Arbeitszeugnis Buchhändlerin bewerten

Fragen zu Zeugnissen und Nachweisen: Müssen alle bisherigen Zeugnisse mitgeschickt werden? Welche Nachweise sind wichtig? Wie müssen die Zeugnisse geordnet werden?
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Gwendoline
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Arbeitszeugnis Buchhändlerin bewerten

Beitrag von Gwendoline » 06.07.2016, 22:00

Liebe Forumsmitglieder,

ich soll mein eigenes Zeugnis korriegieren bzw. mehr oder weniger schreiben. Soweit bin ich bisher. Ich hätte gern ein paar Meinungen dazu.

Frau XXX geb. xxx, geboren am (Datum) in (Geburtsort) war vom xxx bis xxx als Buchhändlerin in unserer Buchhandlung in Teilzeit tätig.

Wir sind eine Buchhandlung mit allgemeinem Sortiment und arbeiten mit einem branchenüblichen Warenwirtschaftssystem. Wir führen im in erster Linie die Bereiche Belletristik, Krimi, Sachbuch, Kinder- u. Jugendbuch und Natur.

Zum Aufgabengebiet von Frau XXX gehörten alle buchhändlerischen Tätigkeiten, im Wesentlichen die Beratung der Kunden, der Wareneingang und die Pflege des Lagers. Auch war sie in allen EDV-technischen Bereichen eine große Hilfe.

Frau XXX verfügt über umfassende Fachkenntnisse und ist sehr belesen. Sie war eine jederzeit engagierte und fleißige Mitarbeiterin und arbeitete schnell, sicher und selbstständig. Sie zeigte stets Einsatzbereitschaft und war auch starken Arbeitsbelastungen jederzeit gewachsen.
Für unsere Kunden war Frau XXX eine geschätzte Gesprächspartnerin und zeichnete sich durch buchhändlerische Kompetenz und ihre große Freundlichkeit und Geduld aus.
Sie übte Ihre Position stets zu unserer vollsten Zufriedenheit aus und Entsprach unserer Erwartung in jeder Hinsicht sehr gut.

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war stets vorbildlich.

Frau XXX verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch aus privaten Gründen, was wir sehr bedauern.
Wir danken ihr für ihre Leistungen und den engagierten Einsatz für das Unternehmen und wünschen ihr auch für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und persönlich alles Gute.

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Ideara
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Re: Arbeitszeugnis Buchhändlerin bewerten

Beitrag von Ideara » 07.07.2016, 18:04

Vorab: Für ein Arbeitszeugnis solltest du dir im Zweifel rechtlichen Beistand holen, ein Forum kann so etwas nicht leisten (Rechtsberatung).
Von daher hier nur meine persönliche Einschätzung ohne rechtliche Aussagekraft:

Du hast dich an die gängigen Formulierungen gehalten und auch die Aussagen zu Leistungsmotivation und Arbeitsverhalten sind drin. Vielleicht an einer Stelle auch mal eine "nur" gute Einschätzung abgeben, sonst erhält es schnell den Geschmack eines Gefälligkeitszeugnisses, womit die Aussagekraft natürlich gegen 0 geht.

Zwei Rechtschreibfehler und einen Verbesserungsvorschlag habe ich unterstrichen. Vorgesetzte und Kollegen gehören vor die Kunden.

Gwendoline hat geschrieben:Wir führen im in erster Linie die Bereiche Belletristik, Krimi, Sachbuch, Kinder- und Jugendbuch und Natur.

(...)

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war stets vorbildlich. Für unsere Kunden war Frau XXX eine geschätzte Gesprächspartnerin und zeichnete sich durch buchhändlerische Kompetenz und ihre große Freundlichkeit und Geduld aus.

(...)

Sie übte Ihre Position stets zu unserer vollsten Zufriedenheit aus und Entsprach unserer Erwartung in jeder Hinsicht sehr gut.

Gruß

BlackDiamond
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Beitrag von BlackDiamond » 07.07.2016, 20:09

Schließe mich Ideara an. Mir wäre das Zeugnis zu gut, um wirklich echt zu sein. Ultimative Lobhudeleien kommen bei erfahrenen Personalentscheidern schnell in die "selbst geschrieben" Schublade. Aber vielleicht bewirbst du dich ja bei kleineren Buchhandlungen, wo das mangels Erfahrung niemand merkt?

Gwendoline
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Beitrag von Gwendoline » 07.07.2016, 23:29

Vielen Dank für den Hinweis auf die Fehler. Ich werde das Zeugnis nochmal überarbeiten. Ich werde es in einigen Punkten nochmal ändern.

Charlie Schmidt
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Beitrag von Charlie Schmidt » 08.07.2016, 23:06

Hallo Gwendoline,

ergänzend zu meinen Vorpostern habe ich auch noch was gefunden:
Frau XXX geb. xxx, geboren am (Datum) in (Geburtsort), war vom xxx bis zum xxx als Buchhändlerin in unserer Buchhandlung in Teilzeit (sprachlich schöner fände ich: als Teilzeitkraft; ggf. auch mit Angabe der prozentualen Arbeitszeit) tätig.
Jugendbuch und (schöner: sowie) Natur
Sie übte Ihre Position

Gwendoline
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Beitrag von Gwendoline » 12.07.2016, 11:28

Danke :) :) :) :)

Gwendoline
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Beitrag von Gwendoline » 12.07.2016, 19:04

So, ich habe dann Eure Tipps beherzigt. Es ist wahrscheinlich immer noch zu gut. Aber besser zu gut als zu schlecht.





Zeugnis


Frau XXX geb. XXX, geboren am (Datum) in XXX, war vom (Datum) bis zum (Datum) als Buchhändlerin in unserer Buchhandlung als Teilzeitkraft tätig.

Wir sind eine Buchhandlung mit allgemeinem Sortiment und arbeiten mit einem branchenüblichen Warenwirtschaftssystem. Wir führen in erster Linie die Bereiche Belletristik, Krimi, Sachbuch, Kinder- und Jugendbuch sowie Natur.

Zum Aufgabengebiet von Frau XXX gehörten alle buchhändlerischen Tätigkeiten, im Wesentlichen die Beratung der Kunden, der Wareneingang und die Pflege des Lagers. Auch war sie in allen EDV-technischen Bereichen eine große Hilfe.

Frau XXX verfügt über umfassende Fachkenntnisse und ist sehr belesen. Sie war eine engagierte und fleißige Mitarbeiterin und arbeitete schnell, sicher und selbstständig. Sie zeigte stets Einsatzbereitschaft und war auch starken Arbeitsbelastungen jederzeit gewachsen.
Für unsere Kunden war Frau XXX eine geschätzte Gesprächspartnerin und zeichnete sich durch buchhändlerische Kompetenz und ihre große Freundlichkeit und Geduld aus.
Sie übte ihre Position stets zu unserer vollsten Zufriedenheit aus und entsprach unserer Erwartung in jeder Hinsicht sehr gut.

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war jederzeit einwandfrei.

Frau XXX verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch aus privaten Gründen, was wir sehr bedauern.
Wir danken ihr für ihre Leistungen und den engagierten Einsatz für das Unternehmen und wünschen ihr auch für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und persönlich alles Gute.

Charlie Schmidt
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Beitrag von Charlie Schmidt » 12.07.2016, 19:12

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war jederzeit einwandfrei.
Du könntest hier noch die Kunden ergänzen.

BlackDiamond
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Beitrag von BlackDiamond » 12.07.2016, 21:08

Charlie Schmidt hat geschrieben:
Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war jederzeit einwandfrei.
Du könntest hier noch die Kunden ergänzen.
Die Kunden stehen weiter oben in einem separaten Satz, der auf ihre buchhändlerische Kompetenz eingeht.

SaMeHA
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Buchhändlerin Arbeitszeugnis Buchhandel

Beitrag von SaMeHA » 23.05.2019, 15:07

Hallo zusammen,
ich habe mein letztes Arbeitszeugnis zu einem Zeitpunkt erhalten, als es mir gesundheitlich extrem schlecht ging, weshalb ich mich nicht gleich so richtig damit auseinandersetzen konnte. Da es mir inzwischen besser geht, und ich jetzt angefangen habe, mich zu bewerben, stellt sich mir natürlich die Frage, ob ich dieses Zeugnis so mitschicken kann, oder besser um ein neues bitte. Ich hatte ein Coaching, allerdings war sich der Coach auch nicht ganz sicher, weil das Zeugnis zwar einige Merkwürdigkeiten aufweist, sehr kurz ist etc. Allerdings habe ich halt auch in einer eher kleinen Buchhandlung gearbeitet, dh die Zuständige hat wenig Erfahrung mit dem Formulieren von Arbeitszeugnissen, und es stellt sich die Frage, ob im Buchhandel (was schon eine "spezielle" Branche ist), der Anspruch an Arbeitszeugnisse generell überhaupt derselbe ist wie in anderen Bereichen. Dieser Einwand kommt von einem professionellen Coach (früher Headhunter etc), sauge ich mir also nicht aus den Fingern.
Hier der Text:

Die xy -Buchhandlung GmbH ist eine Buchhandlungskette mit acht kleineren Filialen im... Deutschlands. VornameNachname (xy), geboren am ..., war vom ... bis ... in unseren Filialen in ... als Buchhändlerin in Vollzeit tätig.
Das Aufgabengebiet von xy umfasste:
- Auflistung aller Aufgabengebiete, paßt so auch, da fehlt nichts

xy arbeitete sich schnell in ihre verschiedenen Aufgabengebiete ein. Sie zeigte stets Eigeninitiative, großen Fleiß und Eifer. Sie war äußerst pflichtbewusst, zuverlässig und arbeitete sehr konzentriert und zielgerichtet.
Von Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden wurde xy fachlich und persönlich gleichermaßen geschätzt. Sie war stets ehrlich und verhielt sich jederzeit vorbildlich.
Ihre Leistungen übertrafen die Anforderungen für die Stelle in sehr hohem Maße, so dass wir jederzeit außerordentlich zufrieden waren. xy erfüllte ihre Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit.
Wir wünschen ihr für ihre berufliche und private Zukunft alles Gute!

Ich war übrigens sechseinhalb Jahre lang dort beschäftigt.

Danke schon mal für die Hilfe!

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TheGuide
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Re: Arbeitszeugnis Buchhandel

Beitrag von TheGuide » 23.05.2019, 17:36

Die Hervorhebung deiner Ehrlichkeit irritiert mich, mal sehen, was Jameson dazu sagt. M.E. ist Ehrlichkeit selbstverständlich und wenn man sie extra erwähnt, heißt das im Umkehrschluss, dass da etwas nicht ganz koscher war. Auf der anderen Seite kann es natürlich sein, dass da im Handel andere Regeln gelten, da hier ja der Griff in die Kasse theoretisch jederzeit möglich wäre, Ehrlickeit sogar hervorgehoben werden muss.
In dem Abschiedswunsch fehlt das weiterhin.

Wie ich Jameson kenne, wird er auch die Kürze des Bewertungsteils bemängeln.

tanda
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Re: Arbeitszeugnis Buchhandel

Beitrag von tanda » 23.05.2019, 21:53

Das Zeugnis ist zwar kurz aber von der Bewertung her gut bis sehr gut. Bei allen Tätigkeiten, die mit Geld zu tun haben, muss Ehrlichkeit im Zeugnis erwähnt werden, weil es sonst bedeutet, dass der Mitarbeiter geklaut hat. Im Buchhandel arbeitet man ja auch an der Kasse, daher ist es korrekt, dass im Zeugnis Ehrlichkeit bescheinigt wird.

Jameson
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Re: Arbeitszeugnis Buchhandel

Beitrag von Jameson » 24.05.2019, 12:13

Hallo SaMeHA,
SaMeHA hat geschrieben:
23.05.2019, 15:07
Hallo zusammen,
ich habe mein letztes Arbeitszeugnis zu einem Zeitpunkt erhalten, als es mir gesundheitlich extrem schlecht ging, weshalb ich mich nicht gleich so richtig damit auseinandersetzen konnte. Da es mir inzwischen besser geht, und ich jetzt angefangen habe, mich zu bewerben, stellt sich mir natürlich die Frage, ob ich dieses Zeugnis so mitschicken kann, oder besser um ein neues bitte. Ich hatte ein Coaching, allerdings war sich der Coach auch nicht ganz sicher, weil das Zeugnis zwar einige Merkwürdigkeiten aufweist, sehr kurz ist etc. Allerdings habe ich halt auch in einer eher kleinen Buchhandlung gearbeitet, dh die Zuständige hat wenig Erfahrung mit dem Formulieren von Arbeitszeugnissen, und es stellt sich die Frage, ob im Buchhandel (was schon eine "spezielle" Branche ist), der Anspruch an Arbeitszeugnisse generell überhaupt derselbe ist wie in anderen Bereichen. Dieser Einwand kommt von einem professionellen Coach (früher Headhunter etc), sauge ich mir also nicht aus den Fingern.
Hier der Text:
dann saugt sich das eben dieser professionelle Coach aus den Fingern. :wink:
SaMeHA hat geschrieben:
23.05.2019, 15:07
Die xy -Buchhandlung GmbH ist eine Buchhandlungskette mit acht kleineren Filialen im... Deutschlands. VornameNachname (xy), geboren am ..., war vom ... bis ... in unseren Filialen in ... als Buchhändlerin in Vollzeit tätig.
Die Reihenfolge der Benennung ist unüblich was ggf. als Herabsetzung verstanden werden kann, ansonsten OK.
SaMeHA hat geschrieben:
23.05.2019, 15:07
Das Aufgabengebiet von xy umfasste:
- Auflistung aller Aufgabengebiete, paßt so auch, da fehlt nichts
Trotzdem wäre es sinnvoll gewesen diese Auflistung anzugeben, auch sie enthält i.a.R. Wertungen
SaMeHA hat geschrieben:
23.05.2019, 15:07
xy arbeitete sich schnell in ihre verschiedenen Aufgabengebiete ein. Sie zeigte stets Eigeninitiative, großen Fleiß und Eifer. Sie war äußerst pflichtbewusst, zuverlässig und arbeitete sehr konzentriert und zielgerichtet.
Von Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden wurde xy fachlich und persönlich gleichermaßen geschätzt. Sie war stets ehrlich und verhielt sich jederzeit vorbildlich.
Ihre Leistungen übertrafen die Anforderungen für die Stelle in sehr hohem Maße, so dass wir jederzeit außerordentlich zufrieden waren. xy erfüllte ihre Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit.
Gemessen am zu würdigenden Zeitraum extrem knapp, kein individuelles Wort das sich auf konkret dich bezieht, die Reihenfolge wirr und inhaltlich widersprüchlich, dein Verhalten wurde als wenig positiv wahrgenommen, über Fachkenntnisse verfügst du nicht.
Ob hier die Würdigung von Ehrlichkeit aufgrund einer Kassiertätigkeit zu erwähnen ist wissen wir aufgrund der Auslassung nicht, falls dem jedoch so ist wurde hier eine nicht eindeutig positive Formulierung gewählt. Eindeutig positiv wäre zum Beispiel die Würdigung von Ehrlichkeit mit dem Zusatz "der Vollständigkeit halber".
SaMeHA hat geschrieben:
23.05.2019, 15:07
Wir wünschen ihr für ihre berufliche und private Zukunft alles Gute!
Achtung, hier haben wir eine Verbotene Hervorhebung. Es ist untersagt ein "!" zu verwenden. Konkret hier verstehe ich es so, dass es mehr über dich zu sagen gäbe, was der Verfasser aber nicht im Text unterzubringen vermag.

Ansonsten wertet die Schlussformulierung den Zeugnistext im Ganzen ab weil hier ausdrücklich nicht von erbrachten Arbeitserfolgen gesprochen- und die Arbeit im Ganzen als nicht Dankenswert beschrieben wird. Da wundert es kaum nach dass man dein Ausscheiden nicht bedauert.
SaMeHA hat geschrieben:
23.05.2019, 15:07
Ich war übrigens sechseinhalb Jahre lang dort beschäftigt.

Danke schon mal für die Hilfe!
SaMeHA, nun weiß ich natürlich nicht welche Wertung/en du dir verdient und erarbeitet hast... was meinst du selbst denn dazu?

SaMeHA
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Re: Arbeitszeugnis Buchhandel

Beitrag von SaMeHA » 25.05.2019, 20:35

Hallo und vielen Dank erst mal für die Rückmeldungen.
Ich habe die Tätigkeitenliste weggelassen, weil ich nicht damit gerechnet habe, daß man sogar da etwas rauslesen kann, und den Beitrag nicht aufblähen wollte, aber ich merke schon, daß es schon allein aufgrund des Punktes "Ehrlichkeit" sinnvoll ist, zu ergänzen:
- Kundenberatung, Kundenservice und Verkauf
- Warenpräsentation, Lagerpflege und Remission
- Einkauf (Belletristik, fremdsprachige Bücher, Hörbuch, Essen/Trinken)
- Kassenführung (kassieren und Kassenabrechnung)
- Ansprechpartnerin für das Warenwirtschaftssystem [Name des im Unternehmen verwendeten Programms]
- Planung und Durchführung von Veranstaltungen

Ja, daß es für den Zeitraum sehr kurz ist, war mir klar. Mit den individuellen Worten ist es schwierig, weil die Verfasserin des Zeugnisses mich nicht wirklich im Arbeitsalltag erlebt hat, und es keine Filialleitung gibt, bei der sie hätte nachfragen können. Was genau meinst Du mit der Reihenfolge? Also wie sollte sie sein? Und bedeutet "fachlich...geschätzt" nicht, daß ich über Fachkenntnisse verfüge (was ich definitiv tue ;-)) ?

Danke auch besonders für den Hinweis mit dem "!"! Ich will das jetzt nicht schönreden, aber da es ein kleines Unternehmen mit unter 40 MA ist, und die Verfasserin (Geschäftsführerin) studierte Sprachwissenschaftlerin ist, und nicht eigentlich "aus der Wirtschaft kommt", kann es sogar sein, daß sie das nicht absichtlich gemacht hat, sondern ihr einfach die Erfahrung fehlt. Aber das weiß ich natürlich nicht. Mir war das jedenfalls nicht klar. Ich hatte das Zeugnis übrigens auch schon direkt nach Erhalt einer BWLerin und einer Fachanwältin für Arbeitsrecht vorgelegt, die beide (abgesehen von der Kürze) nichts zu beanstanden hatten. Also danke nochmals! Meine eigene Meinung: hätte ich es selbst geschrieben, hätte ich es schon anders gemacht - ausführlicher, Fachkenntnisse mehr hervorgehoben, der Punkt mit dem fehlenden "weiterhin" ist mir auch aufgefallen. Da mir gekündigt wurde (krankheitsbedingt), ist es irgendwie logisch, daß man mein Ausscheiden nicht bedauert.
Kann ich um Korrektur bitten, und dabei konkret folgende Punkte benennen:
- Änderung der Reihenfolge am Anfang
- Zusatz "der Vollständikeit halber" beim Punkt Ehrlichkeit
- Entfernen des "!"
- Dank für die erbrachte Arbeitsleistung (welche Formulierung wäre hier angebracht?) ?

Also habe ich da ein Recht drauf? Auf das Streichen des "!" wohl definitiv, wenn ich das richtig verstehe, oder?

SaMeHA
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Re: Arbeitszeugnis Buchhandel

Beitrag von SaMeHA » 25.05.2019, 23:10

Ach ja, noch ein Nachtrag. Ich habe da wirklich über Jahre hinweg sehr gute Arbeit geleistet (und auch sehr gerne!), was sich auch an Zahlen messen ließ, von zufriedenen Kunden, mehr Stammkunden etc ganz abgesehen. Das Ende war nicht gut, aber das hing mit einer langen Krankheitsphase zusammen, einen ähnlichen Fall gab es ein Jahr vorher mit einem Kollegen, der inzwischen auch an seiner Krankheit verstorben ist (was mir übrigens auch hätte passieren können, aber das nur nebenbei). Jedenfalls will ich ein angemessenes Zeugnis. Allerdings glaube ich schon, daß der Coach nicht Unrecht hat. Klar gibt es Unternehmen wie Thalia, aber die allermeisten Buchhandlungen sind kleine inhabergeführte Läden, da gibt es keine Personalabteilung mit Zeugnisprofis, da geht auch viel über den persönlichen Kontakt. Und nein, das ist keine Naivität meinerseits, mit der ich versuche, mir meine Lage und Zukunftsaussichten schönzureden. Ich will ein vernünftiges Zeugnis, einfach weil es mir zusteht und ich mir nichts verbauen lassen will, und natürlich auch für den Fall, daß meine Bewerbung dann doch mal bei Thalia o.ä. landet.

Jameson
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Re: Arbeitszeugnis Buchhandel

Beitrag von Jameson » 27.05.2019, 11:15

Hallo SaMeHA,
SaMeHA hat geschrieben:
25.05.2019, 20:35
Hallo und vielen Dank erst mal für die Rückmeldungen.
Ich habe die Tätigkeitenliste weggelassen, weil ich nicht damit gerechnet habe, daß man sogar da etwas rauslesen kann, und den Beitrag nicht aufblähen wollte, aber ich merke schon, daß es schon allein aufgrund des Punktes "Ehrlichkeit" sinnvoll ist, zu ergänzen:
- Kundenberatung, Kundenservice und Verkauf
- Warenpräsentation, Lagerpflege und Remission
- Einkauf (Belletristik, fremdsprachige Bücher, Hörbuch, Essen/Trinken)
- Kassenführung (kassieren und Kassenabrechnung)
- Ansprechpartnerin für das Warenwirtschaftssystem [Name des im Unternehmen verwendeten Programms]
- Planung und Durchführung von Veranstaltungen
das passt ins Gesamtbild.
SaMeHA hat geschrieben:
25.05.2019, 20:35
Ja, daß es für den Zeitraum sehr kurz ist, war mir klar. Mit den individuellen Worten ist es schwierig, weil die Verfasserin des Zeugnisses mich nicht wirklich im Arbeitsalltag erlebt hat, und es keine Filialleitung gibt, bei der sie hätte nachfragen können. Was genau meinst Du mit der Reihenfolge? Also wie sollte sie sein? Und bedeutet "fachlich...geschätzt" nicht, daß ich über Fachkenntnisse verfüge (was ich definitiv tue ;-)) ?
In dieser Formulierung geht es eigentlich um die Würdigung deines Verhaltens, von deiner fachlichen Qualität sollte an anderer Stelle und anders formuliert gesprochen werden. Jetzt haben wir hier also im Grunde nur eine wenig erfreuliche Bewertung deines Verhaltens.
SaMeHA hat geschrieben:
25.05.2019, 20:35
Danke auch besonders für den Hinweis mit dem "!"! Ich will das jetzt nicht schönreden, aber da es ein kleines Unternehmen mit unter 40 MA ist, und die Verfasserin (Geschäftsführerin) studierte Sprachwissenschaftlerin ist, und nicht eigentlich "aus der Wirtschaft kommt", kann es sogar sein, daß sie das nicht absichtlich gemacht hat, sondern ihr einfach die Erfahrung fehlt. Aber das weiß ich natürlich nicht. Mir war das jedenfalls nicht klar.
Natürlich kann das sein, aber das ist egal. Ausschlaggebend ist doch nicht was der Verfasser sagen wollte, sondern das was beim Leser ankommt.
SaMeHA hat geschrieben:
25.05.2019, 20:35
Ich hatte das Zeugnis übrigens auch schon direkt nach Erhalt einer BWLerin und einer Fachanwältin für Arbeitsrecht vorgelegt, die beide (abgesehen von der Kürze) nichts zu beanstanden hatten. Also danke nochmals!
So viel zur diesbezüglichen "Qualifikation" von Arbeitsrechtlern, solchem Mumpitz begegne ich immer wieder.
SaMeHA hat geschrieben:
25.05.2019, 20:35
Meine eigene Meinung: hätte ich es selbst geschrieben, hätte ich es schon anders gemacht - ausführlicher, Fachkenntnisse mehr hervorgehoben, der Punkt mit dem fehlenden "weiterhin" ist mir auch aufgefallen. Da mir gekündigt wurde (krankheitsbedingt), ist es irgendwie logisch, daß man mein Ausscheiden nicht bedauert.
Kann ich um Korrektur bitten, und dabei konkret folgende Punkte benennen:
- Änderung der Reihenfolge am Anfang
- Zusatz "der Vollständikeit halber" beim Punkt Ehrlichkeit
- Entfernen des "!"
- Dank für die erbrachte Arbeitsleistung (welche Formulierung wäre hier angebracht?) ?

Also habe ich da ein Recht drauf? Auf das Streichen des "!" wohl definitiv, wenn ich das richtig verstehe, oder?
Richtig, auf die Änderung dieses Punktes hast du ein Recht. Dazu gibt es entsprechende Urteile auf die man sich berufen kann.
Was nicht nur die sonstigen, von dir genannten Punkte- sondern im Grunde nahezu das komplette Zeugnis angeht... was sich davon durchsetzen lässt hängt sehr von der Vorgehensweise ab.
Meinst du denn dass man einen von dir selbst eingereichten Zeugnistext akzeptieren wird? In dem Fall solltest du einen hierauf spezialisierten, qualifizierten Ghostwriter kontaktieren, damit wärst du auf der sicheren Seite. Ich selbst stehe dafür zwar derzeit nicht zur Verfügung, ich könnte mich aber für dich umhören und einen Kontakt vermitteln. Ich stehe in Kontakt mit einem Netzwerk von Personalern, Ehemaligen und sonstigen Entscheidern, die diese Hilfestellung gelegentlich anbieten. Setze dich bei Interesse unter bewerbungsfragen@hotmail.com gerne mit mir in Verbindung.
SaMeHA hat geschrieben:
25.05.2019, 20:35
Ach ja, noch ein Nachtrag. Ich habe da wirklich über Jahre hinweg sehr gute Arbeit geleistet (und auch sehr gerne!), was sich auch an Zahlen messen ließ, von zufriedenen Kunden, mehr Stammkunden etc ganz abgesehen. Das Ende war nicht gut, aber das hing mit einer langen Krankheitsphase zusammen, einen ähnlichen Fall gab es ein Jahr vorher mit einem Kollegen, der inzwischen auch an seiner Krankheit verstorben ist (was mir übrigens auch hätte passieren können, aber das nur nebenbei).
Ersteres sollte dein Zeugnis widerspiegeln, letzeres hat darin nichts verloren.
SaMeHA hat geschrieben:
25.05.2019, 20:35
Jedenfalls will ich ein angemessenes Zeugnis. Allerdings glaube ich schon, daß der Coach nicht Unrecht hat. Klar gibt es Unternehmen wie Thalia, aber die allermeisten Buchhandlungen sind kleine inhabergeführte Läden, da gibt es keine Personalabteilung mit Zeugnisprofis, da geht auch viel über den persönlichen Kontakt. Und nein, das ist keine Naivität meinerseits, mit der ich versuche, mir meine Lage und Zukunftsaussichten schönzureden.
Natürlich ist die Erwartungshaltung an den Verfasser eines Arbeitszeugnisses geringer wenn klar ist dass er ein Dreimannunternehmen leitet... und das branchenübergreifend. Möchtest du dich denn gerne darauf verlassen dass man dein Zeugnis zukünftig ähnlich nachsichtig betrachtet?
SaMeHA hat geschrieben:
25.05.2019, 20:35
Ich will ein vernünftiges Zeugnis, einfach weil es mir zusteht und ich mir nichts verbauen lassen will, und natürlich auch für den Fall, daß meine Bewerbung dann doch mal bei Thalia o.ä. landet.
Wie ist dein Zeugnis denn im ganzen aufgebaut- Briefkopf, Adressfeld, Firmenstempel, Kontaktangaben, Unterschrift bzw. Kürzel, Faltung, usw.? Auch hier gibt es Nogos und konkrete verbotene Darstellungen die für bestimmte Informationen oder Wertungen verwandt werden... welche natürlich auch wieder versehentlich eingefügt wurden.

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