Wie Zeitraum zwischen Abschluss und Bewerbung erklären??

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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Blacky24
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Wie Zeitraum zwischen Abschluss und Bewerbung erklären??

Beitrag von Blacky24 » 21.09.2006, 14:45

Halli Hallo,

in einem anderen Beitrag zum Thema Anschreiben wurde die Anmerkung gemacht, dass der Zeitraum zwischen Abschluss und jetzt erst erfolgter Bewerbung erklärt werden müsse.

Damit ich dort nicht mit meinen nun kommenden Fragen dazwischen funke, frag ich hier mal nach:

Meine Ausbildung habe ich Anfang Juli 06 abgeschlossen. Ende letzten Jahres fing ich bereits an, mich zu bewerben - trotz des "noch" fehlenden Abschlusses. Dies sollte aber bei neueren Bewerbungen zeigen, dass ich schon frühzeitig versucht habe mich umzuschauen.

Nun haben wir fast Ende September. Da wird es schwierig den Firmen zu erklären, wieso ich mich erst JETZT bei Ihnen bewerbe. Da man dem Unternehmen ja aber weis machen soll, es sei DAS jenige welche, wo ich unbedingt arbeiten möchte, habe ich keinen Plan wie ich es anstellen soll.

Mittlerweile habe ich im Anschreiben stehen wann ich wo die Ausbildung beendet habe. Im Anschluss daran stellte ich anhand von übernommenen Aufgaben meine positiven Eigenschaften dar. Soweit, sogut.

Letztlich ist das alles doch nur eine riesengrosse Show. Die sind doch nicht dumm und können sich denken, dass ich mich seit Ende der Ausbildung auch woanders beworben habe. Auf der faulen Haut lag ich jedenfalls nicht.

Wie füllt man eine "Lücke" von zwei Monaten (die eigentlich keine ist) und die immer grösser wird im Falle von weiteren Absagen?

ratlose Grüsse,
Blacky

Lemon
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Beitrag von Lemon » 21.09.2006, 15:37

Hi Blacky 24,

Ab Juli 2006 arbeitssuchend.

Es gibt schlimmeres. Kopf hoch!

Begründe, warum Du nach der Ausbildung nicht im Unternehmen übernommen wurdest.

Eine Teilnehmerin im Forum bot den Unternehmen auch probeweise zu arbeiten an.

Gruß Lemon

Blade208
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Beitrag von Blade208 » 21.09.2006, 15:53

sehr gut frage würde mich auch mal interessieren.. hab im juni meine ausbildung erfolgreich beendet und wurde nun bis dez. übernommen und danach muss ich auch mal schauen wie das ist wenn ich im anschluss nichts direktes finde..

bekommst du eigentlich arbeitslosengeld?

Blacky24
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Beitrag von Blacky24 » 21.09.2006, 16:02

Hallo Lemon,
Lemon hat geschrieben:...Ab Juli 2006 arbeitssuchend...
Schon klar. Meine Frage ging eher dahin wie ich es einer Firma beim Gespräch erkläre, weshalb ich mich erst JETZT bei Ihnen beworben habe. Wo ich doch mit meiner Bewerbung eigentlich zeigen soll, dass nur DIESES Unternehmen für mich in Frage kommt.

Vielleicht drücke ich mich da auch etwas kompliziert aus. Mir raucht seit Tagen der Kopf, ich lese hier und es kommen immer neue Fragen hinzu. Mittlerweise träum ich schon von dem ganzen Kram... :roll:

Hallo Blade,

ja ich bekomme Arbeitslosengeld und zusätzlich habe ich noch Anspruch auf Arbeitslosengeld II, also Hartz IV. Ich lebe allerdings mit meiner Verlobten zusammen.

Viele Grüsse,
Blacky

Lemon
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Beitrag von Lemon » 21.09.2006, 16:10

Hi Blade208,

Du würdest im Jan Arbeitslosengeld bekommen. Allerdings bemühe Dich frühzeitg um ne andere Arbeitsstelle. Bei der Agentur für Arbeit muss man sich 3 Mon vor Ende Arbeitsverhältnisses "arbeitssuchend" melden.

Bevor Du Dich allerdings "arbeitsuchend" meldest frage an, ob eine Verlängerung Deines Arbeitsvertrages möglich ist.

Wenn nein,

bei der Agentur für Arbeit "arbeitssuchend" melden

und

qualifiziertes Arbeitszeugnis beim Arbeitgeber beantragen

Bewerben, bewerben, bewerben.....

Gruß Lemon

Lemon
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Beitrag von Lemon » 21.09.2006, 16:21

Hi Blacky24,

Die Unternehmen kennen doch auch die schlechte Arbeitsmarktsituation. Ein wenig Zeit zum Suchen der Stellenangebote und Bewerbung schreiben ist völlig normal. Besuche nebenher evtl. einen Englischkurs um Deine Motivation zu unterstreichen.

Ich denke nicht, dass Du so eine Frage gestellt bekommst.

Nimm Dir vor, jeden Tag eine aussagekräftige Bewerbung zu schreiben. So habe ich es die ersten 2 Wochen auch gemacht. Irgendwann bekommt man Übung und schaffst 2-3 oder mehr pro Tag.

Gruß Lemon

Blade208
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Beitrag von Blade208 » 21.09.2006, 16:23

ja also arbeitssuchend bin ich schon gemeldet :) und nen zeugniss bekomm ich auch.. der betriebsleiter meinte nur das er mich leider nur 6 monate übernehmen kann und danach zu 95% schluss ist weil er einfach kein zusätzliches personal einstellen darf da auch die arbeit eigentlich auch nicht mehr wird.

Egal zurück zur frage von blacky bitte :)

Blacky24
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Beitrag von Blacky24 » 21.09.2006, 17:36

Hi Lemon,
Lemon hat geschrieben:Die Unternehmen kennen doch auch die schlechte Arbeitsmarktsituation.
Deshalb haben sie aber noch lange kein Mitleid mit mir und vollstes Verständnis.
Lemon hat geschrieben:Ein wenig Zeit zum Suchen der Stellenangebote und Bewerbung schreiben ist völlig normal.
Ich wusste ja aber schon letztes Jahr, dass ich nicht übernommen werde. Es hatte nur einer Glück und das war ein Azubi, der zum JAV-Sprecher gewählt wurde (Jugend- und Ausbildungsvertretung). Der Azubi ist gesetzlich vor einem Rausschmiss geschützt.
Lemon hat geschrieben:Ich denke nicht, dass Du so eine Frage gestellt bekommst.
Das seh ich anders. Ich versuch das aus der Sicht eines Personalentscheiders zu sehen. Der ist nur daran interessiert, den für seine offene Stelle geeignetsten Bewerber herauszufiltern.

Wäre ich an seiner Stelle, würde ich mich schon fragen: Wieso gibt dieser Bewerber vor nur an MEINEM Unternehmen interessiert zu sein, bewirbt sich aber erst zwei Monate nach seinem Abschluss? Zumal er angeblich schon vorher wusste, dass nach der Ausbildung Schluss ist...

Ich kann ja schlecht die Wahrheit sagen, dass sein Unternehmen Nr. 61 auf meiner Liste ist...nur so als Beispiel.

Gruss,
Blacky

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 22.09.2006, 14:12

Hallo Blacky24!

Ich habe den Eindruck, dass Du es Dir momentan selbst ein bisschen zu schwer machst:

Erstens weiss Dein Gegenüber nicht alles, was Du weisst (z. B. seinen "Listenplatz" in Deiner persönlichen Hitparade, die Zahl der bereits erhaltenen Absagen, den Zeitraum der Bemühungen etc.). Er kann z. B. auch nicht wissen, wie lange Du schon wusstest, dass Du nicht übernommen werden wirst. Gibt doch mehr als genug linke Ratten, die ihren Leuten bis zum Abend des allerletzten Tages Hoffnungen und Versprechungen machen, um nicht den kleinsten Leistungsverlust (z. B. in Form von "Ablenkung" durch anderweitige Bewerbungsaktivitäten) zu riskieren.

Zweitens musst Du nicht unbedingt klarstellen, dass das entsprechende Unternehmen das EINZIGE ist... die Klarstellung, dass es sich um EIN für Dich sehr gutes (und bei Dir um einen ebenso passenden Mitarbeiter) handelt, reicht völlig. Was genau ist denn Deine Ausbildung?

Das Motivations-/Bewerbungszeitpunkt-Problem existiert grundsätzlich schon einmal nur bei Initiativbewerbungen. Wenn Du Dich auf Anzeigen bewirbst, ist es doch sozusagen deren Schuld, dass Du Dich erst jetzt auf diese melden kannst. Derjenige, der JETZT seinen Bedarf hat, will einfach auch JETZT seine Bewerber sehen!

Ich würde da überhaupt kein Thema draus machen: Einfach auf die Anzeige antworten - und so gut wie möglich deutlich machen, warum das Unternehmen zu Dir und Du zum Unternehmen passt.

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Beitrag von Blacky24 » 22.09.2006, 15:09

Hallo FRAGEN,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Das ist doch mal eine Aussage mit der ich auch was anfangen kann.
FRAGEN hat geschrieben:Hallo Blacky24!

Ich habe den Eindruck, dass Du es Dir momentan selbst ein bisschen zu schwer machst:....
Ich weis. Ist eine meiner Schwächen. Mache mir um alles und jeden zuviele Gedanken.
FRAGEN hat geschrieben: Erstens weiss Dein Gegenüber nicht alles, was Du weisst (z. B. seinen "Listenplatz" in Deiner persönlichen Hitparade, die Zahl der bereits erhaltenen Absagen, den Zeitraum der Bemühungen etc.). Er kann z. B. auch nicht wissen, wie lange Du schon wusstest, dass Du nicht übernommen werden wirst. Gibt doch mehr als genug linke Ratten, die ihren Leuten bis zum Abend des allerletzten Tages Hoffnungen und Versprechungen machen, um nicht den kleinsten Leistungsverlust (z. B. in Form von "Ablenkung" durch anderweitige Bewerbungsaktivitäten) zu riskieren.

Zweitens musst Du nicht unbedingt klarstellen, dass das entsprechende Unternehmen das EINZIGE ist... die Klarstellung, dass es sich um EIN für Dich sehr gutes (und bei Dir um einen ebenso passenden Mitarbeiter) handelt, reicht völlig. Was genau ist denn Deine Ausbildung?

Das Motivations-/Bewerbungszeitpunkt-Problem existiert grundsätzlich schon einmal nur bei Initiativbewerbungen. Wenn Du Dich auf Anzeigen bewirbst, ist es doch sozusagen deren Schuld, dass Du Dich erst jetzt auf diese melden kannst. Derjenige, der JETZT seinen Bedarf hat, will einfach auch JETZT seine Bewerber sehen!
Das sind Blickwinkel, die ich bisher noch gar nicht hatte. Ich geh immer vom Schlimmsten aus, dass man sich in einem Vorstellungsgespräch für ALLES rechtfertigen muss. Leider habe ich in dieser Hinsicht kaum Erfahrung.
Meine ersten beiden abgebrochenen Ausbildungen habe ich per Initiativ-Anruf bekommen, da war nix mit grossem Vorstellungsgespräch.

Ich bin jetzt gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann. Da ich in den Betrieb per Praktikum reinkam, lief für die Ausbildung im Anschluss auch kein "gängiges" Gespräch ab.
FRAGEN hat geschrieben: Ich würde da überhaupt kein Thema draus machen: Einfach auf die Anzeige antworten - und so gut wie möglich deutlich machen, warum das Unternehmen zu Dir und Du zum Unternehmen passt.
Danke für die neue Sichtweise. Ich werd mich bemühen, das etwas "lockerer" anzugehen. Ich will doch einfach nur arbeiten, menno.

Gruss,
Blacky

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 24.09.2006, 11:21

Hallo Blacky24!

Das "Schlimmste" in seine Überlegungen einzubeziehen, muss ja gar kein Fehler sein... solange man das "Beste" nicht vergisst... ;-)

Gerade dann, wenn man es ja nachweislich schon erlebt hat! Du schreibst doch selbst, dass Du schon mehrmals "angekommen" bist, ohne dass die Dinge, die Dich jetzt so beschäftigen, eingetreten wären. Davon abgesehen, würde ich vermuten, dass die jetzige Bewerbungs-Situation viel unproblematischer ist, als die beiden, die sich zuvor ebenfalls als machbar erwiesen haben:

JETZT hast kannst Du die richtige Ausbildung für den Beruf, den Du willst, vorweisen! VORHER hattest Du nicht nur die "falsche", sondern sogar einen unmittelbar vorangegangenen Abbruch zu verkaufen... beim zweiten Mal sogar direkt zwei davon! Unübersehbares kaufmännisches Talent, würde ich sagen... ;-)

Wenn DAS kein Problem war, müsste die dritte Runde im Vergleich doch geradezu ein Spaziergang sein... ;-)

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