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Vorstellungsgespräch - Was soll ich davon halten?

 
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Kleidungswahl Vorstellungsgespräch Elektr. Gebäudetechnik << Zurück :: Weiter >> Report: Mein Vorstellungsgespräch letzte Woche  
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Moi73



Anmeldungsdatum: 09.03.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 09.03.2010, 19:27    Titel: Vorstellungsgespräch - Was soll ich davon halten?

Ich muss ein Stück weit ausholen, damit ihr euch ein Bild machen könnt.
Also, ich bin 36 Jahre alt und habe mich für eine Ausbildung zur Industriekauffrau beworben. Soweit - sogut! In dem Betrieb habe ich drei Jahre zuvor ein Praktikum gemacht, das ich aufgrund einer Weiterbildungsmaßnahme absolvierte und mit einem exzellenten Pranktikantenzeugnis abgeschlossen. Hinzu kommt, dass mein Mann seit vielen Jahren in dem Betrieb arbeitet, nur eben nicht im Büro, sondern als Schichtarbeiter.
Da ich zwar eine Ausbildung habe, mit der ich aber nicht viel anfangen kann, würde ich nur zu gerne einen Qualifizierten Abschluss erlangen.
Ich habe ursprünglich als Beamtin im mittleren Dienst beim Finanzamt gelerntk, dort auch einige Jahre gearbeitet und war heilfroh den Job loszusein, als ich Kinder bekam. Ich haßte die Arbeit zutiefst (Vollstreckung) und wurde massivst gemobbt, von wegen schlimme Rabenmutter, die ihre Kinder im Stich lässt und Vollzeit arbeiten geht. Darüber hinaus gab es allerdings auch massive STOP Belästigungen über die ich nie gesprochen habe und die mich psychisch regelrecht fertig gemacht haben. Es war eine Erlösung dort aufzuhören.
Nach einigen Jahren Kindererziehung habe ich viele Weiterbildungsmaßnahmen unternommen, privat und auf eigene Kosten. Ich habe einen Abschluss als "Fachkraft für Finanzbuchführung" erlangt, ebenso wie ich Kurse und Abschlüsse in Lohnbuchführung, Kosten- und Leistungsrechnung, sowie Finanzwirtschaft besucht habe. Daraufhin folgte das genannte Praktikum.
Im Oktober letzten Jahres habe ich mich dann für die Ausbildung zur Industriekauffrau beworben, eine Einladung zum Eignungstest erhalten und diesen im Frebruar auch bestanden, worauf ich die Einladung zum Vorstellungsgespräch bekam, welches heute stattfand.
Jetzt bin ich derart verunsichert und mache mir riesige Gedanken!
Den Personalchef und die Ausbildungsleiterin kenne ich schon aus meinem Praktikum, somit musste man sich gegenseitig nicht erst groß kennenlernen und kam gleich zum Punkt.
Der Personalchef hat das Gespräch geführt, mich dabei nur selten angeschaut und die Ausbildungsleiterin saß wie unbeteiligt daneben und hat auch in eine komplett andere Richtung geblickt. Ich bin mir wie bestellt und nicht abgeholt vorgekommen und weiß nicht so recht was ich davon halten soll.
Auch der Gesprächsverlauf war seltsam. Der Chef hat laufend bedenken geäußert, dass ich ja schon so vieles von der Ausbildung wissen würde, und mich sozusagen in der Ausbildung langweilen würde. Er hat mir quasi eine Überqualifikation suggeriert. Ich habe bestmöglichst versucht zu überzeugen, dass ich es mir sehr gut überlegt habe und es mir sehr wichtig wäre, diese Ausbildung zu machen. Auch habe ich angemerkt, dass meine Vorkenntnisse doch von Vorteil wären, da sie mir ermöglichen würden, einen guten Abschluss zu erzielen.
Es war so komisch und ich fühle mich irgendwie unentschlossen, wie ich dieses Gespräch beurteilen soll.
Habt ihr vielleicht Ideen, was ich davon halten soll, oder was ich in Zukunft vielleicht besser machen könnte?
Danke schon mal im voraus!
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Bewerber






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Romanum
Bewerbungshelfer


Anmeldungsdatum: 12.09.2008
Beiträge: 1109

BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 15:40    Titel:

1. Nur weil jemand als Personalchef arbeitet, heißt es noch lange nicht, dass dieser immer dann auch gut mit Menschen kommunizieren und offen-herzlich die notwendigen Informationen aus den Bewerbern herauskitzeln kann.

2. Es ist doch klar, dass kritisch nachgefragt wird, um deine Beweggründe zu erfahren, denn der Normalfall ist dein Anliegen ja nun nicht. Ich würde auch denken, dass du gleich schon als Vollzeitkraft anfangen könntest. Denn du hast ja schon eine vollwertige Ausbildung. Da würde ich auch den Sinn hinterfragen.
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Murcksy



Anmeldungsdatum: 09.03.2010
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 19:42    Titel:

Hallo Moi,

bin zwar keine Expertin, aber wieso schreibst du, dass du keinen qualifizierten Abschluss hast? Deine Beschreibung klingt für mich sehr qualifiziert!

Viele Grüße
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Moi73



Anmeldungsdatum: 09.03.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 21:30    Titel:

Romanum hat Folgendes geschrieben:
1. Nur weil jemand als Personalchef arbeitet, heißt es noch lange nicht, dass dieser immer dann auch gut mit Menschen kommunizieren und offen-herzlich die notwendigen Informationen aus den Bewerbern herauskitzeln kann.

Das ist mir schon klar, nur bekommt man als Bewerber ein echt mulmiges Gefühl, wenn man so eine seltsame Reaktion als Feedback bekommt.
Zitat:

2. Es ist doch klar, dass kritisch nachgefragt wird, um deine Beweggründe zu erfahren, denn der Normalfall ist dein Anliegen ja nun nicht. Ich würde auch denken, dass du gleich schon als Vollzeitkraft anfangen könntest. Denn du hast ja schon eine vollwertige Ausbildung. Da würde ich auch den Sinn hinterfragen.

Nun, an sich nicht, denn ich habe keine kaufmännische Ausbildung. In keinster Weise. Auf dem Arbeitsmarkt habe ich Null-Komma-Null Chancen. Schließlich suche ich mittlerweile seit 3 Jahren wie eine Irre und bin entweder unterqualifiziert, oder überqualifiziert. Es ist zum Davonrennen!
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Moi73



Anmeldungsdatum: 09.03.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 21:37    Titel:

Murcksy hat Folgendes geschrieben:
Hallo Moi,

bin zwar keine Expertin, aber wieso schreibst du, dass du keinen qualifizierten Abschluss hast? Deine Beschreibung klingt für mich sehr qualifiziert!

Viele Grüße

Was soll daran qualifiziert sein? Die Prüfung im mittleren Dienst habe ich gerade mal so mit einem Vierer bestanden und wunde dann eben an den "tollen" Stellen eingesetzt. Mal abgesehen davon, dass die Arbeit sterbenslangweilig war, würde ich lieber zum Strick greifen, als nochmal beim Vater Staat anzuheuern. Ich bin geheilt!
In der Freien Wirtschaft habe ich mit dieser Ausbildung allerdings nicht die geringsten Chancen.
Und warum keine zweite Ausbildung? Ich bin doch mit Mitte 30 keine Greisin und habe noch reichlich Arbeitsjahre vor mir.

Es ist nur so, dass mich die Warterei jetzt völlig fertig macht. Laufend denke ich darüber nach, was ich eventuell falsch gesagt habe, oder ob ich es deutlich genug zum Ausdruck gebracht habe, dass mir viel an dem Job liegt. Ich mache mich schon selbst verrückt deswegen. Weinen
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