Wie bewirbt man sich aus einer Umschulung heraus

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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1sonne
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Wie bewirbt man sich aus einer Umschulung heraus

Beitrag von 1sonne » 03.10.2016, 20:41

wenn einem diese nicht zusagt. Ich habe leider sehr viele und auch große Lücken im lebenslauf (mir fehlen schon 3 Jahre in denen ich krank war). Habe nach langem hinterher sein dann eine Umschulung genehmigt bekommen, die überhaupt nicht zu meinem Lebenslauf passt und auch sonst nicht förderlich ist um sich danach in anderen Bereichen zu bewerben.

In diesem Beruf möchte ich aber nicht unbedingt bleiben (bekomme diese Ausbildung auch nicht hin) und von beginn an kann ich mit der Dozentin nicht und im praktischen Teil sind manche Personen gegen mich (warum auch immer) und machen mich nur schlecht oder haben herabwürdigende und menschenverachtende Verhaltensweisen drauf.

Die Ausbildung ist ziemlich unprofessionell und als Rechtsanwaltsfachangestellte rechne ich mir auch keine guten Chancen mehr aus in einem anderen Bereich mehr eingestellt zu werden. ist ja so ähnlich als ob man angibt bei einem Betriebsrat tätig gewesen zu sein.

Leider durfte ich mir bevor ich dort anfing, als ich das schon gemerkt hatte nichts anderes mehr aussuchen (es würde mir nichts anderes mehr finanziert werden hieß es, entweder ich nehme das oder es verfällt). da ich leider keine andere Alternative hatte, habe ich es dann begonnen und sitze da bis heute meine Zeit ab. (9 Monate) und halte nur dran fest, weil ich keine Alternative habe.

Nun würde ich mich gerne in einem Seniorenheim als Küchenhilfe bewerben, weiß aber nicht so richtig, wie ich das anstellen soll damit es nicht negativ rüber kommt.

Ich habe mal vor 7 Jahren eine Ausbildung als Betreuungskraft für Pflegeheime gemacht, habe danach aber nicht in dem Bereich gearbeitet, könnte also auch nicht angeben, daß ich deshalb in einem Pflegeheim arbeiten möchte.

Die Begründung um Geld zu verdienen, wäre da noch plausibler.

evt. so?:

"Zur Zeit bin ich in einer Umschulung, die ich aber beenden möchte und würde mich freuen, wenn ich in ihrem Pflegeheim arbeiten könnte, da ich gerne in diesem Bereich tätig sein würde."

Geht das so?

Und dann nur noch Schlußformel?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 04.10.2016, 05:24

Lass deine Umschulung mal völlig beiseite und konzentriere dich ganz auf en Beruf, auf den du dich bewerben willst.

Warum willst du Küchenhilfe werden?
Was befähigt dich dazu?
Wie ist dein Umgang mit alten Menschen?

1sonne
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Beitrag von 1sonne » 04.10.2016, 15:13

Ich will da einfach nur raus und endlich wieder Geld verdienen. Vielleicht sollte ich es einfach nur abbrechen, das klingt dann auch glaubwürdiger, als wenn ich die Umschulung zu ende mache und noch mal den Praktikumsplatz gewechselt habe.

Charlie Schmidt
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Beitrag von Charlie Schmidt » 04.10.2016, 17:50

Habe nach langem hinterher sein dann eine Umschulung genehmigt bekommen, die überhaupt nicht zu meinem Lebenslauf passt und auch sonst nicht förderlich ist um sich danach in anderen Bereichen zu bewerben.
Erklär uns doch mal, warum Du nach langem Hinterher eine Umschulung genehmigt bekommen hast, die nicht zu Dir und Deinem Leben passt. Mit irgendwem musst Du Dich doch abgestimmt haben, oder? Und wie lange geht das Ganze noch? Wenn Du schon so viele Lücken und womöglich auch schon Sprünge in Deinem Lebenslauf hast, solltest Du Dich mal dransetzen und versuchen einen irgendwie gearteten roten Faden herauszuarbeiten.

Mit dieser Einstellung
Ich will da einfach nur raus und endlich wieder Geld verdienen.

stehst Du in einem halben Jahr garantiert wieder genau vor dem gleichen Problem. :(

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 04.10.2016, 23:59

Ist die Rechtsanwaltsfachangestellte denn jetzt Dein erlernter Beruf oder das Umschulungsziel? Was hast Du ansonsten schon gemacht? Welche Tätigkeiten, jeweils wie lange, wie gerne und wie gut? Neben der Frage meines Vorredners, wie es zu dieser Umschulung kam, würde mich auch interessieren, weshalb Du glaubst, mit der Küchenhilfe auf einer passenderen Schiene zu sein?

Blindwütiger Aktionismus scheint mir in dieser Situation das grundlegend Falsche zu sein. Was Du brauchst, ist m. E. erst einmal ein wenig innere Ruhe, um zu Dir selbst und einer langfristig tragfähigen Richtungsentscheiung zu finden. Mit einem Schnellschuss aus der Hüfte wirst Du Dir keinen Gefallen tun... gerade, wenn Du mit Deiner laufenden Umschulung derzeit nicht in akutem Zugzwang bist...

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 05.10.2016, 06:54

Du kannst Dich natürlich als Küchenhilfe bewerben, keine Frage. Aber ob die jemanden einstellen, der eigentlich Büromensch ist?

Stell' doch bitte mal Dein ganzes Anschreiben hier ein - ohne Namen und Ortsangaben, bitte. Und dazu ein paar konkrete Angaben zu Deinem Berufsweg bisher. Und die Anforderungen aus der Stellenanzeige. Dann haben wir eine konkrete Grundlage, anhand derer wir dann Tipps geben können.

Aber mit: 'Ich hab mich schön öfter falsch entschieden und das Amt und alle anderen sind scheibe zu mir.' - damit kommen wir nicht weiter.

Dein Argumentationssatz
"Zur Zeit bin ich in einer Umschulung, die ich aber beenden möchte und würde mich freuen, wenn ich in ihrem Pflegeheim arbeiten könnte, da ich gerne in diesem Bereich tätig sein würde."
ist übrigens so nicht effektiv, weil sich der Leser sofort fragt: "Warum denn?"

1sonne
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Beitrag von 1sonne » 10.10.2016, 13:10

Ich habe schon so vieles gemacht, das läßt sich nicht aufzählen. Einen roten Faden gibt es dabei nicht mehr.
Zuletzt geändert von 1sonne am 11.10.2016, 12:34, insgesamt 1-mal geändert.

Charlie Schmidt
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Beitrag von Charlie Schmidt » 10.10.2016, 22:53

Man kann immer versuchen, irgendwie noch einen roten Faden zu knüpfen. Gibt es denn bei Dir eine Tätigkeit, die Du besonders mochtest? Was kannst Du Dir vorstellen? Könntest Du Dir vorstellen, Waren zu verräumen? Das scheint mir ein Feld zu sein, in dem man einfach und ohne Vorkenntnisse arbeiten kann. Könnte mir aber vorstellen, dass man dazu früh aufstehen muss. Dafür wäre aber der Ton vielleicht netter als in der Küche ... ;) Aber vielleicht kannst Du damit gut umgehen?

Auf jeden Fall solltest Du versuchen, Dich auf irgendeinen Bereich zu konzentrieren, der Dir irgendwie liegt, und dann bei Deinen Anschreiben auf die Punkte eingehen, die Dich dafür qualifizieren. Dabei können wir helfen.

Deine ursprüngliche Fassung ist wirklich zu kurz und wirkt schon fast, als wolltest Du den Empfänger veräppeln: :(
evt. so?:

"Zur Zeit bin ich in einer Umschulung, die ich aber beenden möchte und würde mich freuen, wenn ich in ihrem Pflegeheim arbeiten könnte, da ich gerne in diesem Bereich tätig sein würde."

Geht das so?

Und dann nur noch Schlußformel?
Du musst positiv formulieren, warum Du in einem Betrieb arbeiten möchtest, und natürlich auch die angestrebte Position klar herausstellen.

Das ist nicht so einfach, deswegen solltest Du Dich auf eine Tätigkeit konzentrieren, um ein gutes Anschreiben auszuarbeiten. Dann steigen auch Deine Chancen eingeladen zu werden.

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