Startseite
          Artikelübersicht
          Forum
          Anschreiben
          Lebenslauf
          Bewerbungsfoto
          Arbeitszeugnis
          Einstellungstest
          Vorstellungsgespräch
          Weiterbildung
          Musterbewerbungen
          Bewerbungslexikon
          Ausbildungsberufe
          Stellenangebote
          Links
          Impressum
 
 

Ausführlicher Lebenslauf – Tipps und Muster

Ein ausführlicher Lebenslauf muss im Gegensatz zum tabellarischen Lebenslauf ausformuliert, also in freier Erzählform bzw. Aufsatzform gestaltet werden. In den meisten Fällen ist ein ausführlicher Lebenslauf dann auch ein handschriftlicher Lebenslauf, weil so ein Lebenslauf nicht mit Computerschrift, sondern mit der eigenen Schreibschrift erstellt wird. Ein solch ausführlicher Lebenslauf wird zum Beispiel häufig von zukünftigen Auszubildenden, bei einer Stipendienbewerbung oder bei Behördenbewerbungen (Polizei, Justiz) verlangt.


Hier finden Sie ein Muster für einen ausführlichen Lebenslauf.
Ein ausführlicher Lebenslauf muss – wie in diesem Muster – gut gegliedert und strukturiert werden, so dass er nicht nur eine Aneinanderreihung von Wörter ist und der Leser Ihre Argumente gut aufnehmen kann. In diesem Artikel finden Sie viele Informationen, wie Sie Ihren ausführlichen Lebenslauf Schritt für Schritt gestalten können.

Auf dieser Seite finden Sie viele Tipps zum ausführlichen Lebenslauf:

Lebenslauf ausformulieren – der rote Faden muss erkennbar sein

Im Anschreiben werden vor allem Aussagen über die Gegenwart und Zukunft getätigt, währenddessen im ausführlichen Lebenslauf die Angaben vorwiegend von der Vergangenheit bis in die Gegenwart reichen. Bei einem ausführlichen Lebenslauf sollten Sie daher nicht nur die Daten des tabellarischen Lebenslaufs schriftlich ausformulieren, sondern den bisherigen Lebensweg reflektiert darstellen. So können Sie durchaus Erklärungen für die Berufswahl einfließen lassen, die persönliche Entwicklung verdeutlichen, auf maßgebliche persönliche Einstellungen eingehen oder rückblickend über das Interesse für einen bestimmten Fachbereich Auskunft geben. Aufgrund dieser Themen ist ersichtlich, dass der Übergang vom ausformulierten Lebenslauf zum Motivationsschreiben fließend ist.


Checkliste Lebenslauf

Mit dieser Checkliste behalten Sie den Überblick über alle wichtigen Punkte zum Lebenslauf schreiben:

  • Allgemeines zum Lebenslauf
    • Inhalt des Lebenslaufes
    • Design und Form des Lebenslaufes
  • Persönliche Daten
  • Ausbildung
  • Berufliche Praxis
  • Kenntnisse und Fähigkeiten
  • Abschluss des Lebenslaufes


Download der Checkliste für den Lebenslauf als PDF-Dokument.


Besonders bei folgenden Arbeitgebern und Berufen gehört ein ausführlicher Lebenslauf häufig zu den obligatorischen Bewerbungsunterlagen:

  • Bundeswehr
  • Polizei
  • Höhere Handelsschule
  • Berufskolleg
  • Stiftungen für Stipendien
  • Rechtspfleger
  • Gesundheits- und Krankenpfleger

Ein ausführlicher Lebenslauf stellt besondere Anforderungen an Sie als Bewerber. Sie müssen sich über alle Lebenslaufpunkte systematisch Gedanken machen, so dass der ausführliche Lebenslauf nicht nur aus einer Aufzählung von einzelnen Lebenslaufdaten besteht, sondern zwischen diesen Lebenslaufdaten Beziehungen kenntlich gemacht werden, die die Eignung für die angestrebte Stelle hervorheben. Als Vorgehensweise bei der Gestaltung des ausführlichen Lebenslaufs bietet es sich daher an, erst alle relevanten Punkte bzw. Stationen des tabellarischen Lebenslaufs aufzulisten, um dann besser nach grundlegenden thematischen Beziehungsgeflechten systematisieren zu können, so dass im Lebenslauf in Aufsatzform schließlich ein roter Faden erkennbar ist.

Die Grundlage für den ausführlichen Lebenslauf ist dabei immer der tabellarische Lebenslauf. Daher können Sie sich bei der Gliederung des ausführlichen Lebenslaufes auch grundsätzlich an den typischen vier Lebenslauf-Hauptrubriken orientieren:

Bevor Sie Ihren ausführlichen Lebenslauf schreiben, muss Ihr tabellarischer Lebenslauf also auf dem neuesten Stand sein. Denn aus dem tabellarischen Lebenslauf entwickeln Sie Schritt für Schritt Ihren ausformulierten Lebenslauf. Zur besseren Übersichtlichkeit können Sie auch den Rubriken entsprechende Überschriften verwenden; gerade wenn Ihr ausführlicher Lebenslauf mehrere Seiten lang wird. Bei einem ausführlichen Lebenslauf müssen Sie nicht alle Lebenslaufdaten darstellen. Denn kein Personaler wird wirklich einen drei- oder vierseitigen handschriftlichen Lebenslauf konzentriert lesen, denn Sie sind schließlich nicht der einzige Bewerber. Für Sie als Bewerber geht es also darum, die unwichtigen Lebenslaufdaten herauszufinden und die wichtigen Lebenslaufdaten in den Vordergrund zu rücken.


Nach oben

Beispiel für die Formulierung eines roten Fadens

Wenn Sie beispielsweise als Bewerber im Musikunterricht der Schule immer gute Noten erreichten, über Jahre hinweg bei der Schultheater-AG mitwirkten, am außerschulischen Flötenunterricht teilnahmen und sich während Ihrer Studienzeit für Malerei interessierten und deshalb Zeichen-Kurse an der VHS belegten, dann ergibt sich aus diesen einzelnen Punkten ein dicker roter Faden, der deutlich macht, dass Sie eine künstlerische Ader haben und Ziele über einen längeren Zeitraum verfolgen können.

Daher brauchen Sie sich bei der Formulierung Ihres ausführlichen Lebenslaufs nicht sklavisch an der Chronologie halten. Es wirkt eindringlicher und argumentativer auf den Leser, wenn Sie zwei, drei Lebenslaufblöcke formulieren, die Ihnen wichtige Sachverhalte zuspitzen. Der Leser obiger Zeilen weiß nun nach der Durchsicht des Lebenslaufs, dass sich ein künstlerisch begabter Mensch bewirbt. Das bleibt bei ihm hängen. Ein ausführlicher Lebenslauf muss also alle wesentlichen Lebenslaufdaten gut lesbar darstellen, ohne zu umfangreich zu sein und jedes Detail zu nennen. Also so ausführlich wie möglich, so ausführlich wie nötig. Im Allgemeinen gilt natürlich, dass ältere Bewerber auch einen längeren ausformulierten Lebenslauf schreiben können.



Nach oben

Nicht jeder ausführliche Lebenslauf muss handschriftlich erfolgen

Ein ausführlicher Lebenslauf kann handschriftlich erfolgen, er kann aber ganz normal mit dem Computer geschrieben werden, also maschinengeschrieben sein. Wenn nicht explizit ein handschriftlicher Lebenslauf in ausführlicher Form verlangt wird, sollte immer Computerschrift benutzt werden. Bei einem handgeschriebenen Lebenslauf besteht die Möglichkeit, dass die Handschrift des Bewerbers graphologisch analysiert wird, um Rückschlüsse auf die Persönlichkeit zu ziehen. Das ist allerdings eher selten, weil der Aufwand dafür zu groß ist und weil der Zusammenhang zwischen Handschrift und Charakter sehr vage ist sowie viele Interpretationsmöglichkeiten zulässt. Es wird höchstens darauf geachtet, wie einheitlich das Schriftbild ist: so beginnen zwar viele Lebenslaufschreiber mit ihrer Schönschrift, aber durch nachlassende Konzentration wird das Schriftbild "unschöner".

Neben inhaltlichen Gesichtspunkten wird vom Arbeitgeber beim handgeschriebenen Lebenslauf grundsätzlich auf folgende Aspekte geachtet:

  • Rechtschreibkenntnisse
  • Ausdrucksvermögen
  • Konzentrationsvermögen (anhand der Einheitlichkeit des Schriftbildes)

Die Erstellung eines handschriftlichen Lebenslaufes ist also mit einigen Mühen verbunden, denn Rechtschreibfehler und Flecken sollten auf einem handgeschriebenen Lebenslauf nicht vorkommen, so dass ein Bewerber unter Umständen mehrere Anläufe für die Erstellung eines ausformulierten Lebenslaufes unternehmen muss. Der Aufwand für den ausführlichen Lebenslauf schreckt einige Bewerber ab, was durchaus auch die Intention dieser Forderung ist. Denn aus Arbeitgebersicht sollen sich nur die motiviertesten Menschen bewerben, die die Ausbildung, den Job oder das Stipendium auch wirklich wollen und nicht vorschnell aufgeben.


Nach oben

So gelingt Ihr handschriftlicher Lebenslauf garantiert

  • Zur Orientierung sollten Sie Ihren tabellarischen Lebenslauf auf den neuesten Stand bringen, so wie Sie ihn auch aktuell normalerweise verschicken würden.
  • Sie schreiben den ausführlichen Lebenslauf am Computer vor, da Sie so auch die Rechtschreibhilfe der Textverarbeitung in Anspruch nehmen können.
  • Sie drucken sich den ausführlichen Lebenslauf aus, um ihn Verwandten, Freunden und anderen Personen zur Korrektur zu geben. Sie selbst arbeiten auch noch mit einem Wörterbuch an Ihrem ausformulierten Lebenslauf und bauen Verbesserungen ein.
  • Richten Sie sich Ihren Schreibort so ein, dass Sie möglichst nicht gestört werden und konzentriert schreiben können.
  • Sie nehmen sich weißes unliniertes Papier und legen es kongruent auf ein liniertes Papier, so dass Sie gerade Zeilen schreiben können. Im Idealfall verwenden Sie die gleiche Papiersorte wie für die Ausdrucke der anderen Bewerbungsunterlagen. Das Papier wird nur einseitig handschriftlich beschrieben. Als Schreibgerät für den handgeschriebenen Lebenslauf nutzen Sie am besten einen Füller, weil dieser nicht so durchs Papier wie ein Kugelschreiber drückt.
  • Schreiben Sie langsam und ordentlich handschriftlich Ihren gesamten ausführlichen Lebenslauf auf.
  • Wenn Sie keine Rechtschreibfehler gemacht haben und mit dem Aufbau des ausführlichen Lebenslaufes (so sollte beispielsweise die letzte Lebenslaufseite zu mindestens 1/3 beschrieben sein) zufrieden sind, dann haben Sie eine versendbare Lebenslauf-Reinschrift erstellt. Andernfalls nehmen Sie weitere Verbesserungen an Ihrem ausführlichen Lebenslauf vor, indem Sie beispielsweise den Aufbau anpassen.
  • Rechtschreibfehler oder Flecken dürfen nicht mit Tintenlöscher oder Korrekturflüssigkeit entfernt oder durchgestrichen werden. Auch bei kleinen Fehlern bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als den ausführlichen Lebenslauf noch einmal handschriftlich anzufertigen. Falls ein Rechtschreibfehler nur auf einer Lebenslaufseite auftritt, dann brauchen Sie natürlich nur diese Lebenslaufseite noch einmal schreiben.

Nach oben

Allgemeines zum Aufbau eines ausführlichen Lebenslaufes

  • Auch in einem ausführlichen Lebenslauf ist es nicht zwingend notwendig, eine Überschrift wie "Lebenslauf" zu verwenden. Denn es ist für den Leser leicht erkennbar, dass es sich beim vorliegenden Bewerbungsdokument um einen Lebenslauf handelt. Darüber hinaus schreiben Sie in Ihrem Anschreiben schließlich auch nicht eine Überschrift "Anschreiben".
  • Ein ausführlicher Lebenslauf enthält im Normalfall kein Bewerbungsfoto. Wenn Sie in Ihrer Bewerbung ein Bewerbungsfoto verwenden wollen, dann befestigen Sie dieses Bewerbungsfoto auf einen zusätzlichen tabellarischen Lebenslauf (falls dieser gefordert wird) oder auf ein Deckblatt.
  • Den ausführlichen Lebenslauf schreiben Sie als eine Art Aufsatz. Dabei benutzen Sie im Regelfall unliniertes weißes Papier. Es wird immer nur eine Seite des Papieres beschrieben.
  • Auch in einem ausführlichen Lebenslauf müssen Sie nicht alle vorhandenen Lebenslaufdaten ausführlich darstellen. Denn die Kunst besteht gerade darin, dass Sie vor allem die relevantesten Lebenslaufdaten, mit denen Sie den Arbeitgeber überzeugen wollen, ausführlich und an prominenter Stelle darstellen. Unwichtige Lebenslaufdaten können Sie weglassen. Sie sind der Gestalter Ihres Lebenslaufes!
  • Genauso wie ein tabellarischer Lebenslauf kann auch ein ausführlicher Lebenslauf in Rubriken gegliedert werden, die vier Hauptrubriken bzw. Abschnitte lauten: "Persönliche Daten", "Bildungsweg", "Berufliche Praxis" und "Kenntnisse und Fähigkeiten". Diese Rubrikbezeichnungen können Sie zur besseren Strukturierung des ausführlichen Lebenslaufes auch explizit als Zwischenüberschriften angeben.
  • Zur besseren Lesbarkeit des ausformulierten Lebenslaufes bieten sich dezente Unterstreichungen von wichtigen Informationen an; zum Beispiel können Sie Ihre erreichten Bildungsabschlüsse unterstreichen.
  • Der Abschnitt "Persönliche Daten" wird auch im ausführlichen Lebenslauf immer zuerst erwähnt. Danach ist die Reihenfolge der Abschnitte nicht vorgegeben; sie können sogar miteinander vermischt werden. Es sollte inhaltlich immer ein roter Faden erkennbar sein. Dabei richten Sie sich als Bewerber danach, welche Informationen Sie in den Vordergrund stellen wollen, denn die wichtigsten Informationen sollten zu Beginn des ausführlichen Lebenslaufes erscheinen.
  • Die zeitlichen Angaben innerhalb der Abschnitte können chronologisch, umgekehrt chronologisch oder thematisch erfolgen. Der Regelfall ist allerdings die chronologische Strukturierung, wobei die älteste Lebenslaufstation zuerst genannt und dann aufsteigend fortgefahren wird. Die aktuellste Lebenslaufstation steht dann jeweils am Ende des jeweiligen Abschnitts. Bei der umgekehrt chronologischen Strukturierung nennen Sie die aktuellste Lebenslaufstation zuerst, zum Beispiel Ihr aktuelles bzw. letztes Beschäftigungsverhältnis. Diese Reihenfolge ist besonders dann zu empfehlen, wenn Sie schon viele Berufserfahrungen vorzuweisen haben. Allerdings wird ein ausführlicher Lebenslauf eher von Berufsanfängern bzw. Ausbildungsinteressierten ohne lange Berufserfahrung gefordert. Bei der thematischen Strukturierung können Sie zeitlich nicht zusammenhängende Lebenslaufdaten in einem Absatz bzw. Abschnitt schreiben. So entsteht leichter ein roter Faden.
  • Die Angabe von Zeiträumen kann im ausführlichen Lebenslauf monatsgenau oder nur mit Jahreszahlen erfolgen. Das Format der Zeitangaben muss einheitlich sein, so dass Sie zum Beispiel immer den Monatsnamen ausschreiben.
  • Eine Anrede und eine Schlussformel gehören nicht in den ausführlichen Lebenslauf; sie sind Bestandteile des Anschreibens.
  • Am Ende des ausführlichen Lebenslaufes erfolgt die handschriftliche Angabe von Ort, Datum und Unterschrift.

Nach oben

Inhalt des Abschnitts "Persönliche Daten"

  • Der Abschnitt "Persönliche Daten" ist auch im ausführlichen Lebenslauf immer der erste Abschnitt. Zu den primären Angaben in diesem Abschnitt gehören: Vor- und Zuname, Geburtsdatum und Staatsangehörigkeit. Zusätzlich können Sie auch die sekundären Angaben zum Geburtsort, zur Konfession, zum Familienstand und zur Kinderanzahl machen.
  • Die Angabe von Eltern und Geschwistern und der Familienverhältnisse wird bei einem ausführlichen Lebenslauf zwar oft gefordert, aber es ist fragwürdig, ob die Familienverhältnisse, für die der Bewerber selbst nichts kann, mitentscheidend für die Eignung sein sollten. Am besten halten Sie die Eltern- und Geschwister-Angaben so kurz und neutral wie möglich: geben Sie einfach den Namen und die jeweilige ausgeübte Tätigkeit an. Falls Ihre Verwandten derzeit arbeitslos sein sollten, geben Sie den gelernten Beruf bzw. die letzte ausgeübte Tätigkeit an. Auf das Geburtsdatum und den Geburtsort Ihrer Verwandten oder den Familienstand Ihrer Eltern müssen Sie nicht eingehen.

Nach oben

Inhalt des Abschnitts "Bildungsweg"

  • Zum Abschnitt "Bildungsweg" gehören neben der beruflichen Ausbildung auch die Schulzeit und gegebenenfalls ein Studium.
  • Bei der Darstellung der Schulzeit ist es im Prinzip nicht notwendig, jede einzelne besuchte Schule aufzulisten. So ist beispielsweise der Grundschulbesuch für jeden Menschen sowieso obligatorisch. Wichtig sind dagegen vor allem Ihre erreichten Schulabschlüsse. Nennen Sie dazu den Zeitpunkt des Schulabschlusses, die Art des Schulabschlusses, die Schulart sowie den Namen und den Ort der Schule.
  • Um Ihren ausführlichen Lebenslauf aufzuwerten, können Sie zusätzliche Angaben zu Ihren Schulabschlüssen machen: Abschlussnote, Lieblingsfächer, Leistungskurse, Prüfungsfächer, Schwerpunkte der Schule, besondere Schulleistungen, Teilnahme an Schulwettbewerben und -projekten.
  • Bei der Darstellung einer beruflichen Ausbildung können Sie ähnlich vorgehen. Zu den Angaben gehören dann: Ausbildungsberuf, Art der Ausbildung, Zeitraum der Ausbildung, Informationen zum Arbeitgeber, Angabe der typischen Tätigkeiten während der Ausbildung.
  • Bei der Angabe eines Studiums können Sie folgende Angaben machen: Studienfach bzw. Fachrichtung, Zeitraum des Studiums, Zeitpunkt des Studienabschlusses, Informationen zur Hochschule, Abschlussnote, Schwerpunktfächer, Studienschwerpunkte, Thema der Abschlussarbeit.

Nach oben

Inhalt des Abschnitts "Berufliche Praxis"

  • Im Allgemeinen wird ein ausführlicher Lebenslauf bei Ausbildungsplatzsuchenden bzw. Berufsanfängern gefordert, daher sind die beruflichen Erfahrungen des jeweiligen Bewerbers im Allgemeinen noch nicht so vielfältig. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine Erstausbildung, um Praktika und um Nebenjobs.
  • Die Angabe der beruflichen Stationen erfolgt mit dem Zeitraum bzw. der Dauer und der Bezeichnung bzw. der Art des Beschäftigungsverhältnisses. Außerdem sollten wichtige und typische Tätigkeiten genannt werden, die während des Beschäftigungsverhältnisses durchgeführt wurden.
  • Je stellenrelevanter und aktueller die jeweilige berufliche Station ist, desto ausführlicher erfolgt auch deren Darstellung im ausführlichen Lebenslauf.
  • Falls Sie freiwillige oder unfreiwillige Auszeiten wie Arbeitslosigkeit, Elternzeit, Krankheit oder Pflegezeit vorzuweisen haben, dann sollten diese Auszeiten den ausformulierten Lebenslauf inhaltlich nicht dominieren. Bei der optimalen Darstellung hängt es immer davon ab, wie viele Auszeiten Sie vorzuweisen haben und wie lange Sie dauerten. Geben Sie vor allem keine langatmigen Erklärungen ab, sondern nennen Sie höchstens nur den Fakt an sich.

Nach oben

Inhalt des Abschnitts "Kenntnisse und Fähigkeiten"

  • Im Abschnitt "Kenntnisse und Fähigkeiten" können Sie weitere Angaben zu berufsrelevanten Zeiten und zu Ihrem Fachwissen machen. Zu solchen Angaben zählen beispielsweise EDV-Kenntnisse, Sprachkenntnisse, Auslandsaufenthalte, Stipendien, Weiterbildungen, Hobbys, Interessen oder Ehrenämter und Vereinsmitarbeit.
  • Die Angabe von EDV- und Sprachkenntnissen erfolgt dabei immer mit dem jeweiligen Kenntnisstand.
  • Bei der Darstellung von Weiterbildungen können Sie folgende Angaben machen: Art, Dauer, Zweck und Abschlussbezeichnung der Weiterbildung, Weiterbildungsinhalte, Abschlussnote, gegebenenfalls Informationen zum Weiterbildungsanbieter.

Nach oben

Muster für einen ausführlichen Lebenslauf

Persönliche Daten

Mein Name ist Max Mustermann, ich bin ledig und ich wurde am 01. September 1995 in Berlin als ältestes Kind von Mutter Max und Vater Max geboren. Meine Mutter arbeitet als Erzieherin in einem Kindergarten und mein Vater ist als Hausmeister bei einer Wohnungsbaugesellschaft tätig. Meine Geschwister heißen Moritz und Wilhelm, die beide noch Schüler sind. Ich besitze die deutsche Staatsbürgerschaft und wohne in der Musterstraße 1 in 10000 Berlin.

Bildungsweg: Sport, Sprachen, Informatik

Meinen schulischen Werdegang begann ich im September 2002 an der Muster-Grundschule, auf der ich mit sehr guten Leistungen überzeugte, so dass ich ab August 2008 das Goethe-Gymnasium in Berlin besuchte. Durch das Angebot einer sportlichen Profilierung konnte ich dort meinen Neigungen und Talenten besonders gut nachgehen. Denn schon seit meiner Jugend gehören sportliche Aktivitäten zu meinem Alltag. So spiele ich seit meinem 7. Lebensjahr Handball beim Berliner Handball-Club, mit dem ich viele Erfolge bei Jugend-Stadtmeisterschaften und darauffolgend in der 3. Handball-Bundesliga erzielte. Aufgrund meines Leistungskurses Sport betrieb ich während der Schulzeit auch viel Leichtathletik und eignete mir sportwissenschaftliches Fachwissen an, welches ich seit fünf Jahren als lizenzierter Handball-Trainer an Kinder und Jugendliche in meinem Handballverein weitergebe.

Meine weiteren schulischen Schwerpunkte legte ich auf Sprachen und Informatik sowie Mathematik. Meine Lieblingsfächer waren dementsprechend Deutsch, Englisch, Spanisch, Informatik und Mathematik. Derzeit absolviere ich zudem einen Sprachkurs, um meine Grundlagenkenntnisse in Französisch noch weiter auszubauen. Meine Allgemeine Hochschulreife erlangte ich dann im Juli 2014 mit einem Notendurchschnitt von 1,4.

Ich besitze fortgeschrittene Programmierkenntnisse in C++ und Java und kann Hardware-Komponenten zu funktionsfähigen informationstechnischen Systemen zusammenbauen. Während des Unterrichts am Gymnasium habe ich mir außerdem fortgeschrittene Kenntnisse im Umgang mit Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations- und Präsentationsprogrammen angeeignet. Zusätzlich habe ich in meiner Freizeit einen 10-Finger-Schreibkurs erfolgreich abgeschlossen. Aufgrund der langjährigen Teilnahme am Informatik-Grundkurs liegt mir die Arbeit am Computer deshalb sehr, so dass diese Erfahrung eine gute Grundlage für den weiteren beruflichen Einsatz ist.

Praktische Erfahrungen

Während eines zweiwöchigen Schulpraktikums in der Bezirksverwaltung Spandau gewann ich im April 2013 einen Einblick in die Verwaltungsorganisation einer Behörde. Mit meinen guten Deutschkenntnissen half ich bei der Verbesserung von Schriftstücken für den Bürgerkontakt. Außerdem bearbeitete ich exemplarisch einen Wohngeld-Antrag, für den ich alle notwendigen gesetzlichen Bestimmungen recherchieren und einordnen musste, welches ich laut meines Praktikumsbetreuers ausgezeichnet erledigte. Außerdem hatte ich in den zwei Jahren vor meinem Abitur einen Nebenjob in einem Supermarkt, bei dem ich für das Einräumen der Waren und die Reinigung der Verkaufsstätte verantwortlich war.

Derzeit absolviere ich ein Auslandsjahr in Australien und Südostasien, so dass ich in mehrmonatigen Aufenthalten nicht nur die Kultur des jeweiligen Landes kennenlerne, sondern in sozialen und ökologischen Projekten einen Beitrag zur nachhaltigen und friedlichen Entwicklung leiste. Die einzelnen regionalen Stationen und Projekte organisierte ich mir alleinverantwortlich.

Meine Motivation für die Laufbahn als Offizier

Warum ich eine Tätigkeit als Offizier bei der Bundeswehr anstrebe? Da zwei Onkel von mir bei der Polizei arbeiten, bin ich über den beruflichen Alltag und die Anforderungen in einem Sicherheitsorgan bestens informiert. Verantwortungsbewusstsein, Kameradschaft, Führungskraft, Mut, Einsatzwillen und Leistungsfähigkeit - das sind Werte, mit denen ich mich besonders stark identifiziere. Ich will mit Menschen zusammenarbeiten, ich will Menschen helfen, ich will Menschen eine sichere und friedliche Zukunft geben! Deshalb strebe ich die Offiziers-Laufbahn bei der Bundeswehr an.

Mit meinen Kenntnissen und Fähigkeiten in den Bereichen Sport, Sprachen und Informatik habe ich die Grundlage gelegt, um körperlich und geistig fit die Anforderungen in einem anspruchsvollen Beruf gerecht zu werden, mit internationalen Partnern fehlerfrei zu kommunizieren und um die zukünftigen informationstechnischen Veränderungen und Herausforderungen in einem Sicherheitsorgan auch als Offizier zu begleiten und zu gestalten.

Weitere Informationen zum Lebenslauf


 
Viele Hunderte Beispiele für Anschreiben und Lebenslauf im großen Bewerbungsforum – so schreiben Sie eine individuelle und überzeugende Bewerbung.