Welche Schwächen haben Sie im Vorstellungsgespräch - Beispiele

Fragen zum Vorstellungsgespräch: Welche Kleidung ist am besten? Welche Vorbereitung ist nötig? Welche Fangfragen werden gestellt? Wie bekomme ich meine Aufregung in Griff?
DerDings
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Welche Schwächen haben Sie im Vorstellungsgespräch - Beispiele

Beitrag von DerDings » 03.04.2007, 19:24

hi, ich grüße euch...

heute war ich zu einem assessment center eingeladen... lief an und für sich ganz gut bis ich zu einem persönlichen gespräch zur personalleiterin und deren/meiner beobachterin musste...

die frage nach meinen stärken hab ich noch ganz gut gemeistert... auf die frage welche schwächen ich hätte antwortet ich sinngemäß dass ich in manchen situationen etwas ungeduldig sei wenn etwas im arbeitsablauf unvorhergesehene situationen hervorbringt und es zu verzögerungen im arbeitsprozess kommt, dies jedoch noch nie zu problemen führte... :roll:
"und weitere schwächen?" ...nun kam ich leicht ins schwimmen und versuchte die situation mit charme zu retten :wink:

bisher haben sich alle personalchefs mit dieser antwort zufriedengegeben...

was könnte man in dieser situation noch aufzählen und so umschreiben dass es nicht negativ wirkt?

ich danke euch
jens

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 03.04.2007, 20:29

Mal ganz blöd gefragt: Was sind denn Deine Schwächen? ;-)

DerDings
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Beitrag von DerDings » 03.04.2007, 21:43

ich hab natürlich keine 8)

nee, mal im ernst... das kommt doch extrem negativ rüber wenn ich zum vorstellungsgespräch zum beispiel erzähle dass ich öfters mal extrem verpeilt bin oder solche scherze :roll:

das möchte schon irgendwas sein was nicht unmittelbar auswirkung auf die arbeit hat und woran man arbeiten kann, weisst schon was ich meine

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Beitrag von jackpoint » 04.04.2007, 09:02

Ich denke mal, dass kommt ganz drauf an für welchen Beruf Du Dich beworben hast.

Meine Schwächen sind z.B., dass ich manchmal zu genau arbeite und ab und zu auch Entscheidungen "aus dem Bauch heraus" treffe.

Wie gesagt, es kommt immer drauf an für was Du dich bewirbst und welche Schwächen hier "erlaubt" sind.

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 04.04.2007, 15:12

DerDings hat geschrieben:idas kommt doch extrem negativ rüber wenn ich zum vorstellungsgespräch zum beispiel erzähle dass ich öfters mal extrem verpeilt bin oder solche scherze :roll:
Das einzige, was noch negativer rüberkommt, dürfte wohl der Eindruck sein, zu lügen... ;-)

Mit der Anpassung an den Beruf hat Jackpoint schon recht. Das ist aber m. E. nur die halbe Miete. Mindestens genau so wichtig wird es sein, dass man Dir als Typ die entsprechende "Schwächen-Stärke" auch abnimmt! Von daher würde ich persönlich (im "Guten" wie im "Schlechten") immer von der Wirklichkeit ausgehen... was man dann aus den Möglichkeiten auswählt und wie genau man das formulierungstechnisch "verpackt", ist wieder ein anderes Thema... ;-)

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Knightley
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Beitrag von Knightley » 04.04.2007, 16:46

Meine Schwäche ist, meine Schwächen zu erkennen. Ein Teufelskreis. :D

Weitere Infos http://www.bewerbung-forum.de/vorstellu ... raech.html

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 05.04.2007, 10:26

Das nenne ich Genialität! ;-)

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Beitrag von blacksheep » 05.04.2007, 10:50

DerDings hat geschrieben:...dass ich öfters mal extrem verpeilt bin oder solche scherze :roll:
...was auch dein Nick charmant zum Ausdruck bringt.

Alternativ könntst du ja als Schwäche nennen, dass es dir manchmal schwer fällt, Dinge konkret auf den Punkt zu bringen. Könnte Gefahr laufen, zu negativ aufgefasst zu werden. Aber klingt wenigstens ehrlich.

DerDings
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Beitrag von DerDings » 05.04.2007, 19:20

blacksheep hat geschrieben:
DerDings hat geschrieben:...dass ich öfters mal extrem verpeilt bin oder solche scherze :roll:
...was auch dein Nick charmant zum Ausdruck bringt.
.
die kennen ja meinen nick nicht :roll:

so wies aussieht hab ich mich zu diesem AC garnicht so doof angestellt und eindruck hinterlassen... die haben heute angerufen und meinten ich solle doch nochmal zu einem infogespräch bzgl. arbeit vorbeikommen.

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Baddy
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Beitrag von Baddy » 06.04.2007, 01:54

meine Schwäche ist, dass ich morgens immer gerne länger schlafen würde

und ich bin den leuten meist zu pünktlich... aber das kommt in einem vorstellungsgespräch sicher doof ;) ...obwohl es wahr ist.

nunja..und ich versuche mir wichtige dinge immer sehr perfekt auszuführen (bewerbungen schreiben dauert bei mir nicht nur einen tag...) auch das hört sich sicher komisch an... *g*

also...keine ahnung ;)

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Beitrag von f8274 » 08.04.2007, 00:06

jackpoint hat geschrieben:Ich denke mal, dass kommt ganz drauf an für welchen Beruf Du Dich beworben hast.

Meine Schwächen sind z.B., dass ich manchmal zu genau arbeite und ab und zu auch Entscheidungen "aus dem Bauch heraus" treffe.

Wie gesagt, es kommt immer drauf an für was Du dich bewirbst und welche Schwächen hier "erlaubt" sind.
Die teilweise übersteigerte Akribie wird ja nicht selten gerne als Schwäche gewählt, da dies scheinabr auch eine Stärke (Genauigkeit, Gründlichkeit) darstellt. Mir ist das gleichwohl zu gewagt, da ich dabei annehme, dass derjenige zu langsam ist. Heute ist doch gut & schnell gleichermaßen wichtig.

Was haltet ihr eigentlich davon, anzugeben, dass man sicher auch Schwächen habe, einem aber keine so stark heraus sticht, als dass diese herauszustellen wäre. Also nicht eine einzige zu benennen?
Zuletzt geändert von f8274 am 09.06.2009, 00:35, insgesamt 1-mal geändert.

DerDings
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Beitrag von DerDings » 08.04.2007, 01:41

f8274 hat geschrieben: ehrlichkeit imponiert ganz gewiss Personalchefs: Ich komme gerne etwas später (so gegen halb 11) ins Büro, brauche dann erstmal nen Pott Kaffee, einige Small Talks, und erstmal die eMails checken. Dann ab zum ausgedehnten Mittag (1,5 Std.). Dann wird aber mindestens 1-2 Std. konzentriert gearbeitet - mit ein paar Pausen im Chatroom schaffe ich das beinahe, dann noch ne Handvoll privater Telefonate, weshalb ich es nicht immer schaffe, früh zu gehen.
wenn du das sagst, kommste in der firma bestimmt ganz groß raus :lol:

die wollen ja irgendwelche schwächen hören... für gewöhnlich bohren die solange bis man was gesagt hat :roll:

is genausone scheiß frage wie nachm gehalt...

f8274
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Beitrag von f8274 » 08.04.2007, 01:53

@derdings:
1. Da möchte ich Dir nicht widersprechen :lol:
2. Ist doch klasse, eine Gelegenheit zu haben, sein aktuelles Gehalt deutlich anzuheben, oder es zumindest versuchen zu können...

Natürlich hat man es leichter, wenn es nicht so viele ähnliche Stellen gibt, die eine Bandbreite empfehlen (vorgeben?) können. Doch die Stärken, Ausbildungen und Erfahrungen jedes Bewerbes sind individuell, warum dann nicht auch dessen Gehalt?!

Nochmal back to topic: ich suche auch noch nach der Schwäche, über die es sich beim Vorstellungsgespräch perfekt diskutieren lässt. Bisher fallen mir jedoch leider nur weniger geeignete Themen ein (schöne Frauen, schnelle Autos, lange Partynächte etc.). Vielleicht finde ich noch eine, die Personalchefs sympatischer erscheint...

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 10.04.2007, 00:02

Hmmmmm... bin ich eigentlich der Einzige, der diese berühmte Frage nicht als eine Art Test oder Fangfrage sieht, auf die man "die richtige" Antwort "finden" muss??? Ich dachte immer (und denke das auch jetzt noch), dass es dabei vor allem (neben einer Einschätzung in puncto Nervenstärke und Ehrlichkeit) um die inhaltlich/thematische Verwendungsrichtung geht?!? D. h. um sinnvolle Aufgabenschwerpunkte innerhalb des Fachgebietes?

Wenn ich mir die meiner Kollegen/Bekannten vor Augen führe, die echte Cracks in der ein oder anderen Sache sind... dann sind da Licht&Schatten eigentlich immer erstaunlich deutlich ausgeprägt. Ich möchte fast behaupten: Der Schatten bedingt das Licht... bzw. eine gewisse Asymmetrie der Fähigkeiten macht besondere Leistungen auf einem Feld erst möglich?!?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein so einfacher Zusammenhang einem hauptamtlichen Betreiber der Materie (Personal-Manager o. ä.) niemals aufgefallen wäre (bzw. für sie/ihn nicht zu den Grundlagen der eigenen Ausbildung gehört). Genauso wenig, wie ich mir vorstellen kann, dass ein Könner dieses Fachs sich nicht um eine gewisse Streuung bei den "Profilen" [heisst im Wortsinne ja eigentlich etwas sehr ähnliches: auf&ab; hoch&niedrig...]seiner Leute bemüht ... ganz einfach, um den Kunden nicht immer Durchschnitt, sondern für jeden Einzelfall die jeweils perfekte Lösung bieten zu können...

Von daher würde ich persönlich da niemals nach irgendwelchen "todsicheren Tricks" suchen, um mich durch die akute Fragesituation zu mogeln, sondern die ehrlichst mögliche Antwort ganz bewusst dazu benutzen, meinen späteren Einsatz auf eine Richtung hin zu beeinflussen, bei der ich möglichst gut "abräumen" kann... ;-)

Pech ist natürlich, wenn genau dieser Bereich gerade schon zu vollster Zufriedenheit besetzt ist oder in der Betriebsausrichtung keine grosse Rolle spielt... aber wenn das so ist, wird man da ohnehin nicht alt... ;-)

Doch all dies nur am Rande... ;-)

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Beenie
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Beitrag von Beenie » 12.04.2007, 19:26

Wie formuliere ich aber das Negative ins Positive? Mein Problem ist, dass ich in der Schule früher mit den Lehrern nicht klar kam (was umformuliert in meinen Zeugnissen steht). Ich konnte es nicht leiden, jemanden Recht zu geben, wenn ich aber anderer Meinung war (bei Vorgesetzten heute ist das etwas anderes, da sag ich dann halt nichts). Ich kann nun mal nicht schleimen.
Meine nächste Schwäche ist, dass ich teilweise schnell genervt sein kann.
Und auch mal laut werde, wenn mir was nicht passt.

Wie formuliert man das? Oder ich erwähne es einfach nicht?

Ansonsten? Was hat man für Schwächen? Ich will nicht behaupten, ich hätte keine (Gott bewahre!), aber im Bezug auf meine Arbeitsweise fällt mir nichts ein.

Man überlegt sich doch ehrlich gesagt eher seine Stärken oder? Man will sich ja präsentieren. Ich bin auch wie viele immer pünktlich, zuverlässig, übernehme anderen ihre Dienste, wenn sie nicht können/krank sind.
Ich arbeite oft, ohne meine Pause zu machen, bleibe länger. Ich möchte der nachfolgenden Schicht so wenig Arbeit wie möglich übrig lassen.

Könnte man das als Schwächen bezeichnen?

Die Stärken:
Die Personaler beim VSG mit den altbekannten Soft Skills wie "Flexibilität, Engagement, Akribische Arbeitweise...."etc. zu nerven, ist doch auch etwas lau. Die kennen das doch schon und hören nur noch halb hin, weil es sich wie auswendig gelernt anhört. Da man beim VSG für sich selber wirbt, sollte man von den anderen Bewerbern "herausstechen", mit kleinen Besonderheiten. Leider gibts die ultimativen Tricks nicht, dass muss jeder für sich zusammentragen.
Oder etwa doch?

Ich kann zwar mein aktuelles Arbeits-Zwischenzeugnis nicht 100%ig entschlüsseln, (ich meine, es wäre eine 2 oder so) aber könnte man daraus nicht ein wenig "zitieren"? In anderen Formulierungen natürlich!

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Caroline
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Beitrag von Caroline » 18.04.2007, 18:39

Man könnte auch sagen: Jeder Mensch hat Schwächen, aber meine Schwächen haben keinen negativen Einfluss auf meine Leistung. Und falls dies doch mal der Fall sein sollte und ein Vorgesetzter mich darauf anspricht, dann besitze ich den Ehrgeiz, diese Schwächen so schnell wie möglich abzustellen.

Anne1991
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Schwächen beim Vorstellungsgespräch

Beitrag von Anne1991 » 09.12.2008, 21:38

Hallo Leute,

ich hatte heute ein Vorstellungsgespräch in eienr Zahnarztpraxis und als nach meinen Schwächen gefragt wurde habe ich gesagt das ich nicht gerne angeschrien werde..
meine frendin sagt das das nicht gut war das ich das gesgat habe.. jetzt habe ich angst das ich dadurch einen schlchten eindrcuk hinterlassen habe.. könnt ihr mir helfen?? ich würde gerne wissen ob es sehr schlimm war das ich das gesagt habe..
LG Anne

Honeybunny
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Beitrag von Honeybunny » 16.12.2008, 18:38

Hey,

hast du das auch wörtlich so gesagt das du nicht gern angeschrien wirst?

Weil wenn ja, hast du im Grunde genommen vom Sinn her natürlich nichts Falsches gesagt, du hast dich nur ein wenig falsch ausgedrückt. Z.B. hättest du sagen können das du es nichts magst wenn man dir gegenüber mal laut wird, weil du dadurch Angst bekommst etwas falsch zu machen.

Mal ehrlich, angeschrien werden will ja keiner, man lernt ja im Endeffekt auch nichts daraus nur das man beim nächsten Mal wo man etwas zum ersten Mal macht dann Angst hat das zu machen weil wenn man es ja falsch macht wird man angemotzt..

Hoffe ich hab dir geholfen und du hattest trotzdem Erfolg bei deinem Vorstellungsgespräch!!

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FRAGEN
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Beitrag von FRAGEN » 21.12.2008, 13:01

Hallo Anne!

Mich würde mal interessieren, wie das Gespräch auf diese Antwort hin weiter ging. M. E. wäre DAS der spannende Teil. Das "Nicht-angeschrien- werden-wollen" ist ja streng genommen eine Null-Aussage, weil sie für jeden gilt. Aussagekräftiger wären dann z. B. die konkreten Auswirkungen des Schreiens auf Dich + Deine Arbeit. Wenn mir jemand spontan ausgerechnet diese "Schwäche" nennen würde, würde ich mich auch fragen, wie sie aus dem Stegreif darauf kommt. Wird sie oft angeschrien? Wenn ja, von wem und aus welchen Gründen? Dünnes, dünnes Eis... egal, wohin man guckt...

Ich würde sagen, Du hast noch grosses Glück gehabt... ;-)

Karandash
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Vorstellungsgespräch - keine Schwächen ???

Beitrag von Karandash » 08.11.2013, 16:43

Hallo, ich hoffe hier eine Antwort finden zu können.

Ich habe kommende Woche ein Vorstellungsgespräch (nicht mein erstes) bei einem großen Unternehmen. Es geht um einen Ausbildungsplatz als Industriekaufmann.
Ich bin soweit auch schon vorbereitet und habe für alle möglichen Fragen eine Antwort, bis auf eine Sache: Was sind ihre Stärken und Schwächen?

Stärken sind kein Problem, die Schwächen bereiten mir allerdings wirklich Sorgen.
Die einzigen Schwächen, die ich selber an mir feststellen kann, sind meine handwerkliche Unbegabung sowie meine nicht vorhandenen zeichnerischen Fähigkeiten. Als ich diese beiden Punkte bei meinem ersten Vorstellungsgespräch genannt habe, schienen die Personaler nicht sonderlich überzeugt, ich wurde sogar gefragt "mehr nicht?"

Diese beiden Antworten scheinen mir also zu wenig / zu unpassend, mir selber fallen keine Schwächen ein.
Deshalb hier meine bitte: Nennt doch bitte ein Paar Schwächen (samt Beispiel natürlich), die man nennen könnte, ohne seine Position unnötig zu schwächen.



P.S. Ich habe auch den angepinnten Thread gesehen, allerdings scheint es mir, als würde ich dort zu wenig Aufmerksamkeit generieren. Es ist wirklich dringlich, da ich letztes Jahr bereits ohne Ausbildungsplatz geblieben bin (Selbstverschulden, da nur 2 Bewerbungen, 1x Warteliste) und ich dies nicht wiederholen möchte. Die Zeit werde ich mit dem FWD überbrücken, falls es jemanden interessieren sollte.

Ich bedanke mich jetzt schonmal für die Hilfe und hoffe auf rege Rückmeldung.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 08.11.2013, 17:40

Was die Nennung eigener Schwächen angeht, so gibt es wohl unterschiedliche sich widersprechende Auffassungen.
Manche meinen, man sollte Schwächen nennen, die man ins Positive wandeln kann (also etwa eine leichte Ungeduld, die man nutzen kann, ein Projekt schneller fertig zu stellen, die Kollegen anzutreiben), andere meinen, dass man grundsätzliche KEINE Schwächen hat. Dritte meinen, man solle Schwächen nennen, aber nur solche, die mit der Arbeit nichts zu tun haben...
Egal, wofür du dich entscheidest: Nenne keine Schwächen, die man in eine Richtung deuten könnte, dass du deine Arbeit ihretwegen schlechter verrichten würdest.

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Beitrag von FRAGEN » 09.11.2013, 10:20

Ich persönlich würde diese Situation ja nutzen, um einmal tatsächlich über mich und meine Möglichkeiten (im Guten wie im Schlechten) nachzudenken - nicht taktisch, sondern ganz real. Nicht darüber, was wohl für wen gut klingen könnte (Du kennst die Leute ohnehin nicht)... sondern darüber, in welcher Richtung sich innerhalb des Berufs z. B. Schwerpunkte bilden könnten, in denen Du besonders viel leisten kannst...

Mein Eindruck ist, dass diese Frage nach "Stärken" und "Schwächen" sehr oft (dem Forum nach anscheinend so gut wie immer) völlig falsch verstanden wird... als so eine Art willkürzlich aufgestellte Hürde im Verfahren, die man auf die vermeintlich "richtige" Weise zu nehmen hat, um weiter zu kommen. M. E. ist das Wissen über die Stärken und Schwächen jedes einzelnen (auch potentiellen) Mitarbeiters allerdings so mit die erste und wichtigste Führungsgrundlage überhaupt. Ich meine... wer 100 Aufgaben auf 20 Leute zu verteilen hat (völlig aus der Luft gegriffene Zahl)... der braucht doch eine Grundlage, um für jedes einzelne Thema ein möglichst schlagkräftiges Team mit dem hierfür gerade perfekt passenden Talentmix zusammenzustellen. Ich würde fast sagen, dass dieses Wissen absolut entscheidend für Erfolg oder Scheitern eines Unternehmens ist.

Sei Dir sicher: Kein guter Personaler wird jemanden einstellen, von dem er nicht glaubt, sowohl die Stärken als auch die Schwächen realistisch erfasst zu haben... wobei diese explizite Frage in der Regel wohl eher der Kontrolle von Informationen dient, die sich auf anderen (indirekteren) Wegen ergeben haben. Und eigentlich ist es doch auch zu Deinem Besten, wenn Dein Chef in dieser Hinsicht klar sieht: Die Folge einer möglichst präzisen Einschätzung Deiner Person dürfte in der Regel sein, dass Du am Ende das machen darfst, was Du am besten und liebsten tust... und das vom Hals gehalten bekommst, womit man Dich ohnehin jagen kann. Ich jedenfalls sage meine ganz realen (auch und gerade berufsbezogenen) Schächen aus voller Überzeugung immer so früh und deutlich wie möglich... ;-)

Sämtliche denkbaren Alternativ-Meinungen und -Ideen findest Du BTW hier:

http://www.bewerbung-forum.de/forum/sta ... -t343.html

Karandash
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Beitrag von Karandash » 12.11.2013, 16:36

Okay, danke erstmal.
Die von mir oben genannten Schwächen könnte man aber schon nennen, oder ?

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 12.11.2013, 18:58

Karandash hat geschrieben:Okay, danke erstmal.
Die von mir oben genannten Schwächen könnte man aber schon nennen, oder?
Du meinst deine zeichnerische und handwerkliche Unbegabung?
Wenn du dich auf einen entsprechenden Job bewirbst, bist du da falsch, wenn das mit deinem Job nichts zu tun hat, dann wird sich dein Gesprächspartner bei dieser Schwächenauswahl möglicherweise auf den Arm genommen fühlen.

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Beitrag von Karandash » 12.11.2013, 23:30

TheGuide hat geschrieben:
Karandash hat geschrieben:Okay, danke erstmal.
Die von mir oben genannten Schwächen könnte man aber schon nennen, oder?
Du meinst deine zeichnerische und handwerkliche Unbegabung?
Wenn du dich auf einen entsprechenden Job bewirbst, bist du da falsch, wenn das mit deinem Job nichts zu tun hat, dann wird sich dein Gesprächspartner bei dieser Schwächenauswahl möglicherweise auf den Arm genommen fühlen.
Danke für das schnelle Feedback.
Es geht ja um den Ausbildungsplatz Kaufmann, die Schwächen haben also eigentlich eher nichts mit dem Beruf zu tun.
Dennoch möchte ich nicht riskieren, dass die Personaler sich auf den Arm genommen fühlen, daher werde ich diese Schwächen nicht nennen und anhand des oben angepinnten Themas versuchen, passende Schwächen rauszusuchen.
Denen zu sagen, ich habe keine Schwächen und denen nur meine Stärken zu verkaufen - da fehlt mir ehrlich gesagt der Mut zu. :)

Sollte noch jemand Schwächen haben, von denen er meint, dass sie passen könnten, nur rein damit.


Grüße

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