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Ausbildung Heilerziehungspfleger & Heilerziehungspflegerin

Die Heilerziehungspflege - oft auch einfach Heilerziehung genannt - umfasst einen sozialen Berufszweig. Die Aufgabe der Heilerziehungspfleger ist die pflegerische sowie therapeutische Unterstützung und pädagogische Anleitung von Menschen mit geistigen, seelischen oder auch körperlichen Behinderungen. Ziel der Heilerziehungspfleger ist es, Betroffene und deren Familien weitgehend zu entlasten, so dass ein überwiegend "normales" Leben für alle Beteiligten möglich ist, und die Eigenständigkeit und Persönlichkeit der Hilfebedürftigen zu stärken.

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger bzw. zur Heilerziehungspflegerin erfolgt schulisch über zwei bis drei Jahre; sie ist auch in Teilzeit möglich, wodurch sich die Ausbildungsdauer verlängert. Da die Aus- und Weiterbildung nicht einheitlich geregelt ist, gibt es bezüglich der Anforderungen und der Durchführung von Bundesland zu Bundesland Unterschiede. So unterscheiden sich beispielsweise auch die Abschlussbezeichnungen, die auch Heilerziehungshelfer bzw. Heilerziehungshelferin oder Heilpädagogischer Helfer bzw. Heilpädagogische Helferin lauten kann.

Die Arbeitszeiten des Heilerziehungspflegers können sich, je nach Einsatzgebiet, stark unterscheiden. In speziellen Wohn- und Betreuungseinrichtungen - etwa in Tagesstätten oder Wohn- und Pflegeheimen für Menschen mit Behinderung - fallen oftmals Schicht- und auch Nachtdienste an; meistens ist das auch an den Wochenenden und Feiertagen der Fall. Doch auch in ambulanter Form findet der Heilerziehungspfleger immer wieder seinen Platz: Beispielsweise bei sozialen Diensten, in Rehabilitations- und Vorsorgekliniken, an Förderschulen, in Kindergärten und auch in Privathaushalten.

Schwerpunkte bei der Arbeit als Heilerziehungspfleger bzw. Heilerziehungspflegerin

Das Berufsbild des Heilerziehungspflegers beinhaltet auf den ersten Blick nur Tätigkeiten der pädagogischen und pflegerischen Versorgung; schaut man genauer hin, sieht man, dass der Heilerziehungspfleger im Leben seiner Patienten weitaus mehr ist. Im Ganzen umfasst die Ausbildung des Heilerziehungspflegers Elemente wie Erziehung, Rechtswesen, Heilpädagogik, Psychologie, Krankenpflege, Pädagogik, Medizin, Musik- und auch Gestaltungserziehung. Wenn man diese Fülle an Fachinformationen und Fächern genauer in Augenschein nimmt, dürfte schnell klar werden, dass die Heilerziehung fast schon als Allround-Beruf bezeichnet werden kann.

Während der Heilerziehungspfleger in der offenen Behindertenarbeit - beispielsweise in Privathaushalten - die Rolle der Betreuungsperson für die ganze Familie übernimmt, die auch den Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite steht, wird er in der Frühförderung - etwa in fördernden Schulen und Kindergärten - eher spielerische Tätigkeiten wie Therapien durch Musik, Malen und Gestalten übernehmen. In fördernden und betreuenden Wohnheimen hingegen steht und fällt alles mit der Heilerziehung. Oftmals unterstützen die Heilerziehungspfleger nicht nur die meistens volljährigen Bewohner, regeln ihren Alltag und auch ihre Freizeitgestaltung; sondern sie übernehmen auch die formellen Verwaltungsahngelegenheiten des Heims. Bei pflegebedürftigen Personen übernehmen Heilerziehungspfleger auch einen Teil der Pflege und sind erster Ansprechpartner für die Organisation des Alltags.

Es findet also in der einen Einsatzart ein sporadischer und eher zeitlich begrenzter Kontakt zwischen dem Heilerziehungspfleger und dem Betreuten statt, währenddessen er in einer anderen Einrichtung zum alltäglichen und dauerhaften Ansprechpartner werden kann, der für die Betroffenen unverzichtbar wird. Denn die Unterstützung durch Heilerziehungspfleger entlastet Hilfebedürftigen nicht nur, sie bedeutet für die Betroffenen auch immer ein großes Stück Lebensqualität.

Heilerziehungspfleger helfen somit ihren Patienten allgemein dabei, die für gesunde Menschen meistens ganz alltäglichen Dinge des Alltags zu bewältigen. Dabei kann es sich um scheinbar einfache Dinge wie Einkaufen, Kochen und Putzen handeln. Aber auch größere Hindernisse wie Behördengänge und Geldfragen kann der Heilerziehungspfleger für die Betreuten übernehmen. Zudem übernimmt der Heilerziehungspfleger oft auch die Rolle des Beraters und Beistandes in großen und kleinen Lebensfragen: Für Betroffene aber auch für ihre Familien.

Einen besonders wichtigen Platz nimmt darüber hinaus die Gestaltung der Freizeit durch die Heilerziehungspfleger ein, die dazu dienen soll, dass die Hilfebedürftigen sich in den unterschiedlichsten Beschäftigungen ausprobieren und auch Erfolge sowie Spaß erleben können, wodurch sich das Selbstbewusstsein und die Persönlichkeit positiv entwickeln. Zu solchen Freizeitbeschäftigungen gehören beispielsweise basteln, spielen, musizieren oder Sport; auch durch gemeinsame Erlebnisse bei Ausflügen wird das Zusammengehörigkeitsgefühl und eine positive Lebenseinstellung gestärkt. Eine weitere Zielsetzung der gesamten Arbeit ist stets die soziale Integration sowie die schulische und berufliche Eingliederung, sofern dies altersmäßig möglich ist.

Allgemeines Anforderungsprofil als Heilerziehungspfleger bzw. Heilerziehungspflegerin

Wie in allen sozialen Berufen muss man auch als Heilerziehungspfleger nicht nur gerne mit Menschen arbeiten wollen, sondern auch in der Lage sein, schnell das Vertrauen zu den Patienten zu finden, um somit im Alltag gut zusammenarbeiten und Fortschritte erzielen zu können. So kann man mit ausreichend Empathie schneller die Bedürfnisse der Patienten erkennen und dementsprechend die richtigen pflegerischen und pädagogischen Maßnahmen ergreifen.

Darüber hinaus sollte man als Heilerziehungspfleger psychisch und physisch belastbar sein, denn sowohl die individuellen Schicksale als auch der tägliche Arbeitsalltag mit den Problemen und teilweise unerwarteten Gefühlschwankungen der Betreuenden stellen hohe Anforderungen. Dabei ist auch immer körperliche Nähe erforderlich, um die Patienten in den unterschiedlichsten Gefühllagen gut unterstützen zu können. Dafür benötigt man Geduld, Einfühlungsvermögen und eine gute Beobachtungsgabe. Daneben ist eine künstlerisch-handwerkliche Ader wichtig, so dass man kreative Freizeitaufgaben pädagogisch sinnvoll anleiten kann.

Weiterbildung als Heilerziehungspfleger bzw. Heilerziehungspflegerin

Wie in jedem anderen sozialen Berufszweig, ist natürlich auch in der Heilerziehung die Weiterbildung besonders wichtig. Denn wie Krankheitsbilder und Lebenssituationen sich ändern, können sich auch Behandlungsmethoden verändern. So kann man sich in vielen Fachgebieten neues Wissen aneignen und sich spezialisieren. Nach der Ausbildung kann man sich beispielsweise zur Fachwirtin bzw. zum Fachwirt für Erziehungswesen weiterbilden, um so kaufmännischen Führungs- und Leitungsaufgaben in sozialpädagogischen Einrichtungen zu übernehmen. Auch eine Weiterbildung zur Fachwirtin bzw. zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen ist möglich. Alternativ bzw. zusätzlich ist ebenso auch ein Studium in einem pädagogischen Studienfach möglich.

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