Kaufmann im Großhandel Bewerbung um eine Ausbildungsstelle

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Fraglich
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Kaufmann im Großhandel Bewerbung um eine Ausbildungsstelle

Beitrag von Fraglich » 18.06.2012, 08:58

Ich möchte mich gerne nochmal als Kaufmann im Groß und Außenhandel bewerben und hab somit eine alte Bewerbung rausgekramt. Ich bin der Meinung, ich hatte damals eine Vorlage an der ich mich orientiert habe.

Jedenfalls habe ich das Gefühl, da fehlt das gewisse Etwas. Etwas, womit ich noch mehr Eindruck hinterlassen könnte.

Ich bitte um Verbesserungsvorschläge, vielen Dank!
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Bewerbung um eine Ausbildungsstelle zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel mit Fachrichtung Großhandel

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Interesse habe ich über die Internetpräsenz der Bundesagentur für Arbeit erfahren, dass Sie in diesem Jahr einen Auszubildenen zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel einstellen.
Um diesen Ausbildungsplatz möchte ich mich hiermit bewerben.

Im Sommer 2009 verließ ich die Volkshochschule in Schwerin mit der Mittleren Reife.
Bis zum 31.07.2011 war ich bei der Firma Rudolf Sievers in Hagenow beschäftigt. In dieser Zeit habe ich wichtige Einblicke in einem Großhandelsunternehmen erhalten.

An dem Beruf des Kaufmanns im Groß- und Außenhandel reizen mich vor allem die vielfältigen Tätigkeitsbereiche, wie z.B. die Warenwirtschaft und die Arbeitsorganisation.
Des Weiteren bin ich auch an persönlichen Kontakt mit Mitarbeitern und Kunden sehr interessiert.

Zu meinen Fähigkeiten zählen Engagement und große Lernbereitschaft, mit denen ich Ihren Anforderungen sicher schnell entsprechen werde.
Darüber hinaus bin ich verantwortungsbewusst und weise ein hohes Maß an Flexibilität auf.

oder

Zu meinen Fähigkeiten zählen Teamfähigkeit, Engagement, hohe Lernbereitschaft und eine strukturierte und gründliche Arbeitsweise, mit denen ich Ihren Anforderungen sicher schnell entsprechen werde.
Darüber hinaus bin ich verantwortungsbewusst und weise ein hohes Maß an Flexibilität auf.


Ich freue mich sehr, wenn ich meine Fähigkeiten durch eine Ausbildung in Ihrem Unternehmen unter Beweis stellen könnte.

Mit freundlichen Grüßen

malox
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Beitrag von malox » 18.06.2012, 09:57

Das Anschreiben liest sich tatsächlich *genau* wie das, was Schülern oft als erstes Musteranschreiben vorgelegt wird.
Jeden Satz kenne ich - genau so habe ich meine allererste Bewerbung mit 16 auch geschrieben.
8) Das ist schon eine Weile her.

Das heißt für dich, wenn du wirklich überzeugen willst:
Raus mit den Standardsätzen!
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Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Interesse habe ich über die Internetpräsenz der Bundesagentur für Arbeit erfahren, dass Sie in diesem Jahr einen Auszubildenen zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel einstellen.
Um diesen Ausbildungsplatz möchte ich mich hiermit bewerben.
(Komplett raus. Dass du "mit großem Interesse" gelesen hast, ist normal und dass es eine Bewerbung ist, sieht man. Diese Sätze sind nichtssagend und somit überflüssig.)

Im Sommer 2009 verließ ich die Volkshochschule in Schwerin mit der Mittleren Reife.
Bis zum 31.07.2011 war ich bei der Firma Rudolf Sievers in Hagenow beschäftigt. In dieser Zeit habe ich wichtige Einblicke in einem Großhandelsunternehmen erhalten.
(Was sind denn "wichtige Eindrücke"? Geh weg von Pauschalaussagen, sondern beschreibe: Was hast du getan? Was hast du gelernt? Was hat die gefallen?)

An dem Beruf des Kaufmanns im Groß- und Außenhandel reizen mich vor allem die vielfältigen Tätigkeitsbereiche, wie z.B. die Warenwirtschaft und die Arbeitsorganisation.
Des Weiteren bin ich auch an persönlichen Kontakt mit Mitarbeitern und Kunden sehr interessiert.
(Klingt auch noch zu sehr nach Schema - vermutlich, weil man diese ganzen standardisierten Musteranschreiben-Sätze auswendig kennt.)

Zu meinen Fähigkeiten zählen Engagement und große Lernbereitschaft, mit denen ich Ihren Anforderungen sicher schnell entsprechen werde.
Darüber hinaus bin ich verantwortungsbewusst und weise ein hohes Maß an Flexibilität auf.
(Das schreibt jeder, passt auf jede Stelle und niemand nimmt einem das ab - genau darin besteht die Schwierigkeit, eine gute Bewerbung zu schreiben. Diese Eigenschaften müssen verknüpft werden mit dem, was man bereits gezeigt hat. Das ganze Anschreiben muss deutlich mehr Persönlichkeit, Interesse zeigen. Da hilft nur ein individuelles Anschreiben, so dass beim Leser etwas hängenbleibt und sich dieser an dich erinnern kann. Das geht mit Schlagworten wie "Ich bin flexibel, engagiert, teamfähig, konfliktfähig und motiviert" gleich gar nicht.)

oder

Zu meinen Fähigkeiten zählen Teamfähigkeit, Engagement, hohe Lernbereitschaft und eine strukturierte und gründliche Arbeitsweise, mit denen ich Ihren Anforderungen sicher schnell entsprechen werde.
Darüber hinaus bin ich verantwortungsbewusst und weise ein hohes Maß an Flexibilität auf.
(das ist leider auch nicht besser...)

Ich freue mich sehr, wenn ich meine Fähigkeiten durch eine Ausbildung in Ihrem Unternehmen unter Beweis stellen könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Fraglich
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Beitrag von Fraglich » 18.06.2012, 10:14

Danke für die Hilfestellungen! Mir kam jetzt der Gedanken auf "zerknüllen & wegwerfen!" :))

Ich werde mir nochmal was anderes einfallen lassen und sie eventuell neuschreiben. Ich hätte nicht gedacht, das Sie aus deiner Sicht gleich so "unten durch" ist =)) Danke vorerst!

edit : //

Tiefere Eindrücke kann ich mir nur ausdenken, da ich 1 Jahr als Knecht genutzt wurde um dann zu erfahren das ich die typischen Aufgaben eines KGA's nie hier lernen werde. Darauf hin und nach dem Erfahren das ich der 4 Azubi in Folge bin der kündigt, habe ich mich entschieden es woanders zu probieren... ich denke aber dies sollte im Gespräch und nicht in einer Bewerbung erwähnt werden..

Mit der Bewerbung habe ich übrigens 9 Einladungen bei 11 Bewerbungen erhalten. Auch wenn nicht mit sehr viel Grips geschrieben, aber so daneben ist sie garnicht.. ich denke es fehlt wie du schon sagst einfach die pers. Note..?!

Im Sommer 2009 verließ ich die Volkshochschule in Schwerin mit der Mittleren Reife.
Durch meine Tätigkeit bei der Firma Rudolf Sieversin Hagenow habe ich bereits erste Einblicke in ein Großhandelsunternehmen erhalten. Besonders gefallen haben mir dabei die Waren- und Lagerwirtschaft, Arbeitsorganisation und der ständige Kontakt mit Mitarbeitern und Kunden.

Zu meinen persönlichen Stärken zählen Teamfähigkeit, Engagement und eine schnelle Auffassungsgabe, mit denen ich mich gerne in Ihrem Unternehmen einbringen möchte.
Darüber hinaus bin ich verantwortungsbewusst und weise ein hohes Maß an Flexibilität auf.

malox
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Beitrag von malox » 18.06.2012, 12:40

Fraglich hat geschrieben:Danke für die Hilfestellungen! Mir kam jetzt der Gedanken auf "zerknüllen & wegwerfen!" :))
So etwa. Das Anschreiben ist das Standardanschreiben, was ca. 50% der Ausbildungssuchenden so oder so ähnlich nutzen.
Das ist sprachlich wenigstens ok, die Rechtschreibung ist korrekt, fällt nicht weiter auf.
*Gut* ist das aber noch lange nicht.
Damit *kann* man durchkommen, weil es anderen Bewerbern schon an diesen genannten Sachen mangelt.
Mir ist klar, dass es Azubis schwer haben und da natürlich noch keine Berufserfahrung da ist, die man auswalzen könnte.

Ich habe das oben gar nicht so ganz verstanden, erst jetzt wird mir das klar, ich dachte, du hast jetzt ausgelernt und suchst einen Job.
Du willst aber die Ausbildungsstelle wechseln? Zumindest das muss im Anschreiben klar werden.
Du wirst es schwieriger haben als jemand, der frisch von der Schule kommt - es kann sein, dass du dich mehr "reinhängen" musst als damals.
Da kann ein individualisiertes, deutlich persönlicheres Anschreiben den Ausschlag geben.

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