Betriebsbedingte Kündigung - Begründung im Arbeitszeugnis

Fragen zu Zeugnissen und Nachweisen: Müssen alle bisherigen Zeugnisse mitgeschickt werden? Welche Nachweise sind wichtig? Wie müssen die Zeugnisse geordnet werden?
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Dan123
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Betriebsbedingte Kündigung - Begründung im Arbeitszeugnis

Beitrag von Dan123 » 15.06.2016, 11:12

Hallo,

im November 2015 bekam ich von meinem ehemaligen Arbeitgeber einen Anruf, dass das Projekt in dem ich mitarbeite Anfang 2016 eingestellt wird und man mich daher nicht weiterbeschäftigen kann. Ich bin als Projektassistenz tätig gewesen. In meinem Arbeitszeugnis, welches ich jetzt erst erhalten habe, steht aber dass das Projekt doch fortgeführt wurde. Genaue Hintergründe weiß ich leider nicht, fühle mich aber verarscht.

Nun möchte ich gerne wissen, ob die folgende Begründung in meinem Arbeitszeugnis negativ von zukünftigen, potentiellen Arbeitgebern interpretiert werden kann und ob ihr einen besseren Vorschlag habt (bin mit dem Zeugnis nicht zufrieden und möchte beim ehemaligen Arbeitgeber um Korrektur bitten). Das ist die Formulierung:

"Das Zeugnis wird ausgestellt, da XXX (Unternehmen) das Projekt "XXX“ ab 2016 in einer anderen Art und Weise weiterführen wird und zu diesem Zweck die Projektassistenz nicht mehr benötigt wird."

Holger
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Beitrag von Holger » 15.06.2016, 13:00

Hi,
in einer anderen Art und Weise weiterführen wird
:roll: :roll: hä??
und zu diesem Zweck die Projektassistenz nicht mehr benötigt wird
negatives darf -offenlesbar- in einem Zeugnis ja bekanntermaßen nicht erscheinen.
und ob ihr einen besseren Vorschlag hab
möglich. aber es wäre hilfreich wenn du den gesamten Text anonymisiert posten würdest

Romanum
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Beitrag von Romanum » 15.06.2016, 14:00

Wie lange hast du denn dort insgesamt gearbeitet und wie lange hast du nun auf die Ausstellung deines Arbeitszeugnisses warten müssen?

Wenn schon in diesem einen Satz Unstimmigkeiten auftreten, dann wird es im Rest wahrscheinlich nicht positiver sein. Berichte mal über die Hintergründe.

Dan123
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Beitrag von Dan123 » 15.06.2016, 18:04

XXX
Zuletzt geändert von Dan123 am 15.06.2016, 18:15, insgesamt 1-mal geändert.

Dan123
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Beitrag von Dan123 » 15.06.2016, 18:09

XX
Zuletzt geändert von Dan123 am 15.06.2016, 18:13, insgesamt 1-mal geändert.

Dan123
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Beitrag von Dan123 » 15.06.2016, 18:09

Romanum hat geschrieben:Wie lange hast du denn dort insgesamt gearbeitet und wie lange hast du nun auf die Ausstellung deines Arbeitszeugnisses warten müssen?

Wenn schon in diesem einen Satz Unstimmigkeiten auftreten, dann wird es im Rest wahrscheinlich nicht positiver sein. Berichte mal über die Hintergründe.
Habe von Ende 2011 bis Ende 2015 dort gearbeitet. Als mir im November 2015 mitgeteilt wurde, dass das Projekt eingestellt wird, habe ich um ein Zeugnis gebeten. Nun habe ich vor einigen Wochen noch einmal nachgefragt, da man meiner Bitte nicht nachgekommen ist und ich das Zeugnis für Bewerbungen brauche. Bei dem Anruf im November 2015 teilte mir mein ehemaliger Arbeitgeber mit, dass das Projekt eingestellt wird und wollte daher meinen Arbeitsvertrag so schnell wie möglich auflösen.

In dem Arbeitszeugnis fehlen Aussagen über meine Fachkenntnisse und bedauert wird mein Abgang am Ende nicht. Ansonsten sieht es nach einem zweier Zeugnis aus, aber aufgrund des Beendigungsgrundes und des fehlenden Bedauerns wird das Zeugnis meiner Meinung nach entwertet. Die Begründung zur Kündigung klingt so, als wenn sie mich loswerden wollten, um das Projekt letztlich ohne mich fortzusetzen (".....und zu diesem Zweck die Projektassistenz (also ich) nicht mehr benötigt wird").

Dan123
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Beitrag von Dan123 » 15.06.2016, 18:14

XXX

BlackDiamond
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Beitrag von BlackDiamond » 15.06.2016, 21:25

Edit: hab jetzt mal die Überschrift gelesen, also die Kündigung war betriebsbedingt.

Die Formulierung der nicht mehr benötigten Projektassistenz finde ich auch ungünstig, zumal da steht "zu diesem Zweck" und es gar keinen Zweck gibt. Das kann man auch besser ausdrücken, Stichwort Umstrukturierung oder so. Beispielsweise: "durch interne Umstrukturierungsmäßnahmen fiel der Arbeitsplatz von Herrn/Frau MüllerMeierSchmidt weg und wir konnten ihn/sie nicht weiter beschäftigen." Auch nicht doll, aber besser als vorher.

Auf eine Floskel des Bedauerns hast du nicht unbedingt Anspruch. Kannst das natürlich auf dem Klageweg versuchen, aber da müsstest du schon mehrere sehr gute schriftliche Arbeitsbeurteilungen haben.

@Holger: es darf nichts Negatives über den Mitarbeiter drinstehen, aber dass eine Stelle im Unternehmen wegfällt, ist zwar nicht schön, hat aber per se nichts mit der Leistung des Beurteilten zu tun. Sowas darf selbstverständlich drin stehen, beispielsweise auch, dass man Insolvenz anmelden musste. Auch negativ, erklärt aber, warum man Mitarbeiter XY nicht mehr weiter beschäftigen konnte.

Dan123
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Beitrag von Dan123 » 16.06.2016, 15:21

Danke für die Überarbeitungsvorschläge! Ich habe meinem ehemaligen Arbeitgeber meine Korrekturvorschläge gesendet und bin gespannt, ob er sie berücksichtigen wird.

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