Formulierung: Gehaltsvorstellung & Verfügbarkeit

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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killercorny
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Formulierung: Gehaltsvorstellung & Verfügbarkeit

Beitrag von killercorny » 04.02.2011, 14:23

Hallo Leute,

ich werd mich in den nächsten Tagen bewerben. Nur bin ich unschlüssig bei der folgenden Formulierung:


gefordert ist´s so:
Bitte senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Angabe zu Ihrer Verfügbarkeit und Ihren Gehaltsvorstellungen an:
geschrieben hab ich:
Mein möglicher Eintrittstermin wäre der 02.05.2011, zu einem eventuellen Vorstellungsgespräch bin ich bis einschließlich 01.04.2011 verfügbar. Über meine Gehaltsvorstellungen würde ich gern persönlich mit Ihnen sprechen.
habe so ehrlich gesagt keine ahnung was an gehalt angemessen ist, und ab wanns frech wird. :oops:
Der betrieb hat knapp über 600 Mitarbeiter, da sollte es doch eigentlich einen Tarifvertrag geben, oder?

Was haltet ihr davon???

Chancen
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Beitrag von Chancen » 04.02.2011, 19:54

Tarifvertrag für wen....? Wenn du eine Idee hast welches und was dabei rauskommt schreibs eben als Vorstellung hin. Ansonsten was du gerne hättest und realistisch ist.

Ansonsten beginnt man eigentlich Verträge am 1. eines Monats.

Sonst findest du hier noch gute Tipps zum Formulieren: http://www.bewerbung-forum.de/bewerbung ... ermin.html und http://www.bewerbung-forum.de/bewerbung ... rbung.html

killercorny
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Beitrag von killercorny » 05.02.2011, 10:32

Tarifvertrag für wen....?
Das wäre in der Elektroindustrie...



ich würde nicht unbedingt ne Zahl hinschreiben, da ich ja nicht weiß was angemessen ist.
:arrow: daher die frage ob meine formulierung an sich OK ist!?

:arrow: 1.5. wäre ein sonntag, daher schrieb ich 2.5., also der montag als eintrittstermin...

sebcoe
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Re: Formulierung: Gehaltsvorstellung & Verfügbarkeit

Beitrag von sebcoe » 05.02.2011, 12:29

Mein möglicher Eintrittstermin wäre der 02.05.2011, zu einem eventuellen Vorstellungsgespräch bin ich bis einschließlich 01.04.2011 verfügbar. Über meine Gehaltsvorstellungen würde ich gern persönlich mit Ihnen sprechen
Autsch!

Das tut so richtig weh.

Kaum vorstellbar, dass dir keine glücklichere Formulierung einfällt.

Falls tatsächlich nicht gibt es ja heutzutage google und co.

Was hat man bloß früher gemacht?

da gab es weitaus mehr Haushalte, die einen Brockhaus besessen haben.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 05.02.2011, 13:57

Unabhängig von der Formulierungskunst halte ich auch die Inhalte für indiskutabel. Bevor ich irgendwem explizit ins Gesicht schreibe, dass ich erst in einem halben Jahr verfügbar bin, meine (Vorstellungs)Sprechstunden begrenzt sind und dass ich meine Gehaltsvorstellungen für mich zu behalten gedenke, würde ich diese Themen wirklich lieber übergehen. In dieser Form ist das eine Schlagkombination, die den vorzeitigen Kampfabbruch fast schon erzwingt... ;-)

Dein Leser will POSITIVE Nachrichten... oder keine... ;-)

killercorny
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Beitrag von killercorny » 05.02.2011, 23:02

FRAGEN hat geschrieben:Unabhängig von der Formulierungskunst halte ich auch die Inhalte für indiskutabel. Bevor ich irgendwem explizit ins Gesicht schreibe, dass ich erst in einem halben Jahr verfügbar bin, meine (Vorstellungs)Sprechstunden begrenzt sind und dass ich meine Gehaltsvorstellungen für mich zu behalten gedenke, würde ich diese Themen wirklich lieber übergehen. In dieser Form ist das eine Schlagkombination, die den vorzeitigen Kampfabbruch fast schon erzwingt... ;-)

Dein Leser will POSITIVE Nachrichten... oder keine... ;-)
Na diese Antwort ist wenigstens ehrlich und zu gebrauchen!

Dafür gibts ja schließlich dieses Forum, oder? Da brauch mir auch keine dumm kommen von wegen Brockhaus und so´n blabla. Soweit ich weiß ist das auch eine Enzyklopädie und kein Formulierungslexikon :shock:

Danke für nichts :!:

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 06.02.2011, 20:24

600 Mitarbeiter? Ist das jetzt in Brandenburg/ Sachsen oder im Westen?

Falls dieses Unternehmen im Osten liegen sollte, solltest du dich erst mal über die sozialen Bedingungen dort informieren. Denn die Tarifbindung ist dort geringer, gerade solche so genannten Zukunftsbranchen, die vom Steuerzahler subventioniert werden, legen leider keinen großen Wert auf gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung, weil sie genug Arbeitsnnachfrage haben. Aber das Blatt wendet sich glücklicherweise dort.

Auch bei einer Firma aus dem Westen würde ich bei solchen Forderungen vorsichtig sein. Denn du würdest doch nicht für jedes Gehalt arbeiten? Also kannst du doch auch eine konkrete Jahressumme nennen.

DHARMA-Initiative
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Beitrag von DHARMA-Initiative » 07.02.2011, 19:44

Sachsen oder "Westen"? Hm; im Westen hab ich noch nie gearbeitet/gelebt, daher kenne ich mich dort nicht aus. Aber da ich mit Württemberg und Sachsen bereits in den 2 schönsten deutschen Ländern gelebt habe, kann ich sagen dass es überall - sowohl in Sachsen, wie auch in Süddeutschland - große Firmen gibt die nicht nach Tarifvertrag bezahlen und keinen Wert auf gute Arbeitsbedingungen oder faire Bezahlung legen...

Zurück zum Thema:
Die Forumlierung dass du nur bis zu nem bestimmten Tag zum Vorstellungsgespräch verfügbar bis, finde ich sehr unglücklich... Wenn du nen "positiven" Grund hast, warum du vom 1.4. bis 1.5. nicht zu nem Vorstellungsgespräch kannst, könntest du den ja angeben. Z. B. falls du irgendwo im Ausland den Studium fertigmachen musst oder eine Art sozialer Monat im Ausland... Wenn du natürlich ins Gefängnis musst oder 1 Monat Urlaub auf Mallorca machst, solltest du das nicht schreiben...

Wenn's in der Stellenanzeige schon verlangt wird, ist es schon besser ne Gehaltsvorstellung anzugeben. Wenn du diese nicht realistisch einschätzen kannst, kannst du vielleicht mal ein bisschen im Internet suchen was bei ähnlichen Arbeitsstellen so üblich ist und dich daran orientieren? Außerdem solltest du ja wissen wie viel du ungefähr zum Leben brauchst... Und die Gehaltsvorstellung darf hierbei z. B. in Süddeutschland etwas höher sein als in anderen Teilen Deutschlands, da es hier doch ein etwas höheres Durchschnittsgehalt gibt als z. B. in Ost- oder Norddeutschland... (wobei es trotzdem überall schlechte Firmen gibt 8) )

killercorny
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Beitrag von killercorny » 07.02.2011, 23:02

Also der Betrieb ist in Riesa (Sachsen), ein Städchen nahe Dresden. Ist ein Elektronikkonzern.

Taker
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Pflicht zur Angabe der Gehaltsvorstellung in Bewerbung?

Beitrag von Taker » 16.02.2016, 19:37

Hallo liebe Forumuser,

ich hab mal wieder ein kleines Problem bzw. weiß nicht genau wie ich mich verhalten soll.

Ich habe mich vor kurzem als Junior Personalreferent beworben. Als Antwort erhielt ich folgendes Schreiben:
Sehr geehrter Herr xxx,

vielen Dank für Ihre Bewerbung und Ihr Interesse an einer Tätigkeit in unserem Unternehmen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihre Bewerbung nur berücksichtigen können, wenn alle gewünschten Angaben vorhanden sind.

Wir möchten Sie deshalb bitten, uns in Kürze Angaben über Ihre Gehaltsvorstellung und den frühst möglichen Eintrittstermin zukommen zu lassen.
Ich kenne es normalerweise nicht, dass man im Anschreiben direkt erwähnt, welches Gehalt man sich vorstellt bzw. das dies erst im Bewerbungsgespräch erfragt wird.

Da ich nicht direkt durchs "Raster" fallen möchte durch z.b. falsche Gehaltsvorstellung, würde ich gerne von euch wissen, wie man dies eventuell umschreiben könnte, wenn man sich nicht auf eine Zahl fixieren lassen möchte.

Ist es eventuell Ratsam sich auf das Durchschnittsgehalt von Seite xyz zu beziehen? Es gilt zu beachten, dass ich diesen Beruf in Mecklenburg-Vorpommern antreten möchte & dort die Durchschnittsgehälter meist deutlich geringer ausfallen.

Würde mich freuen, wenn ihr dazu eure Erfahrungen teilen könntet.

Viele Grüße

Taker

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 16.02.2016, 23:35

Wenn es explizit gefordert wird, dann solltest du eine realistische, deinem Bildungsstand, der Berufserfahrung und der Region entsprechende Gehaltsforderung stellen. Sie ist Überprüfung für die Firma, wie gut du dich mit deinem Beurfswunsch beschäftigt hast, wie viel du dir selber zutraust und Verhandlungsbasis. Dazu musst du natürlich recherchieren, was du als Jungakademiker ohne große Berufserfahrung in McPomm berufsspezifisch erwarten kannst.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 18.02.2016, 12:17

Eine falsche Gehaltsvorstellung gibt es doch im Prinzip nicht.

Offensichtlich wollen die eine konkrete Zahl lesen, vor allem damit sie wohl sehen, ob auswärtige Bewerber den Regionalfaktor einbeziehen. Allerdings wird ein Junior-Personalreferent ja eher in größeren Unternehmen eingestellt. Insofern: falls du ein Branchen-Durchschnittsgehalt für MV finden solltest, dann nehmen nun nicht gerade den Durchschnitt, denn es eben nur der Durchschnitt für alle Unternehmen, sondern einen höheren Wert. Auch AG in MV müssen etwas bieten können; sonst kommen nämlich keine Fachkräfte von auswärts dorthin.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 18.02.2016, 22:39

Romanum hat geschrieben:Eine falsche Gehaltsvorstellung gibt es doch im Prinzip nicht.
Naja... wenn du zu wenig verlangst, drückst du damit aus, dass du deine Arbeit selbst nicht wertschätzt. Verlangst du zuviel, giltst du als gierig.

Romanum
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Beitrag von Romanum » 19.02.2016, 16:18

"was zu wenig oder zu viel" ist, liegt doch immer im Auge des Betrachters. Woher will der AG anhand einer Zahl wissen, ob ein Bewerber die auch wert ist? Ich denke nicht, dass man seine Qualifikationen und seine Branchenerfahrung einfach so in einer Zahl objektiv angeben kann, auch noch abgestimmt auf die Branche, die Region und die bekannten und unbekannten Stellenanforderungen.

Es wäre doch einfacher, wenn der AG einfach selbst in der Stellenanzeige eine konkrete Gehaltsvorstellung nennt. Dann können die Bewerber zwei Zeilen im Anschreiben für sinnvollere Inhalte nutzen.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 20.02.2016, 11:04

Romanum hat geschrieben:Es wäre doch einfacher, wenn der AG einfach selbst in der Stellenanzeige eine konkrete Gehaltsvorstellung nennt. Dann können die Bewerber zwei Zeilen im Anschreiben für sinnvollere Inhalte nutzen.
Das sehe ich ja genauso wie du. Aber es ist nun mal so, dass manche Arbeitgeber die Spreu vom Weizen auch dadurch zu trennen versuchen, dass die Bewerber sich in einem a) realistischen und b) angemessenen Wunschgehaltfeld bewegen. Dass da natürlich Mut und Fortune darüber mitentscheiden, ob man ein besseres oder schlechteres Gehalt herausschlägt, ist auch klar.

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 20.02.2016, 12:36

OT:
„...Fortune...“ ich mag einfach, wie Du formulierst. :)

Susi1971
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Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung angeben wenn NICHT danach gefragt wird?

Beitrag von Susi1971 » 04.02.2020, 14:35

Hallo Zusammen,

wie handhabt man das heute?

In der Stellenanzeige ist weder nach der Verfügbarkeit noch nach der Gehaltsvorstellung gefragt, gibt man das heute automatisch an oder immer noch nur wenn speziell danach gefragt wird?

Besten Dank im Voraus!

Beste Grüße
Susi

Tripolis
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Registriert: 19.01.2020, 09:40

Re: Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung angeben wenn NICHT danach gefragt wird?

Beitrag von Tripolis » 09.02.2020, 11:16

Verfügbarkeit würde ich immer schreiben.
Gehalt nicht.


theodor111
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Re: Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung angeben wenn NICHT danach gefragt wird?

Beitrag von theodor111 » 19.02.2020, 23:36

Gehaltsvorstellungen würde ich mit angeben, wenn ich mich aus einem festen Job heraus bewerbe um vorher schon abzuklären, ob sich der Aufwand lohnt. Ansonsten nimmt man sich für ein VG 1 Tag Urlaub und stellt dann fest, dass der "neue" AG weniger zahlen will als der aktuelle.

Tripolis
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Re: Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellung angeben wenn NICHT danach gefragt wird?

Beitrag von Tripolis » 20.02.2020, 19:45

Gehaltsvorstellungen kannst Du in einer Bewerbung manchmal schlecht erläutern da du nicht ausholen kannst warum du es wert bist.
Da reicht die Bewerbung manchmal nicht aus, egal wie diese gestaltet ist.
Sehe ich so.
Sofern verlangt logisch, dann sollte man es schreiben.

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