Wer gilt noch als "wieder ungelernt" hier?

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Bernie
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Wer gilt noch als "wieder ungelernt" hier?

Beitrag von Bernie » 29.07.2016, 23:10

Seit einer fünfwöchigen Trainingsmaßnahme der Bundesagentur für Arbeit weiß ich nun evtl. warum meine Bewerbungen im alten Beruf abgeschmettert werden, obwohl ich 12 Jahre half den elterlichen Betrieb als sonstiger, und kfm. Allrounder, am Leben zu erhalten.

Ich gelte offziell als "wieder ungelernt", d.h. meine Berufsausbildung als Verwaltungsfachangestellter/Kommunalverwaltung gilt für die Arbeitslosenverwaltung lt. SGB III so als hätte ich nie eine Lehre gemacht, nie geochst und gebüffelt auf Abschlußprüfungen, die nun alle nix wert sein sollen.

Übrigens, auf diese Ausbildung aufbauend habe ich auch die Fachhochschulreife im Schwerpunktbereich BWL nachgeholt bzw. sogar versucht BWL zu studieren.

Gilt die nun auch als nicht absolviert?

Ist es nicht überaus ungerecht, dass man nach 4 Jahren aus dem Beruf bzw. angeblich berufsfremd arbeitend als "wieder ungelernt" im alten Lehrberuf gilt, und in Helferjobs in Leiharbeit abgeschoben werden soll.

Ich wußte nie woher die "Nachfüllbestände für Leiharbeit" herkommen.

Tja, seit ich selbst davon betroffen bin weiß ich es.

Hier verbirgt sich eine Ungerechtigkeit in Deutschland, die medial totgeschwiegen wird, und ich vermute einmal stark, dass ich kein Einzelfall bin.


Ich seh's ja ein, dass man als "wieder ungelernt" gilt wenn der Beruf ausgestorben ist, oder sich ständig Dinge darin ändern, aber ich habe einen Beruf gelernt, der, bis auf die EDV, und neue Gesetze, die man locker nachrecherchieren kann - auch als Bürger - nicht viel Änderungen beinhaltet. Nur zur Erklärung damit man weiß warum ich diese Art der Behandlung als eines Unrechtsstaates für würdig empfinde. :twisted: :idea: :roll: :wink:



Ich will gar nicht wissen wieviel "wieder Ungelernte" als Abgeordnete im dt. Bundestag sitzen, und zwar Parteienübergreifend. Die haben ja alle ihre Pöstchen, im Gegensatz zu Otto-Normal-wieder-Ungelernten, die in Helferjobs, und sonstige zweifelhaften "Alternativen", abgeschoben werden.....

Gruß
Bernie

PS: Nur mal so am Rande erwähnt, die lückenlosen Lebensläufe sind Relikte längst vergangener Zeiten, da man ja mit Jobalternativen querbeetein leben muss, aber die Sache bekommt gleich ein anderes G'schmäckle wenn man für diese, oft unfreiwilligen, Lebens(ver-)läufe nun auch noch bestraft wird, d.h. als sogenannter "wieder Ungelernter" zu gelten nachdem die Lebensplanung durch unverhoffte Lebenskrisen zerstört wird....

BlackDiamond
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Re: Wer gilt noch als "wieder ungelernt" hier?

Beitrag von BlackDiamond » 30.07.2016, 01:11

Bernie hat geschrieben:Seit einer fünfwöchigen Trainingsmaßnahme der Bundesagentur für Arbeit weiß ich nun evtl. warum meine Bewerbungen im alten Beruf abgeschmettert werden, obwohl ich 12 Jahre half den elterlichen Betrieb als sonstiger, und kfm. Allrounder, am Leben zu erhalten.

Ich gelte offziell als "wieder ungelernt", d.h. meine Berufsausbildung als Verwaltungsfachangestellter/Kommunalverwaltung gilt für die Arbeitslosenverwaltung lt. SGB III so als hätte ich nie eine Lehre gemacht, nie geochst und gebüffelt auf Abschlußprüfungen, die nun alle nix wert sein sollen.
Keine Ahnung, was du mit "offiziell" meinst. Eine Ausbildung wird einem ja nicht aberkannt, die hat man mal erfolgreich bestanden oder nicht. Du leitest aber quasi daraus das Recht ab, noch Jahrzehnte später in diesem Beruf arbeiten zu können und das sehen die, die dich einstellen sollen, vielleicht anders.
Übrigens, auf diese Ausbildung aufbauend habe ich auch die Fachhochschulreife im Schwerpunktbereich BWL nachgeholt bzw. sogar versucht BWL zu studieren.

Gilt die nun auch als nicht absolviert?
Quatsch. Die Frage ist nur, was sie dir nutzt.
Ist es nicht überaus ungerecht, dass man nach 4 Jahren aus dem Beruf bzw. angeblich berufsfremd arbeitend als "wieder ungelernt" im alten Lehrberuf gilt, und in Helferjobs in Leiharbeit abgeschoben werden soll.

Ich wußte nie woher die "Nachfüllbestände für Leiharbeit" herkommen.

Tja, seit ich selbst davon betroffen bin weiß ich es.

Hier verbirgt sich eine Ungerechtigkeit in Deutschland, die medial totgeschwiegen wird, und ich vermute einmal stark, dass ich kein Einzelfall bin.


Ich seh's ja ein, dass man als "wieder ungelernt" gilt wenn der Beruf ausgestorben ist, oder sich ständig Dinge darin ändern, aber ich habe einen Beruf gelernt, der, bis auf die EDV, und neue Gesetze, die man locker nachrecherchieren kann - auch als Bürger - nicht viel Änderungen beinhaltet. Nur zur Erklärung damit man weiß warum ich diese Art der Behandlung als eines Unrechtsstaates für würdig empfinde. :twisted: :idea: :roll: :wink:
Aber jetzt mal ehrlich: deine Ausbildung war irgendwann in den 1980er Jahren und du hast nie wirklich in deinem Ausbildungsberuf gearbeitet. Seitdem ist auf der Welt viel passiert. Fast alle Prozesse haben sich durch die Einführung der EDV grundlegend geändert. Von einem neuen Mitarbeiter erwartet man, dass man ihn nicht noch mal ausbilden muss, sondern dass er alle oder zumindest möglichst viele Erfahrungen mitbringt, die für seinen neuen Job erforderlich sind. Beispielsweise dass er einige Jahre Erfahrung mit der Software mitbringt, mit der gearbeitet wird etc., dass er die Prozesse aus eigenem Erleben kennt und dass er für Probleme bereits erprobte Lösungsvorschläge anbieten kann. Das ist bei dir nicht der Fall, kann es ja auch gar nicht sein, wenn du diese Entwicklung nicht mitgemacht hast.

Ich hätte auch nicht gerne, dass ein Elektriker, der in den 80ern seine Ausbildung gemacht hat, dann aber seinen Beruf nie ausgeübt hat, in meinem Haus Leitungen verlegt, dabei hätte ich ein schlechtes Gefühl. Das gilt sinngemäß für alle Berufe, die man nicht innerhalb eines Tages erlernen kann, sondern eine Ausbildung braucht. Das ist doch vollkommen normal und ich denke, du machst dir was vor, wenn du was anderes denkst. Das wäre dann "wishful thinking". Sorry, ich weiß, das liest du jetzt bestimmt nicht gerne, aber ich sehe keinen Wert darin, dass ich dir was erzähle, was einfach nicht stimmt. Dein Problem ist einfach, dass du in der Zeit zwischen Beendigung deiner Ausbildung und jetzt wenig belegbare Kenntnisse angeeignet hast, die dich für einen Arbeitgeber in deinem Wunschberuf attraktiv machen. Sprich, hättest du jetzt die super Programmierkenntnisse erworben oder CAD Kenntnisse oder was weiß ich, dann könntest du auf diesen Kenntnissen aufbauen. Die Kenntnisse, die du in den letzten Jahren gebraucht hast, wo könntest du die einsetzen? Gleiche Branche möchtest du nicht, da wird es dann schwer.
Ich will gar nicht wissen wieviel "wieder Ungelernte" als Abgeordnete im dt. Bundestag sitzen, und zwar Parteienübergreifend. Die haben ja alle ihre Pöstchen, im Gegensatz zu Otto-Normal-wieder-Ungelernten, die in Helferjobs, und sonstige zweifelhaften "Alternativen", abgeschoben werden.....
Der Weg in den Bundestag steht dir doch genauso offen, wie uns allen.

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FRAGEN
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Re: Wer gilt noch als "wieder ungelernt" hier?

Beitrag von FRAGEN » 30.07.2016, 09:19

BlackDiamond hat geschrieben:Der Weg in den Bundestag steht dir doch genauso offen, wie uns allen.
Und ausgerechnet der erfordert keinerlei Qualifikation... ;-)

Bernie
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Re: Wer gilt noch als "wieder ungelernt" hier?

Beitrag von Bernie » 30.07.2016, 09:36

Keine Ahnung, was du mit "offiziell" meinst. Eine Ausbildung wird einem ja nicht aberkannt, die hat man mal erfolgreich bestanden oder nicht. Du leitest aber quasi daraus das Recht ab, noch Jahrzehnte später in diesem Beruf arbeiten zu können und das sehen die, die dich einstellen sollen, vielleicht anders.
Mit "offiziell" meine ich, dass die Definition "wieder ungelernt" von Staats, oder EU-wegen, bürokratiemäßig den Menschen in Europa, nicht nur in Deutschland, wie ich von einer polnischen Frau weiß, übergestülpt wurde - Man will ja "den Niedriglohnsektor fördern", um mal eine Äußerung von Ex-Kanzler Schröder zu posten. Ich leite daraus gar nichts ab, aber ich empfinde es, wie andere Betroffene, als ungerecht wenn ein Bürokratiehengst ein Gesetz beschließt, dass nicht gerecht ist. Zum Glück sehen es viele, die einstellen sollen anders, als der jeweilige Gesetzgeber, wie ich auch aus eigener Erfahrung weiß - siehe mein Hinweis auf ein Vorstellungsgespräch im alten Lehrberuf, dass ich erst vor beinahe 2 Wochen hatte.
Quatsch. Die Frage ist nur, was sie dir nutzt.
Na, denn ;-) Danke für ;-)

Aber jetzt mal ehrlich: deine Ausbildung war irgendwann in den 1980er Jahren und du hast nie wirklich in deinem Ausbildungsberuf gearbeitet.
Oh, doch, ich habe in meinem Ausbildungsberuf mal kurzfristig gearbeitet, und meine Ausbildung war nicht "irgendwann in den 1980ern sondern in den 1990ern. Sorry, aber das muss ich mal richtig stellen ;-)

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Seitdem ist auf der Welt viel passiert.
Ist mir auch bewußt ;-)
Fast alle Prozesse haben sich durch die Einführung der EDV grundlegend geändert. Von einem neuen Mitarbeiter erwartet man, dass man ihn nicht noch mal ausbilden muss, sondern dass er alle oder zumindest möglichst viele Erfahrungen mitbringt, die für seinen neuen Job erforderlich sind. Beispielsweise dass er einige Jahre Erfahrung mit der Software mitbringt, mit der gearbeitet wird etc., dass er die Prozesse aus eigenem Erleben kennt und dass er für Probleme bereits erprobte Lösungsvorschläge anbieten kann. Das ist bei dir nicht der Fall, kann es ja auch gar nicht sein, wenn du diese Entwicklung nicht mitgemacht hast.
Ich bin durchaus aktuell in der EDV, aber ich bin nicht von Beruf dass was du hier evtl. denkst - bei IT-Fachleuten sehe ich deine Argumentation als richtig an, aber ich bin ja nur Anwender, und Programmierkenntnisse benötigt man als Verwaltungsfachangestellter auch heute nicht soviel ich mitbekommen habe ;-)
Ich hätte auch nicht gerne, dass ein Elektriker, der in den 80ern seine Ausbildung gemacht hat, dann aber seinen Beruf nie ausgeübt hat, in meinem Haus Leitungen verlegt, dabei hätte ich ein schlechtes Gefühl.
Dito, ich bin aber kein Elektriker. Interessant hierbei ist aber auch, dass Du und Ich Probleme damit haben, aber die Leiharbeit das durchaus anders sieht, nicht nur auf Elektriker bezogen sondern auf alle Branchen - wie ich mitbekommen habe. Bei einer Probearbeit im sicherheitsrelevanen Bereich, die ich hier beschrieb, habe ich sogar mitbekommen, dass nichtdeutschsprachige Männer eingestellt werden. Achtung Zynismus: Wenn demnächst eine Chemiefabrik in die Luft fliegt waren das evtl. keine Terroristen sondern einfach nur jemand, der einen dt. oder englischsprachigen Knopf falsch gedrückt hat....dank Leiharbeit.....
Das gilt sinngemäß für alle Berufe, die man nicht innerhalb eines Tages erlernen kann, sondern eine Ausbildung braucht.
Sehe ich auch so, aber zu "allen Berufen" zähle ich z.B. nicht einfache Büroberufe, die jeder ausüben kann, der das Zehnfingersystem, MSWord und kfm. Grundkenntnisse hat. Was "Ausbildung" angeht, da habe ich auch so meine eigene Meinung dazu, als jemand der ein Unternehmen in einer Branche mitführen durfte, die bis heute nicht als ausbildungsberechtigt gilt, nach Jahrzehnten, und dies obwohl es Unternehmen diverser Größe und Organisation gibt - der Campingbranche. Campingplatzwart z.B gilt bis heute nicht als Ausbildungsberuf...ebensowenig wie Campingrezeptionist....sind meist Hotelkaufleute, oder Kauflte für Büromanagement, bei größeren Campingplätzen.....bei kleineren oft Familienmitglieder.....
Das ist doch vollkommen normal und ich denke, du machst dir was vor, wenn du was anderes denkst.
Vielleicht empfinde ich, aus eigener Lebenserfahrung, andere Dinge als "vollkommen normal" als Du?
Das wäre dann "wishful thinking". Sorry, ich weiß, das liest du jetzt bestimmt nicht gerne, aber ich sehe keinen Wert darin, dass ich dir was erzähle, was einfach nicht stimmt.
Nö, Du hast einfach nur eine andere Meinung als ich, was ja auch OK ist ;-)
Dein Problem ist einfach, dass du in der Zeit zwischen Beendigung deiner Ausbildung und jetzt wenig belegbare Kenntnisse angeeignet hast, die dich für einen Arbeitgeber in deinem Wunschberuf attraktiv machen. Sprich, hättest du jetzt die super Programmierkenntnisse erworben oder CAD Kenntnisse oder was weiß ich, dann könntest du auf diesen Kenntnissen aufbauen. Die Kenntnisse, die du in den letzten Jahren gebraucht hast, wo könntest du die einsetzen? Gleiche Branche möchtest du nicht, da wird es dann schwer.
Du hast aber schon gelesen, dass ich kein IT-ler bin? Oder?
Der Weg in den Bundestag steht dir doch genauso offen, wie uns allen.
Scherzhaft: Dann gehe ich in, und schaffe als erstes den Begriff "wieder ungelernt" ab bzw. helfe mit, dass Umschulungen wieder so gefördert werden - von den Jobcentern und Arbeitsagenturen - wie vor der meines Erachtens total ungerechten HartzIV-Reform (die auch abgeschafft gehört weil die nach einem gerichtlich vorbestraften VW-Manager namens Dr. Hartz benannt ist, und ebenso kriminell und behördenwillkürlich agiert :twisted: ).

Gruß
Bernie

Charlie Schmidt
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Beitrag von Charlie Schmidt » 30.07.2016, 10:25

Hallo Bernie,

wenn Du als "wieder ungelernt" giltst, steigen Deine Chancen auf eine Umschulung, die Du auch in einem Bereich absolvieren könntest, der Deinem Ausbildungsberuf nahe ist. Lass Dich doch bitte mal von Fachleuten außerhalb der Arge beraten. Es wurden Dir hier in anderen Beiträgen bereits mehrere Stellen genannt.
Zuletzt geändert von Charlie Schmidt am 30.07.2016, 10:31, insgesamt 1-mal geändert.

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TheGuide
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Beitrag von TheGuide » 30.07.2016, 10:28

Bernie, mit dem, was ich dir jetzt schreibe habe ich mich lange zurückgehalten, obwohl Zurückhaltung nicht meines ist. Was ich dir jetzt schreibe, soll dich nicht verärgern, aber das wird es tun. Ich befürchte, dass ich damt kein Umdenken auslösen kann, hoffe aber, dass ich mich dieszbezüglich irre.

Du übernimmst wenig Verantwortung, bei dir sind immer die anderen schuld.

- dein usprünglicher Arbeitgeber ist schuld, weil man dich rausgemobbt hat.
Das kann hier niemand beurteilen, weil wir nicht dabei waren, Mobbing und Bossing kommt vor, aber womöglich war deine Arbeitsleistung einfach nicht gut und du bist mit der Kritik daran nicht zurecht gekommen? Das ist nämlich das Bild was sich mir in Summe ergibt, dass a) immer alle anderen Schuld sind und du b) Widerspruch immer persönlich nimmst.

- deine Eltern sind schuld, weil sie dich im Campinbetrieb haben versauern lassen

- deine Eltern sind schuld, weil sie keine Vorsorge getroffen haben für die Zeit nach ihnen.

- deine Schwestern sind schuld, weil sie den Campingbetrieb nicht weiterführen wollten, dich ihn nicht weiterführen lassen wollten.
Ich habe hier den Eindruck, dass deine Schwestern das ganze evtl. einfach etwas realistischer gesehen haben als du.

- der Gesetzgeber ist schuld daran, dass - woran eigentlich genau? - jedenfalls ist er Schuld....

Es ist Zeit, dass du mit annähernd 50 endlich mal selber Verantwortung für dein Leben übernimmst. Deine Eltern können dir den geschützten Raum nicht mehr bieten, den sie dir in den letzten Jahrzehnten geboten haben.

Bernie
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Re: @The Guide

Beitrag von Bernie » 30.07.2016, 11:07

Bernie, mit dem, was ich dir jetzt schreibe habe ich mich lange zurückgehalten, obwohl Zurückhaltung nicht meines ist. Was ich dir jetzt schreibe, soll dich nicht verärgern, aber das wird es tun. Ich befürchte, dass ich damt kein Umdenken auslösen kann, hoffe aber, dass ich mich dieszbezüglich irre.
Danke für, dennoch ;-)
Du übernimmst wenig Verantwortung, bei dir sind immer die anderen schuld.
Sorry, aber du hast einen völlig falschen Eindruck von einem Menschen, denn du aus dem Netz kennst, und das schreibe ich gerade wegen deiner Ausführungen hier:
- dein usprünglicher Arbeitgeber ist schuld, weil man dich rausgemobbt hat.
Das kann hier niemand beurteilen, weil wir nicht dabei waren, Mobbing und Bossing kommt vor, aber womöglich war deine Arbeitsleistung einfach nicht gut und du bist mit der Kritik daran nicht zurecht gekommen? Das ist nämlich das Bild was sich mir in Summe ergibt, dass a) immer alle anderen Schuld sind und du b) Widerspruch immer persönlich nimmst.

- deine Eltern sind schuld, weil sie dich im Campinbetrieb haben versauern lassen

- deine Eltern sind schuld, weil sie keine Vorsorge getroffen haben für die Zeit nach ihnen.

- deine Schwestern sind schuld, weil sie den Campingbetrieb nicht weiterführen wollten, dich ihn nicht weiterführen lassen wollten.
Ich habe hier den Eindruck, dass deine Schwestern das ganze evtl. einfach etwas realistischer gesehen haben als du.

- der Gesetzgeber ist schuld daran, dass - woran eigentlich genau? - jedenfalls ist er Schuld....


Bin ich etwa daran schuld wenn mir, vom Gesetzgeber aus, wie vielen anderen in .de, eine Umschulung in einen anderen Beruf aus nicht nachvollziehbaren finanziellen Gründen verweigert wird? Entscheide ich darüber, oder wer sonst? Ich denke mal, dass immer noch Behörden über die Finanzierung einer Umschulung entscheiden und nicht der Antragssteller. Frage: Wer ist jetzt schuld wenn man mir eine Alternative aus genau dieser Misere verweigert?
Es ist Zeit, dass du mit annähernd 50 endlich mal selber Verantwortung für dein Leben übernimmst. Deine Eltern können dir den geschützten Raum nicht mehr bieten, den sie dir in den letzten Jahrzehnten geboten haben.
Seh ich ja auch so, aber es ist zum verrückt werden in diesem Land.

Kafkas "Das Schloss" läßt grüßen.... :twisted: :roll:

Gruß
Bernie

PS: Mir selbst die Schuld zuweisen, dass wirst du nie erleben, denn ich sehe es anders, und der einzige Mensch der alle Schuld der Welt auf sich selbst zuweisen ließ, der ist angeblich vor 2000 Jahren von den Römern gekreuzigt worden....er hieß Jesus Christus, und der bin ich nicht, also wirklich nicht :-) 8) :roll: :o
Zuletzt geändert von Bernie am 30.07.2016, 11:25, insgesamt 4-mal geändert.

Bernie
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@Charlie Schmidt

Beitrag von Bernie » 30.07.2016, 11:15

Charlie Schmidt hat geschrieben:Hallo Bernie,

wenn Du als "wieder ungelernt" giltst, steigen Deine Chancen auf eine Umschulung, die Du auch in einem Bereich absolvieren könntest, der Deinem Ausbildungsberuf nahe ist. Lass Dich doch bitte mal von Fachleuten außerhalb der Arge beraten. Es wurden Dir hier in anderen Beiträgen bereits mehrere Stellen genannt.
Ich bin auf Alg1, die Arge ist also nicht für mich zuständig, aber hier wird mir genau diese Alternative - aus rein finanziellen Gründen - verweigert. Ich hab sogar den Wisch mit der sogenannten "Externen Prüfung" abgegeben, die es mir ermöglichen würde in einem halben Jahr die IHK-Prüfung zum Kaufmann für Büromanagement zu machen, der Bildungsträger und die IHK sehen darin kein Problem, aber die Arbeitsagentur - rein auf die Finanzierung bezogen. Am allerbesten daran ist noch, dass ich selbst daran schuld sein soll, dass ich diese Alternative nicht finanzieren kann, so in einem Gespräch mit der, für mich zuständigen, Arbeitsvermittlerin wirklich von ihr geäußert. Tja, werde wohl demnächst eine Bank ausrauben, damit man mir diese Alternative finanzieren kann. :twisted:

Übrigens rein rechtlich, auch von der Arbeitsagentur aus, gesehen habe ich einen Anspruch auf eine Umschulung ein einen x-beliebigen anderen Beruf, die Sache scheitert nur an der Finanzierung seitens der Arbeitsagentur (es ist zum wahnsinngi werden!).

Hab aber gestern, von einem Ex-Arbeitslosen, den Tipp erhalten es doch über die Rentenversicherung zu versuchen, da ich ja wegen einer sogenannten "Anpassungsstörung" durch psychiatrisches Gutachten keine Arbeit habe. Er hat Burn-Out als Grund angegeben, und bekam von der Rentenversicherung, nach REHA, eine Umschulung finanziert.

Ich könnte es auch über ein altes Rückenleiden versuchen, denn ich wurde genau aus diesem Grund aus dem Zivildienst ausgemustert bzw. hatte Jahre danach einen Unfall mit Lendenwirbelbruch (Sturz von einer Leiter)....

...Du siehst bin dran, mich ärgert nur die typisch dt. Bürokratie mit der ich jetzt schon seit März 2016 kämpfe....damals dachte ich noch es klappt auf Anhieb mit der Umschulung bei der Deutschen Angestellten-Akademie....und wurde bürokratiemäßig eines besseren belehrt....und daran bin ich nun wirklich nicht selber schuld....wie jemand hier meint....

Gruß
Bernie

Charlie Schmidt
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Beitrag von Charlie Schmidt » 30.07.2016, 11:36

Beantworte mir doch bitte nur kurz die Frage, ob Du Dich schon mal bei einer Institution, die sich mit der Thematik auskennt, beraten lassen hast. Also wirklich schon mal Hilfe bei einem Profi gesucht hast, der nicht bei der Arbeitsagentur oder der Arge sitzt. Und falls nicht: Kannst Du mir sagen, warum Du das nicht tust oder tun möchtest?

BlackDiamond
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Re: Wer gilt noch als "wieder ungelernt" hier

Beitrag von BlackDiamond » 30.07.2016, 13:26

Bernie hat geschrieben:
Keine Ahnung, was du mit "offiziell" meinst. Eine Ausbildung wird einem ja nicht aberkannt, die hat man mal erfolgreich bestanden oder nicht. Du leitest aber quasi daraus das Recht ab, noch Jahrzehnte später in diesem Beruf arbeiten zu können und das sehen die, die dich einstellen sollen, vielleicht anders.
Mit "offiziell" meine ich, dass die Definition "wieder ungelernt" von Staats, oder EU-wegen, bürokratiemäßig den Menschen in Europa, nicht nur in Deutschland, wie ich von einer polnischen Frau weiß, übergestülpt wurde - Man will ja "den Niedriglohnsektor fördern", um mal eine Äußerung von Ex-Kanzler Schröder zu posten. Ich leite daraus gar nichts ab, aber ich empfinde es, wie andere Betroffene, als ungerecht wenn ein Bürokratiehengst ein Gesetz beschließt, dass nicht gerecht ist. Zum Glück sehen es viele, die einstellen sollen anders, als der jeweilige Gesetzgeber, wie ich auch aus eigener Erfahrung weiß - siehe mein Hinweis auf ein Vorstellungsgespräch im alten Lehrberuf, dass ich erst vor beinahe 2 Wochen hatte.
Nochmal: Du leitest aber quasi daraus das Recht aus deiner Ausbildung, nach der du in deinem Ausbildungsberuf nie wirklich gearbeitet hast ab, noch Jahrzehnte später in diesem Beruf arbeiten zu können und das sehen die, die dich einstellen sollen, vielleicht (nettes Wort für bestimmt) anders.

Aber jetzt mal ehrlich: deine Ausbildung war irgendwann in den 1980er Jahren und du hast nie wirklich in deinem Ausbildungsberuf gearbeitet.
Oh, doch, ich habe in meinem Ausbildungsberuf mal kurzfristig gearbeitet, und meine Ausbildung war nicht "irgendwann in den 1980ern sondern in den 1990ern. Sorry, aber das muss ich mal richtig stellen ;-)
Okay, Entschuldigung dafür. Einen Unterschied macht es nicht: deine Ausbildung und die 6 Monate danach, in denen du in deinem Ausbildungsberuf gearbeitet hast, sind Jahrzehnte her. Du sagst, das sei dir bewusst, aber den Eindruck vermittelst du ganz und gar nicht, wenn du schreibst, dass das doch nur ein bisschen Computer wäre und Gesetzestexte, die man nachlesen kann.

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Seitdem ist auf der Welt viel passiert.
Ist mir auch bewußt ;-)
Wie gesagt, den Eindruck machst du ganz und gar nicht. Du bist sicher ein netter Kerl, das kommt auch durch, aber es ist deutlich zu sehen, dass du die Realität immer dann ausblendest, wenn sie nicht in die Welt passt, wie du sie gerne hättest.
Fast alle Prozesse haben sich durch die Einführung der EDV grundlegend geändert. Von einem neuen Mitarbeiter erwartet man, dass man ihn nicht noch mal ausbilden muss, sondern dass er alle oder zumindest möglichst viele Erfahrungen mitbringt, die für seinen neuen Job erforderlich sind. Beispielsweise dass er einige Jahre Erfahrung mit der Software mitbringt, mit der gearbeitet wird etc., dass er die Prozesse aus eigenem Erleben kennt und dass er für Probleme bereits erprobte Lösungsvorschläge anbieten kann. Das ist bei dir nicht der Fall, kann es ja auch gar nicht sein, wenn du diese Entwicklung nicht mitgemacht hast.
Ich bin durchaus aktuell in der EDV, aber ich bin nicht von Beruf dass was du hier evtl. denkst - bei IT-Fachleuten sehe ich deine Argumentation als richtig an, aber ich bin ja nur Anwender, und Programmierkenntnisse benötigt man als Verwaltungsfachangestellter auch heute nicht soviel ich mitbekommen habe ;-)
Ich glaube durchaus, dass du Kenntnisse von MS Office hast. Nur arbeitet man als Verwaltungsangestellter hauptsächlich mit anderer Software. Und jetzt mal ganz ehrlich, welche kennst du davon und wie gut? Wie gut kennst du die internen Prozesse einer Verwaltung? Hast du abrufbare und erprobte Lösungsvorschläge für Probleme? Du sagst jetzt bestimmt, egal, kann ich alles lernen. Die suchen aber wahrscheinlich jemanden, der das schon mitbringt.
Ich hätte auch nicht gerne, dass ein Elektriker, der in den 80ern seine Ausbildung gemacht hat, dann aber seinen Beruf nie ausgeübt hat, in meinem Haus Leitungen verlegt, dabei hätte ich ein schlechtes Gefühl.
Dito, ich bin aber kein Elektriker.
Du weißt aber schon, was ein Beispiel ist, oder? Scherz, bist ja nicht dumm. Aber geh doch mal darauf ein, warum soll dich jemand als Verwaltungsangestellter einstellen, obwohl du Jahrzehnte nicht mehr in dem Beruf gearbeitet hast und demzufolge keine Erfahrung mitbringst. Welchen Grund soll es geben, dass sie dich einem Bewerber vorziehen, der diese Erfahrung mitbringt? Was sollen sie den Kollegen sagen, warum sie dich genommen haben?
Dein Problem ist einfach, dass du in der Zeit zwischen Beendigung deiner Ausbildung und jetzt wenig belegbare Kenntnisse angeeignet hast, die dich für einen Arbeitgeber in deinem Wunschberuf attraktiv machen. Sprich, hättest du jetzt die super Programmierkenntnisse erworben oder CAD Kenntnisse oder was weiß ich, dann könntest du auf diesen Kenntnissen aufbauen. Die Kenntnisse, die du in den letzten Jahren gebraucht hast, wo könntest du die einsetzen? Gleiche Branche möchtest du nicht, da wird es dann schwer.
Du hast aber schon gelesen, dass ich kein IT-ler bin? Oder?
Natürlich, aber mal ernsthaft: in wieweit ist das eine Antwort auf meine Frage. Das waren Beispiele, um es weniger hart klingen zu lassen. Die Frage bleibt doch: welche Kenntnisse hast du über die Jahre erworben, die dich für die
Ausübung deines angestrebten Berufes als Verwaltungsangestellter qualifizieren?

Stell dich doch mal diesen Fragen, das ist die Realität im Arbeitsleben. Die Welt ist leider nichts so, wie wir sie gerne hätten. Leider benutzt du deine Intelligenz dazu, dir selbst was vorzumachen und überall nach Schuldigen für deine Situation zu suchen, anstatt die Realität zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen.
TheGuide hat das sehr schön geschrieben mit dem geschützten Raum, den deine Eltern so wohlmeinend für dich geschaffen haben. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das jetzt für dich sehr schwierig ist. Aber weiter aus der Realität zu flüchten, ist jetzt das Falscheste.

Ich wünsche dir wirklich von Herzen alles Gute.

Bernie
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@Charlie Schmidt

Beitrag von Bernie » 30.07.2016, 15:37

Charlie Schmidt hat geschrieben:Beantworte mir doch bitte nur kurz die Frage, ob Du Dich schon mal bei einer Institution, die sich mit der Thematik auskennt, beraten lassen hast. Also wirklich schon mal Hilfe bei einem Profi gesucht hast, der nicht bei der Arbeitsagentur oder der Arge sitzt. Und falls nicht: Kannst Du mir sagen, warum Du das nicht tust oder tun möchtest?
Doch, ich war schon einmal bei einer unabhängigen Beratungsstelle, die konnten mir aber leider auch nicht weiterhelfen. Vielleicht war ich auch bei den falschen Leuten? Der Rat dort war auch mir zunächst Helferstellen zu suchen, wo ich ja dran bin, und dann eine betriebliche Umschulung im nächsten Jahr zu suchen, woran ich auch dran bin - neben der Suche nach Arbeitsstellen auf meinem alten, erlernten Beruf (!!!: Nicht jeder Arbeitgeber sieht es so eng mit "wieder ungelernt)

Beides kann ich allerdings vergessen, sollte es, wider Erwarten, doch klappen mit dem Einstieg in meinen erlernten Beruf, d.h. wenn das Ergebnis des Vorstellungsgespräches erfolgreich war, dass ich vor ca. 2 Wochen hatte. Ich wäre ja dann im erlernten Berufsfeld tätig, wenn auch nur befristet. Drück mir mal die Daumen, dass es klappt.

Andernfalls bin ich für jeden Tipp über unabhängige Beratungsstellen dankbar.

Ich bin zwar nur bei einer Beratungsstelle gewesen, aber hab schon im Hinterkopf noch eine andere aufzusuchen, die auch unabhängig von der ARGE bzw. der Arbeitsagentur agiert, aber ich will erst abwarten wie das Ergebnis des Vorstellungstermines ausfällt.

Am Montag Nachmittag bin ich evtl. schlauer....

Gruß
Bernie

PS: Gestern hat sich übrigens, nach einem Gasthausbesuch noch eine andere Möglichkeit aufgetan. Ein guter Mensch bot mir an sich in seinem Unternehmen zu erkundigen ob ich als Prüf- und Meßtechniker in Frage käme. Er war zunächst skeptisch, aber als ich ihm mitteilte, dass ich lernfähig bin meinte er, dass wir so verbleiben, dass er sich erkundigt, bei der Personalleitung, ob sie mich für fähig befinden diesen Job zu tun, und ich mich erkundige wie meine Chancen nach dem Vorstellungstermin in der nächstgrößeren Kreisstadt hier, d.h. sollte der Job nicht klappen, dann könnte ich, über Zeitarbeit, auch in seiner Firma mit einsteigen.....vorausgesetzt die Personalleitung ist von mir überzeugt.... 8)

Charlie Schmidt
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Beitrag von Charlie Schmidt » 30.07.2016, 16:21

Ja, schade, dass die Dir nicht besser helfen konnten. Ich könnte mir aber schon vorstellen, dass man da unter Umständen auch ein bisschen suchen muss. Such doch noch mal Deine alten Threads durch, dort müsstest Du ein paar Tipps finden.

Für die ausstehenden Stellen drücke ich Dir natürlich die Daumen!

Bernie
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Re: Wer gilt noch als "wieder ungelernt" hier

Beitrag von Bernie » 30.07.2016, 16:30

Nochmal: Du leitest aber quasi daraus das Recht aus deiner Ausbildung, nach der du in deinem Ausbildungsberuf nie wirklich gearbeitet hast ab, noch Jahrzehnte später in diesem Beruf arbeiten zu können und das sehen die, die dich einstellen sollen, vielleicht (nettes Wort für bestimmt) anders.
Kann sein, aber wie erklärst du mir dann die Einladung zum Vorstellungstermin am 19.07.? Ich bewerbe mich übrigens nie auf reine Verwaltungsfachangestelltenstellen sondern auf solche, die eben auch kfm. Bürokräfte einstellen, oder Verwaltungsleute....
Okay, Entschuldigung dafür. Einen Unterschied macht es nicht: deine Ausbildung und die 6 Monate danach, in denen du in deinem Ausbildungsberuf gearbeitet hast, sind Jahrzehnte her. Du sagst, das sei dir bewusst, aber den Eindruck vermittelst du ganz und gar nicht, wenn du schreibst, dass das doch nur ein bisschen Computer wäre und Gesetzestexte, die man nachlesen kann.
Vielleicht habe ich ein übersteigertes Selbstbewußtsein? Was ist daran falsch?
Wie gesagt, den Eindruck machst du ganz und gar nicht. Du bist sicher ein netter Kerl, das kommt auch durch, aber es ist deutlich zu sehen, dass du die Realität immer dann ausblendest, wenn sie nicht in die Welt passt, wie du sie gerne hättest.
Danke für das Kompliment, dass ich gerne annehme, aber ich seh die Sache schon realistisch, daher auch mein Hinweis, dass ich mich nicht auf reine Verwaltungsstellen bewerbe, da ich mir keine Chancen ausrechne, sondern auf Stellen, die eben auch kfm. Bürokräfte - neben Verwaltungsfachangestellten - suchen.
Ich glaube durchaus, dass du Kenntnisse von MS Office hast. Nur arbeitet man als Verwaltungsangestellter hauptsächlich mit anderer Software. Und jetzt mal ganz ehrlich, welche kennst du davon und wie gut? Wie gut kennst du die internen Prozesse einer Verwaltung? Hast du abrufbare und erprobte Lösungsvorschläge für Probleme? Du sagst jetzt bestimmt, egal, kann ich alles lernen. Die suchen aber wahrscheinlich jemanden, der das schon mitbringt.
Schon, aber meistens rufe ich vor einer schriftlichen Bewerbung an, und dann wird mir schon mitgeteilt, dass ich es versuchen kann, oder auch nicht....übrigens, ich weiß es nicht ob du es weißt, aber beim ÖD sieht man oft schon an der Gehaltseinstufung, die eng mit der Aufgabenbeschreibung verknüpft ist, ob man sich auf die Stellen bewerben kann, oder nicht....so eine kleine Besonderheit des ÖD, die sich bis dato erhalten hat...und nie weg"reformiert" wurde....
Du weißt aber schon, was ein Beispiel ist, oder? Scherz, bist ja nicht dumm. Aber geh doch mal darauf ein, warum soll dich jemand als Verwaltungsangestellter einstellen, obwohl du Jahrzehnte nicht mehr in dem Beruf gearbeitet hast und demzufolge keine Erfahrung mitbringst. Welchen Grund soll es geben, dass sie dich einem Bewerber vorziehen, der diese Erfahrung mitbringt? Was sollen sie den Kollegen sagen, warum sie dich genommen haben?
Wie bereits weiter oben erwähnt, die Öffentlichen Verwaltungen stellen neuerdings nicht nur reine Verwaltungsfachangestellte ein sondern auch Menschen aus anderen Büro- oder Rechtsanwaltsgehilfenberufen....
Natürlich, aber mal ernsthaft: in wieweit ist das eine Antwort auf meine Frage. Das waren Beispiele, um es weniger hart klingen zu lassen. Die Frage bleibt doch: welche Kenntnisse hast du über die Jahre erworben, die dich für die
Ausübung deines angestrebten Berufes als Verwaltungsangestellter qualifizieren?
Siehe oben....auf reine Verwaltungsangestelltenstellen bewerbe ich mich grundsätzlich nicht sondern nur auf solche Stellen, die Mischqualifikationen erfordern....
Stell dich doch mal diesen Fragen, das ist die Realität im Arbeitsleben. Die Welt ist leider nichts so, wie wir sie gerne hätten.
Mag sein, ist evtl. eine spezifische Besonderheit Europas, denn die USA, dass weiß ich von einem mir bekannten Personaldisponenten ticken da durchaus anders - da wird nicht nach Dokumenten, Arbeitszeugnissen etc. usf. gefragt sondern ob einer arbeiten will, oder nicht.....USA eben....
Leider benutzt du deine Intelligenz dazu, dir selbst was vorzumachen und überall nach Schuldigen für deine Situation zu suchen, anstatt die Realität zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen.
Inwiefern mache ich mir denn was vor? Ich kenne doch meine Situation genau, und was das angebliche Schuldigen suchen angeht, da sehe ich die Sache denn doch etwas anders, da ich durchaus zugeben kann Fehler gemacht zu haben, in meinem Leben.

Der zentralste war wohl, dass ich direkt nach meiner Lehre die Fachhochschulreife nachgemacht habe - damals noch mit dem klaren Ziel eine Beamtenlaufbahn im gehobenen nichttechnischen Dienst einer Öffentlichen Verwaltung anzustreben - BWL war nur eine Notlösung....statt Berufserfahrung als Verwaltungsfachangestellter anzusammeln....
TheGuide hat das sehr schön geschrieben mit dem geschützten Raum, den deine Eltern so wohlmeinend für dich geschaffen haben. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das jetzt für dich sehr schwierig ist. Aber weiter aus der Realität zu flüchten, ist jetzt das Falscheste.
Geb Dir hier uneingeschränkt recht, aber es ist schwer einen Ausweg aus meiner Misere zu finden, in die ich mich reingeritten habe - soviel zum Thema "Schuldige suchen".
Ich wünsche dir wirklich von Herzen alles Gute.
Danke, nehme ich gerne an. Vielleicht klappt's ja auch mit der Rückkehr auf den alten Beruf, wenn nicht geh ich halt als Schichtarbeiter in Leiharbeit, und hoffe, dass mir irgendwann irgendjemand gnädig einen Umschulungswunsch erfüllt.

Gruß
Bernie

PS: Übrigens, was ich als gemein empfinde ist auch, dass ich ein ganzes Berufsfeld (=Büro) verlassen soll, um etwas ganz anderes zu arbeiten....Zumal es sicher auch im Verkauf minderwertige Tätigkeiten gibt....denn bei allen angeblich "berufsfremden" Tätigkeiten habe ich immer geschaut, dass die Nähe zum Büroumfeld nie verloren ging.....bzw. zum kfm. Bereich.... nicht allein lt. Berufsinteressentest übrigens genau der Bereich der mir beruflich liegt....Tja, der berühmte "Rote Faden" soll ja auch nichts mehr gelten im Lebenslauf....Fazit: Auch eine evtl. Schichtarbeit als Produktionshelfer kann wohl ein Einstellungsargument im kfm. (Büro-)Bereich sein?...

cre
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Beitrag von cre » 30.07.2016, 16:45

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz das Problem bei der ganzen Sache: Du gilst als "wieder ungelernt" und beschwerst dich? Das heißt im Prinzip nichts anderes, als das dich die ARGE in deinem jetzigen Job nicht vermitteln kann (was ja bisher auch mit deinem anderen Status nicht geklappt hat). Das heißt aber nicht, dass dein Abschluss jetzt Null und Nichtig ist, du kannst dich also weiterhin eigenverantwortlich bei Unternehmen mit deinen Zeugnissen bwerben.
Das heißt nur dass man dir die Chance gibt mehr Förderung für eine neue (verkürzte) Ausbildung bzw. Umschulung abzugreifen gerade um dich vom Sektor Leiharbeit weg zu führen.

Mal ganz davon abgesehen das du der Meinung bist, dass die Ausbildung die die in den 90ern gemacht hast und in der du kurz gearbeitet hast ja noch das Berufsbild abdeckt und du nur mal eben kurz die neuen Computerprogramme und Gesetze recherchieren musst. Fakt ist jedoch, dass sich die Berufsbilder im Laufe der Zeit gewandelt haben, da eine einzelne Person jetzt durch den technischen Fortschritt die Aufgaben in kürzerer Zeit erledigen kann und dadurch mehr und vielfältigere Aufgaben wahr nehmen kann.
Beispiel wäre eine Sekretärin (ja, ich weiß du bist keine Sekretärin sondern Verwaltungsfachangestellter, es ändert aber nichts an der Grundprämise) die früher nur Schreibaufgaben wahrgenommen hat und hin und wieder mal das Telefon bedient. Heutzutage sind sie viel stärker in die Betriebsorganisation integriert, kümmern sich um die Terminplanung, organisieren Dienstreisen usw.
Das deine Bewerbungen also abgeschmettert werden liegt nicht daran das du gesetzlich deine Ausbildung verfallen bist, sondern das die Arbeitgeber daran zweifeln ob deine Ausbildung noch viel wert ist.
Aber mit der Arge und welchen Status du da hast, hat das wenig zu tun.

Jetzt hast du die Chance noch einmal auf dem Arbeitsmarkt anzugreifen mit einer (meinetwegen auch nah an deinem alten Ausbildungsberuf orientierten) neuen Ausbildung, was Besseres kann dir eigentlich gar nicht passieren und du schimpfst über den Unrechtsstaat? Gute Besserung.

Bernie
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@Cre

Beitrag von Bernie » 30.07.2016, 17:42

Jetzt hast du die Chance noch einmal auf dem Arbeitsmarkt anzugreifen mit einer (meinetwegen auch nah an deinem alten Ausbildungsberuf orientierten) neuen Ausbildung, was Besseres kann dir eigentlich gar nicht passieren und du schimpfst über den Unrechtsstaat? Gute Besserung.
Du hast aber schon gelesen, dass es evtl. an der Finanzierung scheitert? Oder?

So eben dachte ich, da ich, über eine Cousine, Verwandtschaft in GB habe, wenn schon Schichtarbeit und Produktion, dann Scheiß auf Deutschland.


GB ist auch eine Alternative, denn auch dort werden "Helfer" händeringend gesucht....und eine echte Königin ist mir tausendmal lieber als eine Pseudo-Königin mit dem Namen A. Merkel....

Sollte mein Vorhaben nicht klappen, dann werde ich wohl bei meiner Tante vorsprechen müssen - zwecks auswandern nach GB.

Evtl. ist es da ja besser als in .de?

Brexit läßt Grüßen....

Zynische Grüße
Bernie

cre
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Beitrag von cre » 30.07.2016, 19:30

Du hast aber schon gelesen, dass es evtl. an der Finanzierung scheitert? Oder?
Ja, habe ich. Aber du hast dich ja darüber aufgeregt, dass du als "Ungelernter" geführt wirst
Seit einer fünfwöchigen Trainingsmaßnahme der Bundesagentur für Arbeit weiß ich nun evtl. warum meine Bewerbungen im alten Beruf abgeschmettert werden, obwohl ich 12 Jahre half den elterlichen Betrieb als sonstiger, und kfm. Allrounder, am Leben zu erhalten.
Das waren deine Worte. Das es nun an der Finanzierung scheitert ist eine andere Sache.
So gesehen gibt es hier zwei Möglichkeiten:
Wenn du tatsächlich immer so auftrittst wie du hier auftrittst, dann würde es mich nciht wundern wenn deine Mitarbeit gegenüber der ARGE eher gering wäre und du dir dadurch selber die Chancen verbaust.
Aber da anscheinend sowieso immer die anderen Schuld sind (wie blackdiamond ja schon trefflich erkannte) kann man dir hier wohl kaum helfen.

Ich wünsche dir für deine noch ausstehende Bewerbung, wo du ja das Vorstellungsgespräch jetzt hattest, wirklich alles Gute.
Ansonsten wünsche ich dir viel Glück in England, wobei es dir da wohl auch nicht besser ergehen wird. Aber wir alle müssen ja unsere Erfahrungen machen.

Bernie
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@Cre

Beitrag von Bernie » 31.07.2016, 02:29

Ja, habe ich. Aber du hast dich ja darüber aufgeregt, dass du als "Ungelernter" geführt wirst
Und? Was ist an meiner Aufregung so falsch? Übrigens, die Duale Berufsausbildung in Deutschland basiert ja generell auf Lobbyismus sowie darauf aufbauenden, oft willkürlichen, Politikerentscheidungen, aber das ist ein anderes Thema, dass ich hier nicht weiter vertiefen will...ich hab's ja kurz angesprochen bzw. Campingplatzwart.....bzw. Campingplatzrezeption....beides gilt bis heute (noch) nicht als berufsausbildungsberechtigt....

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Das waren deine Worte. Das es nun an der Finanzierung scheitert ist eine andere Sache. 
Du mußt schon den ganzen Zusammenhang sehen, und nicht nur den der dir persönlich in den Kram paßt, cre ,-)
So gesehen gibt es hier zwei Möglichkeiten:
Wenn du tatsächlich immer so auftrittst wie du hier auftrittst, dann würde es mich nciht wundern wenn deine Mitarbeit gegenüber der ARGE eher gering wäre und du dir dadurch selber die Chancen verbaust.
Tue ich nicht, aber meine Verärgerung verstehst du ja auch nicht, da du nicht betroffen bist sondern ich im kafkaesken Hamsterrad festhänge, dass ich niemandem hier im Forum wünsche. Übrigens, die ARGE ist nicht für mich zuständig, um es noch einmal in aller Deutlichkeit zu wiederholen, denn speziell mit dem Wort "Erben" haben die dort ein generelles Problem bzw. man erhält dann kein Hartz IV..

Auch eine Folge an der ich nun wirklich nicht selbst schuld bin, denn ich heiße nicht Schröder, und schon gar nicht Fischer, mit Nachnamen, und war nie Kanzler bzw. Vize-Kanzler von Deutschland..... :roll: :twisted:
Aber da anscheinend sowieso immer die anderen Schuld sind (wie blackdiamond ja schon trefflich erkannte) kann man dir hier wohl kaum helfen.
Das hat nicht blackdiamond erkannt, und es stimmt keineswegs, aber wie bereits erwähnt, Vorurteile (auch, und gerade gegen Menschen wie mich und meinesgleichen als Arbeitslose) können den Blick nicht schärfen sondern auch ganz schön verstellen....der alte Sir Peter Ustinov ist schon längst tot...leider, auch so ein Brite den ich - nicht nur deswegen - mochte weil er generell gegen Vorurteile war, und nicht tickte wie viele Deutsche heute, deren Lieblingsfreizeitbeschäftigung die Vorurteilsproduktion bzw. -konsumption zu sein scheint...und zwar ganz egal gegen welche Gruppen von Mitmenschen die gehen....kein Wunder, dass AfD, (Neo-)Nazis & Rechtsextremisten-Konsorten wieder gesellschaftsfähig sind in diesem Merkel-Gabriel-Deutschland....
Ich wünsche dir für deine noch ausstehende Bewerbung, wo du ja das Vorstellungsgespräch jetzt hattest, wirklich alles Gute.
Danke für ;-)
Ansonsten wünsche ich dir viel Glück in England, wobei es dir da wohl auch nicht besser ergehen wird. Aber wir alle müssen ja unsere Erfahrungen machen
Wer sagt dir das denn? Vielleicht habe ich es in GB besser als in einem wieder von Deutschen dominierten Rest-Europa? Kann ja sein, oder? Der Brexit hat ja schon historische Gründe, wenn man an die Zeit von 1933 - 1945 denkt.....dort war GB auch unabhängig wären der Rest Europas.....

Gruß
Bernie

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Beitrag von katerfreitag » 31.07.2016, 17:16

Dir ist schon bewusst, dass viele Briten für den Brexit gestimmt haben, weil sie den Arbeitsmarkt nicht öffnen wollen?

Und dass es nicht leicht ist als 'Gastarbeiter' - egal, wo auf der Welt?

Und dass die Amerikaner den Begriff 'hire and fire' geprägt haben? Einfach, weil es dort nicht solchen Kündigungsschutz gibt, wie hier?

Was ist eigentlich mit Deiner Anpassungsstörung? Hast Du Dich da schon mal behandeln lassen? Könnte die der Grund sein, warum Du nicht klar kommst?

cre
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Beitrag von cre » 31.07.2016, 21:14

Nein, lass dir nix einreden. Gehe nach Großbritannien, die haben da einen enormen Notstand an Verwaltungsfachangestellten die seid 20 Jahren nicht mehr in dem Beruf gearbeitet haben.
Selbst wenn du Englisch nur gebrochen sprichst, lass dich davon nicht aufhalten. Buche am besten sofort einen Flug

Bernie
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@Cre

Beitrag von Bernie » 01.08.2016, 20:14

Oh, goodness.....liest du meinen Thread überhaupt?:?: :idea:

Ich will doch dort in die Produktion...und nicht mehr zurück in die Verwaltung.....

Übrigens, viele dt. Emigranten haben ja schon von 1933 - 1945 in GB total berufsfremd gearbeitet, d.h. ich wäre nicht der erste Deutsche, der in GB in die Fabrik arbeiten geht....

Übrigens, damals schon die bessere Sorte Mensch, die aus Nichtmitläufern bzw. -tätern, Intellektuellen, und Widerständlern bestand, und deswegen zur Auswanderung, sowie zur berufsfremder Arbeit zwecks Überlebens in der Fremde, gezwungen war....

Auch so eine zeitlose Kontinuität.....nicht nur bei dt. Auswanderern....

Amüsierte Grüße
Bernie
Zuletzt geändert von Bernie am 01.08.2016, 21:25, insgesamt 7-mal geändert.

Bernie
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@katerfreitag

Beitrag von Bernie » 01.08.2016, 20:17

Dir ist schon bewusst, dass viele Briten für den Brexit gestimmt haben, weil sie den Arbeitsmarkt nicht öffnen wollen?

Und dass es nicht leicht ist als 'Gastarbeiter' - egal, wo auf der Welt?


Jau, aber was rät's du mir denn? Hast du eine bessere Idee?
Und dass die Amerikaner den Begriff 'hire and fire' geprägt haben? Einfach, weil es dort nicht solchen Kündigungsschutz gibt, wie hier?
Amis sind aber keine Briten, dass weißt du doch auch. Oder?
Was ist eigentlich mit Deiner Anpassungsstörung? Hast Du Dich da schon mal behandeln lassen? Könnte die der Grund sein, warum Du nicht klar kommst?
Aha? Jetzt auch noch pseudo- bzw. küchenpsychiatrische Ratschläge?

Gruß
Bernie

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Beitrag von cre » 02.08.2016, 00:08

Ah, godwins law greift schon. Ich weiß zwar jetzt nicht was du GB anzubieten hast, das sie dich unbedingt wollen aber wie gesagt. Lass dich von uns nicht abhalten

Bernie
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Godwins law?

Beitrag von Bernie » 02.08.2016, 07:52

cre hat geschrieben:Ah, godwins law greift schon. Ich weiß zwar jetzt nicht was du GB anzubieten hast, das sie dich unbedingt wollen aber wie gesagt. Lass dich von uns nicht abhalten
Wo habe ich den jemanden konkret als Nazi bezeichnet? Ich hab nur geschrieben, dass von 1933 - 1945 der bessere Teil Deutschlands ausgewandert ist - nach GB z.B.

Zufall übrigens, denn man könnte getrost auch die DDR nehmen, da ist ja der bessere Teil auch nach GB, und West-Deutschland, ausgewandert, und der "dreckige Rest", aus purer Nichtauswanderungswilligkeit im Heimatland verblieben.

Oder noch früher anno 1848/49.....1871...usw. usf.

Was Arbeit anbieten angeht, da muss man eben erst ziemlich kleine Brötchen backen - und nicht, wie du hier Bullshit-mäßig, behauptest, ganz groß anfangen.....

Oder kennst du z.B. einen syrischen, afghanischen, ghanaischen Flüchtling in Deutschland, der, statt Taxi zu fahren oder Billigjobs zu leisten, wenn er denn die dt. Arbeitserlaubnis endlich hat, in einer Klinik Chirurg spielt? :roll:

Vorsicht Sarkasmus:

Übrigens noch so ein Lieblingsbrite von mir, namens Tolkien, hat in "Herrn der Ringe", dem Buch nicht dem Film, ein von deinem dunklen Herrscher regiertes Reich des Bösen beschrieben, dass er Mordor nannte, und das, lt. seinen Biographen ein reales Vorbild hatte.

Nur war es nicht NS-Deutschland sondern wurde damals von einem Kaiser, als Monarchie, regiert, der Wilhelm II hieß....und der Krieg aller Kriege war der 1. Weltkrieg des preußisch dominierten Deutschland gegen GB.....nicht der um Mittelerde...."Krauts" eben.....unverbesserliche Orks, Trolle, und sonstige finstere Kreaturen....

Mal abgesehen davon, dass es in GB natürlich keine (Neo-)Nazis, oder sonstige Rechtsextremisten/-populisten, geben soll....die existieren auch nur in deiner, oder meiner, Einbildung....:roll: :lol:

Wenn du denkst man benötigt Sprachkenntnisse eines jeweiligen Landes für eine Arbeit in der Produktion, dann warst du noch nie dabei wenn Zeitarbeitgeber Personal auswählen.

Ich hab's selbst im realen Leben erlebt, dass ein Rumäne, der kaum dt. bzw. englisch spricht, bzw. keine Sicherheitseinweisung, auf deutsch oder in einer anderen ihm nichtbekannten Sprache, lesen kann, sowie, eigenem Bekunden nach, samt Ehefrau erst ein Jahr in .de lebt, im sicherheitsrelevanten Bereich einer Chemie-Fabrik für Pulver- und Explosionsstoffe eingestellt wurde....wenn also demnächst....müssen es nicht unbedingt Terroristen..... :mrgreen:

Amüsierte Grüße
Bernie

katerfreitag
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Beitrag von katerfreitag » 02.08.2016, 16:53

Ich habe Dir in diesem Fall keine Ratschläge erteilt, sondern Dich gefragt, ob Du Dich gezielt auf ein diagnostiziertes Leiden hin hast behandeln lassen. Und gefragt (!!!), ob eben dies Leiden ein Grund für Deine Schwierigkeiten sein könnte, im Berufsleben irgendwann einmal auf eigenen Füßen zu stehen.

Mir erscheint das nicht küchenpsychiatrisch. Aber wenn zwei einfache Fragen bei Dir eine derartige Reaktion auslösen, dann habe ich mit genau diesen Fragen wohl einen sehr wunden Punkt getroffen. Sonst hättest du nämlich relaxter geantwortet.

Bernie
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@katerfreitag - Leiden

Beitrag von Bernie » 02.08.2016, 18:04

Ich habe Dir in diesem Fall keine Ratschläge erteilt, sondern Dich gefragt, ob Du Dich gezielt auf ein diagnostiziertes Leiden hin hast behandeln lassen. Und gefragt (!!!), ob eben dies Leiden ein Grund für Deine Schwierigkeiten sein könnte, im Berufsleben irgendwann einmal auf eigenen Füßen zu stehen.
Liest du eigentlich meine Threads hier? Schon vergessen, dass ich eine demenz- und parkinsonkranke Mutter im selben Wohnhaus habe, und mich mit Geschwistern in einer Erbengemeinschaft rumstreite, die etwas schräg drauf sind (=sie reden nicht mit mir)? Außerdem muss ich noch, alle 3 Monate, damit leben, dass in unseren Eigenen Vier Wänden ein fremder Mensch (=eine polnische Pflegerin) mit anderen Befindlichkeiten lebt als ich, meine jüngste Schwester und meine Mutter? Das meine Mutter nun in Tagespflege in ein Heim kommt, 1x die Woche Mittwochs, sowie dass sich die Pflegedienste an unserer Haustüre die Türklinke in die Hand drücken bzw. ich die starke, nicht ganz unbegründete Befürchtung habe, dass meine Geschwister ....? Von der Finanzierung der Pflege meiner Mutter ganz zu schweigen, die nun auch sehr schnell immer teurer wird als wir zuerst dachten....und wovon wir alle, auch ich armer Wicht, als ihre Kinder, betroffen sind.

Eine Situation die ich niemandem wünsche, der hier meine Texte liest, oder kommentiert.
Mir erscheint das nicht küchenpsychiatrisch. Aber wenn zwei einfache Fragen bei Dir eine derartige Reaktion auslösen, dann habe ich mit genau diesen Fragen wohl einen sehr wunden Punkt getroffen. Sonst hättest du nämlich relaxter geantwortet.
Der Wunde Punkt bin nicht ich allein, denn Demenz galt noch bis vor nicht allzu langer Zeit als psychiatrische Krankheit -

Vielleicht reagiere ich deswegen so empfindlich auf deine "Küchenpsychologie"....bzw. sonstige pseudo-psychiatrische Ratschläge im Netz.....auch andernorts....sorry, für ;-)

Übrigens, da meine Mutter immer verwirrter wird habe ich auch mal beim Hausarzt nachgefragt, der meint, dass Psychotherapie da auch nicht mehr helfen kann - bei meiner demenz- und parkinsonkranken Mutter.

Evtl. haben mich deine Fragen wohl deswegen so verärgert, denn wie bereits oben erwähnt, ich wünsche niemandem in eine Lage zu kommen, durch die ich derzeit durch muss....und ja, ich nehme evtl. psychotherapeutische Hilfe an, sollte ich Arbeit finden bzw. evtl. schon vorher, da ich wohl weit mehr Probleme habe als nur eine "Anpassungsstörung"....was in meiner speziellen Lebenslage wohl nur allzu verständlich ist.....

Eine Lage in der jeder, bis dato, einigermaßen normale Mensch durchdreht...und die, wie ich bereits mehrfach hier erwähnte, ich keinem bzw. keiner wünsche.....

Manchmal denke ich, dass ich nicht auswandere sondern einfach mit 180 km den nächsten Baum suche bzw. ein Seil an einen Ast mit Strick oder mich totsaufe....und dann ist Schluß mit Bernie....und seinen Sorgen, die er niemandem wünscht.....lt. Onlinetest gestern, habe ich übrigens wohl eine eindeutige Depression, aber ich will's selbst nicht wahrhaben, trotz - oder gerade wegen - meiner Lage.....


Gruß
Bernie

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