Wie formuliere ich "schnell Tippen können"?

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
Antworten
sonic1976
Beiträge: 52
Registriert: 03.06.2007, 16:11

Wie formuliere ich "schnell Tippen können"?

Beitrag von sonic1976 » 21.11.2009, 10:58

Hallo,

nach langer Zeit schreib ich mal wieder eine Bewerbung. Die Seite hier hat mir schon unheimlich weiter geholfen, von dem 08/15-Anschreiben wegzukommen, allerdings möchte ich noch eine Eigenschaft von mir bzw. Können ins Anschreiben einbauen, aber ich krieg den Satz nicht gebacken.

Ich kann verdammt schnell tippen. Ich liege bei ca. 600 Anschlägen die Minute (natürlich nicht fehlerfrei, aber dafür gibt es ja die Rechtschreibprüfung und ich kann auch gut lesen - Deutsch kann ich auch recht gut :-) ).

Ich möchte mich nun branchenfremd (bin Rechtsanwaltsfachangestellte) bewerben. Das Einstellungsprofil beinhaltet aber RA-fachangestellte, Verwaltungsangestellte, Personalkauffrauen bzw. kaufmännische Angestellte. Also ist ziemlich viel dabei. Zudem möchten die gemäß Anzeige ihren "Frauenanteil" erhöhen.

Ich puzzel die ganze Zeit an dem Anschreiben rum und möcht euch das später auch gern noch lesen lassen, aber erstmal suche ich eine Formulierung fürs Tippen. HILFE!!!

Sollte man eigentlich auch Bezug darauf nehmen, dass, wenn die Stelle auf ein Jahr befristet ist, eine Weiterbeschäftigung danach aber möglich ist, man damit klarkommt, oder so?

Danke vorab für Hilfe
LG und schönes WE
sonic

Benutzeravatar
Mialotta
Beiträge: 23
Registriert: 20.11.2009, 13:30

Beitrag von Mialotta » 21.11.2009, 12:02

Hallo,

600 Anschläge in der Minute? :shock: ... das kann ich fast garnicht glauben. Hast Du das schon mal "messen" lassen? Ich habe einen Kurs belegt und dort wurden bei mir 280 Anschläge ermittelt und das war meiner Ansicht nach schon recht schnell.

Du könntest das z.B. so formulieren: Ich habe eine hohe Anschlagszahl die derzeit bei 600/min liegt.

Zu der späteren Weiterbeschäftigung nehme ich eigentlich nie Stellung. Ich bewerbe mich auch auf befristete Stellen, nehme dazu im Anschreiben aber keine Stellung. Beim Vorstellungsgespräch sage ich dann aber, dass ich an einer langfristigen Beschäftigung interessiert bin. Vielleicht kannst Du das auch ins Schreiben mit einfügen.

Viel Glück wünsche ich Dir!

Liebe Grüße
Steffi

sonic1976
Beiträge: 52
Registriert: 03.06.2007, 16:11

Danke

Beitrag von sonic1976 » 21.11.2009, 12:39

Es stimmt schon. In der Schule kam ich bereits auf knapp 400 die Minute. Jetzt bin ich bei Weitem schneller. In der Schule rechnet man das ja auf 10 Minuten. Da waren das knapp 4000 Anschläge. Wie gesagt, jetzt bin ich um einiges schneller, hab aber noch kein Programm oder so gefunden, das das messen kann (hier bei mir zu Hause), um das irgendwie nachweisen zu können.

Der Satz ist schon mal gut. Nur noch die Frage, es wird in dem Stellenangebot nicht genau auf das Bewerberprofil eingegangen. Eher ziemlich neutral/allgemein gehalten. Sollte ich das dann doch einfügen oder eher weglassen?

Gut, das mit der Weiterbildung etc. lass ich dann mal auf mich zukommen.

Danke und lG
sonic

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12159
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 21.11.2009, 12:51

Was genau möchtest Du denn inhaltlich dort machen, Sonic?

Ich frage deshalb, weil diese starke Betonung des rein handwerklichen Schreibens u. U. eine recht zweischneidige Sache sein könnte... speziell dann, wenn Du als Quereinsteigerin ohnehin zunächst einmal einen höheren Einarbeitungsbedarf als andere haben könntest. Möglich, dass dann jemand auf den Dreh kommt, Dich gar nicht erst in irgendwelche "schwierigen" Themen einzuarbeiten - sondern direkt als Hochgeschwindigkeits-Tippse zu verbraten... ;-)

Wenn das genau das ist, was Du suchst, bitte ich um Entschuldigung. Wenn es aber um irgend eine verwaltungstechnische Sache geht, bei der das Schreiben nicht mehr als ein Mittel zum Zweck ist, würde ich mich im Anschreiben auf diese inhaltliche Seite konzentrieren... was Dich ja nicht davon abhält, im Lebenslauf unter "sonstigen Fähigkeiten" zwischen allen möglichen EDV-Programmen etc. auch noch die Anschlagszahl zu platzieren... womit Du nebenbei auch noch das Formulierungsproblem vom Tisch hättest... ;-)

sonic1976
Beiträge: 52
Registriert: 03.06.2007, 16:11

Das ist gut!

Beitrag von sonic1976 » 21.11.2009, 13:27

Danke FRAGEN,

das ist ein echt guter Hinweis.

An meinem jetzigen Arbeitsplatz bin ich größtenteils (so meine Auffassung) deshalb so unheimlich gern gesehen, weil ich eben derart schnell bin. Allerdings möchte ich eigentlich lieber gern alles machen, was eine RA-fachangestellte macht und nicht nur Tippen (das geht mir nämlich nach einem 8 Stunden Tag - und ich arbeite derzeit "nur" 12 Stunden die Woche, einmal 4 und einmal 8 Stunden am Stück - mittlerweile ziemlich auf den Geist).

Ich denke aber, dass das schnelle Tippen für viele Chefs doch ein Vorteil ist, weswegen ich es gerne einbauen möchte.

Daher setz ich das jetzt mit in den Lebenslauf (in der Hoffnung, dass der Personaler auch bis da "unten" liest :-) ).

Vielen Dank für den Tipp, hat mir echt geholfen!!!

LG und schönes WE
sonic

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12159
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Beitrag von FRAGEN » 21.11.2009, 13:41

Ich danke Dir auch, Sonic - dafür, dass Du dieses interessante Thema aufgeworfen hast! Es gibt ziemlich viele Leute, die in diesem Zwiespalt stecken: Sie beherrschen ihren Beruf insgesamt "gut"... einen kleinen (und inhaltlich eher nebensächlichen) Teilaspekt davon aber herausragend. Sie könnten sich mit dieser einen Sache leicht einen absolut bombensicheren Job verschaffen... nur leider um den Preis von Einseitigkeit/Langeweile und fehlenden Entwicklungsperspektiven.

sonic1976
Beiträge: 52
Registriert: 03.06.2007, 16:11

Genau

Beitrag von sonic1976 » 21.11.2009, 13:48

So sehe ich das auch.
Eine Freundin von mir kann auch supergut Tippen. Sie ist auch gelernte RA-fachangestellte mit ebenso gutem Abschluss. Sie bewarb sich beim Gericht, die ausdrücklich eine RA-fachangestellte gesucht hatten mit dem Ergebnis, dass sie nur - und zwar ausdrücklich nur - die Protokolle etc. hätte runtertippen sollen. Klasse... Und das mit einer dreijährigen guten Ausbildung... Ok, als Überbrückung ja, aber nicht dauernd. Schließlich ist man dann auch ganz schnell aus seinem Job raus.

Ich bin gern flexibel im Arbeiten, übernehme auch gern viele und verschiedene Aufgaben. Bitte blos nicht in eine Ecke stellen und sich nur mit ein und derselben Sache befassen dürfen... Nee, ist nicht meins. Aber das mach denen mal klar.

Benutzeravatar
FRAGEN
Bewerbungshelfer
Beiträge: 12159
Registriert: 22.07.2006, 18:18

Re: Genau

Beitrag von FRAGEN » 21.11.2009, 14:00

Du bist ja ein Füllhorn, Sonic!
sonic1976 hat geschrieben:Bitte blos nicht in eine Ecke stellen und sich nur mit ein und derselben Sache befassen dürfen... Nee, ist nicht meins.
Denen das klar zu machen (wie Du so schön sagst)... könnte schon wieder die Zielrichtung einer spannenden Bewerbung sein! Hast Du die auch schon in Deinem Repertoire? ;-)

sonic1976
Beiträge: 52
Registriert: 03.06.2007, 16:11

Grins

Beitrag von sonic1976 » 21.11.2009, 14:30

.... bei Deiner Bezeichnung für mich fiel mir doch glatt ein Film ein... "Lissy"... mit "das hat noch keiner zu mir gesagt".... Hilfe, ich fall vor Lachen gleich vom Stuhl....

Nee, das hab ich noch nicht probiert. Bin wahrscheinlich nicht frech genug dazu :-)

Ich war erst in diesem Jahr (ich bewerbe mich nicht so oft, da ich Teilzeit arbeiten will wegen Kind und Kegel :-) und das ist nicht so leicht zu finden) bei einem Vorstellungsgespräch. Ich hab mich da verhalten wie immer... Allerdings hab ich mir den Satz natürlich verkniffen "und??? welches Problem haben Sie jetzt?". Die Dame hat mich Sachen gefragt, die für mich so selbstverständlich sind und ebenso einfach zu handhaben, dass sie für mich nicht einmal annähernd ein Problem darstellen.

Einem Bekannten habe ich das Gespräch erzählt. Er meinte, ich wäre zu forsch gewesen und da es eine ChefIN gewesen ist, konnte die mit meiner selbstsicheren Art nicht umgehen. Wär ne Erklärung. Aber verstellen kann ich mich ja nun auch nicht... Ich bin eben ehrlich, auch was meine Fähigkeiten betrifft (Excel kann ich nicht wirklich gut, das sag ich dann aber auch, wenn es aufgeworfen wird - sonst kann ich meiner Meinung nach in der Probezeit ja gleich einpacken).

Ach jaaa.... Ich bin mal gespannt, was andere User hierzu beitragen können. Wir bestimmt eine interessante Diskussion werden. Bin für alles offen :-)

Antworten