weiterer weg ohne abi

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warwick
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weiterer weg ohne abi

Beitrag von warwick » 11.10.2007, 13:24

hallo,

mein sohn hat nicht so recht die ambitionen sein abi zu machen.

nun suchen wir nach sinnvollen alternativen, um in den informatik bereich vor zu stossen.

nach meinen bisherigen recherchen, gibt es die möglichkeit, nach der realschule die fachoberschule (hier in hamburg die G10) 1 jahr zu besuchen, um anschliessend die fachhochschule zu nutzen.

sein letztendliches ziel soll wohl in richtung webanwendungen und/oder anwendungsprogrammierung gehen, mit dem gedanken, irgendwann im bereich der spieleentwicklung mitzumischen.

weiss jemand, oder hat jemand erfahrung, ob dieser weg irgendwelche nachteile besitzt?
mach das sinn diesen weg zu gehen?

gruß

warwick

Andala
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Beitrag von Andala » 11.10.2007, 22:57

Auf den Hosenboden setzen und Abi machen.

warwick
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Beitrag von warwick » 12.10.2007, 09:09

vielen dank, eine sehr ausschlussreiche und kompetente antwort! :roll:

Andala
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Beitrag von Andala » 13.10.2007, 17:17

Ja, richtig.

Kann ja wohl net so schwer sein,sich zusammen zu reißen,oder?

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 13.10.2007, 17:33

Andala, du musst auch sehen, jeder hat nicht die Motivation und/oder Fähigkeit, sich mit Fächern auseinanderzusetzen, die erstmal keinen Nutzen haben. Und wenn die sinnlosen Fächer einfach überwiegen, dann reicht auch nicht der Wille, sich auf den Hosenboden zu setzen. Bei Jungs oft schon mal gar nicht... :?

Bei spiegel.de hab es mal einen relevanten Artikel: http://www.spiegel.de/unispiegel/jobund ... 79,00.html

Konkret bei der Spieleentwicklung gibt es einige private Bildungsinstitute auf Fachhochschul-Niveau:

http://www.mediadesign.de/index.php?id=51

http://www.games-academy.de/

http://www2.sae.edu/de/berlin/kursinfo/index.php

Schnee-Wittchen
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Beitrag von Schnee-Wittchen » 13.10.2007, 19:50

Hallo, ich kann auch noch mit einer Schule für Gamedesign im Norden dienen.

http://www.designschule-schwerin.de/index.php?id=32

LG

warwick
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Beitrag von warwick » 15.10.2007, 09:35

ich werde natürlich weiterhin aufklärungsarbeit leisten, um ihn vielleicht doch noch zum abi bewegen zu können.

nur kann ich seine einstellung auch nachvollziehen, dass er gern schon jetzt einen beruf erlernen möchte, oder zumindest fachbezogenen stoff auf einer weitergehenden schule. von daher suchen wir jetzt nach sinnvollen alternativen.

das mit dem gamedesign ist natürlich so eine sache. in deutschland ist es leider (noch) nicht soweit, dass es als erstausbildung sinnvoll ist. wird sich aber sicherlich in den nächsten jahren ändern, da der markt ein riesiges wachstum hat.

ich hab aber nun auch rausgefunden, dass es durchaus sinnvoll sein kann, nach der 10. das fachabi zu machen und anschliessend die FH oder uni. vorteil ist, dass er schneller am ziel ist. nachteil, dass er dann in diesem bereich eingeschränkt ist.

aber wie gesagt, ich werd weiterhin versuchen, ihn auf den abi-weg zu bringen.

WillowMaus
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Beitrag von WillowMaus » 19.10.2007, 15:13

Er kann ja auch FH-Reife machen und dann an die FH gehen (Achtung: 1jähriges Praktikum ist das notwendig). Wie sieht das mit einer Ausbildung aus? Informatiksystemkaufmann -Elektroniker?

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 20.10.2007, 16:05

Hallo Warwick!

Die wesentliche Frage scheint mir zu sein, was Deinem Sohn genau vorschwebt. Zwischen "irgendwas mit Computern machen" (und das möglichst schnell) und den von Dir eingangs erwähnten Spezialgebieten liegen ja Welten. Webdesign und Spieleentwicklung zählten derzeit zu den "hippsten" Tätigkeiten überhaupt. Das Abitur ist in diesem Umfeld m. E. eine absolute Selbstverständlichkeit*... und wird im weiteren Leben zudem nie wieder so einfach wie heute, d. h. aus der ganz normalen Schulsituation und ohne weitere Belastungen wie Arbeit, Familie etc...


*Natürlich nicht im rechtlichen Sinne; aber unter denen, gegen die Dein Sohn bei angesagten Firmen antreten wird, wird halt die BEI WEITEM überwiegende Mehrheit aus Abiturienten bestehen. Er kann natürlich mit besonders überragenden "Privatleistungen" (HP- oder sonstige Programmierungen z. B.) gegenhalten... aber wenn die auch nur in die Nähe eines professionellen Niveaus kommen sollen, sind sie definitiv nicht weniger Arbeit als das Abitur...

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Beitrag von FRAGEN » 20.10.2007, 16:13

Das bezieht sich jetzt natürlich alles auf den Fall, dass die Ziele so "hoch" wie angedeutet sind und Problem tatsächlich in der Motivationsfrage besteht. Sollte es jedoch entweder keine realistischen Aussichten auf das Abitur geben oder die Berufsziele bei genauerem Hinsehen weniger ambitioniert sein, sieht das Ganze natürlich anders aus. Platt gesagt: Das Wort "Informatik" wird man immer mit dem Abitur assoziieren; das Wort "Computer" nicht unbedingt... ;-)

Und ich finde es prima, dass Du Dich so stark mit der Situation Deines Sohnes auseinander setzt!

warwick
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Beitrag von warwick » 24.10.2007, 15:32

ich denke, das sollte schon zur selbstverständlichkeit zählen, sich um die zukunft seiner kinder gedanken zu machen und sie weitgehens zu unterstützen.

nach einigen überlegungen ist er nun auch zu dem schluss gekommen, das der abi-weg doch der sinnvollere ist. ich denke, er hat auch das zeug dazu. aber wie bekannt, sind die kids in dieser phase hin- und hergerissen. da muss man dann halt ein wenig aufklärungsarbeit leisten und sich gedankenanregungen holen.

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Beitrag von FRAGEN » 27.10.2007, 16:57

Jetzt ist das Thema ja schon durch... aber ein gutes Argument - gerade in den Augen "Hin- und Hergerissener" für das Abitur sollte schon die langfristige Freiheit sein, die damit einher geht. Wer sich jetzt noch nicht entscheiden kann oder will, hat sich zum Zeitpunkt einer späteren Entscheidung noch nicht eingeschränkt.

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