Bewerbung für Krankenschwester andere Ausbildung abbrechen

Hier besteht die Möglichkeit, über Anschreiben für die Ausbildung, für Praktika und für das Studium (Duales Studium, Universität, BA) mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.
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Mango91
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Bewerbung für Krankenschwester andere Ausbildung abbrechen

Beitrag von Mango91 » 12.02.2009, 12:06

Also ich habe mich nach langem hin und her entschieden meine derzeitige Ausbildung als Physiotherapeutin abzubrechen und nun doch Gesundheits- und Krankenpflegerin zu lernen .
Seit einem halben Jahr mache ich die Ausbildung und ich bin mir sicher das ist nicht das was ich wollte ,eigentlich hatte ich mich bereits vorher als Gesundheits- und Krankenpflegerin beworben, mich aber dann doch für Physiotherapeutin entschieden ... leider, kann ich heute sagen .
Ich weiß auch nicht so recht wie ich die Bewerbung jetzt schreiben soll, vor allem warum ich diese Ausbildung will und die andere abbreche.
Hier ist mal mein vorläufiger Entwurf:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bewerbe mich um einen Ausbildungsplatz als Gesundheits- und Krankenpflegerin. Durch Recherchen im Internet habe ich von Ihrer medizinischen Berufsfachschule erfahren.

Durch meine derzeitige Ausbildung zur Physiotherapeutin, die ich im Sommer 2009 allerdings abbrechen werde, konnte ich schon zahlreiche Erfahrungen im Umgang mit dem Patienten sammeln.
Ich denke, dass der Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin mehr meinen Interessen entspricht, da meine Fähigkeiten und Fertigkeiten im Pflegebereich liegen.

Meine Schülerpraktika habe ich bei Physiotherapeuten absolviert. Durch Gespräche mit meiner älteren Schwester, die Gesundheits- und Krankenpflegerin ist, habe ich außerdem festgestellt, dass der Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin meinen Interessen mehr entspricht. Ich habe gern Umgang mit Menschen, bin aufgeschlossen und flexibel. Es bereitet mir Freude, anderen Menschen mit meiner Arbeit zu körperlicher Gesundheit zu verhelfen.

Besonders während meines zweiten Praktikums konnte ich bei Besuchen in Alten- und Pflegeheimen Erfahrungen auch außerhalb der Praxis sammeln. Die vielen Möglichkeiten, sich ständig weiterzubilden oder zu spezialisieren sind auch ein Grund, warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe.

Für ein persönliches Gespräch stehe ich Ihnen gern zur Verfügung und verbleibe bis dahin

mit freundlichem Gruß


Z.b. das mit dem allerdings abbrechen werde, gefällt mir nicht ganz aber was soll man sonst schreiben?

Lg Mango ;)

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 12.02.2009, 13:23

Welche groen Unterschiede bestehen eigentlich zwischen diesen beiden Berufen?

Und warum genau magst du den derzeitigen Beruf nicht mehr?

Lies dich auch noch ein wenig in die Thematik ein: http://www.bewerbung-forum.de/muster/kr ... ldung.html und http://www.bewerbung-forum.de/bewerbung ... eiben.html

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Mango91
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Beitrag von Mango91 » 12.02.2009, 15:27

Also die Physiotherapie befesst sich mehr mit den krankengymnastischen Methoden kurz gesagt Sport, Massage usw.
Bei der Krankenpflege geht es um die Pflege im Krankenhaus von kranken Menschen also ist die Krankenpflege ein Beruf der sich ausschließlich mit der Pflege befasst und in der Physiotherapie geht es eigentlich um ganz andere Sachen. Hmm klingt doof erklärt aber ich weiß nicht wie ichs sonst sagen soll
lg

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 13.02.2009, 12:48

Sehr erhellend ist das nicht. Was die allgemein machen, weiß ich. Normalerweise findet nämlich ein Wechsel in die andere Richtung statt, z.B. aufgrund der Arbeitssituation in Krankenhäusern, und jedem liegt es auch nicht, schwerstkranke Menschen zu pflegen und bspw. die menschlichen Ausscheidungen auch beim 5. Mal innerhalb eines halben Tages sauber zu entfernen. :?

Aber vor allem das:
Ich denke, dass der Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin mehr meinen Interessen entspricht, da meine Fähigkeiten und Fertigkeiten im Pflegebereich liegen.

Meine Schülerpraktika habe ich bei Physiotherapeuten absolviert.
Was sind denn das für Fähigkeiten und Fertigkeiten genau, die besser zum Pflegebereich passen? Und warum ist dir das nicht während deiner Praktika aufgefallen bzw. was macht dich sicher, jetzt die richtige Entscheidung für deine berufliche Zukunft zu treffen?

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Koldbrann
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Beitrag von Koldbrann » 16.03.2009, 21:52

Ich stehe vor genau dem gleichen Problem: Ich möchte auch von der Physiotherapie in die Pflege wechseln, und weiß nicht wie ich das plausibel in einem Anschreiben erklären soll. Ich möchte ja weiterhin eng mit Menschen arbeiten und helfen, aber nicht in Form der PT.
Schon als die praktischen Einsätze in der Ausbildung anfingen, merkte ich, dass ich nicht "das Händchen" für die PT habe, und fühlte mich der Pflege immer mehr verbunden als der PT.
So schnell wollte ich aber nicht aufgeben, aber nach 9 Monaten Arbeiten in einer PT Praxis habe ich endgültig das Handtuch geworfen.
Jetzt will ich mich auch um einen Ausbildungsplatz in der Pflege bewerben, aber das Anschreiben ist mein größtes Problem...

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Marlenchen
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Beitrag von Marlenchen » 17.03.2009, 02:20

Koldbrann hat geschrieben:Ich möchte auch von der Physiotherapie in die Pflege wechseln, und weiß nicht wie ich das plausibel in einem Anschreiben erklären soll.
Plausibel ist die Wahrheit. Was heißt denn kein "Händchen für PT" und wie stellte sich die Pflegeverbundenheit dar?

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Koldbrann
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Beitrag von Koldbrann » 17.03.2009, 04:33

Genau. Ich bin von vielen Therapieansätzen nicht überzeugt. Z.B. Lymphdrainage. Die "Massagetechnik" allein bewirkt nichts. Sage ich, sagen Kollegen, sagen Patienten. Was an der Lympdrainage hilft, ist die Kompression. Also wozu diese Massage? Für mich Humbug. Könnte noch viele solcher Beispiele bringen. Aber kann ich das in einer Bewerbung andeuten? Dass ich einen großen Teil der PT anzweifel? Dass viele Erfolge gar nicht da sind, die Patienten aber durch gute Betreuung glauben, einen Erfolg zu erkennen?
Besonders im Krankenhaus (wo ich gerne arbeiten möchte) halte ich die Arbeit des Pflegepersonals für enorm wichtig, um einen schnellen Genesungsprozess zu fördern. Nicht nur ihrer pflegerische Tätigkeit, sondern auch den sozialen Umgng mit den Patienten.

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 17.03.2009, 13:53

Andeuten sollte man das schon. Zudem kannst du dann auch deine Vorerfahrungen eingehen, Interdisziplinarität ist auch im Gesundheitswesen sehr wichtig geworden.

Andeuten so in der Art: "Mittlerweile kann ich mich mit einigen Therapieansätzen der Physiotherapie nicht mehr 100% identifizieren. Ich halte die Arbeit des Pflegepersonals für enorm wichtig, um einen schnellen Genesungsprozess von Patienten zu fördern. Daher strebe ich einen Wechsel in den Pflegebereich an." :?

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Koldbrann
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Beitrag von Koldbrann » 18.03.2009, 04:44

Was bedeutet denn der Smily am Ende des Satzes, etwas dass Du selbst nicht überzeugt bist von der Formulierung? Ich kann mich damit anfreunden=)

Und was hältst Du davon?:

"Meine eigenen Erfahrungen während meiner praktischen Einsätze als Physiotherapeutin in den Kliniken XV (also dort, wo ich mich bewerben möchte) haben mich überzeugt, dass ich bei Ihnen die fachliche Kompetenz erlangen werde. Einsatzbereitschaft, Motivation und ein hohes Maß an sozialen Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit bringe ich selbstverständlich mit."

Macht es Sinn zu erwähnen dass ich das Haus kenne in dem ich mich bewerbe? Und soll ich tatsächlich erwähnen dass ich soziale Eignschaften besitze? Da ich mich ja in einem sozialen Beruf bewerbe, sollte das ja selbstverständlich sein
:roll:

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Marlenchen
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Beitrag von Marlenchen » 19.03.2009, 00:34

Macht es Sinn zu erwähnen dass ich das Haus kenne in dem ich mich bewerbe?
Ja.
Und soll ich tatsächlich erwähnen dass ich soziale Eignschaften besitze?
Auflistungen sind immer nicht so gut. Besser ist es, sie auch immer gleich mit einem Nutzen darzustellen, wenn es einen Zusammenhang gibt. Also bspw. dass du aufgrund deiner sozialen Eigenschaften gut auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen kannst.

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Koldbrann
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Beitrag von Koldbrann » 21.03.2009, 10:10

Puuh, also ich bin echt froh, dass ich die Bewerbung mit Eurer Hilfe erstelle...

Hab da noch ein kleines Problem. Im Moment arbeite ich in einer Firma, die so gar nix mit dem Gesundheitswesen zu tun hat. Es ist ein Subunternehmen einer bekannten Spedition. Dort hab ich im Okt. 08 als Zeitarbeiterin angefangen, und wurde zum 1.3. von dem Subunt. übernommen und bin seitdem Schichtleiterin.

Soll ich das auch im Anschreiben erwähnen? Oder stinkt das nach Eigenlob? Irgendwie komme ich mir doof dabei vor...

Ich dachte mir, wenn dann könnte ich das so verpacken:

"Meine Zuverlässigkeit wurde kürzlich mit dem Übertragen der Schichtleitung belohnt."


:roll:

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