Sozialarbeiter Initiativbewerbung schreiben - Muster gut?

Eine initiative Bewerbung lohnt immer dann, wenn keine konkrete Stellenausschreibung vorliegt. Worauf ihr achten musst, ist Thema in diesem Forum.
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sabs4u2
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Sozialarbeiter Initiativbewerbung schreiben - Muster gut?

Beitrag von sabs4u2 » 14.10.2007, 18:13

huhu! bin neu hier und über google auf diese seite gestoßen, als ich mich über initiativbewerbungen informieren wollte. mein problem. ich möchte mich in einem bereich bewerben, der sehr vielseitig ist. um genau zu sein, bei der stadtverwaltung. dort gibt es für sozialarbeiter mehrere möglichkeiten der anstellung. allgemeiner sozialer dienst, kinder- und jugendarbeit, offene jugendarbeit, bezirkssozialarbeit etc.
weil ich selbst berufseinsteigerin bin, habe ich noch keine genaue vorstellung davon, wo ich genau arbeiten möchte. könnte mir alle genannten bereiche bisher gut vorstellen, aber in initiaitvbewerbungen soll man ja, so wie ich das bisher gelesen habe, sehr genau formulieren, was man machen will und warum.

naja. ich hab da jetzt mal auf gut dünken etwas formuliert. ich wäre euch für tipps und anmerkungen sehr dankbar

lieben gruß
sabs4u2

Sehr geehrter Herr ... , vorab vielen Dank für das nette Telefongespräch! Wie besprochen, erhalten Sie anbei meine vollständigen Bewerbungsunterlagen.
Zurzeit befinde ich mich im Anerkennungsjahr zur staatlich anerkannten Sozialarbeiterin und –pädagogin beim Jugendamt der Stadt ... Dieses besteht aus zwei Teilen: Einem neunmonatigen Block im Bereich der Stadtteilbezogenen Sozialen Arbeit, sowie einem dreimonatigen Verwaltungspraktikum in der städtischen Bezirkssozialarbeit. Am 29.02.2008 werde ich das Jahrespraktikum voraussichtlich beenden.
Im Anschluss daran interessiere ich mich sehr für eine weitere Anstellung in der Stadtverwaltung, um meine Kenntnisse auf diesem Gebiet zu vertiefen. Aus persönlichen Gründen ziehe ich einen Wohnortwechsel von ... nach .... in absehbarer Zeit in Betracht, weshalb ich meine Bewerbung explizit an Sie richte.
Mein besonderes Interesse gilt der Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen. Mögliche Gebiete können demnach z.B. die Bezirkssozialarbeit, aber auch die Kinder- und Jugendhilfe, o.ä. sein. Darüber hinaus kann ich mir ebenfalls gut vorstellen, meine bereits gesammelten Erfahrungen in der Gemeinwesen-, bzw. Stadtteilarbeit zu erweitern. Durch meine bisherige Tätigkeit in diesem Feld verfüge ich bereits über umfangreiche Kenntnisse in der Arbeit mit Gruppen, im Aufbau von Netzwerken und in der Kooperation mit anderen Trägern.
Meine besonderen Stärken liegen in meinem Organisationstalent, sowie in der Fähigkeit, flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren. Ich bin ein sehr strukturierter Mensch und bemühe mich stets, möglichst gründlich und effizient zu arbeiten. Aber auch Empathie und Kommunikativität gehören zu meinen herausragendsten Eigenschaften. Natürlich können Sie die Bereitschaft, im Team zu arbeiten, bei mir ebenso voraussetzen, wie Zuverlässigkeit und die Fähigkeit, mich rasch und selbständig in neue Aufgabengebiete einzuarbeiten.
Mein jetziger Arbeitgeber bietet mir die Option, das Anerkennungsjahr um bis zu drei Monate zu verkürzen, weshalb auch ein früherer Eintrittstermin vorstellbar ist. Sollte jedoch momentan keine meinen Fähigkeiten entsprechende Position vakant sein, wäre ich auch zu einem späteren Zeitpunkt an einem Gespräch interessiert; meine Bewerbungsunterlagen sind daher zum Verbleib gedacht.
Mit freundlichen Grüßen

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Beitrag von FRAGEN » 14.10.2007, 19:24

sabs4u2 hat geschrieben:ich hab da jetzt mal auf gut dünken etwas formuliert
Hast Du nicht, Sabs4u2... ich würde sogar sagen, dass Du Dein "Gutes Dünken" mit gooletechnischer Unterstützung schon weitgehend kurz und klein optimiert hast... was in Deinem Fall sehr schade ist... ;-)

Ernsthaft: Die vorangestellte Einleitung gefällt mir deutlich besser - weil sie so offen geradeaus, positiv und zupackend klingt, wie man sich eine gute Sozialarbeiterin vorstellt. Der Verfasserin des tatsächlichen Anschreibens hingegen würde ich den Umgang mit "schwierigem" Publikum nicht zutrauen...

Hat es das besagte Telefonat eigentlich schon gegeben? Ich frage deshalb, weil sich aus einem solchen ja eigentlich schon eine gewisse Eingrenzung der möglichen Tätigkeiten bei dieser speziellen Verwaltung ergeben haben müsste?!?

Ganz andere Frage: Hast Du den verwaltungsbezogenen Teil Deines Anerkennungsjahres schon absolviert? Wenn ja, würde ich darauf unbedingt detaillierter eingehen; wenn nicht, fände ich es als Leser überraschend, wenn sich jemand bei mir bewürbe, der die Möglichkeit eines solchen unverbindlichen Testlaufs nicht als Entscheidungshilfe im Vorfeld genutzt hätte...

Ist es Taktik, dass Du Dich bzgl. Deiner konkreten Kenntnisse so bedeckt hälst? Zu Inhalten und Schwerpunkten Deiner Ausbildung sagst Du gar nichts und die Umschreibung der"bereits gesammelten Erfahrungen in der Gemeinwesen-, bzw. Stadtteilarbeit" ist schon äusserst weit gefasst. Redest Du da von Deinem Anerkennungsjahr oder etwas anderem?

Was hat es denn mit dem Umzug auf sich, den Du "in Betracht ziehst"?

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich würde den jetzigen Brief einmal zur Seite legen - und es tatsächlich einmal frisch von der Leber weg bzw. nach Deinem persönlichen Gutdünken versuchen... ohne allzu genau darüber nachzudenken, was "man" in Bewerbungen "sagen soll"... ;-)

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Beitrag von sabs4u2 » 14.10.2007, 19:48

FRAGEN hat geschrieben:
Hast Du nicht, Sabs4u2... ich würde sogar sagen, dass Du Dein "Gutes Dünken" mit gooletechnischer Unterstützung schon weitgehend kurz und klein optimiert hast... was in Deinem Fall sehr schade ist... ;-)
hehe ertappt. :wink:
Hat es das besagte Telefonat eigentlich schon gegeben? Ich frage deshalb, weil sich aus einem solchen ja eigentlich schon eine gewisse Eingrenzung der möglichen Tätigkeiten bei dieser speziellen Verwaltung ergeben haben müsste?!?
ne aber ich hab mich über die verwaltungsstruktur der stadt im internet informiert. hatte natürlich noch vor da anzurufen. gehört sich ja auch so oder?! :wink: kann natürlich sein dass es dann eine gewisse eingrenzung gibt aber ich glaube kaum.
Ganz andere Frage: Hast Du den verwaltungsbezogenen Teil Deines Anerkennungsjahres schon absolviert? Wenn ja, würde ich darauf unbedingt detaillierter eingehen; wenn nicht, fände ich es als Leser überraschend, wenn sich jemand bei mir bewürbe, der die Möglichkeit eines solchen unverbindlichen Testlaufs nicht als Entscheidungshilfe im Vorfeld genutzt hätte...
ne aber mich drei monate vorher erst anfangen zu bewerben find ich einfach zu spät. und ich bekomme momentan ja auch schon einen guten einblick in diese arbeit weil ich mit den ensprechenden mitarbeitern jetzt schon relativ eng zusammen arbeite. vielleicht sollte ich das erwähnen...
Ist es Taktik, dass Du Dich bzgl. Deiner konkreten Kenntnisse so bedeckt hälst? Zu Inhalten und Schwerpunkten Deiner Ausbildung sagst Du gar nichts und die Umschreibung der"bereits gesammelten Erfahrungen in der Gemeinwesen-, bzw. Stadtteilarbeit" ist schon äusserst weit gefasst. Redest Du da von Deinem Anerkennungsjahr oder etwas anderem?
hmmm ich hab einfach ganz viel kürzen müssen um es auf eine seite zu quetschen. hab wie du richtig bemerkt hast sehr viel vorher recherchiert und in den beispielen ging es immer hauptsächlich um die eigenschaften und persönlichen stärken. vielleicht sind die eher was für eine seite drei?! kann oder sollte ich irgendetwas grundsätzlich raus lassen?
Was hat es denn mit dem Umzug auf sich, den Du "in Betracht ziehst"?
möchte wieder zurück in die heimat. habe bislang in der stadt gearbeitet in der ich studiert habe und in der ich mich immer noch nicht so recht wohl fühle. ist zwar auch nicht so weit weg von zu hause aber zumindest die richtige rheinseite sollte es wieder werden. :wink: warum? nicht gut? wollte eben gerne die frage beantworten warum ich mich gerade dort bewerbe.
Der langen Rede kurzer Sinn: Ich würde den jetzigen Brief einmal zur Seite legen - und es tatsächlich einmal frisch von der Leber weg bzw. nach Deinem persönlichen Gutdünken versuchen... ohne allzu genau darüber nachzudenken, was "man" in Bewerbungen "sagen soll"... ;-)
okay dann werd ich gleich nochmal etwas rumprobieren und hier einstellen. vielen dank schonmal für die hilfreichen tipps
Zuletzt geändert von sabs4u2 am 14.10.2007, 20:06, insgesamt 1-mal geändert.

sabs4u2
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Beitrag von sabs4u2 » 14.10.2007, 20:04

hm krieg das mit dem editieren nicht hin...

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Beitrag von FRAGEN » 14.10.2007, 21:21

sabs4u2 hat geschrieben:kann natürlich sein dass es dann eine gewisse eingrenzung gibt aber ich glaube kaum.
Und warum wolltest Du dann anrufen? Nur, damit Du "ratgeberkonform" schreiben kannst, dass Du angerufen hättest? Das soll nichts gegen das Anrufen heissen... nur solltest Du das Thema nicht einfach "abhaken", sondern gucken, dass etwas dabei rumkommt. Zunächst einmal und vor allem als nichtöffentliche Zusatzinformation für Dich; in rein brieftechnischer Hinsicht allerdings auch für ein "gewisses Etwas", woran sich Dein Ansprechpartner eventuell erinnern könte.
sabs4u2 hat geschrieben:mich drei monate vorher erst anfangen zu bewerben find ich einfach zu spät
Ist das so bei "Euch"? Bei mir wären die noch viel zu früh... ;-)
sabs4u2 hat geschrieben:ich bekomme momentan ja auch schon einen guten einblick in diese arbeit weil ich mit den ensprechenden mitarbeitern jetzt schon relativ eng zusammen arbeite. vielleicht sollte ich das erwähnen...
Nicht "vielleicht" - das ist Dein entscheidendes Argument, solange Du die Verwaltungs-Station noch nicht vorzuweisen hast!
sabs4u2 hat geschrieben:hmmm ich hab einfach ganz viel kürzen müssen um es auf eine seite zu quetschen.
Ich glaube nicht, dass die "1-Seiten-Regel" in Deinem Metier besonders wichtig ist... Sozialarbeit ist doch eigentlich so mehr oder weniger das Gegenteil der "Zeit-ist-Geld"-Ideologie... ;-)
sabs4u2 hat geschrieben:kann oder sollte ich irgendetwas grundsätzlich raus lassen?
Sagen wir so: Ich persönlich würde niemals etwas Spezifisches gegen etwas Unspezifisches tauschen. Wenn beides nicht passt (das Thema "Längengrenze" mal außen vor), würde ich immer bei den Dingen kürzen, die JEDER als Behauptung in den Raum stellen kann... ;-)
sabs4u2 hat geschrieben:wollte eben gerne die frage beantworten warum ich mich gerade dort bewerbe
Aber genau das hast Du so ja nicht wirklich getan... zumindest nicht so, dass es überzeugen könnte. Deine Formulierung hier ("möchte wieder zurück in die heimat") ist da wieder um Klassen einleuchtender.
sabs4u2 hat geschrieben:dann werd ich gleich nochmal etwas rumprobieren
Diesmal aber wirklich "probieren"... und Flagge zeigen, Sabs! Deine Person (incl. Deiner persönlichen Glaubwürdigkeit) ist in diesem Job m. E. ein ganz entscheidender Teil der "Fachkompetenz"... ;-)

Bin schwer gespannt... ;-)

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Beitrag von sabs4u2 » 14.10.2007, 21:40

FRAGEN hat geschrieben: Und warum wolltest Du dann anrufen? Nur, damit Du "ratgeberkonform" schreiben kannst, dass Du angerufen hättest? Das soll nichts gegen das Anrufen heissen... nur solltest Du das Thema nicht einfach "abhaken", sondern gucken, dass etwas dabei rumkommt. Zunächst einmal und vor allem als nichtöffentliche Zusatzinformation für Dich; in rein brieftechnischer Hinsicht allerdings auch für ein "gewisses Etwas", woran sich Dein Ansprechpartner eventuell erinnern könte.


na klar. das weiß ich alles. zunächst muss ich aber mal meinen ansprechartner usw in erfahrung bringen. nur dass das nichts am dilemma der vielschichtigkeit ändern wird. so war das gemeint
Ist das so bei "Euch"? Bei mir wären die noch viel zu früh... ;-)


ja bin schon spät dran... :?
Ich glaube nicht, dass die "1-Seiten-Regel" in Deinem Metier besonders wichtig ist... Sozialarbeit ist doch eigentlich so mehr oder weniger das Gegenteil der "Zeit-ist-Geld"-Ideologie... ;-)


naja. so ist das leider auch längst nicht mehr. will da aber lieber kein risiko eingehen. hab schon des öfteren gelesen dass manche bewerbungen dann direkt in den müll wandern.

Diesmal aber wirklich "probieren"... und Flagge zeigen, Sabs! Deine Person (incl. Deiner persönlichen Glaubwürdigkeit) ist in diesem Job m. E. ein ganz entscheidender Teil der "Fachkompetenz"... ;-)

Bin schwer gespannt... ;-)


next try

vorab vielen Dank für das nette Telefongespräch! Wie besprochen, erhalten Sie anbei meine vollständigen Bewerbungsunterlagen.
Zurzeit befinde ich mich im Anerkennungsjahr zur staatlich anerkannten Sozialarbeiterin und –pädagogin beim Jugendamt der Stadt ..., welches aus zwei Teilen besteht: Die ersten neun Monate absolviere ich in einem Bürgerzentrum in ...., wo ich stadtteilbezogen und ressourcenorientiert tätig bin. Meine Hauptaufgaben bestehen in der Beratung und Vermittlung bei Sozial- und Jugendhilfefragen, sowie in der Begleitung verschiedener Bewohnergruppen und der Organisation von Veranstaltungen im Stadtteil.
Am 01.12.2007 wechsele ich für das dreimonatige Verwaltungspraktikum in die Bezirksstelle 26 des Jugendamtes ..., um die nötigen Kompetenzen der Bezirkssozialarbeit zu erwerben.
Da ich aber, wie oben erwähnt, bereits jetzt beratend tätig bin, sind mir die Beratungssituation und das Themengebiet nicht fremd. Zudem erhalte ich durch die intensive Zusammenarbeit mit den MitarbeiterInnen des Sozialen Dienstes in verschiedenen Arbeitsfeldern schon jetzt einen guten Einblick in deren Aufgabenbereiche.
Im Anschluss an mein Anerkennungsjahr interessiere ich mich deshalb sehr für eine weitere Anstellung in der Stadtverwaltung, um meine Kenntnisse auf diesem Gebiet zu vertiefen. Da ich in ... aufgewachsen bin, ziehe ich einen Wohnortwechsel von ... dorthin in absehbarer Zeit in Betracht. Deshalb richte ich meine Bewerbung explizit an Sie.
Mein besonderes Interesse gilt der Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen. Mögliche Gebiete können demnach neben der Bezirkssozialarbeit auch die offene Kinder- und Jugendarbeit, o.ä. sein. Darüber hinaus kann ich mir ebenfalls gut vorstellen, meine bereits während des Studiums und jetzigen Tätigkeit gesammelten Erfahrungen in der Gemeinwesen-, bzw. Stadtteilarbeit zu erweitern. Durch diese verfüge ich über umfangreiche Kenntnisse in der Arbeit mit Gruppen, in der Moderation von Gremien, im Aufbau von Netzwerken und in der Kooperation mit anderen Trägern.
Mein jetziger Arbeitgeber bietet mir die Option, das Anerkennungsjahr um bis zu drei Monate zu verkürzen, weshalb auch ein früherer Eintrittstermin vorstellbar ist. Sollte jedoch momentan keine meinen Fähigkeiten entsprechende Position vakant sein, wäre ich auch zu einem späteren Zeitpunkt an einem Gespräch interessiert; meine Bewerbungsunterlagen sind daher zum Verbleib gedacht.
Mit freundlichen Grüßen


Anlagen
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und auf seite drei steht dann
Was Sie noch über mich wissen sollten:

 Meine besonderen Stärken liegen in meinem Organisationstalent und meinem Pflichtbewusstsein. Aufgaben
erledige ich stets gründlich und effizient.
 Die Fähigkeit, selbstständig und eigeninitiativ zu arbeiten zeichnet mich ebenfalls aus. Dadurch bin ich jederzeit
in der Lage auf neue Herausforderungen
flexibel zu reagieren.
 Auch Empathie und Kommunikativität gehören zu meinen herausragendsten Eigenschaften wodurch mir der
Aufbau von Kontakten und Beziehungen
zu Menschen sehr leicht fällt.
 Natürlich können Sie die Bereitschaft, im Team zu arbeiten,
bei mir ebenso voraussetzen, wie Zuverlässigkeit und
die Fähigkeit, mich rasch und selbständig in
neue Aufgabengebiete einzuarbeiten.

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Beitrag von sabs4u2 » 16.10.2007, 23:56

keiner sonst ne meinung dazu? :(

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 20.10.2007, 15:00

Es ist auch nicht ganz einfach, etwas dazu zu sagen, Sabs. Das Anschreiben ist auf jeden Fall deutlich besser als zuvor, soviel ist sicher... ;-)

Sprachlich kann man Dir ebenfalls nichts (wenngleich ich persönlich es etwas schade um das Temperament finde, das in Deinen Normal-Postings immer durchkommt). Ich sehe zwei Grundprobleme: Das eine besteht in der Tatsache, dass Du VIEL mehr sagen möchtest (und wohl auch zu sagen hast), als sich sinnvoll auf einer Seite unterbringen lässt... was dann zu derart allgemeinen Aussagen (was heisst z. B. "ressourcenorientiert", was "Begleitung von Bewohnergruppen", was "Aufbau von Netzwerken") führt, dass skeptische Leser den Eindruck von seichtem Gelaber haben könnten...

Das zweite ist die Argumentation für die Wahl der Stelle, die relativ unklar (weil strategisch unentschlossen) ist...

Ich bin gerade extrem gespannt auf Deinen "Praxisbericht" (falls der, wie angekündigt, am Wochenende kommt)... wobei ich nicht weiss, inwieweit Du den zu veröffentlichen gedenkst. Aber selbst, wenn Du es nicht tust: Du hast damit die Möglichkeit, die "untergegangenen" Inhalte (s. o.) konkret und greifbar zu machen (es sagt auch niemand, wie lang so ein Bericht sein darf... das können m. E. auch ruhig mehrere Seiten sein... vorausgesetzt, er liest sich gut genug) - und kannst gleichzeitig im Anschreiben auf schwammige Passagen verzichten, kürzer werden und (da einiges an Ballast wegfällt) vielleicht auch etwas schwungvoller auftreten.

Was die Arbeit bei der Stadtverwaltung angeht: Du könntest gnadenlos geradeaus einfach sagen, dass die beiden Anerkennungsstationen gemeinsam eine perfekte Grundlage für die Arbeit bei der Stadt darstellen - und das ggf. noch mit dem Hinweis auf die Vielfältigekeit der Aufgaben bei dieser Trägerin verbinden.

Du könntest auch den Wunsch zur Rückkehr in den Mittelpunkt stellen... oder halt mehr zu Deiner bisherigen Zusammenarbeit mit kommunalen Stellen sagen. Ich würde auf jeden Fall klar machen, was die Kernaussage bzw. der Ausgangspunkt ist - und dem deutlich mehr Gewicht als den (eventuellen) Sekundär-Argumenten einräumen...

Hoffe, das hilft ein wenig... ;-)

sabs4u2
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Beitrag von sabs4u2 » 20.10.2007, 21:00

du hilfst mir wirklich sehr, abgesehen von dem chaos in meinem kopf vom hin und herformulieren :wink: also vielen dank schonmal dafür!

die aussagen "ressourcenorientiert", "begleitung von bewohnergruppen" und "aufbau von netzwerken" halte ich aber eigentlich für konkret genug. zumindest fällt mir nicht ein wie ich das möglichst knapp konkretisieren könnte.

zu dem bericht habe ich mir erste gedanken gemacht, komme da aber nicht wirklich weiter. werde da morgen mit weiter machen. habe aber auch beschlossen, die bewerbung doch nach hinten zu verschieben und mich erst dann zu bewerben, wenn ich ein paar wochen im asd tätig war. ist ja bald soweit. komme deshalb jetzt zu diesem text:

Sehr geehrter Herr xx mein besonderes Interesse gilt der Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen, daher bewerbe ich mich für eine Anstellung in der xx Stadtverwaltung im Allgemeinen sozialen Dienst oder der Kinder- und Jugendarbeit. Da ich in xx aufgewachsen bin und meine Familie und Freunde größtenteils dort wohnen, möchte ich in absehbarer Zeit wieder zurück ziehen. Deshalb richte ich meine Bewerbung explizit an Sie.
Zurzeit befinde ich mich noch im Anerkennungsjahr zur staatlich anerkannten Sozialarbeiterin und –pädagogin beim Jugendamt der Stadt xx, das in zwei Blöcke aufgeteilt ist. Die ersten neun Monate habe ich in einem Bürgerzentrum in xx absolviert, wo ich stadtteilbezogen und ressourcenorientiert tätig war. Meine Hauptaufgaben bestanden dort in der Kontaktaufnahme und Aktivierung der Quartierbewohner, in der Begleitung bereits bestehender Bewohnergruppen, in der Beratung und Vermittlung bei Sozial- und Jugendhilfefragen, sowie in der Organisation von Veranstaltungen im Stadtteil. Da die lebensweltorientierten Theorien des Quartiermanagements einen Schwerpunkt meines Studiums bildeten und ich diese bereits während des studienbegleitenden Projektstudiums beim xx, aber auch während meines Anerkennungsjahres, praktisch umsetzen lernte, bin ich in der Lage, den Einzelnen in seinem sozialen und familiären Kontext zu sehen und seine Lebenswelt in meine Arbeit miteinzubeziehen. Durch die Erfahrungen in der Gemeinwesen-, bzw. Stadtteilarbeit verfüge ich außerdem über umfangreiche Kenntnisse in der Arbeit mit Gruppen, in der Moderation von Gremien, im Aufbau von Netzwerken und in der Kooperation mit anderen Trägern.
Seit dem 01.12.2007 arbeite ich im Rahmen eines dreimonatigen Verwaltungspraktikums in der Bezirksstelle 26 des Jugendamtes xx, um die erforderlichen Kompetenzen der Bezirkssozialarbeit zu erwerben. Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß, da sie sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll ist. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass sie mir ein gutes Fundament für meine weitere berufliche Zukunft bietet.
Aus diesem Grund und um meine Kenntnisse auf diesem Gebiet zu vertiefen, strebe ich im Anschluss an mein Anerkennungsjahr eine weitere Anstellung bei der Stadtverwaltung an.
Mein jetziger Arbeitgeber bietet mir die Option, das Anerkennungsjahr um bis zu drei Monate zu verkürzen, weshalb auch ein früherer Eintrittstermin vorstellbar ist. Sollte jedoch momentan keine meinen Fähigkeiten entsprechende Position zu besetzen sein, wäre ich auch zu einem späteren Zeitpunkt an einem Gespräch interessiert; meine Bewerbungsunterlagen sind daher zum Verbleib gedacht.
Mit freundlichen Grüßen

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er ist immer noch zu lang, va wenn man bedenkt dass ich nach den ersten erfahrungen im asd darüber noch etwas unterbringen will. aber vielleicht sind jetzt schonmal einige sachverhalte klarer?! was meinst du? was könnte den am besten weg und in den bericht mit eingebaut werden?

vielen dank für deine hilfe und lieben gruß
sabs

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 21.10.2007, 15:21

Hallo Sabs!
sabs4u2 hat geschrieben:die aussagen "ressourcenorientiert", "begleitung von bewohnergruppen" und "aufbau von netzwerken" halte ich aber eigentlich für konkret genug.
Wenn das in der Sozialarbeit feste Begriffe sind, deren Bedeutung jeder kennt, habe ich nichts gesagt. Bin ja nicht aus dieser Szene... ;-)

Das Anschreiben an sich ist wieder klarer und aussagestärker geworden... lässt sich sicherlich auch noch verdichten. Vor allem würde ich versuchen, ein wenig mehr "Zug" in den Abschluss zu bekommen; das ganze Thema mit dem Eintrittszeitpunkt klingt etwas umständlich... und das gerade an der Stelle des Briefes, wo man dem Leser quasi nur noch einen letzten "Schubs" geben sollte... ;-)

Dass es sich bei vom Bewerber angegebenen Eintrittsterminen in Initiativ-Bewerbungen immer um den frühestmöglichen Zeitpunkt handelt, brauchst Du nicht extra zu erwähnen; die Möglichkeit, auch früher einzusteigen, würde ich - wenn überhaupt - deutlich kompakter formulieren... obwohl das natürlich auch ein nettes Thema für einen nachfolgenden Anruf wäre... ;-)

Apropos "Selbstverständlichkeiten": Ist es üblich, dass Anerkennungsjahre bei städtischen Einrichtungen in "Innen-" und "Aussendienst"-Blöcke unterteilt werden? Dann liesse sich auch dieser etwas umständliche Teil sehr schön straffen... indem Du - ohne grosse Erklärung drumherum - sowohl dem praktischen, als auch dem verwaltungstechnischen Teil jeweils einen Absatz widmest; begonnen jeweils (sinngemäss) mit "Den Sowieso-Block meines Anerkennungsjahres..."

Aus einzelnen Sätzen kannst Du ebenfalls noch das ein oder andere "Füllwort" streichen... bist m. E. aber insgesamt auf einem guten Weg...

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Beitrag von sabs4u2 » 21.10.2007, 15:44

FRAGEN hat geschrieben:Hallo Sabs!

Wenn das in der Sozialarbeit feste Begriffe sind, deren Bedeutung jeder kennt, habe ich nichts gesagt.


ja eigentlich schon
FRAGEN hat geschrieben:Das Anschreiben an sich ist wieder klarer und aussagestärker geworden... lässt sich sicherlich auch noch verdichten. Vor allem würde ich versuchen, ein wenig mehr "Zug" in den Abschluss zu bekommen; das ganze Thema mit dem Eintrittszeitpunkt klingt etwas umständlich... und das gerade an der Stelle des Briefes, wo man dem Leser quasi nur noch einen letzten "Schubs" geben sollte... ;-)

Dass es sich bei vom Bewerber angegebenen Eintrittsterminen in Initiativ-Bewerbungen immer um den frühestmöglichen Zeitpunkt handelt, brauchst Du nicht extra zu erwähnen; die Möglichkeit, auch früher einzusteigen, würde ich - wenn überhaupt - deutlich kompakter formulieren... obwohl das natürlich auch ein nettes Thema für einen nachfolgenden Anruf wäre... ;-)


gut da werde ich mich nochmal dran setzen
FRAGEN hat geschrieben:Apropos "Selbstverständlichkeiten": Ist es üblich, dass Anerkennungsjahre bei städtischen Einrichtungen in "Innen-" und "Aussendienst"-Blöcke unterteilt werden?


nein eigentlich gar nicht und in der stadtteilbezogenen arbeit schon gar nicht. dehalb hab ich das etwas weiter ausgeführt. aber nervt mich auch der lange absatz
FRAGEN hat geschrieben:Aus einzelnen Sätzen kannst Du ebenfalls noch das ein oder andere "Füllwort" streichen... bist m. E. aber insgesamt auf einem guten Weg...
vielen dank für deine tipps! werde jetzt erstmal ein paar tage pausieren um den kopf wieder frei zu bekommen. der raucht nämlich ganz schön und so langsam werde ich betriebsblind. die bewerbung hat ja jetzt doch noch etwas zeit.

lieben gruß
sabs

kiwi93
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Sozialarbeiterin Bewerbungsschreiben Muster zu lang?

Beitrag von kiwi93 » 31.07.2009, 12:03

Hallo Zusammen!
Nachdem ich mich nun schon seit einiger Zeit mit Bewerbungsschreiben "herumschlage" und das Gefühl habe, dass viele Stellen im sozialen Bereich in meiner Stadt (bin Sozialarbeiterin) intern oder "Vitmin B" besetzt werden, wollte ich es mit Initiativbewerbungen versuchen.
Bisher habe ich immer auf Ausschreibungen geschrieben, deshalb fällt es mir jetzt schwer, eine Initiativbewerbung zu formulieren. Weiterhin habe ich mir gedacht, dass es sinnvoll wäre, eine 3. Seite anzuhängen, in der ich meine Motivation noch etwas genauer beschreiben - oder soll dies lisber ins Anschreiben? Würde das dann nicht zu lang?

Der Entwurf meines Anschreibens:

Sehr geehrte Damen und Herren,

haben Sie eine offene Stelle oder wollen Sie Ihr Kollegium durch einen zusätzlichen Mitarbeiter entlasten? Da ich mich beruflich verändern möchte, bewerbe ich mich bei Ihnen als Sozialarbeiterin.

Nach meinem erfolgreichen Abschluss zur staatlich anerkannten Erzieherin, begann ich das Studium der Diplom-Sozialarbeit, welches ich 2000 erfolgreich abschloss. Studieninhalte waren u.a. Gesprächsführung, Beratung, Rechtswesen, Verwaltung, Mediation und Resozialisierung.

Parallel zur Arbeit im Mädchenhaus habe ich nebenberuflich ein Diplompädagogikstudium begonnen, um mich beruflich weiter fortzubilden. Während meines Studiums habe ich in dem vom Land unterstützten Projekt „Jugendhilfe und Schule“ an der Uni XXX mitgearbeitet und die Ausbildung zur schulischen Suchtpräventionskraft absolviert.

Erfahrungen in der Suchthilfe, Konfliktberatung und Einzelfallhilfe habe ich bei meiner Tätigkeit als Familienhelferin bei den „Flexiblen Hilfen“ sammeln können und seit letztem Jahr bin ich suchtpräventiv im schulischen Bereich tätig.

Ich bin eine verantwortungsvolle, engagierte und motivierte Mitarbeiterin, die in der Lage ist, nach einer kurzen Einarbeitungszeit, die geforderten Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen. Durch meine aufgeschlossene und freundliche Art fällt mir der Zugang zu Menschen, besonders Kindern und Jugendlichen, sehr leicht. Ich arbeite gern eigenständig, habe aber auch sehr großen Spaß daran, mich in ein kollegiales Team einzubringen.

(Hier sollte ein passender Satz hin, dass ich meine Bewerbung gerne auch für zukünftige Stellen "auf Halde" legen lassen möchte - weiß aber nicht, wie ich das formulieren soll...)
Wenn meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt hat, freue ich mich auf ein persönliches Gespräch.


Mit freundlichen Grüßen



Und die 3. Seite:
Name - Adresse - Telefon - e-mail

Was Sie sonst noch über mich wissen sollten

Meine Motivation
Seit meinem Studium zur Diplomsozialarbeiterin beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema „Schulsozialarbeit“ und bei meiner Tätigkeit in der schulischen Suchtprävention habe ich erfahren, dass der Bedarf bei SchülerInnen mit jemandem zu sprechen, bzw. Hilfe einzufordern, welcher nicht unterrichtet, sehr hoch ist.

Warum ich?
Meine fachliche Qualifikation für Ihre ausgeschriebene Stelle können Sie im Einzelnen meiner Bewerbungsmappe entnehmen.
Doch darüber hinaus verfüge ich über für das Berufsbild der Sozialarbeiterin essentielle Eigenschaften, wie

• Schnelle Auffassungsgabe
• Einfühlungsvermögen
• Teamfähigkeit
• Zuverlässigkeit
• Belastbarkeit
• Flexibilität
• Engagement
• Organisationstalent
• Selbständiges Arbeiten

Haben Sie diese Eigenschaften von mir schon überzeugt?

Für mehr Anreize, warum Sie sich ausgerechnet für mich entscheiden sollten, stehe ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung...

Mit freundlichem Gruß


Ich hoffe, dass mir jemand von Euch mit Tips weiterhelfen kann.

Lieben Gruß
Kiwi

dasto
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Beitrag von dasto » 03.08.2009, 20:22

Du wiederholst Dich: "beginne" , Schulsozialarbeit. Studieninhalte brauchst Du nicht erwähnen, wenn es Schwerpunkte sind, musst Du diese stärker ausführen.Ansonsten ist es ziemlich durcheinander, was hast Du wann gemacht. Du gehst auch nicht auf den AG ein. Gut sind die Fähigkeiten dargestellt

Karome
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Initiativbewerbung als Sozialarbeiterin

Beitrag von Karome » 29.01.2019, 22:24

Hallo zusammen!

Ich bin gerade im 5. Semester "Soziale Arbeit", und stehe zum ersten Mal vor der Herausforderung einer Initiativbewerbung und eines Motivationsschreiben für eine zukünftige Stelle als Sozialarbeiterin in der Kinder- und Jugendhilfe. Mit der Bewerbung bin ich soweit fertig, würde aber gerne eine professionelle Meinung dazu einholen.
Ich bin neu im Forum und weiß deshalb nicht, ob ich sie einfach hier online stellen kann?

Mit lieben Grüßen und in freudiger Erwartung auf Hilfe
Karome

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 30.01.2019, 00:46

Nur zu. Aber redest du wirklich über eine Initiativbewerbung?

Karome
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Beitrag von Karome » 30.01.2019, 14:14

Ich habe dort mein Fachpraktikum absolviert und da wurde mir angeraten, eine Initiativbewerbung zu schreiben....


Initiativbewerbung als Sozialarbeiterin

Sehr geehrte Damen und Herren!

Im Herbst 2018 habe ich, im Zuge meines Studiums „Soziale Arbeit“ an der Fachhochschule in xxx, mein Langzeitpraktikum in der Kinder- und Jugendhilfe des Magistrats xxx absolviert.

Während dieser Zeit konnte ich meine fachlichen Qualifikationen nicht nur ausbauen, vielmehr konnte ich diese und meine persönlichen Eigenschaften sehr gut im Umgang mit Klient*innen, Vorgesetzten und Kolleg*innen, aber auch im selbständigen Arbeiten unter Beweis stellen. So kam es, dass mich das gesamte Team offen aufnahm und mir schnell das Gefühl gab, ein Teil davon zu sein. In der Tätigkeit der Sozialarbeiter*innen liegt der Fokus stets auf der Sicherung und dem Schutz des Kindeswohls, und dieser Aufgabe kommt die Kinder- und Jugendhilfe des Magistrat xxx mit unermüdlichem Engagement und innovativen Ideen nach. Somit war mir schnell klar, dass auch ich nach dem Studium unbedingt Teil dieses Teams sein möchte, um ebenso Kindern, Jugendlichen und Eltern zur Seite zu stehen, wenn sie Beratung und Unterstützung brauchen.

Ich habe mich 2015 dazu entschlossen, einen beruflichen Neubeginn zu starten und im selben Jahr noch mit den Kursen für die Studienberechtigungsprüfung begonnen. Somit stand meinem Studium „Soziale Arbeit“ an der Fachhochschule in xxx nichts mehr im Wege. Empathie, Hilfsbereitschaft, Wertschätzung und ein liebevoller Umgang mit Menschen sind meine Charaktereigenschaften, die ich sowohl beruflich, als auch in meinem privaten Umfeld gerne einbringe. Als Hotel- und Gastgewerbeassistentin schätzten Gäste aus allen Ländern und Kulturen vor allem meine positive Ausstrahlung und meine Lebensfreude.

Als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern weiß ich, wie wichtig ein strukturierter Tagesablauf ist, dabei bin ich zielorientiert und achte auf meine Grenzen. Aufgrund meines beruflichen und privaten Werdegangs bin ich überzeugt, als Sozialarbeiterin meine fachlichen Qualifikationen und meine Persönlichkeitsmerkmale sehr gut miteinander verbinden zu können.

Meinen Abschluss als Bachelor of Arts in Social Sciences werde ich im Juni 2019 erlangen und freue mich darüber, wenn Sie mich im Falle einer freien Stelle kontaktieren.


Mit freundlichen Grüßen





je öfter ich drüber lese, desto unzufriedener bin ich...

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 30.01.2019, 19:10

Karome hat geschrieben: Sehr geehrte Damen und Herren!

Im Herbst 2018 habe ich, im Zuge meines Studiums „Soziale Arbeit“ an der Fachhochschule in xxx, mein Langzeitpraktikum in der Kinder- und Jugendhilfe des Magistrats xxx absolviert.[
Anreden mit Komma beenden, danach klein weiter.
Während dieser Zeit konnte ich meine fachlichen Qualifikationen nicht nur ausbauen, vielmehr konnte ich diese und meine persönlichen Eigenschaften sehr gut im Umgang mit Klient*innen, Vorgesetzten und Kolleg*innen, aber auch im selbständigen Arbeiten unter Beweis stellen.

Ist der gendergerechte Asterisk in dem Laden Usus? Ansonsten würde ich das generische Maskulin nutzen. Sorry, aber dass die Rechtspopulisten sich so leicht tun in großen Teilen der Bevölkerung die Mär vom Genderwahn zu pflanzen, liegt auch an der tatsächlich aufoktoyierten angeblich gendergerechten Sprache (gleichwohl ich verstehe, dass etwas schief ist, wenn ich eine Gruppe die aus 99 Frauen und einem Mann besteht, als Ärzte, Lehrer oder Architekten bezeichne).

Hierbei baute ich meine fachlichen Qualifikationen aus und stellte im Umgang mit.... unter Beweis.
So kam es, dass mich das gesamte Team offen aufnahm und mir schnell das Gefühl gab, ein Teil davon zu sein.
Hier trttst du nicht aktiv auf. So gelang es mir,...
In der Tätigkeit der Sozialarbeiter*innen liegt der Fokus stets auf der Sicherung und dem Schutz des Kindeswohls, und dieser Aufgabe kommt die Kinder- und Jugendhilfe des Magistrat xxx mit unermüdlichem Engagement und innovativen Ideen nach.
Darüber benötigen die sicher keine Aufklärung. Warum bist du für die Stelle geeignet, darum geht es
Ich habe mich 2015 dazu entschlossen, einen beruflichen Neubeginn zu starten und im selben Jahr noch mit den Kursen für die Studienberechtigungsprüfung begonnen. Somit stand meinem Studium „Soziale Arbeit“ an der Fachhochschule in xxx nichts mehr im Wege.
Du musst dich nicht für deinen Lebensweg rechtfertigen. Das sind alles Entscheidungsprozesse, die hier nicht mehr von Belang sind.
Aufgrund meines beruflichen und privaten Werdegangs bin ich überzeugt, als Sozialarbeiterin meine fachlichen Qualifikationen und meine Persönlichkeitsmerkmale sehr gut miteinander verbinden zu können.
Aufgrund meines ... Werdegangs werde ich ... miteinander verbinden.

Meinen Abschluss als Bachelor of Arts in Social Sciences werde ich im Juni 2019 erlangen
Voraussichtlich!

Karome
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Beitrag von Karome » 31.01.2019, 12:33

Danke für die rasche Antwort und dass du dir die Zeit genommen hast.

Und ja, zu gendern ist in diesem Laden absolut Usus, wenn nicht sogar ein "Muss". :) Es handelt sich um eine Behörde und sollte meiner Meinung nach heute schon selbstverständlich sein.

LG Karome

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 31.01.2019, 14:27

Ich beobachte eher, dass die Ablehnung des generischen Maskulins die Erfolge in der Geschlechtergerechtigkeit zurückwirft und in der Bevölkerung breite Akzeptanz für reaktionäres Gefasel von "Genderwahnsinn" schafft. Einfach weil die Leute - und das sage ich als Sprachwissenschaftler: zu Recht - den Eindruck haben, dass ihre natürliche Sprache mit Aufoktroyiertem manipuliert wird. Das Resulltat ist also nicht die weitere Angleichung von Männern und Frauen sondern vermehrte Reaktanz.

Karome
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Beitrag von Karome » 31.01.2019, 14:39

Schade eigentlich, dass es die große Mehrheit "nur" als bloße Angleichung von Männern und Frauen sieht. Bitte nicht falsch verstehen, das ist auch sehr wichtig und richtig, doch es geht um soviel mehr, nämlich um geschlechtliche Vielfalt! Und in diesem Sinne werde ich nicht müde zu gendern, auch wenn es manchmal die Lesbarkeit erschwert.

Karome
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Beitrag von Karome » 31.01.2019, 14:44

Darf ich dich noch zum Motivationsschreiben etwas fragen? Darf ich hier die Sätze ausschmücken? Und solche Sätze, die ich zuvor aus der Initiativbewerbung raus nehmen sollte, reinschreiben?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 31.01.2019, 18:14

Karome hat geschrieben:Darf ich dich noch zum Motivationsschreiben etwas fragen? Darf ich hier die Sätze ausschmücken? Und solche Sätze, die ich zuvor aus der Initiativbewerbung raus nehmen sollte, reinschreiben?
Egal ob Initiativ- oder Reaktivbewerbung:
- nicht schwafeln
- konkretisieren

- positiv argumentieren (Verneinungen vermeiden)
- im Aktiv schreiben
- du bewirbst dich, also schreib über dich und deine Leistungen, dementsprechend setze auch Attribute ein
- das Anschreiben ist keine Lebenslaufnacherzählung
- vermeide Modalverben
- vermeide den Gebrauch von haben und sein als Vollverben
- beantworte die drei Fragen:
1.) Warum will ich die Stelle?
2.) Was bringe ich dafür an Fertigkeiten/Kompetenzen/Kenntnissen mit?
Wann/wo/wie erworben?
3.) Was bringe an positiven Charaktereigenschaften ("Stärken") mit, die ich bei der Arbeit einsetze?
Wann/wo/wie belegt?



Bei Reaktivbewerbungen:
- Muss- und Sollkriterien aus der Ausschreibung mit den drei Fragen abstimmen.

Bei Initiativbewerbungen:
- Was würde in einer Ausschreibung stehen? (Du kannst dir hier ein Stück weit deine Stelle selber designen, natürlich im Rahmen der realistischen Möglichkeiten.)

Nimm mich sofort
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Beitrag von Nimm mich sofort » 11.02.2019, 19:26

ich finde die ausgangsbewerbung sehr gut, und angemessen korrigiert.

abseits davon bedanke ich mich für diesen satz:
" Empathie, Hilfsbereitschaft, Wertschätzung und ein liebevoller Umgang mit Menschen sind meine Charaktereigenschaften, die ich sowohl beruflich, als auch in meinem privaten Umfeld gerne einbringe."

:)

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