich nächsten Freitag haben werde. Der Test geht 2 Stunden lang und dort wird das Allgemeinwissen abgefragt und es kommen „kleine Rechenaufgaben“ dran. Verdammt! Ich bin so aufgeregt, denn ich bin nicht umsonst Fremdsprachensekretärin geworden (Mathe liegt mir 0,0). Augen zu und durch!!

Wieso ich die Chance in dem anderen Betrieb nun wahr nehme ist ganz einfach: 1. Ist die Grummelfrau nicht meine Chefin, sondern in der Personalabteilung. 2. war die Grummelfrau die letzten Male am Telefon nett und, wie bereits erwähnt, konnte ich gut verhandeln und sie ist auf meine Wünsche eingegangen. Sie hat auf einmal sogar Witze gerissen, 3. Wird es Zeit für Veränderung. Und es ist eine große Chance für mich.

Ich hatte Anfang letzter Woche ein Gespräch mit meinem Chef, in dem ich betonte, dass ich gerne mehr Geld haben möchte und nannte mein Wunschgehalt, nämlich den, den ich in meiner Bewerbung damals auch genannt habe. Erst hat er rumgedruckst, später sagte er dann letzendlich „ok“, aber ich kenne meinen Chef: daraus wird nichts. Er weiß nicht, dass ich von einem Kollegen erfahren habe, dass es hier eine Gehaltstabelle gibt bei der ich weit unter meinem eigentlichen Verdienst liege. Ich könnte mir meinen Nebenjob sparen, wenn er auf mein Wunschgehalt eingehen würde. Es ist echt kein großer Wunsch. Also sagte ich ihm ganz offen und ehrlich, dass wenn es ab April nicht mein Wunschgehalt gibt (200 EUR mehr), ich mich leider umschauen muss. Das hat er so zur Kenntnis genommen, aber ist nicht weiter darauf eingegangen.

Die Tatsache, dass man hier so offen und ehrlich (achtung Oxymoron) belogen wird, hat mich so wütend gemacht, dass ich mich sofort bewerben wollte und nicht erst im April. ICH bin der Meinung, dass ich hier alles gegeben habe und gut arbeite. Aus diesem Grund bat ich meinen Chef am Montagmorgen um ein Zwischenzeugnis.

Resumée: nicht mehr Geld - Äußerung nach einem Betriebswechsel bei Chef = Zwischenzeugnis.

Montags hat mein Chef den ganzen Tag nicht mit mir geredet, um mir am nächsten Tag in einem Ton vom allerfeinsten zu sagen, dass er mir kein Zwischenzeugnis erstellt, da dies 2 Stunden seiner Zeit rauben würde und er gar keine Lust habe das zu machen. Nun, er druckte mir sogar einen Text aus, in dem steht, dass man nur ein Zwischenzeugnis bekommt wenn man AG wechselt, intern sich verändert usw. Ich habe schon lange keine Lust mehr auf große Diskussionen mit ihm und sagte nur, dass ich ihn ja wohl schlecht zwingen könne.

Seither geht es bergab: Mittwoch hat er mich 2 Stunden nur gemobbt, da waren Dinge wie „Streng doch mal dein Hirn an“, oder „Du bist nicht Mrs. Perfect!“ noch die nettesten Dinge die er mir an den Kopf warf. Gestern wurde ich für einen Fehler, den ich nicht begonnen habe, rund gemacht. Als er dann später gesehen hat, dass mein Kollege der eigentliche Schuldige war, kam keine Entschuldigung. Ich bin aktuell die Krankheitsvertretung von meinem Kollegen und mein Chef sagte mir gestern deutlich, dass ich meinen Platz nicht verlassen kann und keine Pause machen kann. Das ist echt so ein Witz. Für mich ist das das Verhalten eines kleinen, bockigen Kindes, der es nicht erträgt wenn man mal nicht nach seinem Willen spielt.

Ich ertrage geduldig und ich weiß genau, dass ich am Montag, wenn er von seinem Termin zurück ist, die Tortur weiter geht. Mein Kollege erlaubt sich mega viele Fehler und heute ist wieder ein sehr großer Fehler passiert. Ich weiß zu 100% dass mein Chef mir hierzu was stecken wird.

In der Ruhe liegt die Kraft und ich nehme mir vor, dass er das alles zurück bekommt. Spätestens, wenn er meine Kündigung auf dem Tisch hat und keinen mehr hat, der pausenlose Überstunden schiebt ;o)

Und aus diesem Grund, schaue ich mir den anderen Job noch einmal genauer an!

camaleonica
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Beitrag von camaleonica » 16.02.2016, 09:09

Ich habe es geschafft............... :D

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 16.02.2016, 10:46

Details, Details, Details! Und: GLÜCKWUNSCH!!!

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Beitrag von camaleonica » 17.02.2016, 09:46

Dankeschön :D :D

Ich habe eine neue Stelle als Fremdsprachensekretärin in einem internat. Unternehmen bei mir in der Nähe. Nicht nur das ich ein eigenes BEHEIZTES Büro habe (*freu*), es sind auch tolle Aufgaben. Woher ich das weiß? Ich wollte unbedingt einen Probearbeitstag bevor ich wieder in das nächste Dilemma wechsle. Nach einem Einstellungstest, dem Probearbeiten und 2 Verhandlungstagen, hat dann alles gepasst.

Leider macht mein aktueller Chef mir sehr viel Kummer. Ich dachte ich hätte - wie üblich - eine Kündigungsfrist von 4 Wochen, aber gemäß meinem Arbeitsvertrag sind es 2 Monate :shock: Nachdem meine Kündigung abgelehnt wurde, habe ich dann nach einem Aufhebungsvertrag gefragt, der aber "nett" (nett ist der kleine Bruder von Scheisse) abgelehnt wurde.

Also musste ich meinem neuen AG mitteilen, dass ich doch nicht so schnell anfangen kann wie gedacht. Die waren natürlich mega begeistert. Ich versuche es immer noch mit Argumentationen, dass ich früher aus dem Vertrag rauskomme, aber es ist aussichtslos. Mein Chef grienst auch jedes Mal wenn ich förmlich um einen Aufhebungsvertrag bettel.

Alles andere wäre auch zu einfach, oder?
Ich lasse mir meinen Neustart nicht vermiesen 8)

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