Wechsel Beratung => Sachbearbeitung

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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dasto
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Wechsel Beratung => Sachbearbeitung

Beitrag von dasto » 08.03.2011, 14:20

Servus,

ich brauche dahingehend Hilfe, ob meine Begründung für den Wechsel verständlich und nachvollziehbar ist und ob insgesamt das Schreiben passt.
Ich habe mal das SteA hingeingestellt.
Wegen Laufbahn: Ich bin Soziologe M.A. (also grds. dafür geeignet, mein Studium berechtigt mich für den höheren Dienst, zur Zeit bin ich aber auch im gehobenen Dienst eingruppiert)
Stelle als Unfallsachbearbeiterin

AUFGABEN:
-Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen bei Arbeitsunfällen
-Steuerung und Überwachung der Rehabilitationsmaßnahmen
-Festsetzung der Sach- und Geldleistungen

PROFIL:

-Laufbahnprüfung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst in der gesetzlichen Unfallversicherung oder in einem anderen Zweig der Sozialversicherung (Dipl. Verwaltungswirt/in (FH), Bachelor, Fortbildungsprüfung)
-Teamfähigkeit
-Kundenorientierte Arbeitsweise
-Die zu besetzende Stelle ist auch für Berufsanfänger geeignet
mein Entwurf:
Sehr geehrte Damen und Herren,

in meiner derzeitigen Tätigkeit als Arbeitsvermittlerin im Jobcenter X ist es meine Aufgabe Kunden im Rahmen der Arbeitsvermittlung zu beraten. Nachdem einige Zeit diese Beratungsaufgaben im Vordergrund meiner Tätigkeit standen, möchte ich mich jetzt stärker auf Verwaltungsaufgaben konzentrieren und dabei meine bisher erworbenen Kenntnisse in der Verwaltung anwenden und vertiefen.

Bei der Entscheidung über die Genehmigung von beruflichen Weiterbildungen war ich für die Prüfung und Entscheidung über diese Anträge zuständig. Dafür habe ich die ge-setzlich vorgeschriebenen Voraussetzungen geprüft und dabei ebenso Kenntnisse in der Erstellung von Bescheiden erworben.

Als Trainerin für IT-Fachverfahren habe ich meine selbstständige Arbeitsweise und
organisatorische Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Ebenso gehörten die Durchführung von Schulungen und die Weitergabe von Wissen dabei zu meinen Aufgaben.

Kunden- und dienstleistungsorientiertes Handeln zähle ich ebenso zu meinen Stärken, wie eine schnelle und fundierte Einarbeitung in neue Aufgaben. Für eine umfassende Betreuung der Kunden war mir die Zusammenarbeit mit Weiterbildungseinrichtungen und der Leistungsabteilung wichtig.

Bei der Lösung von Problemen kommen mir meine zielführende Gesprächsführung und meine kommunikativen Fähigkeiten zugute. Ebenso ist in den Kundengesprächen mein Durchsetzungs- und Einfühlungsvermögen gefordert, um die Kunden zu motivieren. In der Einarbeitung neuer Mitarbeiter habe ich meine Belastbarkeit und mein Engagement einbringen können.

Ein kurzfristiger Einstieg ist möglich. Ich freue mich auf Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen
Geh ich auf die Anforderungen passend ein?
Dasto

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therese
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Beitrag von therese » 08.03.2011, 15:07

Hi,

ich finde dein Anschreiben sehr schön geschrieben.
Zwei Anmerkungen habe ich:
meine zielführende Gesprächsführung und meine kommunikativen Fähigkeiten
Hattest du dafür auch Kurse oder Fortbildungen o.ä.?

Du schreibst nichts über das Unternehmen selbst. Warum willst du grad zu denen?

LG
Therese

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FRAGEN
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Re: Wechsel Beratung => Sachbearbeitung

Beitrag von FRAGEN » 12.03.2011, 20:33

Mist, dasto... hab Dich irgendwie übersehen... ;-)

Ich finde auch, dass die Bewerbung sehr schön geschrieben ist... und an der "Bedienung" der "Anforderungen" ist auch nichts zu meckern. Schwieriger finde ich das Thema "Wechselmotivation"... wenn ich mich recht erinnere, der grosse Klassiker bei Dir... ;-)
dasto hat geschrieben:Nachdem einige Zeit diese Beratungsaufgaben im Vordergrund meiner Tätigkeit standen, möchte ich mich jetzt stärker auf Verwaltungsaufgaben konzentrieren und dabei meine bisher erworbenen Kenntnisse in der Verwaltung anwenden und vertiefen.
Streng genommen ist das eher eine Beschreibung als eine Begründung: Du sagst nur, DASS Du Dich nun auf ein anderes Thema konzentrieren willst... machst aber nicht deutlich, WARUM!

dasto
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Beitrag von dasto » 13.03.2011, 12:27

Servus,

jap mein Wechselgrundformulierungsproblem... - habe mal einige Gedanken aufgeschrieben als Begleitinformation


-Beratung als Belastung, insbesondere psychisch, lange gemacht
- Wunsch Verwaltung: interessant, abwechslungsreich, ruhig, neue Aufgabe / Herausforderung, Weiterentwicklung, weg von Kunden u Beratung Wunsch der Konzentration auf Verwaltung, da mir dies auch in meiner jetzigen Aufgabe sehr viel Freude e bereitet hat

Ich geh mal davon aus, dass Du ("FRAGEN") nicht meinst, dass ich einfach schreiben soll, „dass ich eine neue berufl. Herausforderung“ suche – ist m.E. Standard und in gewisser Weise ist diese Aufgabe keine Herausforderung, sondern nur eine hoffentlich angenehmere Tätigkeit. Zum Teil mach ich dies ja jetzt schon.

3 kleine Entwürfe, die sich nur wenig unterscheiden. Bei dem ersten finde ich mich wieder, weil es u.a. ein Grund ist, der mich zum Wechsel bewegt. Zum anderen ist dieser m.E. positiv auf die neue Aufgabe ausgerichtet u zeigt, dass ich es schon kann. Ob er aber das "warum" ordentlich beachtet, habe ich leider nicht im Gefühl.
"Nachdem einige Zeit diese Beratungsaufgaben im Vordergrund meiner Tätigkeit standen, möchte ich mich jetzt stärker auf Verwaltungsaufgaben konzentrieren, da mir diese auch in meiner derzeitigen Tätigkeit mehr Freude bereiten. Gerne möchte ich meine bisher erworbenen Kenntnisse in der Verwaltung anwenden und vertiefen."
Der 2. Entwurf ist zwar ein zentraler Punkt, ich finde ihn aber für eine Bewerbung als zu negativ.
"Nachdem einige Zeit diese Beratungsaufgaben im Vordergrund meiner Tätigkeit standen, möchte ich mich jetzt stärker auf Verwaltungsaufgaben konzentrieren, weil ich die Beratung belastend erlebe."
Der 3. Entwurf kommt m.E. an den 1. Entwurf heran, nur ist er etwas kürzer formuliert.
"Nachdem einige Zeit diese Beratungsaufgaben im Vordergrund meiner Tätigkeit standen, möchte ich mich jetzt stärker auf Verwaltungsaufgaben konzentrieren, weil ich in meiner Tätigkeit festgestellt habe, dass mir dies mehr Freude bereitet"
@therese

ja ich hatte Fortbildungen in Gesprächsführung, ist im LL verpackt u mit Zeugnis belegt. Da diese aber spezielle Schulungen sind und ich auch vor diesen Schulungen bereits diese Fähigkeiten hatte, geh ich im Anschreiben darauf nicht ein. Das UN ist kein UN im klassischen Sinn, sondern auch im öffentlichen Dienst, genau wie mein jetziger AG. Ich will mehr auf das Interesse an der Stelle hin als auf den AG

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 13.03.2011, 12:47

dasto hat geschrieben:Ich geh mal davon aus, dass Du ("FRAGEN") nicht meinst, dass ich einfach schreiben soll, „dass ich eine neue berufl. Herausforderung“ suche
Da gehst Du völlig richtig aus, dasto... ;-)

Was die "3 kleinen Entwürfe" angeht... so denke ich, dass der Kracher noch nciht dabei ist: Der zweite ist zwar ehrlich und absolut nachvollziehbar, klingt allerdings tatsächlich negativ... und die beiden anderen klingen halt nicht wirklich ehrlich... bzw. halt so, als wäre das WICHTIGE gerade nicht erwähnt... was ja auch den Tatsachen entspricht. Die Situation ist natürlich auch schwierig... aber m. E. müsstest Du versuchen, das, was die Verwaltungsarbeit positiv von der Beratung abhebt, in Worte zu fassen... bzw. Deinen persönlichen Bezug zur Verwaltung greifbarer zu machen. Irgendetwas muss es da doch geben?!?

Sag doch spasseshalber einmal einen glasklaren Satz, der mit folgenden Worten beginnt:

ICH LIEBE VERWALTUNGSARBEIT, WEIL...

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